schriebe, tt-S müsse lüuücr däeii UmstLndttk ttn b e f* "'Kr aW Gesprochenes. girrend er bemr^ Erzählen noch «m« AuSdouck und Stil uäbeumßt ,mch dem Stoffe, dem Zweck des Cr gnhl km jund der Umwett, in der- er sprickch wL-tt, zwmgt er dem Paprer üiollveudig einen gespreizten und aus Gott ivech welchen Gründen für „richtig" gehaltenen ... Stil .. . mrf. Er vergewalttgt ftch selbst. Er verrenkt sich geistig wie ein Prrmcmer rn der Tanzstunde. Tie Straffung und Pressung, die das geschrieene Wort gegennbcr dem freier dahmströmendeu Gesprochenen mnrmgäilglich fordert, wird zu geftneiztzer Umständlichkeit und einem vvmrschar Uwervaut-t liüiseimvvU-en. Solch ein Unglücklicher spricht etwa (sehr schön und fiax): „Bon Karls Unfall wollt ich dir noch erzählen: es. geht ihm Keffer, gestern hat er ftöhlich seinen GeLurts^g ge^at Aber a schreibt im schicklichsten Paprerstch: „Bezüglich des Unfalls von Karl ich dir die Mitteilung „rachen, daß rn dem Befinden demselben eine Bessenmg eingetveten ist und konnte derselbe gestern in bestem Wohlbefinden seinen Geburtstag l^gclwir." Es gibt auch Lewe, die in diesem Stil sogar sprechen . .....
Man bemerkt, wie die unsinnlichen Worbe überwuchern (dre Un — Ungetüme'»; Me abgerissene Wendungen, steif wie Spazier- stärke und erstarrte syntaktische Fornreln das natürliche Gesck)öpf der Sprache zu einer zusammengesetzten Gliederpuppe machen.
Tie prattisck>e Nollverrdigkeit, die Sprache in ihrem jeweiligen Stande zu kodifizieren, in Schulbüchern, Grammatiken, Stilistiken Und Rechtschreibungen — gerade sie ist die böseste fretnmuitg für den sprachlich Unselbständigen. Ta jeder Kodex vom Gesichtspunkt der Zeitlos igkeit aus nur eine Moinentphvtographie sestlxrlten kann, so ist er auch in jedem Alugenblick von der Sprache über hott rmd tmrichüg. Ter Abhängige aber- nimmt dieses starre Abbild der Sprache, die etwas Werdendes, Wachsendes und Schwirrendes W* gleich, die dtooä ewig Veränderliches ist, für die Sprache selbst. In der Versachlichung, die alles Schreiben gegenüber dem Sprechen bedeutet, vermag mir J>ex die gestaltende F-rechleit zu beu-ahren, der sich Respektlosigkeit vor allen Normen erarbeitet hat. Glück- ttdjer noch der, dem die Autoritätslosigkeit — jeder schaffenlx«. Kraft als bestiinmrnde Anlage unentbehrlich — angeboren rvuroe. Ist daneberr die spezifische Begabung des Wiedergebens, Mittertens Und Formens vorhanden, so wird urrber dem Schichten das Gut- geschriebeue schnell unbeumstt, bald bewußt, erkannt und ausgenommen. 9lber auch der, denr eine besondere Veranlagung zum Schreiben in irgendeinen geringeren yder höheren Linst-l-errlcyen Grade fehlt, snärd allein durch die Befreiung vorn Buchstabenglaubeu (tu einem sehr wörtlichen Sinne) die allen erreichbare ^chönhert des Schlichten, Klaren und Einfachen garvirrnen. Jeun rrur .befrett von dem Götzendienst der Norm, kann das Sprachgefühl, den >,PapierM" überivinden. .
