17 . ho ftxmi vvn Bristol versenkt worden. Der erste
Maschinist ist umg^kommen. Der Rest der Besatzung ist in Swansea encgetrofsrn.
Bern, 23. Ang. (WTB.) Gin großer Nttmilioilsd-crmpfer persenft D-er . .'Idowwft. Herold" Mt sich aus einem Golf-Hafen bericht»,: Laatt einer hier eingegangemm Privatnacl-richt wurde der englische Dampfer „Atl antra n" torpediert und versenkt. AZerlnsüc sind, dem Bericht zrrfolge, nicht entsttrnden. Datum und Unglücksstclle werden nicht angegeben. Das Schiff war mit Munr- non beladen.
D,e „Atlantian" l)a1te eine Besatzung vvn 65 Offizieren und Nhaitnschaftien und ging am 28. Mai von Europa ab. Ob das Schisss^s dieser Reise versenkt wurde, ist nicht bekannt. „Atlan-- tian" gehörte zur Leyland-Linie, war ein Schiff von 9399 Brutto- registertonncn und ist rm Jahre 1899 gebaut worden. Die hier eiw- tzeganoenen Telegramme, welche die Versenkung melden, enthalten teure Einzel l>eiten.
Paris. 24. Aug. (WTB.) Nach einer Meldung des „Temps" wurde der englische Dampfer' „Bandy" zwischen Malta und Sizi- lieu torpediert, konnte aber trotz eines groben Lecks auf der Steuer- borbl,'eite nach Tkoulon geführt werdeir, wo er wieder in Stand gesetzt wird.
A n, ste cda m, 25. Ang. (WTB.i Das Urker Fischcrsahrzcug ..'.i,. Li H19" ist ^cruf eine Mfkne gelaufen und- mit der Besatzrurg unter gegangen.
Washington, 24. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Reitt-wineld. Amtlich. Die amerikanischen Dampfer ..Lake Edom", West Bridge" und „Euöora" sind in auslcmdisäien Getvässern am 21., 16. und 15. August von deutschen U-Booten versenkt worden.
Aus dem Reiche.
Berlin. 24. Äug. (WTB.) Der ,,Rei-chfsan-eigiett' meldet die Verleihung des Sterns zum Roten Adlerorden zweiter Kasse, an den Bpchiof Tr. Fritzen in Strastbnrg i. Elf.
Berlin. 24. Ang. (WTB.) Der „ReÄsanzeigec" verösfent- luht eine Bekanntmachung über die Höchstpreise von Schlackstschafen imd den Handel nrit Schafen.
München, 25. Aug. Die Korrespondenz 5)offmann meldet amtlich: Seine Majestät der König haben bei der heutigen Familrentasel, die aus Anlaß Allerhöchst Seines Na- mensfeftes ftattsand, die Verlobung Seiner Königlichen Hoheit des Kronprinzen Rupvrecht mit Ihrer Großherzoglichen Hoheit Prinzessin Antonia von Luxemburg bekanntgegeben.
Ans Hessen.
Die Wvhnungsfürsorge in Hessen.
Auf dem am 9. August abgehalveueu Kreistage des Kreises Heppen 'beirrt wurde über einen Antrag des Kreistagsabgeoch- neten Rechuuugsrcrt Wiegand beraten, der BereitItellung staatlicher Mittel für den grmermrützigwi Wohnungsbau sord-rbe. Der Antrag wurde vom' Zkreistage Heppenheim einstimmig an- geiVommen. In der Entschließung heißt es:
„Der Kreistag stimmt den Ausführungen des Abgeordneten Wiegand zu, nnt welchem er seinen an den Kreistag gerichteten ?lntvag. betreffeich die Bekämpfung der Wolwnngsnvt, be- > iTtihrbct bat. Er bestätigt, daß schon fetzt in verschiedenen größeren Genieinden des Kreises ein bedenklicher Mangel an Wohnungen besteh! und daß sich nach Beendigung des Krieges dieser Mangel vermutlich noch sehr viel scharfer geltend machen und , zu einest förmlichen Wohnungsnot führen wird. Dieser Not in erfolgreicher Weise entgvgenzunnrken, wird aber den Gemeinden inrd den in einzelnen (Gemeinden bestehenden gerne iunützigen Bangenossenschat- ren und Baugesellschaften nur möglich sein, wenn der ^taat zur
derung der Wvhnungsfürsorge größere Mittel zur Verfügung 11t. Der .Kreistag richtet daher an die ldwoßh. Regierung die
.litte, den auf die Bekämpfung der Wohnungsnot gerichteten Bestrebungen der Gemeinden und anderer Körperschaften durch De- reitstellnug erhebliche? Staatsmittel eine kräftige Förderung an- gedeihen zu lassen."
