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Kigt' Kleider auS ganz verschiedenen Stoffen und in ungewohnten tfcu-ten ,uei6«i, zusanunengestellt: die Aermelformen sind ab- «vechslinigSreich, bic Halsganiistrren mannigfach, uub durch einen rächen Aufwand an Taschen, Bändern, Ruschen, Falteuziehuugen und Raffmigeu suchet die Phantasie in der neuen Somniermode ei>: ivcues Feld. Ganz kennzeichnend fiir den Biedermeiergefchinack m). B. ^ine ge,vis,e Vorliebe sür braune Seidenkleider. Das er­wähnte Fachbtatt nennt unter den neuesten Modellen ein Kleid aus brauner Leide mit Blumen in roten, blauen und grünen Schattierungen ganz besät, welches in seiner originellen Farben zusammenstettuug sehr hübsch wirken soll, llnd zu diesem farben­reich kecken Modcsiile passen auch die Hochsonnnerhüte, die ganz besonders duslig, zart und echt sommerlich zu ,verden versprechen. ^,e zeigen groye, malerische Formen mit ,reiten, schwungvoll und aununig gebogenen Krempen: in Stoff und Schmuck sind sie durch- aus le,cht gebatten, und sie bevorzugen zarte Pasielsiarben. Beson­ders zahlreich versprechen die Robhaariormei, zu werden, die feder­leicht und durchsichtig sind und deren Ständer von selbst in ivelligen anmutigen Linien sollen. Schleier, Spitzen und Tüll ,verden reich- lichn vern'andt, mit Band nnrd geradezu Berschrvendung getrieben, und lange, wallende Schleier in Hellen Farben werden das heiter- sotnmerliche Bild der diesjährigen Blöde glücklich vervollständigen.

* El » e langt e b i g e Seifenblase. Die Knrztebigkclt rer Seifenblase ist bekamulisi geradezu sprichwörtlich geworden, altem es i,t jetzt den, bekannten englischen Chemiker Sir James Dewar getmlgen, den Nachweis zu erbringen, datz die kurze Lebensdauer oen Eerfenblasen nicht notlvendig anhastet, sondern nur aus ge- wlpen Mangeln bei ihrer Herstellung herrührt. Sir James Deivar hak nainsich dieser Tage irr einer Sitzung der Royal Institution eme Lenenblase vorgesührt und in einem Vortrage erläutert, die berelts mehr als einen Monat alt ist. Sie wurde näin- m, ,V 17 * ^ebruar gemacht und ist jetzt noch so tadellos ivie im Angeubllcke ihrer Entstehung. Diese klassische Seifenblase zeigt die re ca« utte ichnnmernde Kugel von irlsierender Farbe, und es ist an ihr kern Zeichen von jenerDunkelheit- wahrzunehmen, ivelche

Zusauune,«lalle der Seifenblasen vorauszugehen pflegt. Der Physiker ^'ord Raylergh, der diese merkwürdigste aller Seir'cn- blaseu wiederholt beobachtet und studiert hat, stellte sest, daß diese auberordeulltche Langlebigkeit sich davon her schreibt, dasi die Lenenblafe nnt durchaus reiuer Llift hergestellt wordcu ist, die so wohl von Stäubchen wie von kleinen festen (Bcifeiiteilcljcn voll­kommen frei war. Diese festen Teilchen scheinen nämlich die eigentliche Uriache des schnellen Platzens der Seifenblasen und da nnt threr Kurzlebigkeit zu fein. Die Mrtuug in der Luft fchiveben den Stoffes m der Erzeugung des Nebels ist wohl bekannt, wahrend merkwürdigerweise der parallele Fall dieses EinflnffeS auf dre Dauer von Seiler,blasen noch niemals erkannt worden ist. Man sieht dag auch hrer d»s alte Wort Geltung hat: .ES liegt em treser^Sinn nn kmd'schen Spiel" - das altbekannte Kiuder- Problem ^"'enbiase birgt zugleich ein lttdeutendes physikalisches

vüchettisch.

r , ®* at, L r '" Dieses ttnlernehinen, das

sich zur Ausgabe gestellt hat, dem Lchuud und dem seichten aber oft recht teueren UmerhaltungSstoff entgegenzuarbeiten, hat'brend der kurzen Zeit feines Bestehens bereits außerordentliche Erfolae *u verzeichnenD.e Welt-Literatur" brachte bisher ausschlieblich Me, er,verte deutscher Dichtung ,vie Heinrich v. Kleists Michael Kohlhaas: Eduard Morickes MozartS Reifeach Prag- Josef v. Eichendor-ffS Ans dem Leben eines Tange»,ichts. Bon Nr 13 ab er-schenltDie Welt - Literatur", vielfachen Wünschen ihrer Abonnenten entsprechend, in einer bequeineren und kleineren Aus- gäbe, nn.Format derJugend". Ans besseren, Papier und in befferen, Dnick. Der Preis (die Nr. 10 Pfg.) bleibt trotz der wesentlich erhöhten Kosten derselbe. Jedes Quartal wird ein bZ..twe i von bekannten Künstlern illustrierte Nummern bringen. ^.' 5 .^Literatur'' stellt die billigste und zugleich wertvollste Reiselekinre dar. Ganz besonders eignet sie'sich zur Versendung ms Mtb. Bisher brachte dieWelt-Literatur- folgende Werke I de Nummer ein abgeschlossenes Werk: 1915 Nr. 1 ü. v Kleisi' Michael Kohlhaas. Nr. 2 I. v. Eichendorff: AuS dem Leben eines Laugenichts. Nr. 3 E. T. A. Hoff«>raun: Das Fräulein von 8cu- m '?^r,fien-. - 1916 Nr. 1 E. X. A. Hoffman,,: Klein Zaches.

