Ureisblatt for den Kreis Eichen.

Nr. 75

27. August

1915

Bekanntmachung

fiber die Ausdehnung der Verordnung über den Verkehr mit Kraft- futtermitteln vom 28. Juni 1916 (Reichs-Gesetzbl. <£. 399- aus iveitcre Futtermittel. Vom 19. August 1915.

Aus Grund des 8 15 der Verordnung über den Verkehr mit Krastsuttermitteln dom 28. Juni 1916 (Reichs-Gesetzbl. 3. 399) bestimme ich:

Ten im § 1 der Verordnung genannten Gegenständen treten hinzu

Kardoftelpülpe, nah. Biertreber, nah,

Kartofselpülpe, gesäuert, Getreidetreber, nah.

Berlin, den 19. August 1915.

Der Stellvertreter des, Reichskanzlers,

_ Delbrück,

Bekanntmachung

iübfr die Preise und sonstigen Vergütungen für Krastfuttcrmittel, Vom 19, August 1915.

Ter Bundcsrat hat auf Grund der §§ 6 und C der Verord mnifl über den Verkehr mit Krastsuttermitteln vom 28. Juni 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 399) folgende Bestimmungen getrosten -

§ 1. Ter Preis, den die Bezugsvereinigung für die ihr zu überlassenden Futtermittel und Hilfssivsfe zahlt (§ 6 Abs. 1 der Verordnung vom 28. Juni 1915), dars den in der nachfolgenden Uebersicht aufgesührlcu Betrag nicht übersteigen.

A. K ö r n e r s u t tc r, Preis für 1 Tonne <1000 Kilogramm):

1. Mais 260 Mark, Johannisbrot 300 Mark sqcschroten oder gemahlen 10 Mark teurer!, 3. Ackerbohnen 350 Mark, <1. Soja­bohnen 400 Mark 5. Lupinen 250 Mark, 6. Wicken 350 Mark,

7. Gemenge von Hülsenfrüchten -ohne Getreide) 350 Mark.

0. A b f ä l l c d c r M ü l l e r ei -

8. Erdnuhschalen 48 Mark, 8 a. Erdnuhkleie (ohne Schalen) 100 Mark, 9. Haferspelzen (Haferhülsen und Haferschalen- 50 Mk 10. Hirseschalen 48 Mark, 11. Reisklcie und -spclzen 48 Mark, 12. Uaferkleie 1.30 Mark, 13. Reisjuttcrmchl 800 Mark <18 vom Hundert Mindestgehalt Protein und Fetts, 14. Hafersuttermchl 260 Mark, 15. Erbsenschoten 130 Mark, 15 a. Erbsenkleie 260 Ml,. 16. Graupenfutter 130 Mark, 17. Gerstcnkleie 130 Mark, 18. Mais- absällc (H-omoo, Homini, Maizena usw.) 240 Mark.

6. Abfälle der Stärkcsabrikatio» und der Gärungsgewerbe:

19. Kartossclpülpe, getrocknet 120 Mark, 19 a. Kartossclpülpe, nah 7 Mark, 19 d. Kartosfelpülpc, gesäuert 10 Mark, 20. Oietreide- trct>er, getrocknet 165 Mark, 21. Roggenschlempe, getrocknet 242. Mark, 22. Biertreber, getrocknet 220 Mark, 22 a. Biertreber, Nah 40 Mark, 23. Malzkeime 200 Mark, 24. Maisschlempe, getrocknet 264 Mark, 25. .Hefe, getrocknet (als Biehsutter, 350 Mark.

