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ermattet von den Anstrengungen dieses Tages, als ich eine Hand an der meinen fühlte. Ich sah auf mrd erkannte im Moiidschin das Gesiebt deS Majors: es war totenblaß. ,Lch möchte Sie etlvas fragen/' kam es abgerissen von seinen Lippen. „Aber ich verlange Ihre offene Meinung, auf Ihr Ehrenwort."
„Aber selbstverständlich, Herr Major", erwiderte ich. Er sah mich starrr an: „Kann mir irgend jemand einen Vorwurf daraus machen, daß ich heute nachmittag unsere Leute aufsott>erte, sich zu ergeben?"
Ich »vor aufs Tiefste erschüttert. Denn aus dieser Frage klang die ganze Qual eines bis ins Tiefste getroffenen edlen und großen Herzens. Er hatte seinen Leuten wenigstens das Leben retten wollen: desl-alb hatte er blutenden Herzens die Ergebung vorgeschlagen. Nun waren sie alle tot, und nur er und ich hatten unS durchgeschlagen und wahrend ich im halben Wundfieber lag, quälte er sich mit diesen Gedanken ab.
Ich sah ihm offen ins Gesicht und sprach mit Nachdruck: „Niemand, Herr Major. Ich hätte es genau ebenso gemacht wie Sie."
Er schüttelte mir die Hand. „Ick- danke Ihnen, Kamerad." Dann ging er.
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Als ich am andern Morgen erwachte, erfuhr ick), da st er in der Nacht als Führer einer Patrouille, die mit einem tollkühnen nacht- ltmeu Angriff durch den Steinbruch die Ferme zurückerobert hatte, gefallen war.
Der Entdecker der Köntgenttrahlen.
Zum 70. Geburtstage Wilhelm Konrad Röntgen». 27. März.
Straßburg, in Hohenheim, in Gießen, und dann länaere Zeit m Wurz bürg tätig war. folgte 1890 einem Stufe nach München, ipo tr seitdem fjebUeben ist. Tie Euldedung der Rönlgennrahten gebürt der Würzburger Zeit an. Sr-me experimentellen A»brtten gelten unter audt-rem der genauen Beutmmnng des Verhältnisses der spezifischen Wärmen der l'iät, der Ae.iderung des Volumen« und der Toppelbrechung elektrischer Körper durch Elekkttnerung »nid der eleltrodynainitischen Wirkung solcher Körper bei ihrer Bewegung im homogenen elettrischen ftelbe; weiter hat Röntgen auch ole Kon»p,esiib»itlat vou Flnsstgkctten und de»» Emstust des Drucke» auf einige physikalische Eigenschaiten untersucht. Bor 14 Jahren hat Röntgen de»» Llobelprets erhalle»».
Die Küche im Kriege.
(Nachdruck dringend erwünscht.)
Stock -oder Klippfisch mit ausgebratenem Speck oder Zwiebeln. Vr Pfd. trockenen Fisch, 100 Gr. Speck, 2 große Zwiebeln. Der Fisch wird der Länge nach durchgeschnitten und in 2 bis 3 fingerbreite Stucke geschnitten, dann wie vorher bereitet. Man setzt den Fisch mit kaltem Wasser aufs Feuer, zieht ihn, sobald er ansaugt zu kochen, zurück und läßt ihn dann noch 10 bis 15 Minuten je nach der Größe der Stücke, ziehen. Zu diesen Fischstucken gibt man eine Sauce von ausgebratenem Speck und Zwie- oelwürseln. Schmackhaft sind hierzu in der Schale gekochte Kartojseln (3 Psd.). Für 4 Personen.
