V. 253 Swetter Blatt
Urschetttt M ß Nch mH Uhitmilim« bei GsnutagL. ^
Beilagen: „Btefttircr JtunHicwWÄtter * 4 und JCreUMitt fftr bt« Kreis Metzen".
167. Jahrgang
poWchetKonto: Frankfurt am Main Nr. N686. Vaakverkehr: Sewerbtbank Kietzen.
General-Anzeiger für
der Minister Jrvrern anamsteird. vairS
AnSsPrarche iUvcr die Erniätzrungsfragen
DaS
Hessischer Landtag.
Zureite Kammer.
48. Sitzung Vvur 26. Oktober.
Der tzwekke P-uLsident K v r e l l - AuMinod eröffnet imt 10'A Uhr bk Sitzung. An: Regierungsttsch sind der Staatsmmisber und 3 lUvrni jotttT“**“ fährt hört in der flik il
Abg. Fenchel (Bbd.): Die hex ^anduurt'schast I>chchästtgdm ffräiiSflefcmgciteu flottest bei der Derpflegamg ziu dem Häushalt M Landwerte ybchuMvcchnet Waben. Der Der mim zurr Lief-enmg der Saatkorrosfttlu fo€t ucrUfciracrt wecken.
Äbg. Bähr (Mid.): Die^pnrm,r,,olve rdäird- l^rben in den drei Jahren inickits aetatt Der M-idner spricht über Karlvffel^nTsorgnnft mä> FlaiM-OckaruanM- Seine MiMchnsng gipfelt in der:: Sab. d:ß die l«-sfiA'e Mtffevirnrg alle preußischen Dummlieitcl: getrenlick.t s.uachr.nncho, aper nicht die Kepen preichfisären. Eillrrichtmrgrnr. Ms der ^Mmer au-cli ani Pie hessistl^ OrdvnSlxnlMungsprax is zur sprechen ipmimt, wacht i'hn dar Pvasidertt nnter der , .Hefter keit des Hanfes daraus ansnraeks'MM', daß^ ukan bei den Kackvffeli: stehle.
Abg. Eißnert ßctyb.}: Die Kartoffelrnenge ,m:ß anf 10 ^siund pw Woche festgesetzt werdlsn. Für Hessen könnte sic o-ljmc, Tvanspoatl'cklastaa^g sofort vovgviwmnmu werden. Die H-öchstpr<ise ftMb Mt hoch. Bei dem SclMssel für die Fleischwerteilung ist Hesse,: M nickrrg ernyciteilt wordm:: darum erchaliten wtt weniger Fleisch in .Hessen als in anderen BsuMesstaatm. Hoffen wir, dass, die ^harderuivg <rm 1. Nvvenrber goirkliich die versprmljene Besserling bringt. , 1
Mg. D-v rsch (Bbd.) bringt die .Nagen der V,wer,:igm:g chrisd- licker Dvaarrttwei,ttjländlteir in Gveßian Silber Benachteiligung bet'Brr
gcburrg von Militär!ieserunaen gegeirüber einer jüd.Firma in Hanau vjx Sprockre. Er fäiljrt das Datsachemnaterial an. (Hört, hört! Ruf des Mig. v. Bvenlwnio: Das ist i-a ein Skandal!) Ich habe mich
stets beiEff, dorr Buwgfriedeir anfvackit W erhalten, aber diese 'Tatsachen wird man anWpren dürfen.
Ministerialrat Schlie phake -gibt Ms die Anfragen der einzelnen Redner Aus^rtnst. Die Unterrcdnirg des Vertreters des Mftchterrmns rnit der Eistarbachndir-eftiior: Faant'ffrrt ergab, da st tätlich 1800 Wlageu: bei ihr aivgesockert werden, lvährend mir 400 Ma-en z!nr Verfügung stet-eu. '
Abg. b. V reiutaiuio >(Ztr.): Die Regelung der Ernährung, wie sie von Berltttr ans beliebt ist, ist für der: Sü'der: sehtr nu- besriedigalid. Die Regierung sollte über die voll allen Seiten geübte Kritik dankbar sein. Kann sie doch in Berlin sich aus diese IlrilÄ stül-en. Der 'Redner rveirdet sich gegen die rigoros ' inilrtarische Urbenoack/nng der Bahnhöfe. (Sehr richtig! ans verschiedenen Sei len des Hcrufos.) Der ;Mmcc lveist auf die Verbitterung hml. die durch 'das gewalttätige Vorgehen, der Vertrouensmämler der .Kom- uMlalverbLnde nlnd durch solche Fälle, wie ihn Mg. Dorsch an- fschcte, elltstemderr äst.
