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IfeÄKjfcdM&a anhäufi und ftch nkM sWvL, nwmte y r «ach b»r völlig falsche mtb unwahre Behaupt»irg aufAr- fte8e7:. daß ich rvgent»welch' gerechte Rüüvrroerbmrgsansprüjche «vkmLvichs auf Elfaß-Lorhringen anettant habe. Ich weise die Behauptung mit Entrüstung zurück. In dem Augenblick, in welchem die öfteren d?tfcham-garifcheN Kämmen Scmeinfaui mit den deutschen an der Westfvmrt donnern, bedarf «s wohl kaum eines Beweises dafür, daß ich für Deine Provinzen genau so kämpfe und auch ferner zu kämpfen bereit bin, als gälte es meine eigenen! Länder zu verteidigen.

-Obwohl ich es angesichts dieses sprechenden Beweises der völligen (Gemeinschaft in den Zielen, für welche wir seit nunmehr säst vier Jahren den Krieg fortführen, für ülerflüssig halte, auch nur ein Wort über die erlogene Behauptung Clemen- ceaus zu verlieren, liegt mir doch daran. Dich bei dieser Gelc-genlien enreuert der vollständigen Solidarität Su versichern, die zwischen Dir und mir, zwischen Deinen! und mehren, Reich besteht. Kehre Intrige, keine Versuche, von weni immer sie ans-gsthen mögen, werden unsere Waffenbrüderschaft) qefAHrdcm. Gemeinsam werden wirden ehrenvollen Frieden er-wingen.

Neue amtliche Wiener Erklärungen.

Wien, 11. ?lpril. (WTB. Amtlich.) Clemencean sucht sich durch fortgesetzte Verdrehung der Tatsachen aus der pein­lichen Lage herruvszp.twinden, in die er durch das Abteugncn der in der Rede Czernrns vom 2. April enthaLtenen Feststellungen geraten ist. Wir habten es für überfküssig, die Unwahrheiten jeder ernzeSnen seiner Behauptungen besonders nachtzuweisen. Tenn wir würden uns damit wir in_ den Dienst seines offenkundigen Bv- strebcns stellen, durch die Erörterung über die Vorgeschichte der Freiburger Zusammenkunft die »Aufmerksamkeit 'von jenen zwei Tatsachen abzulenven, aus welche es in der Rede Czernins allein ankommt, daß nämlich Clemerrceau noch kurz vor Beginn der letzten Offensive im Westen erst eine Annäherung an -Oesterreich-Ungcrrn gesucht und ihm dann zu wissen gegc&en hat, daß Frankreich zu einein FriedcaL ohrre die Annexion (Äsaß- Lothringens nicht zu haben sei.

Nun sucht Clenrencoau in seinem Bestreben die Aufnterk-. ftrnrteit htm diesen zwei Punkten dadrirch abznlenftn, daß xr angeblich politische Lbmßerungen in die Tiskussivn wirst, welche Kaiser Karl brieflich getan haben soll, und welche, wie er behauptet, besagen, daß er den gerechten Wünschen Frankreichs auf Rückcrioerbmrg Elsaß-Lothringens zui-immc, daß ferner sein Minrner des Ajeußern ebenso denke wie er. Die Unsinnig-- Leit dieser Behauptu ngen lieg: auf der Land. Sie steht in krassestem Widerspruch mit allen ö'sittlichen Reden» die der vevanttvortlicbe Minister des Aeußeren stets gehalten und die auch in Frankreich bekannt sind. Jnsbefandere benfaist die nicht «einmal von Elemenocrru abUneugn-ende Tatsache, daß k. u. I Truppen für Elsaß-Lothringen an der Westfrvur kämpfen, klarer als alle Argumente, die über jeden Zweifel erhabene bundes- treue Gesinnung unseres Monarchen. Zum Ueber- lluß sei ausdrücÄich festgestetlt, daß die Angaben Clemencoaus über die brieflichen Aeußerun.gen Kaiser .Karls von Anfang bis Ende erlogen sind. Deutlich geht aus allen Aeußcrungen Clemencoaus nur die von ihm offen ein gestandene Tatsache hervor, daß der Krieg an der Westfront andauert, weil Frankreich Elsaß- Lothringen erobern will. Einen besseren Beweis, daß die Mittel­mächte zm Berdeidicpmg ihres Besitzstandes kämpfan, hatte Cle- menosau der Welt nicht lfa'ern können.

