gelber Farbe sind, nxt* bei gutem Feuer fn den Do rmitta ^stunden errcickst ist. Möglichst noch warm durch die Fleischhackma,chLne ge­trieben und darnach gesiebt. Das gröbere nochinals durch die Kaffee­mühle. ergibt ein prächtiges. &u den verschiedensten Kochzwecken geeignetes Paniermelil. Ebenso lassen sich die süßen, erfrorenenj Kartoffeln mit Vorteil als Zusatz bei Waffeln, Puffern, Torten uslo. verwenden.

Ich hoffe mit obigen Rezepten wenn diese gut ausgeführt werden nicht nur die erfrorenen Kartoffeln wieder zu Ehren gebracht und dadurch manche Hausfrau von ihrer Kartoffelsorge befreit zu haben, sondern mir auch den speziellen Amk des fcoJuä- Herrn zu erlangen, der 'künftig verschont bleiben wird, süß- schmeckende Kartoffeln zu Fleisch und Gemüse vorgesetzt zu erholten. Die kluge Hausfrau wird jedoch gut tun, erst nach ein- geheimstem Lobe über ihre Kochkunst die Verwertung ihrer erfrore­nen Kartoffeln zu verraten, da bekanntlich ein Vorurteil gar leicht den Genuß an unfern Speisen beeinträchtigt.

vermischte«.

Warum Napoleon keinen Selbstmord beging. In derGazette de GenLve^ wird ein Gespräch wiedergeqeben, das Napoleon aus St. Helena mit dem englischen Chirurgen Waroen iührte. Als sie eines Tones, durch den Selbninord Withreads veranlaßt, aus dieses Thema überhaupt zil sprechen kamen deuiele Warden Bonavarte au, wie erstaunt mau in Eng- tand dar der sei. daß er nicht einen freiwillige!, Tod der Gefaugen- schair vo ezogen habe. Die xuthiqc Antwort Napoleons lautete: Nein. nem. meine romanische Seele kann sich nicht zum Selbst­mord entschließen " Das tragische Ende Wittweads konrile er sich iinr, wie folgt, erklärenÖtn so vorurteilsfreier Mann kann nur durch physische Gründe zürn Selbstmord geführt lvorden sein, viel­leicht durch das senchle, nehliae Sllima Englands/Euer No­vember," so fuhr er fort,kann derartiges Unheil heraufbeschwören, iubein er d»e Mensche»! hypochondrisch und dadurch sehr bald lebe süberdrüssig macht. Ich halle Selbstmord für das ividerlichste Verbrechen. de»m es gibt fein Argument, das ihn rechtfertigen konnte: ivie lies sie auch verborgen sein mag, als Houptbeweg» grnnd wird >nan stets Feigheit enldecken müsse»!. Denn kann der­jenige, welcher nicht die nötige Kraft hat, ein ihm ungünstiges beschick zu ertragen, nnitig genannt werden? SUIeu Nöten des Lebens trotze», ganz gleich welcher Art sie seien, gegen alle an- kämrsten. darin allem beueht »vabres Heldentum. . /

* D ! e s ch ,v a r z e Hand. Mein freund, so erzählt ein Mit- arbeiter deSL'Oeuvre^, erklärte mir kürzlich, daß er sich scheiden lasse,» wöbe. Ich war h erüber um so mehr erslarnit, als seine Frau lauter vorzügliche Eigeuichastcn hat und die Ehe »lets als äußerst glücklich gernhrnt iviirde. Schließlich gab er meinem Drängen nach und begann zu erzählen:Bor eintaen Janen fehlte mEuie Frau merklich nervös nach Hanse zurück und sagte kurz: »Ich habe zwei Säcke Kohlen, sie werden soiort heraus gebracht/ Meine Frau trug an dem Tage ein Kleid aus ziemlich hellem j Stoff, und als üe sich umwandte. um deu Hut abzunehmen, be­merkte ich auf der Jacke die deutliche Svur einer großen schivarzen Hand. Ich stieß eine»! Schrei al«s, meine Frau wandte sich um, unb da erblickte ich auch auf ihren! Gesicht schwarze Spuren. Un- getreue, ries ich aus, und- sie begann z», weinen Daun beichtete sie mir, daß sie einem hochbcladenen Kohlenwagen ans der Straße begegnet sei. Sie hatte dem Kutscher eine Unmenge Gelb ver­sprochen, »venn er ihr zwe, Sacke Kohlen ablassen »volle. Der Kutscher aber ließ sich nicht rühren und erklärie, ihr nur unter der Bedingnna Kohlen zu verkaufen, daß sie sich von ihm einen Kuh geben laste. Sie schwankte und unlerivarf sich schließlich dieser seltsamsten Erschein»,nq der .Kriegsnot. Du wirst begreifen, daß »ch mit einer Frau, die sich für zrvei Säcke Kobleu küssen läßt, nicht länger leben kann/ ,Ich begreife es/ er,orderte ich. .da gegen- »värkig Tamvelter einaesetzl hat. Wenn es al'er ,,!orgen wieder zu frieren beginnt, >v,rst Du plötzlich anderer Aleiuttug »verden/ Er erwiderte mchls und ging nachdenklich fort.

'Der Bär beim Gasangriff. Die Kriegslist eines Bären, der von einem französischen Regiment in den Schützen­gräben der Westfront gehalten wurde, ivird vomFigaro" mit qrouer Begeisterung berichtet Der kleine Bär »var der Liebling des Regiments, und um ihn zu schützen, versah man ihn auch mit einer Gasmaske. Aber er bereite sich jedesmal geivaltsa"» da­von. so daß man überzeugt war, er würde beim nächsten Gas- anariff getötet werden 911$ aber dann wirklich der Angriff er­folgte. grub der Bär schnell ein Loch in den Schnee und die Erde, fleckte die Schnauze hinein und sprang sröhltch und gesund ,nieder auf, als alles vorüber war.

