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toaffucte italienische DampferEnrichetta" (5011 Brulto- ^.-TmlN.), der italienische SeglerAlessandra" (2432 Eor.-di.--r.), der französische SeglerMichelot" (2336 Br. Meg.-Toniren). Der japanische DampferKawa Pi Marn" Vr-R.-T.) wurde vor Freetown schwer beschädigt, außerdem die französiscl)e F.-T.--Station sowie ein kleines tiderranisches Kriegs fahr zeug in Monrovia durch Artillerie -eritort. Unter den versenkten Ladungen befanden sich, so­weit festgestellt werden konnte, vor allem Weizen, Mehl, Baumwolle imd Kohlen. 0

Der N Boot-Krieg an der amerikanischen Küfte.

London, 7. Jüni. (Reuter). Mrs Neupork tvird derDaily Fr, gemeldet, datz im garrzen 14 Schiffe, meist Küsten- ichcmer, von deutschen U-Booten in der atlantischen Küste veilen kt wurden. Gestern wurde bei Cop Virginia der Schoner gesaust als Wrack treibend gefunden. Man weiß nicht, was ans der Bemtzirng genwrdcn ist.

Königin Regente».

v. ir^< x y*1' 7- Juni. (WTB. Amtlich.) Laut Nachrichten aus DvUand ist der DampferKoningin Regentes" auf der Trayrt von England nach Holland auf eine Mine gelaufen und

C > unken Der Damptzl-r gehörte zu den fttt den Austausch Zrrreg^efangeneu und Internierten bestimmten Schiffen, für Lrf .eMmmtrn Kurslinien freie Falwt im Sperrgebiet zuge ll'r Ql m Hwall, der derr Verlust des Dampfers herbei- ^pjhrt hat, befand sich kyinr AuStauschpmon an Bord. Von! deutscher Seite sind auf der zugesicherten freien Fahfttraßei t - 11 gelegt worden. England hat kürzlich die schwe- knsch<m Gewchser^des Kattegat mit Minen verseucht; von den bis %um 1. Mai d. I. an i>er holländischen Küste angetriebenen 4476 Mrnen waren 36l!9 englil'ären und nur 328 deutschen Ursprungs. Daher ist der Untergang des Schisses mit größter Wahrscheinlich- ctit aus englische treibende Minen zurückzuftihven.

Aus dem Reiche.

ik»« KundMbung und Gnbe des Kaisers für die Lützendorfs- ^ Spende.

a 7 : B.1 >Der Kaiser hat dem Reichs-

Luchchiis! für Knegsbeschajdigten für sorge folgende Mitteilung zu- igehen tasten:

^»Esist mir cirre hohe Freude, das; die Sammlimg zur Qotffipenbc mir den äußeren Anlaß gibt, meine togrmirr Mrtnlnabme an den grohen Aufgaben der Kriegsbe- 4chKngteinnrs')rm' Ausdruck zu gebam Mit Stolz imd Dankbar leH sehe ,ch i-äglich die gewaltigen Taten meiner Truppen, die »em v^ttpheu ddauren.für alle Zeiten Achtung verschaffen wer-