9. O e l k u ch e n:

86. Raviso,Euchen 200 Mark, 27. Hedcrichkuchen 200 Mark, 88. Rübsenknchen 240 Mark, 29. Leindottcrkuchen 240 Mark, 30. Rapskuchen 240 Mark, 31. Hanskuchc» 210 Mark, 32. Niger- tuchen 260 Mark, 33. Sonncnblnmcnknchen 280 Mark, 34. Mohn­kuchen 240 Mark, 35. Palmlern kiichcn 260 Mark, 36. Sesam- kucheu 260 Mark, 37. Sesambuchen, in Deutschland geschlaacn! 260 Mark, 38. Sojabohnenkuchen 260 Mark, 39. Leinkuchen o00 Mark, 40. Koknskuchen 270 Mark, 41, Maisknchen 240 Mark 42. Maiskeimknchen 270 Mark, 43. Baumwoltsaatkuchcn 220 Mk 44. Erdnuhknchcn 300 Mark [38 von, Hundert Mndestg-.'balt Protein und Fetts, 45. Mehle aus Oelkuchen 10 Mark Aufschlag für die Mahlkosten.

F. O e I m e h l e (durch Extraktion gewonnen)-

46. Palinternmehl und -schrot 230 Mark, 47. Raps- und Rüb- scnmchl 220 Mark, 48. Leinmehl und -schrot 270 Mark, 49 Kvkosmehl und -schrot 240 Mark, 50. Sojamehl und -schrot 220 Mark.

F. Tierische Produkte n n d Absälle-

51. Tierkörpermehl, Kadaver,nehl 180 Mark. 52. Heringsmehl 200 Mart J50 vom Hundert Mindestgehalt Protein und Fett, 53. Walsischmchl 180 Mark, 54. Ftschsuttermchl, Dorschmehl fettreich 240 Mark, 55. Fischsuttermchl, Dorschmehl, settarn, 260 Mark, 56. Flcischkuchen 240 Mark, 57. Fleischkuchen, qemahlen 300 Mark, 58. Blut,nehl 300 Mark, 59. Fettgrieben 330 Mark 60. Metschfuttermchl 330 Mark.

0. Htlfsst-offe-

61. Torfstren bis 1. Oktober 1915 20 Mark, vom 1. Oktober 191.-, bis 1 Juli 1916 22 Mark [Die Preise gelten für Torf streu, von welcher 10 000 Kilogramm mindestens 32 Kubikmeter Raum- mas, ausmache,,. Für ,e volle 5 Kubikmeter mehr erfolgt eiu Zuschlag von l,50 Mark für die Tonne.I, 62. Torsi,n,ll bis

1. Juli 1916 27 Mark, 63. Kohlensaurer Futterkalk Schlämm­kreide) 30 Mark, 64. Phosphorsanrer Fnttcrkalk mit 38 bis 42 vom Hundert bitratlöslicher Pdosphorsänre 230 Mark.

Bei Torfltreu und Torfmull, die nackpocislich ans den ober- baherisKen »nd den im württembergischen Donaukreis gelegenen

Torsstreufabrikcn flau,men,' gilt an Stelle der in Ziffer 61 und 62 festgesetzten Höchstpreise als einheitlicher Höchstpreis der Betrag von 30 Mart für eine Tonne.

, § S ' Preise geltm für gesunde Ware von mindestens mittlerer Art und Güte frei Eisenbahnwagen oder Schiff der Verladestation für eine Tonn« (1000 Kilogramm) Bruttogewicht, einerlei, »b die Ware unter lleberlassung der Säcke an den Emp- wnaer oder rn den vom Eigentümer geliehenen Säcken geliefert

, 6 3- Die Vergütung für Aufbewahrung, pflegliche Behänd-

lung und Versicherung der Wave <§ 5 der Verordnung) beträgt für ,eden angcsangenen Monat und jede angesaugeue Tonne 60 Pfg Berlin, den 19. Mgust 1915.

Ter Stellvertreter des Reichskanzlers .

Delbrück.

Bekanntmachnng

über den Verkehr mit Kakaoschalen. Vom lg. August 1916.

