Werben. Bei der (RnfMtung der A»ttdftarmLr^8 irorfc Mcksicht
«uf die Zivilbevölkerung genommen werben. Es dürfen nicht so viel Aerzte eingestellt werden. Die Beurl-cruL ungen vorn Militär müssen rechtzeitig ^erfolgen. Wir stimmen der Resolution zu, daß dieiemgerl, deren L-tvase zehn Jahre zurückliegt, freibleiben sollen und b'tei'CUiQt'ii, bie höchstens zu 6 ^muiteii bestraft sind, und das; »«resmnälnge die seit längvver Zeit ein geregeltes, ehrnHaftes ^eben gejührt haben, nach Befund sofort oder nach angemessener mnU zum Dienst im Heere oder in der Marine einzustellen find. Zunl Arbeitsdienst sollen nur die wirklich Unverbesserlichen heran- gez^en iverden. Die Militärurlauder. meist alle Landsturmleute, ^^>>bn recht' eilig in die Heimat geschickt werden.
Abg. Behrens (D. F.): Biele Feldfriedhöfe sind nicht würdig genug angelegt worden.
Kriegsminister v. Stein: Die ans Rußland zurüükehrendeu Däegsgesangenen sind natürlich wieder an der Front zu ver- wenden. Mit Rul, laich haben wir Frieden und keine weitere Verrichtung. Anders ist es mit England und Frankreich. Ueber die Abzeichmfrage wird selbst mrter den Beteiligten niemals eine Eini guna erzielt werden.
. Eorf ant h (Pole): Bei den bisherigen Streiken in Obers c!>leswn ist nicht nur die Militarisierung der Betriebe ersolgr, ore Arbeiter werden sogar- durch Hunger zur Arbeit getrieben. Sre werden ausge,ogen und ausgeplündert. (Präsident Fehren- j et - • Achter, sich zu mäßigen. Ltbg. Ledebour ruft:
in die Debatte. Der Herr Präsident ruft r^eoebour zur Ordnung, aus eineii abermaligen Zwischenruf nochmals Zn Polen ist alles verwüst«. Wir enthalten uns der Abstimmung über den Etat.
D - Sc^eu^: Ich habe jetzt Unterredungen mit der oberschlesischen Bergarbeitergescllscl>af1 gehabt Dabei wird mehr yerMrslommeii als wenn wir hier eingehend darüber sprechen, i^oetzr gut.) !lns leitet dabei nur der deutsche Standpunkt.
General v. Wrisberg: Der Anschuldigung über das Bor- geyen gegen dre Ostieezer-ung wird nachgegangen werden. In seiner vamal^en Rede hat Abg. Cohn sehr leichtfertige Ausführungen
^ ^ einem Major gesproclien, der gar nicht
. _ Präsident Fehrenb a ch teill mit, daß der gesamte Etat rwch les Ut itegen t llhr abends) erledigt werden muß. Dabei seien ttoch neuii Redner gemeldet. (Unruhe.)
Abg. Hüttmann (U. S.): Was soll mit den nicht kriegs- verwendimgssalngen Soldaten geschehen, die anläßlich des Streiks emg^ogen worden sind? Ein Beschiverdegericht gibt es beim MUllar m der Praxis nicht.
«-rr ^ ^ ^^rg er (ätr r ): Ist die Zentvalpreisprüfungs- stelle schon crinchtej^ und ilst die Heeres- und die Mattneverwal» vmg iln beigetr^en? Der Bischofsstuhl in Wilna muß schlc-unigst w«der besetzt werden.
.^^Encral v. Scheuch: Die Preisprüfungsstelle arbeitet KQDtt. Hoffentlich erfüllt sie die Erwartungen, die an sie gestellt
Mg. David (Soz.): Wir lehnen das Gesetz zur Heranzich,lng ..lilltaruntauglicher ab. Man sollte den mit Zuchthaus Vorbestraften Gelegenheit geben, sich zu bewähren.
Abg. H a a s (Bpt.): In England werden die deutschen Kriegs- SesMcgeircn abscheulich behandelt. Hoffentlich schreitet die eng- Ipche Regierung gegen die schuldigen Offiziere ein, sonst muß von unsM Heeresleitung das Erforderliche geschehen.