Mmister des Flmrern b. Hombergs zu Bach wendet sich gegeir die ^Lirs^vung des Mg>. v. Brentano, daß zn viel regiert lverde 'ntid daß die Unzahl von Bervckniuogell ein Unfug sei. Die luilitärischr UeberlimelMig der Bahnhöfe war leider notwendig. '"<t die Mitxrrblät der Bevölkerung bei den VLasxnastnen zur Sicl^- rung der Ernähruilg zu vermiffen sei. Härten liesten sich nickst ver- u'eiden. Der SclMssel für die Fleischverteilimg benachteilige Hessen iricht. Vor eimnn' iwirklichen Ueberblick über die Grüße der losfelernte kann keine Erhöhicrcg der Ration eintcelien.
Rach einer Bause ergoeist Mg. Adelung (Svz.) dos Wort: Die Reichskarlofselstelle hat die Preise ohne Befragen, der Bundesstaaten festgesetzt (0>egen den Minister v. Hombevgk.) Ittwolst, Ex- .zellenz, sel-en Sie nur di« l?bv»n nach. Als die Entrüstung im ümide losbrnck), erklärte rnjan, das Reich werde die Schnelligkeits-« pr ärnie, die das Reich sum 1/2 Milliarde belastet, übern elst neu, hinten- lrach aber l-at inan so viele Mcruseln gemacht, daß die Städte damit hängen bleiben werden. Die Fleischversorgring in Hessen ist urrb-c- friedigerid. Wir müssen die felw große Oscrririson iir Machz mit Fleisch beliefern. Wir müßten doch mindestens eineli. Ersatz in Kartoffeln bekommen. Durch- sdie stark belegten Lazarette wird die Milch- Versorgung der Kinder und .Kranken in Mainz gefährdet.
Mg. Dorsch lBbd.) wendet sich gegen die nurtsckMtlich'Klein- sta-aterei. Man Esst ein einheitliches Wirtschaftsgebiet für das
deren Fronten. Wir hoffen znversickstlich auf einen guten, ehreiv- vollen Frieden. (Beifall.) Die Minister und Mgeordueteu bcrab- schieden sich lxgzlich von ihm.
Aus Stndt und Ccsnd.
Gießen, den 27. Oktober 1917.
Die Eittbernfungs-Ausschüfse.
Den Ginberltfiiitgs-Mlsschiissen liegt die Heranziehung d<rr Hilfsdienstpflichüg-en ob. Sie haben zu biefem Zweck das Material, welches durch die gesammelten Melbmrgen der Hilfsdieustpflichttgeu in der Hilfsdienststammrolle vor- handelt ist, Mt sichleti und die Hilfsdienstpflichligett nach eütem bestimmten Heranziehmtgsplau zum Eintritt in-den Htlsödieust aufzufordern. Dieser Plan berücksichtigt, tvelche Berufsarbeit nitd welche Betriebe die lvichtigsbeü für die Khiogstvirtschast und für die gesamte Bolksunrtschcrst sind. Bvntehinste Aufgabe der Ernberuflmgs-A'usschiüsse. ist es, möglichst viel WehrpflickMgr pt (Antritt in das Heer frei zu. machen und gleichzeitig jodelt Hilssdieustpslichtigen derjenigen Stelle MtMlführen, an welcher er kraft seiner Aus- bildnng tind Leistungsfähigkeit der Kriegswirtschaft aut ttützlichstett ist. Im einzelnen spielt sich das .Heranziehungs- verfahreit lvie folgt ab:
