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168. Jahrgang

Montag, fl. November 1918

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Der Umslur

Der nenefte ScHAt der ^ccrcälcihtiig.

(WTB.) G ro ße s H aupt q u a rtie r, 10. November. Jmtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Zwischen der Schelde und der Maas ist der Feind gestern unseren Bewegungen über BonseeLenzeSt. Ghislein MaubeugeTrelon und über die Sormonne westlich von Eharleville gefolgt. Auf den östlichen Maashöhen und in der Ebene Woevre wurden mehrfache Vorstöße der Amerikaner abgewiesen.

Der Erste 'Generalquartiermeister G ro e ne r.

Der Abendbericht.

Großes H auptquartier, 10. Novemb., abends. . Amtl. Drnhtn.) An der Front ein ruhiger Tag.

Auch denen, die eine radikale Staatsumwätzung als höchstes politisches Ziel vor Augen hatten, deren Wünsche nach den beinahe traumhaften Vorgängen der letzten orei Tage erfüllt sind, wird es l-eute schwer ums Herz sein, wenn sic die ganze Tragweite der uns vom Feinde auferlegten Waffenstillstandsbedingungen zu ermessen wissen. Die neue Zeit des freien Volksstaates erwachst nicht im hellen und freundlichen Lichte des ersehnten Völkerfrühlings, der all­gemeinen Menschenverbrüderung, von der so häufig die Rede war. Ein wahrer Höllenbrand von Haß und Rachsucht flackert uns aus den 18 uns genannten Punkten der Bedingungen Fvchs entgegen, und es ist uns ein Rätsel, wie die 14 Frie­den sparagraphen Wilsons sich damit vertragen sollten. Wir wußten es aus den Washingtoner Noten, daß wir zunächst wehrlos gemacht werden sollten, und wir empfanden es als eine befremdliche Verkennung des deutschen Volkes, daß sein Wort, welches es durch seine Volksregierung abgegeben hatte, gar kerne Geltung fand. Wilson ließ immer wieder durchf- blicken, daß man uns nicht traue. Der wahre Grund der furchtbar schweren Bedingungen, die man uns auferlegt, liegt wohl tiefer. Man gedenkt offenbar, aus den 14 Kräw- tern Wilsons uns einen Tee zurechtzubrauen, der uns im unheilbaren Siechtum unseres Volkstums ließe. Wir fühlen die Lanze eines unerschütterten Jnrperialismus gegen uns gerichtet, und der Menschheit Jammer und Falschheit faßt uns an, wenn wir uns erinnern, daß Wilson uns eine un­billige, grausame Verhandlungswcise den Russen gegenüber vorgeworsen hatte. Welcher deutsche Militarist wäre wohl je aus den Gedanken gekommen, eine solche Liste von Waffen­stillstandsbedingungen auszudenken, wie sie aus Fachs Hän­den auf uns hernieder fällt! Es wäre billig und verständlich gewesen, wenn die Gegner von uns die Räumung der be­setzten belgischen und französischen Gebiete verlangt und wenn wir ihnen dazu etwa noch Elsaß-Lothringen als Pfand gegen die Regelung einesUnrechts" überlassen hätten. Sie heischen w eit mehr, so viel, daß w i r alles Vertrauen aus ihre Ehr­lichkeit und Glaubwürdigkeit verlieren müssen. Sie wollen die Räumung deutschen Landes bis zum linken Rhernufer, ja, darüber hinaus erstrecken sie den Radius ihrer Brücken­köpfe von Mainz, Coblenz und Cöln bis weit in rechtsrhei­nisches Gebiet. Nicht genug damit, sollen wir mitten in Deutschland noch eineneutrale Zone" von 3040 Kilome­tern freigeben. Solche Ansinnen sind wahrlich nicht mehr auf Aengstlichkeit der gegnerischen Heere zurückzuführen, die sich doch prahlerisch ihrer gewaltigen Uebermacht rühmen. Wie die Peitsche gegen uns geschwungen wird, ersehen wir aus den Fristen, die uns zur Räuinung dieser Gebiete gestellt werden 14 Tage! Es soll wie eine kopflose, unwürdige Flucht werden. Ob damit nicht etwas geradezu Unmögliches von uns verlangt wird, müssen militärische Sachkenner ab­schätzen, indem sie zugleich in Betracht 'ziehen müssen, daß die Abgabe einer Summe von Verkehrsmitteln von uns ver­langt wird, wonach der eigene Verkehr in Deutschland lahm gelegt würde. Die Punkte 6 und 8 legen nahe, daß die Geg­ner ausgemachte Raubgelüste nur schlecht verbergen können Wie schamlos sie einem unbesiegten Gegner gegenüber auf Sil-gcsbeute" ausgchen, beweist besonders das Begehren eines großen Teiles unserer Flotte. Das menschenfreundliche England, das unsere Häfen zu besetzen trachtet, um vielleicht dann diedänisä-e Frage" besser lösen zu könnm,wetteifert mit Ider satanischen Absicht Frankreichs, unsere Kriegsgefan­genen zurnckzuhalten, während wir die ihrigen sofort auszu- licsern hätten. Verfolgt man am Ende den Zweck, die deut­schen Gefangenen bis über den Friedensschluß hinaus zu Frondiensten bei dem sogenanntenWiederaufbau" zu ver­wenden?

