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für t(» Kreis öie&en.

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168. Jahrgang

Donnerstög, b. Juni 191(8

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MTB.) GrotzeS Hauptquartier, 5. Jrml. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Krönprinz Nupprecht.

Erfolgreiche Vorstöße in Flandern brachten Gefangene ein. Mi der ganzen Front hielt rege Erkundungstätigktil an Der Artilftrftkauipf lebte vorübersrhend auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Irr Erweiterung unserer Erfolge auf dem Südufer der AiSne warfen wir den Feind aus Ambleny-Eotry zurück und nahmen seine Stellungeir nördlich von DommicrS. Oertliche Karnpshandlungen beiderseits des Ourrg-FlusseS.

Im übrigen ist die Lage unverändert.

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Leutnant Löwenhardt errang seinen 26. Luftsieg.

Der Erste Generalguartiermeister Ludcndorff.

*

Der Nbeudbericht.

Berlin, 5. Juni, abends. (WTB. Amtlich.)

An der Schlachtfront ist die Lage unverändert.

Die deutsche Offensive hat zwei Kundgebungen der En­tente hervorgerufen, die so recht an den Tag legen, wie sich die Zeiten geändert haben. Die Periode der großen Drohun­gen, oer wir uns noch so lebhaft erinnern, scheint endgültig vorüber zu sein. Wir haben dies schon nach dem Tonfall der letzten Rede Lloyd Georges annehnren dürfen. Nun ist am Mittwoch Herr Clemenceau von der französischen Kam­mer auf die Tribüne gezerrt worden, um dem aufgeregten Lande Auskunft zu erteilen über die Große der eigenen Nie­derlagen, über deren Ursachen und die Maßnahmen, die ge­troffen Iverden könnten, um weitere Schicksalsschläge zu ver­hindern. Mit der auch von unserer Heeresleitung zugcstan- denen Tapferkeit der französischen Soldaten im Felde ist der Nuhm des gegenwärtigen Frankreichs erschöpft; in allen an­deren Dingen spielt es, Volk sowohl wie Regierung, im Grunde eine klägliche Rolle. Dieses zornesmutige Aufbegeh­ren des Parlaments war wirklich kein Zeichen von Reife imd Besonnenheit. Wenn dem General Foch vorgchalten wer­den kann, daß er sich durch den deutschen Gegner habe über­raschen lassen, so darf man billigenveise fragen, ob denn auch die Volksvertretung es nötig hatte, sich durch die Ereignisse so furchtbar überraschen zu lassen. Konnte man die unaus- Meibltzchen Sck)läge nicht schon von weiten: kommen sehen? Clömenceau sagte,der Augenblick sei furchtbar", nachdem die Deutschen infolge des russischen Abfalles über 200 Divi­sionen an die Westfront hätten werfen können. Warum hat die Diplomatie Frankreichs sich so überraschen lassen, warum hat die französische Volksvertretung nicht so viel Weitblick gehabt, nach der Kriegsentscheidung im Osten den aussichts­losen Kamps für die,,Verlichtung des vrenßischen Militaris­mus", ja sogar für die Gewinnung Elsaß-Lothringens und wouwglich des linken Rheinufers aufzugeben? Clemenccau spricht weiter;Wir werden niemals kapitulieren, die Ameri­kaner kommen." Der Minister spricht nur noch als Schütz- lmg dergroßen Nation" über dem Ozean; die Nolle des eigenen Landes als Großmacht ist längst ausgespielt. Wie leichtfertig groß muß al^r das Vertrauen, Clemenceaus in die entscheidende Hilfe Amerikas sein, wenn er zugibt, daß die französischen Soldaten sich fünf gegen einen geschlagen hätten!

Gr stellte vo? der Kammer die Bertnem-en-frage und brachte dadurch die erregten Parlamentarier wieder etwas par Besinnung. Was haben sie davon, wenn Clömenceau letzt das Staats steiler iliederlegt? Es gibt nur z-wvi Möglich. Velten: den Krieg fortMsetzen oder Frieden zu machen. Den Mut, diese letzte Losüng zu fordern, hat die fran- Aöslsche Kammer noch nicht gefunden, und so will sie den Trger" dasWerk der Toten vollenden" taffen. Die Dinge liegen ähnlich wie in England. Auch dort will nienrand das Untzkückserbe Lloyd Georges antreten, obgleich man tu seiner tollkühnen Eisenfresserei längst ein Haar ge­funden fj at.