ergriffen, die Leiden, 'die der vcutsche Soldat männlich und stark auf sich nimmt, sehe ihn sterben ftr des Vaterlandes Größe und Ehre. Ich «rpme Einalick in das Seelenleben des verwundeten Kämpfers «P bm mir bewußt, daß unser Volk an seine im Dienste der nvotzen Sache erkrankten imd verstümmelten Söhne eine große Dankesschuld zu löschen hat. Gewiß ist es in erster Linie An- Ml^em-eit des Reiches, seine in ihrer Arbeitskraft geschwächten ^ecveun-ger vor Not und sozialem Niedergang zu bewahren. Gewiß yar unser Felds amt ätsweson, von der freiwilligen Kranken pst eget AUteft Ntzt, seinen alten Rist höhnt ärztlichen Könnens und warm- .HttUger ütuystjenneve glänzend bewährt, aber es gibt noch weitere A-rstgaoen, du das Reich mW seine Behörden nicht voll zu lösen *J e 9 cn in der Ausbildung zu einem neuen Beruf, E" Der ^ sursorge, in der Familienwohmmgspflege und in Ba: Nutzbarn!achung der in unseren Kranken und Verstümmelten weftvollcn Kräfte für die Wiederaufrichtung unserer hei- mrschen Wrrt,ck>att, vor allen Dingen in der Stärkung des Lebens- nÄttes und der Schaffensfreudigkeit. Hierzu brauchen'wir eine tat- vtSsirge, von ttefrr Dankbarkeit u. warmer Liebe getragene Mitwir- «Ivg! aller Kreise der Nation. Tie zu meiner Genugtuung im vE^Gcmge befindliche Arbeit, an deren Spitze der Reichsauchchuß mr Knegs 1 >eichad.gtensüftorge sieht, begleite ich mit meinen i' ig- K» Segen swünschen und bin überzeugt, daß die jetzt eingeleitete Ettdsammrung, die an den Nanven Luden darf f geknüvll ist. «n«m Nrrmjeu, der seit Beginn des Krieges Vertrauen anslöji und bw leder Teilt,che mit Verehrimg nennt, alle Schichten der Be- Eerrlng vpserbereit finden wird. Ich lasse dem Reichsausschich Mäch^nttg -OO 0 00 Mark in Kftegsanleiheschernen als mei- «vr ^ eitrag zugehen unv ersuche, mir über Nm Fortgang der mir ^Eers am . reii liegenden Sache regelmäßig zu berichten. Gott alle treue Arbeit zum Segen unseres herrlichen kämpf- Volles und der großen Aufgaben, die Ü/m iwch bestimmt

Großes Hauptquartier, 4. Juni 1918.

, Wilhelm I. R.

wm parlamentarischer Abend bei Bayer.

Berlin, l?.. Jfmri. (WTB. NrichtamAchs.) Der S«» vvrtre-stse'r! Reichsska.^zlvrs Hlewr von P-cry-sr uwd

Mlsi van Pacher hatten zu gestern Ginladnttgen zit einem pa11a inentarischen Abend ergehen lassen, die eine

Antrag der Kvmmisjwn auf Einführung der Ber- h a l t n i s w a h l zur Zweiten Kammer mit 27 Stimmen der Linken gegen 24 Stimmen der Rechten angenominen. Der Antrag auf Minderung der A d e l s v e r t r e t e r in ^er Ersten Kammer wurde mit 27 Stimmen (Linken) gegen 24 Stimmen (Rechten) angerwmmen. Der Antrag aus Einfüh­rung von Arbeitervertretern in die Erste Kammer umrde ein- stimmig angenommen. Der Antrag Muser (Fortschr. Vp.) aus Einführung des Frauen ft immrechtes wurde ab gelehnt.

Die Vrinnöaenssteuer in Bayern.

München. 8 . Juni. (B. T.) Der Stcuercmsschuß der bayerischen Abgeordnrtenkamnier hat die Regierungsvorlage auf Einführung der Vermögenssteuer in kapern m zweiter Lesung angenommen und dazu gegen den Willen der Regierung eine Luxusfteuer beschlossen

Mi>. Deutscher Reichstag.

3 «, c -rt ; 1 y r iv.||vu, uiv vua

ß&nsru£ ' Errrchs, hochansehnliche Gesellschaft in den Fest- rem -r'ilchetmstraße 7! vereinigte. Erschien eil waren u. cr

ti&umen

Bn; Vizepräsident des Preußischen Sta<rtsministeriu.ms, Sttratsmnnster Dr. Friedberg, viele Minister, Staatssekpe- MM und Bevollmächtigte zum Bundesrat, Reichstaa^ab- ^MÄnete ikird Vertreter der großen Presse Berlins" und Rerche Die Gäste tvürBen von Ihren ErzeKe.^en und Mvem TMhne auf das lichensmürdiqste begrüßt. .Herzlichste k»rstpwmdschoft hielt sie bis zur mitternächtlichen Stunde ttr lebhaftem GeLmurkenanslausch und froher Geselligkeit «etfamnren.

Die Pressekonferenzen.