Dumdum-Geschosse der Engländer.

Berlin, 11. April. (WTB.) Wiederum wurde die völkerrechtswidrige Verwendung von Dumdum-Ge- s ch o s s e n durch englischeTruppen feftgeftellt. Bei den westlich von La Före gefallenen englischen Soldaten wur­den, wie bereits mehrfach in den letzten Kämpfen, Geschosse mit abgekniffener Spitze gefimden.

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Aöqrrith gegen die Einbeziehung Irland- in die Dienstpflicht.

London, 10. April. (WTB.) Reuter. Im Laufe der Debatte im Unterhanse lber das Mannschaftsgeseh sprach Asqnith gegen die Einbeziehung Irlands in die Dienstpflicht, da dies nicht ratsam sei. Bonar Law erklärte, dir Regfanarg liabe die Einbeziehung beMossen, nacktem sie die Vorteile und Nachteile des VorsckKags erioogen habe, und sie werde ihre Hal­tung nicht ändern. Nachdem ein Zusatz, der dahin geht, daß die Bill die Seemacht und wirtschaftliche Macht der Nation ver-^ mindere, ohne eine mtsprechende milttärische Stärke zu schaffen, mit 321 gegen 106 Stimmen abgelehnt war, wurde der Gesetzent­wurf in zweiter Lest mg mit 323 gegen 100 Stimmen an-, gen'om m en.

Amsterdam, 11. April. >WTB.) DasMgemoen Handels- hUäj" erfährt aus London.' Ws es am späten Abend zur Ab-i stunmnrcg über dir neue Dienstpflicht kam, war die Min­derheit auf 100 stimmen gestiegen. Sie umfaßte außer den Iren nur den äußersten linken Flügel der Arbeiter-, Partei. Die Liberalen ivvven nicht in der Opposition, obnvhl Asauith in der Debatte an allen R»gterungs)Wrlagew eingehend Kritik geübt hatte, ?1squith«uerte, daß die Iren die Vorschläge der Regierung nicht annehmen zu können glaubten. Allerdings hätte die Dienstpflicht vor zwei Fahren bequemer eingeführt werden Können als jetzt. Die Gründe gegen die Ein­führung der TfaNflpflirch in Irland seien seit jener Zeit nicht schwächer gLvorden, sondern .stärker. Diese Aeccßerung begrüßten die Nationalisten mit Beifall. Asqnith fragte, ob die Eiusiihruna der Dienstpflicht in Irland so fahrend sein, würde, daß sie die Schvofarigfaiten rechffivtttge. Bonar Law antwortete, daß. ivemr der Entwurf nicht Gesetz würde, die Regierung Mrücktreten würde Der Mint'ter sagte, dieses Ultimatum sei kerne Drehung. Die gElwärtigr Regierung ivewe ihr Bestes tun, um ihren Nachfolger bei her Tunchsül/rung des Krieges m unterstützen. Der Staats­sekretär für innere Angelegenheiten Georges Cave sagte bei der zweiten Lesung des Entwurfes, daß, tonnt man den Regierunasi- twefchlag verwirklick^ nicht weniger als 10 Dimsionen aus Irland %u erwarten seien. Mer auch, rvenn os nur fünf wärst würde der Gesetzentwurf der Mühe wert sein. Die letztere Einschrstw-, Tmm beeilte ec sich, als Antwort auf dre Proteste der yutwnaäftm hrnMrzufügen.

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Die Ucberra-chung der Portugiesen.

