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ec ^ietzeuer Anzeiger

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Erstes Blatt

M. Bahrgang

Mittwoch, tz). 3 tüii I 9 J 8

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MTB) Grotzes Hauptquartier, 18 . Juni. (Amtlich.)

Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht.

Feindliche Artillerie entwickelte in einzelnen Abschnitten ru Standern, beiderseits der Lys, Mischen Arras und Ancre rege Tätigkeit. Nach heftigem Feuerübersall griff der Feind gegen Mitternacht südwestlich von Albert an. Cr wurde ab- gewiefen urw ließ Gefangene in unserer Hand.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

SrwtvMich von Noyon und südlich der Aisne lebte die Arüllerictätigkeit in den Abendstunden auf. Teilvorstötze des "eindes nördlich der Aisne und nordwestlich von Chatvanx- Dhierry wurden abgewiesen.

Der Erste GeneraLlruartierweistcr

Ludendorff.

*

Ter Abendbericht.

Berlin, 18 . Jrmi. abends. (WTB. Amtlich.)

Von den Kampffronten nichts Neues.

.^ach einer Meldung desVorwärts" bauen drei Ab- geordne« des holländischen Parlaments eine Erklärung ver- vfsentlrcht, worin sie eine Friedensvermittlung der holländi- >ll>en Negierung anregen. Die Abgeordneten glauben aus Er- Uarungen jeder der kriegführenden Parteien schliefen zu in ten, da;; rede zu einer Verständigung zum Frieden bereit "t. aber die Bereitschaft der Gegenpartei bezweifelt. Die Ab­geordneten regen an, wie es imVorwärts" weiter heißt, die Niederländische Regierung solle die kriegführenden Re­gierungen fragen, ob ihre Voraussetzung richtig ist".

^crVorwärts" begleitet diese Nachricht mit einigen <»». vorsichtigen, überraschenderweise gar nicht Überschwang.

Bemerkung-en. Er erklärt, wenn man die letzten Hand- :un#en her Kriegführenden überschaue, so erscheine die Auf- 'oor drei holländischen Abgeordneten reichlich opti- S "Mer die Frage, die sic für zeitgemäß halten, ist > efchilit gestellt und könnte, wenn die Voraussetzungen zu- 'rrffni, niitzlich wirken. Ihre Aktion hat unsere vollste Sym­pathie, und gewiß ist, daß dieser Versuch, der Sache der Kul- tur aus blutigem Wahnsinnswirrsal zur Vernunft des Fric- E^Mbelfen. ,in allen Völkem das Fühlen .und Denken von Millwnen auf seiner Seite finden wird."

hält das Blatt die zweitägige Anwesenheit ^cheidemanns im Haag, von der es in derselben Nummer berichtet, für bedeutungsvoller. Es handelt sich um die Kon- serenz der sozialdemokratischen Parteien der Mittelmächte m.e der Vorsitzende des iuteMationalen sozialistischen Komi­tees, Troelstra, eniberusen hat. Bon österreichischer Seite neh­men die Genossen Seitz und Ellenbogeik daran teil, und auf Grund der Ergebnisse dieser Zusammenkunft wird, wie der Vorwärts ' hinzufügt, Twelftra dann mit den Sozialisten der Entente m Fühlung treten.

Wenn die .Herren Seitz, Ellenbogen und Scheidemann 7 , wäre der Abgeordnete Erzberger noch dabei, so handelte lich s um em v i e r blättriges Kleeblatt Mitteleuropas uns den Frieden nur nicht zu teuer erkaufen! Am Ende ivird, wie m Stockholm, ans dem Handel um dieses große Ziel ndÜ" berauskommen, aber die Gefahr wächst, daß andere w . ^ulleboten und um ein Billiges verschachert wer- nm,jil nnt !fc'i. b ' e nm ' m,c notwendige tzaushaltunascinrich-

die wir nicht vorzeitig zum Tröd- bürfen. Schließlich sind die in Frage stehrn-

be? warf f" 11 ;®!* 1 ' fibev doch nicht Vertreter oder kwr Mittelmächte! Die drei Solländer ! 1,!" d^llelcht doch die feinere Nase. Es wird nämlich in den von «ner sich näherndenFriedensoffensive" FvEeichs gcsprocheii, und dieRhein. Wests. Ztg." stellt ,ch- a ^ ^ das neutrale Ausland zahlreiche Berichte »'''ll^nfreich über die Ltiwmuuq innerhalb Regierung, d'T' 11 ; und Volk etngeloufen,die keinen Zweifel lassen, e°§L°nkreich ftch zetzt ans der Höhe dc> Slimmungskrisis "cnndet, dm Ende Mar erngetveten war".

