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tzs, et «ahm nicht Plag feä und sagte»Du wirst Dissen,

^^Mw^Wenn du nichts dagegen ^st, der Herr-darf §vohl im Zimmer bleiben. Wrr srrid gerade bei der Prona-

* 10 ,$tn k-n das ist deine Sache. Ich rede, als Mindest du dlleinvor mit/* i

' 'En^mtt! Napoleon Rutkowski! Ich komme zu dir, um dich zu fragen, ob du mir beistehen willst, Gericht zu halten über°den Ketzer. Ehe du mir antwortest, höre das eine. Ich Lin nie dein Freund gewesen und lnn's auch jetzt nrcht! Denn ich weiß, daß du nicht das Schwert ziehst um dev Herrlichkeit Gottes willen, sondern deiner Eigenen Herrlich­keit wogen. Ich weiß, daß ein Werb drch^ ernst dern Volk ebenso vergessen ließ, wie es jetzt ein Werb rst, das dich in unsere Reihen treibt! Und ich weiß gut, daß du mrr bei- stehen willst, den Ketzer zu strafen, nicht weil er dre heilige Kirche und die gebenedeite Jungfrau, sondern weil er dich gekränkt und beleidigt hat. Trotzdem stehe rchl heute vor dir. Trotzdem Hab' ich nichts gesagt, als du zum Führer gewählt wurdest, wenn mein Herz sich auch fragte, wre Gott Mit uns sein soll, wenn einer der Lauen an der Spitze steyt. Uber der Herr legt Feuer und Schwert wohl auch ui Die Hände eines Unwürdigen, daß es wüte und verzehre Und jede Kreatur, ob sie es selbst aucb anders meint, muß ihm Werkzeug sein. Deshalb komme ich zu dir. Ob du aus Eigennutz und Rache handelst, du handelst daneben, ohne es zu wissen, als Werkzeug Gottes. Das verbindet uns

Heide l" c ~

Der Graf hatte die Arme übereinandergeschlagen. Er dar diese Sprache nicht gewohnt.

Du machst keine Komplimente, Wladimir Rybsczynski, Und wenn ich mich verteidigen wollte .

Der andere hob die Hand.Das sollst du nicht. Meme und deine Zeit sind zu wichtig dafür. Nur entscheiden sollst du dich. Und dies ist mein Plan: . ^ .

Du weißt oder weißt nicht, daß Seine Hochwürden der

r pst und Dekan in Wrefchen einer meiner besten Fr unLr Als guter Pole sowohl wie als rechter Hirt seiner Ge­meinde suhlt er sein Herz schon lange bluten, wenn er hört, die der deutsche Ketzer durch seine Morgenandachten die ihm anverttauten Schafe in seine Netze zieht. Er hat die Straf- vrittel der Kirche bisher gegen die Betörten, die an jenen Andachten teilnehmen, noch nicht angewandt. Er muß und wird es jedoch.tun.

Durch einen sicheren Mann werden wir veranlassen, daß die Leute von Nasgora den zweiten Sonntag von heute, also Morgen in einer Woche, zum Gottesdienst und zur Beichte Vach Wreschen gehen. Seine Hochehrwürden wird in heiliger Beredsamkeit die Zaudernden ermahnen, die Entschlossenen stärken, die Schwachen ermutigen. Er wird allen das leuch­tende Ziel zeigen; er wird warnen vor denen, die das Volk aus die Irrwege des Unglaubens führen, verfluchen den Meyer, der auf solchen Seelenfang ausgeht, verfluchen aber auch alle, die aus Eigennutz oder Furcht es nicht wagen, Zeugnis abzulegen von ihrem Glauben und ihrer Nationali­tät. Die ewigen Strafen sind diesen Abtrünnigen sicher.

Vorher schon ist es notwendig, daß wir die Leute durch einen der Ihren belehren lassen, ihnen die Augen Sffnen über die Gefahr, vor der sie stehen, ihren Patriotis- Mus und ihre Rechtgläubigkeit aufrufen zum Kampfe. Und ich sage dir, wenn tausend Polen aufstehen, wenn es gilt, Vaterland und Freiheit zu verteidigen, so stehen hundert-, tausend auf, um ihre Religion zu retten.

Der Sonntag wird das übrige tun. Und da man eben Mit Menschen zu schaffen hat, so dürfen wir um des heiligen Zweckes willen auch irdische Mittel nicht verschmähen. Lassen wir sie feiern, geben wrr ihnen am Montag, an demselben Montag, an dem die Grenze überschritten werden soll, freies Trinken im Krug. Deshalb wollte rch den Montag, nicht den Freitag, zum Auszug bestimmt haben. Verstehst du mich

NUN?"