Nr. > Goethe:: Kampagne m Frankreich 1792. Nr. 3 Wilhelm Haig«: DaS Bild des Kaisers. Nr. 4 Heinrich v. Kleist: Die Marguisc von Q / Der Zweikampf / Der Findling / Das Erd­beben lu oyrlr. Nr. 5 Daudet: Tartarin von Tarascon mit zahl» rercken Ze-ch.mngen von Emil Preetorius. Nr. 6 Heinrich Heine:

De Harzreise/Bus den Aren,orren des Herrn von Schuabclewopski.

Nr. 7 l m Girllparzer: Das Kloster bei Sendomir / Der alte Spie!»

*' ^Möricke: Mozart aus der Reise nach Prag/ Lucie b.c-lmelotu . Gedichte. Nr. 9 Iwan Tnrgenieiv: Das Abenteuer,

91i 1 ^ Lädier / Eine seltsame Geschichte.

( ° ( gebrich Schiller: Der Geisterseher. Nr. 11 Jean Paul: ^'^ 'b"berger6 Bad-Reise. Nr. 12 Heinrich Zjchokke: Kriegerische A q , . FUedfertigen / DaS blaue Wunder. Nr 13 E.

Nr ^14 A ^banta'lsiche Geschichten / Zeichnungen von A. Knbin. o V,* 4 ' 1 * ^^uuffo: Peter Schleust hl s wundersame Geschichte / Zerchnunge,! von Emil Preetorius. ^

Gietzener Hausfrauen-Berein. > .. ^

Wochen -Küchen zettcl.

ifÄa*. Supp.«ln. 3t)if9f(eier, Spinat.

Wontag: Apfelfnppe *), Gemüsemischgericht *), Kartoffeln Trenstag: Kartoffelsuppe, Nudeln, gekochtes Dörrobst Mittwoch: Gekochtes Hammelfleisch, Suppe von der Brühe mit Gerstieneinlage, Lalzbohnen, Kartoffeln.

^a^^Eerstag: Grießsuppe, Leberklöße, Kartoffelbrei und Sauer-

sÄlwlÄT >?raftu,firWn mit 9lfü '

buch S^este^o' ^ ften ^ w?e ' Weiutaltschale (Siehe Gelatine Koch- *) Siehe Kochauweisung.

Kochlmtveisungkn.

, - ?p'kel sur'vc: Hierzu werden die Schaleu der tags zuvor f,t K 9 Ie f Td . benutzt, ivelche man gut weicht kocht in reichlich hl ,kt buVÖ L k= % cb nibn ' Mucker, Zitrone, etwas Apfelwein koll-n läfstind *** ^ aJ,4C nut etnci ' Einlage von Logo dicttich

mu/e-Mi schg er ich L: Eine lleine Dose Bruchspargel und etm Ham* > oje Karotten Bon Spluatreffeu (Gemüse) bereitet mau unter Zugabe von Salz, Pfeffer, Muskat, 12 Löffeln geriebenen Kar.-sselu, Mehl oder geriebener Semmel eine Masse nia ? ^offch'N formt, die in Salzwasser abgekocht tverden.' ^parge und Karotten :verden gut erwärmt, dann eine helle mit T b ^roffbruhe glatt verkochte Einbrenne bereitet, und. diese übet da^ gut gemachte Gemüse und Klotz' gefüllt.

Rezepte von Frau Laih:

1 L r * an e ^ en: . I 1 /* Pfund Fisch tvcrden abgekocht -md durch die Ma,chme getrieben, ebenfalls ein vorher in etivas 9 0 *«f% m ! oe c!f c \ AE.--,-Zil dieser Masse gibt ,nan nun l 5 a rtlifwlmchl, etwas Latz. Pfester, seingehackte Zwiebel, e.waS^.kaggl, und kiietet dies alles gut durcheinander. Nun formt man ^rikandetleir daraus n;id backt -eine «nach der anderen in trefs!ich"^'"^b^ Kartoffelsalat dazu gegeben, schmeckt vor-

K ä Je a u f (a uf: 1 Pfund mehlige Kartoffeln jverden ge­rieben, verrührt diese mit 50 Gramm Putter, 3 Eigelb, 150 Gramm genebenen Katt L-alz, Muskat, 3 Estlössel voll Milch. Das Ei- 5U lttschlagen. .In eine mit Butter ausgeschmierte

matenttmk" lind \- 2 Ltnnde im Ofen gebacken. Dazu To-

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Sch«Ill-itu,ig: Aug. Goetz. - Rotationsdruck und B-rlaa der Brüh,Ich-» Uioerfit«ts-Buch- und Sl-ittdrückerei. R. Lang«, Gi-b.