Gleichzeitig mit der für Elemenceau erfolgreichen Ab­stimmung in der Kammer hat der Oberste Kriegs- rat der Entente, der dieser Tage in Frankreich ge- hat, eine Erklärung zur Lage abge­geben. Sie lautet ähnlich wie hie 'Ausktä- rulig" die der französische Ministerpräsident abgegeben hat Seltsam berührt die Ankündigung, die alliierten Jcq ttoncn könntennoch schrecklichen Tagen entgegensetzen", /üer Kern der Kundgebung liegt aber in dem Satze;Dank der ichnellen und herzlichen Mitarbeit des Präsidenten der «erenngten Staaten machen es die vor zwei Monaten über den Dranstwrt und die Einreihung der amerikanischen Trup- ^ir geschlossenen Abkommen dem Feinde unmöglich, unsere Ntejerven zu erschöpfen, bevor wir die scinigen aufgerieben Wv&i. Das tft eine einstweilige Vertröstung. Man will Herrn.Wilson noch kein Mißtrauensvotum ausstellen. Ob aber nicht oalo der Tag kommen wird, wo es in Frankreich dämmern wrrd?

Der öfterreichrsch-nngarische Tagesbericht.

Wien, 5. Juni. (WTV.) Amtlich wird vertautbart: Aujzer ArtilftrfttätigLeit keine Kampfhandlungen von

Belang.

Der Chef des GenerafftateS.

Ter türkische Bericht.

Kv n st a ft 1 i n oV eI, 5. Juni. (WTB.) Amtlicher Tages- berickft vom 4. Juni. Palasttuaftont: 2ln siebendes Artcklerieftlier aus dem Ost-Jorda n - Ufer. Vorges.rl.7)bene fcini>lirf>e Ka- vallericpatvvirilleu wurden tzttn vertrieben. Beim Gegner erkannte! Beivegimgen wurden von unserer Artillerie beschossen. Rebellen lag er westlich Tschcruf wurden von imseren Fliegern mis geringe- Höhe erfolgreich angegriffen. Auf den .übrigen Fronten ist dtt Lage unverändert.

Der Gewinn der letzten Woche.

Berlin, 5. Imn. (WTB.) In einer Woche besetzten die Deutschen tvährenp der Schlacht zwischen Als ne und Mcrrne über 3 0 0 (1 Quadratkilometer feindlichen, teils ft'uckstbarften Bodens mit zahlreichen Meson, Obst­und Weingärten, lieber 200 Ortschaften, darunter 15 Städte mit mehr als 1000 Einwohnern ftelerc in deuffche Hand. In ihnen ist nur ein Teil der BovOlkerung zurückgeblieben, der Rest, ru::d 75 000 Seelen, verließ seine Wohnstätten imo floh über die Marire. Diese Flüchtlinge fatal der franzö­sischen Regierung zur Last, die sie nnterbringen und ver­pflegen muß.

Tie TaukS in der Durchbruchsschlacht an der AiSne.

Berlin, 5. Juni. (WTB.) An der gleichen Stelle zwischen dem Winterberg und Berr y-au-B<r c, au der in der Früh- iahrsschlacht 1917 französische Tankgeschwader angrifsen und zu- sLMmengesct-ossen wurden, setzten <mt 27. Mai auch die deutschen Sturm wagen zürn Angriff gbt. Die Tanks, die hier in der MorgerchLnrmerung vorraffelten, bestanden in englischen Beutetanks, die jetzt mit dartscher Besatzung zeigen konnten, was die TanLoasfe bei geschicktem Einsatz lrttb rücksichtsloser Füh­rung zu leisten imstande ist Die jungen Sturmtruppsührer, die flo t>ft an der Svnune, vor McraÄ» und bei E«nbrai die enaliscchm Tankgeschwader ferersperend sich hercrnwäl yen fafym, bis Volltreffer f'or deutschen Artillerie sie vernichieten, Sonnten jetzt als Tank- kommandauten Schreckn in die Reibu der englischien Infanterie tragen. Mir ihnen wetteiferten Maschinengewehwffi-iere, Artille- risben und Offiziere der Krastsahrtruppon in der Führung der Panzersturrrnvagen. Ju dein Tbrgenblick, wo die Infanterie zum Strcrm antrat, l-atten die Ta.rV brneits die englischen Graben er­reicht. Stellenweise führen die Tairks bis auf 1000 Meter vor der Infanterie ber. Ein Bataitldn kam unter dem Schutze ihm vovaossahrevder Tanks eine Strecke öon 4 Kilometer bis an den Kfugelberg frft ohne einen Mann V^wlirst vorwärts. Ein Sturmwagen fuhr bis Pont-avers und machte niehr als 200 G.'havgeüe, die -er, .aus ihren Gräben herattshole^rd, der nach- rückent>en Infanterie in die Ll^nre trieb. Vergeblich versuchten die englischen Batterien und Gr<rlv:rg-efchütze d«i Stmnnmarfch der deut- ?en Panrerwagnl aukKuhalten. Bon 20 Tanks wurden mir zivei durch Volltreffer mißer Gefecht gesetzt? al>er der überlebende Nest der Besatzrrug griff zu Karabinern :md Handgranaten und kämpfte pls ^1*ßtrrWv mkst der Infanterie rveiter. Die Tanks, die die Englä.L-er auf ihrem RürkMg gegen Annens zu Dutzenden iei& Hunderten zlrrückließen, leisteten uns gute Dienste.

