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herum, rempeln Erwachsene an und beleidigen sie in unflätiger Weise Ter jetzige Krieg mig ausg .Ijeit wie er will, Rußland wird nach Dirrrs Ueber-engung eine zweite Jugend, evolution erleben, gegen die die erste, nach dein japanischen Kriege, das reinste Kinder­spiel war

T-ie Russin hat manch.s von der Westeuropäerin voraus. Sie ist und gibt sich natürlicher, weniger kultlirverkünstelt, wie auch der Russe im allgemeinen: ihre Einsichten sind breiter und wohl­wollender, sie ist nicht so verdammt vernünftig, absiclstlich und überlegt, wie *. B die Französin, nicht 'so hochmütig-kalt wie die Engländerin, nicht so eng uns beschränkt wie viele unserer Landsmänninnen: sie hat viel natürlichen Perstand, sie hat

Wärme und Anmut. Sie hat ein unverkennbares Streben nach Höherem. Menschlicherem als dem, was ihr in der Oede des russi­schen Lebens geboten ist. Sie hat das mit dem anderen Geschlechte gemeinsam. Mer sie hat auch den großen altrussischen Fehler: das Richtdurchhaltenkönnen, das zu frühe Abschwenlen vom Ziele, die Furcht vor der dauernden Anstrengung, das rasche Er­müden, den schnellen Ekel an allem, was sich nicht übers Knie breclsen läßt, und jenen furchtbaren Hang zunl Räsonieren und Spintisieren, der allem frischfröhlichen Beginnen von Anfang an den Todeskeim cinimpfr.

vermischte».

* Wie die »Snrbomen e* torpediert wurd e. Vor wenigen Tagen fiel ein italienischer, mit austrclischem Holze be­ladener Segler, dieSardomene" dein U-Bootkneg jjuiu Cpfet. Wie es dabei znging, berichtet der gerettete ziveite Stelier,nanu des Schiffes. »Tie bisherige Reise derSardomem.E war ruhig und ereignislos von statten gegangen, bis sich der Segler den Fastnet-Klivpen, vier Meilen südwestlich von Kap Clear, näherte. Als wir genan nördlich von dem dort stehenden Leuchttnrme vor­überfuhren, näherte sich und ein englisches sRundenschiff und warnte lins, u>eil de»,tsche Unterseeboote in der Nähe wären. Tas Rundenschiff fuhr dann iveiter, irnes aber ein andere- an, rn»S eine bestimmte Streeke lang zu begleiten. Tonnerslag, »n- gefähr nm I Uhr, sichtete ich nngesähr 300 Nieter links vom B»lg ein Perjstop. Die gleiche Beobachtung machten ein raar ani dein Vorderdeck stehende Kamerade»,: ivir alle aber batten den Ein­druck, daß sich das Unterseeboot von uns entkernte: bildete doch unser Schiff ein Ziel, daS di.' Kosten eiaes Torpedoschusses wohl kanin lohnte. Plötzlich aber drehte ''ich da- Unterseeboot uin und schoß eilten Torpedo gegen »mf ab. A szu'veicheu war unmöglich, den»» llltser Segler tonnte nicht au'krenzeu lind überdies war der Abstand so gering, das wir kaum die Torpedospur bemerkten, als die »Sardomene" auch schon mittschiffs getropen ivnrde. Tie Er­schütterung schien unser Schiff alis dem Waffer beranLzuheben. Die Explosio»t >var furchtbar, Masteil. Segel. Taue stur len über Bord, der Segler w >r im Handuntdrehen zun» Wrack ge- wordelt, mährend er sich stark nach Backbord neigte. Zwei Matrosen, ein Russe mtb ein Spanier, wurden durch den Anprall de- Ge­schosses vom Vorderkastell tu die See hinansgcschlendert: der eine ging sofort unter und ift ,licht wieder aukietaudit, der andere konnte gerettet tverden. Unser Bootsmann, ein Irländer namens O'Neill, der ebenfall; auf bem Vorderkastell stand, stürzte zu der Schaluppe auf Steuerbord. Ich lief lhln nach und sab beim Uebergl,ereil der Brücke einen Kameraden schwer verivluldet an der Tür des Kastells liegen er war wahrscheinlich getroffen lvordeit, tvährend er sich unter Teck auilielt ; ein anderer lag am Hauptmaste hingestreckt, un'ählg sich zu erbeben. "Als ich auf der Kommandobrücke anlangte, traf ich unseren diittcn Offizier, einen Svaliier. Wir sahen gleich, daß z .in Ausbringen der Schaluppe keine Zeit bleiben würde. Es wurde daher der Befehl gegeben, die RettllngSringe los ju machen und sich in d e See zu stürzett. Ta- Urals sah ich unseren Kapitän z nn legten Male: vielleicht wollte er das Schiff nicht verlassen. ohne ,ve,tvolle Papiere oder viel­leicht audi die Kaffe ui Slcherb.cil zu bringen: er trat in-die Kajüte etil, kam aber nicht mehr zun» Vorschein. Null sprangen lvir alle ins Wasser, zwei Minute» später sank die .Sardolliene", einen starken Strudel bildend, in die Tie e und nahm alle mit sich, die sich llicht iveit genug von ihr hatten entkernen können. Wir Iie» in Waffer 11 teilte; die meinen ivurden von unserem Begleitschiff gerettet: zivei aber, unser Koch und ein Matrose sind bei der Ex­plosion lnngekonunen und liegen nun auf dem Kirchhof von Easlle- lown begraben.^