uns nun aber nicht etwa Gelegenheit geben, Lfch^.v'rcder Angebote ziu inachen. Wir wissen, daß die Mner kurrnoch allerdings hungern, un, die 'Angebote für StMmui-gsnmche gegen Deutschland auszunutzen. Mi brs die Gegner mit Angeboten

hevantveten oder bis Frankreich m England serneni Lloyd George den Lanf-

boben tverden. Wenn diese Hetzer gegen den Frieden aus ermnal aus einem ander» Horn blasüi sollten Mußten, wir sehr argwöhnisch sein und an 'die'Kie-

g 5 ÄiS?a.*s?isS, iiii s i *E r I« 1 1 "ästä

urMärachen Eveignissoi^ftüher ober später rintretnt muß. ^J 5 ' ^,} ^hr durch die Wucht un-

yry>^ k gierungslnNs K

.^Marachen Evermmwr^früher ober später einbeteu muß.

Elemeiicoaus Lwlllmg ist aber zweiscllos die ^ ^ n ^ r i. Ilfnmuä N"ch- der im Volk und Heer fc W das Vertrauen verloren hat, aber bisher noch von Clemenceau gehalten wird, iveil mit dein.Abgang von Fach Eng- ^ *5^ wwder ihre frühere Selbständigkeit m Lacken

der veeresleituno fordern winden, ein Bc-r.'-ma-i das nash (sie,

Mmmnnn ^'suEmigen gesahroolic RüÄoiriuvgei! aus die Volke- Ammimg in Frankreich haben würde, wo der Saß besond-rs amen ^Engländer ,chon letzt nur noch mit Müh- unterdrückt nn-I^

^ b ^ en Wochen dürfen wir die Skerven mcht verlieren und müssen uns möglichst ruhig und ae- duld'g verhalten. Der Fried« ist wir ein scheues ^Fagdivlld. wich-den" ^ ^>ÄNtrgem geuerlärni nur verscheuchen

hvitHrUr. offf-;; ' w ,^1 W u |U j t ioiarcer oster imieren

sSSr«*

SSf 1 4 HHEng nei zu besesti- rechnen könnte denn "e?u sÄcker^ürbe urmnttelbareu ,Sturz

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Amtlich wird verlautbart: flacht in Vrnetien nimmt ihren Fortgana ..ir Armee dis Generalobrrsten Freiherrn v Wurm a-- «an» an zahlreichen Stellen Raum. Ihr Südstügel erreichte ui zah-n. Kanmfcu den Kanal Foschha Geueralalierst Erzherzog Josef baute seine Erfolge in, Montello-Gel>i^ -> aus Italien,k»r Gegensdiße scheiterten an drei Kumystoge- wurden in diesem Gebiet 73 it.rl:cni-ch>- darunter zahlreiche schweren Kalibers, ^riderfeits der Brenta rairnte der Feind abermals ner- geblich gegen unsere neuen Stellungen an Ebenso erwlalos »erliefen mdlnh «m Asiago mehrere englische Angriffe Sic Zahl der Ge, angenen ist aus 3 0 hg 6 n r»ti< - flei« (tut der erbeuteten Geschütze au 1 >o ^ir t«l UtC £' Mineutverfern und Maschinengeweh-ren sowie so>.. stifli'" Kriegsmittel» ist noch nicht gezählt

Der Chef des GeneralsdabeS

vie Angriffe gegen die italienische Zront.

. bn, 17. Funi^kWTB.) Aus dem Kriegspresseguar- O ff^n^ldet' WaS oer erste Tag de? einsetzendchn §ru-nslvc an der Sudwest f ro nt unseren braven -bruchwu an Erfolgen brachte, lourd« auch gestern allen ver- ziveifelten Anstrengungen des Gegners zum Trotz, teils be-

durch alle Beschwerlichkeiten dcr mrgünitlgen Wit^rung weiter ausgebaut. Das Westufer des ,mw' beherrschenden Hohen des Montello bis hin­

unter ans Meer, war der «chanpintz erbitterter Kämpfe, in ^ Iauf N uni-« dort ow-rierendeii Armeen in den Besitz Steren ftindlichen Geländes und dadurch einer größe- ""er bisher errungenen Erfolge setzten. So- wohl dcr Raumgew Inn rm Gebiete des Mon te llo wie auch westlich von San Dona die Einnahrne des vielnmstritte- ?r fl l b d>- ersten Früchte des mit so unver­gleichlicher Schnelligkeit und durchschlagenden- Erfolgnter- ÄS 1 -. ^^büberganges, der Ausblick für alle ivcitcren Möglichkeiten eröffnet. Daß fm Fagore eine einzige Sturm- vatrouille ernes Iniaitterievegimenis 700 Mann mrd neun

