Ar. M ZWSlteZ V.M - Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gherhesjen) bamttag. ;5. Juni {%$
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D?f ulrai.üsch-riisfljche Kried^
Wien, 13. Juni. (WTV.) Der vorläufige ukrai- »i i j (h * t w f f i f ct) e Vertrag ist !h>c.u Le mittag u rt t e r - aeiqinet taoro-eu. Sein rvesentlicher Jnh<rlt ist die Ein- tteNuuO der Feindse'l'igkeiten, die Gcleichderung dar gegen-- seitigrnn Rücktvanderung, der Austausch der Kriegsgefangenen, die .Vorbereitung des Ausdrusches das Eisenbnhn- Matarrals, die Anbahnung von 5 ^udel?bi-ziehungen und die ^^reittvistigkeit, bald in endgültige Iriedonsverhundlungen einAUreten.. ' '1
Vom japanischen Heere.
London, 14. Juni. (Reuter.) ..Daily Telegraph" melde' ia.uA Tokio vom 7. Juni: Heute fand eine Konferenz der Feld-- ,mrrschÄle in Atrweseubeit des Kriegsinrus! ?rs und des Genera!- stabstyess fbatt. Es verlautet. ba& am 10. Juni eine Konieeciez der Feldm«rschälle und F!ottniad>>'ffale stattOndcn wrck>.,„Asahi" schveibr, dich in der Konsercuz der F.ldmaffchälle über die Einführung des Koryssvstem -.- ähnlich dem dcuisck-en System trüb die Abschuss u n g des Brigadcsv st c nt s, n t> ba Wer dir Verstärkung der Armee auf 25 Armeekorps zu zwei Divisionen. die aus je drei Regimentern bestehen sollen, beraten soll. Auch Verändernngen in der Marine seien beab sichtigt. _
Ans Hessen.
Aus dem GiefLtzW'bU7:g5üus'chstd der Zweiten Kammer.
I D a r m ft a d t, bcn 14. Juni 1918.
Der »weite (Ge.sevgebungs-) Aus schuft der Z -verte n ''Klammer na ■;v-.i in seiner heutigen Sitzung beu Antrag Köhler und Gmoift'n t< treffend Immunität der hessischen 2lb- geordneten auch geacuitl'ec amfterhe,fischen Gerichten au. (Der Äüc- -trag niurbe übrigens nicht erst kürzlich eiic-gebraicht, tote in verschiedenen hessisck-ett Blättern yn lesen stand, sondern sbamntt aus dem vorigen Ja/res und n*nftc senterbt bereit? ver-
öffeTrüicht.) Die Regierung wird ersucht, beim BnüdeSrat zn beantragen, in den § 6 des Eiusül-rungsgesetz.'s Kur Straspwzeßort>- ntung die AeftimmüMg mazal/ügen. daft Artikel 31 der Reichsr«r- sksfting Eh «ff die gesetzgebende« Berfammlimgert der Bnndes- ibcctew iurch finr M itglieder Ar.:ordwmg finde, oder wenigstens eine B^'bnNckm^, daß lLNtdesgesetzstch BMmnnmgen Ä«r die Jmwu- arität esrch für andere Gericche als die des Bundesstaates Geltung haben.
Ferner Wurde die Regierungsvorlage betreffend Ge- setzentvvrrf über Kriegszuschläge zu den Gebühren der Groß herzoglichen Notare mit ei ui am im Einverständnis mit t xx Regierung vorgenoanneuen Aendernngen in den Sätzen fccr Sckttvibgebühren a grikior.mren.
Desgleichen wird die Regierungsvorlage betrefferrd Ge- setzentwues, drc ze itwe i se Erh ö hnn g de r Le i ft n n ge n d e r Brandv er sicher ungs-An ft alt für Gebäude ange* rvsnrmen. Artikel 2 erfährt eine Abänderung. Er tontet: Die Bvcm^OmHchsrungsktUN'mer toaxb ermächtigt, für Brände..die mährend des skrreges und vor Erlag dieses Gesetzes vorgekommrar sind, a!«n?«8S entsprechet: de Zuschläge M erheben. Der Eingang: „Die Bvcmdversicherungsömnnccr wird ermächtigt" fäTLt weg; es heißt also oinjvch: „sind zu genZähren", wodurch das Gesetz allgemein ri^ftvnckende Kraft erhält. Durch dir Annahme der Vorlage wird eine Verwicklung der HLUtsbesipettvreme für erbi>igt erklärt.