Berlin, 11. April. Me schwer die pvrlugie i l s chenr Verluste sind, erhellt dav-rus, daß einer cirrzigen deutschen Gv- strngenensamnrelstelle 64 Offiziere und 1062 Mann .nngeliefert {wtbeu. Zwei dezimierte portugiesische Regimenter wurden nach .Boulognc zurückgezogen, um dort neu uraauifiert zu werden. Der deutsche Angriff hatte den Gegner VÄlig überrascht, denit in der Nacht zum 10. April sollte die zweite portugiesische Division durch eine englische abgetöst werden. Ein portugiesisä-er Brigrdestab wurde gefangen genommen. Ec war völlig ahnungslos,^ während der deutschen Ajrtllleriebeschießuug sofort jede Verbindung nach vor- und rückwärts aufhörte. Plötzlich standen die Deutschen vor dem Unterstand des Brigadestebes. Mannschaften und Offiziere wußten mchts von den großen deutschen Erfolgen beiderseits der Somme. Den Mannschaften war gesagt, daß sie bei mangelnder Tapferkeit ehr Brandmal ins Gesicht erlialterl würden. Nach Rück­kehr m die S eimat würden sie schwer bestraft werden. We » dmigen erweisen, daß die völlig verjägende englische Führung auch vier wieder die Hauptschuld au einer blutigen Mederlage trifft.

Deutschland als Vermittler des rusfisch-urrainischen Frieden».

Moskau, 9. April. (WTB.) Meldung der Petersbur­ger Telegraphen-Ayentut. Funkspruch der deutsck)en Regie­rung an das Kommissariat der auswärtigen Auge legen feiten:

,,Gemäß Artikel 6 des Friedensvertrages verpflichtet sich die vrksisä/e Regierung, mit der ukrainischen sstepublik bimten kirrzer

Frist einen Frieder M schließen. Nach einer Mitteilung der ukvai- kirischen Regierung unternahm die russische Regierung keinen Schritt, um die Herbeiführung des Friedens zu beschleunigen trotz (bex Atrregungen und dos Versuchs der Ukraine. In der Voraus­setzung, daß der richisch-ukrainische Friedensvertrag unter anderem alle zweifelhaften Fragen hinsichtlich der Ausdemrung des ukroi- Mcheu Gebietes lösen soll, gibt die deutsche Regierung der Doff- suung Ausdruck, daß die russische Regierung ohne Verzögerung in Verhandllrngen mit der Regierung der ukrainischen ReMblik ein- treten wird und ersucht, sie von dem Beginn dieser Verhandlungen rn Kenntnis zu setzen.^ Auswärtiges Amt, von dem Bussche.

Das Kommissariat der auswärtigen Angelegenheiten richtete an Deutschlcntd folgende Antwort über die Derhemdlimgen mit der Kiewer R-ado: ,^Jn Beantworrung des Funkspntchs des Aus- nchrtigen Amtes vom 5. April, in dem die deutsche Regierung an eine nichterfüllte Pflicht errmrert, die Frredensverhandlrmgen mit der Kiewer Rada ausziatehmen, teill das Kontmissariat der ans-- ioärtigen Angelegenheiten den Wortlaut feines noch am 4. dlpril nach Kiew gesMtdtmt Furrkspruchs mit, mit bem Vorschlag, die Ver­handlungen am 6. April in SmolenÄ zu beginnen. Di von der Kiewer Roda noch Beine ?lntuwrt eingeganpen ist, ersucht dos Kom­missariat der auswärtigen i>lngelcgen!te'ten die deutsch:' Regierung, den Wortlaut des erwähnten Funkspruchs, in dem als Verhand- lrntgsort Smolensk vorgeschlagen wird, der Rada mit neuem Dattun zur Kenntnis zu bringen."

Die Ukraine, und Rumänien.

Berl in, 11. April. WTB.) Der Präsident der Vo-lksminister der Ukraitre richtete an die königliche ntmäirrsche Regierung fol­gende N v t e:

