l« e gen vor den deutschen Stellungen, unter ihnen wn> mehrere Eingeboren« von den.Phckippuien, die zufällig bei Krtegsousbrrich sftk- in Frankreich befanden itrtb ungefragt Ln die Armee «ngererht wurden
Deutsche Flugzeuge über Calais.
Bern, 28. Avril. Wie „Petit Parisien" mitteilt. hat em deutsches Flugzeug ge sch wader in der Ncvcht zum 1. April trotz heftigster Luftabwehr Calais überflogen und eine Anzahl Bomben auf ein bestimmtes Viertel abgeworfen. Es soll nur beträchtlicher Sachschaden angerichtet worden sein. Der Angriff dauerte V. Stunden.
Die „Times" über die Ziampflage.
Rotterdam, 27. Apttl. (W.B.) Nach dein „Nieuwe Notwr- damich« Courant" schreibt die „Times" in eilnmr Leitartikel :
Der Verlust des Kemmelberg es rnuß einen ernsten 9diükschlag ans die verengte Stellung im Bogen von Bdern l-aben. Unsere Linie m beiden Seiten des Co-ntenes—Ppern-Kanals und fei St. Eloi hält ztnxrr^ gut Stand, aber man muß doch zugeberft das; Avern selbst und die ringsum liegenden Stellungen durch den unz'weiselhaften Erfolg des Feindes seltner bedroht werden. ,Es drohen ernste Gefahren, und die Lage erfordert äußerste Ruhe und die fiärfyfcert Nerven. T«ie gefährlichste Linie ist aber immer noch die ^ Sonrme-Linie. Es ist möglich, ,daß wir im Norden Öfelattbe pveisgcben, aber Rückzug im Norden dürfte kein Vertust sein, der nichtlvteder gutzumafen wäre. Ein gelungener Angriff d<s, Feindes in Richtung auf Amiens, verstärkt durch einen seindlifeu Borstoß nach der Somme-Mündurrg, würde uns Won der Hauptmasse der Focrntzvsei'. abfchneidcn. Diese Absicht der Deutschen muß um jedelt Preis verhindert weweu, und man muß deshalb das Zuruckdrängon des Feindes bei Billcrs-BvttMmertt am Mittwoch und Donnerstag als ein sehr wichjtrges Ergebnis betrafest. Die Miierten müssen Zwar im Norden um jeden Fuß dreck! Boden kälüpftn, aber sie dürfen sich dadurch nicht von der Notwendigkeit ablenten lassen, ihre Linie vor Amiens $u beiden Seiten der Somme zu behaupten.
Der Kaiser ans dem Kampsgelände.
Berlin. 28. April. (WTB.) Der Kriegsberichterstatter Karl R ösner schreibe Vv,n roestlichen Kriegsschchlptatz an den „Berl. LokalanA." vom Schlackstseid von Dbern unter den; 26. April:
Ter Kaiser verbrachte den gestrigen Tag, an dem der Kamps um den $üitim<eX ausgesuchten und als der deutsche Sieg entschieden wurde, iimu frühesten Morgen <ib im Kamps gelände. Schon um 6 Uhr fand er sich auf einer vorgeschobenen Feldstelle >ein, die der; Blick über die Höhenzüge sndivestlich von dberu freigibt und die unt diese Zeit des ersten Tagslichtes ttn .Hall dos gewaltigen Feuerüberfalles unserer Geschütze geradezu erzitterte. Dieser donnernde Chor der Geschütze, das Ausölitzen der Einschläge in dem noch dunstigen Höhenl-rnde, die dicken Rauch-- linien, derotr Qualm sich gleich düngen Balken über den Horizont legte, vereinigte sich zu dem getvaltigen Eitchruck einer modernen Schlecht. Jeder Abschnitt des Kampfes. -das Vorgehen der Fetter- walze. der Sturm der Infanterie, das Abflauen des Feuers ließen sich genau verfolgen. Nach und nach brachten die Drähte die ersten Meldungen, die erneu guten Erfolg meldetest. Der Kaiser, der sich in Begleitung des Oberbefehlshabers einer Armee befand, zeichnete selbst alle Ergebnisse in die Karten ein. Er blieb in der Beobachtung des gewaltigen kriegerischen Bildes versunken bis in die Nach- nnttagsstunden auf der Feld stelle urfe verließ sie erst, als die Meldungen bewiesen, daß der Tag einen ^ganzen Erfolg für die heut* scheu Waffen bedeutete, 2lus dem Rücklvege zu seinem Quartier bcftickstigle er noch zwei Divisionen, die sich im Lause der letzten Kämpfe besonders aussei chneten, und überall sprach er dabei ton der herrlichen Leffftmg der Truppe, deren Sturmarbeit er soeben beobachtet barte.