Tenn dieses „Sprachgefühl" hat ja besteche urchr mit dre Sckmlm ei Herausgabe, zu entschechen, ob etwas „ruhtig ist oder» „falsch". Tas Sprastrgefülst ist der unsterbliche Erzeuger der Sprache. Tie Wechselwirkung in der Summe aller Sprachgefühle bestimmt die Veränderung der Sprache. Tas Sprachgefühl ist der etrüge Rebell gegen festgelegtze Gramnratik und autzorttatw gut- geheißenen Stil. Und die seltenen Menschen, die das überlieferte EvrachgUt nach seinen imrereu mebaphysischen Gesetzen bildend, zu neuem persönlichen Eigentum gestalten — ba$ Jiwmt sein mag oder auch unerhört kühn —, sie smd dre ttorbUdttchen Wlisten ihrer Epoche. __
VüchertM
i_ Otto Al sch e r. Die Kluft. Ruse von Meusck-eu und
Dieven. (Üangens MarMistner Bcurd 20.) Umschlagzeichuung von C. O Petzersen. Preis gebunden 1 Mark. Verlag von Albert Langen in München. — Otto Mchers Schaffen gilt allein, was der Natur enger verbündet ist, als der Stadtmensch von heute es sein kann. Er wrbernimmt keine literarischen, auch keine Nüsse,rschafllichen Versuche, die Seele deS Tieres %u deuten.: obre er gibt die Men Be- wegunaen eines Marders, die wilde uftb hockMütige Sicherheit ehb& alten Wolfes, den gÄrnzloseu Mick eiires tranken Fundes .mit einer Gestaltungskraft von sdtener Farbigkeit, llnd diesen trafa vollen Instinttwesen gegenüber stellt er beu SHenschen, der, jenseits der Kvuft. seinen Daß auf die ihm fremd geivorÄerren Geschöpfe wirft, erneu Daß, der ohnmächtiger Neid ist mrd sich schließlich beugt in schmerzlicher Ehrfurcht vor unwiederbriidglich Verlorenem.
— Tie Firma Otto Harvassowitz, Bucht-andluug in Leiptzig, halt soeben anläßlich d«S 400jährigen Reformatious -iIubiläums Unter dem Titzel „Lutder und.seine Zeit" einen Bück-erLa, tzalog erscheinen lassen, der eine reiche Sammlung von Original- drrrckschriften aus der Mformattonsz-eÄ, und aus dem 16. Iahrn hundert überhaupt, enthält. Außer ca. 200 Original-Einzelschristen des Reformators selbst über sein refornmborisäM und homiletisches Wirken, sowie Pamphleten politischen rurd geistlichen Inhalts, enthätt die angebotene Sanmstuug Schriften von Förderern, Geg^ uern und Zeitgenossen der Reformation. ^ r ^
— Alexander Solomv nica, Derr Deck fisch. Er- zWkung. <S. Fischer, Verlag, Beilin.) Geh. 2.60 Mark, geh. 3.50 Wlatf. Derr .Heckfrsch repräsentiert einen unter den heutigen ZU- tellckttuellen toeitverbreiteten Typus: er ist ein smsicherer Mensch.
WaS diese Wortze „edl uürsicherer Mansch" Made hier' zU bedatttN haben, das ließe sich theoretisch rrnr mit vwl ffmständlichßcit aus- einandersetze,,. Lernt man aber Derrn Deckfisch rmnesn, so weiß man sogleich, worlnn .es sich handelt. — Gs ist an dieser Novelle, die im selben Grabe Analyse llvie spanneirde Erzählung ist, nicW evvünstel't: der Verfasser hat es verstanden, seine SselenkemttniS und -erforsch,mg in das lMmdigstt, in ein austrgendes Goschehni- unrzusetzen.
— Im Verlag von Tlieod. Thomas, Leipzig, erschien als erste geschichtliche Monographie über die Ereignisse vom März 1617 F. von B.'s inhaltsreiches, auf vorziiglicherr Iarformatiouen beruhendes Buch: „Nikolaus II. und das Ende der Romanows." (Preis 3 Mark), ff. von B. ist ein ausgezeichneter Kenner rufftfeber Verhältnisse, des zarischeir Hofes und der geheimen Bestrebungen im unterirdischen Rußland, die zum 'StmH der Tyuastie führten. Man gewinirt bei der Leikcüre dieses anregend geschriebenen Werkes sofort den Eindruck, daß der Verfasser rtid# nur von diploinatischer Seite, sondern auch aus den Kreisen der politischen Polizei und der revolutionären Propaganda selbst unter- richtet fft.
