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fo sehr ich konnte, und schweißbedcckt langte sie vor der Haus­tür des Obersten an.

Als ich mich eben aus dem Sattel schwang, trat der Verwalter des Obersten zu mir. Der M«in heißt Hansen. An seiner verlegenen Art sah ich gleich, daß etwas los sein mußte.

Wünschen Sic den .Herrn Oberst zu sprechen?" fragte er.

antwortete ich äus alter Gewohnheit. Natürlich wollte ich mit ihr sprechen und nicht mit dem Oberst.

Komme ich vielleicht ungelegen?" fragte id) und er­wartete die gewohnte Antwort:Durchaus nicht." Denn ich kam sonst niemals ungelegen, ob der Oberst auf seinem Zim­mer arbeitete, ob er auf den: Felde war oder eine von seinen fleuteu vergnügten Spielgesellschaften hatte. Aber ich erhielt eme unerwartete Antwort.

Der Herr Oberst empfängt heute nicht."

So na warum denn nicht?"

i'/Kch soll Sie grüßen und sagen, daß er nicht wohl sei. Er hat Sie durchs Fenster herreiten sehen."

"?? a / dachte ich.Das ist wieder so eine von des Alten kleinen Launen. Da ist nichts zu machen." Ich fragte daher den Mann: *

wich dann bei dem gnädigen Fräulein

meiden?

Das gnädige Fräulein kann Sie auch nicht emp­fangen."

^ch wollte nur ungern den Gutshof verlassen und war ££ usedergeschlagen. Aber schließlich flehte mich der Oberst I 7Trt I . t Zitternder St mime und verhaltenen Dränen an, gehen. . °

bur sieben Uhr," sagte er.Heute abend Um

^ehn Uhr sollen Sre Nachricht von mir bekontmen. Sie werdeii sehen, es kommt alles wieder in Ordnung."

«rr. ^"^b mir nichts anderes mehr übrig als zu gehen. Aber rch verließ den Hof mit dem drückenden Gefühl, daß niilfff etwas Unerwartetes und Entsetzliches geschehen sein

Ich schwang mich aufEva" urrd ritt die Landstraße eirtlang an den Fenstern des Herrenhauses vorüber.

-sTT , aTt ^^glchs Fenster Ecmi, entdeckte ich ein Helles Mew dahinter, und die Vorhänge bewegten sich. Ich hielt mem Pferd an. Da verschwand das Kleid, und ich mußtk weiterreiten. Es hatte angefaugen zu dämmern.

. .. ^wber Krag, das war alles, was an jenem merb-

JSS? ^ a 9 e geschehen ist. Aber noch merkwürdiger war, was später geschah."

2. Kapitel.

Q ?ar so verblüfft über diese Antwort, daß ich die Zügel fallen ließ. Mem erster Gedanke war, daß sich das Fraulem m dem naßkalten Frühlingsweiter erkältet haben konnte.

Liegt sie zu Bett?" fragte ich.

Nein."

Dann möchte ich sie dennoch sprechen. Wollen Sie Eva" so lange halten, Hansen?"

Aber Hansen, der ganz unglücklich und verlegen vor unr stand, machte keine Anstalt, meinem Befehl nachzukom- uren. Im Gegenteil, er machte Miene, mir in den Weg zu treten.

Ich.Fegriff nicht was das sein sollte. Meine Gedanken mgten sich Sollte ich irgend etwas gesagt oder getan ha- ben, das Mißfallen erregt hatte? Aber ick) konnte nirgends einen Grund zu einem derartigen Mißverständnis entdecken Zu emem war ich jedoch sehr rasch entschlossen: ich wollte Nicht heimgehen ehe ich ergründet hatte, wo das Mißverständ­nis steckte. Deshalb sagte ich Hansen:

Gehen Sie sofort zum Herrn Oberst und sagen Sie ihm von mir, daß uh den Hof nicht verlasse, ehe ich mit ihm gesprochen habe."

Hansen murmelte etwas davon, daß er nur seinen Be- WNen gehöre, amg aber doch ins Haus. Rasch kam er Eder zurück, und meldete, daß der Oberst mich empfangen

. ^ ?°^ Tt 6chg ,ich ins Arbeitszimmer des Obersten, und dort wurde mir ein Anblick, der mich aufs tiefste erschreckte Vor wenigen Stunden erst hatte ich den Oberst gesehen. Da war er vergnügt und gutes Mutes und auf seinem run- den, gemütlichen Gesicht war kein Wölkchen zu sehen.