Schon vor Monaten sich der Kreistag des Kreises Worms in demselben Sinne, auf Antrag des Kreis tags Mitgliedes Freiherrn» Cornel Heyl zu Herrnsheim, an die (sftoßherzogliche Regierung! gewandt.
Man ist im Lande der Meinung, daß mit dem Bau von Wohnungen nun nicht mehr länger gezögert werden darf. Auch der ZentraLverein für das Wohnungswesen in Hessen, der Ernst-Lud- wig-Verein, hat sich in eurer Eingabe au die G-roßh. Regierung vom 7. April d. I. in diesem Sinne ausgesprock)en.
Möchte die Negierung endlich erhebliche Staatsmittel, ohne welche die gemeinnützige Bautättgkeit im Lande nicht aufaenommen werden kann, zur Verfügung stellen. Tie Finanzlage des Landes gestattet dies nicht nur, sie verpflichtet im Gegenteil die Regierung zur großzügigen Förderung dieser wichtigen Frage. Möchten die zahlreiäien Stimmen aus dem Lande endlich bei der Regierung Taten auslüsen!
In den Znnscherballen '^suchten vier Damen vom Kon gl Hvfballelt des Hosrheaters Wie: it lim oft anfängerhasi.'r Uw
belwlfenheit eine Einführung in ciio ccMfd>c Somit zu geoen 2 k fanden starken Beifall und wurden zu einer Wiederholung verarm laßt. Schweigen ist Höflichkeit. zz.
Aus Stadt «nd
Gieß
** Der Vers chönernngr während des Krieges seine gemein Haltung der Spazierwege. Aufstellu krochen fort. Er bittet, die demnär Mitgliedsbeiträge (1 Mark), die halber Höhe erhoben werden, möglichst allr mein einzulösen und hofft zur Unterstützung seiner Arbeit auf Anmeldung neuer Mitglieder. (Siehe Anzeige.)
** Freiban k: Dienstag, den 27. August 1918 von 2 —4 Uhr, Nr. 521—630.
den 26. August 1918.
:?tn Gießen setzt auch ge Tätigkeit durch Unter- euer Banke usw. ununterer Einziehung komnieu'oen- t der Kriegszeil nur in
ui
Gietzener Stadttheatek.
Der Schwur der Treue.
Lustspiel von Oskar Blumenthal.
Der Schwur der Treue — oder mit anderen Worten: Freiheit dressiert", damit ist kurz der Drehpunkt des lustigen Vers- spieles klargestellt. Ter Leichtsink in der Ehe wird nicht dadurch geheilt, daß die Frau ihm die Trauben in Nachbars Garten zu hoch hängt, sondern daß sie ihnen den Reiz der verbotenen Frucht nimmt und sich selbst mit dem Reize der verioebrten Frucht umkleidet. So dünkt ihm die außereheliche Kost schal und neues sehnsüchtiges Werben führt ihn zu dem Tische zurück, den die Gewohnheit nicht mehr ganz so schmackhaft fand.
Tiefe ein klein wenig paradoxe Wahrheft hat Oskar Blumen- thal einer gefälligen Fabel unterlegt, sie mft glatten, geschmeidigen! Versen angetan, aus deren Fluß oft in einem Reime eine witzige Pointe herausspringt, nrid ein Werkchen war ferttg, das man, ohne ein berechtigtes Vorurteft gegen den Autor zn verleugnen^ in ungetrübter Aufnahmefreudigteit genießen kann. Und mag cs ein noch so echter Blumenthal sein, „Hab ich doch meine Freude dran", und es wird kaum jemand das Theater verlassen haben, dem das kleine Bersspiel nickst mundete.
