Nr. 2§5 Zweites Vlatt
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Freitag, Oktober M8
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 18.Oktober 1918.
Zur Fetlversorgung.
Die Zuspitzung der Fettversorgung in den Städten gab <rat Mitttv-och morgen dem Leiter der hessischen Landesfett- ftelle Anlaß zu einer Darlegung der Verhältnisse gegenüber einer Anzahl Vertretern der Presse. Der Redner führte ein in die Schwierigkeiten, die sich der Erfassung und Versendung der Milch in den etwa 67 000 Milchviehhaltungen bei einer Tagesmenge bis zu 86000 Litern entgegenstellen. Er legte dar, daß die Erfassung der Milch in Hessen sehr scharf organisiert sei; im Vergleich zu den Ergebnissen in den anderen Staaten könne sie als die beste gelten, was die Menge der Ablieferung betrifft. In der Butter- und Fettversorgung sei Hessen auf die Reichsorganisation angewiesen. Durch die Nichtbelieferung von dieser Seite sind die Beunruhigungen in den hessischen Städten hervorgerufen worden, da Hessen nicht.allein ut der Lage ist, sich vollständig selbst zu versor- en. Infolge der Verschiedenheit der Versorgungsstellen nnte nicht mit dementsprechendem Nachdruck gearbeitet werden. Die Vorstellungen haben jedoch Abhilfe gebracht. Auf die Wichtigkeit der diesjährigen Bucheckernsammlung wies der Redner mehrfach hin. Sie soll mit aller zu Gebote stehenden Energie von allen Behörden organisiert und planmäßig gefördert werden. Die ganze Bevölkerung müsse zum Sammeln von Bucheckern angehalten werden. Nur hierdurch könnten wir in die Lage kommen, uns vor iveh- terer Fettnot in etwas zu schützen. Trotz der Rationierung der Fettzuteilung ist der Landwirtschaft ein viel größerer Spielraum zur Ablieferung von Milch gelassen als früher, es können größere Mengen verbuttert oder sonstwie verbraucht werden. Die Ablieferung ist geringer geworden. In der Preisfrage hat Hessen, gedrängt durch das Vorgehen der Machbarprvvinzen, leider nachgeben müssen. Die Preise sind kden konkurrierenden Nachbarbezirken entsprechend erhöht worden.
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** Amtliche Persvnalnachrichten. Großzerzogliches Ministerium der Finanzen, Abteilung für Steuerwrsen. Erledigte Stelle: Tie Stelle des Vorstands des Finanzamts Gießen.
** Zur Ablieferung der Türklinken und Türschilder wird aus Berlin gemeldet: Wegen der Ablieferung der Messingtürklinken und Fenstergriffe und dem -Einbau von Ersatzklinken und -griffen steht der Abschluß eines Vertrages zwischen dem Reiche und dem Wirischaftsbund der Deutschen Haus- und Grundbesitzer in Berlin bevor. Dem Wirtschaftsbund sollen alle Rechte hinsichtlich der Durchführung des Ausbaues metallener 'Klinken und Griffe für das ganze Reich übertragen werden.
** lleberheizte Zimmer. Bei der gegenwärtig stark Um sich greifenden Grippe sei auf die Gefahr überheizter Zim- .Mjer aufmerksam gchnacht, durch die der Körpu. übermäßig erwärmt, im Freien dann einer Erkältung um so l uchter ausgesetzt ist. Trotz der Kohlenknappheit kann man die Erfahrung machen, daß die Bureaus oft überheizt siird, besonders gefährlich ist es aber, nfotn Schulzimmer, in denen eine große Zahl von ändern viele Stunden des Tages verbringen müssen, zu stark geheizt sind. Ta jetzt überall viele Kinder erkrankt sind, empfiehll es sich, der Frage der Heizung der Hchulzimmer und ihrer Lüftung erhöhte Aufmerksamkeit zu widmest.