Derlin, 7. Jum (WTB.) Der Ausschuß der pl e " e sl x ^ lin ® bittet, fügende Cwkläruirg zu veiöffent- ^^^^^chstaye hat bei der Z e nsu r d e b a t t e ^geordnete G o t h c i n Aeufterungen getan, die den Mrsnuck erwecken müssen, als würde in der Pvessekonferenz .Die beirtsche Presse zu eineni willenlosen politischen Werk- A^g der Regierung gemacht. Gegen diese Auffassuna der Ausschuß der Pressekonferenz Widerspruch. Die v«wW.<roe der regelnräßigen Pressebesprechungeu während der Kriecrszeit bildet die Gleiclcharechtlgitng der Vertreter der Presse und der Vertreter der Behörden. In den Ver- «vwtmi.gen der Pressekonferenz bringen die Vertreter der Mvesse ihre Auffassungen und die Stimmung der Leser rVenso ungehinoert und entschieden zur .Kenntnis der Be- Wrden, wie die Vertreter der Behörden die Gelegenheit d^PTnehmen, die Auffassungen und Absichten ihrer Äemter pslrchtgemäß der Presse darzulegen.

Arbritskammern.

,, <-d^rlin, 7. Juni. (WTB.) Der Arbeitskammeraus- schuß des Reichstages nahm heute mit 15 gegen 13 Stinv- vren folgenden Antrag an:Zur Wahrnehmung der ge- mernsamen gewerblichen und wirtschaftlichen Interessen der Llrbettgeber und Arbeitnehmer sowie der besonderen Inter­essen der Arbeitnehrner- werden A r b e i t s k a m m e r n er­richtet. Die Arbeitskammern sind rechtsfähig. Sie sollen in der Regel für den Bezirk einer oder mehrerer Verwal­tungsbehörden errichtet tverdcn/' Hinzugesügt wurde mit aroher Mehrheit folgende Bestimmung:Beim Reichswirt­schaftsamt wird ein Reichsausschuß der ?lrbeitskammern er­richtet. Die Landeszemralbchörden sind befugt, Landesaus- schüsse der Arbeitskammern zu errichten."

Wohlrochtsreform in Baden.

Karlsruhe, 7. Juni. (WTB.) In der heutigen ^itzuns der Zweiten badischen Kammer wurde der

169. Sitzung vom 7. Juni.

Am Bundesrotstisch v. Payer, Wallraf. aru c Vizepräsident Dr. Paascbc eröstnet die Sitzung um 1.15 Uhr Auf der Tagosordnuug steten zunächst Anfragen.

Mg. Graf Westarp (kons.): Trifft es zu. daß bn Abgnrd- ucte E r z berg er im Dezember vorigen Jahres im Eiuverstänb- ms mtt tarn Auswärtigen Amt eine Reise nach Wien imternommen hat, über deren Ergebnis er dem Herrn Reichskanzler und dem ÄuswarNgen Amt Bericht erstattet hat? Ho, es sich dabei um patttgche Angelegenheiten gehandelt, zu deren Erls)ignng der Ab- georanete Erzberger vom Mswärtigen Amt koau; tragt ober ermäch- ngt war. Srus dein Mgwrdmteu Erzberger seither noch sonstige c>evartige Au,trage oder Ermächtigung zu polittscher Tätigkeit rm Ausland ertciltt worden und Jocldje Obliegenheiten sind dem Abgeovdneren Erzberger vom Auswärtigen Arni übertraaen worden? ^

. Erchergers Tätigkeit.

Direktor im Mswärtigen Amt Deutel mvser: Im De­zember 191 i hatte der Herr Mgeordnete Triberger dem Aus- warttgen Amte mitgettilt, daß er auf ein bis zwei Tage nach M reisen ge^rke. Bei dieser ^Reise handelte es sich, wie er mntteilte. nicht um tische Dinge, sondern uni er.-r die katho­lische Kirche bet'.rftmde AnAlegenbeit, deren günstige Erledi gnng auch rm ^n^-resse des Reiches lag. Ansträge und Erniächti- gilngen m politischer Tätigkeit im Ausland sind .Herrn Erzberger toede r ba mals , noch später erteilt worden. Von dem (ft- gebms teirzn Reste hat Herr Erzberger, wie dies auch andere Ab- geordnete nach ihrer Ri'ickkehr Mm Ausürndsreisen bisweibm tun dem Auswärtigen Amt .Kenntnis gegeben, lieber die Tätigkeit' ^-berger ehrenamtlich ausübt, ist im Hcmshalts- ausschirtz mehr-ach vertraulickMuskunst gelben worden. Herr Erz- ovrger hat sich, Wr dort mitgeteilt werden konnte, seit dun Aus- jmid) bcß K'ri.eges in erfolgreicher Wüse beniülft, den mntlichm Preise- und NachrrchtendieMt mit Hilst eines von ihm gleiteten Buremis zu nnterstützen Mit der fortschreitenden Veiv ils'omm- 'nnig des amtlichen TiMet ist der Ab b a u d i e s e s B u r e a n s , den cinmen Wunsä-en des Herrn Erzberger eiftsprechend und in'.

