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Nr. 225

Ter 4ietz««er Htjdflft

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Blatt $8. Jahrgang Mittwoch, 25. September *9*8

Eichener Anzeiger

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Sm großer Sag im Wptmirschutz der Nelchrlagr.

Gesten: hat im Reichstag ein großes parlamentarisches Reinemachen begönnert. Um die teilweise sehr unberech­tigtenMißstimmungen^ mancher Kreise zu beseitigen, haben unsere Staatsmänner dem Hairptausschuß ansfuhr- liche Erklärungen über die Lage abgegeben. Neberraschun- gcn sind dabei in keiner Weise zutage getreten. Tie Wir­kungen werden sich erst übersehen lassen, wenn auch die Parteien zu Worte gekommen sind. Es läßt sich auch noch nicht erkennen, ob die heute mitgeteilte Augenerkranfung des Staatssekretärs Warlraf etwa ein Vorzeichen dafür ist, daß die Regierung parlamentarischergänzt" werden soll. Die sozialdemokratische Fraktion hat für den Eintritt eines ihrer Genossen in die^Regierung so weitgehende Bedingungen gestellt, daß man den Eindruck gewinnt, sie wolle vorläu­fig an den Geschäften nicht verantwortlich teilnehmen. Hoffentlich wirb durch aufgeregte Diskussionen der ohnehin nicht gerade nützliche Eindruck im Auslände nicht noch mehr verschärft!

Berlin, 24 Sept. (WTV.) Zur heutigen Sitzung des Hanftaus schnsses des Reichstages sind erschienen: Reichskanzler Graf von Hertling, der Staatssekretär des Auswär­tigen Amües v. Hckrtze sowie eine Reihe anderer Staatssekretäre, Minister und Bundesratsbeoollmächrigte. Außer den Mitgliedern des Hauptcrnsschusses wohnen zahlreich Abgeordnete den Verhand­lungen als Zuhöver bei.

Dar Vorsitzende Abg. E b e r t eröffnet die Sitzung und führt aus: Entgegen der: Abmachungen, die Berlmndlungen erst Ende Oktober wieder aufzimrehmeu, ließen der Friedensschritt erreich-"

Oesterreich-Ungarns und andere Fragen die Berufung des ^auplausschusfes zu einen: früheren Zeitpunkt'als zweckmäßig er­scheinen. Rack) den Vereinbarungen mit den Vertreten: der Regie­rung faß zunächst Reichskanzler Dr. Graf von Hertling das Wort erhalten. Sodann ustrd der Kriegsministe: über die mckckärische Lage berichten. An dritter Stelle wird der Staatssekretär des Aus­wärtigen und endlich der Vizekanzler das Wort nehmen. An die Darlegungen der Regierung fall sich eine allgemeine Aussprache irber die politische und milftärische Lage cnrschließen. Ob diese heute Ichvn oder erst 'morgen beginnen wird, läßt sich noch nicht über­sehen.

Hierauf ergreift

Reichskanzler vr. Graf von hertling

das Wort:

Meine Herren! Der Ausschuß ist znsammengetreten, um in der ernsten Lage, m der wir uns zur Zeit befinden, von der Reichs- leltung Auskunft über eine Reihe schwerwiegender Fragen zu er- balten und dieselben mit den Regierungsvertretern zu besprechen. Ter Wunsch ist w:rchans begreiflich und wir werden ihm nach ..'Möglichkeit entgegenkommen. Zunächst niöclste ich mir aber ge­statten, lettmge allgemeine Bemerkungen vorausznschicken.