Jetzt stand ein gebrochener Mann vor mir. ^ waren m Unordnung; er sah sehr blaß aus,

und man hatte meinen können, er habe geweint Der r '« feinen Augen zu lesen Noch niemals

. e?ch m so kurzer Zeit eine so schreckliche Veränderung im Aufsehen eines Menschen wahrgeuommen.

Za, lieber Krag, wie soll ich dir jetzt nur den Inhalt unserer Unterredung mitteilen! Das stürzte über mich her- em, und ich erinnere mich nur an eine entsetzliche Verlvir- rung von der wir beide der Oberst und ich, ergriffen waren.

wir S L^ * Y^V mtrat ' föm er auf mich zu und streckte mir beide Hände entgegen.

o r ,#!. e ia am ganzen Leibe," sagte ich erschrocken

etwas geschehen? Wenn sie sehr krank

Äffen." SlC mi<f) ieber Qkid) bk QQm ^ahrheO

"I,ein," stammelte er,Dagny ist nicht krank."

^arum kann ich sie dann nicht sprechen?"

dr? I "lcht können. Heute ist es unmöglich."

-«rHÄLbLÄsKLÄ UnE ge.au hatte. Da jetzt Len Sff'gehku."^"' beiden sehr teuer. Aber

Ein Unglückstelegramnr.

S tlar s°» hieß Asbjorir Krags

Wrennd ^ schwreg Und Vvrsank tn trübe Gedanken. Krag weckte rhn nicht aus seiner Grübelei, sondern studierte emstwerlen des Freundes Gesichts ans druck. Merkwürdig, wie plötzlich der Freund dem Aussehen nach mindestens n^n zehn Jahre älter geworden war.

Abends um zehn Uhr erhielt ich endlich Bescheid," erMlsite Rhe werter.Es kam ein Bote von dem Obersten und brachte mir zwei Briefe, einen von dein Obersten Und erneu von dessen Tochter.

Beide Briefe strömten über von Sorge und Kummer. Der Oberst schrieb, daß er heute die schwerste Stunde, fernes Lebens durchgemacht habe. Ich jveiß den Brief bei­nahe tvortlrch auswendig.

r - ^abe mich tvährend unseres Zusanunen-

serns schützen gelernt, und wenn sich die Sache in der Zu- l 10 Odilen würde, daß wir wieder zusammenkornmen w>nEn, so Ware ihm das eine große Frerrde.

BorlÜuftg sei es ihm aber unmöglich, mich zu sprechen, werden beT ^ irat mtt Wirrer Dochter könne nichts'

Er habe mir nicht das mindeste vorzuwerfen, schrieb er werter. Verhältnisse, über di eweder er noch ich Herr seien, machterr den Bruch notwendig.

Er wisse, daß er an einen Ehrennmnn schreibe, der die Gruirde für fern Schweigen achten werde. Mer eine Heirat sei und blerbe umnöiglichu Er habe sich rnit seiner Tochter verzichten^ ^ ^be sich bereit erklärt, auf ihr Glück zu

war in großer Aufregung geschrieberr, die stark aus mich ernwrrkte. Ich, konnte d^e heftige Gemüts­bewegung tn ber sich das arme Mädchen während des>

förmlich mitsühlen. Alles müsse I ®nbe sie. Es fei am besten, iveinn wir uns nie

I mehr sahen. Aber sie grüße mich tansendinal. Sie iverde bis zu ihrem letzten Atemzug mesirer gedenken.

p ^?ohl, lieber Freund, daß mir in jener

? b » e kam. Die ganze Sache war

nnr unbegreiflich. Es kam mir vor, als ob ich plötzlich vom

iväre. Ich verstarw gar nichts, dieser plötzliche imd unbegründete Bruch? Ich er-

k^e Lösüng Qk ** VCtt mit Eiligen Fragen, allein ich fand

5 , . Ä^äter nahm ich meine Ausritte wieder auf und vor dr^r Dageu traf ich mit Daguh zusammen. T/

mta'cv^ c cin schwarzes Kleid an und sah sehr blaß Mid ^^b'ßbedeckt, wie nach einem langen

aneinande^örV"^^ ^ ** ^ ammm ilnb 'wußten

mit dnefbunHÄle^' U " b überzogen sich

chrem Pfe^in"dich'3üA Wtm fonberi1 f teI

r du bist mir eine Erkläriiug schuldig," saate

Ä' ^ d L re ^ e *. 0011 ^r, aber ich kann nicht gehen eüe

rch erfahren habe, was uns getrennt hat." J ^ ^

(Fortsetzung folgt.)