Der SSaiser an der Beste.

Berlin, 3. J'imi. Ltarl Rvsner schreibt dem Berliner Lokal- anzeiger vom Schlachtfeld ain! 1. Juni.

Ter Kaiser hat heute einen an starken Eindrücken überreichen Tag in dem riesigen Neuland-unsei'es Rairmgcwim:es ' zwischen den: Ehemi'n des Tames und der Vesle verbracht. Gemeinsam mit dem Generalfeldmrarschall von H i n d e n b u r g, der alle außer­ordentlichen AnsttVigrmgen ?md Anforderungen dieser arbeits- teichen und verantwortungssck-weren Zeit mit voller Frische und Gesundheit erträgt, ist er zu früher Stunde schon am Standorte des «Generalobersten von Boehn getvcsen, um dort den Vortrag deS Oberbefehlshabers der an der Marne kämpfende:! Arm« über die Lage su hören. Züge von vielen Tausenden französischer Gefan­gener hat er auf dieser Fahrt auf den Straßen an sich vorüber^ kommen sehen b^rue Heerwürmer entwasffreter Soldaten. Von dem Arnre-eoberkomnmnöo hat der Kaiser -sich nach Pinon be­geben, ivo er im Herbst 1914 kurze Zeit wohnte. Das einstnralS so berrlich-schöne Schloß ist ein Trümmerhaufen, der Park ein Feld von zerwühlter Erde irnd -zerfetzten Baumresten. In Dorf Pinon, das gleich Wmzy, Atlemant,und allen anderen benachbarten Ortschzaften v-llig vernichtet ist, stufte der Kaiser:Immer wieder, wenn ich solches Kriegsgrauen sehe, das Tairsende von Diensä-en heimatlos gemocht und blühende Landstriche.Frankreichs in grauen­volle Wüsten verioandelt, muß üh daran denken, was Frankrcich sich und seinen Menschen an Leid und Elend hätte ersparen können, wenn es mein Friedensangebot vom 12. Dezember 1916 niäft so frevelhaft abgewiesen Jjittc." Im Lauft /einer tveiteren Fahrt begab sich der Kaiser in den Rarrm von Lanffaux und Condö, um bei zwei GrnPveirLnnrwind-oS vorznsprechen und sie über die Kampftage zu hören. An (»eiden Kommando stellen, deren Truppen «auf dem rechten Flügek «unserer Angriffsfvont kämpfen, tonnte er mit Genugtuung die Nachrichten von neucni starken Erfolgen entgegennehmen. Dtr Kaiser fuhr alsdcnrn weiter nach Süden auf eine erst in den jüngsten Tagen geiwmmene Höhe, von der ans er die Kamtäe wesiliä). Soissons beobachten konnte. Wieder wie in den letzten Tagen schiß der Feind in die Stadt mtb in das an­schließend' 5)ügelland. Am NcrckMittage beg^b sich der Kaiser von diesem Veobachtungsvunkt nach Ferc-en-Dirdeno.s, um das neu- ge.rvnnene Eftlände bis an die L>nrcq kennen zu lernen. Tie Fahrt sühtte ihn durch alle wiäftigstcn Angriffs streifen unseves -Stoßes .'und ließ ihn zugleich den ganz«! Umfang der Beule übersehen, die uns zugefatlei' ist. Rings in dem Räume von Fere-en-Tardenoi§ siird ganze Städte von Baracken mit Munition aller ?trt erobert worden, Millionen von Granaten, Tausende von Kisten mit In- fnntcriegeschossen, unzählige Stapel mit Minen aller Größen sind hier zu einem fnrchtbnven Arsenale vereinigt. Ta zu stehen die von .Uns eroberten Geschütz« überall gebrauchsfertig, lieber Fismes, das heute, wmige Tage nach seiner Erobermrg schon den Eindruck einei geordneten Etapperistädtclinls mackst, und dessen zurückgebliebene Einwohner sich mit unseren dcutsck-m Soldaten so gut vertragen als wären sie alte BeSanrrto, fuhr der Kaiser in sein S-taird- wwrtier zewßck.