Gr» Dorftelktingdes Bundes Den ts cher Frau ende reine Hamburg Und Mainz, betreffend die Stekkung der FvM in der politisch-sozÄken Neugestaltung Deutschlands, wird dem neu gebildeten V effaskwngsLnsschtrft üdenviesen.
Ä-rtvag der fortschrittlichen Landtagsfrak- tio«» fck Ernchtnug r^srr tb dLe Erwertcrnny besteh«'.der Fideikommisse während und nrrndcsdens noch 10 Jahre nach dem Kriege zu verbieten, wurde nHt 4 gegor 3 Stimmen abge- lehnt.
NnterstützANgen der Hess. Aeittmsen.
^ Die Abaoordnekut Adelnny, Brauer, Henrich, Dr. Schmitt. Dr. Stephan und Gewissen beautangen in der ^Vrmmrr, die Kammer wolle beschiestm. Grosch. Regierung Zu ersuchen, den hessischen Zeitungen in demselberi llmsarvgie und für dieselbe Zeit Rückvergütungen ans Aeitungs- Papier zu g«ixchren, Inie dies in den Bundesstaaten Prenstm, Bayern, Württemberg und Baden geschelL.
Der FimrnzauSdchutz
tritt am DvmSlag den 2o. Imri znsammlen. HaMptgegeirstind her Beratung ist die Regierungsvorlage betr. Erhöhung der Kriegsleuerungsznlogen. Von der Bvendign^cg seiner Besprechungen hängt der Termin der Vollversammlung der zweiten Kammer ob, die jedenfalls in der ersten HM» düs Juli statt- und«« wird.
Steuerflüchüinge.
Mrzlrch strnd in einer vielgelesenrn V-erlmer Tageszeitmrg eine Anzeige von nbdt 0 ctabe geringem Ulnsarnge lesen, in der ein prr?chtt^lles SchlvH in^ der Schweiz $irm Kaufe au geboten wurde. Chiffre für die enclonfenden Berverbungsschreibeu war der ftböite Satz „Saut la ivoblesse" angegeben. Diese vielfogeslde Noblesse, auf die hier angespielt wurde, konnte sich nn.r ans eine Kategorie von Menftchm beziehen, nämlich aus jene, für die eine fran^-sische Phrase den Reiz emeS unbekannten Leckerbissens hot, mtt dem sie bisher noch nichts zu Lun gehabt fy&en, Leute also, die auch von bescheidener Bildung nsck- nicht berührt worden sind, kurz, Kriegsyewinsiler! Tie Speckulativn des Schweizer Sclch-stverkänfers dürfte mrssichtsvoll sein und es geschieht wohl nicht' daS erst? Mal, dah Persönlichkeiten, die durch Lvefernng von Oftanatenringen., Rmcsäckerr.oder Zeltbahnen DMillionen genraäK haben, mm dos nnalnoeiSbare Bedürfnis empfinden, ferrc von der Hemmt, wo Herkunft und vor allem ihr We-rdeg»srg minder bekannt rft, die chxlcherrschaUichen SchLchrbesitzer zu spielen. Aber a;ui» noch em anderer Bcweggrund wirkt dabei mit: Man hofft nämlich, J°o ® .brr Schweiz vLer in einem tauberen neutralen Lande, künftighin g eringere 'Steurrn zn zahlen sein werden, und da ft mai» insbesorrdeve die ©ctotmarr des Krieges nicht so fest cmpacke^i werde.
Uebrigens rüsten bereits jetzt' beträchtlich viel Linie, die zu M.-hl- habenl/eit und Reichtum gelangt sind, aber sich iwch nicht zur Ruhe setzen wwllen, dcrzu. in der Zeit nach dent Kriege Üiwenlehmimrgent MlsMchalb TeiltstlLanvs zu gründen, bzro. sich a« solchen zu be- teilrgen, wiederum in der gleichrn BvrarrsssWMÄ, daft m anderen Ländern die Steuorverhäkttnsse vorteill-afrev )vm rwlrbm. Es handelt sich hierbei nicht bloft um Erwägungen ober Mäne, sondern um ganz festsiehmde Projekte, die bereits zisfernmäftig ül^gearbritel sind und nnr der Berwirflichwlg barvar. Zu ihrer Lnttäuschrng iverden diese Projektmmaä-er allorvimrs bald die Erfahrung ein- heimsen können, das; ihre Unternehnenngslnst einigen und zwar ! licht gerade leicht überwind baren Widerständen bec-egnet.