r 3 or cX v ~ > >fl- | t-t/l, U1UU/ UIC 7üUU;l UN-

lereö Angriffs die Verbände des Clegners in Verioirrung ge­raten fern muen, und ein schönes Bild von dem prächügen Offensivgei,t unserer Truppen. Auch während des gestrigen Fages blieben alle beiderseits der Brenta errungenen Ersölge w!t rn den Händen der ölterreichisch-ungarischen Truppen. < I ü-breit Boden in dieser wildzerklüfteten Gebirgs- landnftaft, wo reder Sel-ritt nach vorwärts von nicht zu un- tcrschatzenoev Bedeutung ist, konnte der zähen Verteidiauna der alpenlandi,ci>en Regimenter entrissen werden. So schlossen sich die Erfolge des zweiten Kampftages würdig den voraus^ gegangenen Ereignissen nn.

Italienischer Bericht

Vom 17.

Juni.

*.. ^ der Asiago-.Hvchebene und auf di>m Grappa beschränkte sich der Fouid, der ani 1/. mr-a.«x. ^ ..

Juni

riesige Verluste erlitten 'h<rtte.

0 Eu, unseren G-egenaugnsftu durch starkes Gegenseuer Hmder- » ,,e ui du Lieg zu legen, mrd untere und die verbimdett-n Truppen uie am mehreren Punkterr -reilerfolge und Frontberichtigungen er- rangmr, zuruckMvegen. Längs des Piave dagegen wird

d r e S a> l a ch t mi t arr ß e r o r d e n t l i ch e r H e f t igk e i t w ei­le r ge fuhrt. ^er iscunb drängte, ohne seinen Verlusten Rech- mmg zu tragen vorwärts, um die Besetzung des ?)tonteNo iveiter auvzudeimen und sich einen Weg in die Ebene zu bahnen. Unsere gruppen verwackelten den Feind aus der Linie Cianv-Mowello ^ratE>Mi Andrea in starte Kcnnpfe. Sie behaupteten iln-e Stel- umgen an dem Mrß (Piaves von San Andrea bis F-ossalta und bereiteten dem Verrücken des Feindes in der Schleife von San ^ona di Mave erfolgreichen Mderstand. Die Zahl der seit An­fang der Schlacht ge,nachten Gefangenen belänft sich airf 120 Offi- ziere »md 45(X) Soldaten, von denen 716 von den britischen und 261 rvln den französischen Truppen gefangen nncrden. Die Mitwirkung der iftlLger machte ,ich trotz der schlechten Witterungs Verhältnisse lebhaft fühlbar. 44 fewottche Apparate wurden im Verlaus de- c'etzten zwei -^age abgeschossen.

*

- ic Gründe der Verzögerung der österreichischen Offensive.

Wie n 18. Juni. (WTB.) Die Blätter nwwen.-Seit Beginn ^?blltschen Angriffsschlachs im Westen wurde in der Oeffesttttchkeit sehr oft die Frage erörtert, weshalb der öster- reichi sch-ungarische Angriff a n der Süd weftfro nt ffncht g 1 e l ch F e i t i g eingesetzt Mx\ um so einen >chlamm.daw Beweis von bex Einheitsfront d^'s Bierbnndes zu liöfeni ^lch- gesichts der fort schreit eudeu Erfolge an der deutschen Westftwnt konnte inan der sich steigernden und vielleicht bis zu einem gennssan Grade verständlichen Ungeduld stets nur eitt.iegeut)alt«l/d. es der Obersten Heei-esleitung überlassen bleiben nttlßte, jenen Zeit- Punkt für den Beginn auch uaiferer Offensive an der Südwestftvnt wählen, der ihr auf Grund einer erngelfendeu Crwä.fung der ihr lxckanuteu Momente als hierzu geeignet erscheinen mußte Wemmleich sich aus begieislrchen Gründen die Operattou auf dem suewestllcheu rregssllumplatzt' dt'r Erö' ','ruua derzeit entlieht, möge bvch kurz am etiuge Momente hmgewiesen werde:!, ^eveu Unkenntnis oder, Acissteraattlaimng Ferirswlfendr .zu einer vorickmellen und genun nicht zutreffenden ^Beurteilung der Lage verleiten konnte

Es gibt keriieu Virregssä^aupla», dcr auch mir amM^rnd cmc i.erarttge Verschiedenheit mit Bezug auf die drrung iutb Beschafferrliett ^de^ Gel ü n d e s, vvr allem nk»«