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A«O Statt unt tan 6 .

Gießen, den 14.Oktober 1918. Warnung v»r Ankauf und Verwendung gefälschter Schuhbedarfsscheine.

Um den Überhauduchnieuden Mischungen von SchuhbedarfK- ichnuen erttgsegeuzuwirfen. plant die Reichsstelle für Schuhver- sorguug die focrau^gabe neuer Sdni bbebürssscheint)o tbm de, die öbnltd) wie Wertpapiere gegen Nachahnruugen gesichert sind, und dre nur Vvu ihr vertrieben tuerben. Ms die Aufgabe dieses <^ch«ne erfolgt, lind Maßnahmen zu einer verschärften Kontrolle SScdylrr befütbltcbett Scbuhbedarfsscbeme getroffen. Tie Behördeil sind angewiesen, darauf zu dringen, dag Schuhhändler und Pvrlzei.vrMne besser als bisher über die Kennzeichen der ge- tälscUen S6)eine unterrichtet, zu genauer Prüfung aller ihnen zu (vcstcht kommenden Scheine ungehalten und verpflichtet werden, m zroerfelhaften Fallen stets Nachfrage bei der Ausftrtig trug s stelle zu halten. damit. diese an Hand der Personakkarten über die ^chihnt des Scheines Austtnrft erteilt. SeliuhivarenHändler, die 'gefäl.chte Scheine annehmen. setzen sich der Gefahr strenger De- stvafnng <uks. Tie von ihnen nach Auslieferung der ^bare an die Behörde wnterzuleitenden entwerteten Schubbedarfsscheine mer»

dort lusdji einnral überprüft imt fcsizustell^l., ob die Schiuh- händl<w bei der Amvahme der Schpine^auch die ^notwendige Sorgfalt anwandten. Personen, die gefälschte Sch uh bedarf« scheine denverlen vier zu verwerten suchen, werden unnachsichtig verfolgt und von beit Gerichten streng bestraft.

Gin strafbarer Mißbrauch in der Berwentumg von Schuh- bedarssscheinen liegt auch dann vvr, wenn jemand aus einen für eine andere Person ausgestellten Schubbedarfsschein für sich Schuh­waren erwerben sucht. Der für eine bestimmte Person ausge­stellte ^.ch,e>arfssüiein ist nur für ihren persönlichen Gebrauch Ire stimmt. Eine Ueborlassung von Schuhbedarssscheinen an dritte Personen, dann! diese für sich auf den Schuhbedarfsfchem Schuh- waren erwerben, ist verboten und strafbar. Auch hiervor wird dringerü) gewanrt!

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** Die Aus Zahlung der Fa milienunter ft ützun- gen an die Awuchörigen der zum Heeresdienst Eingernfeuech für 16.31. Oktober 1918 findet vom 15.17. Oktober statt. Siehe Anzeige.

** Die Besitzer von Obstbau men der Gemarkung jGiesten werven hiermit /nrfgefordert. zur Bekämpfung der Obst-- bannifchädlrnge sämtlühe Obstbäume ms Mitte Noventber gehörig abkratzen und mit Kalkmilch (gelöschten Kalk, der mit viel Wasser verrülirt ist) bestreichen pi lassen.

** Bon der Großh. Handelskammer in (Resten tcrurde Matthäus S el ze r in Gießen, zur Zeft Abteilungsvorstand bei der stellv. Intendantur 18. A.-K-, als beeidigter Äfentlichell Bücherrevisor angesteM.

** Gieß euer Hausfrauen-Verein. Voraussichtlich kann der Verein Dienstag, vormittags gegen 9 Uhr mit der Abgabe des bestellten Weißkrautes beginnen. Es wird so Mel Kraut eintrcfseu, deß alle Besteller vollauf beliefert werden können. Die Abgabe muß sich über mehrere Auge erstrecken. Näheres wird durch Anschlag in der Geschäftsstelle. Pl-vckstr. 5, bekannt gemackch

** Aus dem Stadttheaterbureau. Wegen erneuter Krankheitsfälle im Personal mußten die Vorstellungen für näch­sten Sonntag geändert werden. Es werden an diesem Tage statt der angekündigten Stücke gegeben: abeirdsAuualise", histo­risches Lustspiel von Hermann Hcrsch, und nachmittagsDas Nürnberaisch Ei".