Hiermit beehre ich mich za erllären. daß der Rat der Dolks- mrnister der ukrainischen Volksrepublik es für notwendig hält, der königlichen rstegierung folgendes zur .s^eunwis zu britigcn: ^ Tie ukratuifche Regierrmg hat lebhaftes Interesse an dem Schicksal B efsara biens, des Grenzgebietes der ukrainischen Vvllsrepublik. Obwohl iv. dein Gebiete die beiden dominierenderr Völker, die nkrarnischm und die invldauischen, miteinander ver­flochten siitd, imterliogt es fernem Zweifel daß in dem nördlir^n Teil des beffarabisck'en Terriboriums größtenteils Ukrainer leben und im südlichen Teil znnschen Donau und Dnjesttmündnng am Schwarzen-Meer--Ufer die Ukrainer die relative Mehrheit be­sitzen und aus diese Mise Bessavabten angesichts seiner ethno- graphisck--ö^rwmisckven ,md politischen Lage ein unteilbares Ganzes mit bc\r. Grunoterritvrium der ukrainische-it Volks­republik bildet. Mit Ruch vsit darauf, daß zur Zeit ein bedeutender Teil Tessarabreics vvn rumänischen Truppen besetzt ist, und daß die Frage über die weitere Zugehörigkeit Befsorabiens zum Gegenstände van Besvrechimgen bei deir Bukarest er Friedensver- handlung en getnacbt werden könnte, zählt die ukrainische Re­gierung die Beratung und Entscheidung dieser Frage nur unter Beteiligung und im Einverständnis der Vertreter der ufraintkfien Volksrepublik für möglich.

Der Präsident der Bol^mnnster. Minister für auswärtige Angelegenheiten ge*. W. Lwlubvwitsch

LebenSmittelnot in Holland.

Berlin, 12. April. Me demL. ans Rotterdam gemeldet wird, fanden Donnerstag mittag dort neue Hunger­krawalle stiatt. Mele Brotläden und mehrere Lebensmittel­geschäfte wurden geplündert. An mehreren Stellen kam es zu Zu­sammenstößen. Berittene Polizei ist an verschiedenen Stellen als Wachtmannschaft aufgestellt worden.

Ein Aufruf an die Landwirtschaft!

Berlin, 11 ilprtl. ^WTB Tie großen landwirt- s.ctzaftlicheu Körperschaften rechten nochmals in letzter , Stunde an die Landwirte nachstehenden Aufruf zur Zeichnung der 8. Kriegsanleihe:

Im Osten ist .der Feind erledigt. Fm Westen legen untere beLdemnüttgen Xnim?ßn Bresche auf Bresche in den 'Wall der Fmü>e. Um den Erüdfieg, vor allem über Miseren schlimmsten Feind, England, zu erretc&at, ist es notwendig, ine gesamte Krtegsrüstung ans der vollen Höhe bis zum Schluß zu erhalten. Ties ^st aber nur nröglich, toenm dem Reich die nöttgen Mittel in der neuen Krisgsanleihe hl opferfreudiger und bereitwilligster Weife zur Verfügt,ng gestellt werden. Kein Geld ist sicherer mrd nützlicher angewandt durch die Zeichnung der Kriegsanleihe. Niemand möge glarchen, daß seine Zeichnung, auch wenn sie einen ,wch so kleimnl Betrag bildet, gegerrüber ben Milliarden nicht iu Betracht käme. Es kommit nicht nur auf die 5)öhe der Zeich- nimg an, sondern vor allem auch darauf, daß durch die Betei­ligung aller Kreise des Voltes unseren Feinden zum Bewußtsein gebracht wird, daß das ganze deutsche Volk geschlossen und cin- strütiq von dem einzigen Willen beseelt ist, bis zum Endsieg aus­zuhalten. Ter Erfolg der Kriegsanleihe soll .unseren Feinden zeigen, daß nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die sitt­liche Kraft des deutschen Völtes beim Ausgange des vierten Kriegsjahres noch unversehrt und rrngelrrochen geblieben ist. In diesem Sinne richten wir an alte Üandmrte. Landarbeiter die dringende Mahimng und die herzliche Bitte, Kriegsanleihe zu zkichnen und für dieselbe mit alten Mitteln zu werben irnb von Mund zu Mund Mlsklärend zu wirken.

Kriegsmisschülß der deutschen Landwirtschaft. Deutscher Ämd- wirtschaftsrat. Bund der Landwirte. Vereirngimg deutscher Bauernvereine Dctttsck>e Lcmdwrtscha l ge'ef dya t RcichsverbanA deutscher landwirtsä>astlicher Genosscauchaiten. Generalverband der deutschen Raiffeffengenossenschaften. Reichsverband der landwirt-^ schastlichen Hausftauenverehre.

