um Hre SympaMe fei un§ M sichern? (&dfyz gut!) Werra eS 511 * feifft, daß bie polnischen Legionäre mit Rußland gegen die UPtöine »iehen, so zerreißen Sie (zu den Dolen) den Vertrag vom 5. November 1916. Das wäre ui viel oerkmgt Sie hatten keine polnischen Armeen, die mit Deutschland gegen Rußland gehen wollten. Lebhafter Beifall und frarweklatschen, auch auf den Tribünen.) Millionen von Menschen sind in den letzten Tagen die Augen ausgegangen über den Unterschied zwischen ^ünarchie und Ordnung. (Sehr richtig!) Sic erkennen die NoNoenidigkeit. daß Oesterreich- Ungarn mit rumänischen. Getreide und künftig nvit ukrainisch^, Erzeugnissen bevorzugt wird, da darf man aber ut Wie» die Dinge nicht auf den Kops stellen. (Bravo!) Die Deutschen in den Ostsee- prooinKen werden für vogelfrei erklärt. Da müssen wir ihneni Hilfe bringen. Dann können wir getrost einer Volksabstimmung entgegensetzen. (Sehr richtig!) Der Krieg wird^niM durch das Schwert der Kritik, sondern durch die Kritik des Schwertes beenoet. Mit einem deutscher Sieg toerden wir zum Frreden gelangen^ (Lebhafter Beifall und Händeklatschens
Abg. Gvas Westarp (Sons.): Ter Friedensschluß ist Sache des Kaisers, nicht des Parlaments. Wir begrüßen den Friedens- schluß mit der Ukraine als die erste Insel im Meer des Weltkrieges. Namentlich im Hinblick aus Oesterreich-Ungarn und die Türkei ist der Friedensschluß zu begrüßen. Tie Dardanellenfragc ist damit erledigt. Hinsichtlich der wirtschaftlichen und rechtlichen Seite des Vertrages ist gute und tuch ige Arbeit geleistet worden. Ter Vertrag kann im ganzen als mustergültig bezeichnet werden. Tie Revolution hat Rußland nicht glücklicher gemacht. Bestechlichkeit, Verbrechen scheinen oft über das hinanszugehen. was man Traber dem Zarismus mit Rocht oder mit Unrecht oorgewvrfen hat. (Sehr richtig! rachts? Es wäre besser gewesen, tvenn nran von vornherein mit offenem Visier in die Verhandlungen eingetreten wäre, und wenn dis deutschen Interessen auf Grund der durch das Schwert erworbenen deutsären Machtstellimg gewahrt wvrderr wären. Wenn Tr. David sagt, gewisse Teile des deutschen Volkes hätten Gott auf den Knien gedankt, daß die Friede nicket zustande gekommen \mrt, so ist das eine frivole gehässige Unter- sieklirug (Lärm links. Vizepräsident Dr. Tove rügt den Ausdruck). Ich .mi fi annehmen, daß Tr. David gegen besseres Wissen die Ausführungen gemocht hat. (Erneuter .Lärm. Zuruf: Schamloser Geselle! Ter Vizepräsident ruft den betrefferchen Abgeordneten! zur Ordnung.) Wir begrüßen das Borgelen rmserer Trupven, da wir die Pflicht haben, den Schutz der Bedrängten in den Ostsee,wovrnzen aus deren Hilferuf zu geivähren. Das neue Friedeusan-. gebot bringt uns in eine überaus »rünstige Lage. Tie Bolschewik; müssen «merkemien, daß die von uns besetzten Gebiete dauernd von Rußland losgelöst sind. Tas Selbsrbestimmungsrecht ber Völker wert«, 'wir wahrer, soweit es das deutsche Interesse xuläßt. Insoweit als es sich um militärische Sicherung der Grenzen handelt, muß das Einverstärwnis Hind-mburgs und Ludendorffs sicher sein. Sie mögen den deutschen Frieden unterzeichnen. (Bei-
W
Abg. v. Halem (Deutsche Fratt): Wir begrüßen die vorge- kegten Verträge mit Freuden und erwarten, daß der Warenaustausch, der Austausch ukrainischer Aqrcrrprvdutte mit deutschen Lsnduskrieerzeugnissen baldigst in die Wege geleitet wird. In unseren Ostprvvrnzen ist eine Trennung von Deutschen und Polen nicht denkbar. Die Polen mögen sich voll zu der preußisch-deut--' scheu Staatsnotwendiqkeit bekennen. An Entgegenkomnien gegen die Polen hat es in Deutschland, speziell hier im Reichstage, nie-, mals gefehlt. Der heutige Funkspruch ist eine Folge des energischen Vorgehens. (Sehr richtig! rechts.)