Vor der sozialdemokratischen Regierung liegen die aller­schwersten Entschlüsse. Es scheint uns undenkbardaß sie nicht mindestens in flammenden Ausdrücken an das Wettgewisten, und besonders iwch einmal an den Völker versöhn ungsgedan- ken Wilsons, appellieren sollte. Für alle Schritte, che sie zur Ehre des deutschen Namens unternehmen will, wird sic das ganze Volk chnter sich haben. Der Reichskanzler hat auch diejenigen mit versöhnlichen Worten zur Mitarbeit auf- gefvrdert, die durch Gegensätze der Weltanschauung von der Sozialdemokratie getrennt waren. So weit man sieht, sind keine Bestrebiingen im Gange, den HerrenMr Lage iin In­nern in die Hand zu fallen: blutigen Bürgerkrieg lehnt

jedermann mit Entsetzen ab. Ein einhelliger Ruf nach Ord­nung und friedlicher Regelung ohne Gewalttätigkeiten zieht durch die Volksbewegung, und alle Teile des Bürger­tums haben mit diesem Willen, uns die Szenen blutigen Terrors zu ersparen, sich vereinigt. Der Gedanke nach einer konstituierenden Nationalversammlung, zu der jeder erwach­sene Bürger sein Stimmrcckst gebrauchen kann, wird^ sich hoffentlich durchsetzen, nachdem in Berlin die beiden Richtun­gen der Sozialdemokratie im Begriffe sind, sich über ein Pro­gramm zu einigen. Sck)on ist eine ernste Drohung des Fein­des an unser Ohr gedrungen: er will mit einem bolschewisti­schen Deutschland überhaupt nicht in Verhandlung eintreten. Sei man wohl darauf bedacht, daß-den Feinden kein Vor­wand erwächst, bei uns einzitmarsck/ieren undOrdnung zu schaffen"! Heute in die deutsck)e Vergangenheit zurückzugehen, um Trost und Stütze in die'en Schicksalsschlägen zu finden, schafft nur herbe Wehmut. Als wir den deutsch-französischen Krieg gewonnen hatten, äußerte der siebenundsechzigjährige Moritz von Schwindt kurze Zeit^ior seinem Tode in einem seiner frischen Künstlerbriefe:Für das berühmte deutsche Reich kann ich mich gar nicht erwärmen. Sieht mehr einer Kaserne gleich, als einem Kulturreich. Meinetwegen." Wie anders blicken wir heute auf das Ende eines Krieges her­nieder! Wie sehnen wir uns nach der alten Wärme unserer deutschen Kultur! Indessen, so sehr wir auf das Ende der Herrschaft des Militarismus warten die Neugestaltung der Dinge, die radikale Umwälzung des Staates begrüßen wir mit einem ähnlichen Seufzer, wie er dem genannten Ma­ler sich) entrang, und es liegt vorläufig in unseremMeinet- toegen" ein noch größeres Maß von Sorge und zweiselvvller Bedrückung.