. Herren ! Wie Ihnen bekannt ist, hat sich weiter Kreise

der ^vouerung eure tiefgehende Verstimmung bemäch- ngt. Ter letzte Grund dafür ist der Druck, welchen der furchtbare nun schon mehr als vier Jahre währende 5ßrieg verursacht, all d:e Leiden und Entbehrungen, die er zur Folge gehabt hat, die eck^ allen Ständen, allen Familien w'd mehr oder minder jedem ein­zelnen auferlegt. Ich denke nicht daran. diesen Truck druck, Worte verengern zu wollen, aber meine Herren, wenn die Mißstimmung durch unsere gegenwärtige militärische Lage, durch die Ereignisse an der Westfront beeinflußt ist, so muß ich, ohne den zu erwartenden Mitteilungen des Vertteters des Kriegs min: ste- rmms vorgreifen zu wollen, mit allem Nachdruck erklären, daß sie wert über das berechtigte Maß hinausgeht. Gewiß, meme Herren, unsere letzte großangelegte Offensive hat uns nicht den erhofften Erfolg gebracht: das muß ohne weiteres zugcgebett werden Die Heeresleitung hat sich veranlaßt gesehen, unsere weit vorgeschobenen Lckfagn auf die sogenannte Siegsriedstellüng zu­rückzunehmen. Tie Lage ist ernst, aber wiir haben kernest Grund, kleinmütig zu sein. Wir haben schon ©djtoe* re re s durch zu machen gehabt. Denken Sie m: den Sommer 1916, als die Verdun-Offensive scheiterte, an der Somme die hef­tigsten Kämpfe und im Osten die Massenanstürme Brussilows stattfanden, welche die bekannten ungünstigen Rückwirkungen an der österreichisch-italienischen Front nach sich zogei: lntb nun auch ""och Rummnen in den Krieg eintrat. Damals haben wir den Mut n:cht verloren, sondern den Feinden, die uns am Ende wähntest, gezeigt, was entschlossener Siegeswille vermag. Und wie steht es heute? Wir haben Frieden mit Rußland und Ru mä­hren, und wenn auch die Verhältnisse im ehemaligen russischen Rnche noch nicht geklärt sind und die ZukunW unsicher scheint, so ist doch für uns die frühere Bedrohung von zwei Seiten in Fortfall gekommen und ein beträchtlicher Teil unserer vormaligen Ostarmee ..Westen verwandt werden. Die österreichisch-ungari- fche Armee hält wecke Strecken italienischen Gebietes besetzt und velmuptet dort tapfer ihre Stellimgen. In Frankreich abest weifen unsere Truppen die vo,n Franzosen, Engländern unii T^^>?ern unternommenen und durch moderne Kampfmittel ?v cr c- Borstöße zurück. Ter alte Geist ist in ihnen

lebendrg: das haben die Ereignisse der letzt vergangenen Läget deutlich erkennen lassen. Tic hartnäckigen Durchbruchs- versuche des Feindes werden scheitern, des Vaterlandes treue Sohne lvehren ihm todesmutig sein Eindringen.

r da sollten wir^verzagt u-evden, sollten wir vergessen, was

ftuher geschehen :st. sollten wir da den Männern, die in den ü ?leg zu Sieg geführt haben, nich'

?/-?# ruc ^ )a ^?' c B^rtmuen entge^mbringen, weil einer b?c SBccfoclfcfle emgetteten :st, wie sie die Kriege jeder Zeft mit sul, brmgen? Nern meme Herren, das wäre mnnälmlicher Klette Mut und schnöder UnpMtt. Uni ere Feldherren, H i n den- burg und Ludendorsf, werden sich wie jeder früheren so auch der gegenwärtigen Lage gewachsen zeig«: und der v o r e i l i g e Sieges iübel der Feinde wird bald wieder abftauen

kommen und be: uns ennydm würde. Nachträglich haben wir ^ aus den belgischen Llvll?:ven gesehen, wie bedenklich es längst vor Ausbnrch des.Kneges um die belgische Neutral-tät bestellt war. Und hatteii wir mcht vor dem notge^rungenen Einmarsch in Belgun: Friedenshand geboten und uns bei Zusage

w:l-clsch^ gemackft, für die durch unsere mili- tanfcheu D.aßwgeln entstandenen Schade,: aufzukommen? Wir haben das glemF Angebot zium zwecken Male nach der Einnahme von liulrck) gen rächt, aber die belgisck)e Regierrmg wollte nichts davon wißen und schloß fidji dem Bunde unserer Feinde an. Um oilein hat es sich bei aller: weiteren Kämpfen

gchmidelt.