** An die Redseligen. Wir haben die Gutmütigkeit, die wjir jedck.n Ausländer bis in die letzte Zeit bewiesen haben, teuer bezahlen müssen. Ein großer Teil der Erfolge unserer tapferen Truppen ist durch die Rckdereien urteilsloser Schwätzer zunichte gavorden. Die Feinde haben mit Hilfe ihres ausgedehnten Spionagesysdems alles erfahren, was ihnen dienlich sein konnte.
Jetzt horchen ilhre Agenten erst recht ans jedes Wort, das sie uns als Sckziwäche auslegen könnten. Darum heißt es mehr denn je, fede unbedachte Aenßerung zu unterlassen. Ter Feind soll erfahren, daß Deutschland keine Sklavenseele nährt und unsere Soldaten muß das Bewußtsein erfüllen, daß von ihrem Willen der Friede abhängt, den wir wünschen.
Landkreis Gießen.
c-a. Grünberg, 17. Okt. Zum gestrigen Gallusmarkte war der Besuch angesichts der Verhältnisse nicht schlecht zu nennen; bereits vom zeitigen Morgen an mochte sich ein recht lebhaftes Treiben in den Hauptstraßen bemerkbar, das bis zum hercmnahenden Abend anhielt. Ter Umsatz in den Geschäften war bei dem Mvng'l an Waren bescheiden und Schimaus und Trank in den Wirtschaften hielten sich in ebenso bescheidenen Grenzen. Ter Schweinemarkt war nrit 487 Stück befahren. Ter Absatz an Ferkeln war, was angesichts der Fütterungsverhältnisse nicht venvunder- lich ist, mäßig. Stärkeve Tiere waren willkommen und wurden gut bezahlt, wenn auch nicht mit dem Preise von 750 Mark, der in einem Falle gefordert worden sein soll. Feitel wurden für 70—120 Mark verkauft. .Krämerbuden waren 26 vorhanden.
Kreis Büdingen.
A Nidda, 16. Oft. Heute fand hier im „Gambttnus" eine sehr zahlreich besuchte vaterländische Versammlung statt. Den Vorsitz führte Geh. Regierungsrat Boeckmann aus Büdingen. Er schilderte in Umrissen die gegenwärtige Lage und erteilte dem
Professor v Schtan aus Greßen das Wort zu dem Vorträge: „Die Aufgaben des deutschen Volles." Ausgehend von der heute veröffentlichten Wilsonschen Botschaft, die wie Kenlenschläge aus das Hairpt des deutschen Volkes fällt, erörterte Redner zuerst die Wrlsonschen Friedeusziele und Friedensbedingimgen Jetzt Luc dem deutschen Volle vor allem festes Zusammenstehen not, die Kritik über die inneren Verhältnisse müsse schweigen, weil niemals schwerere Forderungen an dre Einheit des Volles gestellt worden seren. In der großen Schicksalsstunde beweisen Taten, daß das Voll die Zeit erkannt hat. Tie Nächstliegende Tat sei die Zeichnung der 9. Kriegsanleihe. Sie mi>gc das Ergebnis liefern, daß noch Kraft im deutschen Arm, Aut im deutschen Herzerr wolme. Langanhaltender Beifall und Yersticher Tank des Vorsitzenden wurden dem Redner für seinen erhebender,, wurrdervollen Vortrag entgogengebracht. Nicht minder beifällig wurde der zweite Vottrag des Oberleutnants Metzuer vom Kriegs Presseamt des 18. Armeekorps über „Die militärische Lage" ausgenommen. In begeisternder Weise schilderte er die glänzenden Erfolge unseres Heeres, die jeder anerkennen müsse, wenn er gerecht gegen seine Söhne, Brüder oder Verwandten draußen sein wolle. Ausführlich erläuterte der Vortragende die militärische Taktik, an der niemand kritisieren könnte, der nicht draußen mitgekämpft hätte Auch Schilderrrngen einzelner Krieger ergeben noch kern Bild der Gesamtlage. Unsere Stellungen seren gesichert auch für die Zukunft. Sodann wurden die Erfolge und eine gerechte Beurteilung
ige und ern
des U-Boot-Krieges erörtert. Ruhig und bedächtig möge das deutsche Voll auch den bitterernsten Tagen der Zukunft entgegen- sehen. Wir brauchen nicht aufzuhöreu und können volles' Vertrauen auf die Oberste Heeresleitung setzen. Sie habe dem Waffenstillstandsangebot zugestimmt, unr dem nutzlosen weiteren Blutvergießen ein Ende zu machet,. Wilsons Antwvtt habe die Rotwendrgkeit des Zusammenhallens von Heimat rrnd Front neu bttviesen. Mit einem herzlichen Appell an das Heimatheer, rm kritischsten Augenblick auszuhalten, schloß der Vorttagende seine eindrucksvollen Ausführungen, auf die eurer der Anwesenden sofort anstimmtet „Ich Hab mich ergeben": die etwa 600 deutschen Männer ftelen begeistert ein. Tvefflrcher hatte der Eindruck, derr der Vottrag in der Versammlung erweckte, nicht zuin Ausdruck kommen können.
