KMändischen ZaNmgSEtek W fern mÄ Friedcn-schluß zu er- warterrden voraussichtlich sehr grollt Angebot an Kolonialwaren eine Regelung ersori-erlich ist. um zu vermeiden, daß Tonnage und Valuta durch die Einruhr v-on Kolonialwaren zum SäZaden mlderer notwendigerer Artikel übermäßig in Anspruch genommen werden. Die dem Reichskanzler zu diesen Zwecke zugetviescnen Befugnisse werden zur Ausübung Selbftver- waltungSkürpern der beteiligten Kreise übertragen werden, lutb zwar für Kaffee und Reis einem -von den Interessenten zu gründenden Verein des bürgerlichen Rechts, bzw. einer G .in. b. £>., bei Tee und Kakao vom Reichskanzler einMrichtenden Wirtschasts- stellen, deren Mitglieder von den Interessenten gewählt werden. Sämtliche Stellerr sollen ihren Sitz in Hamburg, als dem H-aupteinsuhrplatz für Kolonialwarnt, haben: das Aufsichtsrecht des Reiches wird konrmissarisch ausgeübt werden. Diesen Wird- schastsstellen soll zuirächst nur dre Befugiris zur Regelung der Einfuhr, Durchfuhr und Ausfuhr sowie zur Vornahme von Erhebungen. der Kakaowirtschastsstelle ferner die Befugnis zur Regelung der Herstellung von Kakao übertragen werden. Es ist aber beabsichtigt, später im Bedarfsfälle auch die weiteren in der Verordnung vorgesehenen Befugnisse durch die Wirts ri-af tsstellen aus üben zu lassen; in diesem Falle wird Vorsorge getroffen werden, daß in den mit der Verteilung und PreiSbemcsfung Beauftragten Stellen auch die Interessen der Berfnxuicfyrr die gebührende Berückstchtigimg und Vertretung finden.
Abänderung der Verordnung über Bier und bieräHntich-e
Getränke.
Berlin, 8. -Sept. Ter Staatssekretär des Kriegsernah- run gsamtes .hat gemäß den cingctretenen Steigerungen der Unkosten der Brauereien die Erhöhung des Hersteller- Höchstpreise für Bier ans 29 Mk. ungeordnet und bann mit Wirkung .vom 1. Oktober 1918 an bestimmt, daß der Stammwürze- des zur Herstellung gelaicgenden Bieres nmrdeftens 2 wtd niäit mehr als 3,5 dom Hundert zu betragen hat. Eine Fehleo- grenze ist nicht zugelassen. Tie Regelung hat zur Voraus sebrrng, daß die Gmteablieferung die gleiche bleibt wie im Wirtschaftsjahr 1917/18. Außerdem ist bestunmt worden, daß die steuerliche Aiehrbelaitung des Bieres, bite ab 1. Oktober 1918 durch das neue Biersteuergesetz eüt tritt, und der bierächnlichen Getränke, die durch das Gesetz betreffend die Bestienericng von Näorerolwässerir nach künstlich bereiteten Getrcftckwr ab 1. September 1913 eingetretnr ist in'Höhe von 5,50 Mark bei Bier und in Höhe von 10 Mark bei bierähnliäimr Getränken dem .HochWreise zugeschlagen werden darf. Das üleiche ist für die Nachjstener, soweit solche zu entrichten' ist, vorgesehen. Für den Bierhandel ist eine neue Bestimmung dahingehend getroffen worL-en, daß dieser, soweit flrr ihn nacht überhaupt der Hcrstell-c/höchrstpreis gilt, mit Wirkun-g vom 1. Oktober 1918 an dem HöchAweise neben den baren Auslagen für die Versendung ab Verlabesveile des Herstellimgsortes und Rücksendung dar lseren Fässer bis zu dieser nur Viehrerträge Zuschlägen darf, ioelchie, einschließlich KormntsstoiiH-, V-ernrittlimgs- imd ähnlichen Gebühncu sowie für alle Arten von Anfwr.ndun.gen, insgesamt einen von den Landesbehörden rmch einheitlichen Rucht-
linren fes^cs-etzendm Höchstsatz nicht überschreiten dürfen. Außerdem ist nunmehr ausdrücklich ausgesprockien worden, daß die Hüc'std- preise, verringert um eine etivaige Ausstchrvergütnng, auch für Bier und brerähnstt^ Geträirke gälten, die von: Hersteller oder durch andere Perjoneu aus einem anderen Braustenergebiet in da^ Gebiet der Bvrddeutschen Brausteuergemeinsch-ast geliefert werden Für Biere, die aus dem Lltcslande eingeführt werden, gelten sie nrcht. Ebenso ist dre bisherige Bestimmung, daß die Vorschriften Inm Anwendung ftndcn auf das Bier, dos aus Achfocdern der Heeresverwaltteng oder der Nkariueverwalftung an die Feldtruppen zu liefern ist, -unberührt geblieben.