Ein neuer Umschwung in Petersburg?
Kopenhagen, 28. April. „Politiken" meldet aus Stockholm: Aus Finnland wird berichtet, daß die Generale Alexejew lmd Korn ilow sich in Petersburg aufhalten und sich, wie behauptet wird, zu Herren der Stadt gemacht haben. Die Richtigkeit dieser Meldung ist nicht nachzuprüsen, da Rußland telegraphisch abgeschnitten ist.
Stockholm, 28. April. In Finnland kursiere, 1 augenblicklich Gerüchte über neue Unruhen in Rußland. Nach einer Mitteilung aus 2lbo an „Aftoirbladet" soll der frühere Thronfolge^ Alexcj N i kolaj e w i csch -um Kaiser in Rußland und Gwßfürst Michael Mexandroioitsch der Bruder des früheren Zaren, zum Regenten «isgerufeu sein. ^ (F. Z.)
Finnland.
Stock Holm, 28. April. (WTB.) Das finnische Haupt- quarti-er meldet: Willm a nnstr a nd ist von unseren Truppen genommen. Bor Wiborg neue Erfolge: Der rechte Flü§el des Feindes wurde durch eine umgehende Nankenbewegung von der Festung Wiborg ab geschnitten.
Kopenhagen, 27. April. (Priv.-Del.) „Berlinaske Tidende" meldet: AuS Helsingfors wird gedrahtet, daß die Stimmung für die Einführung der Monarchie in Finnland sich immer weiter verbreite. Die allgemeine Wehrpflicht in Finnland soll möglichst bald eingesührl -werden.
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Perflen erklärt seine Unabhängigkeit.
Konstantinopel, 26. April. Das persische Ministerium des Acußern teilte der hiesigen persischen Botschaft mit, daß alle Verträge und Beschlüsse, die mit der politischen nnd wirtschaftlichen U u a b h ä n g i g k e i t und der Unverletzlichkeit des persischen Gebietes in Widerspruch stehen, auf- yehoben und für nichtig erklärt wurden.
Die italienische Kammer.
Rom. 27 .April. (WTB.) Meldung der Avenma Stefans. Die Kammer stimmte der Vorlage betreffend die Verleihung des Wahlrechts air alle Kämpfer, auch cm diejenigen Pie noch reicht das 21 Lebensjahr erreicht haben, zu und beschloß, stch auf einen Antrag -Orlandos bis zum 6. Wmi zu vertagen.
Der beekrieg.
Reue U-Voot-Erfolge.
Berlin, 27. April. <WTB. Amtl.) Neue U-Boot-Er- folge an der Westküste Englands: 25 000 Bruttore- g ist er tonnen. Ein Dampfer von mindestens 12000 Bruttoregistertomien und ein großer bewaffneter Dampfer von 6000 Bruttoveglstertonmn tvurden aus stark gesicherten Gelei tzügen herausgeschosfeir.
Der Chef des Mmiralstabes der Marine. Berlin, 27. April. Jnr Aermell?anal wurden von einem unserer U-Boote ein mindestens 10 000 BRT. großer Tran-spor tdampser, der durch Kreuzer, mehrere Zerstörer und Bewachungsfahrzeuge außerordentlich stark gesichert war, torpediert. Gesamtsumme des versenkten Schiffsraumes nach neu cingogangeueu Meldungen: 1 7 0 0 0 BRT.