Annahme der waffenftillftandsbedingungen.

Berlin, 11. Nov. (WDB. Trahtnachr.) Heute morgen fand eine Besprechung der StaatssäSretäre statt. Nach Bekanntgabe der Bedingungen des Waffenstillstandes w rrd-n die Bedingungen on- gemmimeu. Entsprechende Weisungen sind der Friedensdelesatüm: gegeben worden.

Gleichzeitig ist Präsident Wrsson durch Fmtkspruch ersucht worden, ans eine Milderung der vernichtenden Bedingungen bei den alliierten Mächten hiiMl.Wir'ken, da sie die Ernährungslage zu einer verzweifelten gestalten und den Hungertod von Millionen Frauen und Kindern bedeuten 'würden.

waffenftWanvsbedingungen der Zeinde.

Berlin . 10. Nov. (Priv.-Tel.) Das Wolffsche Bureau ver­breitet solaendenAuszug aus den Wafsenstillstandsbedinguugea":

1. Inkrafttreten sechs Stunden nach Unterzeichnung;

2. sofortige Räumung Belgiens, Franlrcichs und El.-Loth- ringens binnen 14 Tagen, was von Truppen nach dieser Zeit übrig bleibt, wird interniert oder krregsgefangen;

3. abzugeben 5000 Kanonen, zunächst schwere, 30 000 Ma- schmengewehre, 3000 Minenwer'er, 2000 Flugzeuge;

4. Räumung des linken RHinufers, Mainz, Koblenz und Köln besetzt vom Feinde aus Radius 30 Kilometer Tiefe;

5. auf dem rechten Rhmruser 30 bis 40 Kilometer Tiefe neu­trale Zone, Räumung in 14 Tagen;

6. ans linkem Rheinmergebret nichts hinwegführen, alle Fa­briken, Eisenbahnen usw. intakt gelassen;

7. 5000 Lokomotiven, 150 000 Waggons, 10000 Kraftwagen

abzngeben; _ , , m

8. Unterhalt der feindkclMt Besatzungstruppen durch Deutsch­land ;

9. im Osten alle Truppen hinter Grenze zurücknehmen, Termin dafür nicht angegeben;

10. Verzicht auf Verträge von Brest-Litowsk und Bukarest;

11. bedingungslose Kapitulation von Ostasrika;

12. Rückgabe des Standes der Belgischen Bank, des russischen rmd rilmänischen Goldes;

13. Rückgabe der Kriegsgefangenen ohne Gegenseitigkert;

14. Llbgabe von 100 U-Booten, acht leichten Kreuzern, sechs Dreadnoughts, die übrigen Schiffe desarmicrt 'und überwacht von Alliierten in neutralen oder alliierten Häfen;

15 Sicherheit der freien Durchfahrt durch das Kattegat, Weg­räumung der Minenfelder und Besetzung aller Forts und Batterien, von denen ans diese Dirrchfahrt gehindert werden könnte;

16. Blockade bleibt bestehen, deutsche Schifte dürfen weiter ge­kapert werden: v _ pjr ..

17. alle von Deutschland für Neutrale verhängten Beschrän­kungen der Schiffahrt werden crusgehoben;

18. Waffenstillstand dauert 30 Tage.

Unsere Unterhändler bei §och.

Paris , 10. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Agence Havas. Tie deutschen Bevollmächtigten, welche die Linien am Donnerstag al«nd 10 Ulw in Haudrove bei La Chapelle überschritten, passierten, nächst Chateau Rethondes und Evmpiegne aast dem Wege nach Soissons. Am Freitag morgen trafen sie im Hauptquartier des Marschalls Fach, das mitten in einem Walde liegt, ein und wurden dort enrchmrgen. Neben Marschall Foch wohnten der Begeanung General Weygmid, der englische Admiral Roselpn Ba- Ucä und der amerikanische Lldmiral Srns bei. Die deutsche Abord- tlung erbat die vorläufige Einstellung der Feindseligkeit^ was Marschall Foch rundweg verweigerte. Dieser endgültige Beschluß, das Ersuchen nicht anzunelunen, wird einmütig gebilligt tverden.

