Einzelbild herunterladen

Nr. 2\l

Der fciebtner Anzeiger erscheint tätlich, ander Sonntags. - Beilagen: -teßentr^amilienblLNer; Kreis t Ictlt

für den Kreis Sieben.

Bezugspreis: monatl. Mt. 1.35, viertel­jährlich Btt. 4.05. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25: durch diePost Mk. 4.05 viertel- jährl. ausschl. Beftellq. Fernsprech - Anschlüsse: für dieSchriitleiluns,112 Verlag,Geschäitsstelle51 Anschritt für Drahtnach­richten: Anzeiger Sietzen.

Erstes Blatt

168. Jahrgang

Montag. 2 \. Gttober 1918

PystscheSkontp: Zranksnrt a.M. 11686

eneral-Ameiger

Vankverkehr:

Gewerbeban! Gießen

3 wMmg;runddri>ck ».Verlag: Srüheschr Ualo.-Vuch- u. Zteindrnckerei R.Lange.Schristleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Schulftr. r.

..»nähme von Anzeigen

f. die DageSinunmer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeBerbiiidlichkeit

Seilenpreise:

für örtliche Anzeigen 25 Pf., für auswärtige 30 Pf., für Reklan'.en Mk.1.-nebst 20°/oTeue- rungszuschlag; Playvor- schrift 20 % Aufschlag. Hauptschrittleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für denübrigenTeil: l)r. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v. Bett; sämtlich in (Sieben.

Storfe Angriffe des Kindes im Westen gescheitert. Wilsons Antwort an Oesterreich-Ungarn.

(DTB.) GrvßrS Hauptquartier, 19. Oftober I (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Zwischen Brügge und der Lys wiesen wir mehrfache feindliche Angriffe ab. Nordöstlich von Kortrik warfen wir Teile des Gegners, die sich seit den letzten Kämpfen noch auf dem Oftufer der Lys stielten, über den Fluß zurück. Sudwestz lich von Kortrik wurden Uebergangsversuche vereitelt. Oest­lich von Lille und Douai war der Feind gestern bis zur Linie AscqTempleuveFlisnesMarguette gefolgt.

Zwischen Le Cateau und der Oise dauerten die heftigen Angriffe des Gegners an. Südöstlich von Le Chateau drang er bis Bazurl, im Walde von Andigny bis an den Südrand von Wassigny vor. An der übrigen breiten Angriftsftont ist der Angriff des Feindes vor und in unseren vordersten Li­nien gescheitert. Bazuel wurde im Sturm wieder genommen. Die bei und südlich von Aisonville kämpfenden Truppen schlugen auch gestern alle Angriffe des Feindes ab. In den Abendstunden und während der Nacht setzten wir hier unsere Linien vom Gegner ab. An der Oise sind bei und nördlich von Origny erneute Angriffe des Feindes gescheitert.

An der Aisne setzte der Feind seine Angriffe bei Olizy und Grandpre fort und dehnte sie über Vouzieres nach Nor­den bis Voncq aus. Bei Bandy mid bei Falaise faßte er aus den: östlichen Aisneufer Fuß. Seine Versuche, unter star­kem Feuerschutz auf den Höhen östlich der Aisne weiter Vor­bringen. wurden durch Gegenstoß vereitelt. Zwischen Olizy und Grandpre sind erneute Angriffe französischer und amerv- kanischer Divisionen vor unseren Linien gescheitert. Beider­seits der Maas verlief der Tag bei Störungsfeuer und kleine­ren Jnfanterregefechten.

Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorff.

*

(ADV.; NrotzeS Hauptquartier, 20. Oktober (LottliM

Westlicher Kriegsschauplatz.

An FstnDern haben wir in Fortführung der am 18.19. yemeweten Bewegungen Brügge. Thilt und Kortrik geräumt und neue Stellungen bezogen. Vor diesen fanden lebhafte Vvrfetdkämpfe statt. Am Abend stand der Feind südöstlich mm Sluis an der belgisch-holländischen Grenze, westlich von Heldegen-Ursel bei Pocke und Markegen. Nordöstlich von Kor­trik stieß er mit Teileil über die Lys vor. Südlich von Kov- trit hat er die Straße KortrikTourruai erreicht und war beiderseits von Douai bis östlich der Linie OrchiesMar- chienries gefolgt.