Hessen-Nassau.
— Frankfurt a. M., 16. Okt. Auf Anordnung der städtischen Schulbehörden ist der Wiederbeginn des Unterrichts an allen hiesigen Schulen mit Rücksicht auf die hier herrschende Grippe-Epidemie über den Ablauf der heute endenden Herbstferien hinaus auf unbestimmte Zeit verschoben worden.
hl. M ür&urtf, 16. Okt. Groß herzoglich« Hessischer H o s-Ver la gs b u chHändler wurde in Würdigung seiner Verdienste un, hessisch,? Literatur und Kunst der Inhaber der N. G. Elwertschxn Verlagsbuchhandlung, Gottlieb Braun.
Letzte Nachrichten.
Der neueste Bericht der Heeresleitung.
(WTB.) Großes Hauptquartier. 18. Oktober. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
In den letzten Tagen haben wir Teile von Flandern und Nordfrankreich mit den Städten: Ostende, Tourcoing, Reu- baix, Lille und Douai geräumt und rückwärtige Linien bezogen. Zwischen Brügge urÄ der Lys stieß der Feind gestern mehrfach mit stärkeren Kräften nach. Er wurde abgewicsew Englische Kompagnien, die nördlich von Konrik über die llchs vordrangen, wurden im Gegenangriff wieder zurnckgeworfen. Oestlich von Lille und Douai besteht nur lose Gesechtsfühlung mit dem Feinde.
Zwischen Le Chateau und der Oise ist die Schlacht von neuem entbrannt. Engländer. Franzosen und Amerikaner suchten wiederum unter Einsatz gewaltiger Kampfmittel unsere Front zu durchbrechen. Beiderseits von Le Chateau sind Angriffe des Feindes vor unseren Linien gescheuert. Oertliche Einbruchstellen wurden im Gegenstoß wieder ge äubert. Zwischen Le Chateau und Aisonville drang der Feind an einzelnen Stellen in unsere Linien ein. Nach wechfelvollem Kampfe brachten wir den Feind vor unserer Artillerie, an der von Le Chateau nach Wchsigny führenden Straße bei La Vallee—Mulätre und Mennevret, sowie nordöstlich von Aisonville zum Stehen. Wo der Feind darüber hinaus vordrang. warf ihn unser Gegenstoß wieder zurück. Aisonville und die südlich anschließenden Linien wurden gegen mehrfachen Ansturm des Feiln.es gehalten. Auch am Nachmittage sind vor ihnen erneute Angriffe gescheitert, ebenso blieben die gegen die Oise-Front, nördlich von Origny gerichteten feindlichen Angriffe ohne Erfolg.
An der Aisne setzte der Gegner seine heftigen Angriffe östlich von Olizy fort. In hartem Kampfe wurde er abgewiesen. Preußische Jäger führten westlich von Grandpre, Brandenburger und Sachsen auf dem Ostufer der Maas erfolgreiche Angriffsunternehmungen durch.
Der Erste Generalguartiermeister Ludendorfs.