Das Führer flu gzeirg einer unserer Jagdstaffeln „Flandern" unter der bervckhrteri Fühnrng des Oberleutnants zur Lee Christiansen hat gelegentlich eines AusM-
rmrgsfluges in denHoofden ein feindliches CurtLSbvvt abgeschossen
Der Chef des ALmiralstcrbeS der Marine.
Aus dem Reiche.
Der Kaiser über unsere Finanzpolitik.
Berlin, 28. April. Seme Majestät der Kaiser hat cur den Reichskan-ler wlgenden Erlaß gerifet: „Der Der wal- tungsbericht der Reichsbank für 1917, den Mir der Staatssekretär des Reick)swrrtschaftsamtes mit eingehendst Bericht vorgeloFt hat, gibt mir ein Bild vvn der glänzenden^ Verfassung unseres Geldmarkt es und vo-n der Wider- itM'.dsrraft unseres Wirtschaftslebens, das Mich mit stolzer Freude ernrllt m\b für dos Ich allem, .Bedeckfen! Mine warme Anerkennung anssprechen möchte.^ttzewiß ton wir diesen eÜM.mrtigen Erfolg m lerstier Linie de,: Siegen, die Gottes Gnade unseren Führern und Kämpfern in Laer nnd Flotte geschenkt hat. Sie begründen das starte Vertrauen auf die unüberwindliche Kraft und Zukunft des Vaterlandes, das, wie der groh,rrttge Erfolg der 8. .Kriegsanleihe bewnst, alle Glieder des Volkes erfüllt. Daneben ist es aber die hervorragende P-olittk unserer Steichsbank, die im Verein mit dev Leisttci 1 gsfähigkeit^ uitd vaterländischen Gesinnung der beteiligten Kretse der Aalsbrrngrurg der .ikriegskosten seinen unerschütterlick)«n Rückhalt gegeö«r hat. Es ist Mir eine Freude, dies gercch« vonc ^ctrwchttelo? und irnter den, Eindrtlck unaufhaltsamen Ändringens zum Ausdruck M bringen. Wir siegelt militärisch und wirtschaftlich und gehen einer gennß nicht leichten, aber starken Zukunft ent- gegeit. ^
Großes Hauptquartier, den 24. April 1918. (&%■) Wilhelm I. R.
An den Reichs-an^lier. »
Die Neugestaltung des auswärtigen Dienstes.
26. Aprck. Ter Staatssekretär des Aluswarttgen ttmtes bat angeochnet, daß der vor einiger Zeit von ihm eingesetzte Ausschuß für hie Neugestaltung des auswärtigen Dienstes deinnachft mit Sachverständigen aus den^Berackskreisen in Verbindung treten soll, die an der Lösung der doch Ausschüsse üb-erwiesenrn! Ausgabe ntteresfiert sind. Tie bisherigen Beratungen haben sich unter dem Vorsatz des Staatsseketärs nur in amtlichem Rahmen vouzooen. Sie chben sich intxs von vornherein nicht nur mit dem umfassenden Aus- mrd Umbau des Ausrvärttgen Amtes selbst, sondern auch mit einer grundlegertden dirtrordrmTrg des diploma- ttschen und lommissarischen Dienstes beschäftigt. Die geplante vin- Mzrehlntg Pleiterer Kreise soll diesen ^Gelegenheit bieten, ihre mamngsattigen Erfahrung«! aus dem großen Gebiete der deul- scherr Auslandsinteressen in den Dienst der Sache zu stellen rmd chren Vorschlägen Geltung m Versfesselt. Während der Äwesew- hert des Staats,ekretärs von Berlin chrd die vorbereitende Arbeit des Allsschusses von dem Unterstaatssekretär Frhr. v. d. Busfche gekettet.
Der uationalliberale Preuhentag für das gleiche Wahlrecht.