Es gibt wohl kaum emen Phy'cker. dessen Name in weiteren Kreisen so bekannt geworden tft, wie der Wilhelm Kourad Röntgens in München, wenn auch fc,e Engländer die vou ihm entdeckten Strahlen unter^ geüisienllicher Verschiveigung de« Namens des Entdeckers als X-Strahlen bezeichnen. Daß Röntgen so bekannt geworden ist, hat feinen gnlen Grund: die Entdeckung der Röntgenstrahlen mit ihren erstaunlichen Eigenschaften war nicht nur verblüffend und erregte mehr Aufsehen als irgend eine andere Entdeckung der modernen Physik, sondern sie erivie» sich a»,ch als anstergeivöbnlich fruchtar und segensreich. Heute spielt sie eine gewaltige Rolle in der Heilkunde, und die Entwickl n,g der Rüntgen- dtamoje, zu der der Kranke „gerönlgent" wird, soivte die Rcntgen- bestrahlnng, die gegen gewisse Krankheiten angeivaiidt wird, haben eine grobe Industrie der Röntgenröhren hervorgerufen. Im An- iauqe des Jahre» I8vtt, al» die Wlnider der Rüntgeustrahleu bekannt ivurden, sprach alle Welt von nichts anderem: in den photographischen Handlungen hingen die ersten Röntgenauinahnien — meiilen» durchleuchtete Han e — aus, und Geltungen und Zeitschriften brachten Oe ebenfalls und behandelten d,e Entdeckt,ng in langen ^ltifsälien. Röntgen hat dem eng lscden Phy'ike» S»r James Tavtdson einmal erzählt, w,e e« bei der Entdeckiing der Rüntgen- stradlen zuging. Dieser besuchte Röntgen t.n Jahre 1896 tu Würz- burg. Ta» Gespräch zw»s »en den beiden Vkynkern »nuß zteinlich drollig geiveien sein, den» der Etigländer verstau) wenig Dentlch und Röntgen nicht viel Enalisch, io dost zn biefen beiden sprachen ba» lateinische al» Aushil'e hinzugezogen »verden mußte. Sir 9«»eS Tavidion iragte: .Was täte,, Sie mit der Hitto»ischeu /'öhre. al» Tie die Entdeckung der X-Strahlen machten ?“ — .Ich fnb norfo unsichtbaren Strahlen ans.- - -Was brachte Sie auf den Gebrauch de» Schirme» mit Barmmvlatmcyanür ? - - .Wir be- ihn in Deutschlanb zur Beobachtling der utistchlbaren Strahlen de» Liektrun», und ich hielt die cheinische Verbtudling für geeignet, a»lch etiva vorhandene uustchtdare Strahlen zu entdecken, die eine olcde Röhre abgeben könnet - Bei fern Besuche des Enqlänb«.»
of fleni Laboratoriuin lag dieier erste Schirm, ein ein acheS ^Euck Pappe. mit einigen Krystallen der chemischen Verbind,,ng auf dem Tische Röntgen er-Üblte dann den Verlauf seiner Ent- öerfuitq „öd) genauer: wie er alles Licht ausschliesten wollte, dazu o>e Rohre sorgfältig m,t schlvarzein Papier uniwidelte und zu seinen» größten Erstaunen sah, dost der mehrere Meter entfernt tegende eebirm doch bell anUeuducte. Aus fcfe Frage de» Be- sudierS, wa» Röntgen std> bet dieser Beobadittnig dachte, t at der deutsche Physiker die klassische Anlivort gegeben: -Ich dachte überhaupt nicht, ich untersuchte."
Physikalische Entbeckungeli spielen sich »uelsten» so ab, daß nach dem ersten Anstöße »n,d seinem Beka»intwerden »iehrere Gelehrte BoiiNem auf Baustein zusammenlragen. woraus allinählich e»n einheitliche- Bauwerk entsteht Bei Röntgens Entdeckung war
llnhu? I*v üe , wesentlichen Eigenschasten der Röntgen-
strahlen bat »hr Entdecker sogleich ausfindig geinavt. so daß den übrigen Forschern nl.r eine dürftige Nachlese blieb. Tie Technik und die Anwendung ist ireiltch auch von anderen auSgebant
uL,n/"i.‘ a IS- rn fäUl hicrbel eiu Dostes Verdienst zu, und 5?- die Röntgentechnik durch ZebnderS Erfindung der gefahrlosen Röntgenröhre erheblid) gefördert worben.