^ Ob erstlei r tn am v Fransecky: Aist England wird der nötige : ■ >Tb?n. Genügt im c Prot et g gen die Behandlung
tec Kriegsgeialigenen nickst, io juirb imt aller Strenge vorge gangen ioeroen.
General o. Langermann von Erlenkamp: Bei der vteuoronung des Osn-ierspensionswesens .werden die wieder verwundeten altvenswnierten Offiziere nicht vergessen werden.
Ma. v^ T r a m po z y n s k i (Pole): Das Kriegsamt begünsUgt
^ nil ^ eTI Arbeitern gegenüber die LolMrückerei.
General v Scheuch: Wenn gegen die Auswalst der Vertrauensmänner für die rtürsorgekommission Einspruch, erhoben wird serttnc> .ces Kriegsamtes, so ist das durchaus berechtigt. Tie Auswahl mutz sorgfältiger getroffen werden.
Abg. Bernstein (Unabh. Soz.) beantragt gegen 9 Mn Vertagung.
P räsident Fehrenbach macht aus die Geschäftsordnung aufmerksam. Bei nicht zu» langen Reden könne das Ziel erreicht werden, ^ute den Etat zu verabschieden.
""" U«bhLnM-n marr-
To h lt »JterbWjat (U. ®oj.l: Tic Em-Hnmg der genug: nickst angesichts der schweren und langen.
Ä! l )f'2. öerl<u '8itotri). (Wegen einer spLteren äeu&w rung loui) Abg Eohn zur Ordnung gerufen.)
gieren Bemnl'ungen pvird her Heeresetat bewilligt.
» Geset-enttourse werden in zweiter und sofortiger dritter Lesung angenommen. Es folgt
der Marineetat.
/Zdv) macht auf die Aeußerung des ftan- zonichen Marine-Unterstaatssekwtärs aufmerksam) wonach zwei Trrttel unserer U-Bvote versenkt seierr. *
t r. 1^. °n a l § r - e ^ r ^ Es Relchsmarineamts v. C a - £4-.. • f. 4 r ^ Te 8weiten Lesung beri'ihrte Frage der Deck-
otttziere sind neue Erwägimaen angestellt worden, ob die Deck- osNziere aus dem Manns chastsstand hevausgenommeri werden solleii
SK-am rrr«dnvü.rmgm, --md iwfes U der fprii^-nbr I Nr. 4 sind ungültig «nd berechtigen nicht zm» Sinn sang von
Punkt —. um den Mann laufend mU der non gen Zusuha, rin wette- Kunstbonia ^iebe Anreioe
" iwwtiruymUltra Fütroen Oliei,
TeEmerkorps zu bilden ist. Ich hoffe au baldigen Abschlu.; dieser Erwaguitgen und würde keine Bedenke,
tränen Jvr- ... c.r..v_
tragen bie Sechs-Iahres-Klausel' zu beseitigen. (BeifaM^Tec a . - - Flieger hat eme Aeußerung des französischen llnt^r- rnttgetettt, nach rvelclier zwei Drüttel unserer U-Boote versenkt snen. und Appell so viel U-Bo.ote versenkt würden. <,M nnr baneu können. Boriteheirde Angaben sind falsch. Ebenso im- rrchttg ist eine vor kurzem erfolgte Erklärung des englischen Ma- rrnemiUi', ■ \ daß lech Januar b. I. mehr U-Boote versenkt seien, ÄL/Ebanr worden sind Das Gegenteil ist der Fall. (Hört, hört !) -chch-'-en über U-^oEerlufte, die von unseren Feinden suid übertrieben. Unserer U-Boot-Waffo N^wohl.was die Zahl wie die Qualität der 'Boote betrisft, im iq MiMnn/'griffen. ?Kenn jetzt noch, nachdem bereits rund ' h ! X u!!<‘l lvchche unseren Feinden zur Verfüg,mg ge^
m da chn, versenkt smd, durchschnittlich Tag für Tag l-5> wäbr daü^/K.vxlenkt gemeldet wurden, so liegt darin die Ge- ?&<>»'<r ^rksamkett nicht nachgelassen hat. Ich möchte mir nikaw.^-h- ^diesem Zusammenhang zwei dleußerungen ame- Al«coritülen tmederzugebei,, aus denen klar hervorgehtt
F^.de . Tu“ 1 hf m \ m ™ QC - n und Aufmunterungen unserer satt.u h<tt. Am Z Mai erklärte der bekannte amerika- ME Ad'mcal ^ims m London im Rational Boarding Club, daß !'Urve der Schisssbauten in kaum 14 Tagen die fal- banv-,'. "'S ' Hs^doot-^rsenkungen schneiden würde, die Ver- •''t h '" 1 mitlnu ,hre Verluste voll ersetzen könnten. Beinahe -i'T ch. Mal aber sagte jenseits des Ozeans der Lor- ! Bch «chlstoanaussckusses der Hairdelskammer der Ver- affn'iVii Herr Filner folgendes: Der nächste Frühling,
der , cr- ' chchv heran sein, bevor unsere Schlsfbanlinie die Linie die nrnu°iu I Neittungen schneidet. Alle Angaben, fuhr er sott, irn ' ch'u.Kumigen über das Nachlassen der Versenkurrgen.