Chateau-Thicrry stark beschossen.

Berlin, 5. Juni. Chateau-Thierry wurde vom Feinde mit besonderer Heftigkeitbeschossem Infolge des star­ken Beschusses der Stadt war der Abschub der Zivilbevölkerung un­möglich. Unter der Bevölkerung traten starke Verluste ein,

Französischer Bericht

x>m 4. Juni nachmittags. Zwischen Oise und Aisne machten! die Deutschen, durch den gewaltigen Widerstand der ftanzöfischens Truppen angehalten, keinerlei Fortschritte, zavischen Aisne und Ourcq wurde die Schlacht gestern abend und in der Nacht nnt großer Erbitterung fortgesetzt. Bon 7 Uhr abends an saiideni heftige Angrisft auf dem Abschnitt PernantSa von inMissy- au-Bois und Trvesnes statt. Pernant siel nach hartnäckiger Ver­teidigung in die Hände des Feindes, der Angreifer erlitt hohe Verluste. Weiter südlich gaben die Franzosen ivestlich von Sa- eonin und Missy-cru-Bois etwas Gelände auf. Faveroftes nnrrbc von den Deutschen angegriffen, aber ebenso wie Troesnes von den Franzosen be!)auptet. Der Kampf war in der Gegend südlich des Ourcq nicht weniger lebhaft. Die Deutsck)en, von zahlreicher! Artillerie untersttltzt, richteten ihre Ansttengungen cml Mosloy. Neuilly-la-Poterie, Torcy und Boureschcs. Ein Gegenangriff gestattete den Franzosen, Mosloy wieder zu nehmen. NeuiNy-lcv- Poterie war der Sck-auplatz heftiger 5?ämvfe. Das Dorf ging von Hand zu Hand und blieb schließlich im Besitz der Deuffcl>m^ Amerikanische Truppen hielten den Vormarsch deutscl^er Kräfte, die in den Wald von Neuilly einzudringen versuchten, an und warfen die Dercffchen nördlich dieses Waldes in einem glänzen­den Gegenangriff Ulrück. Wetter südlich konnten die Deuffä-em keinerlei Fortschritte machen. An der Marnesrortt wurde ein feindliches Bataillon, das heimlich ans das linke Ufer üder- gegangen war, an der Höhe von Jaul gönne von Franzosen! u:ü> Amerikanern im Gegenangriff aus das andere Ufer zurück- genwrsen. Es erlitt schwere Verluste. Der Laufsteg wurde zer­stört. 400 Gefangene blieben in unseren Händen. Aus der übrigen Front keine Veränderung.

4. Juni, abends 11 Uhr: Im Laufe des Tages hat der Feind seine Tätigkeit fühlbar verlangsamt. Er hat sich ans einige örttiche Unternehmungen besckwänkt. Die feindliche Artillerie zeigte sich tätig im Norden der Aisne zwiscl?en der Aisnc mcd dem Ourcq Und in der Gegend von Reims. Im Norden von Moulttc- sous-Tauvent haben unsere Truppen ihre Stellungen Verbeffert und einigen BcHengewinn bewerksteUisch In der Gegend von Longpont ist es den Deutsck?en geglürtt, vorilbergehend in den Wald von Hetz einzudringen. Unsere Gegenangriffe haben sie jedoch sofort bis cm den östlick-en Rand des Waldes znrückgewmffen. Llus der übrigen Front keine Aenderimgen.