Abg. Ledebour (Unabh. Soz.): Wir zweifeln ^icht daran, daß auch Graf Westarp der: Frieden will. Trotzki will auch den FnÄ-en rrur abgeschlossen werden dürfen mit Uebereinsttnrmung des Kühl mann findet jetzi den Beifall der Rechtem Ich bedauere ihn deshalb. gfrefterkert.) Der Beifall in der Kommission war besonders groß, als er, die Polen in einem Muße' heruntermachte, »me sie cs höchstens auf dem Kasernenhofe kennen gelernt haben. (Lachen. Vi-epräsiderrt Tode ersucht den Redner, sich zu mäßigen.) Die D krame ist lediglich ein Teilstaat Rußlchrds. Ddit ihr hätte ein Frieden ^geschlossen werd«r dürfen mit Ueberoinstimmung des anderen Rußlands. Die inneren Wirren Rußlands gehen uns nichts toi. Für Sie gilt es nur einen sittlichen Vorwand für weitere Er- «bermrgsplLnc zu haben. (Lachen.)
Tr. Stresemanu spricht sich gegen Annexionen auS, ist über für Annektierung polnischer Gebiete, soweit es die militärischen Interesse!: verlangen, und soweit sie von den Halbgöttern Hindenburg und Ludendorff gewünscht werden. (Große Unruhe. Svizepräsident Dr. Paasche rügt diesen Ausdruck. Zuruf bei den Unabhängigen Sozialdemokraten: Götzenbilder! Erneuter Unwille rechts und linH.^ Wenn Sie uns den Friedensschlnß überlassen^ (Lachen. Zuruf: Bolschewikifrieden!), dann würden sich Ihre Kinder und Kfrcdeskrnder auch darüber freuen. Während Ihr Friede, nur der Vater neuer Kriege ist.
Der Protest gegen die Einreihung der Polen in die Ukraine geht von der ganzen polnischen Nation ohne Unterschied der Partei aus. (Sehr richtig! bei den Polen.) frier zeigt sich wieder die Unzulänglichkeit unserer Diplomaten, Wir hoffen nicht auf die Negierung, daß sie uns wirklich einen dauernden Frieden bringM wird, den kann nur das internationale Proletariat durch eme.it Massenstreik erringen.
Abg. Radziwill (Pole): Die Ausnahmegesetze gegen die Polen wollen die Nation ausrotten. Wir wären der preußischen Regierung dankbar, wenn sie diese ^Gesetzgebung abtcagen würde. Ern Verstand, gungsftneden muß auch unter den Nationalitäten eintreten. Auch die Polen haben in diesem Kriege Ufc Mut vergossen. Sie kämpften für T^rtsthLand, aber auch für Polen. Ein bauernder Friede ist nötig, er kann aber kein Gewaltfrisde sein.
Staatssekretär von Kühlmann: General frofstnann war als Bettreler der Obersten Heeresleitung auf Vorschlag des Reichs- kcnrzlers vom Kaiser zu den Verhandlungen bevollmächtigt ent-, tzrcht. Dies war nötig, weil die Verhandlungen während des Waffeusiillstaudes im besetzten Gebiete stattfcmden. Ta war es erwünscht. jederzeit einen Vertreter der Obersten Heeresleitung zugegen z-u haben. Der Mechanismus hat sich- bewährt und" wird wohl auch beibehilllbvr werdtti. Es ist übrigens nvch>s Neues.
Abg. Gröber (Zerttr.): Diese Sache hat nur oberflächliche Büxmtung.