?,c ^ aus Hofsirungen mto Träume. Das, meine ganz ancx'rs, n>enn auch vielleicht Herr Frlner rH'l,; auc ^ rricht.äu wenig sagte. Ich hoffe, daß
- ihjavr, wenn der Krieg dann noch andauern sollte, uvgeiprochene Hofniung sich als nicht zutreffend er-
Punkt —, um den Momn laufend mit der nötigen Zufuhr, im wette- sten Sinne gedacht m versorgen. In -allen Tonarten wird in der feindlicher, Presse verbreitet, der ll-Bvotkrieg wirke nicht mehr, sei mcht mehr — um „rit Llopd George zu rä>e,i — eine GefalM, sondern nur nvä) eine Belüsttgcrng. Wir sollten uns durch fold>e zuversichtlichen Reden unserer Gegner nicht irre machen lasse,i. Selbstverstiindüch muß auch das Ergebnis des U-Bootkrieges einmal germger ,verden, wenn der Seeverkehr abnintntt. An dem Endersolg aber vermag das ebenssuvenig etwas zu ändern wie der Umstarä), daß unter besonders günschien Verhältnissen vorüber- gehNid einmal ein stärkerer Verlust an ll-Boottn als der normale eintritt. Fester Siegesniilte, der unsere .Heere im Westen von Sieg zu Sieg gefüllt hat, ist auch in der Mattne lehendig und ,oirt> auch, den ll-Boot-Urieg das ihnr gesteckte Ziel erreichen lassen. (Lebhafter Beifall.)
Der Haushalt der Marine wird im übrigen bewilligt.
Ohne Aussprache werden Einzeletctts bewilligt, so der Kolvnial- etctt rmd der Etat der Reichseisenbahnen und des Reichsschatzamts. Beim Etat des allgemeinen Pensionschuds tritt
Abg. W e r n e r - Hersseld (D. Frakt.) für die Altpensionare ein.
General Frhr. v. L a n g e r m a n n: Die Altpensimräre werden mit Teuenmgszulagen bedacht. Lange Gesuche brauchen sie nicht einzureichen, es ist Tnrc ein Schema ausznsüllen.
Beim Postetat l>eschwert sich Ahg. Emmel (Soz.) darülEr, daß für Mühlhausen nur der private Paketverkehr eingestelll sei. Irgend einen Zweck habe die Maßnahme nicht. Sie werde als Schikane empsuudcm.
Staatssekretär Rüdlin: Die Maßnahme trifft ganz Oberelsaß: sie ist eine militärische Anordnung. Die Sache wird geprüft ,verden.
Bis auf den Etat der Reichsschuldeu und den der allgemeinen Finanz-venvaltung wird der Etat in dritter Lesung genehmigt.
Nächste Sitzung Samstag 1 Uhr: Kleine Vorlagen, Kaligesetz, Ernährmrgsfragen, Kohlenversorgung m,d Reicl-sbekleidmrg.
-Schluß 10 Uhr.
Sletzener hochschrilgcseHschaft.
