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Lr. m ZGeites Blatt

Gießener Anzeiger (Geimai-Anzeiger für Gdechrssen)

Msktag, 26. August \9\S

schulfreien Zeit der mütterlichen bzw väterlichen Aufsicht ent­behren und auf die Straße angewiesen sind. Die lleberweisunst eines Schülers in den Hort geschieht auf Antrag des Klassenlehrers durch Beschluß des Schulvorstandes. Tie Hortknaden werden be­straft, wenn sie die vorgcschriebenen Stunden ungerechtfertigt ver­säumen. Tic Stadt will durch diese Einrichtung der zunehmenden Verwilderung der Jugend steuern. ^

-Niever-Weisel bei Butzbach 25. Aug. Mehrere Schuld

mmhozumhk

Lord Robert £ccil zu Nr. Solfs Rede.

London, 24. Aug. (WTB. Oftchtanulich.) Lord Robert Cecil har.pich zu einem Vertreter des Reuterschcn Bureaus folgender- maßen über feie Rede Tr. Solfs ausgesprochen. Von seinem Ge­sichtspunkt bedeutet sic einen großen Fortschritt, denn sie unter­scheidet sich im Ton von allem, was bisher von deutscher Seite ge­kommen ist. Wenn das echt ist^ldasweirn" nmß man sehr groß M. . . ___ _ _ ___ _

schreilxmi, so ist es der erste schritt zuriu: zur geistigen Gesund-1 fnabcu hatten sich in der hiesigen Lehmgrube am Freitag einen heit. Sols gab die erstaunliche Erklänmg ab, daß dre Alideulichen Illnterstand" gebaut. Während einige Knaben noch auf dem T^ck- kernen Einfluß auf die Regierung haben, und ^>as immittelbar, nach- gewölbe arbeiteten, stürzte plötzlich die ganze Lehmwand ein und dem MN mann entlassen wurde, weil er mit 'oen Alldeutsche:: hroW&tto vier in den: Unterstand sich bereits aufhaltende Kinder. Streit hatte. Tie Wendung über Belgien, die Soli gebrauchte, Mt Ter 10jährige Philipp Wenzel war sofort tot, der 11 jährige sehr viel werter als alle frül-eren Aeußcrungen. T« WorteW:ft Richard Philipp konnte erst nach fast einstündigen Bemühungen beabsichtige:: nictst, Belgien rn irgendeiner Form zu behalren > znrückgerufen werden, ein dritter Knabe erlitt schvere

usw. sind, so weit sie gehen, sehr vrel befriedigender als,irgendeine. Verletz::: igen und'mußte dem Kranke,chause zngeführt werden. Tas frühere Aeußcrnng, wenn man davon abfieht, daß Sols rn diefem Kind kam mit leichteren Verletzungen davon.

Zu lammenhang sagte:Der Zllmzler hat im letzten Monat erklärt zr rnuoir,**!;**

usw. Der Kanzler imttc eine Erklärmrg sehr allgemeinen CharaktersI -Ltarkenburg und . ilninqefieit.

abgegeben, die er hinterher zu ändern gezwungen wurde. WenÄ I T arm st a dt, 26. Aug. In einer Auseirialcdersetzung mit also Solfs Eiklänmg nur eine Paraphrase der früheren Bemer-1 verschiedenen Regierungserllärungen über den Ersatz von Flieger- kungen des Reichskanzlers ist, so bedeutet sie tatsächlich sehr wenig.! schade,: in der Darmstädter Presse kommt Justizrat Linth zu dem Außerdem enthält sie kein Versprecheii der Wiederherstellung dder Schlüsse, daß unbeschadet der späteren Regelung durch das Reich ucherdeft für die Zutunft. Wenn aber oolfS Erklärung un-1 eine vorläufige landesrechtliche Regelung notwendig sei, nrid fordert abhängig von der des Kanzlers zu betrachten ist, so scheint eine Gesetzesvorlage, sei es durch die Regierung, sei es durch Jni- sie einen Fortschritt zu bedeuten. Tic. Aeußerungen des l tiativanttag der Zweiten Kämmer. Durch die Erklärung des Mi- KolonialsekretärS über den Brest -^Litowsker Frieden rristers vom Juli d. I. seien nur die Sachschäden, nicht aber sdpinen mir der originellste Teil seiner Rede zu sein, l die Personen- und Erwerbsschäden geregelt.