Dann schließt die Aussprache. Der Vertrag wird dem fraupt- ansschuß Überwiesen. Es folgt dir erste Lesung der Gefetzmttvürft bttr. Bekämpfung der Geschleckitskrankheiten und Maßnahmen gegen die Verhinderung der Geburten.
Staatssekretär v. Wall ras: Diese beiden GegenstänÄe sind in der Literatur und im Parlament öfter erörtert worden. Sie find zur gesetzgeberischen Derabsckpiedmrg herangeveift. Ich empfehle beide Vorlagen yax Annahme
Mg. Dr. v. Kalker beantragt, beide Vorlagen der 16. Kvm- Mission (Bevölkerungspolitik) zu überweis«,. Die Vorlagen gehen G3i diese Kommissivn.
Darauf wird Vertagung beschlossen. Nächste Sitzung: Freitag 1 Uhr. Tagesordnung: fraftentlossung des Albg. Dittmann,
vkrainische Verträge, Bericht des fraushaltsausschusses, fett. Mili- rärisches. Schluß S /J Uhr.
warten wem dieser Bestimmung bcz FrnedLNSvettvwges «ne Erleichterung der Lebeusverhältiüsse in der Monarchie durch die Lie- sxrung von Getreide und anderen Lebensmitteln aus der Ukraine. Ö >3 sieht außer Zweifel, daß die in der Ukraine lagernden Getreidv- vorräte unvergleiMich gröger sind, als das Quantum, welches wir augenblicklich transportieren könnten. Natürlich dürfen wir dabei mchr vergessen, daß ganz Rußland, und auch die Ukraine von den Krämpfen des Bürgerkrieges geschüttelt wird, und daß die Schivie- rigkeiten des Transportes mtter diesen Verhältnissen ganz außer- ordentlich sind. Nach den letzten Nachrichten, die dem Minister des Auswärtigen zugegangen sind, ist die Anarchie in ganz Zku ßland in einer stetigen Zunahme begriffen. Es herrscht ein Cl'poS,,dM Kampf aller Fegen alle. Unser Ziel bei alledem kann und wird nur sein, alles Menschmmögliche zu tun, um unserer heldenmütigen Bevölkerung jene Zuschüsse an Nahrungsmitteln zu verschaffen, die sie mir Recht verlang, und die sie sich durch dir lanMi Entbehrungen und dis standhafte Darchholten verdümt hat. (Lebhafter Beifall. Händeklatschen.) Prophezeiungen, ob und in welchem Maße dies gelingt, sind bei der zunehmenden Anarchie in Rußland gMrz unmöglich, klingt es nicht, dann werden auch die l'chrige:: Bestimmungen des Vertrages hinfällig, dann bleibt uns immer noch der eine Vorteil, ben KrieMu.stand mit ber Ukraine wie mit ber Petersburger Regierung b&v&et zu haben. (Beifall.)
Ter andere wichtige Punkt des Vertrages ist die C Holme r Klausel. Bon dem Vertreter der nkrainischen Roda und der österreichlsch-ungarrschen Regierrmg ist gestern eine ergänzende, interpretierende Erklärung zu dem Frie- densvertva-g untersettigt worden, wonach das Cholmer Gou-
vernementnichtandieukrainischeRevublikfällt,
sondern über dessen Los setuerzeit durch eine genrischte Kommission tiad) ethnographischen Grundsätzen und rwch Anhörung der Wünsche der Bevölkerung bestimmt werden ,otl. <Lebhrüter
Beifall.)
Eme mrdere Losung der national umstrittenen Chdtmer Frage war nicht möglich, ohne den Frieden zu verderben. Rußland dekretierte für seine Gebiete das zur vRligen Lvstrewmng gel>enD<l S-elbstbesiimnnmgsrecht der Völker. Wir nahmen diesen Standpunkl für die besetzten Gebiete 'an.