Herr Pttvatdotzent Dr. G. Briefs hielt am 4. Juli den 5. Vorttag in der Vortragsreihe über Ansla,rdsknnde. Er sprach vor einer zahlreichen Zus-öwrschast über „Die soziale Be wegung im modernen England".
Der ökonomische Liberalismus und seine Praxis, der Kapi- taliÄnus, zerstörten im bcginneicden 19. Jahrhundett in England den alten sozialen und wirtscl-aftlichen Auf bau des Königreichs. Wirtschastsformne, Berufsstände und Berufsidee zersetzen sich: ^ bntsteht eine BolkswirtsclM, beruhend aus dem freien Spiel der Kräfte und pttvaten Interessen, ohne Beengung durch den Staat. Die Lage der bunt <rm$ allen möglichen Berufen zusammengewürfelten Arbeitersck)ast ist denkbar stecht: die Massen sind Pa,stves Objekt der Kmijunktnr und der pttvaten Interessen des Unternehmers. Mmählich wack'en sie enger zusammen: aus ge mcinsamrn Not steigt der elementare Trieb für Solidatttät empor. Genossenschaften und Geiverkschaften bessern in zähem Kamps gegen das Kapital die Lage der Arbtttettchaft. Allmählich wächst sw als neue soziale Schicht in den Aufbau der englischen Gesellschaft ein. Wicküig eH>ilse dazu boten die Aufrüttelung des sozialen Gewissens Englarrds durch die ethischen Sozialresormer, der wachsende englische Nttchtum und die verstärkte politische Macht der ArbettersclM.fr infolge der Wahlrechtserweiterungen. Die ursprünglich unpolittschen Gewerkschaften politisieren sich, -lösen ihre Politik mehr und mehr vom alten Liberalismus, stellen eigne Arbeiterkandidaten aus, bilden nach und nach eine ttgne politische Patter mit op!wrttmistischer Klassenvolttik. Die Zahl der Abgeordneten dieser Richtung ist kein Maßstab für ihre politische Bedeutung: dadurch, daß der Liberalismus ihrer zur Mehrheits-- bttdung bedarf, muß er in das Fahrwasser der Arbttterpattei nnlenken — so entstand der moderne Sozialliberalis,nus in Englarch, verkörpert in Lloyd Geor-ge, mit seiner Fülle an sozial- polittschen Gesetzen, mtt seiner starken Hmeinrückung des Staates in Wirtschaft und Gesellschaft. Der stark verblaßte Gegensatz Konservatto-Lrberal hat an alldem wieder neue Schärfen ge- wonnen:^ merkwürdigerwttse ist der Konservativismus heute der Hüter des a1t«i liberalen Programms (abgesehen vom Freihandel!),
Sozialgesetzgebung und jtarrite Regelung von Wirtschaft und Gesellsä-aft durch den Staat im Interesse des sozialen Friedens vertreten. Für den Sozial- liberalismus lntt der sittliche Wert obgestegt über den WirAÜMfts- 'Zkrt, ^der Menichemoert über den „Gc-ldwert" in jeher Form Zum Teil liegt hier ein Verdienst der dentscl-en Sozialphilosopbie Kcrnts und Ficht es, deren Einfluß auf mamiigfachen Wegen drüben stark Würbe; zum Teil maniftttiert sich dattn auch die starke ^rbildwirstrng des „deutschen Systems" und des deutschen Staa- r* mneren „Nenorreittierung" steht das
Ä sähe, elafttsche England unserer Tuge; ,vie in'Rußland der Mpoluttsmus des Zaren dr,rch die deutscl^en Waffen zusammenbrach, so brach das alte England edmsalls durch die deutschen Waffen zusammen — aber mit dem Erfolg, daß ein neues starkes England ohne Ghao^ l-erauNtteg, ttn England, das den Friedim nau) innen, b;c Macht nach au Yen will, leider durch das Mittel des mackügewlltigeu Staates.
.Herren, tti
Amcrittmc! im nächsten die von rh, weisen wstl
werde:: t Ä Krieg ,
Knft, ;.; -inw-achs rc fügung i.v<e£ ; ab’c ein d hrfi fdson
ausveichl.