Die .Hilfsdien sch fl ichtigeu erhalten zttnächst eine schrifst liche Attsfordernng, sich binnen zwei Wochen eine Beschäfti- gttlig im vaterländischen HilfÄdienst All suchen. Alsdann kann sich 1, der .Hilfsdieuschflichtige persönlich oder durch DermiUlullg einer HUfsdienstlneluesleile geeignete Beschäfli- gung iilt vaterländischen Hilssdicust sncheu. Macht er hier von. Oiebrauch und tritt freiwillig in beit vaterländischen Hilfsdiettst ein, so hat -er dem Elnberufitngsausschus; auf borgeschriebeltem Fornittlar Auz,eige 51t erstatten, und der (5'iuberufungsausschuß prüft nach, ob die crufgenommene Beschäftiguitg tatsächlick)- als vaterländischer .Hilfsdienst an- zusehen ist. 2. Ein Hilssdieustpflichtiger, der der Uebrr zeuMltg ist, in seiner seitherig nt Berussstcltung bereits im vaterländischeil .Hilfsdi-etrst tätig ztt sein, oder etwa aus gesund he itlicheu Gründen zum Eintritt in den vaterländischen Hilfsdienst nnsähig zu fern, fann bei dem Eiuberu- suugsctusschuß Vorstellung erhebe.lt. Soweit diese Vorstellung mit lvirtschaftlichen O-esifl^lspnittteu begrüudet ist, findet Nachprüfung durch -beit Emberufun-gsausschtlß statt. Werde.t gesundheitliche Bedeuten geltelw gemacht, so erfolgt ärztliche Uuterfitchung durch eineu beamteten Arzt. Der Eiii- bernfungsaltlsschuß hat über diese Vorstellung eit selbständig ulid ilt erster >und letzter Instairz Ml etltscheiden. Irrtümlich, sind wiederholt Borstellttttgen. au den Feststellnuasausschuß oder alt die Kriegsamtsstelle -gerichtet worden. Gibt der Eill- berusuutz saus schuß einer solcheli Vorsteiluug statt, so ist
Mt
ganze Reich schaffen, sonst wird's immer schliminer
Mg. B a ht r (Bbb.) wacht eine Reihe persöulichi.-- ;
Mg. Breidenbach (Bbd.) wendet sich gegen Amgriise
tu der sozialdemokcatischien Presse gegen ilm. Seine Anfrage im skreismtssckmst ivegen glei-chnüßiger Preisfestsetzung sei so v.-rdrelst loorden, als Hab? er noch höt)ere Preise verlangt. Ferner können die im Hause vertretenen Mitglieder der Lai i des - Kar to f fel slel la bestätigen, daß die Landwirtschastskammer sich gegeir den IlNfug der Prämien oitsgesprochen habe. Der Zbomnrmtolverband Offene dach hat Geschäfte mit KUrtvffeln gemacht.
'Mg. Nlri-ck, lSoz.): Das Uebel ist, daß die HöckMrecke als
iltormalpreise angesehen werdm. Die lwheit .K'artoffelpri'ise smo bei der guteir Ernte nicht zu verantworten. Die Aureizpolitik, Vjie sie der Mgevrdw'te v. Brentaiw empfiehlt, lxrlte ich sür sehr gefährlich. Tie Preistreiberei führte Mtr Enttoertung unserer Valuta. - ÄN ^ . , ,
Mg. Henrich (sortschr.): Dre Kartoffelpresse such zu l-och. Wir stel)en in Tanustadt vor der Notwendigkeit, der minderbelmt- telten Bevölkerung Zttsckchsse ans städtischen Mitteln zur Beschas- fumt der .Kartoffeln m geben. Die Unsicherheit, dre lange über du Prmü bestand, l>at die Lieferung verzögert. Tie ^leshmmungen uns liebem,ahme der Schnelligkertspräune, die letzt endlich hercms- gckonimetl sind, hctben die Erwartungen mttälisckst. Es sind io vcele Klauseln, daß die Geuieinden, die nustweckeu die .Pfannen übcanehmeu, damit lZäilgen bleiben. Ten speien Hoiwel mit Höchst- preiselt und Stationierung einzuführeu, wie Mg. Tor,ch^wuti,cht, ist unmöglich; da bekäme nur der etwas, der Oseld besitzt. Die Lebensmittel müssen einer öffentlichen Bewirtschaftung unttrliegen. Wir werden alle bcu Dag segnen. >venn sie mpez liörrjIfljfifl wrrd.