Auch den Darstellern machte das Spiel sichtlich Freude und das muß anerkamft werden. Verse sprechen ist allerdings heute für die meisten eine kitzliche Sache und verführt leicht zu falschem 8assif)ck)en Pathos, von bem sich Oskar Fergel nickst immer ganz frei machen komtte. Sonst hat sein Spiel an äußerer und innerer. Freiheit sichtlich gewonnen. Nur noch etwas mehr Abstand von, der großen Geste. Völlig in seine Ausgabe hineingelvachsen war Karl Bol ft. Bei ihm war ein leicht übertreibendes Pathos am Platze. Emmy Abendroth hatte in ihrem Spiel Linie, was an der Fvau, wie Blumenthal sagt, das Schönste nnd Wichtigste ist, schöner und wichtiger aber noch an der Kunst einer Bühnendarstel- leriir Henriette Cvlberg möge nur beachten, daß Verführungskünste mehr in einem Körperschmiegen als Körper verrenken bestehen Tiefe Ausstellungen sollen die Anerkennung der Leistungen als solch nicht bseinträckstigen, sondern mrr Randbemerttingen ad notam sein. Bon den weniger heroo-rtretestden Kräften, die alle erfreulich mn Gelingen mit halfen, sei noch die charakteristisch« gute Leistung von Wfthelm Koch hervorgehoben. Die Spiel- Heftung hatte Adolf Teleky geschickt in Händen. Einige unhiito- risch Details der Ausstattung sind Nuchl dem mangelhaften Fundus zur Last zu buchen.
Äer«chts?<»aL.
I. Darmstadt, 26. Aug. Vor einiger Zeft wurde der Bezirksfeldwebel Büttner von hier ivegen Bestechlichkeit im Dienste vom Kriegsgericht zu .3 Jahren Zuchthaus verurteile Seine Berufung vor deni Frankfurter Oberkriegsgerich kommt demnächst zur Verhandlung. Tie Ferienstraflammer verhandelte gegen fünf in die Bestechungsaffäre verwickelte Personen aus Offenbach unter Ausschluß der Oeffcntlichkeft. Das Urteil, das erst abends irm 9 Uhr verkündet unirde. lautete gegen Kausinamr Friedr. Gr ü n e- bau m auf ein Jahr Gefängnis (ab sechs Monate Unterfuchungs- hastt. gegen den Techniker Jak. Mack auf 1500 Mark und gegen
bei; Zahntechniker Hans Wepel auf 400 Mark Geldstrafe. Zwei Angeklagte murt-en aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Die Schmiergelder (bei Grünebaum 1500 Mark, bei den beiden anderen
je 400 Mckck) wurden eingezogen.
B.Z. Berlin, 25. Aug. Vor der 2. Ferienftraskammer ix- Landgerichts II hatte sich der Kaufmann Moritz Ms Char lottenburg wegen Verkaufs von Genußmfttelu ;mler einer zur Irreführung ^ eigneten Bezeichnung zu verantworten. An
geklagte ist Inhaber eines großen Hauses, das beiondere an die Heeresverwaltung bodeute.rde Mengen von „Punsch-Ersatz" lln^rl. Auf eine Anzeige hin wurde das Sttafverfa hren c m geleit^ und F. war vom Schöffengericht Berlin-Mitte zu 1000 Mk. Geldltrase tjcnirtdlt morden. Bor der DerufungsstrasVammer kam es zu lebhaften Erörterungen über die Frage, was eigentlich Punsch Extrakt ist. Die Staatsaiiw.ll.fchaft vertrat den Standpunkt, dar: man eine aus 95 v. H. Wasser, Saccharin, Farbe und Aronra bestehende Flüfsigkeit unmöglich als Punsch-Extrakt bezeichnen dürfe. Demgegenüber erklärte der Sachverständige, ein vereidigter Handelschwnker. daß man in der Oesfaftlichlttt unter „Extrakt' eine Flüssigkeit verstehe, di- irgendeinen Stoff in konz-eru i ru- Form entlwlte und erst durch . ; rung genußfählg gemacht
werde. Der hohe Wasserge ; ' besage gar nichts,
denn sonst dürfe man das jetzige Kriegsbicr, das bis zu 97 v. H. ans Wasser bestehe, nicht als „Bier" bezeichnen. 9luch vom Verteidiger wurde daraus hingewiesen, daß die Bezeichnung „alkohol-- sreier Pun scher traft", sowie dec billige Preis jeden Irrtum dar. über ausschließe, daß es sich etwa um echten Punschextra ft mit Ansatz von Rotwein, Rum oder Arrak handeln könne. — Nack) 'mehrstündiger Verhandlung kam das (Bericht zu der Ansicht, daß die Bezeichnung „alkoholfreier Punschextraft" keinerlei Irrtum über die Art des Getränks aufkommen lassen könne. Das erste Urteil wurde aufgehoben und der Angeklagte auf Kosten der Staatskasse freigespwchen.
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