Maße zu der europa
Wc Bcchältniffe? TSglich ’ 1 v ,i l äröpere Schipe mit >verwollen Ladumgen , Mohstoffen und Lebensmtttern ver
!!>» r Win aimul^rnd gleicher Schift's- Mttt. alw cm dauernder Rückgang des zur Ber- ß -! l dauernden Rückgang steht
f gegenüber Wir alle unssen,
>B'tt.dre vochaudeue Tonnage nicht mehr unserer Feinde in ausreickwubem ' " ?'benr.. amenkMuschen Soldaten aber,
i-cu Bcwen betntt. wächst der Bedarf an Schiffsraum
2?M* Sto-r »S?ld Cfltt®,
Gießen, den 6. Juli 1918.
" Amtliche Persona (Nachrichten. Tcr Großherzog 3«?!* *>- verliehen: Dem Obcrbahnnni teilten in der |vift|dKl'Tajtjifrf>cn Enenblihngcmnnichaft Karl Lichtenecker M Auiii^ Anlah semer m» l. Juli d. I. vollendeten fünfzigjäh^- 0™ •Atroiwit die Krone zum Silbernen Koeuz des Be-Sienld- ordens Phrlrpps des Sroßmüttgen, dem Lobo:nvtiviührrr «rick-arl Gruber M Dorms »ch dem ZugMrer G.'org Jochi.n zu Friedberg. [*nCt «t der vAMch-ibreubtsche-l Elwibahugemeiuschtift. aus Anlatz ch«r am 1. Jul, i>. I. «Een Bersetzrmk, in den Rr,bestand ixrs Salberne Kren» des lchrtnensdotchens Philipps des Äro» mütrqen, dem Maschinenmisseher Peter Schulmeicr zn Main»
SS 0 ' 1 *« ,««J>-6oin&iiro und bat Bahn- PKIwv Grüncivchd zu «emvren nnd Johann .tzämer z», KE-Gerau. samtltch m on Hessisch-Preußischen Eisenbahn!- gcninnschaft. aus AM«, rarer am l Juli i>. I erfolatst Ber- Ä® Am Ruhestand das Mgcmciire Ehrenzeichen mit der Inschrift ..Für treue Dlerche". — Das Ehrenzeichen für Mit- a.nLer freinnlltgcr »euerm-ltren trmrdr dur-cll !ien Großb-r»-«
»'■»" ***. Heinrich LK
^?rg Teimel. Jvhmwes bechert, Friedrich Kars Große Amon Heu manu, Jvhannes Baptist Klo mann. Joses Mich-P Äi'hestn Aa^b Si,non sämtlich zu Mainz, und Httnttch Marquardt L,.^Eburg. - Bestattgi wurhe mn 26. Juni der von dem Herrn Grasen zu Ett^FrwsMtau auf die dritte Lehrerstelle L K schule zu Beerfelden UN Kreise Erbach, präsentiert^ stZtter Wilhelm Jeck von Wurzburg für diese Stelle - Am Ä- 3- wurden der Lokomotivführer Michael Gruber zu
^'^rms und der Zugführer Georg Hochim m Friedberg beide in ^r^sst,ch-P^ß,scheu Eisenbahii^nnschaft, auf ihr Nachsuchen vom^l. Juli d. I. au m den Ruhestand versetzt. — Am 6 Juni } mvbe ^ Lokomotivführer in der HttsischPreunis.^r EtteiiLahngememschast Jakob Schnuck zu Fwauffurl a M uxwen ge,chwach1er GesinEii vom 1. Oktober 1916 an in den Rube- itand verletzt. '
** B'H"chnung. Sergeant Iiobert Loos wurde wtt dem Verdienstkreuz sur Krregshtlfe ausgezeichnet, nach- hatte kurzem das he,fische KriegSehcenzeichen erhalten
** K äse- Verteilung. Von Montag den 8., bis Donnerstag den 11. Juli etnschlicßltch gelangt in 10 Geschäft, ten Käse zut Vertrrlung. Näheres siche Anzeigenteil ) r, « b e v o n K u n ft ho n i fl . ' Vom 8. bis
« ! 918 «fohlt in den Klemhandelsgeschäften der
Laadk Gießen die Ausgabe von Kunsthonig gegen Vorlaae des Bc,lellauswct,es zur Lebensmittetkarte und Ablieferung
Kunsthonig. Siehe Anzeige.