Soeben lwl der Reichstag nämlich mit den Beratungeii über das Gesetz bezüglich der Steiverslricht^ beginnen und soll«: in diesem Gesetz alle nur erdenklichen Sicl^hnrrm dagelcen ge- scl-affen werden, daft das Kapital nach dem Kriege Ms Teutsä)- land a^^swander^^ kann, msbesotidere aber .Kapital, das während des Krieges an gehäuft worden ist. Ebenso wie das Rech jegliche Arbeitskraft für die Lomnrende Friader^zest betwtisen wird, ebenso tote es die Auswanderung an und für sich erschwevai und im Zirsanrnrenhange ixtruic die vvrdeirc bestandene Freizügigkeit ein- zilschränken, sich gezwungen sehen wird, in gleicher Weise,wird das WirtsMftslebeu des Kapitals bedürfen, schon deslxckb, um die Kriegslasten tilgen zu können. Wer als Tahsinrgebliel«Ver und.Heereslieferant aus der großen Kvtastwphe nicht nnr wrversehrt h-ervvr- gegangen ist, sondern noch aus ihr bam Vorteile gezogen hat, ja, der sogar reich wurde, hat gewisse Decpslichdvrgen der Gesamtheit gegenüber, denen er sich nicket entziehen dort mü> zu deren Leistung er gezwungen werden mich^ tyewr er ci nicht freiwillig tut. Der - KapidabruSTvonderrmg werden l?»)he Schranken anfge- rvckltet werden.. Man kann .freilich rrirnnniden gewaltfom zurück- halten und auf die Dauer auf Msetzlialzem Wage zwnrge:!., die ReickBgrenze nickst zn überschreiten. Solche Emengirngen des Berte l-rs würden zu imab f^elylbaren Miftständen führen und den ganzen Handelsverkehr nahezic un77wglith machen. Aber ivas gehindert weiden kann, ist, daft gröbere Kapitalien in daS Ausland verschleppt werden f üm aic u . Freilich Xcnrnm auch solche Maßregeln mrc bis zu einem gewissen Maße geübt toerben, und ^tvar soll jedermann, der seinen Wohnsitz außerhalb des Terrtschen fsteichas nehmen will ü.nd mit seiner gesamten Habe anÄvandert, einen namhaften Pw- zeirtstrtz seines Vermögens als Sicherheit hrnierles«r müssen, als Kaution daftir, daß er für eine Reihe \vm Jahren die ihin zukommende Kri-egsgewiwrstsuer Mich tntfSchSIch zahlt Maq dos Gesetz gegen die Steuerflurfjt <nsd) noch fb streng abgefc&t ioetbot, völlig wird es die Kapitalstbwanderung nülr n?itcrbendm körmen, denn die Ansilftt, daß Ern»erbS- und Nrtternehmetverhälkniffe in neutralen Ländern günstiger sein Werder als in Teuts>ckstarrd, ist zu sehr verbreitet, nm vlme FolgeerscheimrwrLn bleiben zu köNTren Jrrrmerlün muß das Nötige geschhen, um das zn retten, was zu retten ist.
DCutscbtcmä braucki KämiSk
arrch uach Um Kriege!
Feder Krieg»beschSdtgte mutz seinem Berns wieder zugrführt worden.
Gib Dein Scherflein sofort, damit die KriegSbeschLdigten nenrs Glück in der Arbeit fiutea, zu ibrrA und de- daterlrnbes Wohl.
Ludendorff-Spcnde für KriegsbefchLdigie
tlus Sr«dt m/t$ €ati&.
Gieften, den 15. Inch 1I18.
** Beförderung. Gefveider Ott) Bö cher, Inhaber der Hessischen TapferÄeitsrnedaillr, tvurde yurtt Ibttrrjffixier besArdert.
'** Heim«td<»nk an heimkehrende deutsche Kriegsgefangene. Das Samnrelergeckinis für den Heimatdank an heim kehrende KriogSgefarrgene in den L<rw> gemeinden des Kreises beträgt 12 084,94 Dlark.