An der Schlmhffront zwischen Le Cateau und der Oise trat gestern eine Kampfpause ein. In unserer neuen Linie am SambrrOise-Kanal und der Oise stehen wir in Ge- fechtsfühlnng mit dem Gegner.

Der Serre- und Souche-Abschnitt war tagsüber das Ziel starker feindlicher Angriffe. Der nordöstlich von La Fere auf dem nördlichen Serre-Ufer zum Angriff vorbrechende Feind wurde im Feuer und im Nastkampf abgewiesen. Ebenso schei­terten südlich von Crecy mit starken Kräften geführte An­griffe im Gegenstoß sächsischer Bataillone. An der Straße LaonMarke faßte der Gegner in kleinen Teilen unserer Stellung Fuß. Beiderseits der Souche-Niederung wurde er ruph heftigem Kampfe abgewiesen. Auch auf dem Nordufer der Aisne griff der FeirÄ nach starker Artillerievorbereitung an und drängte nordöstlich von St. Germainmont unsere Vorposten etwas zurück.

Au der Aisnefwnt zwischen Attigny und Olizy nimmt die Gefechtstärigkeit des Gegners zu. Beiderseits von Vou- ziers setzte er sich bei erneuten Angriffen auf den Höhen am östlichen Aisne-Nfer fest. Der Kommandeur der 199. In­fanterie-Division, Generalleutnant v. Puttkamer. brachte durch persönliches Eingreifen den feindlichen Angriff auf den Höhen östlich von Bandy zum Stehen. Zwischen Olizy und Grandpre wiesen lothringische, schleswig-lwlsteinische Regi­menter und Jäger-Bataillone erneute heftige Angriffe des Gegners vor ihren Linien ab.

Auf beiden Maasufern blieb die Gefechtslätigkeit auch gestern auf Störungsfeuer beschräntt.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Am Buöovic nordwestlich von Aleksinac wurden feind­liche Angrfffe abgewiesen. Cafe rar im Timok-Tale wurde vom Gegner besetzt.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Staatssekretär des Innern Crimborn über die Kriegsanleihe:

Die erste Pflicht des Reiches wird es stets sein, für die Zinsen der Kriegs­anleihe zu sorgen.

Die Avendberichte.

Berlin. 19. Oft., abends. (WTB. Amtlich.)

Fn tz l a n d e r n, aus dem Schlachtfelde zwischen Le Ca- nau und der Oise ruhiger Dag. Nördlich von Laon sind feindliche Angriffe gescheitert. Nordöstlich von Vouzieres haben sich Teile des Feindes auf dem östlichen Aisneufer fest­gesetzt. Von der Maas nichts Neues.

B e r l i n, 29. Oft., abends. (WTB. Amtlich.)

Oestlich von Kotrik dauern heftig Kümpfe an. Bei­derseits von Solesmes und Le Cateau sind auf brei­ter Fwnt starke Angriffe des Feindes gescheitert. Erfolg- eiche Teilkämpfe im Serre-Ab schnitt und auf den Sitzen westlich der Aisne. Oestlich von Vouzieres wurden feindliche Angriffe ab gewiesen.

*

Die ö sterreichisch.il, «garischerr Tagesberichte.

Wien, 19. Oftober. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:

Italienischer Kriegsschauplatz.

An zahlreichen Stellen der Gebirgsswnten sehr lebhafte Erkundungstätigkeit.

Balkan-Kriegsschauplatz.

Vor unseren Linien an der westlichen Morawa haben die verbündeten Truppen die Fühlung mit dem Feinde wie­der ausgenommen. Nördlich von Aleksinac wurden ser­bische Angriffe abgeschlagen. Weiter östlich brachten erfolg­reiche Sturmtrupps-Unternehmen Gefangene ein.

Der Chef des Generalstabs.

Wien, 29.Oktober. (WTB.) Amtlichwird verlautbart:

An der S ü d f r o n t keine besonderen Ereignisse.