Einvernehmen mit ihm., schon seit längerer Zeit im Garrge. 1 -urch die vorerloidnten unter außergewöhnlichen Umständen zur Ny»n-> se.ikNiM »tWm, die sich jefct ihrem Abschluß »Shcrn. *?* v (r * "rim stch um heu Ai^bmi des Pr.-ffe- imd Rach- richtend,enge auerkcn'/nenwerst Verdienste erworbeii Zur Ergänzemg fragt

^ostarp: Ist der .Herr ReiäMrnzler bereit, S l (Te t ^ n - ,m>nn die Erfolge der Tätigkeit des Abgeordireten Erz/'>erger bestanden haben?

.rT ,r - c 27 A eutel m oser: Ich habe der heilte erteilten Aus- kilnft mchts hnrzruzuff gm. Ich darf für weitere Auskünfte viel­leicht auf die Kommissum verweism.

^ ^ D er Wegerarrgnff auf KZ ln.

W ?^??ofs sZentr.^ fragt aus Anlaß des Flieger- Eoln, ob der Rerck?skail^er bereit ist. einen wirksamen scl.mtz berbeizunchreii und Anregungm zu veranlassen oder Bestre­bungen m unterstützen, die dem sinnlosm Mord von Frmren und Dndern dicrch Slbmachmgen internationaler Art endlich ern Ende mac!>m?

Gnixralmajm- ». Wrisbrrg- B^chl'ch der M-rrninuma von Köln beim Lnstmrgnif vom 18. Mai and des Luftschußes vou Kmu bat der Lhef des Stabes der Lriststreitkrästc in der Äodtveo- oameienntzuna der Stadt Köln am 31. M<n ausführlich Aus- o 0 "iicben. Ich UTirderhole die Lxutptvimkte der auf eruaeheuden Fesl siellunffen beruheirden ?ÜEHruna: Die Alarm ieruna der Beoolkerimg hat nicht so rechtzeikig stattgefuu- den, daß die Burger hätten Schiitz ffrehm und ftnbm können wie es geichüveii mußte Der feind!ick-e ?lnflug deutete zirnächst an' Trier, dann mst Koblenz, zuletzt warm die Flieger 60 Kilo- 515 er ^ Gri Osträusch erkannt und gemeloel woitzen Die Kölner Beobachttm^sMe gab hierauf 9.4>5 Uhr vormittags cm die Al arm Posten das Zcichm .Luftgefahr^ imd rvartete auf weitere Mesdungen. dre aber bis 10 Uhr vormittags ausbliebm. In der Zwischmzeit hätte trotz AuSblerbms der Melttungep Fliegeralarm sur die Bevölkerimg gegeben werden müssen. Das unterblieb imd darm lag der Fehler. Die Schwierigkeitm des Entschlusses in lolchm Augeitblickm jind aber groß, denn nenn auch nicht zu ipat alarmiert, werden darf, so darf ebmsowenig zu früh alarmiert werdm. Um die .Hermat vor Angr-iffen sicherzustellen, ist jede Vor-- wrge getroffm, auch für Köln. Bezüglich der gegmseitigm Ein- siyrankung von Liistaugriffen ist solgmdes zu erklären: Deullcher- iwf nng der Fliegerangriffe auf Städte außer­

halb der Knegszune bei unseren Gegilern nicht angeregt worden, die dmtsche Rent-sregierrmg muß 'vielmehr dir Voft,Tage der feiii-dlichm Mächte heraukommm lassm. Von seitm der geanori- sct-cu Regierungen ist em dahingeheilder Antrag bisher liicht gesteltl worden. Sollte ein solcher ?ttttrag ersolgm, so würde er deutscherseits gewnffmhaft geprüft. Zugleich werde envogm wor­den, wlln'e Zwmpmsatimim zu fordern wärm, damit die deutschen Jittereisen fernen Schaden erleiden.