** Gießener WalöbQhne Die szenischen Vrcbo' veitungeir für oie erste 2ftrsfüknmng, die, wie ans dem Anzeigenteil ersichtlich ist, Trächsten Mittwoch (19. Juni) gebracht wird, sind mrnmehr beendigt. — Anfang (3Hz) mrd Ende (gegen 5y 4 ) sind y T. um deswillen f) früh crngesetzt, danrit die ÄbendKÜge mach «rAWärtS «weicht werben
köirnen.
** Li chtbilder vo rt rä ge. Zum Besten deS KunstaMerb- schastlickien Instituts der LandsÄmiversität werden im Juni und Juli drei Vorträge gehalten, ans die wir Misere L-et'er besondtwS aus merksam machen. Pros. Dc. Hamann ^n.rd über Venedig als Kunststadt, Prof. Dr. Kahle über die Enlwicklun« des M-sscheenbauö, Geheimevctt Pros. Dr. Sommer über Familien- Forschung und KLnstdarstelluws; sprechen. Näheres im AnzeigenteÜ
** Anlage nmnsik fmdet Ginnbag txm. 16. Juni, vvrm. 11 Uhr, in der Ltttnvigstraße (Auch) mit folgender Spielfolge statt: Outvertüve z. Oper „gra Diavokv", von Auber; Walthers PreiSli-ed a. d. £u>. „Die Meisdersinger von Nürirberrss van R .Wagner; Schch-WalZer, von I Stvlmtß; PotpMrrri a. d. Op. „(F&aar itnb Zimmermmm", tum Lortzing; (Sriftenbarmer, Marsch Vvn ßhtbemajm.
** Lichtspielhaus 9btyd?malß sei auf bett Hennp Parten- Jünl „Edelstein^' und das Dereknndrama „Der Richter" verwiesen. Siehe Anzeige.
** Schwarz-Weiß^Lichtspiele, Sellerswcg 81. Äon heute ab bis einsckstieftlich Montag ,17. Juni, tritt Ernst Rcicher als Stuan Webbs in seinem neuesten 19. Deteklivabenteucr „Die Diamantenstifttmg" auf. Für den heiteren Teil sind die Filmwerke „Tie Champagnen-Else" mü> „Dressierte Pudel" vorgesehen. Siehe Anzeige.
** Beschlagnahme, Enteignung xnb Melden Pflicht vvnMetall-Einrichtungsgegen stünden. Zu der Bekanntmachung Nr. tck. 8/1. 18. K. N. A. vom 26. NiLrz 1918, betreffeird BeschlagnalMe, Enteignmrg und Meldepflicht van EmrickMngSgegenständen bzw. freiwcklige AVtreseruna auch ^von anderen Gegerrstandsn aus K^lpfer, Kirpferlegierungen, Nickel, NtckL- legierrmgxM, Aluminiunr und Zöm, ist am 15. Juni 1918 eiu Nochrag Nr. LI. 8/6. 18. K. R. A erschenen, der die für Fenster griffe imd Fensterknöpfe erlassenen Vestim^rrungen ändert. Hiev nach sind die für Griffe vvn BasÜllversck-ilüsstn gelnoffen-rn ÄuS^ TtLhmebestimmungcn aufgel-oben worden. Dagegen sind Griffe mW Knöpfe ohne Rücksicht auf die Konstrukrion des BersckKrrfses vs?r der Beschlagnahme befreit, sie mit dem Fenster durch ein anderes Mittel als durch Vecsckwanbwig oder Verstiftnns verbua^ren ist. Damit soll erreich tverden, daft alle Fenstergriffe, die ohne Schoio rigleiten entfernt und ersetzt ,verden können, lexbec die BdkuntM nwchung fallen, dagegen solche, deren EntKwuung mit einer Bo schädig^.mg des Fensters oder des VerschnsstS verbunden wäre, frei bleiben. Der Wortlaut der Narhttng' bekannrmacchtug ist iv der heutigen Nummer unseres Blattes ernzufehen.