** 2 - M ark - S t ü cke. Auf die Bekanntmachung im
Anzeigenteil wird besonders verwiesen.
** Lehrgang für junge M äd chen. Me uns von dem Mg. d. Frauen verein mitgeteilt wird, soll demnächst hier ein dreimonatiger Lehrgang eingerichlet w'rden, in dem junge Alädchn >ich zu Laborantinnen oder Hilisarbcitettunen für la t rio.ogisch- und hygieittsche Institute ausbilden können. Es handelt sich um eine ttngehende llmerweisung durch einen enahrenen Fach.uann Vorausgesetzt wird der abgesclilossene Besuch einer 1()Massigen Döh. Töchterschule und gute Allgemeinbttdung. Da die Tätigkeit sich für gebildete Fruum gut eignet, und auch die Verwendungsauslichten günstig sind, ist eine zahlreiche Betestigung zu erwatten und baldige Anmeldung erwünscht. Siehe Anzeige.
** Anmeldung zur Land sturm rolle. Auf die Bekanntmachung im Anzeigenteil sei besonders hingewiesen.
** Lieferung von Waren auf militärische K l e i d e r k a r te n. Durch Bekanntmachung der Reichs-Be- ^!^!?Os)belle vom 9. März l. I. ist besiimnit worden, daß Militärpersonen nur noch durch die nnlilärischen Betlei- dungsämter mit den erforderlick>en Web-, Wirk-, Strick- und Schuhwaren auf Grund besonderer 5lckeiderkarten versorgt werden sollen. Näheres im Anzeigenteil.
** Ludendo rff -Spende. Die Mitglieder des All- gem. Staatseisenbahrr-Vereins Gießen stifteten für die Ludendorfs-Spende den Betrag von 1055.83 Mk.
Der Verkehr mit Obst nicht freigegeben. Es ^st ldas Gerücht vettbrertet, daß das Frühobst für den Verkehr srestgegebeu sei. Davon ist keine Rede. Nach Bestimmung der Landes obststelle ist nach wie vor oer unmittelbare Bezug von Obst durch den Selbstverbraucher beim Erzeuger verboten. Trotzdem hat die Sihleickwersor- gung in einem Maße um fid’^egrtffen;, daß die kontrollierenden Organe vollkommen machtlos sind. Die Oefsent- lichkcit wfrd es sül> zuzuschrriben haben, wenn die de wirtschaftende Behörde aus der vollkornmen urwernüns-- tigen Art, mit der die Selbstversorgung betrieben lvurde, für die spätere Ernte die nötigen Folgen zieht. Es soll aber hier nochmals darauf hingÄviesen rverden, daß Erzeuger und Käufer, die wegen der Schleichhandelsversorgung Obst womöglich unter Ueüerschreitung der.HöchschrüF verkaufen oder erwerben, strenge .Strafen zu gewärtigen haben, und daß gegenüber solchem die Allgemeinheit so empfindlich schädigenden Verhalten rücksichtslos durchge- grstssen wird.