VLchertisH.

11 n b gib unS Friede n". Von Bruno Wille. Ein weltliches Andachtsbnch aus deutschen Dichtern. Bongs Schön- bnchere» (Denlsches Verlagsbans Bong & 60 .. Berlin W. 57). Breis fort. V,50 lUf. Wahl feiten durste ein Buch so »n jedem Sinne zei' ein äst 'ein. wie va> ieenr-e Werk des bekannt«',» D, ter-

Philosophen. C» stimmt un« zu ernster Betrachtung und Besinnung auf die Quellen der Erlösung aus den Nöten des Alltags, treibt uns, Erbauung und Belehrung zu suchen bei den geistigen Führern unseres Volkes, ja. der Menschheit, Andacht zu finden in den Worten unserer großen Dichter. In des Angelus SilesinSCherubinischem Wandersmann- kehrt 'immer und immer die Mahnung wieder! Geh' in dich selbst, geh' über dich hinaus, entwachse dir, d. h. werdtz tie'er, werde größer, edler, besser, ein Führer z»» diesen» Ueber- uns-hinanSgehen will Bruno Wittes schönesBuch weltlicher An­dacht aus deutschen Dichtern" fern, ein verläßlicher Führer auf alieit unseren Wegen hinan zum reinen, höchsten Menschentum, in allen unseren Stunden deS Zagens wie des JnbelnS, ein Führer, der in der Zunge unserer großen Dtchter zu uns spricht.

Velhagen L Klasing in Biele'eld und Leipzig erschien ein kleines Buch überDie Al a r n e s ch l a ch t", aus der Feder des Ros locker Historikers Prof. W. Kolbe. Die kleine Schrift verdient schon darum »veiteste Verbreitung, »veil sie die denk- würdige Schlacht einmal vom rein objektive,! Standpunkte deS H'"or.keiS betrachtet ,m Gegensatz zn den sra,!zössichen nnd eng­lischen Darstellungen, die nicht »nüde »verden, die Marneichlacht

einen in der Geschichte einzig dastehenden Sieg ihrer Waffen unm-r wieder von neuem zu bejubeln nnd zn beschreiben. Als eine kühle nnd sachliche Widerlegung dieser ganz einse tigen ten­denzlosen Tarstesiunasiveise erfüllt das Buch geradezu einen natio­nalen Ziveck und kann daher nur warm empfohlen »verden.

Das literarische Hch 0 . Halbinonatsschrist für Ltte- ratnrsrennde. Verlag: Egon Fleische! & Co., Berlin Wv. Da- 2. Marz Heft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Marie v. Bnnscn: Erinnerungen an Lady Blennerhaffett; Lady Blenner- haffett: Ans Briefen ; Richard Müller-Freienfels : Aloderne Dichtung und Malerei: Friedrich H,rth: Kino der Worte: R. Stübe: Z»ja Gök Alp: Eltgcn Lerch: Eine nel»e Literatilrgeschichte; Heinrich Zerkanlcn: Neue Lyrik II. Echo der Bühnen. Echo der Zeitungen. Echo der Zeitschriften. Echo deS Auslandes. - K»»rze Anzeigen. p.otizen. Nachrichten. Der Büchermarkt.

Kosmos. Handweiser für Naturfreunde. Jährlich zwölf Hefte und 4f> Buchbeilagen. Geschäitsstelle: Frauckh'fche Der- lagshandlung, Stuttgart. Halbjährlrch Mt. 3,80. Probehefte un- berechnet.

Gietzener Hausfrauen-Berein.

Kochan«ejsun§en.

Dickwurz-Salat (sehr aromatisch und »ovUsckIneckeM, Tickwurz kochen, schalen und hobeln. 24 Stunden tn Scckzwass« stehen lassen. Danach rvie andern Lxckat zubereiten.

(Falsche) Sa hne-Kartoffeln. 2i/s Pfund gekochte Kar, boffeln, 30 Gramm Mehl, 50 Gramm geried^len Käse, r/r Liter Milch, Salz. Tie gekvcl-ten, in SckMben geichuittenen Kartoffeln legt man in eine Backform, dabei forschen dre einzelnen Lagen den geriebenen Kche verterlend. Tie Milch (oder Buttermilch, lmrd tnit enoas Salz trnd Mehl verquirlt, gleichmäßig über dre Km> tosfeln verreckt mrd 4050 Minuten im O?en gebacktzn,

SaureSteckrübeneinz ulegen. Tie Steckrübe wird tn Sck-erben ^geschnrtten, abgeschält und sein geschnitzelt. Tann legt man die Schnrtzel in ein sauberes Faß oder einen Steintopf, mrt Saltz- darunter, und stampft oder drückt [üe so fest wie möglich. Bei Fässern benutzt man hierzu eine hölzerne Keule. Man kann nach Gefallen auch Pfefferkörner, Wacholderbeeren oder Kümmel 8 »,vi,chenstreuen. Auf die Füllung legt man oben ein leinene- Tuch und darüber einen anschließenden Holzdecöel, den inan am bestel» mit Steinen befchvert. Zunächst stelle inan das Gefäß in einem warmen Raume auf, bis die Biasse stark in Gärung über>, legangeu-ist. Hinterher muß es ,in einem luftigen und kühlen Raume ausgestellt lverden.

Yssd^rrötsel.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung deS Rätsels in voriger Nummer: Kanne. K a l» 0 n e

Scha tlenung: Fr. R. Zenz. - ZwillmgSrnnddruck und Derlaa der «rühl'fchen UnioerntätS-Buch- und Stetudruckerei. R. Lange. Gießen.