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Das wäre also die KriegSkost sür das notleidende Geflügel, ohne jede Verwendung von Körnerfutter, Schrot oder Kleie. Letzteres ist -war beschlagnahmt. Ein Schreiben an die Futtermittelverteilungs-' stelle des Wohnortes, in dem die, von dem GrunHstückseigentnnrep bestätigte Anzahl des Geflügels anzugeben genügt, um wenigstens unserem Kleinvieh ab und zu etwas von diesen unersetzlichen Futter-« Mitteln verabreichen zu können. Kann inan Weizenschrot verfüttern, dann ist es vorteilhaft, das Schrot zu sieben, das Feinschrot für das Weichfutter zu verwenden und das Grobschrot wie Körnerfutter vorzuhalten. Roggenschrot oder Kleie darf nur vorsichtig gefüttert) werden, da sonst Verdauungsstörungen eintreten können.
Bei eintretenden Verdauungsstörungen verfahre man nne folgt: Ber Verstopfung täglich einen Eßlöffel Rizinusöl, falls nicht zn ve> kommen, Kümmeltee. Das von der Krankheit befallene Tier sperre man ein und füttere knapp. Bei cintretendem Durchfall tut Hafer- schlerm gute Dienste, desgleichen ein Aufguß von Eichenrinde, inj schweren Fällen 6 Gramm Eisenvitriol auf % Liter Wässer. Ab- sondern des erkrankten Tieres von den gesundet', ist ivichttg.
vermischtes.
* Pariser Prophetinnen. Das Ableben der Frau von Thdbes gibt der Pariser Presse Veranlassung, das Kapitel der dortigen Prophetinnen tzu besprechen. Deren gibt cs in Paris eine überraschend große Anzahl, und sie sind von allen Arten Gin Journalist erzählt in recht unterhaltender Weise die Erlebnisse, die er mit Pariser Prophetinnen hatte. Der Leiber des Blattes bei dem er angestellt war, hatte gegen Jahresschlich allemal den) Ged amen, daß einer ferner Herren bei den Prophetinnen in Paris herumfahren und sich die Geschichte des neuen Jahres wahrsagen lassen sollte. Die erste Prophetin, die er besuchte, war dick nnd bleich und flöhte ihm ein schreckliches Entsetzen ein. Denn kaum hatte sie gehört, was den Besucher zu ihr führte, als sie sich sogleich in euren Lehnstuhl warf, rniheimliche Schreie aiisstieß und die Hände krampfhaft schleuderte. Schon tvollte der Besucher Hilfe Herbeirusen, als sie sich plötzlich beruhigte und mit kindlicher Stimme flüsterte fre heiße Julia iind sei 18 Jahre alt. Ohne dem Besucher Zeit zu lassen, sich in den überraschenden Szenenwechsel zu finden, begann Julien ihm alsbald eine ganze Reihe von Katastrophen voraus- zusagen. Er würde sich verheiraten, seine Frau würde ihm sterben, Uird er würde sich nur mit knapper Rot einer Feuerbrnirst retten Außerdem sollte im kommenden Jahre noch ein König ermordet werden und der Krieg ausbrechen. Prophetin Nr. 2 verfuhr bedeutend nüchterner. Sie schüttete eine Menge Steckn.aLe.lii aus Leu Tisch aus, worunter sich eine verbogene befand, und erklärte, daß man auf diese Weise die noch unbekannten Unglücks fälle, die die arnie Menschheit cnvarteten, mit Sicherheit erkmnen könne. Die dritte Sibylle nötigte den Gast sich ein Wachslicht vor die Stirn za halten, und nachdem dies Licht von seinen Geisteskräften durchdrungen tvar — tvas ungefähr in 5 Minuten sich vollzog —, zündete sie es an und ersah aus der Flamme, daß das Ja^r gut werden würde, nur habe der Besucher sich vor einem treulosen Freunde in Acht zu nehmen. So folg teil die Gestalten der Wahrsagerinnen einander, oh,re sich zu gleichen. Frau von Thebcs war die letzte, die der Journalist besuchte. Sic l>etrug sich klug und angenehm. Damals erzählte sie dem Besucher allerlei über die kommenden Geschicke der Welt, sah dann in seiner Hand und erklärte, daß er einen Schaden am Beine nehmen würde. Natürlich dachte er an diese Prophezeihung nicht weiter, aber es geschah, daß er im neuen Jahre bei einem Unglücksfalle sich wirklich eine Verletzung mn Beine zuzog. Nun, und? Der Berichterstatter meint, daß es sich selbstverständlich nur um einen tvunderlichen Zufall l-andte. Ja, er glaubt, daß Frau v. Thöbes sich gar nicht ernstlich seine .Hand ange- sehen, sondern ihm den Unglücksfall eben nur aufs Gerate,vohl prophezeit habe.