In A l b a n i t n werden unsere Bewegungen ohne nen­nenswerte Störung durchgeftchrt.

Beiderseits der südiick-en Morawa sirH Vorstöße des Feindes abgeschlagen worden. Za je ca ist von den Serben besetzt«

Der Chef des Generalstabs.

Heute wird wahrscheinlich die deutsche Antwort an Wil­son veröffentlicht werden; bisher kennen wir ihren ungefäh­ren Inhalt nur aus Unbestimmten Angaben einiger Blätter. Die Antwort wird entgegenkommend lauten: den Einwen­dungen Wilsons wird Rechnung getragen werden. Teils sind sie hinfällig durch die Zeugnisse von Augenzeugen über den deutschen Rückzug im Westen, der sich ohne Plünderungen und unnötige Härten vollzieht, teils wird ihnen sachlich entgegengekommen werden, indem, wie es heißt, auf den un­begrenzten U-Boot-Krieg mehr oder weniger verzichtet wer­den soll.

DerVorwärts"/ der über den Inhalt der deutschen Note besonders gut unterrichtet zu sein vorqibt, begleitet seine Angaben mit ein paar Vertröstungen, die wir nachstehend wiedergebe::. Danach soll sich erst am Verhandlungstisch, also wenn es vielleicht zu spät ist, entscheiden, ob Wilson sein ursprüngliches Rechtsprogramm festhallen und verteidi­gen, oder ob er zu den Londoner und Pariser Gewaltfriedens- politikern hinüberwechseln will. Eines hebt derVorwärts" heute schon hervor, und daran wird später vielleicht noch oft erinnert werden: Deutschland bleibt stark genug, um ihm etwa auferlegte unwürdige Fesseln wieder zu sprengen. Das mag sich die Entente, das mag sich aber ganz besonders Frxrnckveichgef-agt sein lassen. Vielleicht ist man gerade darum bestrebt, Deutschland möglichst zu schwachen und wehrlos zu machen. Das wird aber, wie man es auch anfängt, nicht ge­lingen. Will man einen dauernden Frieden, so muß man sich mit uns über einen Rechtsfrieden verständigen. Es ist trüb­selig genug, daß wir heute nur diese kümmerlichen Trost- tvopfen a us derVorwärts"-Röhre auffangen und sonst keinen Rückhalt gewinnen können. Wir wissen nichts Ent­scheidendes über die Möglichkeiten der militärischen Lage und darüber, wie weil die Führer der deutschen Heere es für nötig halten, den sehr beschleunigten Friedensgang des neuen Kanzlers und seiner Staatssekretäre mitzumachen. Es wäre äußerst traurig, wenn wir uns augenblicklich zu nichts an­derem entscheiden könnten als zu einem Frieden um jeden Preis, oder, wenn dies besser klingt, zu einem bloßen Verr- trauen auf die Macht der Tiftsachen und Verhältnisse unter Aufopferung unseres mittätigen deutschen Willens.

Wie Wilson die Tatsachen entscheiden läßt, davon gibt er uns eine Probe in seiner amtlichen Antwort an Oestev- reich-Ungarn, die heute veröffentlicht worden ist. Er gibt es zu, daß er ein Stück seines Rechtsprvgranrms bereits fahren gelassen hat. Im wesentlichen heißt sein Spruch, daß die Völker Oesterreichs jetzt ihre eignen Richter über ihre An­gelegenheiten seien. Besonders nennt Wilson die Tschecho- Slowaken und die Südslawen, die die Grenzen ziemlich weit stecken, innerhalb deren sie ihre neuen Staaten zimmern wol­len.Schicksal, du bist im Zuge, nimm, welchen Lauf du willst", das ist der Wilsonschen Weisheit letzter Schluß. Er gibt der Wiener Regierung keinerlei Zusicherungen. Wir Deutschen stehen ihm doch etwas anders gegenüber: da ist noch eine Volkskrast, die eine Zukunft in sich birgt. Wir sind nicht nur Bausteine, sondern selbst Mitarbeiter am künftigen Bau Europas. Die Welt braucht uns; darum muß sie uns ihre Tore öffnen. Es muß sich am Ende dieses langen Kamp­fes trotz allen: zeigen, wie viel unsere Toten für uns getan, wie unsere Waffenschläge auf dem Erdenrund das Eisen un­serer Zukunft geschmiedet haben!