Wie der ,Matrn" meldet, teilte Erzberger, nachdem die dcnckfche Abordnung bei Fioch erschienen twar, in fvcmzösischer -Dpoarix mit, daß die deutsch« Regieiiukg die anwesenden Pallanreutare ernanM habe, die gleichzeitig bevollmächtigt seierr. dre 'Bed^l- mmgen der Alliierten entgegenMnehmen b&u. den Waftenstlll- stand zu unterzeichnen. Foch verlasda nn m i t l a u t er Stimme die Bedingungen, zedes Wort betonend. Nach der

Verlesung machten die heutschrir Parlamentäre einige Bemarkungen und wiesen besonders aus die materiellen Schwierigkeiten der Aus­führung gewisser Klauseln hin. Erzberger verlangte im Interesse der M enschlichkeit die sofortige Einstellung her Feindselig inten. Foch erwiderte darauf, dies sei nur zulässig nach Unterzeichnung der Waftenstillstmrdsbddingungen.

Berlin, 9. Nov. ,WTB. Amtlich.) Der mit der Uebcabriu- gung der W a f f e n st i l l st a n d s b e d i n g u n g e n beauftragte Kurier funkle nachts durch den Eiffelturm, daß er die L t n i m nicht passieren könne, da die Deutschen das Feuer noch nicht eingestellt hätten. Zu dieser Annahme wurde er anschänmd durch den Umstand veranlaßt, daß auf deutscher Seite ein M uur- tious-TepotinBrandgeraten war und mit fortgesetzten Detonationen in die Luft flog. Der Kurier wurde durch Fuukspruch hierüber aufgeklärt rmd erhielt die Weisung,^ die Limerr sosort zu überschreiten. Das Eintreffen der Wasfenstillstarrdsbeemgungen in Berlin kann stündlich erwartet werden.

Mit einem bolschewistischen Deutsch land kein Friede

Berlin, 10. Nov. Ter deutsche Gesandte im Haag und in Briftsel berichtet, daß nach ganz zuverlässigen Nachrichten aus Ententekreisen die Entente mit einem bolschewistischen Deutschland keinen Frieden schließen würde, weck fte in einem solchen Staate keine' Regierungsgewalr finden nmrde. deren Autorität und Dauer geiiügeird verbürgt sein würde Die Entente würde sich berufen fühlen, in diesem Fall in Deutschland einzumars chieren, um in Deutschland Ordnung zu schaffen.

§o!datenrat an der Krönt.

Hamburg .,11. Nov. (WTB. Trahyr.) Das Große Haupt­quartier teilt denr hiesigen Soldatenrat folgendes mit: Au der Front ist ebenfalls ein Soldatenrat gebildet worden. Die Bildung ist ruhig verlaufen. Der Soldatenrat wird morgen mit Hindenburg in Verbiiidung treten und ihm feine Forderungen vorlegen.

Aufrufe des Reichskanzlers Ldert.

Berlin 9. Nov. (WTB.) Ter neue Reichskanzler Eber« erläßt folgende Kundgeb ung an die deutschen Bürger;

Mitbürger!

Ter bisherige Reichskanzler Prinz Max von Baden hat mir unter Zustinimung der sänrtlick>cn Staatssekretäre die WahrrrehnrmA der Geschäfte des Reichskanzlers übertragen. Ich biir im Begriff- die neue Regierung im Einvernehmen mit den Parteien zu bilden und werde über die Ergebnisse der Oeffenllichkeit in Kürze berichten

Die neue Regierung wird eine Volks regierung sein. Ihr Bestreben wird sein müssen, dem deutschen Volke den Friedens schnellstens zu bringen urrd die Freiheit, die es errungen hat, zu befestigen. , ^ .