** Lichtspielhaus, Bahubvfstr. 34. Unter Orchesterbo- gleituug von Konzertmeister R. Müller tritt heute im neuen Pro­gramm Rosa Porten in ihrem FilmschnffpielTie Augen der Schwester" auf. Nebenher wird ein autes Beiprogramm gegeben. Von Mittwoch bis Freftag einschließlich wirdDas Geschlecht der Schelme" (2. Teil) nach dem Roman von Feodor v. Zobeltttz auf- zeführt.

Landkreis Gießen.

D au bringen, 14. Okt. Die Gemeinde bewilligte für die Neunte Kriegsanleihe 150000 Mark.

Kreis Büdingen.

# Bingenheim, 14. Okt. In der Nacht vom Donnerstag

auf Freitag wirrde bei t>em Metzger .Heinrich Münch ein ge­brochen. Tie Diebe stahlen Speck, Wäsche und ein Fahrrad

nt. Echzell, 11. Okt. Wegen hervorragender Tapferkeit bei einem erfolgreich durchgeführten Patrouillemnttcrnehmen erhielt Mutttier Hermann Kühler. Sohn der Plnlipp Köhler Witwe, das Eiserne Kreuz zweiter Klasse.

# Langenbergheim, 14. Okt. Die Hessische Tapferkeits- Medaille erhiell der Dragoner Peter Qua uz. Boben- hausen. Nack- 16mvnatig>rr tteuer Michtersüllnng starb den Heldentod der Füsilier Albert Rödlingll., Inhaber des Eiser­nen Kreuzes irrtb der Hessischm "xipferkeitsnirpaille. Roden­bach. In einem Lazarett in Bad-^Nauheim starb der Schütze Wilhelm Strebert. Enzheim. Nach vierjähriger treuer Psliichltcrsülluug stmb aus dein Felde der Ehre der ©cfretbc Wil­helm Günther, Inhaber des Eisernen Kreuzes und dar Hessi­schen Tapfeükeitsniedaille. Aulen -Die ba ch. Das Eiserne Kreuz erhllll der Landsturmmann Friedrich Heck. Rohrbach. Das Eiserne Kreuz erhielt der Jäger Siegfried Stern. Schwickartshausen. Das Eiserne Kreuz erhiell der Mili- tär-KrMtkenwärter.Heinrich Vvnderheidt. Ortenberg. Tos Eiserne KreiA 1. Klch se erhielt der Oberarzt Werner Pröhl. Bleichen Vach Ten Heldentod starb der Grenadier Hciirrich Krämer. Echzell. Das Eiserne Kreuz erhiell der Musketier Hermann Köhler.

na. Nidda, 11. Okt. Musketier Karl Hansel von Nidda, kürzlich mit der Hessischen fferttitsmedaille ausgezeichnet, erhielt nun auch am 27. September das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Dem Musketier Rudolf Widdersheim von Borsdvrf, z. Zt. durch seine im Felde erlittene Verwundung im Ersatz-Bataillon, wurde das Eiserne Kreuz 2. Masse verliehen. Ersatz-Reservist Otto Nühl aus Koht«n erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse, NLchsxuu' er vor kurzer Zeit mit der Hessischen TapferSeitsmedaille aussen zeichnet loorden war.

Kreis Lauterbach.

# Freiensteinau. 14. Oft. Schul Verwalter Hans Man­gold wurde zum Leutnant d. R. befördert.

Kreis Schotten.

# Ober-Lais, 14. .Oft. Nach fast dreijähriger treuer Pflichte^ullung starb den Ehventod Friedrich Hähmel, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaille. Sichenhausen. Das (SHf^nie Kreuz ethictt Lehrer Bern­hard. Unteroffizier. Gedern. In englische Gefangenschaft kam Lehrer List. Wingershausen. Die Hessische Tapfer­keitsmedaille erhiell der Ärndsturmmann Theodor Linker. Schotten. Das Eiserne Kreuz, frülier Badische Tapferkeits­medaille, erhiel. der Gefreite Ludwig Stern.