I’lr" Röntge.,strahle.» ist die sonstige Täli feit Röntgen» üon der -Illgemeucheit z>en,lich unbeachtet geblieben. Röntgen der
AfMteM "!. »!!! lbunä genoß und daraus'als
Assment seines Lehrers nach Wnrzburg ging, eine Zeitlang in
vüchertisch.
— Richard Wagner: WaS ist deutsch? Schriften und Tlchtunaen des Meisters iür die Zeit de» heiligen deutschen Kriege» ausgewählt von Professor R. S t e r n i e l d. — Gemeinschaftlich mit E. F. W. Sieget» Atusikalienbandlung (R. Liiinemann) herausgegeben von der Ve,tag»buchhandlung Breikopf & vartel, vewztg. Aus dein überreichen Schatze der Sdiriiten Richard Waguer» »vnrben in diesem Bändchen d»e wichtigste», iür d»e -Krieg»zeit bedeutungsvolle.» Altisätze und Tiditimgeu zusginn»engestellt und für die Sammlung der Titel seiner iZiiuelschr»fl-Was ist deutsch?" a!» Geia.uuitel gewählt. Richard Wagner in iür viele nur der große Musiker und Dramatiker; diese Ausivahl seiner herttichen Schroten be,ueiil jedoch, daß er arich mit dem Worte ein Mahner und Berater seine» Volke», ein Wecker und Wahrer deutschen WeienS u.»d des Teut d)tnn»s «var.
— Deutsche Kriegerbibliothek herausgegeben von Toni Schwabe, erschienen im Frauenverlag, Jena. Preis pro Band 70 Pfennig. Der erste Band — Goethes Faust l — vor. Folgende Bände sind als Fortsetzung geplant: II. Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts. — III Fritz Reuter: Tat Randetvuh, Wvans icf tau 'ne Fru lamm, T« Waterkunst. — IV. Morike: Die Historie von der schönen Lau, Lune Gelinervth. — V. E. Th. A. Hofsmann: ToS Fräuhpin von Scuderi. — VI. Heimat- und Liebeslieder. — Die ganze Ausstattung der Bücher verfolgt den einen Zioeck, ein Buch speziell für den Soldaten »in Felde zu schaffen.
. -- ,.B i s m a r cf". Eine hübsche Gabe schenkt uns der Berlaa
der MontanuS-BÜcher (Herin.. Montanus. Siegen und Leipzig) in dem soeben erschienenen Bismarckwerke dieser Samnüuna: Wir fiiiden hier fast 2 0 0 wertvolle Bilder aus dem Leben des Kanzlers, die in ihrer Gesamtheit einen intimen Sieiz aus üben. Dieses überreiche Leben zeigt sich uns hier <S-i n knnen kleinen »md so grosten Ereignissen stark, trotzig, fröhlich und ernst. Fürst Bülow förderte das vaterländisch Buch und nah»»i die Widmlung an, er stellte außerdem noch eines der seltensten Bistnarckbüder, die drei Kanzler darstellend, au» seinein Privatbesitze zur Beröffentliäiiung zur Bersügulig. Das von Wolter Stern herausgegebene und mit einer Einführung versehene Werk kostet nur 2 Mark. _
Scherz-Arithmogriph.
Ein weißes, iehr bekanntes Tier,
Man spei'l es gern: 1 2 3 4.
Sen, Sti.nmle»»», da« irir alle fejmen,
Kam» man ,4 2 3 1* nicht nennen.
Auslösung in nächster Nummer.
Auflösung des Gevgrophischn BerschebrätselS in voriger Nr r
Spanien
Bniel
Benlin
Inckien
Nizza
Wie»
Paris Tvplitz Bayer».