Aus dem Reiche.

Bundrsratstteschlüsse.

B^rAan, 11 April. sWTB.) Jir der heutige» Sitzung des Bund-esratS wurden augerammten: 1. der Antrag Preußens wegen Einsetzung einer FachPomnnffwn Aur Prü­fung der vorcruZsichtlickiert ivirtschöstlichen und finattKiellen Wirkungen der Vereinheitlichung der Staats­eisenbahnen, 2. der Entwurf erner Verordnung Über Maßnahmen Urr Beschränkung des Fremden Verkehrs, 3. der Enttmrrf einer Bekanntmachung über die Einwirkung kriegswrrtschaftlicher Maßnahmen aicf die Reallasten, Hyp-otheken, Grund schulden und Renteirschnlden.

Eine neue Abstimmung über die preußische Wahlrefonn.

Berlin, 1l. April (WTB.) Ar der ln'utigen Sitzung des Wahlrechtsausschnfses des Abgeordneten- h a u s e 5 lonrde bet Gesetzentwurf betreffend die Wahllnr zum Mgeordnetrnhaus in zweiter Lesung mit univesent- lichen Abändenrngen der Fassung erster Lesung angenom­men. Der fortschrittliche Antrag auf Wiederherstellung des 8 3 der Regieru.ngsvvrlage, der das gleiche Wahlrecht versteht, ivurde mit 19 gegen 16 Stimmen abae- lehnt. Für die WicderherstellUTrg der Regierungsvorlage fmirmten 8 Zentruursabgechrdnete, drei Freistmnge, drei Natvonalliberale, ein Sozialderwobrat, ein Pole, dagegen 12 Konferuatipo, vier Fr ei konservative imd drei Natiotral- liberale.

Aus Hessen.

Aus dem Ariegsausschuß der zweiten Kammer.

I Darmstadt, 10. April. Der Erweiterte Erste Aus­schuß (Kri eg sauss chu ß) der Zweiten Kammer hielt heute m Gesienwart von Regierunasvertretern eine Sitzung ab Der Autma Eißnert [m.j bete. Bersvrgung der Beoöl- kernn g nra t Schuhen fotzdert 1. ?lufhebung der Frerzügchteft der Bezuossckrerne für Sckmhe. 2. Erricki-tmrg lwn Schu.lwerteilunasi stellen durch inc SwdllieNvalttmgen, \*t,v. fites Land durch die ^rers-behörden, 3. Uebrrweifung wn Leder und Erfatzstoch-ir durch

die Berterbungsstellen, 4 Abtteftrrmg eines Paar alter Schuhe für ein Paar i«re. Bei der aeqeüwärtigen ^öeaAun« sei der Tarnch'

l»a.ndel von Buttei.- trsw gegen Schuhe nicht zu unterbinden. Der Käsefabcikant Petermann in Groß-Gerau ist um eine gleichmäßige Quarkverteilung an alle Käse- iabri kanten vorstellig ge'.iwtLren. Ter Ausschuß spricht sich dafür aus, daß alle Käsefabri?-anten Leifens, die schon vor dem Lirieg die Fabrikatirm betrieben uni.' dreihre Erzeugnisse im Lande absetzen, gleich»näs;ig von einer Verteillmgsstelle be­liefert werden sollen. Der Gegensw.nd wird abgesetzt- Em, AnLvrg v. Brentano und Genossen auf Errichtung einer Preis- komtn ission bei der Landesg-nr üse stelle nwutet sich eine Vorstellung des Obst-, Wein- und Gartenbauvereins in Gau- Algesheim lSpargelzüchter) im gleichen Betreff zu eigen, rvovach die PreisLommisfion zur Hälfte aits Erzeugern, zur Lalfte ans Verbrauchern zusammengesetzt fein solle. Tie Regierung sichere strenge Durchführung dieses Grundsatzes zu. Vml einer 'Seite wird darüber Klage geführt, daß in Berlin stets höhere Preise festgcietzl würden, als -die Preisb>murissionei7 vorschilügen. Der Gegenstand wird einstweilen abgesetzt.^ Der Mg. Dorsch (Bbd.' bat eine dringliche Anfrage toegen der Abschlacktung aller Rindes über Jahre eingebvachl. Bei der Beratung '.oüwchr der Antragsteller, daß auf Zugvieh \info geringe Stücke Rücksicht ge- mnnmen werden wöge. Die Regienmg stellt fest, daß die Zahl der Iungrirrder nickst abgenommen, sondern zugenontmen habe. Bei dem stärkere Fleischbvdarf, rranrentlich an der Front, müsse mten zu Jung­tieren greisen.. Dockt verspricht die Regierung, die Wünsche möglichst zu berücksichtigen. Ein Antrag llcbel (Ztr.) betr. Rechen- seha ftsablegung der ftnit der Lebens- und Futtern mittelversorgung betrauten Stellen wird für erlogt av-« klärt, ebenso ein zweiter Antrag desselben ?lbg. über Nachprü­fung und Kontrolle der Geschäftsunkosten der ge* snaunten Stellen und Brotpreis, in seinen Punkten a, c und b. Nur Punkt b, welcher eine Kontrolle der Spesen und eine Herab drückung der Geschäftsunkosten fordert, wird der Regierung zw Berücksichttgung überwiesen.