.1 ie Herren vom PoienkluL können nicht leugnen, daß ein großer Teil des Cholmec Gouvernements stark mit ukrainischer Bevölkerimg durchsetzt ist und daß auch diese Nation dos Rcclü hat, gehört zu werden. (Beifall und .Händeklatschen.) Ich gehe N'efter. Tie ernste Pflicht der österreichisch°^.nyarischen Regierung Mrrr^ eS, den Frieder zu erreichen (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Tas, was in Brest-Libows^k geschaffen ivorder, ist, ist der Friede^ für das ^Boll. (Lebhafter Beifall und HandeklatsckMt.) Niemals hätten es die Voller -Oesterreich-Ungarics verstanden, wenn wcr frie(eit Fried«: zerschlagen, werrn wir die Möglichkeit, Getteive zu erhalten, abgewichen hätten, und nur deshalb,
damit das Gouvernement Chol« in seiner ganzer
Ausdehnung bedmgMVÄvs an Pvleit falle. (Beifall. Zwischenrufe bei den Polen.)
. Angesichts dieser Erwägungen muß ich auch gewisse Insinua- ttcmen, bit M ber erörterten Frarge über das Verhältnis zwischen Oesterreich-Ungarn und Denischland knip wurden, mit allem Nachdruck ablehnen. (Lebh,rfter Beifall. Hände- llatscken links.) Nun zu Rußland! Tie Petersburger Regierung steht imt Oesterreich-Ungarn. wie sie selbst erltärte, nicht mehr im Dnege, und wird nach menschlicher Voraussicht den Kriegszustand urcht Widder aulleben lassen. Den d'wtschen Hilferufen aus Esttand und Lwlmw ß-lgeTrd, hat sich Drrttschand entt'chlossen, weiter ins Jirnere ju marschieren, um jene unglücklichen Konnativnaren. dre in dresan Provinzen leben, vor dem sicheren Verderben z-u schüt'en. (Lebhafter Beifall. Händeklatschen links.) Wir sind in vollem Einvernehmen mit unseren trennt Bundes- gevaften zu dem Schdltz gelangi, uns an dieser militärischen Aukran nicht z u beteiligen Ter Mmiiter des Aeußern dEichtigt sobald als möglich dir Berhondlnn^cn mit der russischen Regie- njy. über den GchkM«r«NMlsta!usch tlsw wicfr.'r MifyUnehmrn^ (Beriall iÄf m der Ukraine befindlichen Kricgsgessrmenem deren Zahl zremLch groß rst. werden selbst verständlich anch. rasch es dre dortigen Verbällniste erferuBen, hümb^öÄert.
Tie Rede des Ministerpräsidenten wurde mit lebhaftem, lang- anhaltendem Beifall und Händeklatschen von Deutschen tmb Ukrainern ausgenommen. Der Mnisterprüstdent wurde beglückwünscht, auch wurden einzelne Stellen der Rede durch Beifallskundgebung«^ von Deutschen und Ukrainern unterstrichen. An einzebten Stellen wurde die Rede von lärmenden Zwischenrufen tschechischer Abgeordneter und einzelner polnischer Sozialdemokraten begleitet. Die, Polen verhielten sich bis aus vereinzelte Ausnahmen ruhig. Gemäß den gestern getroffenen Bereinbcrrnngen der Parteien wirrde hievft auf die Sitzung gefchwfsen.
Die nächste Sitzung findet morgen statt. Auf der Tagesordnung steht die erste Lesung des Budgetpwvisoriums.
Der öfterreichitchr MntsteryrSstdent über den Krieden im Gtien.