— Neuerscheinungen von Reclams Universal- Bibliothek. (Phil. Reclanr, Leipzig): Kriegsgesetze deS Teutscheu Reiches. 6. Ergänzungsheft, ylbgeschlvssen am 1. Januar 1617. Textanisgabe mit kurzen Anmectungen und Sachregister . Herausgegeben von Karl Pannier. (408 D.) Geh. 1,25 Mark, geb. 1,80 Mark. — Paris vor dem Weltkrieg. Eine Schilderung. Von Walther Siegfried. (72 S.) Geh. 25 Pf. — Der deutsche Bär. Lustspiel in drei Llufzügen. Bon Heinrich Stobitzer. Bühneneinrichtmrg. (68 S.) Geh. 25 Pf. — Die Feindi u. Kriegsbilder aus Frankreich urü> Flandern. Von fäm Rosner. (63 S.) Geh. 25 Pf. — Erziehung Und Leben. Ausgewählte Llbschnitte aus den Werken von Wilhelm Rein. Der-E aiusgegdben und eingeleibet von Ivhairnes Meiner. Mit einem Bilde Wilhelm Reins. (166 S.) Geh. 50 Pf., ^eb. 90 M. — B er ichte aus dem Großen Hauptquartrer 1616. 5. Band. Her-^ äusgeaeben von KaA Witte. (96 S.) Geh. 25 Pf. — Hugideo. —> I»nrPerus. Zwei Geschichten. Von Viktor von Scheffel. VW einer Einleitung heransgegebLn von Tr. Edmund von Sallwüri. (66 S.) Geh. 25 Pss., geb. 60 Pf. — (Kriegsgesetze deS Deutschen Reiches. 7. Ergänzungsheft. Abgeschlossen am 1. April 1917. Textausgäbe mit kurzen Anmerkuugeir und Sach» re^ister^crauscjegeben von Karl Pamrier. (367 S.) Geh. 1,25 Mi.,
Gretzener Hausfrauen-Berein.
Kochanweisungcn.
Spinatpudding. 2 Pftmd SpdmL gekocht und durch die Maschine getrieben. 1 / g Pfund Hafer-- oder Gersteuflockerr ausguelleN und mit dem Spinat ver,nisich,cln'. Dazu 1 geriebenes Brötchen, 1—2 Eier, 1 Löffel Butter oder Fett, 1 geriebene Zwiebel u,ch wenn man ,tritt, etwas Sardellenbirtber, in eine Pgchdingfvrn gefüllt «und V/ 2 Stunde im WasseMrde gekocht.
Kar tv s felpudding. 2 Pftrrch ^ekvckite geriebene Klw^ toffeln, l /i Pfund Leberwnrst, 2—3 sem gewiegte, gedämpfte Zwiebeln, 1^/» geriebene Brötchem Salz und 2 E,er, auch wen« jman ,oitt, etlvas Dhymimr oder Majoran. Dies alles gut untere eilmnder gemengt, in Berk Mchdingform gefüttt und 17 *—$ Stunden im Wasserbade gekocht.
Hecinge in Tomatentu«.ke. 5 Dcmraten läßt um« lheiß ,verden, streicht sie durch M Marffeb und gibt eine kleintz geschnittene Zwiebel, 1 Michsorspitze Zucker, Salz, Saft einer 7» Zitrone oder einige Tropfeu Essig und erneu Eßlöffel Del dazu. Messe Ttmke wird über 4 oder 5 vorg-erichchete, entgrätete Herings gegeben, die darin einige Stunden stehen Müssen: es können muH SalKheringe verweridet iverdeu.
Haferslocken mit Alevfeln. Vi Pfmrd Haferflocken, 3 U Liter Wasser, 2 Pfund geschälte, geschnitzette Aepfel, alle- ^usanrnten s>ick gotzochL (Kochkiste). Wn^Wriise Salz/ und Zucker kovmxk
Sahlenrälsel.
12342SV7L6 Truppet, gattung.
2 4 5 5 6 7 Kriechtier.
S 6 7 L Pflanze.
4 7 16 Musikstück.
2 1 6 7 6 innerer Körperteil.
5 4 2 6 6 Verwandte.
G 1 e 7 NahrungSnttttel.
7 4 18 am Felde.
1 7 4 2 Sand in Asten.
6 7 2 4 Vorname.
(Auflösung in nächste r Stummer.) ^ ^ f
Auflösung des Ergänzungsrütsels in voriger Nummert Augel, Ast, Sieb, Docht, Rübe, Kralle, Auge, Wespe, Feuster.
Angst steht überall Gespenster.
Schristleitung: W. Meyer. — Zwillingsrunddrnck der Brühl'schen Univ.^Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.