. chll'g. S ch m i tz (Zeittr.) .fragt nach Maßnahmm, um' der deutsche". M a l z i n d u ,t r re das Durchl-alleii zu ermöglichen

Untersraatssekvetär von Braun: Von einer vollständigen Uebergehimg der 5>anpelsmälzereim kamt ilicht gesprochm iverden Es beyeht Berfttwilligkeit, i»en VermälKuiigschhsr sestzusetzm icnb dabü aus die Eut,'chädigung!sfrage für stillgolegto Betriebe ange- mepoile Rücksicht -u tiehmeti.

Beihfttuttg und Auftnthnftsbeschränkung Haus tritt looaitn in die erste Lesung einer Novelle zum Gesetz tlver du- Berhastung und AuftiitiMltsdeschränlüug mst Grund bos Knegszuitandos und des BelagerungSTuslandes vom 4 Sep­tember 1916 ein.

Staatssekretär Wallraf: Die,Vorlage soll Unstimmigkeiten be,eiligen, die heust rm Gesetz noch bessthm. Insbesondere erscheint es cm Gebot der Gerechtigkeit, alle Fveiheitsbft chrän tun gen, die nach Mwjgabe der (Metve über den Kriegs- oder Belagorunaszustanl-» über Doittsche verhängt tverderi, dm Vorschriften des Schutzhaft- geiotzes zu unleuver, 0 '.i. Auch die Entschäügungsfrage muß geregelt werden. D.e Zahl der Fälle von Freiheilsbeschränkungen im elsast lolliringuchm Osxratwnsgebiet ist au, drei gesunkm. Durch diese Vorlage soll du- Wirkung der lotzstii Novelle zum Srl^ntchattgesetz vertteft mertxm. In diesem Sinne bitte ich die Novelle zur prüfen.

Abg. Wendel (-Soz.): Msaß--Lothftugen muß amuuümer Vurch.es, taat werderi, sonst bohalstn wir das Land, verlieren aber die ^rzen. Wenn jetzt eine BolksabstimmMcg erfolgst, so würden vin- Fünfstl der Bevölkerung sich für Frankveich erttscheiden, um diesmi ststgimont zu mtgchm.

Staatssekretär Wallraf: Ich bostreite dom Vorredner das Recht, hier im Rfttchstrg als Vertreter der elsaß-4othringiscl)an Be­völkerung zu sprvlchm.

* Mg- Waldstein (Bpit.): Ich kann mich ^m Bedauern Idos Ltaatssekrotars nur MlsckItioßen, in dem Sinne liänrlich, daß A g^schthütt^ die Zustande in ^Elsaß-Lothringen wäroii so

datz diftes Wort, nicht gftpwchcm toecbai >konnte. Ich hofft, da^

die Annahme des Vorredners Al sch ist. Ader die Stemm um', die zu Begucki des Krieges duvclimlS zugunsten Deutsclilauds war. Ickiclnt eid.n Niäü mehr in dem Umwng zu bestellen, obgleich^ die BorbediugliNgen dazu gegebm sein sollten, denii rnan neigti naturgemäß ziir -L-elst des Siegers. Entsallen die v)ründe für Schutzhaft Mid itlufeitthaltsbescl>ränkung, so nruß die Freilas'',rna miturl^istn^b" Wrr wertxu in der Kommisswn gewissenhaft

General von Wrisberg: Die Zahl der FreiheitsbesckftSn-, rungen im elsaß-wthringischen Operationsgebiet, die zur Zeit an-« gängig intb und die von den zusvmdig,m Militärbefehl-h;ibernl uns Gründen der Kriegsnotwerichigkeit veftügt worden sind, be­tragt tatsErch nur zwei ^Zurus: 'Huuderst!) Dos köwim bami imi A^ l \ e J <nT 1 , r-^.. t> ^ rTe Bech, werde an das Militärgericht nicht ger!ch,et^l)aoen: ,re können dann nur aus Griuid des Kriegszusw ni geietzes oetrofsen worden sein. Die einzelnen Fälle, die hier oq bracht ivorden spch, kami ickn ohne das rrötige D^aterial nicht beunr Worten. > muß mich die andere Seite gehört werden Die Heeresverwaltung ist dauernd bestrebt gewesm, die Zustände rm dtt'ern L<nt November 1917 bis Februar 1918 sind.228 Tlsa^. Lotlnrnger m ilxre Heimat entlassen worden.