Wien, 19. Febr. tWTB.) Abgeordnetenhaus. Bor Vollbesetztem Hause und diMgeMten Galerien bat Mmisterpräst- jttent von Seidler bei der EinLrinMNg des viernwnatlichen Budsetprovisoriums nach einer Rücksprache mit dem Minister des Sfarfcmt Grafen Czernin über däe rwcklöstlichen Verhältnisse folgnüx Erllärung abgegei>en:
Beim Friedensschluß mit der Ukraine sind zwei Momente von ganz befintderer Bedeutung Vor allem ist darauf hin- toweisen, daß laut Artikel ) dos Friedensvertrages sämtliche Bestimmungen ein unteilbares Gan^kS bilden. Was in diesen'. Ber- rvaye der eine Teil an ZugestätLmissen machte, hängt somit davon «ob, daß auch der andere Teil seine Verpfticbttsng-m erfüllt. Die Lerpslichtuny, welche de nfnainische Volksretmblik st'enwmmen hat. besteht vor allem di rin, drß sie uns ihre Ueberscht'ifse an landwirt- ßchafll^ck»» Dockten zur Berftlyung stellt. ^Beifall.) Wir ev-
Der Lrfo!g der mlMSrischrn Vorgehens im Gsten
Wien, 20 Febr. Aus dem t u. t Krieg spresse- auar tier erfahren wir: Der Rat der Volks kommt ssare hat die von den BierverbandnrLckchen in Brest-Liwwsk ausgestellten Fricdensbedingungen ohne jedweden Vorbehalt anartto-mmen Die hiermit erzielte neue Wen- düng im Osten ist ausschließlich dem ohcte Zögern erfolgten militärisäien Vorgehen gegetr dir großrussische Republik zu danken. Es ist selbstverständlich, daß jede militärische Aktion, die bisher an den Fronten untMtoinursn wurde, aiulf dom Einver nehmender beiden Mi tteb- mächtebeHründet war Wenn bisher nur das Vorgehen deutscher Kräfte gemeldet wurde, so ergibt sich dies aus der Tatsache, daß das Schwergewicht der östertrichrsch-unga- rischetl Stveitkräfte auf dem südlichen Delle der Ostfront liegt Nördlich des Prrpjet stehen nur dautsche TvupptTi. Auch beiderseits der Bahn Kowel—Nowno war«: Mr Stunde des Einsetzers nur deutsche Verbände zur Verfügung. Ein Eingreifen unserer Truppe hängt ledigüch von der örtlichen Lage und der Krästegruppi^ung ab
Ei« Gerücht über de« Sturz der Volschewiki-Regrer««g.
Kopenhagen, 20. gebr. (^riv.-TÄ.) „Politike>r"Meldet aus Wasa, es gehe hartnäckig das Gerücht, das jedoch rwch nicht bestätigt sei, daß die Bolschsvicki-Negierung in Petersburg von den Sozialrevolutionären unter Tschernow gestürzt worden sei. Lenin und Trotzki sollen nach Riga geflüchtet seirr.
Die „Moral" der Maximallstr«.
S tockho l w. 20. Februar. Nach einer Devefchr' machte der Bol ksbeau ftrag le für Justiz den Sowjet von val daraus anfnterksom, daß es nicht Mü.Ä'stq sei. einen c:a;rZ«en Stand ahne Prüfung der persönlühm. Vergehen außerhalb des (Gesetzes zu stellen. Der Voltzsbeauftragre oerlangbe eine eingehende Untersuchung und eht Verfahren, das den revolurion.även Vorstellungen mehr entspricht. Der deutsche mib Kapitalismus hätten zivölf Jahre lang, von 1878—1890. die gesamte deutsche Arbeitsklasse als außerhalb des Gesetzes stchesch erklärt und Tausende von Familien in Arrnut gestürzt. Die russische Revolution werde nickt den Wog bet Ausrottung ganzer menschlicher Kategorien verfolgen. Sie fatreffr %rwmm, dir gegen die revolutionäreni Interessen Vorstößen, ciber ihr frauptWvel bestehe in der Bev- wichtung von Einrichtun^u, die die ALbeitermafikN unterfochten.
Kakedi«s Selbstmord.
Stockholm, 20. Febr. Die Pet. Tek.-Ag. meldet: K a l e d i n erschoß sich im Laufe einer Sitzung der Tonregie- rutm, die versuchte, die AngeLcgeuheiten des DongebLetes zu feiten. Nach langen Beratungen entschloß sich die Regierung, ihre Vollmachten zuguusbeu des Sowjets niederzrr- teqen Kaledin begab j idy daraus in einen andern Saal und sckwß sich eine Kugel ins frecz. Kt feinem Nachfolger wurde l^en-eral Nasarow enmcmrr, der den StefeM Mr allge
ppei iKii MobiRsierung der kosaNschen und nichjüdfaüsche« Bevölkerung zum Kampfe gegen die Sr^chettruppen extirutt Eine Bittschrift für den Exzaren.