** Sammelt Konservendosen und Weitz- blech ab fälle! Von der Heeresverwaltrmg wird der größte Wert auf die Sammlung und Ausnutzmrg von Weitz- blechabfällen zur Zinngennnnnng gelegt. Sowohl zur Herstellung vvn Munition, wie zur Anfertigung von Konservenbüchsen für die Heeres- trrti) Volksernährung werden große Zinnntengen benötigt, die bei dem herrschendim Zinnmangel äußerst schwer zu beschaffen sind. Denn unsere ZinnvorrLte sind erschöpft, ebensowenig vermögen wir unS Zinn aus dem Ausland zu beschaffen. So müssen alle Möglichkeiten zur Zinngewinnung aufs äußerste ausgenutzt werden. Es ist darum vaterländische Pflicht jedes Einzelne-n, dafür, zu sorgen, daß alle Weißblechabfälle (Konservenbüchsen, Putz-, Pomaden- und Salbendosen, Weißblechtöpst, alte Kuchenformen, Sparbüchsen, Kinderspstlzeug) nicht onf den Müllh««-- fen ttKnroer:t,fu’derW'ederoerrmTrjtrnrt zrrgeführt rrcrfcm Gebt die Weißblechabfälle den Kindern mit in die Schule, oder laßt sie durch Schulkinder abhol-en, oder aber liefert sie selbst bei den überall eingerichteten Sammelstellen ab! Siehe auch Anzeigenteil.
Landkreis Gietzett.
$ Steinheim b. Hunden, 14. Juni. Das Eiimnc Kreuz, ftüher die Hessische TapstrlertS-Denkmünze, erhielt der Fahrer Otto San g.
Kreis Schotten.
e. Eichel sa chsen, 14. Juni Wegen Er ^i r n k m ' -g der Kftlder
des in dem Schulgebüude wohnercden Lk-lxrerS tn Diphtherie mußte die hiesige schule ans mehrere Wochen gänzlich geschlchstn werden.
t. Ulfa, 14. Juni. Der Unteroffizier Otto Ludwig. Jrv« hnber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapstckritsmedaill^ starb den Heldentod fürs Vaterlunt».
e. Ans dem Vogelsberg, 14. Juni Jrffolgr der a» habenden Trockenheit sind viele BogelSberger Müller Mzw-nngeit. ihren Betrieb stilluehen zu lasten, da die GelLrgsdLche nicht da- «h-rderlich-: Wasser vut sich M^en.
Dtarkcnbnrg unb Rhriu^fftA.
Fe. Ä»r Rbeinhessen^ 13. Jrsri Obwohl die R-r-L» in den letzten Jahren ülx-rall jdcrrk auSgeschossen lvurden, so dafl allgemein^ ein starker Rückgang im Wildbestand fest gestellt^ i verden mußte, wird ans zahlreichen Gemarffmgerl Rheinhesw.rS ein Mwa)
E en bestand armrlM. Ter erste Satz Ihm v^ügtich durch, üs«B die ?hiffülh*ng beö HaseabestoiubeS von »rroyrr 1$^
er bem alljw üppigen Gras- wck Kleeuv.'.ch^ ätt dir Hi'chnrrLr^ erheblich denn d« HOhner worden vvr Be«chi-M«s der BrM -n«- Verlassen der Eier gczwrmgerr.
Kreis Wetzlar.
na Wetzlar, 13. Jnni. Tie hiesige öffentliche Bücherei, di« dem Wetzlarer Deutschen Sprackwereni. angeg!«L>ert ist, per> 7 «k^t« im Jahre 1917 ihren Büchrrbestcard von 4280 auf 4439 Bände. Die Zahl der Drsleihnngen betrug 15063 gegen IW 17 im Vorjahre. Das Lesezimmer ist seit Juli 1917 tpirder geöffnet. Int verslosfenen Jahre erhielt die Bücherei wieder ansehnliche Betrüg« von der Stadt, dem Kreis, der hiesigen Jntnrstrrie und zahirrschm Privaten.
Ta. Aßlar, (Dr. Wetzlar), 13. Juni. Dir Finnische FrriheöS- medaille 1. Klasse erhielt llTrtervffizwr Miltenberg von h«c.
Mrchlkchr NachrichreK.
VvSttSd««.ft MN 'Änmürg den 16. Juni (2. nach Trrn.).
Evangelische Genreinde.