In der feindlichen Bevölkerung ist der Haß gegen die

v4- ma 9 tc ' insbesondere geien Deutschland, entfacht, der alle Besonnenhert cmfhebt und jedes gerechte Urteil erstickt. Sie haben alle

die jüngste Rede Clemenceaus

fanatischen: Hasse und Roheit der Gesinnung alles b:sh<w Geleistete zu ü'bertteffen schien, aber in Amerika hat sie. wie die zu uns herüberdringenden Kundgebungen beweisen, ein v r e l st i m m: ge s Echo gefuiü)en. In den Vereinigten Staaten :st der wilde ft e Kriegstanmel im Gange. Man berauscht ßch an deni Gedanken, daß Amerika den geknechteten Völkern Mitteleuropas die Segnungen moderner fteiheitlicher Kultur brrngerl müsse und erft'eiU sich zugleich der vielen Millio­nen welche die Kriegsrüstungen in die Ta schm der Geschäfts­leute stießen lassen. Theorie und Praxis sind eben verschiedene Dinge.

Und wie wird sich demgegenüber das deutsche Volk ver­halten? Wird es etwa anastvoll um Gnade flehen? Nein, meme Herren, es wird em.gedenk seiner- großen Ver­gangenheit und seiner .noch größeren Mission in der Zukunft aufrecht stehen bleiben und nicht zu Kreuze ^ 5 ,^chen. Die Lage ist ernst aber ju- tiefer Mißstimmung gibt sre kernen Anlaß.

Der eherne Wall an der Westfront wird nicht durchbrochen werden und der Unterseebootkrieg erfüllt langsam, aber ftch^r sein^ Aufgabe, den Frachtraum zu verringern und dadurch vor allem den Nachschnb an Mannschaften und Material mcs den Vereinigten Staaten

wirksam zu bedrohen und mehr und mehr einzuschräirkcu. D i e L- t u n d e wird kommen, weil sie kommen muß, too auch die Feinde zur Vernunft kommen lund sich bereit finden werden, dein Kämge ein Ende zu machen, ehe die halbe Welt zu einer Trümmer- statle geworden ist und die Blüte der Manneskraft tot am Boden liegt.

Inzwischen gilt es. kaltblütig, zuversichtlich, ernhccklrch und festgeschlossen zusammenMstehen. Für uns aUe kann es ja nur ein Ziel, ein Interesse gehen, der Schutz des Vaterlandes, seiner Un­abhängigkeit und Bewegungsfteihcit.

Ich bin von dem Tage an, da ich die severe Bürge des Kanz­leramts übernomüren l^abe, bestrebt gewesen, die von mir ge­gebenen Zusagen zu erfüllen. Ich werde mich durch nichts beirren) lassen, das. was nach dieser Richtung noch ausfteht energisch durchzufithren. Natürlich denke ich hierbei an

Was den ersten PurM betrifft, so habe ich schon am 24. Januar inüct Berufung auf früher abgegebene Erklärungen den Gedanken nuer Rüstuugsbeschräutung als d-urchaus diskutabel bezeichnet raib Habei hmzugefügt, daß die Finanzlage sämtlicher eurvpäisck-er Staa- ten nach dem Kriege einer besricdigeirden Lösung dieser Frage die tvitksamste Unterstützmrg leihen würde. Was die Frage der Schiedsgerichte betrifft, so kchien pieie eine lange BovgeichiÄe. Aus dem sehr interessante:: Viaterial. das m:r vorg-?leren hat, ergibt sich, daß in^dec Bev;-pangenheck wiederholt Deutschland die Anrufung eines Schiedsgerichts in strittigen Fragen curgeregt hat, ebrnffo auch, daß in mchveren Fällen dck Ausführung an dem Wck-erspruch gescheitert ist, der in England oder Amerika dagegen erhoben wurde. Uober die Freiheit der Meere habe ich mich schon ftüher geäußert. Sie bildet eine notwendige Voraus- fetzimg für den uneingeschränkten Verkehr der Staaten und Völker. fOicr aber werden, selbstverständlich iricht auf unsever Seile, die größten Schwierigkecken gemacht loerden Als ich seinerzeit diesen Punkt berührte "und auf die Konsequenzen hckrwies, welch: von eineü elwlrchen Durchführung verladt unrrden, also aus ungehemnnen Zugang für alle Natio:ren zu der: Bi:menmeeren, keine Vormachts- ftellung Englands in Gibraltar, Malta und am Suezknuck, hat 52ü£ .^lllische^Zejtung dies als Unverschämtheit be^nchnrt. Erwlrck) der Lchultz der kl-einen Nationen. Hier können nür sofort und ohne Vorbehalt zustimmen, da wir hier ein vollständig reines Gewrfsen haben. Mögt? also.der Völkerbund kein bloßer Zukunfts- ow- Möchpe sich der Gedanke vertiefen, möchte man sich in aller: Landern eifrig mit den Mitteln seiner Einrichtung beschäftigen r* 1 ? wichtigste Voraussetzung wird der ehrliche energisch« Wuie fern, für Frieden und GervrhpigÄck emzutretew