* Mimikry bei Schlange n. In der letzten Zeit i>'t der bekannte Begriff der Mimikry sehr in Mißkredit aekommen. Atan glaubte die merkwürdige Aedntrchkeit auf de»» Einstuß physikalischer oder che-uisä er Faktoren in der Ernährung oder im Klima zurück- fühxcu zu sollen. Neuerdings aber bat nach einem Bericht in den -Raturioisjenscha'ten- Sternsild bei Schlangen Uebereinftiinn,ungen in ,'särblmg und Zeichnl»ng nachgew esen. die s.-iner Ansicht »»ach wohl nur di'.rch Schntz«mpaff,l»»g zu erlläreit siild So gibt es y B mu' amerilani'che Gistlchlangengattung mit auffallenb rot tuid -chioarzer Rrngelung, die Kornllenotler. Tiefe ivird nun von etiva Arte« ungi'tsger Schlangen, die 26 verschiedenen Gattungen angehören, nachgeahmt Ganz besonders fällt dabei auf» das; die geo­

graphische Verbreitung der Nachahnler mit der der Vorbilder \e% genau übereinsliinmt. Mindere Arten der nachahmenden Gattungen, d»e in voll der Z^orallenotter nicht beivohnten Gebieten leben, zeigen allrh keine Aebnlichkeit mit der geiürchleten Giftschlange. 'Aber nicht nur n, der äußeren Zeichnung sondern auch in der Größe »vird das Vorbild nachgeahmt. Tie Arten dee Korallenotler schwanken -»vischen bis 1 Bieter Länge, nur eine »vird bis zil 1,9 Bieter lang. Nun gibt es unter den nachaymenden Gattungen zahlreiche Urten, die in den Maßen nach oben oder unten abiveichen. Die­jenigen Arten aber, deren Färbung nm getreuesten der der Gift­schlange eutsplickit, stimmen and) m den "Maßen am gciiallesten mit »hr überein. Nur eme nachahmende Mt erreicht eine Länge von t,9r Bietern lUld gerade die e findet sich nur, lvo auch die be­sonders lange Art der echten Koiallenoticr vorkommt. Tiese Er- iahrung »nacht die Tendenz der Tel utznachahnnlng sehr »vahr« scheiilllch, da die BeschränkunTj ans besiimmte Großen sich »vohl schwerlich ans dem allgemeinen Einfluß der U»ngeb»mg ableiten lagt. Ebenso »»»erden eine Anzahl auffallend geringelter, giuiger ^eeichlangen (Uydroplineu) von harmlosen Schlangen na hgemacht: jn sogar einige aalartige Filche haben sich in ihrer Gestalt die -Lchreckivirklmg der aliffaltenden Zeicknnng der Giftscküailge zrmuhe gemacht.

vüchertisch.