Abg. Tr. Niessen (natlft Ziveifellos sind schwere Fehler NttttiarbeHörden gemacht wordm. Tie vom Abg. Wendel in Elsaß-Lothringm kann ich nicht für' H.ch beantrage, diese Novelle an die noch bestehende ^"^'lwattwmmrNwn zu überweisen.

4bg^ Gröber (Zentr.): Die gegmwarlrge Vorlage will -\} C u C l°£ nT1 ^. Wesentlich.' Besserung herbeisührm, namentlich hin- - ftst^wrkenden Kraft der Enftchädigung für zu unrecht

enolgle Frerhettsbeschränkungen Aufgabe der Kommission nürd es ,em auch m jolcheu Fällen eine Eutschädiguug herbeizuführen wo die Haft vorübergeliend war. Mg. Wendel hat der Sache tfnar ld)fechten -Ucnft geleistet. .Hoffentlich wird ein elsaß-lotlwingischer' ^geordneter ihm eittgegmtreten. Gewiß wird die Stimmung wa.grend des Ktreges im Lande nicht bftser geworden sein, er ist aber genntz viel zu tveit gegangen.

Abg. Nebbel (kons.): Unter allen Umstanden muß man im ^.Verattonsgebiet eine Waffe gegen die Spionage in Händen ha- ^/bprenßen hat auch die garrze Härte des Gesetzes veftpittt. Es ist besser, wenn unter Umständen bei Mißgriffen nur Einzelne £»- a ^ bas Vaterland und das Heer Schäden erleiden Wir stimmen der Novelle zu, wollen aber kerne weitere Besch>-äv- kung der Mrlrtürbem-gnissc. Ter Peffimismns des Mg. Wendel war unbewchttgt. Er diirfte diese ?le-ußcrung nicht tun. Er kennt auch die vttrnchten der Erttente. Hoffentlich können wir bald ganz auf das üricgsgesetz verzichten.

- l e l d (Unabh. Soz.): Zum minbesten nniß

eine zutliche Beschränkung der Schirtzhaft gefordert tverden. Beson- ders nilsten sich die Vcrsolgnngen mit Schlitzhast imd Aufentbalts- veschrauamg gegen Angehörige der unabhängigen Sozialdemofratie lunb gegen Pazifisten Tie Schutzliüfrlinge tverden in völlig unge-- junden Raumen gehalten und nicht genügend ernährt.

Ö«iiJB (Elf.): Lluf die Fragen der Llutonomie und der Urlaubsbe,chrmikung ,ür che Soldaten gehe ich heute nicht em ,ondern erst bei der Etatslberatung. Wir -erkennen gern an. daß 'Novelle geeignet- ist, den bedwiklick^n Auslegungen, che das Ge,ctz «iettmdeii hat, eittgegenzuwirken. 67 Persoiien befinden sich gegenwarttg noch in Schutzhaft. Hvfstmtlich entstehen kerne neue Hintertürchen. Den Militärbesthlshabern wollen nur nicht das Reär: nehmen, iwnibergel^nd Peftonen mis dem .Knegsgebiet m entfernen. Es müssen abeck gewisse Gorontten geschasfm werden £zc neuen Bestimmungen über che Entschächgung finden unseni Beifall, rmr ist nickst ettMlfthen. weshalb die Rückwirkungskrasr mrr so kurz beviessen ist. Me die Mstimnumg in Elsaß-Lotb ringm aus,allen ivürde, weiß weder Herr Werwel noch wir.

General v. Wrisberg: Wie ich schon erwähnt habe, sind es . Mir. noch zwei Fälle, bei denen che Aufenthaltsbeschrän üma aufrechterhalten loird. Das Militarkornmauchi wird dafür schon geivlchttge Grüride haben.

Nach einer Bernerkmrg des Generals Ritter v. Köppel

erklätt

Abg. Böhle (Soz>.): Die sehr schlechte Stimmung in Mstrß- Lottiringeii ist durch die Milirärbehörden veruftacht. Beim §rre^- ausbruch tvar che Stimnrung ausgezeichnet.