Hiermit möchte ich meine Bemerkungen schließen. Der Staats- rekvetär des Auswärtigen wird sich noch mehr über die politische t/arm» aussprechen mtb dabei besonders sn- :ju-jl

Wir haben den Krieg vom erste:: Tage an als Berteidi- :eg geführt, diur um unserer Verteidigung willen rück- ^^.^de.lgterr em Ich betone das um so energischer ange-

.der brs rn die fetzten Tage hinein wckd^Al^ut^r Worte des damaügen ReichsLmzl.rs getrieben (Liek m Belg^rernruchen. haben nnt .das geschriebene

es gwt wie :ur dm einzelnen, so auch für die Staaten em anderes Recht, das iit das Recht der Selbst- rdigung uriO der Notwehr. Wir hatten Grund zu der An- -mhme, daß, wenn wrc m.cht nasch h^ndctten, der Feind zuvor-

die große Reformvorlage, die zwar nicht vor das Forum des Reiches gehört, aber tveit über die preußffchen Grenzen hinaus die politischen Kreise in Deutschland beschäftigt. Ich kann hier nur auf die Erklärung ver- weisen, die ich wiederholt, zuletzt im preußischen Herren hause, ab­gegeben habe. Die Staatsrcgierung ist fest entschlossen, die Vorlage zur Annähme zu bringen und ivird dabei vor keinem, ihr ver- saffungsgemäß zu Gebote stehenden Mittel zurückschrecken. Dabei bitte ich Sie, eines zu bedenken: Es handelt sich um eine tief­greifende Veränderung in der historisch erwachsenen Struktur des preußischen Staates. Es wäre eine Unbilligkeit, ja. es wäre nicht gerecht, wenn den Vertreten: der al'en Ordnung nicht die Möglich­keit gegeben würde, ihren S'andpunkt im Parlament zu vertreten- oder, wenn man über ihre ArguMckrte mit leichter Handberoegungj himveggehen würde. Bon den Vcrschlcppungsversuchen darf natürlich wicht die Rede sein und ist auch nicht die Rede, wie Sie sich in Bälde überzeugen werden. Gelingt es jedockf.icht, das gesteckte Ziel aus dem Wege parlamentarischer Aussprache zu enrictien, so wird eben der andere Weg beschritten welchen, bat die Verfassung verzeichnet. Lassen Sie mich zum Schlüsse noch einen kurzen Blick in die Zukunft werfen. Die Mearschheit zittert bri oem Ge­danken,^ daß dieser schreckliche, kulturvernicktende Krieg, picht der letzte sei::, sondern weitere Kriege :uich sich ziehen werde, und die Frag? beschäftigt immer weitere Kreise, ob es kein Mittel zur Abhilfe gäbe, ob es nicht möglich ist, eine Organisation unten den friedensbedürfttgen Völkern zu schaffen, welN-e das Recht an die Steffl? der Mlacht, die friedliche Lösung an die Stelle blutiger Kämpfe setzen würde.

