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Merftyüsfe Hffcrtot. Das Jahvesnrittel der Temperatur schwankt zwischen 9,7 Grad Celsius in Mainz und 6,7 Grad in Neun­kirchen (Darmstcck>t: 9.0), während hinsichtlich! der höchsten Thermo- meterstände Frei^-Weircheim mit 33,7 und Neunkirchen mit 29,6 Grad die Gegensätze bilden (Darmstadt: 32,2 am 29. Juli). Den tiefsten Thernrometerstand unter den zwölf Beobachttmgsstationen meldete Lauterbach am 5. Februar mit24,6 Grad, während in Mainz an diesem Tage nur 14,8 Grad Kälte beobachtet wurde (Tarmstadt: 16,8). Die Bewölkung war am größten in Schot­ten, wo sich der JcchresdurchsckMitt auf 69 Prozent stellte gegen­über nur 63 Prozent in Tarmstadt und Gießen. Die Zahl der Sommertage schwankte zwischen 59 in Mainz Md 22 in Neun­kirchen. die der Frosttage zwischen 133 in Lauterbach und 90 in Mainz, die der Eistage (Temperatur ständig unter Null) zwischen 41 in Neunkirchen und 20 in Worms. Für Tarmstadt stellten sich die betreffenden Zahlen auf 45. 98 und 22s. hinsichtlich der Nieder­schlagsmengen weisen einige Landestelle Ausfälle auf, im übriger« waren sie annähernd normal. Die Jahressumme schwankt zwi­schen 970 Millimeter in Herbstein und 402 Millimeter in Wörr­stadt, während die größten Tagesmengen sich zwischen 80 Milli­meter in Langen und 19 in Kirchgöns bewegen. Die Zahl der Schneetage betrug in Herchenhain 74, in Mainz nur 22 (Darm- ftadt: 40). ' D. Ztg.

** Ein Kohlweißling, Ülütenweiß und frisch aus der Puppe gekrochen, flatterte uns heute morgen auf den Redaktions- tisch. Ob das schon ein FrühlingÄbtote ist?

Landkreis Gietzen.

6 Steinheim bei Hungen, 12. Febr. Zum Sergeanten befördert wurde der Urrteroffizier Karl Wolfs. Wolff ist.Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Tapserkeitsmedaille. Das Eiserne .Kreuz erhielten der Gefr. Ferd. Knaus und der Musk. Friedr. Schneider. Mit der Hess. Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet nmrde der Pionier Emil Reichhardt.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 12. Febr. Dem Kreiskommunalverbaud ist frh: Pferde die aus den Wäldern Holz äbfahren, das für unmittel­baren oder mittelbaren Heeresbedarf, für Grubenholz, für die Papiers ab rikation, für Eisenbahnschwellen und Eiseubal)nwaggons7 Ästen, Fässer. Holzsohlen usw. bestimmt ist, Hafer zur Bennlli- tznng von Sonderzrllagen zur Verfügung gestellt werden. Die Zulagen werden nach der Zfthil der zu leistenden Gespanne ven­teilt, über die dem Kreisausschuß von den Holzabfuhrunterneh- iv^un Bescheinigungen der Forstreviere oder Gemeindeverwalttlw- .gen vorzulügen. sind.

Vessen-Nassa«.

--- Bad Homburg v. d. H., 12. Febr. Der Zwiebackfabri- Lant Ferdrnaud Pa ult) wurde auf Beschluß des Strafsenats des Oberlandsgerichts zu Frankfurt infolge einer Ha ft be sch,werde seines- Berteidigers nach dV-rmmatlicher Dauer der Untersuchungshaft aus derselben entlassen.