Tatsächlich bezeichutte er den Frieden als eine zeitlveilige Maß- ch. Buben heim. 26. Aug. Hier brach auf den: Dreschplatz regel zu dem Ziveek, Unabhängige Staaten auf der Grundlage der des Dreschmaschänenbefitzers Schmitt neben der Lokomobile Feuer Rationalität zu errichten. In Wirklichkeit besteht kein Grund für iam£. Der Brand äscherte einige Gotteideschober von über 500 diese Behauptung. Zum ersten Male hören nur von dem Breftcr Hicrufen Brotgetreide ein. Die Mainzer Militärseuerwehr, die recht Frieden als von ettvas Vorläufigem. Er wurde stets als die erste bald zur Stäle war, vermochte das Feuer auf einige Schober zu) Frucht des Krieges behandelt. Zweitens liegt kein Grrrnd vor, das beschränken und das noch in größerer: Mcengen in unmittelbares als einen Teil der Aeutschfen Politik anzusehen, wirklich unabhängige | Nähe des Brandes sitzende Getreide zu retten.

Hessen-Nassau.

= Bad Homburg v. d. H., 24. Aug. Zum,erstenmal seit

sie gebieten". D>e mit Krmiwon ».'rsel-enen Beittäge müssen bis spätestens 12. September im Besitz der Redaktion der Frankfurter Zeitung" sein.

** Tie Brotkarte und die neun te Kr: eg s a n - leihe. Tic Werbearbeiten zur muni n Kriegsanleihe sind bereits im vollen s^angc. In Berlin wird uesinal auch die Bro tkarte zur Zeiü-nnng bcr Brot karren auffou. in Die Brotkarten feer 3J. Woche, und zwar rn der Zeit vom 4» bis 29. September, tragen auf der Rückseite die Aufschrift:Tut Eure Pflicht, zeichnet die Kriegsanleihe' _

Staaten zu errichten. Im Gegentttl^, als eine Abordnung aus ft fl laufe und von anderwärts, die hauptsächlich aus Tcufjcfecit bcftzind

Ä WÜJ&. A-Ivicr 3*en -4 Landrat Rickr

7p- «. 1 von Marx wiederum den Kreistag für den Obertannns. In

Leutschlmids :ltj^ ^ ^ 9 .- C : VonicoÜc zu seiner Bogrüßungscrnsprach: erklärte der Lmü-rat, daß alle he­ileren, aber, :e völlig rn lerne Bahn und unter fnne Kvnrroue zu ' ^ JTsJL Kreiswe.

iirrh torri tnrinl rn aeMbtt I « CT OOt 3tTUS_ - TOy

Politik

ucfcu, uuu; itv wu-y -I rächte, daN er den üfters wegen Uebernahme eures höheren Ver­

bringen ftresc stauten find terrttorml zu drefem 3lveck g I u.alwngspostens zu verlassen gedenke, erfunden seieli. Er denke nic- u erden. Lac tnrben kerne ^mogene^ Bevolker ung mrd^l | mals daran, den -Lbertaunnskreis, den er seit 14 Jahren venralte

Mts in der Lage eines sicheren We^e.m^s M^ »u verlassen. In der geschäftlichen Sitzung beschloß der Kreistag

atv unt>.i ^eui«c,.'.an0L. zrailrrmrt-., ,u*w> hnm .t^tS f^miiinti'

csc,lchüt sein sollenden ^rnge, die die

:taattnrarrner gern haben. Ich erkenne dieheschicklichlert \ ^ Leberrsmittelvcrsorgung untergebracht werden. Zur Beschaffung

