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R t! Und baM hat er schon alles von Anfang an mitgemacht- ümal verwundet gewesen, und immer wieder draußen, ! jaja, die heutige Jugend l" _ . fr .

Er erzählt dir dis in aNe Einzelheiten die ErlKrisse und Taten seines Jungen, und sein Gesicht glänzt vor ^Väterlichkeit Und Stolz. Du mußt ihm unbedingt zuhören, obwohl dir Bater wie Sohn gleich fremd bis heute gewesen sind. Aber er braucht jenurnd, dem er von seinem Jungen erzählen kann, so sehr l>t ihm jeder Sah aus des Sohnes Feldbriefen zum Erlebnis geworden^ ihm, der still in der Hemmt sitzen und von ferne zuschauen und warten muß. Wie lange der Krieg auch dauern mag, reder neue Brief seines Jungen ist ihni ein neues Ereignis, eure Fundgrube neuen Staunens und inneren Miterlebens. Wie eine wundersame Legende trügt er mit sich herum, was ihm frisch aus dem Felde berichtet wird, und in seinen Augen steht das Leuchten des Vete­ranen, der von seinen Schlachterinnerungen anno 70 erzählt, von jenen Dingen, die in sagenhafter Zeitenferne liegen.

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Die junge Kriegerfrau.

Ueber ihrem Gesicht liegt der Schleier eines füllen, gedul­digen Ernstes Ihre Augen sind tief und ihre Blicke weltfern! in aller Alltäglichkeit. Siü trägt die unsichtbare Märthrerkronel der hoffenden Geduld, einer Geduld, wie sie nur Bräute und Mütter keimen. Wenn sie sprich, sind es Alltäglichkeiten, die Sorge um das liebe Leben, das Hauswesen, die Kinder. Von ihrem/ Mann spricht sie werrig und von der Sorge und Sehnsucht nach ihm. Es ist, als ob sie dieses Kapitel in sich verschlossen habe, wie ein Jungmädchen seine fülle, geheime Liebe. lind doch Wechsels sie einander Brief um Bries, wie zwei Liebesleute. Briefe, die über blutgetränkte Felder aus dem Bereich des Grauens, der Ver­nicklung in ein sülles Heim flattern, kreuzen mit Liebeszeichen, bie? aus stillem Kämmerlein in das Ungewisse, Unfaßbare, Aben- teuerlickie hinauswandern. Briefe voll Zärtlickykeit, Sehnsucht, To-j desbereiüchaft, und Briefe voll ängstlicher Verzagtheit, schmerz­licher Geduld, sckMerverhüllter Sorge. Liebesbriefe Gereister, in einer zweiten, schwereren Braut- und Prüfungszeit Wartenden.

Und wie Bräute, mütterliche Bräute wandeln die jungen Frauen inmitten der scheinbar unveränderten Umwelt, wartend, verwunschene Prinzessinnen. Die Welt geht ihren Gang, aber sie hören den Krieg in ihren Pulsen klopfen und fühlen ihn in ihrem Blute brennen, und ihre Augen sind weltfern, nach innen gerichtet, und über ihrem Gesicht liegt der Schleier eines stillen, geduldigen Ernstes.

Kriegsgefangene.

Die Straße liegt in geruhsamer VormittagssüUe. Ein Marsch­schritt ertönt. Ein Trupp kräftiger Bauernbursck>en, in Langschäf- ügen, über dem gutmüüg stumpfem Gesicht keck aufgestülpt die Deckelmütze oder das bunte Käppi. Alle stapfen im Gleichsckiritt Über die Straße und hinter ihnen drein ein wackerer, behäbiges Landsturnnnann, schmunzelnd, aber die Kirarre mit scharfen Pa­tronen schulternd. Es geht auf Arbeit.

Russen!" tusckielt's in den Straßen. Hausmütter, mit dem Handkorb im Begriff einzukaufen, Kinder auf dem Wege zur Schule, sie bleiben einen Augenblick stehen, der Straßenarbeiter richtet sich auf, ein alter Herr, der mühsam am Stock gebt, ver­gißt einen Llugenblick, daß ihn die Gickst plagt, über alle Gesichter huscht ein Lächeln, ein breites oder ein feines, zwischen Schaulust Und Mitleid und ein wenig Pharisäertum.