Inder Stadtkirche. 8: Zngl. Christenl. f.d. Neukonffrm. aus d. Mark.-Gem. Psr.-Slff. Liz. Remring; 9V,: Pft. Mahr; 11: Kinderk. s. d. Mcrtth.-Gem. Pfr. Wia.hr. 19. Jnni,
aK-S. 8: Krv^sbetstnnde. Mr.-Afs. Liz. Re:mftrg. — In der Jo- h a n n e s k i r ch e. 8: Znai. Ehristenl. f. d. Neuftmsrrm. ans d. Z-oh.-Gem. Pfr. Ansstld: 9Hz: Pft. BechtoAheimer; 11: Kinderk. f. d. Lnk.-Gem. Pfr. Bcchtvishrrmer. — Kirchberg. Darin. 10; 11: Christenl. f. d. märurl. Jugend. — Lollar. Nachm. I 1 /*. —- Mainzlar. Abds. 8»/r: Kriegs betstnnde.
Uathottsche Gemeinde.
SV*: Gel. z.Hk. Beicht: 7: Hl. Messe, gemeinschastt. Komnr. d. Mmp.: 8: AnSt. d. hl., Konrm.; 9: Hochamt m. Pred.; 11: HI. Messe m. Pred.: 2: Christenl., darauf sakramental. Brudersch.-And.; 8: Tllotzsiusand. Dierrstag nnd Freitag, abdS. 9: Kriegsbittand. Samstrag 22. Jmü, nachm. 5n. ckbds. 8: Gel. z. hl. Beicht. —> Diafpava-Gottesdienst am Ib.Jrmi: Lich 9Vs.
Gberheflischer Rnnstvrrein.
- Gießen, 15. Jnm 1918.
Nur rvenige Künstler beherrschen diesmal die RÄurne des Dmlstverenrs im Turmhaus am Brand. Der Ansstellnng gereicht dies aber keineswegs junt Nachteil, im Gegenteil, das Gesamtbild ist wffenttich eftcheiklicher, -der Eirchauck, den nran gewinnt, abge- rmrdeler.
W. ^ Stein'hausen (Frankfurt a M.), der hi<^' kein litt» bekannter ist, füllt mit fernen großen GemWeu, die biblische oder inythologisck>e Stvsft darstelleu, wohl zuerst ins Ajnye. In breiter, weicher Flächenmanier malt Sternhaufen seine Gestalten, die alle etwas ttes Vergeistigtes, Mystisches an sich haben. Dunkle Fvrb- töne, änßkrst fein nuanciert, beherrschen das Bild und geben ihm em geschiosst'.ws, bestimmt festgelegtes Gepräge. Trotz der vielerl dunklen Töiie, die leicht zal einem Jneino:rd'?rfln:ße)l der Farbe führen könnte:!, ist doch die Plastik, die Sternhansen erreicht, mitunter überraschend. Am deutlichsten wird man dies gewahr, trenn man das Bild ,Föttsemane" ansieht, aber sein Augenmerk ans die GrwLndliehanblimg in dem G»'mälbe „Du reichst mir Deine dnrch- araliene Ltcmd" richtet. Das dNpstische, Symlwlische, das die biblischen Oet-Gemälde des Kürrstters auszeickmet, tritt auch in den Rabierimgen auf, die übrigews vvn eiiver selten flotten and sicherer, Nadelführung zeugen. Selbst ans den Landschaften (Bmimwipsel, Waldtal ustp.) ist dieser vertiefte, typisch Steinstmsensck-e Zug nicht ganz verschwundenl. Mm: merft ans jedem Pinselstrich, mit welcher Liebe der^ Ä^ialer an sein Objekt herangegangan ist, wie er seine Seele, sein innerstes Denken und Fühlen hinerngelegt hat, nrie der Geist die Idee durchdrungerr und verarbeitet hat. Sv sind
diese SBerfe Bekenntnisse 'einvs WbelstcrS getrwrdM, der ruhig auf alle malerischen Bildmrttel, Lickteffette u. <?. m. vaczick>tnr famv, weil es kaum möglich ersck-ernt, daß ein Bist) mel-r sagen kann, raie hier. — Paul Seg i sser Acünchcu) ist mir einer großen Anzahl von Bildern! vertreten. Wer tie^ einzelnen Bilder vergleich wird die ^eststvlürng machnr, daß die uttüarische Änsdracksform Nvischen einem fernen .Jmlprel 1 MiiSnms mrÄ einem gemaßigtri» Eripcesswnismus sckttxrnkt.. Freudige, hnb^rde Farben, kühne, breite Striche, keck: Sck)atkm und Lick.«er, daOr^schm jrnch trübe Stint- mnngSN, leben in diesen Bildern auf und machen sie ausBrnckSvvll, lebendig. (Smmenwolken, Rosenbusch, ^ Tawnetter, St. Mang in Füßen, Feldkaprlle, SchLc.-ßmau-ac, ina FebQ»r, Steten fcifbcr). Im Interieur (Mnftttzimnrer, HcrenkLche., Dunae am FlchnD V*n> n»endet bet Künstler das übliche, siftars «ttchillendc Locht. Was ater bervorrnheben ist, das ist die geschickte Wklönmrg der gelben bis nreiftlickLn Töne, was besonders der Plastik mib Perspektive zum größten Vorteil gereicht. Die blau-grüne, tüpselige ,Mvndnack-r" erinnert on Stnck-ckkinflnß oder an den Stuck>-SrÄler P,cklar. In der ,Linde" schließlich hat der Beschmrer beste Beispiel des feinen, genickftigten Erprffsw-nis'.wr6 Ein Augenblick, ein Ein» druck ist festgehalten, grob, schwer, beinahe nnförrnrg, fleht alles da: aber trotzdem, n*ie plastisch wie lvirkungsvoll!