.. . _ ... . , t ^7r" s;,v ^ den Ankauf eines Rachharhauses vom La,ü>catsamte und bennttigte

u ni tonnen. das r,t erns der ^ 55000 Mark In dem Anwesen fallen die KVeisämter für

deutschen Staatsmänner gern haben. Ich erkenne dre Geichrctircyrerr' » ^ '

-vlfs bei der Verteidigung ^(sles Breit-Litowsker.Vertrages an. \y yon Esftktenunterlagen für die von der Nassanischeu Landesba.uk

Aber wenn man fteprüft, r,t sie I den: .Kreise gewährten Kvedfte besÄoß ,nan die AusnalMe eurer

Anleihe in Höhe von 15 MÜlionen Mark. Tie Uebernahme der ge-

6-edonken. daf; die d^mMe Hem^ft ^m^sÄich sn. ^tcrr Tienftunkosten des Landratsamtes aus den Kreis fand

ner. der dre Wallachen kennt, naner^ Amrcht '

treten - wird Tie englische Regrerung -hat über-diäe ^Tatsachen \ ^ Frankfurt a. M., 26. Aug. Bor den Dieben ist nichts

nicht, daß irgendeiner, der die

treten > wrirfe. Tie englische F , ..... ,,

Ma^rral gesammelt. In ^I mehr sicher. In einer der letzten Nachte'wurden in der Eschenheimer

derwcheHertt claftui Anlage zwei Rul)ebLnke abgeschrMÜtt und weggebracht. Am Unter-

>md furchtbare tzeusnrisc-der Brittalttch .^ch kann Leh^.c ^de einem Fnl)runternchmer eir, Möbettoagen voll-

incht «mtet, baB Wfdjlai* «m fndfu6ö ^kMich-s Rml stLndig dcr H-lE beraubt, s» bas; mrr nock das Gestell vor- wollte. Gea«nteü,. Mr Ntisten Lanben war. Rir die Ernchtuna einer Tierkörpcrverivertungs

Parte, i» Acut.,««d> mr«ndMt,ches amt.°n,ch°S Rnch «»tat ^ j 0Wwtet fordert der Magistrat von der Ltadtverord mititanfö 5M beherrschen rmd ern< «roxe SE^uelle »,r ^^^smnmüing die Nachbewillignng von 45lX)0 Mk Die teert militärische Zweck des Deutschen Reick>cs -.u erlchiesteri Dies Een Gemälde der Städclschen Gemäldezaterie werden c

daß

das

augen-

blicklich in bombensicheren Räumen untergebracht, um sie gegen

- ! feindliche Fttegerüberfälle zu schützen

sehr nnchttg Mn wuwe.^ Welm> ^ Könrgstein, 25. Ang. Hier verstarb un Alter von

Letzte Nachrichte».

Fliegerangriff auf Jrankftlrt.

Frankfurt a. M.. 26. Aug. RichLamtlcch. Am 25. August: um Mitternacht wurde die offene Stadt ,^-rankfurr a. M von leuV- lichen Fliegern angegriffen. Die abgeworfenen Bomben MLM lediglich Sachschaden verursacht.

Die Eröffnung der Leipziger verbstnrustermesft.

L e i p zi g. 25. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Vormittags 10 Uhr. Heute an: So-mttag nahm die diesjährige Herb>tmnfterment ihren Anfang. Das Ergebnis ist hiNjlchtlich der am Gezchaft be- teiligven Besucher -ein weder im Frieden v-och nn Knege dcr- gewesenes. Vom Maßamt sind bis, Samstag abenfe 8/000 Fabrtbescheinignngen ausgestellt worden: .am hmttgen .... - ^ ^ ^ ^ ^ . _ * . Von Ausstellern

ganz abgesehen von der Tatsache Häfen die größte Gefahr für

und für Teutsichtand sehr . . . _ __ J ... M _ .