Für die mir anläßlich meines 40jährigen Dienstjublläums dargebrachten Glückwünsche sage ich hiermit meinen herzlichen Dank.
A. Göbel, Ratsdiener.
Gießen, den 18- Oktober 1918
prima Weißkraut
eingetroffen und empfehle, solange Vorrat reicht 7828
Tel. 612 . W. Hantel, Neuen Baue 7.
Als Nachlaßpfleger vom Nachlaß der am 28. Oktober 1835 in Leihgestern geborenen und am 8. Juni 1917 in Hungen verstorbenen Mathilde Müller, Tochter des evangelischen Pfarrers Bernhard Ferdinand Müller, zuletzt in Rodheim a. d. Horloff, fordere ich die mir unbekannten Erben auf, sich bei mir innerhalb einer Frist von einem Monat zu melden und ihre Erbberechtigung durch Urkunden nachzuweisen, andernfalls ich den Nachlaß an die bereits bekannten Erben ausliefern werde.
Hungen, den 16. Oktober 1918.
Emmel, Sparkafserechner.
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Die Beratungen in Berlin.
Berlin, 18. Okt. Das K r i e g s ka b in et t hielt, wie die „Voss. Ztg." berichtet, gestern vormittag eine fünfstündige Beratung mit dem Vertreter der Obersten Heeresleitung ab. Um 5 Uhr wurde d,e Sitzung wieder ausgenommen Ein auf 6 Uhr anberaumter Krön rat. an dem die gesamte Reichs regie- rung teilnehmen sollte, wurde verschoben.
Ter „Vorwärts" meldet: Die Antwort an Wilson war gestern Gegenstand eingehender Beratungen des Kriegskabinetts unter dem Vorsitz des Reichskanzlers. Im Verlause der Beratungen wurden auch Gutackpen der maßgebenden militärischen Stellen gehört. Wie man hört. wird von der Regierung eine vorherige Z u - sammenberusung des Hauptausschusses erwogen. Ter endgültige Zeitpunkt des Zusammentritts ist noch nicht festgesetzt.
Eine Kundgebung des Reichsstüdtebunsres.
Berlin, 17. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Gesamtvarstand des Reichsstädtebundes E. V., welcher zur Zeit 930 mittlere und kleine deutsche Städte umfaßt, hat an den Reichskanzler folgende Kundgebung gesandt: In schwerer, entscheidender. Stunde des Vaterlandes ist tr GZam«Vorstand des Rei l)sst ädtelmndes in Der i : v rf rn m l . Tie des Reich S Geschi e leitenden Männer werden, dessen ist sich'der ^e,aimvorstand de wußt, nur eine Entscheidung wessen, die mit des deutschen Volkes Ehre vereinbar ist. Der Gesamtvorstand Will noch immer nicht die Hoffnung auf einen Rechtsfrieden aufgeben. Sollte aber jetzt der Kamps ?.us Leben und Tod aufgenommen werden, dann soll dje Welt erfahren, daß deutsche Männer, die in vier jäluigem Ringen mit übermächtigen Feinden Sieg aus Sieg erfochten haben, im letzten bitteren Kampf zu siegen oder zu sterben wissen.
Eine Kundgebung der Königsbergs Handelskammer,
Königsberg i. Pr., 17. Okt. (WTB. Nichtanttlichll^Die Handelskammer,zu Königsberg hat telegraphisch an den Reichskanzler und den Reichstag folgende Kundgebung erlassen: Der Preis des Friedens darf nicht die Abttetung deutsche« Gebietes sein. Die Ostmarken und Elsaß-Lothringen müssen ungeschmälert bei Deutschland verbleiben. Ohne Sieg ist Deutschland nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich verstümmelt und verkümmert. Ostpreußen, seit sieben Jahrhunderten kern- ^utsches Land, fordett kraft des Selbstbestinrnrimgsrechts seiner Bevölkerung, deutsch mrd in ungffchmälettein politischem, iültu- rellem und wirtschaftlichem Zusammenhang mit dem Deutschen Reich zu bleiben. Airs ihm zieht es seine Lebenskraft. Dieser Zusammenhang wäre zerrissen und unsere wirtschaftliche Zukunft vernichtet, tvemr Ostpreußen durch die Abtrettmg von Gebietsteilen rn Westpreußen oder Posen nrit dem Deutschen Reich nicht mehr räumlich oder rrur durch einen ungenügendem Landstreifen verbunden wäre. Mit Nachdruck fordern wir Ostpreußen, die im Kriege so nanrenlose Opfer für Deutschland gebracht und den ver- yvevtmden Russeneinbruch erlitten haben, daß von Deutschland und uns ein solches Schicksal serngehalten werde.