KrciS Friedberg.

oa. Friedberg 11. Oft. Grenadier Hermann Gabler aus Friedberg wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Das Hes­sische Kriegsehrenzeickien besitzt er bereits. Philipp Fauer­bach aus Klein-Karben erhielt das Eiserne Kreuz.

# Holzhausen, 14. Okt. In einem Feldlazarett starb Karl Gondols. Friedberg. Nach tnatefter PftichtersÄ- lung starb den Heldentod der Musfetllr Paul S e l i g m a n n. Ge- ftcnter Heinttch Th vmas und Landsturnrmann Geißler er- tnelten das Eiserne Kreuz. Groß-Karben. Die Hessische Tapserfntsmedaille erhielt der Landstnrmnrann Lanz. Nje­der-W öllsta dt. Nach fast vierjäl)riger treuer Pflichterfüllung starb den HeldenttH der Feldhllfs-Veterinär Hermann Klein, In­haber des Eisernen KreuAes und der Hessischen Kriegsverdienst­medaille. Klein-Karben.' Das Eiserne Kreuz erhielt Philipp F a u e r b a 'ch.

Kreis Wetzlar.

Wa. Steindvrf, 11. Oft. Durch einen Unfall bei seiner Berufsarbeit geriet der 17jahrige Rangierer Heinrich Heiland von hier am Dienstag vormittag auf dem HüttenbahNhof der Sophienlchtte bei dem Ankuvpeln von Wagen zwischen die Puffer und wurde hierbei rm Becken und Unterleib so schwer gequetscht, daß nach 1h2stündig>em Leiden der Tod eintrat.

Veften-Nassau.

" Frankfurt a. M., 12. Okt. Inder vergangenen NactL rwachen Diebe in das Opttfck>e Geschäft von Schlesicky-Slröh- l e in am Kaisecplatz ein und erbeuteten Ferngläser, Lorgnetten n. dgl. int Werte von 2530 000 Mark. Da die Einbrecher di« wertvollsten Sachen unberührt ließen, sondern planlos raubten, konttnen Fachleute vermutlich nicht in Frage.

--- Frankfurt a. M., 13. Okt. Die organisierten Bapk- beamten in Hessen-Nassau, Hessen, Württemberg. Baden., Elsaß- Lothringen und der Pfalz haben auf einer hier stattgefnndenett Tagimg bcsäMsen, den Banken, Banksirmen und Kreditgenosien- schaften Südwestdeulsckstands Mindestforderungen zur Ver­besserung jhrer wirtschaftlichen Lage zu überreichen Sie forbern Erhöhung der festen Gelstilter, Gewährung von Kind-erzulagen, Erhölyimg der Teuerungszuschüsse, Zahlung einmaliger An schaffungsbeihilfen und Bezahlung der ULberstunden. Die Franl furter Bankbeantten.schaft hat diese Forderungen in einer Samstag abend er-solgten Kundgebung zu den eigenen gemacht und beschlossen, diese Forderungen unter allen Umständen durchz'uDrücken und selbst gegebenenfalls vor dem Mußersten t passiver Resistenz und Streik nicht zurückzuschvecken.

= Kassel, 13. Ott. 600 Einwohner tourbea in einem Massenprozeß wegen verbotener Hausschlachttm-g von der Straf­kammer als BerufungZinstmrz kostenlos freigefpvochen. Tie An geklagten hatten ihre Schweine im Nachbarort Harleshausen schlach­ten lassen, ohne dazu die Genehmigung! eingeholl zu haben. 'Dafür hatten sie Strafmandate über je 60 bis 1500 Mafk erhalten. Sie machten vor Gericht geltend, sie hätten schlachten .müssen, iun leben zn können. Im städtisch"n Schlachthaus zu Kassel hatten sie aber wegen Ueberfüllung rricht sck-lachttn können.

hl Marburg, 13. Ott. Neue Hüchftprrise für Obst sind für den Kreis Marburg festgesetzt worden. Danach darf von jetzt an ein Pfund Tafelobst höchstens 45 Pfg., ein Pfand WirtfchaftSvbsr höchstens 20 Pfa. kosten.