Als einen Ateister des Agiwrells und Pastells haben wir bereits ttvr Jahren Mar Fritz (Lübben) Lmrre-i gelenrt. Arsch die neuen Werke, die der Künstler air-gestellt hat, ze^nr erneut, n>ie innig der Maler mit der ftratnr verwachsen ist! wrd wie er versteift, Gtinp- mnngen fesl^ulallen imd getreu tmehcrjiugclwu. Brrs der Anzahl seiner Gemälde seien besonders bervvrgehoben.: Wftrter am Neckar (Paftely, Abeiü) am NLüritzs« (MuarÄ), Im FÄserchck (Pastell).
Tal bei Cannvtt, Kiefern am See, Pappelollee, Morgen ftHmnung an der Havel, Niedersächsische Baumnküche, Straße in Paderborn, Sttaße in Blcnnverg (Aguarette). I. Köselitz ist mit einigen schönen, ck-arakteristischen Zeichnungen (Alter Mann. Torf- musiöant, Mädchm.bopf)^ eiuer im Vordergrund etwas stumpftu „Prozession", so^vie mtt dem ausdrucksvollen GcrrreöLd „?birS- zügler" vertreten. Ter „AuSKÜgler'd ein am Fenster einer Stube sitzercher älterer Mann mit Hut, ist prächtig wiedergegebe'.i. Kvps und Hände sind wie gemeißelt. Dabei ist die Malweise nich kleinlich, sondern flott und sicher. — Olga Hasse l man n-Knrtz (Wiesbaden) erreicht in ihren Pasvell^Porträts größte Lebenstvahrheit. Das Interieur ^Lamp^mlicht" zeigt, wie die Künstlerin den icvmchen Stift meistert. Das rötlich Licht durchflittct in allcn Tönen den Raum und ruft eirre warme, anheinrcliche Stinwrnng hervor. — Eugen,Drachr (DreSdsr) hat drei Gemüldo (Dorf SparselS, Sck-loft Tnvafp und misgestettt. T,e Bilder, die
in Hellen, satttn Farben breitst ächig angelegt sind, fallen vor allem durch ihre Tiefe und die tvnndervolle Farbengebung euf. Sie zeigen aber muh den Künstler Wm einer gänzlich anderen Sette Uitter Berzichk aus die frühere Lilht- und Schattemvirttmg, dominierest hier nur die Fattorrrt „Liaftt'" tmd „leuchtende Farbe". Schttten sind gänzlich «ruSgcschltet. Tiefes Blml steht gegen Weifte Helles Grün gegen (Mb. — Bon E. Morgen stcrtl (Frankfurt a. M.) sind die „Flandrisch Mülile" und „Strand von La Paunc" vorhaschen. wovon vor allem das letzte wieder durch döü ünprelsömistisch Behandlung der Wafferstäch ausgezeichnet ist. W. Schrener zeigt in dem lMm'ilde „Sommerftische^" neb«kj sicherer Technik feine charaktrisievmde Komik. Eür (Mnebtlb guter. Wirkung hckven wir im „Rwtcheick' von P. Z ek k na r. wr.