Sols behcurptet, daß ^ Balfonr oder irgerrdern bnttfcher Jahren der Rentner Friedrich von Flotow, der letzte Sohn

Staatsniann endgülttg die Annexion afrikanischer Kolonien an ^ bck-aiinten Komponisten Friedrich von Flotow. das brittsche Reich vorgeschlagen habe, so i)t das, ungenau. Lolch Laasphe, 25. Aug. Um der Hamsterei nach Möglichkeft

ein Vorschlag ist niemals gemacht worden. Balfour und andere sMuern, verspricht der Land rat des Kreises Wittgenstein eine

habeir gesagt:Es -Är^ j f- ^ 1r-«-- ^

über feine Kolonien .WWWWW»»W .HflH WWWW HP__ WWWWWW

weder Balfour noch Lloyd George behauptet. Der, Prennec-I ^ unberechtigte Aufkäufer so schnell namhaft gemacht wird( minister sagte ferner, über die deuts chen Kolonien würde das irnrechtmäßrg erworbene Gut dem Kommunal verband er- auf der Friedenskonferenz entschieden. Gewiß kann ein großes l halben bleibt und der "betreffende Auftänfer zur Anzeige gebracht Weltprvblem nicht durch England allein entschieden werden, son- werden kann.

dern es muß gemeinscmr mit den Alliierte:: eine Regelung ge- ^ Wiesbaden, 26. Aug. Tie Kriminalpolizei verhaftete runden rverder:. Solfs Rede enthält Bemerkungeu über den ge- fünf Lebensmittelschieber, die bedeuteirde Mengen Nahrnngs- und Kunden Mensckienverstcnrd, die Schrecken des Krieges usw. ^as i Genuß mittel dritten Personen zum Ar:kai:f angeboten haben. Unter und Gemeinplätze, mit denOi jedermaiUi in Eilgland von sehe.' I den Waren, die in rheinischen Städten lagern sollten, befanden uöereinsttmmte Ihre Beweiskraft ivird durch die Tatsache völlig ssch mehrere hundert Zentner Mütenmehl, der Zeiitner zu 3M Mk., oilfgehobcN, daß, ehe das Glück sich, wendete, wir niemals von viele tausend Kilo Schokolade, mehrere Wagenladiuigen Fett und 1 oläron Gedankä: etwas gehört halM.. Wir alte erinnern uns ! Oele und bedeutende Mengen Zigaretten.

Lobpreisunge:: des Krieges und seines erzieherischen Wertes ra. Aus Nassau, 2d. Ang. Mit dem Eisernen Kreuz I.Kl. und dergleich)en teuflischen Geredes. Wir alle eri:rnern uns, daß wurden ausgezeichnet: Stabsarzt d. Res. Tr. P rigge, Kreis- nirz nack Beginn der deutschen Offensive in ganz Deutschland arzt des Lmrdkreises Wiesbaden, Offizierstellvertteter Ba ck ha u s - alte Ruf nach der Weltherrschaft wieder laut wurde. In der Dotzheim, Offtzierstellvertretcr K. Sieber-Mendorf, Sanitäts- reutschen Presse sind darüber Bewüse in Fülle gefunden tvorden. I sergeant Ludwig Friedrich-Wallau und Fernsprechführer All dieses plötzliche Gerede über das Verlangeir nach Frieden Büchting-Limburg, Sohn des Landrates Büchttng-Limburg. *cigt, wenn es aufrichtig gemeint ist, daß Sols entweder plötzlich

' ekelnt worden ist oder beinahe unter seiiren Landsleuten allein. __ M ^ _ ,

steht. Ich bi:: ein leidenschaftlicher Vorkämpfer des Friedeiis. 2i)0 fÄfklgEZ §. HTCTÖ.

ober überzeugt, daß dieser nicht ohne den <oi§g, und okm-e daß ^ Darmstadt, 25. Aug. Zu einer überaus eindrucksooklen