Wilsons 14 Punkte.

Bekanntlich hat der Präsident >der Bereinigten Staaten in 14 Punkten die Ri,chtlinien für einen Friedei^schluß ausgestellt. Ich habe am 24. Januar in Ihrem Ausschuss« die sämtlichen Punkte be- ftivochen und zu dem letzten derselben bernerft, daß mir der hier angeregte Gedanke eines Völkerbundes durchaus sympa­thisch sei, unter der Boraussetzwrg, daß ein e h r l i ch e r Friedens­wille uird die AnerkenNimg des gleiche!: Rechtes aller Bundcsstaaten gewälnleistet seien. Wie iwttv.mdig dieser Vorbehalt ivar, ergab sich aus der Aeußerung unserer Feinde, tvelche bei einem Völkerbünde an ein gegen D eutschland und seine Verböndetezi gerichtetes Bündnis dachten. Wilson hat dann in seiner Botschaft vom 11. Fe­bruar einen weiteren Schritt in der gleichen Richtung lmterucmtmcn wnd in vier Punkten die Grundsätze aufgestellt, welche seiner Mei­nung nach bei einem gegenseitigen MeinungsaustMffch Anwendung zu fanden hätten.

Ich habe in meiner ReichstagSrede vom 25. Februar mich im Prinzip dmnit einverstanden erklärt, daß ein allgemeiner Friede aus solcher Grundlage erörtert Werben könne. Herr Wilson nahm aber weder damals n-och später hiervon Notiz. Inzwischen scheint sich ja auch der frühere Ideologe und eifrige Friedensfreund in das Haupt der amerikanischen Imperiali sten umgewan- bclt zu haben. Aber der Plan des zu gründenden Völkerbundes toird dadurch nicht diskreditiert. Er hat in bem schweizerischen Bundes- Präsidenten und dem norwegischen Minister Knudsen beredte Fürsprecher gesunden, welche beide insbesorrdere aus das Interesse der neutralen Staaten an einer solchen Einrichtung Hinweisen. ?luch ich nehme kernen Anstand, mich h.mte nochmals zu dieser Frage zu äußern Und in aller Kürz« auf Ziel und Grundlage eines solchen Verbandes hiuMveifan. Es bandelt sich um die Forderung einer allgemeinen, gleichmäßigen und sukzessiven Ab­rüstung, um die EinrulMmgl obligatorischer Schiedsgerichte, um die FreÄät der Meere «ud m te» ba; Letuan Nationen.

... .-S die bekannte österreichisch-

imgarische^ Note besprechen sowie die Acknahme, die sie bisher aus der seindlichen Seite gefunden hat. Mit überstürzter Eike wbnt trie Machthaber in den sogenannten demokratischen Staaten, ohne ihre Völker zu fragen, eine schroff ablehrvende Halttmg an den -r-ag gelegt. Sie haben dadurch neuerdings gezeigt, wo Eroberuw gen gesucht werden, wo Imperialismus und Militarismus in Mrö luyßeck yu suchen sind.

Sodann ergreift das Wut

General van wkrberg

um mr Stelle des KriWsministers die Kriegslage m rt&fc m .

Unsere Arrgrftssof-rationen beiderseits Reims blirben. wck der mrsMaggebende Faktor, die Ueberraschorg. nicht gelang, auf tat- W'che Erfolge beschränkt. Mck dem Einsteffen mffcrvr' Offtnsroe trat eme wesentliche Aenderung der Gesamtlage ein. Wir mußten uns am die Abwehr einst^ffen und unsere Front zurückverlegen. In den Tieuen Stellungen körmen wir aber mck vollem Vertrauen wei­tere Angriffe des Feindes erwartzm.

Es liegt in der Natur der Sache, daß wir als Vetteidfaer ems erhevlrche Zahl von Gegangenen und Geschützen ein gebüßt haben. W:r können aber mit Bestimmtbeit sagen, daß der Feind seine Er- sÄge nur an den ersten Angrissstm^n durch Ueberraschung mit geringen Verlusten erreichte, daß er aber im übrigen die schwer­sten Verluste eisitten hat.