mr. Frankfurt a. M., 12. Febr. Die heutige Stadtverord­netenversammlung bewilligte 25 000 Mk. zu den Schul- und Ar­menlasten der Gemeinde Griesheim a. M. 23 000 wurden zur Anschaffung von Frankfurter Münzen und Medaillen bereit-- «stellt. Eine umfangreiche Debatte cittfixmn sich über die Frank- sirrter Lebensmittelversorgung. Dabei wurde lebhaft bedauert, daß die umliegenden süddeutschen Staaten, insbesondere Hessen und Bayern, noch immer ihre Grenzen nicht öffnen und so eine bessere Versorgung Frankfurts illusorisch machen, 2tur in der Milch- versovgung ser in der letzten Zeit eine Besserung ein getreten da­durch, daß sich die hessische Regierung dazu verstanden habe, täg­lich 9000 Liter mehr an Frankfurt zu liefern. Oberbürgermeister Tr. Voigt wandte sich gegen die vorgeschlagenen Anvauprämien mr Kartoffeln, die keinesfalls den Kommunen aufgebürdet ioerden dürsüal. außerdeni habe der vermehrte Anbau von Kartoffeln ein weiteres Zurürtgehen der Versorgung mit Wrnerfrüchten mr, Folge. Der Magistrat hoff!, im übrigen die bis zum Ende des Wirt-- 'chaftsjahres noch notwendigen 100 000 Zentner Kartoffeln heran­schaffen zu können. Ter neue Direktor des Lebensmittelamtes, Dr. Schmude. glaubte die statische Wurstherstellung in Schutz neh­men zu müssen. Aus Wsallstoffen Eörate unter keinen Umständen

eine erstklassige Wurst hergestellt werden. Tie wöchentliche Fleisch- ration von 250 Gramm pro Kopf werde sich voraussichtlich auf- rechterhalten lassen.

= Frankfurt a. M., 12. Febr. Ter ehemalige Kranken­hausdiener Karl Suter, der am 14. November die Eisenbahn- schasfnerrn Paula W ei g el in der Forsthausstraße ermordete, dann 'über Mannheim nach Basel floh und hier verhaftet wurde, hat jetzt im Untersuchungsgefäirgnis zu Schweiz die B l u t t a t e i n g e - stände n. Er räumte ferner zwei Einbrüche in Zürich ein. Außer­dem steht er im Verdacht, auch in Zürich einen Lustmord, verübt zu haben. Ta Suter Schweizer ist, ftndet seine Wmrtelluug auch dort statt

X. Hanau, 12. Febr. In der Sitzung der Hanauer Not- standskomniission kam folgender Fall zur Sprache. Von der Hanauer Zollbehörde waren 200 'Zentner Schmalz das die Stadt Hanau aus^ Holland bezogen hatte, bvaustaudet worden. Der Kriegs­ausschuß für Oele und Fette, der das Schmal^ an sich nahm, setzte einen Preis von 2.50 Mk. für das Pfund fest und teilte der Stadt Kassel von der Fettmenge 60 Zentner zu, während den Rest die Stadt Hanau behalten durste. Tie Stadt Hanau war durch die vom Kriegsausschuß vorgenommene Preisfest- setzung gezwungen, das Schmalz mit Verlust zu verkaufen, denn, ihr selbst war das Pftmd auf 4 Mk. zu stehen gekommen. Auf die von der Stadt eingelegte Bcschwerbe hin wollte der Kriegsaus-i schuß den Pfundpreis auf 2.95 Mk. erhöhen, die Stadt rief aber das Reichsschiedsgericht an, und dieses hat jetzt insofern ß-ugunsteu der Beschwerdeführerin entschieden, als der Pfundpreis auf 3.50 Mk. festgesetzt wurde und so der Stadt Hanau 69 285.90 Mark nachgezahlt werden müssen. Bei oiesem Urteil, das end­gültig ist. bleibt für die Stadt immerhin noch ein Verlust von 10 810 Mk. bestehen.

Meteorologische Beobachtungen der StättorUtzen.

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Höchste Temperatur am 11. dir 12. Februar 1918 = -f- 9,7* C. Niedrigste 1918 7,6 * C.

Niederschlag 0,2mm __

Letzte HadbrtcMcn*

(WTB.) Grohes Hauptquartier, 13. Februar. (Amtlich.)

Westlicher .Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht und Deutscher Kronprinz.

Stärkere Erknirdungsabteilungen. die der Feind nördlich von Lens und nördlich mrm Omigtwn-Bach ansctzte, wurden im Nahkmnpf abgewiefen.