Deutsche Blätter für K r i e g S v e r l e tz t e. Halb- monatliche Mitteilungen nu3 dem gesamten Gebiete der Fürsorge für deutiche Kriegsverletzte. Vierteljährlich (6 Nummern) Bik. 1,20, Einzelnummer 2» Pfg. Verlagsanstalt Vogel & Vogel., G. m. b. H., Leipzig, Gerberstr. S8/L0. Wir ne,men es einen glücklichen Gedanken der Verlagssirma, mit der Herausgabe dieser Zeitschrift eil» Organ zu schaffen, das für die wetteifernden Beslreb»»ngen auf de», Gebiete der üürsorgetätlgkeit für Kriegs verletzte staatlichen Behörden, Privaten, Orgaiiisaltonen, Insiillltionen lind ins- bejonderc aucl) den dem Noten Kreuz angehörigen Vereinen eine»» gliten Schallboden abgibt. Co er'üllt die Zeitschrift die vornehme "Aufgabe, allen Kriegsverletzten bezi 'deutlich ihrer Forthilse - jetzt lind später erschöpfenden Aufschluß zu geben, und veretiiigt außerdem damit das löbliche Streben obengenannter Stimmen zu einer gen,ei»sa,nen »md ersprießlichen Arbeit zu gestalten. Da- »leben sorgt eine von berufener Hand g»,t geleitet« lind zusammen» gestellte Unternaltungsl eilage dafür, nnsexe verivundcten Feldgrauen über manche trübe Stunde hinwegzubrisigen.

K n n sl »v a r l. Erstes I u l i h e \ t 1 9 16. (KriegSaus- nnbe znm halben Breis. Vierteljährlich 2.25 Mk. Verlag Georg D. W. Eallney, Mnncheit.) Größere Aussätze: Ferdinand Avena- rins. Kam» unsre Unbeliebtheit unS nützen'? JohmmeS Witte, Die Zukunft Ostasiens und »vir Delitschen. Paul Frank, ,Kriegs- kriippcl". Lose Blätter: Drei Gellertsche Fabeln. Die Rundschau bringt u. a.: Züricher, Siegivurzeln. Avenariu«, Geliert. Nidder,, Ein jonrnallsiischer Ron,an. Leopold Schmidt, Von, Ausstand der Theaterinusiker. Kamme,baue,, Tie Besterierung deS Kriegege- »vinneS. Stapel, Rahrbachs EBismarck und u>ir". Erntehilfe durch Studenten und Schüler u. a. Bilderbeilagen: Hermann "Maier, Blühende Kastanien. Rudolf Lipli«, Ged'enkblatt für Gefallene. Ola» Gulbransson, Gabriele d'Annunzio. Notenbeilage: Alfred Schubert, Freisinn.

Die Welt des Islam von Friedrich Delitzsch. Sanunllmg ."Männer und Völker". (Verlag Ullstein 4 Eo, Berlin.) In anziehender Form behandelt der hervorragende Orientalist der Berliner Universität die geschichtliche Erscheinung des Pro­pheten. die Sittenlehre, die er gegeben hat, den Koran als Rechts- biich, er spricht über die »veisheltsvolle Dichtung des Morgenlandes, über iflamiusche Gelehrsamkeit und Bautunsl. So zeigt er, wie groß llnd vielfältig der Betrag der mohammedanischen Völker, die letzt von den Mächten des Vicrverbandes mit Vernichtung bedroht werden, zur allgemeinen STuitur war, und welche neue Entsaltling ihnen möglich ist, wenn e- gelingt, die Vorbedingungen ihrer Un­abhängigkeit zu sichern. _

Silbenrätsel.

n, ce, ck, d, d, ech, ?f, e), er, er, fe, fleh, hu, Ja, lau, n, nach, nek, h, sau, t<*, ter, va, ze.

Ar,S vorstehenden Silben und Buchstaben sollen acht Wörter gebildek lind derart untereinander gesetzt »»»erden, daß die Anfangs­buchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen einen Dichter und ein Werk desselben bezeichnen. Es bedeute»» aber die einzelnen Wörter folgeildesr

1. Landschaft in Westfalen.

2. Eine», Baum.

9. Spanische Provinz.

4. Stadt in Luxe,bürg.

5. Einen Philosorhen.

6. "Afrikanisches Raubtier.

7. Fluß in Tirol.

8. Eine Waffe. Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Dexierrälsels in voriger Nummer:

Sal (d. i. V, Salomo) Z- Peter Salpeter.

Schristleitnng: Anq Goetz. - RotatioilSdruck und Verlag der Brühl'jchen Universitgts-Buch- und Steindrlickerei. R. Lange, Gießen