Der deutsche Rückzug.
Berlin, 18. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Ueber die Besetzung unserer Rückzugsstellungen im Aisne-Bo gen zwischen Berry- cru-Bac mrd südlich Bonzicrs schreibt ein Tellnehnrer: „Wer Zeuge des Rückntarsches der letzten deutschen Truppen ivar, die am Nach- tznittage des 12. Oktober über die Aisne-Brücke gezogen sino, weiß, lvie planmäßig dies geschehen ist. Während die künftigen Vorposten ihre Stellungen einnahmen, liefen Meldungen von den auf >dein Südufer der^ Aisne gelassenen Nachhuten über das Nach- rücken des Gegners ein, der vorsichtig und zunächst nur mit spär- liä)en Kaixilleriepatrouillen folgte. Erst gegen Abend rückten In- fmtterieablellungcn, vvtl einigen Balletten vetttärkt, vor, um Gefechtsführung zu errttck>en. Tie deutsche Arttllette legte auf die Anmattchstraßen Störungsfeuer, urtd als der letzte Mann die Aisne pafsiett hatte, flogeir die gesprengten Brücken in die Luft. Unter Schonung aller Gebäude, deren Zerstörung durch strenge Befehle verboten ,var, wurden nur feste Keller und Unterstände gesprengt, die dem Gegner un nrit t^el baren Schutz gewähren tonnten. Auf Wagen und Fahrzeugen aller Art brachte man die Zivilbevölkerung ms sichere Hinterland, da nun ihre Wohnsitze zur Kriegszonq wurden und rhr Leben sehr gefährdet getvesen wäre."
Neutrale Zeugen unserer Kriegführung.
Berlin, 17. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Militärattaches der neutralen Staaten begeben sich morgen aus den westlichen Kriegsschauplatz.'
Ern deutsch-norwegischer Streitfall beigeletzt.
Kristiania, 17. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Mttdung des Norsk. Telegr. Bur., Der Dampfer „Haut" von Drammen war am 10. Juli auf norlregischem Seegebiet von einem U-Boot aufgebracht worden. Die norwegische Regierung protestierte in Berlin. Das deutsche Aüswärttge Amt tttkt jetzt in seüier Antwortnote mit, daß eine eingehende Untersuchung erwiesen habe, die Aufbttngsung des „Hauk" habe auf nonvegi'schem See- gebwt stattgefünden und die norwegische ' Neutralität sei somit verletzt worden. Tie deutsche Regierung spttcht ihr aufttchtiges Bedauern und ihre Entschuldigung aus. Sie habe die nötigen Lchtttte zur Verhütung einer Wiederholung getan.
Der Neuaufbau Oesterreichs.
Berlin, 18. Okt. Aus Wien wird dem „Berl. Lokalanz." beruft,tet: Nach dem neuen Aufbau der Nävnarckste wird der d e 'uls 'ch - österreichische Staat insgesamt über 9600 000 deutsch«? Bewohner, der r s che ch i s ch e Staat in Böhmen 4 242 000, Ma^ ^18M000 ftr Schlesien .100000, insgesamt also Bewohner zaMn und der slawische Staat )vird 2 042 000 ^lovenen und Serbo-Kroaten umfassen, der r u t h e n i - sche ^rtaat 3 310 000 Einwohner.
9 . UtitgsemMm
Samstay den 19. Oktober, abends 8 Uhr in der neuen UniDerfltäts^ula, einyang Indwigslraße-
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