Auch die amerikanischen Heere dürfen uns nicht schrecken: wir werden auch mck ihnen fertig. Bedeutungsvoll *5. t Frage der Tanks. Wrr sind gegen sie aus-

reicherw gerüstet. Die Tankabwehr ist heute mehr eineNer- ven- als eine Gerätfrage.

Im Osten urrd an der ckalienischen Front ist die Lage im all­gemeinen unverändert.

^ a S e b o n i e n gelang es dem Gegner, die bulgarischen

Streitkrafte an nner Stelle nicht unerheblich zrrrückzudrücken. Die bulgarische Oberste Heeresleittnrg sah sich trotz der glänzenden 9lb- wehr des englifchen- Angriffs am Toiran-See gezwungen, ihre Berteidigirng Wecker znrückznverlegen.

. t ^n.Pal ästi n a wurden am 19. 9. die türkischen Kräfte aus ihren bisherigen Stellungen geworfen. Wie sich die Lage »netto* gestalten wird, laßt sich noch nicht übersehen. Die feindlichen Heeresberichte müssen jetzt mit großer Vorsicht geleseft werden. Sie faitb bewußt auf die Zermürb:mg unserer Stimnurm zugochnitten und bringen daher starke Uebertteilmngen.

Von verschiedenen Seiten ist die m i li t ä r i sche Bericht­erstattung angegriffen worden: nämlich die Bebandlung der Stärke der feindlichen Reserven und des amerikanischen Heeres In dem erstgenannten Punkte ist sie zu weit gegangen. Es wurde nicht genügend zum Ausdruck gebracht, daß der Feind in der Lage war, die abgekämpften Verbände wieder aufzrffüllen und ent­sprechend dem Einsatz der amerikanischen Kräfte an rrchiger Front neue Reserven zn bilden.

Voll Vertraue n sieht die Oberste Heereslei­tung und die Heeresverwalttnng den künftigen: Ereignissen entgegen. Ter Feind rechnet mehr als jq ans rmseren inneren Zusammenbruch. Zeigt die Heinmt em starkes Gesicht, so gibt sie dadurch unserer Front eine unüber­windliche Stärke. Wie es unseren Gegnern schlecht ging, stellten sie sich geschlossen hinter Regierung, Heeresleitung und Heen. Sollte der Deutsche das iricht auch können, zumal es ihm nicht schlecht gebt! Wir haben keine Ursache zu verzagen. Ein fester deutscher Wille führt zum ehvowollen Fttäen.

.Hierauf äußerte sich

Kapitän zur §ee Srünnknghaus

über die militärische Lage zur See:

Die milckärffche Lage läßt sich kurz in die wenigen Worte zusammensaisen: Unsere Sache steht gut. Die Ansicht der Marino über den augenblicklichen Stand des U-Boot-Krieges gründet sich aus zwei Tatsachen, nämlich, daß unsere U-Boote mehr Schiffs­raum versenken als gebaut wird, während die Bedürfnisse unser«) Gegner stetig wachsen, und des weiteren, daß unsere U-Boot- Waffe trotz aller dlbwehrmaßnafanen unserer Gegner im Steigen begriffen ist. Die Gerüchte, daß dicrch ganz ungeheuerliche Ver­luste unser Bestand an U-Booten nickst zugenommen, sondern im Vergleich zu früher abgenommen hätte, entbehrt der Unter» laffa- Jckl st^lc ausdrücklich fest, daß die Zahl der im Dienst, benndlichen U-Boote heute größer ist als zu ckgendeiner Zeit des Krieges. Die Manne ist nach wie vor überzeugt, daß der U-Boot- Krieg

das einzige Mittel war und ist, die Angelsachsen zur Vernunft zu bringen. SStnrn die ^röerter in den Werften, m den Dorpedo-Wcrkstätten und m all den Tausenden von Fabriken sich erst einmal klar gemacht haben, wieviel m unserem ExistQ^tamips davon abhängt, da« flta ecu^nc durch erhWx TattÄeit -Md teuft gftaysfr «ttK