* V o m Aberglaube >: der italienischen Soldaten. Ein italienischer Geistlicher erzählt in Vita e Pensiero Einiges über seine Erfahrungen im Felde: „Die Soldaten aus den Abruzzen tragen einen Sack mit heimatlicher Erde an, Hals, und vor dein Angriff legen ste ihn zwischen ihre Schultern, Hufeisen und Bruchstücke von Hufeisen spielen als Glückbrmger eine große Rolle. Ein beliebtes Schiwmittel sind drei in einen Leinenbeutel eingenäbte Erbsen. Auch Wurzeln, die an einem bestimmten Tag gesammelt fein müssen, wird Wunderkraft zugesprochen. Für den Feind sollen diese Amulette geradezu verhängnisvoll sein. ES gebe Formeln, durch die die Geschosse der italienischen Kanonen ihr Ziel nicht verfehlen können und andere, die das Gewehrieuer der Feinde „aushalten" sollen. Tie Mittel, den Feind zu schlechtem Schießen 514 veranlassen, sind zahlreich. Entweder sind es immer wiederholende Zaubersprüche oder ganz wundersam anmutende Handbewegungen. Auch die aut dem Körper getragenen Leinenbänder mit Zaubersprttchen sind eine weit verbreitete Sitte.
* Der Bildungsgrad des afrikanischen Soldaten. En, englischer Hauptmann A. M. Sorry erzählt in ^Scrlbners Paper" über einen südafrikanischen Soldaten, der ihm m Europa als Ordonnanz diente. Der Schwarze sei zwar von Haus aus ganz klug, aber sein BtldnngSmangel habe geradezu gigantische Formen. Als der Schwarze zum erstenmal eine
Zeitung in den Händen des HauptmannS erblickte, mußte man ^ tpm erklären was überhaupt der Begriff des Lesens bedeute.
Einige Tage später näherte er sich dem Hauptmann, der wieder te Zeitung las und fragte: ,WaS lieft man eigentlich auf dem r Papm - das Schwarze oder das Weiße?
vüchettifch.
.7" ® c V k Ku 1 H, Zeitschrift des Bundes Dürerschul-, e. V 2 Mark °° n ^renklau, Lauterbach (Hessen). Preis jährlich
m ^ ^ i k i u g - B ü ch e r, Bd. 26 : Cätty Bachem-Tonger :
1 «m n ? ,! cv der Wiking-Bücher, Leipzig.) Gebunden
. 3» den farbenfrohen, sonnigen Orient fuhrt der Roman «Rainasan von Eatky Bachem-Tonger den Leser. Mit besonderer Lorliebe verweilt die Erzählerin bet Konstantinopel mit seiner faszinierenden Märchenschönheit und dem Rausch seiner RamasLn- Süchte. »Em Wunder des Ramasä ist es arich, das den beiden führt « ^Romans verhängnisvoll wird und zum glücklichen Ende
carr r7 ^^gs Detailkarte von Nord-Rumänien (Moldau) und der Bukowina. Maßstab 1:400000. PrelS »k. 3,— a Mk, 1,60,
— Das l i t erarische Echo. Halbmonatsschrift für Lite- raturwennde. Verlag: Egon Fleische! L Co., Berlin W. 9. DaS L. ofdruarheft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Otto KEbiger: Ein Brief Brinkmans an Tieck; Paul Feldkeller r Sernelle Weltaiischannng; Arthur Luther: Maxim Gorkis Lebensjahre:
In ins Bab: Deutsche KriegStyrit vo»r heute VIII. - Echo der Kühnen. - Echo der Zeitungen. — Echo der Zeitschriften. - Echo deS Auslandes. - Kurze Anzeigen. - Notizen. — Nachrichten. - Der Büchermarkt.