Fliegerangriff auf Manicheim und Lndwigshafen.
Karlsruhe,?. Sept. Heule nachmittag zwischen zwei und 3 Uhr wurden Mannheim und L u d w i g s h a f c n von einer größeren Anzahl durch Jagdflieger geschützte Bombenflugzeuge angegriffen. Der Angriff wurde dank vorzüglicher Abwehr durch Kampfflieger und Flaks abgeschlagen. Die abgewvrfenen Bomben verursachten fcutcrlci Personen- und nur geringen Sachschaden. Vorläufig sind zwei feindliche Flugzeuge als abgeschossen gemeldet. (Frkf. Ztg.)
Aus Lrppe-DrtnwH.
Detmold, 7. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen Sitzung des ftppescheu Landtages gelangte in At>änderung des lsts- herigen Einkomnven-Stenergesetzes eine Gesetzesvorlage' ztrr An- nalMe, riach deren Jnkrafttret.m das Fürstcntnm Lippe der einzige deutsche Bimdesstaat ist, welcher die steuerliche Bevorzn-, gung kinderreicher Familien nicht an eine bestimmte Höhe des berffceuerbarat Ernüommens bindet. Ferner erklärte in dersell'en Sitzung Staatsmimster Freil-err v. Biedenweg m Beantwortung einer Anfrage von Fortschrittlicher Säte, daß die lippe- sche Negierung noch in diesem Herbst mit einem Gefttzentwurf über die Reform des Wahlrechts zum Landtag an die Ochentlich- feit treten wird.
Ans Stadt mtb Land.
Gießen, den 9. September 1918.
** Die Gvldankanfsstelle Gießen bittet uns, mit-' znteilen, daß am Dienstag den 10. ds. Mts., nachmittags von 2—4 Uhr, ihre Geschäftsstelle in der Bezirkssparkasse Gießer (Johauncs- straße) geöffnet ist.
** Straßenbenenirung. Die erste Querstraße z'wiscken der Lielüg- und Wilhelmstraße südlich der Ebelskvaße ist als Jheriag strafte benannt worden. Siehe Bekanntmachung.
** T ie Diensträume des Konrnruna l Verbands. Born 9. l. M. ab werden^ die Mrtschastskarten bei dessen Geschäftsabteilung ,der Firma Vereinigte Getreidchändler G. nt. b. H. in Gießen, Friedrichstraße 10, geführt.
** Lichtspielhaus, Bahghossttaße34. Vom Dienstag bis
_ V.u, civivn/uua, <vv«.i i riyv| |u,Uöt tJi. OWJl A/rcUS7iU(| UTÖ
Freitag gelangt das für den Film bearbeitete große chinesische Schauspiel „Mr. Wu" zur Aufführung. Siehe Anzeige.
TageSlänge im September. TieTagestänge nimmt
rm -vetNemäer um 1 Stunde 57 Minuten ab, denn der T g, der am l. September 13 Stunden 38 Minuten lang ist, Verl 2 [tri) bis zum 30. auf 11 Stmrden 41 Minuten. Am 23. Sepl> uiber nm 8.46 Uhr abends tritt die Sonne in das Zeichen der Wage.
r also an diesem Tage Herbst-Tag- und Nachtglciri-e und ^-erbstanfang. Tic Sowie -geht an diesem Tage fast genau irrt Ostpunkt auf und im Westpirnkt unter, lewegt sich also fast ,'entrecht über dem Aequator.
^ Hessen Nassau.
t c ^kfurl a. M., 8. Sept. Tic Wiedrrherstellungs-
w,ten der im Mai zerstörten Umformerstation am Sriiillero.atz betragen ruird 350000 Mk., wovon 150 000 Mk. auf die Äkku!.'.w latorenöattcrie, deren Erneuerung ohirehin Eig gewesen wstrch entfallen. Tie Entscheidung, ob der Unfall aus eine Explosion oder erne andere Ursache zurückznführen ist, konnte endgültig noch nicht gefallt werden. Die Unterfuchrmgen darüber sind noch im Gauge. Ein weiteres Sachverständigen-Gutacliten wurde vom Magii.rat eurgefordert.