** Oberhessischer Kun stverein. Tie Ausstellung im
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Hasen" ausgeitellt, die beide eine feine impressionistische A-lsiassung verraten. Ist im „Fisckierdorf" noch eine gewisse Ruhe, sowohl in ber Fläch wie in der Stimmung vorhanden, so ist im ,.Jnduj.rie- hafen" alles beloegt. flvckig: eine Ettnnerung an Kalllnorgrn.1 E. v. Gebhardt zeigt in der „Sttkdie zum Bilde Musi-sterenVi Engel" bereits die tiefe Verinnerlichung, das schtt charaktett- sierende Moment, das seine Gestalten auszttchnü. A. Schlüter (Düsseldorf) ist mit einem sein abgestimnnen, sarbensatren Aquarell „.Httbelandschrft" ,E. Heinrich (Düsseldorf) mit zwei „Abend- stimmungen" voll intimen Reizes vertreten. Pochmann (Düb'ch dvrf) schlägt mit seinem Bild „Auf der SMbe" die Bahnen des jungen Zügel ein. Zur Impression feinster Art hat H. Hermann (Düsseldorf) sttn „Motiv aus Spanien" gestaltet. Hart ragen die reiferartigen Bäume in die Landschaft, sie gkei:::sain zerschneidend. Und doch fällt nichts auseinander, da die ©tim-aung ettiheitlich und die Lokalsärbung so kompakt ist, daß das Ganze geschlossen wirkt. Aeußerst wirkungsvoll erschmt das im warmen, lichen Rembrcmdt-Ton gehaltene holländisch Interieur „Best. ch von W. Schreuer (Düsseldorf). Tie Sammlung der Pustelle von Olga Hasselmann-Kurtz (Wieslxtt-en) ist durch einen misdrucksvollen Hundekopf „Bobli" und den farbenfrolien g-obelinartchen „Sommertag" erweitert M Radierer Zeichner von kraftvoller Eigenart zttgt sich Dverbecker (Marburg) in zahlreichen Blättern. Fällt in den Landschaften das feine RänmgeMl ans. so hat man l>tt bat ^5orttät^töpsen den Eindruck tiefer, durcbmststigter A.bttle-l R Baß (Gießen), der die Radierungen „Schloß Lich" und „Motto aus Gießen", sowie die Zeichnung „Schloß Maröuvg" ausg«>eLl hat, verfügt über vielversprechende Anlagen und erzielt persxek- livisch schöne Wirkung.
In der Gießen er Kn n stsa mm lug i Nerun Sl-'ß gelangten im Ritgenzinimer Aquarelle von dm Wiartburg me^che bei der Diederl-ettt ^ r., en-ß ^ ^ - io-
aus dem Lpütt.nger Wald zur Aufstellung. I.:: -in e tttt mstrett wurden Radierungen von Müller-Sch e.:tt'.d, HossmMM. Fallerslelien, Hausmann, Wilttm, Elze, Damtter, so'.oie ättchiun- R- Koch (Motive von Büdingen, Nidda, Orte:r erg und Wimp'eni neu ausgestellt. Auch wurde ert Oelgemälde „Weiße Rv»en vm, Anna B yer-Darmstadt de- Au steilurg neu einecrleibt.
, . . ' ^tadtthe ater. In Tcgter Stunde fei nochmals auf die heutige interessante Aufführung von „G r der Wunderbare" mit allere st n K:ä.' tu bc;> Frauksur e Sc auipiel- yaujes besetzt, hiugewicseu.
Ger'LÄ-tsiLrLrl.
Fc. Wiesbaden, 5. Juli. „Sind Sie der Arbeiter Joseph Kellmeyer aus St. Jngbett?" „Nein. Ich heiße Gottlob Snr?
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lcher Ne
^Morgenstern genannt der Stern vom Morgen, ligion?" — Mcs." — „Wann geboren?" — „Bin nicht g 6o . rci ?ft ~ [inb Sk?" — „Ich bin der Fri-dcnsbtt.'.ße' mir ist aber meine Mach gestohlen ivorden." — fstft solchem r . loorlni versuchte ber 3.1 jährige Arbeiter .Ällmeve» lieute vsr bi Strafkammer den Verrückten zu spielen. Das Gerücht ging abc daraui aosolut nicht ern nnd nahm ihn kurzer Hand Tiek
ftaI)B eines Anzuges in ber Logierherberge in Höchst a. M. in ein Gclau gnlsltrale von ne un Mon a ttm.
K püsupf eli?Ä
der !»;dnv»neii‘Apotheke in Frankfurt, Kain
wird amlich serue verordnet bei Krämpfen '««
p . .. E r «I» Mk. 5.—, zu höben durch die i; v v.
M« t c§ in FrMklirt, t.» » U«.
^ b>t. ..H"e.mo^lob,84ttn ^ttenbrorv n.O^/o tt->zian l i: terst.
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber, guter Mann, unser lieber Bater, Schwiegervater, Großvater und Bruder
Jakob Bern iv.
im Alter von 74 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen-
Sopljfe Dern nebst allen Angehörigen. 'Watzenborn, den 6. Juli 1918.
Beerdigung findet Montag nachm. 3 Uhr vom Sterbehause aus statt.