Berlin, 28. April. (WTB.) Der am heutigen Sonntag nn Abgeordnetenhanse tagende Preußvntag der Nation alsi beraten Partei nahin. mit 419 gearn 127 Sfitwmen eine Entschlreßuna an, ,vorin er sich für das g l e i ch e Wahlrecht im Rahmen der Regienmg.svottlag« erklärt. Er lehnte die Bercntuvornmg dafür ab, ,vcnn nationalliberale Al^geordnetc nach der Entscheidung des Preußentaaes als maugedonde Parteiinstanz durch ihre Ad- stimmnng den Ausschlag gegen das gleiche Wahlrecht herbei- fuhren sollten.
Bkrtreter der Gewerkschaften beim Reichskanzler.
Berlin. 27. April. iWTB. Mchtamtlich.) Die „%>rt>6. Mg. M 1 unecht: Ter Reichskanzlcr empfing, entspreckrend einer mwir lange gehegten M'icht, heute eine Anzahl Vertreter der A r hert er gewerk schäften aller Richtungen im Bei- setn des Staatssekretärs des Reifewrrtsfeftsamtes. um ihnen Gelegetthett zu einer AiEvrafe über die die deutsche ArLeitersfeft beriibeenden Fragen zu geben. Es lmrren vertreten die christlichen Gewerkschaften, sowie die polnische Berufsvereiingung, die lvirt- schaftlrche natiLmale Arbeiterbewegung, der Berbaird der katholisckien Arbeitervereine, die freien Gewerkschaften urcd die deutschen Gewerk, chaftsve reine.
Berlin, 28. Aprck. (WTB.) Die „Norddeutsche Mgemcine Zetttmg" erfährt von eiatem Telluehtner der gestrigen Besprechtmg des Rerfekanzlers mit Bettreterir der Arbeitergewerkschaften: Der Kanzler äußerte sich bei dieser Gelegenheit zu den christlich-nationalen Arbeiterführern auch über die Wahlrechtsfvage. Er betonte, daß er mit dem Preußischen Wahlrecht stehe und falle. Vor einigen Tagen noch habe sich der Kaiser ihm gegew- ifer dahin geäußert, daß er nach loie vor unbedingt au, dem Boden der Wahlrechtsvorlage stehe. Anderslantende Gerüchte seien dnrfetts unzutreffend. Tie ^Arbeiterführer versicherten dem Kanzler, daß in der gesamten deutschen Arbeiterbewegung keinerlei Neigung oder gar Absicht bestehe, in eine Streikbewegung cin?>u- tteten. Gerückftc, ibic anderö lauteten, hätten in der Arbeiterbewegung keine Begründung. Sehr erwünscht sei allerdings, daß von den militärischen und den ZivckbeHörden der Arbeiterbewe- gung ein größeres Verständnis eittgegemgebracht werde.
rick Matthäus I. — Bleichenba ch. Aur btirt Verlnnd- Wo&e starb '.nwlge ich.nerer Verwrmdung nach ZVsjäbriger truer MchterMlung der Umerosft-ster Wckbttm tzöhn In Habers Epernen Kreuzes und der Hessischen Tapserkeitsmedackle. — V c n- hausen. Für- Vaterland starb der Gefreite Wckhelm Euler.
^ Kreis Schotten,
v ? 28. Lpril. Das Kriegsebrenzeichüt. früher
di^Oeffckfe ^«Mterkeusmedaüle, erknelt der Wehrmann Ludwic
Stsrkettbilrg und Rhcinhesfe».
% 3t0ri! - ®? ä S'o'JJwt« wranftaltet a\i
lltztM Ztirlus rnbte,er Lplelzcitantangs Mai fen Ger hart-
Dauptmann - Z y k l u s, umfassend: M i ch ue l 1. Mai senw Ersmuffübruna m Darm^di
^ - ■■ -„itanttr,
e Erimuffuhrung tu Darmsmdt erlebt. Und i). Versunken« Glocke (15. Ddü). Biberpelz
Zirrs Slcrdt rrnD LLHSTS.
Gießen, den 29. Llpril 1918.