Gefangene. Beute! Es ist, als ob sie ein Zipfelchen von dem erfassen, was draußen vor sich gebt, von der großen Legende der Gegenwart. Eine Episode im Alltag, ein Kinobild des Lebens. Und sogar über die stumpfen. «gutmütigen Gesichter geht ein Lächeln.

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Der Urlauber.

An seinen Süefeln scheint rroch derStaub" des Schlachtfeldes tzu haften, da er aus dem Urlaciberzug steigt, sein grauer Rock ist mitgenommen und vertragen. Unter dein Helm aber blitzt ein ge­bräuntes Gesicht hervor mit gehärteten Zügen, in denen gleichwohl ein Jungenlachen spielt.

Schwerfällig und l)art ist sein Schritt, des Asphalts imgewohnt, seine Bewegungen bel-äbig, als säße ihm noch der SteUungskriegs m den Knochen.. Mit Ausrüstungsgegenstanden beschwert, klirrt er wie ein schwertgogürteter mittelalterlicher Ritter über das mondäne Oroßstadtpflaster.

Bor wenigen Monden noch schritt ein junger, eleganter Mann Mer dasselbe Pstaster, im modischen Straßenanzug, mit Lackschu­hen, eine Nelkegenießerisch" im Knopflochs sein Gang war wie­gend, sein Gesicht von einer durchgeistigten Blässe, war er daS damals? Er würde sich nicht wieder er kennen heute.

Welch eine Verwandlung im grauen Rock! Und welche Wand­lung des Geschmackes! Damals waren die Seinen so stoh auf ihn, wie in diesem verschlissenen Anzug, dessen Unansehnlichkeit ihn wie einen heimlichen Schmuck ziert.

Nur eines enttäuscht sie: aus dem untcrhattsamen Gesellschafter ist ein stiller, verschlossener Mensch genivrden, der auch nicht eint bißchen interessant von seinen Erlebrüssen von der Froitt zu er­zählen weih. * ^

Monitore.