Berlin, 21. Febr. Wie dem L.-A. aus dem Haag bv» richtet wird, hat eine Anzahl russischer Großfürsten »md Großfürsciuiwn eine Bittschrift an die Bolschwikcsche Regierung gerichtet, sie möge derFomiliedesExzare» gestatten, Tobolsk zu verlassen unk nach Paris zu reifen. Sie erklären alle Gerüchte von Plänen zur Wiederherstellung der Zarenmonarchie für falsch und wollen, auf jeden Throrv' anspruch verzichten.
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Rumänien
Berlin, 2L Febr. General Averescn ®L D.
aus Wien Kufölge, ,.n Bukarest eingewoffen, um dort Verhandlungen zu führen, die mit der Bildrnrg seines Kabinetts und den bevorstehenden JwiedenSverhLnolungen rm Zusamnvwchang stehen.
«u» dem englischen vberhanse.
London, 19. Febr. (WTB.) Meldung dcS R stt er sch« Brrvaus. Oberhaus. Lord Terby gab eine ähnliche Gr- Särung wie Lloyd Gcorge ab, indem» er jagte, daß er im Hinblick auf seine bisherige Unterstützung Robertsons Lloyd Gwrge seinen Rücktritt angeboven habe, ^aß «cher ber Premiernlülister ityn ersucht habe, rm^ÄmLei zu blochen, um bei der Ausführung des Planes zur HerstÄbu^g einer besseren Einigkeit der KrchxSzieie der Alliierten m helfen. Er habe zugestinnnt, weil er der Ansicht sei, daß der Versailler Plan zu einem Erfolg gemacht werden könne und wesentlich zur.Gewrmrung des Krieges beitragen werde. Bei der Einbringung das BavMrschlac;es für das Hoer betonte Lloyd George, der mit Zantom Verfall enr^angen wurde, daß die in^ Versailles gefaßten iEittschlüsse einstvnmig seien. TaS frans solle heute «ttwcdfer drnc Borgeben der Regierung ferne
die.Sicherheit des Landes-ftür wesenttich c-rackfte. (Beifall.) ASauith habe die militärisch« Mafchnrorie zur Durchführung der Versailler Beschlüsse kritisiert, aber keine Einwendung erhoben gegen die Erweiterung der Behlgnisse des Kriegsrrttes. Die Debatte war außerordentlich «üngescknänkt. Es ereigneten sich keine Zkoischell-» falle. Das frans beriet noch der Scörterung über den Versailler Kriegsrat verschiedene Heeres jva gen. Tie Vertrauensfrage wurde nickst gestellt.
Im Unterhaus Wille Lloyd George mit, daß Sir Henry Raivl i N s 0 n zum britischen Vertroder beim Versailler Kriegs' rat ernannt worden sei.
Ei»»e sozialistische Konferenz in London.
Lvndon, 20. Febr. Die interalliierte sozialistische Kv n/ere n z wurde heute erbfsE. Die Verhand-- ümgen der Konferenz werden bei geschlossenen Türen statd finden.
Aus dem Reiche.
D«S prtvßi'che Wahlrecht.
Berlin , 20. Febr. In der heutigen Sitzung des Wahlrechtsausschusses des Abgeordnetenhaus ses wurde der kouservativ-frcilonserva'ive Pluralantrag mit 20 gegen 15 Stimmen angenommen und damit § 3 der Re^ gierungsvorlage, der das gleiche Wahlrecht vorsieht, für er-- ledigt erklärt. Für den Pluralantrag stimmten 12 Konservative, 4 Freikvnservatioe und 4 Nationalliberale, gegen den Pluralcmtrag stimmten 8 Zentrumsabgeordnetr, 3 Freisinnige, 1 Sozialdeuwkrat, 1 Pole und 2 Nationalliberale.