** Amtliche P er so n a ln acb richten. Der Großherzog empfing am Samstag zum Bortrag den Staatsminifter Tr. von Ervcckd, den Minister des 'Innern Tr. von Lwmlwrgk zu Vach, den Generaladjutanten General der ^bavallerie von D-ahn, den Ordens- kcn^ler Generalmajor h la suite Freiherr Rüder von Diersburg, den Kabinettssekretär Dr. von Eiff. — Der Grvßhe^og hat am 87. Aprck den Ministerialregistrator bei dent Ministerin nt der Justiz Karl Linker in Tcremstadt zum Gerichtskostenrevisor er- ncrmu. — In den Ruhestand versetzt wurde am 27. April 1918 der Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Osthosen Johannes See Haus aus sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner lang* jährigen treuen Dienste mtt Wirkung vom 1. Mai 1918.
** Zum Absatz von kvhlensaurem Kalk (Schlvnm- koeide). Es wird darauf hingetv-jesen, daß kohl«lsortrer Kalk (Schlemmkreide). der so hergiericktet ist, daß er zu Futterzweckeu verwandt iverden kann, mir durch die Reichstuttermittekstelle Geschäftsabteilung, G. m. b. &. (BezugsVereinigung der deutschen Larchwirte), Berlin W 35, Potsdamer Straße 30, abgesetzt werden darf. Vorräte an derartigem kohlensauren Ktckk find der genannten Stelle unverzüglich anzum.elden.
** Lichtspielhaus, Bahrchofstraße 34. Das Dop- pelpvogramrn: ,^In Sachen der Domb-wm>ws7cck^ „Der Fall Clemeneeau", wird von morgen ab aufFeführt. Außerdem steht das Schauspiel „Der Schatten am Fenster" ober „Die Spur im Schnee" mit Mogervs' Enger und 5)anna Brinkinann in den Hauptrollen auf dein Spre^lplan. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen.
** Londorf, 29. April. Dem MEtier Plstlipp Fabel wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
[1 Watzenborn-Steinberg, 29. Aprck. Für die achte Kriegsanleihe wurden in unserer Gemeinde 171 264 Mk. gezeichnet.
Kreis VWinsen.
# Büdingen . 28. April. Tos Eiserne Kueuz erhielt der Gefieite Wilhelm Acker. — Calbach Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Musketier Karl Koch, Kanonier Fritz Koch die Hess. Tapftrkeitsmedaille. — Nieder-- Mockstadt. Das Eiserne KveuA erhielt Heinrich K 0 ch das Hess. Ehrenr>eick>en für Kriegsverdienste am Kriegsbande der Landsturm--- mann Heinrich Krölk. — Blofeld. Das Eiserne .Kreuz erhielt der Landsturmmann Herntann No hl. — Büches Die Hess. Tapserkeilsmtackle erhielt dar Lcmdsturntmann Richard H ix. -- Wolf. Der Fahrer Korrrad Malfeld und dessen Bruder Heinrich Malfeld erhielten das Eisente Kvenz. Kefen roo. Das Eiserne Kreuz- 1. Klasse erhielt der Gefreite Friedrich Sinner.— D ü d e l S h e i m. Da» Eiserne Kreuz erhielt der ^rcusktt^r Fried-
der am
Pchpa tanzt (7.
22. MM
Hessen-Nassau. '
-- Wiesbaden 26. April. General der Infanterie und Generaladnttant des Kaisers Teto v. Schenck ist heute früh hterielbü erner Lungenentzündung erlegen. Der Verstorbene wac
uis zum Kriege kommandierender tz^eneral des 18. Armeekorps und.führte dieses bis Anfang vorigen Jahres. Aus Gesundbeit-<- rucklichten nahm er seinen Abschiü, und ließ sich hier nieder.
Verein zur Beschäftigung Arbeitsloser in Hessen und Hessen-
Nassau.