Uns wird geschrieben: In einem der letzten Heeresbericht« war von österreichisch-ungarischen Monitoren die Rede, die dis über die Donau geschlagene Pontonbrücke im Rücken der über den Strom gedrungenen rumänischen Truppen zerstörten. Bei diesem Anlaß ist es von Interesse, auf die wenig bekannte Geschichte dieser Fahrzeuge hinzuweisen, die von den Engländern mit einem geheimnisvollen Schleier umgeben zu werden pflegen und die nichts anderes sind als flachgehende, schwimmende Batterien mit möglichst schwerer Artillerie. Tie Bezeichnung Monitor" stammt von dem durch den Ingenieur Ericsson in wenigen Monaten während des Sezessionskrieges erbauten Kampsschiffe dieses Namens. Dasselbe erlangte eine gewisse Berühmtheit durch den Kampf mit dem für die damalige Zeit stark gepanzertenMerriMac" der Südstaaten, am 9. März 1862 bei Hampton Roads. Kapitän Worden war der Führer dieses ersten .,Monitor", dessen Namen die Südstaaten daran erinnern sollte, daß ihre Batterien an den Flußeingängen kein Hindernis Mehr für die Unionsflotte böten. Ter Kontrakt zur Erbauung des Fahrzeuges ward unter der Be­dingung abgeschlossen, es Misse Erfolg haben und sich als tüchtig erweisen; falls dies nicht der Fall sei, sollten die Erbauer kein Geld erhalten, ausgenommen einige Vorschüsse. TerMonitor" war also bei seinem ersten Kampfe teils noch Privateigentum der Herren Winslow uud .Griswold, die den Bau auch unter diesen Bedingun­gen annahmen. Ericsson reiste selbst nach Washington und wußte nicht nur Lincoln, sondern auch den MarineMnister und die Kom- Mssion zu überzeugen. Wörden, der Kommandant desMonitor", war während des Kampfs gegen denMerrimac" durch einen! Schuß in das Steuerhaus fast erblindet.Monitor" scheiterte dann später, da er nicht sehr seetüchtig war, am Kap Hatteras. .Aber die Nordstaaten bauiten fortan größere und stärkere Turmschiffe nach diesem Prinzip. Die Erfindung selbst ist trotz der damaligen ersten Fertigstellung dieser Schiffsart keine amerikanische, denn schon viel früher batte der englische Kapitän Cvles diese Form füll Kampsschiffe empfohlen. Weiterhin gehören zu den Monitoren der dänischeRolf Krake", der im Krieg 1864 im Sund auftrat, ebenso sind die gepanzerten Flußfahrzeuge unseres Bundesgenossen Oester­reich-Ungarn dazu zu rechnen. Schon jener ersteMonitor" war ein nicht sehr großes, flachgehendes und wenig aus dem Wasser hervor- ragendes Panzerfahrzeug mit zwei Geschützen schweren Kalibers in einem besonders stark gepanzerten Turme: es bot somtt dem Gegner eine sehr geringe Ziäfläche. Die Ausmessungen betrugen 100(1 Tonnen Wasserverdrängung; Länge 52,4 Meter und Tiefgang 3,2 Meter. Die Besatzung zählte 58 Mann. Die Artillerie fetzte sich zusammen aus nur zwei 27,9-Zentimeter-Daht- gren-Geschützen. Der Turm war um eine Spindel durch ein Zahnkranz - Schlvenkloerk drehbar. Was nun die von England im jetzigen Kriege mit so viel Rederei und Versprechungen in Gebrauch genommenen Monitore und deren Unverletzt ichkerL rmbelangt, mag in erster Linie auf die Reibe der bereits ver­nichteten Schiffe hingewiesen werden. Soweit sestzustellen ist, gibk cs drei Arten und Lwar erstens: Lwße Schiffe Mt Namen und mit zwei 35,6-Zenttmeter-Geschützen. Diese Boote erscheinen nahezu rund! Bei einem Teil dieser ganz besonders schwer aus­gerüsteten Monitore sind, wie bei einem Wortstreit zwischen Balfour urck» Sir Markham im Oberhaus bekannt wurde, teilweise di« ursprünglich für die noch im Bau befindlichen großen Linien­schiffe bestimmt gewesenen 38,1-Zenttmeter-Geschütze saM Unterbau venoendet worden. Balfour betonte dies besonders, um damit die verzögerte Fertigstellung der auf Stapel liegenden Dread­noughts vor dem Parlament zu entschuldigen. Zweitens: klein« Fahrzeuge mit Namen und nur einem Geschütz von 23,4-Zentimetev vorn Und einem 7,6 Meter langen 15,2-Zentimeter-Gcschütz achtern.. Drittens: kleinere Fahrzeuge nur Mt dem, BuchstabenM" und einer Nummer bezeichntet, die nur zwei 15,2-Zentimeteir- Geschütze mit 7,6 Meter langen Rohren tragen. Tie Besatzung zählt 70 Mcnm. Sämtliche Monitore haben wenig Tiefgang und können feine bcsoiidere Geschwindigkeit entwickeln. Der geringe Tiefgang und die abgeschrägte Form des Kieles sollen sie nahezu torpedosicher machen. Nach englischen Zeitungsberichten haben sie überdies ringsum einen Mt nicht näher bezeichneten Stoffen gefüllten Wulst, in dem ein Torpedo, ohne den eigentlichen Schiffs­körper zu beschädigen, zur Explosion gelangen kann. Bis jetzt luv man aber von Erfolgen dieser neuen Schisssklasse nichts Beträcht­liches erfahren können, trotzdem sie schon des Oefteren an d?c Beschießung der flandrischen Kiiste, den Dardanellen und im Jrak- gebiete teilgcnommen haben. Einzelne sind, wie mis den amtlichen türkischen Berichten hervor geht, den Türken in die Hände gefallen, andere wurden vernichtet!

Line Zalznot in Deutschland ist ausgeschlossen!

Das Deutsche Reick besitzt neben zahlreichen natürlichen Sool- quelleU einen durch viele Bergwerksbetriebe und Tiefbohrungen ersckstossenen, in Jahrtausenden nicht zu erschöpfenden Salzvorrat, durch den es in den Stand gesetzt ist. den eigenen Bedarf an Speise-, Vieh- und Gewerbesalz vollauf zu Hecken.

Nach der amtlicksen Statistik wurden im Deutschen Reich allein von 71 Salincnbetrieben aus natürlicher Svole oder durch plan­mäßige Aussoolung von Steinsalzlagerii 671 622 t ,1000*kg)