Mitbürger! Ich bitte Euch alle um Eure Unterstützung frei der schweren Arbeit, die unserer harrt. Ihr wißt, wie schwer der Krieg die Ernährung des Volkes, die erste Vorauchetzung des politisch.nr Lebens, bedroht. Tie politische Umwälzung darf die Er­nährung des Volkes nicht stören. Es muß die erfte Pflicht Aller in Stadt und LanD bleiben, die Produktion von Nahrungsmitteln und ihre Zufuhr in die Städte nicht zu hindern, solidern zu fördern.

Nahrungsmittelnot bedeutet Plünderung und Raub nut Elend für all? Die Aermstcn würden am schlechtesten leiden. die'Industrie^ arbeiter am bittersten getroffeii werde-r. Wer sich an Nahrungs-. Mitteln oder an sonstigen Bedarfsgegenständen oder an den für Lluve Verteilung benötigten Derkelwsmitteln vergreist, versündigt sich aufs schwerste an der Gesamtheit. ' v r

Mitbürger! Ich bitte Euch dringend, verlaßt d'.e Straßen! Sorget für Ruhe und Ordnung.

Berlin dxn 9. November 1918.

Ter Reichskanzler: Eberl. *

Berlin, 9. Nov. (WTB. Amtlich.) Reichskanzler Ebert veröffentlicht folgenden Auirnf;

Aufruf!

Tfe neue Regierimg hat die Führung der Geschäfte i'ib-erusm- men, um das deutsche Volk vor Bürgerkrieg und Hungersnot zu sewohren und seine berechtigten Forderungen auf Selbstbe­stimmung durchzusetzen. Diese Aufgabe kann sie nur erfüllen, wenn alle Behörden und .Beamten in Stadt und sLand ihr hilfreiche Hand, leiste n. Ich weiß, daß es vielen schwer werden wird, mit den neuen Männern zu arbeiten, die das Reich zu leiten übernomnren haben, aber ich appellier^ an ihre Liebe zu unserem Volk. Ein Versagen der Organisation, in dieser schweren Stunde würde Deutschland der Anarchie iiiid dem schrecklichsten Elend ausliefern. ^,Helft also, dem Vaterlande durch furchtlose mrd unverdrossene Weiterarbeit, ein jeder auf seinem Posten, bis die Stunde der Ablösung gekommen ist.

Berlin, den 9. November 1918.

Der Reichskanzler: gez. Ebert.

Berlin, 10. Nov. An die Arbeiter- und Soldatenräte!

Das Volk muß verhungern, wenn der Bahntrarrsport erschwert wird. Das geschieht aber durch jedeir Eingriff u n z n st ä n d i - ger Stellen in den Bahnbetrieb und die Bahrrverwal- tmig. Gestern sind an verschiedenen Orten von Arbeiter- und Svldatenräten solche Eingriffe vorgenommen worden, B. in den Betrieben von Rangierbahnhöfen und irr die Kastenfübrrmgi von Bahnstationen. Das darf nicht wieder vorkommerr.-der- holungen müssen zur Arbeitsverweigerung unsercc b'uvcn Eisen­bahner rmd zum Stillstand jedes geregelten Bahnvc.kelns fit brat.

Berlin, 10. November 1918. (gez.); Ebert.

Die Umwälzung in Deutschland.

Die Verhandlungen über die gemeinsame Regiernn,,.

Berlin, 9. Nov. (WTB.) .Me svzialdemofratisä)e Partei hat der unabhängigen sozialdemokratrscherr Partei arrgeboten, mit ihr eine gemeinsame Regierurrg unter beiderseitiger voller Gleich­berechtigung zu bilden. Sie hat sich dabei von deur Bestreben leiten lassen, in diesen schtveren Tagen über jeden Gegensatz Hinwege ;üsehen, damit die große deuffck)e Jreiheitsbelvegung rasch und glücklich unter Vermeidung aller Geivalttätigkeiten und Auosckn 1-. i'turrgen zum Ziel geführt werden karrn. Bon der mrabhängigen siozialdenwkratischen Partei-, die ihrerseits Liebknecht, Haas? und Barth üU Mitglieder der gemeinsamen Regierung vorschlägt, sind eine Reihe von Bedingungen festgestellt worden, die aus