Deutschland seine ^/derlaae anerkennt, erdicht w^den^feier gestattete sich gestern das SöOjährige Jubiläum der Firma

Berlin, 24. Aug. (W^B. dttch'lomtliäp RorddempN ^ Merck, obwohl mit Rücksicht auf die Fliegergefahr die Zahl

MlMieine Zertung be^^rkt zu.der -von Lo^ - -rvrd Festteilnehmer hatte beschräntt werde:: müssen. Dcr Groß

Eecil^ bezeichnet die Rede des Staats,ekrerars Dt. -r-ols aG erneu berzog war mft der Großherzogin und den beiden Prinzen Person. Fortschritt. In welchem L>^nne er das .wemt, ergibt pch aus! ^ erschienen. Minister v. Hombergk zu Vach feierte in seinen: Programm, das er spater ,entw:ckett, und das darauf! ^ner Ansprache die Bedeutung der Firma für die deutsche Welt- Bmoustäuft, Deutschland seine .Kolonien zu rauoen und ihm kine l^EchLft urch hob die mustergültige soziale Fürsorge j>e-3 .Hauses viöllige Niederlage zu bereiten. Lord -Eeerl irrt sich, wenn er I ^nior. die von diesem als -ein Erbe der Vater gepftegt werde, glaubt, daß die Rede des Staats,ekretars Dr. L>ols ern Fortschritt verteile der Großherzog persönlich eine reiche ZaU von

-auf diesem Wege sei. Wrr wollm wch werden uns .uilsep ^iszaichmmgen. .Geheimrat E. A. Merck gab einen geschicht- iveltpolittsches Rocht auf Freiherr und Anfstieg nw und nmimer l^^^n Ueberblick über die Entwicklung seines Hauses. -

verkürzen lassen. Die Durchfetzung Gefes Rechleo ist unser Kriegs-1 ^s Ihre tun, um nach dem Krieg die Wett dem

ziel und unsere Bedingung.für den Frieden. Es ist zu befeanern, ,,nd d->7- d^pschm Industrie ^urück^uerobern. Ji

daß du Miidgeoung Lord Eecils ans dem Wege zu einem solchen gerechten Frieden einen entscheidenden Rückschritt bedeutet.

Ans Stadt nnd Land.

Gießen, den 26. August 1918.

** Amtl ich'e Personal Nachrichten. Der Großherzog enrpnng zum Vortrag: den Vorstand des-Kabinetts Wirkt. Geh. Rat v. Römheld und den Oberj ägermeister Frhrn. vaii der Doop. Ter Großherzog hat zum 24. August verliehen: das, Komtur- tteuz 2. Klasse des Bmdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Geheimen Medizinalrat Dr. E. Merck »n -tnrnistadt, den Charatter alsGeheimer Kommerzienrat" dem ^r. Willst -?^rck zu Tarmstadt, den Charakter alsProfessor": dem Prokuristen Apotl?eker Karl Scriba zu Darmstadt, das Ritterkreuz 1. Klaste des Verdiersttordens Philipps des Großmütigerl: den Promnsten stllberi. Schumacher zu Darmstadt, Otto Hecht zu ^arniNaot, Dr. Wilhelnr Fli:nm zu Tarmstadt, das Rittertrenz 2. Klaste des Vetdienstordens Philipps des Großmüttgeu mit der Krone:, feem Verwalter der Engel-Apotheke, Felix Gruschnitz zu -parmstadt, das Mgemüe Ehrenzeichert mit der InschriftFür treue Arbeit ft den Arbeitern Phllipp Göckel zu Traisa, Jakob Huthmann zu Eberstadt, Ludtvia Vierheller zu Nieder-Ramstadt, August .Hoch­städter zu Tarmstadt, Peter Treusch zu Arhoilgen, Karl Rast zu Darmstadt, Andreas Burger zu Waschenbach, Georg Ackermann zu Ober-Ramstadl, Willnäm Göckel zu Arherlgen, Peter Wagner zu Nieder-Ranistadt. ^ .