Faanzösischer Heeresbericht vom 5. Jimi mittags. Oertliche Angriffe dauerten gestern abend und während der stacht an. Am Nvrdrande des Waides von Earlepont wurden zwei deutsche An­griffe durch ftanzösisck-e Maschinengewehre zum Stehen gebracht. Weitere Angriffsversuche in der EGegend von Autreches und Tommiers sowie bei Courcy scheiterten ebenfaUs. Nördlich vork Courcy gestattete eine durch Sturmroagen unterstützte Infanterien Unternehmung den Frairzosen, ihre Linie zu verbessern. An den Waldrändern südlich des Ourcq trieben die Deutsck?en heftige Gegen-- angrisse von Ehezy und südöstlich von dieser Ortschaft vor. Die französischen Truppen brachen alle dltnstürme und fügten den Gegner ernste, Verluste zu. Die Artillerietätigkett dauerte sehr lebhaft rwrdlich der Lüsne und in der Gegend «von Reims an.

Keine englische Hilfe.

Berlin, 5. Juntt (WTB. Nichtamtlich.) Während der schwe­ren NilHerlage der Engländer in Flandcwn ettte Frankreich mtt starken Krästerc dem britisck-en Bundesgenossen zu Hiffe Im Lauft der Kämpfe toucoen 18 französisck>e Divisionen in Flandern ein- tgesctzt «und wsutere dort in Reserve gehalten. In den heißen: Kämpfen, vor allem im Laufe der wiederholten 6ftgenangriffe haben die Franzosen dort miss sck>w?rs!e für England geblutet. Tie hftssbereire - weitgeh mte Unterstützung, die General Foch den geschlagenen Engländern leistete, schivüch'en iu ernstester Weise die icigenc Front. Tie Folge hiervon war die blutige Niederlage der Franzosen zioischen Aisne und Marne, die auch hier wieder durch das Versagen englisck)er Truppen verschuldet wurde. Jetzt, wo die französischen Stellimgen in breiter Front durchbrochen wurden, hat -roch keine lenglffche Division zur Unterstützung ihr Franzosen in fcet sclrwcrcn Kämpen einbegriffen. Tie französisck-en Truppen, die sich an der britischen Front für England aufopseitten, müssen hier allein die Last der Kämpft und die ungeheueren Blutopfer tragen.

Eine Kundgebung des obersten Krieg-rats der Entente.

Basel, 5. Juni. Wie Havas aus Paris meldet, wurde über die Sitzung des obersten Kriegsrates folgende antt- liche Knrcdgebung ansgegeben:

Der oberste Kricgsvat hielt seine sechste Sitzung ab unter Vev- hälttnssen, die für die Koalition der sreien Volker schwer sind. Die deutscl-c Regienmg, von jeder Gefahr an der Ostfront durch die Ohnmacht der ruffisck-en Armee u w der ruffischen Nation befreit^ hat alle ihre Kräfte an der Westfront konzentriert. Sie sucht letzt durch vcr-züveiftlte und kostspielige Angrifft gegen die alliierten Armeen in Europa eine Eittscheidimg herbeizuführen, bevor die Vereinigten Staaten alle Hebel ihrer Macht fühlen lassen können. Dcr.rk seiner strategischen Lage mrd dem Ueber- gQvicht der ihm zur Verfügung stehenden Divisionen gelang es dem Feinde, mrsänglich einige Erfolge davo rzutragen. Er wird ohne Zweifel seine Angriffe erneuenc, und die alliierten Ttatianrn können noch schre klichen Tagen entgegen sehen.

Nach Prüfung der Gesamttage ist der oberste Kiäegsrat zu der Gewißhctt gelaugt, daß die Miierteu die Miintfl des aogeriwärtigm Feldzuges mit deni enrschlosft»«n Mute Über stehen 'vettxm. den sie immer bei der Bc-rdeidigung des Rechtes fftze^n bnberc. Wir werden dem rftftcdc Schach bieten, mrd wem» die Zett gakonrnveu ist, ahnden wir ttvl scl-la.geu. Wir tun unser MögliäpveS, lofferm, Armeen aut den SclrlaclNseldmm zu helfen uud beizuwberr. Die Vwett:I>üNiäping des Kviiimandos hit die Lage i>'r Mliiervm 'Arnnmn bedeutend verlxsftrt, uud seine ,Handhabung vollzi.ch« sich sr" und olme pteivmg. T<r obergft Kriegsrat bat da» voUlft ^nrarucn zu Gene­ral Fock. Er bettachtet die allicertto, ToUrv« mir Bttmmderung nnds Stolz. Dank der schnellet: uud der^ktchc« «Ldrebcht dcSPräslden-