Die amerikanische Antwortnote an Gesterreich.

Washington, 19. Oft (WTB.) Folgendes ist der, Tett der Antwort 'der Bereinigten Staaten auf die österreichische Note vom 4. Oktober, die in Amsterdam und anderswo am 5. 'und 6. Oktober veröffentlicht wurde, wie sie vom Staatsdepartement durch den schwedischen Gesandten in Washington an den Minister des AuÄoärtigen von Schweden Qt* richtet wurde.

Staatsdepartement, am 18. Oktober 1918.

Mein &trc !

Ich habe die Ehre, den Empfang Ihrer Note vom 7. d. M. zu bestätigen, worin Sie eine Mitteilung der k. u. k. Regierung von OeslerrcickMngarn an den Präsidenten^ übermittelten. Ich habe jetzt ben .Auftrag vom Präsidenten, Sie zu ersuchm, so freundlich zu sein und durch Jhve Regierung der k. u. k. Regie­rung folgende Antwort zukommen zu lasten:

T>er Präsident hält es rür seine Pflicht, der österreichisch- ungarischen Regierung zu erklären, daß er sich dem gegenwartmenj Vorschlag dieser Regierung wegen gewisser Ereignisse von größter Bedeutung, die seit Abgabe seiner Adresse vom 8. Januar sich ereigneten und notwendigerweise die Haltung und die Verantworte lickjkeit der Regierung der Bereinigten Stachen andern, nicht an schließen kann. Unter den 14 Friedensbedingungen, die der Präsident damals formulierte, kam die folgende vor:Ten Völkern . Oesterreich-Unoarns, deren Platz unter, den Nationen wir ge­schmutzt und gesickert zu sehen wünschen, sollte die freieste Gelegen­heit zu autonomer Entwicklung ^gLlvährt werden." Leit dreier Satz geschrieben und vor dem Kongreß der Bereinigten Staaten aus­gesprochen wurde, hat die Regierung der Bereinigten ^Staaten anerkannt, daß der Krieg^ustand zwischen den Tschecho-Slowaken und dem deutschen und österreiMch-ungartschen Reiche besteht, und daß der tschechische National rat eine de iactv krieg-, führende Regierung ist, die lmit der entsprachienden Autorität aus- gcstattet ist, die militärischen und politischen Angelegenheiten der TschEckw-SlowcrktM zu Leiten. Sie hat auch in der weitgehendsisr Weise die Gerechtigkeit der nationalen MLrationen der Jugo- Slawen nach Freiheit anerkannt. Ter Präsident verfügt deshalb nicht länger über die Fwihert, die bloße Autonomie dieser Völker als eine Grundlage für den Frieden anKuerÄnnew sondern er ist gc^wungen, darauf zu bestehen, daß lie und nicht er Richter darüber sein sollen, welche ALtüm auf seiten deröftcrreichisch-un- garischeu Regierung genügend wird, um ihre Aspirationen mrd ihre Auffassung von ihren Rechten und ihrer Bestimmung als Mitglied der Familie der Rationen zu befriedigen.

Empfangen Sie, mein Herr, die erneuerte Versicherung meiner höchsten Wertschätzung.

<gez.) Robert Lansing.

Ans dem ungarischen Abgeordnetenhaus.

Budapest, 19. Okt. (WTB.) Abgeordnetenhaus. Ter Ab­geordnete Vaj da (Rumäne) besprach die Lage U7rd verlas die Er­klärung des Vollzugsausschsustes der Natiormlprrtei der ungarländi- schen Rumänen, in der es heißt, die Interessen der ungarländi­schen Rumänen wahrzunehmen.