-- Frankfurt a. M., 8. Sept. Ter 18jährige Willi Sieg- mund von hier wurde wegen Raubmordes in Karlsruhe feltgenommen. Er hatte den 28jährigen Former Paulus Wi a n z, der ihm in seiner Wohnung Unterttorft gewährt hatte, erstori)cn' ilud sich das^Geld sowie einen Airzug des Getöteten angeeignet.
= K a s s e l, 8. Sept. Junge Bursriien zerstörten auf der Strecke Von Kassel nach Felsberg die Dori)spannungsleittrngen der Ueber- landzentrale. Infolgedessen sind etwa 30 Ortschaften, die in dem Netzbereich liegen, seit einigen Tagen ohne Licht und Kraft.
Hochschnlnachrichten.
H. 2. Marburg, 8. Sept. Dem Gch. Regierrmgsrat Prof. Dr. Kvrschelt ist der .Rote Mdlerorden 3. Klasse mit der SMeife: dem Geh. Regierungsrat Prof. Tr. Henset und dem Geheimen Mcedi^inalrrtt Prvf. Tr. Hofmann der Rote Adlerorden 4. Klasse, ^ dem Jnstitzntsdiv.rer am Hygienischen Institut Bauer daS Allgemeine Ehrenzeichen in Silber verliehen lvorden.
vermisetztes.
Die Msschrrngen rn der Seehandlung.
Berlin, 7. Sept. (WTB. Niriitamtl.) Als Mithelfer bei deö Fälschimgssache in der See Handlung ist der 27 Jahre alte Hilfsarbeiter Lü>sef Ziegler ermittelt worden. Er ist in vollem Umfang geständig, von Rabiger zu den Fälschimgerr veranlaßt wor- deir zn sein. Tie in die Angelegenheit verwickelte Frauenspeuoni ist eine Schwester Zieglers, die indessen nicht Mitwisserin sein, dürfte, da sic als Opfer der beiden Betrüger anzuschen ist. Tick 600 000 Mk. hat Ziegler in kleinen Wertpaketen nach Freiburgj an seine dorthin zurückgekehrte Schwester geschickt, die das Gelp dort in eurer Bank-Stahlkammer deponierte. Rabiger hat bisher! mir 5000 Mk. erhalten. Er gilt auch jetzt noch als Seele des ganzen Betrugs.
8tatt der Freude ihn in Urlaub zu erwarten, erhielten wir plötzlich und unerwartet die schmerzliche, tiefersch üttemde Nachricht, dass unser heissgeliebter, einziger, hoffnungsvoller, unvergesslicher Solrn, mein lieber, herzensguter Bruder, Pate, Onkel und Neffe
Kar! Laun spach
Musketier ia einem Reserve-Infanterie-Regiment
nach 3 jähriger treuer Pflichterfüllung im blühenden Alter von 23 Jahren am 6. August den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist.
In tiefem Schmerz:
Philipp Launspach XIII. und Frau Eiisabethe geb. Becker Dinchen Launspach nebst allen Angehörigen.
Reiskirchen, den 6. September 1918.
Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser guter Sohn, Bruder und Neste
Schütze Wilhelm Deines
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am 7. d. MtS. nach kurzer, schwerer Krankheit tm Aller von 21 Jahren in der Heil- und Miene, anstatt Goddelau verschieden ist.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Deines II. und Familie Karl Damm nebft allen An- aebörigeu.
Ltndenstruih, den 9. September 1918. 04934
^digung findet vorausfichtlich am nachmittags 2 Ndr,
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Ala blühender Jünffling zog er hinaus,
Verließ seine Lieben, sein Elternhaus,
Fern in Feindesland, über Deutschlands Grenzen * Mußt’ er kämpfen, bis die feindliche Granate ihn traf.
Nach wiederholt amtlicher Bestätigung erhielten wir am 31. August die traurige Nachricht, daß unser vielgeliebter, herzensguter Sohn und Bruder
Musketier Heinrich Wißner
Inranterie-Regiment Nr. 168, 12. Kompagnie Inh. des Eis. Kreazes 11. Kl. und der Hess. Tapferkeitsmedaille am 15. August infolge schwerer Granatverletzungen abends 11 Uhr im Kriegslazarett, nach 2jähr. treuester Pflichterfüllung, im Alter von 21 Jahren sein junges, hoffnungsvolles Leben fürs Vaterland hingab.
In tiefem Schmerz:
Forstwart Ludwig Wißner u. Frau Christine geb. Göbel Margarete Wißner
Eiisabethe Wißner Marie Wißner Friedrich Wißner nebst allen Verwandten.
Londorf, den 6. September 1918.
Wiedersehen war sein® und unsere Hoffnung
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