Napoleon Rutkowski lachte laut auf.Du warst vorhin deutlicher, Wladimir Rybsczynski! Erlaube, daß ich deine Worte in die gewöhnliche Sprache übersetze. Also erstens: Die Leute von Nasgora werden systematisch gegen den Baron, der ihnen Religion, Sprache und so weiter nehmen will, aufgebetzt. Die Aufrufe werden unter sie verteilt. Der Pfaff in Wreschen droht ihnen mit allen Himmels- strafen, falls sie sich noch einmal in solche ketzerische Ani

dacht begeben. Ergo kvirb der Baron Monkag Lvr tmeti Wänden sein Sprüchlein reden. Es gibt Skandal, die Leut« murren. Immer werter aufgehetzt, ziehen sie in dre Schenke, wo sie sich obendrein noch am Fusel erhitzen Dann kvmmen wir, und die Empörung wächst so, daß wir die Leute nicht zurückhaltcn können, sondern zuseheir müssen, wie sie das Schloß demolieren. Worauf wir uns nach getaner Arbeit über die Grenze schlagen. Habe ich recht, Freundchen?

Wladimir Rybsczynski änderte kaum seine Stellung. Jstj stützte sich noch immer auf die Lehne des Sessels. Dann zuckte er die Achseln

Du siehst das Rohe, das in der Nähe liegt, unt, vevi gißt, daß darüber hinaus Zwecke liegen, denen es drenenj

^Laß nur?" ^unterbrach ihn dev Graf etwas ironisch« Wozu sollen wir leeres Sttoh dreschen? Dre Hauptsache 1 Hab'ich dich richtig verstanden?"

Wenn du es durchaus so ausdrucken willst

Also ja! Das wäre erledigt. Und ich muß bekennen^ dein Plan ist raffiniert. Worum handelt es sich noch? '

Um den Vertrauensmann in Nasgora, der alles von bereitet, der überhaupt die leitende Rolle spielt/

Napoleon Rutkowski dachte einen Augenblick nach Der wäre schon gesunden. Es rst Michael Laskowicz- der Schmied. Er haßt den Baron wie die Sünde, wett seinen Sohn zum Krüppel gemacht hat. Ich will gern mit ihm reden. Nur weiß ich nicht recht,h hm, was meinen Sra ru dem Plan, Herr Adjutant?""

Etwas überlegen kamen die Worte heraus. KastmiL

^°",Er kann'ganiicht vortrefflicher sein, aber als Vertrete« der Nationalregierung muß ich vor der Ausführung warnen« Der Handstreich kann unserer gemeinsamen Sache nur gei

^^Eie^irren, Herr!"" erwiderte Wladimir RybsczymsN ruhig.Beide Interessen lassen sich vereinigen! Was sich gegen Len Baron Graßnick richtet, richtet sich noch nicht gegen Preußen. Die Regierung kann einen Landfriedens- brüll) annehmen, aber sie kann nicht gegen die Polen tut allgemeinen Vorgehen, sondern nur gegen diejenigen, di« sich daran beteiligen. Das aber werden vornehmlich Leuts aus Nasgora sein. Ob sie sonst mitgezogen wären, ist frag­lich. Die kleine Revolte jedoch, zu der sie sich binreißen lassen, zwingt sie nolens volens dazu, über die Grenze zu flüchten und sich uns anzuschließen. Sonst sehen sie hiev schweren Strafen entgegen. Unsere Reihen werden also nur gestärkt dadurch!"

Der Abgesandte blickte eine Zeitlung forschend in Ryö^ sczynskis Augen.Ich gebe zu"" erwiderte er zögernd, ,chaß ich von dieser Seite die Angelegenheit noch nicht betrachtet habe. Aber was geschieht, wenn der Baron Militär vequvi viert? Die Dragoner stehen in Stralkowo. Was dann? Wollen Sie gegen die preußischen Drogner kämpfen?«

Warum nicht?" ries der Gras wild. Er dachte au Versen. O, wenn sich erst Klinge an Klinge setzte!

Weil von diesem Augenblick an Preußen einen Vor^ wand hätte, noch schärfer gegen uns vorzugehen. Das darj

"^Pah! Die Dragoner sind nicht so fix!" sagte RyN sczynski achselzuckend.

Immerhin muß man damit rechnen. Aber die Sachs läßt sich leicht umgehen. Und zwar so, daß die Herren sich ehrenwörtlich verpslichten, ihre Leute nicht gegen preußisches Militär kämpfen zu lassen, sondern sie in diesem Falle sofort zurückzuziehen." , _

Gern, sagte Rybsczynski gleichmütig.Ich hatte tut Rekontre mit den Dragonern überhaupt für ausgeschlossen und einen Kampf gegen sie an sich für aussichtslos. Ehe sie ankommen können, sind wir längst fertig.""

Napoleon Rutkowski zögerte noch. Es kränkte ihn, dag er nun um - 1- ~ ww **~*«^

zuckte ein kam er nich

eine Rache an Versen kam. Aber ö es Lächeln um seinen Mund. Um seine Rachs ob er auch mit dem Offizier selbst nicht

kämpfen sollte!

Abgemacht! Ich verpflichte mich, in keinem Falle preu^ ßisches Militär anzugreifen. So wären wir also einig. Nutz nur die Stunde braucht noch bestimmt zu werden."

Wladimir Rybsczynski richtete sich auf.Sagen toity um 3 Uhr nachmittags sind wir in Nasgora. Wir treffen uns an der Stelle^ wo! der Weg von Muchoein in