-- Frankfurt a. M., 29. April. Unter dem Vorsitz des Drovtnzialdirekdors Geheinrerctts W. Best - Adam- lstell am Sams- tag im „Römer" der Verein für das Großherzi^tum Hessen und die Provinz Hessen-Nassau.zur Beschäfttgung Arbeitsloser seine dt-esiährrge HauptversanTmlung : ab. Der Tagung wshntvr u. a. au:ch Proviuzialdirettvr Tr. II s i n -g e r - Gießen und Laudesfeupt-» mann K r e ck e l - Wiesbaden bei. Ter bisherige Bereiuslecker Pvv- vrnztaldirektor a. D Dr. Breidcrt-Wiesbaden tourde zum Ehrenviorsitzenden ernamtt. Dem Jahresberick^t zufolge hat die vom Verein unterhaltene Arbeittrkolonie Neu-Ulrichstein (O b e r h e s s e n) mtter der Leitung der Oekonomirwates .Ritte trotz der schnnerigen Verhältnisse, die der Krieg gerade diesem! Zweige sozialer Betätigung brachte, aus^mbentlich «ute Ergrb- Mfte gezeitigt. Die Kolonie konnte infolgedessen sich an allen Kriegsanleihen mit insgesamt 300 000 Mark beteiligen. Eine engere Genre.nschpst gntg d.r Verein mit der Herbnxre lür lugendlick»; Mianderer in Frankfurt ein. Die Kolonie beifestigte im letztvr >>ahre 5r9 Mcmn aus fast allen Bundesstaaterr jn zusammen 8024 Verpflegtrngstayen mtd 6896 Arbeitstagen. Die Betriebs« kolren belief«! sich auf 838 58 Mark. Bemerkenslvert ist. das litt:« der Klostenauftvand pw Kvpf unt» Tag von 1.89 Mark im Jahn 1916 aus 1.54 Mark im letzten Jahr verminderte. Tic Bvraw schlüge lder Hauptkasst mit 57 000 Mark, der Kolonie-Wirt" schastskasse tnit 91269 Mark uivd der Zbolcmiekasse mit 56 547 Mari Einnahmen und Aitsgaben fanden die Billigt mg der Tagung. Ar. Stelle des zurückgetreie:ren langjährigen Vorsitzenden Vw» vttrziakdirektors a. D. Gehrmnierat Dr. B r e i d e r t - WeS- baden lonrde Pvovitrzialdir -ftvr Geheimemt B e st - Mainz zun» Vors'tzenden des Vereins geloählt.
Gießener Strafkammer.
Gießen, 26. April 1918.
Wegen unerlaubter Ausfuhr von 18 Zentner in Stangenrod gelauster Aepfcl war der Faoriftoärter Ludwig Sp. zu .Herdecke bei Hagen vom Schöffengericht Grülck-erg zu 20 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. .Seine hiergegen eingelegte Berufung lvurde kostensällig zurstckgewiesen.
Drei aus dem Kreise Alsfeld stammende Burschen wurden wegen Etttziehung vmr der Wehrpflicht zu je 300 Mk Geldstrafe oder je 30 Tage Gefängnis verurteilt.
Der 17 Jahre alte Metzgerlehrling Gnml F. in Friedberg, % Z. in Untersuchungshaft, und der 17 Jahre alte Arbeiter Wckhelm Sch. von Schwalheim haben teils gemeinschaftlich, teils F. allein zu Friedberg int Februar l. I. zu 3 verschiedene Malen aus dem SchLachlthau.se des MetzgermeisterS E. dasell'st ea. 22 Mund Speck, Nliifestiens 9 Pftnw Fketschlvurst und 35 Pfund Hackfleisch, letzteres im Wert von 60 Aik., alles der Metzgerinmntg in Fried- berg gehörig, enttvendet. 10 Pfund Speck verkaufte F. an den Arbeiter Wilhelm B. zu Friedberg für 60 Mk.. den dieser später in Frankfurt a. M. das Pfund zu 10 Mk. wieder absetzte. D. und seftte Mutter haben sich deshalb wegen .Heftkerei zu verantworten: B.,
seinen Rucksack zum llnterbrin'wn der gestohlenen Sachen gegeben hatte, war auch der Beihilfe zum Diebstahl angellagt. F. und Sch. haben ben übrigen Speck und die Fleischwurst in Frankfurt verkauft. Diese und auch B. hatten sich dieserhalb auch noch! wegen unerlaubter Ausftthr von Fleisch usw. aus dem Großl-erzog- tum noch Frankfurt m, Vercmtlvorten. F. erhielt eine Gesamt- gefäugnisstrafe von 7 Monaten. Sick), eine solche von 2 Atonalen ititb B. eine solfe von 2 Monaten ultd 2 Wochen. Die Mrttter B. wurde freigcsprofen.
Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen 4 Jugend-* liche von Schotten rvegcn Sittlichkeirsverbrechens verhandelt. Es wird ihnan zur Last gelegt, mit Mädchen unter 14 Jahren unzüchtige Hiandlungen doryenoinmen zu t-aben. Drei der Ange- llagteir erhielten Gesängntsstrafen von 6 Wochen, 3 Wochen mtb 3 Wochen, einer toatrbe frei gesprochen
Tie jetzt 17jährige Frieda M. von Jünbausen und die 20 Jahre alte Amta Sch. von da sind vom Schössengericht Büdingen zu 3 bzw. 4 Monaten GesäuMis verurteilt worden, weck sie im Sommer 1917 mit Kriegsgefangenen geschlechllich verkehrt haben. Ihre «gegen dieses Urteil eingelegte, auf Herabsetzung der Strafen ge- richtete Berufungen imräben kostensällig zurückgewiesen, es bleibt somit beim erstinstanzlichen Urteck.
I Da r mstadt, 28. Aprck. Die Strafkammer vewrtnl« den Landwirt Valentin Holler I. von Froschhaufen wegen wissentlicher Hinterziehung von Kriegssteuern zu 5000 Mark Geldstrafe. Er hatte ftchmc zum Wehrberteag 1913 falsch deklariert. Jnsi^samt hat er außer der Strafe 17 000 Mark Steuern mvfe ^uza!)len. — Der Mufmvnir Max Blehke von Seligenstadt ist wogen Verletzung der Kriegssteuergq'etze bereits früher von der Strafkammer zu 10 000 Mark Glldstease und l Monat GefänyinÄ vewwteilt worden. ?lüßerdem ertegte ihm das Finanzamt Strafbescheide in der Höhe von 14 000 Mark (das 12- bis 15sache der hinterzogeneü Steuern) Mrs- Er erreichte mit fernem Einspruch, daß das Gericht die Strafbescheide auf das 6- bezw. 12fache herab- setzte, so daß Blehke nrtt „nute" 8—9000 Mark Geldstrafe davon- kommt. — Jinnterhm erscheint die Steuerhinterziehung als ein rockst schlechtes Geschäft.
Unrvsrfitäts-Nachrichten.
Berlin, 27. Llprck. (WTB.) Em Erlaß des Kultusministers vmn 25. 9lpril besttmmtt daß bis auf weiteres sämtliche Jmmatrikulativnsgesucke von Ausländern ihm zur Entscheidung vorzulegen sind. Ausländer deutscher Muttersprache können bis zum Eintreffen der Entscheidumg einstweilen als Hörer Mgelassen werden.
vermischtes.
Ein fchtvercs Unglück auf dem Neckar.
Eßlingen. 28. Aprck. Nach Beendigung eines Fußballspieles stürzte heute nachmittag aus dem Neckar oberhalb Eßlmgen eine mit mehr als 60 Personen besetzte Fähre um. Sämtliche Insassen stürzten ins Wasser. Die metsten wurdcti gerettet. Die Zahl der Vermißterl steht noch nicht fest. Sic wird auf 15 bis 20 geschätzt. Drei Tote sind W jetzt geborgen.
Eßlingen, 29. Aprck. (WTB.) (Eg. MeldO Da- Unglück hat sich bei der Hanrmerschmiede in der Nähe von Obere ß l i tt - gen abgcspiÄt. Zolstreiche Personen bermtzten die aus eine Tragkraft von 60 Personett berechnete Fahre und stürmten, als dies-? miw sckstug, sämtlich ins Wasser. Viele konmen ftch retten, ,i ve konnten aite dein Wasser gczogelt iverden. Jedoch wurden bi^ b?>ue früh bereits 14 Leichen geländet. Man nimmt an daß insge,a»tU 20 — 30 Personen bei dem Utffoll nms Leben kamen