** Beförderung. Ter Großh. Geometer ft.. Kl. Wilhelm A tz b a ch wurde zum Lätttant der Reserve befördert.

Kreis Schotten.

D Ged e r n, 25. Aug. In Anerkennung seiner verdienstvollen Werbetätigkeit für die Kriegsanleihen wurde dem Rechner des Vor­schuß- und Kreditvereins (A.-GZ, Vhilivp Frau z, das Preußische Vecfeicnstkrenz für Kriegshilfe vcrliftscn.

Kreis Fricdberg.

Friedberg, 25. Aug. Tie Stadt hat einen 5)ort für schulpftrcht'ge Knaben ins Leben gerufen. Zum Besuch des Hortes sind sämtlickfe Friedberger Jmcgen verpflichtet, die wähvenü. dey

der Beamten der Firma sprach Prof. Dr. Ehrenberg und überreichte eine eherne Gedenktafel: als .Vertreter der Arbeiter­schaft brachte Herr Deuftinger die herzlichsten Glückwünsche dar wid überreichte als Festgeschenk das Erzbild eines Arbeiters. Oberbürgermeister Dr. Gl äff in g überreichte eine .Ehrenurkunde der Stadt, in toelcher der Beschluß zum Ausdruck gebracht wurde, eine Sttaße nach dem Nanren der Familie zu neime::. Tie Rektoren der Universität Gießen, der Technischen Hochschule.in Tarmstadt und der Universität in''Frankfurt überbrachten ihre ehrenvollen Glückwünsche. Die medizinisch? Fakultät in Gießen ernannte den Seniorches znm Ehrendoktor der Medizin, die Techiiiscye Hoch­schule zum Ehreii-Dr.-Jng. Ihnen.schloß sich eine lange Reihe von wissenschaftlichen Gesellschaftar, hauptsächlich der Chemie und der Medizin, von Körperschaften des Handels und der Industrie an, die alle ihre Bertteter entsandt hatten, und die alle in tief­empfundenen Worten die Verdienste des Hauses Merck um die Wissenschaft, die deutsche Industrie und das Ansehen des deutschen Namens in der Welt feierten uitb die besten Glückwünsche entboten. Ihnen allen dankte Geh. Kommerzienrat Dr. Willy Merck in beivegten Worte:!, besonders herzlich allen Mitarbeiter:: des Hauses, denen er Treue um Treue gelobte. Die Feier hinterließ bei allen Deilnehnrern einen tiefen Eindruck.

vermischtes-

* Für die 9. Kriegsanleihe. DieFrankfurter Zei tnng" veröffentlicht ein Preisausschreiben zur Erlangung von W e r b e b e i t r a g e n für die 9. Klnegsanleihe, die dort wäh- riend der Dviwer dcr Zeichnung veröffentlicht werden sollen. In Bettacht kommen: 1. Zeichnungen 2. Aussätze und 3. literarisch- künstlerische Beittäge (Gedichte, Skizzen, Plaudereien) im Aus­maße von höckfstens 100 Druckzeilen. Zur Verseilung kommen drei ers^ Prckise zu ie 1000 Mark, drei 'weite Preise zu je 500 Mark und zwölf dritte ^Preise zu je 200 Mark. Auch nicht preisgeküörttei Arbeiten können, zur Veröffentlichung erworoen werden. Für die Art der Bchandlung des Werbegedankens, der den Arbeiten zu GrmGe liegen soll, wird den Einsendern keinerlei andere Schranke gezygen ^ äKte G-eschwKck das, pcftexläMsche Jntereffg