ch. Vom Mittelrhein, 13. Ott. Ter Schiffsverkehr ist rege, denn er kann bei günstigem Wasserstand durchgeführt wer­den, wenn auch auf der oberen Strecke Rücksicht mit der Lade-- fähigstüt erforderlich ist. Tie Fvachtsätze betrugst für die Tonne Ladung von der Ruhr nach dem Mittel- und Oberrhein 2,50 bis 3,50 Mk., vom' M)ein-Herll«k-Kanal xrus 50 Pf. mehr, die Schlepp- löchuk nach Mainz imd Mannl)eim 2,40 bis 2,70 Mf. Ter Tal- Verkehr in Erzen, Schüvergut, Kali. Schnittholz, Zement war rege, auch nach Holland, wobei die Frachtsätze für die Tonne Pom Mittel- und Oberrhein aus nach dem Niederrhem 1,60 bis 4,10 Mk., nach Holland «M>tterL»ams> 1.80 bis 3,60 Gülden betrugen. Ans dem Main wurde Gerste rn ziemlichen Mengen talwärts verfrachtet.

vermischte».

ch. Aus der Rheilnpfalz, 10. Ott. Ta man in deck letzten Tagen so viel über den Rückgang der Mostpreise in der Rheinpfalz gelesen hat, so wird nran begveistn, daß vor aller die Spekulation sich dieses Falles pi bemächtigen suchte. Aus Baden, Hessen und Preußen haben sich in dem Weinbau gemai'- kungen der Rheinpfalz die Weinkommissionäre eingestellt, die billi­gen Most aufkaufen wollten um so ein Geschäft zu machen, da sie überzeugt sind, daß fccr Mein binnen kurzem wieder erheblfit>, im Preise in die Höhe gchen wird. Sogar aus Baden wo t«ch Höchstpreise bcstehOi, sind die Kaufliebhaber m der Rheinpfalz crK?icnen. voraussichtlich werden die Weinpreise bei der unter diesen Umständen gesteigerten Nachfrage wieder schneller anziehcn, als die politisch; Lage so well ist, daß diese die Festlegung nach dieser oder jener ©eiie bewirken kann. Auf jeden Fall ist das Verkaufsgesck>äst seltnesl ins Stocken gekommen, der Handel hält zurück, die Winzergenossenschaften legen den Wein ihrer Mitglieder ein und ebenso die Winzer, die eigene Keller besitzen. s )7Uci rechnet eben aus andere Verhälttnsse, sobald sich in politischer Richtung sichere Ausblicke ergeben. Die Winzer, die verkaufen müssen, g'ben die 40 Liter zu 80100150 Vllrrf ab, ebenso ist ge­kelterter Most zu 30004000 Mark die 1000 Liter verkauft worden. Damll stehen die Preise für den Wemmost well hinter' denen für RottTwst zurück. Tie alten Weine aber werden zu beit alten Preisen verkauft. So hat die MllllärbeWrde wieder größere Posten abgcrufen.

verwandte von Angehörigen d.5. ttompagnie

3n?.4te<J. Nr. 116, die seit 24. Aug. 1916 ver­mißt sind und bereits aus englischer Gefangen­schaft geschrieben haben, bitte ich um Angabe ihrer Adressen, damit ich Nachforschungen nach meinem vermißten Sohn anstellen kann, öüdingen, den 12. Oktober 1918.

Zorstmeister hoffmann.

7752D

| Statt Karten!

Emma Bechthold Adolf Wagner Verlobte.

I Launsbach

den 14. Oktober 1918.

Gießen

06065

Gestern, Sonntag den 13. Oktober 1918, wurde uns ein gesundes, kräftiges

Töchterchen

als sechstes unserer Kinder geboren.

Direktor Brackemann und Frau Friede geb. Südmersen.

. . .. M .

Die glückliche Geburt einer Tochter

zeigen hocherfteut an

Ernst Petri und Frau Marie

geb. Haubach.

Gießen, den 12. Oktober 1918.

>253.

Für die ihnen anläßlich ihrer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlich

Wachtmeister Paul Tenniger und Frau Luise geb. Welcker.

Breitenbach am Herzberg.

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