Der Seekrieg.

Neue U-Doot-Erfolge.

B 1 1 1 1 n, 11. April. (Amtlich.) Eines unserer U-Boote. Koinmandant Kapitänleutnant Georg, hat in der Jri- schen Sec und vor dem Westausgang des Aermel-Ka- ttals acht Dampfer und zwei Segler mit zusamme n 2^8 000 Br. -R. --T. vernichtet. Unter den versenkten Schiffen waren an besonders wertvollen Dampfern ein neu­gebauter Dampfer vom Einheitstyp von 5000 Br.-R.-T und zwei Frachtdampser von miirdestens 6000 Br.-R.-T Größe. Einer der 6000 Br.-R.-T.-Dampfer war auffallend stark gesichert. Gezählt wurden etwa 20 Torpedoboote, Mo­torboote und andere Bewachungsfahrzeuge. Der Dampfer wurde in geschickt durck>geführtem Angriff aus stark gesicher­tem Geleilszuge herausgeschossen. Sämtlche Dampfer warerr bewafsiret, die meisten beladen. Namentlich festgestellr wur­den die englischen Dampfer Trinidad (2592 Br.-R.°T.), Rough Fisher (418 Br.-R.-T.), Gl<mdford (494 Br.-R.-T.) und englischer Segler John Wolter.

Der Chef des Admiralstabs der Marine

Au» Stadt und Land.

Gießen, den 12. April 1918

Wer bleibt zurück?