daß die Leistungss ähigleit dcr deutsche Jndusttre trotz oes nrehr als vierjährigen Völierringens ihre >whe Stt.e behaupte:, ^er .Geschäft'vervehr setzte crm srüh.m Lo::ntag lebhaft cm., zumal deu ftüher beobaclstcten V^rvertcnlftn durch entfprechende Vorkehrungen des Äteßcnnts ein Riegel vorgesckwoen mordcm ist. Beiondmem Interesse begegnen die neiceingegliederte technische und dre Bau­messe. Die erste weist 550, die »wette 3o0 A ussteller airf. ^>0: Verkehr auf den Straßen Leipzigs bittet em buntbewegtes Brw. Groß ist die Zahl der vom verbündeten ime ireuttalen ftlu-cka nd e, sowie aus den besetzten Gebieten gekommenen Fremden, ^o werden allein aus Oesterreich-Ungarn bis jetzt 1000, aus Polen 600, ans Holland 300 und au* der Schweiz 250 Kaufleute geilet. Für feie verschiedene:: Nationen sind in Hotels Lotandquarnere em- gerichtet die u:tter L>-itung der ehrenamtlichen Vertreter des Metz- ämts mi Auslande stehen, 'und wo Konsulatsbeamte, Dolmetscher usw. anwesend sind. ^ , _ ..

Leipzig, 25. Aug. MTB. Nichtamtlich.) Vormittags 12l^r. Die Zahl der am Geschäft bttttligten und angemttdtten Besucher der Leip?üger Mustermesse stieg aus rund 100 000. Dre offiziellen Veranstaltungen der Leipziger Mustermesse begannen mittags mc einem Empfang der Hauptschriftletter und Schriftletter deutscher Ztttungei: im Äteßamt. Die Bertteter der Presse wurden von den Aufsichtsratsmitgliedern des Vteßmnts, Kommerzienrat Becker, Gehnmer Kvmmerzienrat Th. Rosenthal sowie vom Direktor des Meßamts, Dr. K ö h l e r, begrüßt. Arthur Norden- Berlin, gab einen Ueberblick über die 0>eschichte und das Wesen der Mttft und zeigte dann, daß man erst im Kriege bei uns so rechts die Be­deut: mg der Leipziger Messe erkannt habe. Am Schlüsse seiner Ausfüllungen wies der Redner daraus hin, daß die Einladung an die Schciftteftec größereH Ztttungen den Zweck habe, ihre:: Ein­blick in das gewattiae Räderwerk der Messe zu vermttteln, über die noch so viele Unklarheiten bestanden und, au der me Mfsen»chttft bisher fast achtlos vorübergegangen sei.

Hughes an die australischen TrupMn.

Bern, 25. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Ter austtalische Pre­mierminister Hughes sagte in einer Ansprache an die aufttccki- schen Truppen in Salisbnry Plains am 19. August: Es gibt heitte Leute, die von Frieden reden als ob rnan nur ern Wort zu sagen brauchte, um ihn zu erhallen. Aber ihr könnt ebenso gut einen Beck>er in ein trockenes Flußbett tmtchen und erwarten. Wasser zu schöpfen, als ihr Friede im D s ch U n g e l v 0 n w: l b e «r Tieren erwarten kömtt. Ihr:mt ebenso gilt an einen menfchew? mordenden Verrückten berantttten u:ü> ihm von der Brüderlihlkettt der Menschen reden, als ihr de:: Deutschen von Frieden spreche:: könnt O bis ihr ihn .geschlagen und gelernt habt, daß ihr. sein Meister seid. Es gibt nur einen Weg zum Frieden, der darin besteht, die Welt von den Feinden des Friedens zu befreien. Diese Pestbeule, die in diesem von Deutsch­land entfessesten Krieg ausbrach, ist eine große Gefahr für uns in Arffttalien. Wir müssen unseren Kindern ein befferes Australien hinterlassen, als wir fanden. D e r deutsche Militarismus b e d r 0 h t A u st r a l i e n. Er steht als beständige Drohung zwischen uns und den Idealen, die wir auftechttucrhatten geschworen haben. Kein Friede ist möglich, bis wir Deutschland das Schwert aus der 5)and geschlagen und ihm verständlich- gemacht haben, daß daS Krieg führen sich nicht bezahlt macht. Ihr habt der Welt gezeigt, daß die.australischen Soldaten die großen Verrkänipfer des Friedens sind und wir werden den Weltftieden herbeiführen und :venn wir banun bie Hälfte des deutschen Volkes erschlagen müßten. (Jeder Kommentar ist wohl überflüssig. D. Red.)