Im übrigen blieb die Geftchtstätigkeit auf kleinere Er- kimdungen und Artilleriefeuer in einzelnen Mfchnitten be- sckräntt.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Nach heftiger- Feuersteigenmg stiesten zwischen Flerep und der Mosel mehrere französische Kompagnien von Reme- mruville mW dem Westteil des Priesterwaldes gegen unsere Linien vor. Nach kurzem Kampfe wurde der Feind unter chweren Verlusten zurückgeworfen. Gefangene blieben in unserer Hand.

Am TudeKopf und Hartman nMreilerstopf Artillerie- und Minenkämpfe

*

In Vergeltung feindlicher Bompenübwürfe auf Saar brücken am 5. Februar griffen unsere Flieger gestern abend die Festung Nancy erfolgreich an.

Mazedonische Front.

Bei Monastir und am Wardar Artillerie- und Flieger­tätigkeit.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nicht Neues.

Der Erste Generalquartrermeister Ludendorff.

* * *

Die ..Nordd. Allst. Ztg." über Wilsons Rede.

Berlin, 13. Febr. In derNordid. .Mg. Ztg." wi rd ge. s«gt, der neue Ton in den Llüslassungen des Präsidenten W i k s o n sei entschieden ein Fortschritt. Sachlich biete die Botschaft jedoch nichts Neues. Nicht wir und unsere Bundesgenossen sind es, die dein Frieden Hindernisse bereiten wollen, sondern die eigenen Bundesgenossen Wilsons sind es. Herr Wilson müßte sich zuerst am seine Bundesgenossen wenden, um sie für seine Prrnzipi.en zu ge Irinnen, von denen sie bisher nichts wissen wollten. Es wäre zu wünschen, wenn Wilson, der angeblich tffcht den Wunsch hegt, sich irr die europäischen ^Angelegenheiten einzumischen over als Welt- schicHsrickster in europäischen territorialen Zwistigkeiten uicfzutve- ten, sich im Laufe der Zech Ivbeder rückhaltlos zu den früher von den Vereinigten Staaten als geheiligt ungesehenen (brundsätz-ev der Monroe-Doktrin bekennen würde. Bisher laufen seine Vor schlüge auf nichts anderes hinaus, als frte Welt zu einem cmges sächsischen Frieden zu zwingen. Er würde keinen dauernden Frieden, sondern die Tyrannen Herrschaft Englands und Amerikas bedeuten 300 000 Zentner Weißkohl.

Breslau, 12. Febr (Prrvattel.) Tie Reichsstelle für Ge Tnüse und Obst teilt derBreslauer Zeitung" zufolge mit, daß infolge der Herabsetzung der Heeresansprüche jetzt 300 000 Zentner Weißkohl für die Zivilbevölkerung frei! geworden sind, die noch rm Februar veitteilt werden sollen, möglicherweise erfolgt rm März oder April eine nochmalige Ver­teilung.

Ern britischer Zerstörer gefunken.

London, >12. Febr. (MTB. Nichtamtlich.) Reuter. Amtlich Ter britische Zerstörer ,J&ozer" ist in der Nacht vom 8. Februar infolge eines Zusammenstoßes im Kanal gesunken Ein Mann wird vermißt.

VnrnÄ in einem Eifenblchnzug

Wien, 12. Febr. (Privattelegramm.) Wie L-emberger BlAtei berichten, geriet nachts im StanislauLemberger P er- sonenzug. als er den Dnjestr passierte, ein Wagen in Brand. Von den Reisenden, die kopflos und entsetzt aus dem Wagen spvangen, fielen mehrere in den Fluß und ertranken. I» dem Triedergebrannten Wagen fand man sieben verkohltes Leichen, 11 Personen erlitten schwere Brand­wunden. Ter Brand griff auch auf wettere Telle des ZugkS ülier. worin mehrere Reisende ebenfalls den Tod gefunden haben sollen. Ter Brand soll durch Entzündung eines Kinofilms in einem Reisekosfer entstanden sein.

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