. Gietzener Hausfrarrett-Berein. Kochannreisungen.
(mrssezetthnck.) Nudeln weich gekocht, ab- getropst, Weißkohl gehobelt, mtt etwas Fett, Salz nnd Pfeffer gedunstet vorher mir kochmdem Wasser gebrüht. In einem nicht zu tiefen Kochgeschirr etwas Butter oder Fett bräunlich werden lassen, abwechselnd I LöNel Kohl, 1 Löffel Nudeln hineingetan, vor- ,7!-' vder Lössel ordentlich dnrchgeschmort.
Tie ^Kohlnndeln in erivärmter Schüssel airgerichtet.
^ U o b &l U L 9^ Ermangelung von Spinat nehme man Krauskohl. 2 Pfd. Spinat oder Kohl abbrühen, 60 Gr. Fett verrühren Mit S «ngavelchten, fest ausgedrückten Brödchen, zwei ZSylb' eure gedanrpfte Zwiebel, Petersilie, Satz, Pfeffer nnd Muskat. Genrüfe und Brödchen durch die Maschme treiben. Zuletzt
kSLmJ 6 * *^2? fischen, die Masse in eine mit Butter
bestrrchene Form füllen und 1 Sttmde im Wasserbad kochen lassen. Mit erncr Mehttimke und Kartoffeln za Tisch geben.
Spätzle (Für 4 Personen). 1 Pfd. Mehl. 1 Ei tirxi schwache Tassen Wasser, 1 Löffel Salz, 1 Eßlöffel Fett/ Weck- brosameii Bon Mehl, Salz. Wasser nnd Ei rührt man einen zremlich dicken Teig und schlägt ihn, bis er Blasen wirst. Nim läßt nran rhn einige Zeit ruhen, nimmt alsdann einen Teil de« D:rges auf ern nasses Brettchen ,md schbt mtt einem großen Mesier lange dünne Speisen in einen Topf mit kochendMt ^alzwasser. <2vbald sie heranffommen imd schäumen, nimmt nun: sie mit einem -Schaumlöffel heraus, laßt sie gilt abtropfen, leat sie auf erne erwärmte Platte, nbersttntt Jte mit dm in dem FM W-eckbrosamen und trägt sie mit Braten tunke oder Obst auf. Gut ist es, che Spätzle nach dem Kochen nochmals-mit heißem Wasser zu ubergreßen.
Sch m i e r k äse k l ö ß e. Bst». Schmierkäse, */ 2 Pfd. gekochte Kartoffeln, 1 Ei 80 Gr, Mehl,, 50 Gr. Zucker, etwas Kv^rtbm. Schnnertäse durch ern Sieb passieren, Kartoffeln ebenfalls, alles zusammen zu einem Teig verarbeiten, Frikadellen forinm nnd in Fett backen. Eingemache Heidelbeeren schmecken sehr gut dazu.
w . J* c i Öliger Nachtisch. 1 Liter Flüssigkeit, halb * Apsellvern dalb Wasser, dazu Zuroneirsaft, Zucker nach Geschmack, kochen und Pfd. Grieß oder f-esiicn Maisgrieß hineürquirlcn.^ Werm dieser gar ist, dre Masse vom Feuer nohrnen und solang« mtt dem Schanmbesm schlagen, bis sie kalt ist.
Slnnratsel.
Mit einem Witze bleib' mir ferne;
Mit einem Schuß helf ich dir gerne:
Mit einer Wand suchst du zu trügen.
Mit einem Tritte dich zu fügen;
Mit Schlägeii willst du ivas erreichen,
Mtt einem Satz der Reue Zeichen.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Arithmogriphs in voriger NunmM!
Klovstock: Kokos. Koks. Kost, Lotto, Post, Stolp.
Schristleitiing: Fr. R. Zenz. ZwllliiigSruiiddruck und Verlag der Brühl'schen Universttäts-Buch« und Steiudruckerei. R. Lange, Gießen.