Eine japanische Erklärwlg.

' Tokio, 13. Ang. (WTB. Nichtamtlich.) iHavas-Meldung. Tie japanische Negierung veröffentlicht folgende Erklärung: Die Ausmerksanikeft der japanischen Regierung wurde jüngst auf die ?.unehmende Tätigkeit hingelenkt, die von deutschen und öster- reichisch-lmgarischen bewaffneten .Gefangenen in Sibirien an den Grenzen der Mandschurei entfalttt wird. Diese Gefangenen, die pvallisch das Kommando über die Stteitttäft der Sowjets über­nommen haben, marschieren gegen die chinesische Grenze mit Rich­tung auf die Stadt Manschnli. Die droheude Gefahr zwang zahl­reiche japanisch? Einwohner dieser Stadt, die Flucht zu ergrmfen. Die Lage enthält eine unmittelbare Drohung für das chinesische Gebiet und ist von nicht minderem Interesse für Japan angesichts feer Bande engster Solidarität, die es mit China verbindet. Die beiden Regierungen waren der Ansicht, daß ein gemeinsames Vorgehen notwendig sei. In Anbetracht dieser Tatfache .wurde als vorlänsige dringende Maßnahme beschlossen, daß ein Teil der japanischen Truppen, die gegenwärtig sich in der südlichen Mand­schurei befinden, den sofortigen Befehl crhftllen soll, sicl> in Richtung ans Manschnli in Bewegung zu setzen. Diese Truppenbewegung wurde vor: dem Geist harmonisch/. Zusammengehens zwischcur lJapan und China gegenüber der drohenden Gefahr beherrscht. Bei dieser Gelegenheit ,vird die japanisch.' Regierung die Souveräni­tät Chinas peinlich achten, ebenso wie die Rechte und Interessen der stottigen Bevölkerung. Die- beiden Regierungen geben sich der Hossninm hin, daß die angeführte dAaßrmhme in großem Maße dazu dienen werde, die Beziehungen gegenseitige:: Verttanms und guttr Nachbarschaft zwischen den beiden Nanonen zu entwickeln.

Zusatz: Wie wir von zuständiger Sttlle erfahren, liege:: kei­nerlei dtach-aichten vor, die die Angaben der japanischen Rftfierung bezüglich der deutschen, österreichischen und ungarischen .Kriegs­gefangenen in Sibirien irgendwie bestätigen könnten. Die Lage unserer Kriegsgefangenen ist vielmehr die, daß sie, besonders in­folge der Besetzung der sibirischen Bahn durch die Tsäwcho-Slowaken Sibirien zur Zell nicht v-erlasseu können. Wenn es jetzt von feind- lidiea Seite so dar gestellt wird, als- bitten Misere Krftgsgejan^eneu eine Truppenmacht gcbildtt, der enpzegeirgetrcte:: werde:: müsse, so ist das nur ein Vorwaird, um die eigentlichen Nnuchchnrrgs- und Annexivnsabsichben unserer Feinde gegenüber RrcßLand z>u twr- sMeiern.

Unruhen in Urnguau.

Bern. 25. Aug. Wie der Agentirr amerikwur ans Monte- video gemeldet wrd. lMbe sich die Lege in Uaiüimn weiter l*fr- schlinnne'rt. Die Lage sei so errist, daß die ^cptstraße:: mife Hmrpt- plätze von .Momevideo militärisch^ t*csetzt iverden mußcen. Der Verkehr sei eingestellt und alte Geschäfte geschlossen. t-ftttreui Zusammenstößen zlvischen Polizei, Vttlttär imü Stteikendcu seüur einige Personen getötet und zcchlr»n.chc ve^vMidtt VWÄYU