Ein paar Jahre vvr Ausbruch des Weltkriegs war's, doß uij eine her Hohen bei Couch te Chateau erstieg, die unseve siegreichen Truppen in diesen Tagen glühender Spannung im Sturm gv- wirrmm haben. Die Aussicht, im sich wir bot. war überwältigende schrmTnernde Flußläuft, weiße Städte und Dörfer, grünes Kultur land, eine weckhin sttahlende Erde. Wdllt ilw rvssftn, wicks jetzt dort ausschaut, mu.ßt ihr unsere braven Feldgrauem fragen, die im Siegedg den xinst so gesegneten Lcmdsrrich durchstürmen. Dft Aecker verwüstet, die Wälder von Granaten zerrissen. Städte und Dörfer in Trümmer geschossen. In den Allsten der armen Menschen, die vvb mch Gut verloren haben., wohnt das Entfttzen. In dunkler VLacht wurden sie aufgejogt. Kaum, daß sie das Notvxmdigjft er­rafften. Fort giings in langem: Kolonnen einer ungewisse?! Fenre. der fchreMchsten Not entgegen. Auf zerbrechlichen Wagen die Wehe­mütter, die Kranken und Greift. Wer kann sich unterfangen, da« Clend zu malen, in das der ^brieg die ^lornrsten stieß? Und nun' bas (Gegenstück. Seht mtfcrc teure heimische Erde. Sie blieb ovn den Greueln des Krieges verschont. Ueberslrömen muß euer fort# von Dankbarkeit. Wer hält, wer trägt, wer schützt euch? Euere Söhne und Briidcr draichen.- Kinder des gemeirrfamen Vaterlands. hat mrs so stark und mrübe-nvi ndlick). ge-na cht in diesem n recht baEr aller Kriege? 'Daß uns über den Streit der Barteven hinaus der faste Wille M,ammenfchloß. das Vaterland geg^n fremde Willkür M fckMten. Was steht auf dem Spiet? Nicht nur unser vab und Gut, auck" unsere Freiheit, unsere Sckbstmirngkeit fall wts ent- vissarr werden. Wir zittern für unser Hstinarland, fite unsen' Kinder mrd Enkelkinder. Daran muß jeder denken, dem ein Horz im' Leibe schlägt. Da braucht's gesammelte Kraft und Dienftwilligkeit. In euren .'sianden ruht die Verantwortung. Eines Tages, wenn die Wünden heilen, die der Krieg Geschlagen, sollt ihr ohne Er?'ölen, teendrgeil Mges vor eure Bollsgr'nosjen treten, sollt fpreckten!Ich habe mehre Pflicht getan, habe mein letztes Erspartes gegeben' für des Reiches-Kraft unds Lterrlichkeit?" 2UIe Selbstsucht müßt vpz begra den, ein Herz müßt ihr haben und einen Sinn. Und wenn es das teuerste Kleinod wäre, legt'S auf den Altar des Vaterlandes. Wer bleibt zurück?

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** Amtliche Per slonal na ch richten. Der Gvoß- hlerz-og hat am 3. ?lpril die Kulturtechnikeraspiranten Friedr. Trerber aus Birkenau, Cchristvph Bennet aus Bicker7bach.,Grnft .Krapp aus Babenhausen, Heinrich Schutt aus Dorhewt, Antoir Mtber aus Weiler, Bezirk Äschaffenbura, Georg Schütz aus Mmbach i. O., FranA Kiefer aus Schinrsheim und Jose^f Wolf-enftädter aus Dieburg zu KulturtechnÄern; die Geometer 2. Klasse Karl Friedrich Nierscheimer aus Hilles­heim tmd Leonhard Hammerschmidt aus Bindsachsen $u Feld beverrrigUTms goometergehilfeir, sämllick) mit Wirkmra vom 1. April 1918 an ernannt.

** Auszeichnung. Musketier Otto Becker erhielt das Eiserne Kreu^,.

** U-Boot-Erfolge. In der Ni>mmer vom 10. April berichteten wir über 'die Erfolge eines il-Bootes (.KapitLnkentnant Jeß, nicht Heß, tvie ein Druckfehler angab) m der Irischen See. Wie rms nrttgeteilt wird, steht >bapitänlÄctmmt Jeß durch Formlienbeziehun gen der Stadt Gfaßen nahe, da sein Bruder Privald^ent. ObevaM an her llnrversttätsaugmklinik Tr. Jeft zurzeit cm Felde, ein Schwiegersohn des Beigeordneten Geb Kommerzienrats E m m e l i u s ist

** Aus dem Militärwvchenblatt Zu Ober ätzten befördert: Die Assistenzärzte der Reserve: Süwers (Ferdinand) (Gießen), Däovs k Erwin) (Gießen), nnd Assi-- sten^arzt der Landw. 2. Aufgeb.: Brill (Ludwig»(Gießen > .** Oesfentliche Kund gebun a für die 8. 'riegsanleihe. Wir machen nmhmcüts auf die Mon­tag den 15. ?lprtl, abends 8 Uhr, im Fürstenhof, Linden- Platz 1, stattsinderche öffentliche .Kundgebung, in der meh­rere Redner sprechen werden, auftnei'ksam. Da ein großer Andrang zu envarten ist, empfiehlt es sich- frühzeitig m erschernen, um sich einen Platz zu sichern, m ^^ouen-Opfertag Es wird nrochMals auf den Natvonalen Opfertag am 13. April hrngewiesen &ebc ?ln^evge.