Ter Bnndesrat hat aus Grund des 8 3 des Gesetzes über die Ermächtigung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Mahnohmen usw vom 4. August 1914 (Nrtchs-Gesetzbt. S. 327) folgende Verordnung erlassen -

8 1. Es ist verboten, gepulverte Kakaoichalen oder Erzeugnisse. d,e mit gepulverten Kaka.osch.ilen vernnscht sind,

1. zu verkaufen, se-Izuhilten oder sonst in Verkehr zu bringen,

2. aus dem Ausland einzuführen.

8 2. Tos Verbot des 8 1 erstteckt sich nicht auf Kakaoschalen­teile. die in de» aus Kakavkernen bereiteten Erzeugnissen bei Aiiwenoung der gebräuchlichen teckmisckien Herstellungsverfahren als unvermeidbare Bestandteile -zurückgeblieben firm.

§ 3 Das Verbot de» 8 1 Skr. l erstreckt sich nicht aus Gegen­stände der in, § 1 bczeickmeten Art, die »ach den Vorschriften des Reichskanzlers zum Genüsse jllr Menschen unbrauchbar ge­macht worden sind.

8 4. Mit G.sängniS bis zu sechs Monate» und mit Geldstrafe b,s zu «intansendfünfhnttdect Mark oder mit einer dieser Strafen w,rd bestrast, wer vorsätzlich

1. 1-em Verbote des 8 J- znwiderhandelt,

2. G-eg-mstände, die gen,äh 8 3 zum Genüsse für Menschen unbrauchbar gemacht worden sind, als Nahl-nngs- oder Grirustntittel für Menschen verlaust, scilhölt oder sonst in Verkehr bringt.

8 5. Mit Gldstrase bis zu einhnndertsünszig Mark oder mit Haft w.rd bestraft, wer eine der im 8 4 bezeichnetm Handlungen aus Fahrlässigkeit beacht.

8 6. Neben der Strafe (SS 4, 5) ist aus Einziehung der Gegen­stände zu erkennen, ohne Unterschied, ob sie denr Verurteilten gehören oder nicht.

Ist ld> Verfolgung oder Verurteilung einer bestimmten Person nicht anssührbar, so kann aus die Einziehung selbständig erkannt werden.

8 7. Diese Verordnung tritt mit dein Tage der Verkündung, die 88 4, 6 . 6 tieten mit dem 26. August 1915 in Krast.

Ter Reichskanzler bestimmt den Zeitpunkt de? Anherkrafp trctens.

Berlin, den 19^Angust 1915.

Der Stellvertreter des Reichskanzlers.

Delbrück.

Bekanntmachung

einer Mndcrung der Berordnung vom 28. Juni 1915 (Reichs- Gesetzbl. G. 363) über den Verkehr mit Brotgetreidend Mehl aus dem Ecntcjahr 1915.

Vom 19. August 1916.

Ter Bundesrat hat ans Grund des 8 3 des Gesetzes über die Ennächlignng des Bundesrats zu wirtschaftlichen Mahnabmen nfw. vom 4. Aligust 1914 (Reichs-Gesetzblatt G. 327) folgende Ber- ordnung erlassen -

A r t t k e l I.

In der Verordnung über den Verkehr mit Brotgetreide und Mehl an>^ dem Erntejahr 1915 vom 28. Juni 1915 -Reic^-, Gcsctzbl. S. 363) werden folgende Beründerungeil vorgenommen:

1. Im § 2 wird hinter der Zister 6 ein.gefügta und b".

2. Im § 6c wird der letzte Satz gestrichen.

3. Im ß 7 wird hinter der Ziffer 6 eingesügta und b".

4. Im 8 19 tvird dem Wsatz 1 als Schlns, hinzugefügtund in diesem letzteren Falle der empsangende Kommunal- verband der Aurochnnng ans seinen Bedarfsanteil (8 14 Ms. 1 e) oder auf die festgesetzten Mengen (8 14 Abs. 1 k) zngestimmt hat".

6. Im § 20 Msatz 2 wird Satz 2 gestrichen.

Artikel II.

Tiefe Verordnung tritt mit dein Tage der Verkündung tu