Ter Ministerpräsident Wekerle erhob Eiistpruch dagegen, daß der Abgeordnete Vajda als Vertreter der gesamten ungarländischen Rumänen, spreche, nnd erklärte:Ich bin über-' zeugt, das runränis dye Volk wird, wenn man es befragt, ganz archerer Meinung sein und seine Zugehörigkeit zum migarisä-en Staat bekennen. Ich erkläre feierlich, daß die Behörden ans die Kundgebungen der Staatströu^ letztens dec Rumänen keinerlei Einfluß ansüben. Es ist eine unerhörte Verdächtigung, zu be­haupten, daß diese staatssreundlichm Kundgebungen der Rumänen und Slowaken unter einem behördlichen Truck eriolgt sind. Was die Erklärung des Abg. Vajda bezüglich einer besonderen Ver­tretung der ungarländischen Ztumänen auf dem Friedenskongreß betrifft, so muß ich diese Zumutimg als Angriff gegen die Einheit und die Jnte.grität des ungarischen Staates zurückweisen. Ter Ab­geordnete Vajda ist im Irrtum, wenn er behauptet, daß die 9ür- rrahine des Wilsonschen Standpunktes von seiten der ungarischen Negierung zur Folge haben könnte, daß das Verhältnis ztvischen Ungarn und seirren ruinänischen Staatsbürgern aus der Friedens­konferenz entschieden wird. Aus dieser Konferenz wird ein, iuter- natioualcr Grundsatz aufgestellt werden, der jedes Land vcrpflickstet, seine Nationalitäten aus bestimmte Art zu bel-andeln. Dieser Grundsatz lvird für Ungarn ebenso verpflichterrd sein, wie für andere Staate::, die sich dem Völkerbund anschließeu. Damit ist aber nicht gesagt, daß, die Friedenskonferenz sich in die inneren Angelegerrheiten der Staaten eim ui scheu und über die Regelung dieses Verhältnisses eigenmächtig entscheiden wird.

Ter Ministerpräsident widerlegte sodann die Behaupturrgeitl .Bajdas betresss der Ungerechtigkeit, die drcrch die Jnterniernngi vieler rumänischer Staatsbürgex begangen sei, und erklärte, daß solche Internierungen nur erfolgt feiert, wenn die Militärbehörden dies vom Standpunkt der Kriegführung forderten. >Jch wage zu behaupten, sagte deir Ministerpräsident, daß es keinen einzigen Staat in Eu.ropa gibt, der den Internierten gegenüber auch nur annähernd so liberal vovgegangen wäre. Wir behandelten sogaü die Staatsbürger der gegen uns kriegführenden Staate:: mit größ-^ ter Gerechtigkeit. Es gibt keinen einzigen in Ungar:: lebenden Engländer, Franzosen oder Amerikaner, de:: wir seiner Freiheit beraubt l>ätteir. Tic Ausübung der wirtschaftlichen Tätigkeit der? französischen, englischen und amerikanischen Unternehmmigen er- ftrhr bei :ms während des Krieges keine Einschränkung. Ter Stand­punkt des Abgeordneten Vajda muß entscksteden mißbilligt werden; er steht ini Widerspruch mit beit vaterlwünschen Gesetzen. (2lll- gemeine lebhafte Zustimmung.)

Ter Abgeordnete Csoinao erklärte, er müsse sich dagegen verwahren, daß Fiume in Kroatien oder einem autonomen slawischen Staat einverleibt werde. Er verlas eine Erklärung, daß die Stadt Fiume das Selbstbestimmungsrecht ftir sich in Anspruch zu nehmen: wünsche. Ter Ministerpräsident enviderte^ Ungarn bestel)c auf dem Recht, daß Fiume Ungarn in Verbindung eines autonomen Gebietes erhalten bbnlre, uiti) daß ein Zugang, zur Stadt Fiume unter allen Umstmwen gesickert werde Was Dalmatien betreffe, so werde dieses mit Kroatien und 31a- vonien vereinigt. Bezüglich Bosniens rrehmc er den Stand­punkt ein, daß Bosnien cntsckieid«: solle, ob es Llnschtuß an Un­garn oder Kroatien im Rahmen der Länder der ungarisck>ei: haben wolle.