Das Haus beschließt hiermis einstimmig, dem Antrag Tr. Rrft,er ertt'prechend. der SckurtzhcrftkomMission zu überweisen Zur Geschästsordwmg beantragt Abg. Gröber (Z«ttr.) den Antrag Nr. 1624, der die (Pftchästsordrrmrg des Reichstug«Z be- tn,st und dre Wahl dreier Vizepräsidenten mit gleichen .Rechterr voftieht, sofort auf che heutige Tugesocdwmg zu setzen und heute mmf) sn .erledigen, trm morgen die Wahl des Präsidenten vornehmen zu formen. Dem Antrag wird ohne Wideftpnlch startgeg«r>en

?lbg. Gröber (Zentr.) begründet als Benchterchttter den Aus- ichußantrag Nr. 1624.

Wg. Ledeb ou r (Unabh. Sr>z.): Wir erkennen die Bodürfnis-- TOK baß die Zahl der Vizepräsidenten vermehrt werden must M i-st, notwenchg, die Reihenfolge dch? Stellve rtr eter soforv Pestzulegen. Bedenken haben wir gegen die Zuerkerrnung gleich^- Reckste an che drei Vizepräsidertteii. Tos ist eine geschafLsorbnunrrs wrdonge^ Rechts Veränderung. Wir sind der' Ansdckst. daß die ben Dizepräsü>enten neu zu wählen und die Rechte daun neu unter diesc m verteilen sind.

Abg. Graf Westarp (kons.): Der Antrag, che GeschLMwd- mmg zu ändern, siirdet nach meiner Meimmg seinen Anlaß nickst in ernem dauernden geschgtlichm Bedürfnis. In früheren Fällen fy\t ntan durch vorübergehend gewählte Eftatzpräsidenten Abhlle ae- schaffen. Ten Anftwach der SozioldenVkratte auf einen Vizepräsi­denten kmm ich nicht als berechtigt anerkennen. Wir lehnen däe Br'nnehrung der VizepräsideTttenstelle ob.

Nach n^iteren kurzen Ansfülmmgen der Abgg Gröber (Zentr.) und Ledebour (Unabh. Soz.) wird der Ausschußantraq mtt grosser Mehrhnt angeniommen. .

5 - ?SK erklärt, daß er noch dieser Bftchlußfaftung

fern Arnt als Vizepräsident mederlege

Biz^räsidertt Tr. V-aa sche: Wenn ich diesem Beispiel folgen wollte, hatte das Haus morgen gar keinen Präsidenten (Große Heiterkeit.)

^ B^rlvgnng ein. Nächste 'Sitzung Samstag 11 Uhr

Präsidentenwahl. Fortsetzung der heutigen Tagesordnung. Schluß o l /t Um.

Ans Stadt tmb CanA,

Gießen, den 8. Juni 1918.

Lebensmittelmarken.

r . r ^ l \ c die Zeit vom 10. Juni bis 16. Juni 1918- haben nach stehende Levensinittelmarken Gültigkeit:

Brotmarken der 24. Woche, gültig vom 10. 6. 1918 - 16. 6 1916 Buttermarken24. 10 . 6. 1918 - 16 . 6 .1918

Flei chmarken . 2 i . IO. 6.1918 - 16. 6. 1918

uartofselmarken» 24. .. 10. 6. 1918 - 16. 6. 1918

Seffenmarken für den Monat Juni 1918.

Ein Umtausch verfatteucr Marken findet nicht mehr statt ; ebenso wird für verloren gegangene Marlen kein Ersatz gewährt.

Neuanmeldnngcn und ?lnmeldnng von Re,,geborenen haben unter Vorlage der nötigen Ausweise, inSbcfoudcre der Lebettsmtltel-2lnswcrökarle, aus dem Lebensmittel- amt zn erfolgen.

Umzüge innerhalb ver Stadt nnd Wegzüge von Gießen sind in den znftandigen Bezirken anzumelden.

Geschäftsstttnden des LebenSmittelamteS von »12 Nhr vorm., 24 Nhr nach,,,.

Biarkeuausgabe dir Urlauber:

Sonntags von 1012 Uhr vormittags.

r- *^^tliche Persvualnüchrichtem Durch Entschrie..

ßung GrvßHerzogsick>en Minißjeftnms des Jmrern wurde der Lelu-^ o^^referenoar Airtou Berg ;u Offenbach zum Lehramtsassessor er-i