Berlin, 21. Febr. JmWahlrechtsausschußdes Abgeordnetenhauses erklärte Vizepräsident des Staatsmini- sterrums Dr. F r i ed b e r g, es fei die Frage aufgetaucht, wrc ferne Antwort auf die Anfrage des natioTrallidcttLlen Abgeordneten betreffs der Stellung der Staatsregierung zu Plural stimmen, die sich nicht auf Besitz oder Grckommen grü»tt>eten, zu interpretieren sei. Er habe erwidert, daß die Vrufmüg dem Stacttstntuister-inm Vorbehalten beeiden müsse Diese Prüfung habe inzwistlien stattgefunden. Materiell sehe die Staatsregierung eine Zusatzstimme für Alter und Fa milienstand nicht als eine Verbesserung an. Es lverde dadurch das Gefühl der Ungleill>heit von neuem geweckt. Schon darum ulüfje die Regierung dringend abraten, sich auf diesen Boden zu stellen. Die Hufatzftimme für selbständige Erwerbe tatigkeit halte die Regierung für eine verdeckte Besitzstimme. da für hie Selbständigkeit ein fundierter Besitz vorhanden sein müsse. Der Vorschlag stehe daher im Widerspruch zu der Regrerungsvorlage. Gegen die Bildungsstimme beständen zwei Anstände. Sie enthalte ein gewisses pekuniäres Moment, denn im allgemeinen hänge von dem Einkommen der Eltern ab, ob sie den 5kirrdern eine höhere Bildung angedeihen lasser könnten. Es fei aber auch eine Ungerechtigkeit, diejenigen zu derrachbeiligen, die von Hause aus nicht in der Lage geweserc, sich eine höhere Schulbildung anzueignen, später aber durch Flertz und Tüchtigkeit es zu einer höheren BiQung gebracht hätten. Diese Bildungsstimme sei daher richtiger als „Vorbild ungsstimme" zu bezeichnen. Ihre Annahme würde auf weite Kreise der Bevölkerung aufreizend wirken. Der Vize Präsident sthloß: Aus allen diesen Gründen vermag die körriglich« Staatsregierung in den angedenteten Vorschlägen einL Verbesserung der Vorlage nicht zu erblicken. Sü würde die Zwecke, die die Antragsteller im Auge habe, nicht fördern, sottdertl teils unerwünschte Ungleichhetten in die Vorlagen lftneintragen, teils das Wahlrecht viel stärker demokratt- siwen als der vorliegende Gesetzentwurf. Dazu kommt noch eine weitere Erwägung. Die Vorschläge sollen durchgeführt werden auf Grund von Zusatzstimmen. Dadurch würde bei weiten Krersen unseres Volkes die Auffassung entstehen, daß dis Grundlage des Gesetzenttvurfes das gleiche Wahlrecht verlassen uno auf ein Pluralwahlrecht zurückgegrisfen wer derr soll. Das liege aber nicht in der klar arrsgesprochenen Absicht der Staatsregierung. Ich kann deshalb die Zusttm- mung der königlichen Staatsregierung M den BorsäMaen des natwnallib<ra!en Abgeordneten nicht in Aussicht Hellen.
Mannheim von Fliegern angegriffen.
Karlsruhe, 20. Febr. (WTB.) Vergangene Nach: wurde die offerre Stadt Mannheim von feindlichen Flie- gern angegriffen. Sechs Bomben rvurden abgnvorsen Sie verursachten einigen frMtserschaderl. Leider sind <airb eine Frau und ein Kind verletzt und ein Kind getöchet worden.
Au« SSööt «nv CanO.
® i t &en, ben 21. Februar 1918.
** Di« Samml>««g fftt die tzochwass«xb,sch»bi»
Jen von Bötersheim wurde gestern, am 20. Februar ae> schloffen. Das ^amtcrgekmis stellt sich nunmehr aus 1730.49 Mark. Außer den bereits bekam,gegebenen Sttfiecn, spendet«, NN. 3 2 Mk., R. Hillertü., Angestellte der Firma
Salomon 10,50 Mk.. Bureaupersmml der Firma Gg DhÜ Gai) 23^50 Mk., Frau Tern Wttv. 10 Mk., N. N. 2 Mk. Job franlll 5 Mk., Instrumeittenmacher Schmidt 5» Mk., N N 2 Ms EL 5 Mk., Unaen. 2 Mk., N. N. 2 Mk., Frau P 1 Mk
10 m., M G 2 rnt, man mm lo Ml.. m