Abg. Urstadt (sortschr.): Die PrelSpolttik bu Obst ist noch viel ungerechtserttgter als bei den Kartoffeln. Die Argumente oer erhöhten Produktionskosten und der Anrcizpolrtck babeii hur leme Geltung. Tie k)olxn Obstpreise loirken verbitterno. ^.re Vcrbiaucher erwarten sür das nächste ^cchr eine Senkung der P «'iK Bekommt die Regiermra eine Rechluingsabtegung der LandeSstetteil^ Haupt' sächlich der Lanixsobststelle nrod ihrer .(üomnn'nonare? Was geschieht mit de'.: Ueberschüssen? S.e müssen zugunsten des Verbrauches verwandt weroen. . , ^
Als über täe Anträge bctr. Obstoerjorgung etlre rern Mfftiunmmg vorgenoinmen lverden soll, bezweffel) HÜdg.a b r lVbd.) die Besckstllßsähigft'it. Die überl>astete Abhonkmug der Tagesordnung entspricht nicht der Mücke des .Hmtses.
Rach einer GeschästsordnungÄ)ebcrtte, an der sich der Pral ls de nt und die Abgg. Cal nur n und Ulrich belerftgen, wrro die Sitzung geschlosst,: mtd das Haus auf uribestbulnte Ze:t vertagt.
Der ftzräMmt K 0 r e l l--Angenrod, der ebenso wre der Mg. Finger nächste Woche mr die Ostfront zurückkehrt, vnabscknedet fick)'von dcr Kammer. Es habe ihn sehr gefreut, tu drr Heunal eme entschlossene Stitnmung vorzuftndeli, wie sie auä, be: den^w- bnrdluiigen der Kammer zum ^Ausdruck gekommen sei Fm z?,ren stände es militärisch und lvirffchaftspolittsch sehr nrut. Ter Nkdu^ verliest eint ;strhtenanfstellimg, loas das Gebiet des Oberbefems Habers Ost ftir die Ertcahrlmg der Heimat bieigetragen habe. V>rr nn Osten bcwunderlt die Leistungen unserer Kameraden au den an
dre Angelegenheit sür De 11 viljsdie.islpsüchtigen zuntsthst erledigt, -ebenso, lueun er auf seine Mklanuttioi: hin ans eine bestinttntc Zeit zurückgesteltt lvird. Wird die Recklamatiolr hingegen verworfeit, so nrstß der Hilfsdienstpflichtigo der an ihn ergairgenen AufsordeMmg F-olge leisten. -8. Fakts her Hilssdieustpflichtige innerhalb der ihm gesetztrar Mvei-- lvöchentlichen Frist keine ^Beschäftigung im vaterlä-ndifchen Hilfsdienst annilmut, sei cs, daß er llich'. oder vergeblich gegetr seine .Heranziehung Vorstellung erhoben hat, so erfolgt feine Ueberw-eisung durch den Ausschuß an eine der voir der Kriegsaintsstelte bezeichnten Bedarfs stellen. Dieser UeberlveisUlrg ist unter allen Umständen Folge zu leisten. Wer ihr tricht nachkomnit, tvird mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mk., Gefängnis bis zu einem Jahre, oder mit einer dieser Strafen, oder mit 5)aft bestraft.
Bei der Heranziehung soll ans djle persönlichen und wirtschaftlichen BcrhLllnisse der Hilssdienstpskrchtigen tunlichst Rücksicht geirormnen iverden. Bei dem Ueberfürß an Bureauarbeiteclr itnb dem erheblichen Mangel an Haud- arberteru lässt es sich aber nickst vertneiden, das; auch .Mnf- leute und Glewerbetreib-ende, selbst Personen, in kücuber Slelluibg, zu einer mechanischen Tätigkeit herallgezogen werden. Die dannt verbmi-deneil Unannehlnlichketten müssen als notwendige Erscheinungen der harten Kriegszeit in Zbaus genommen iverden.
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** I u ngwchr. Die nächsbe Uebung findet Samstag, 3. dtovember, statt.
P r 0 m e n a d e n k 0 n - e r t. Morgen, Sonntag, findet von 12—1 Uhr mittags au der g^vohrtten Stelle ZÜolrzert der Garni s-onkapelle statt.
** Im S ch w-a r z" W c i ß - T he a t e r, Seltersweg 61, lvick von: 27. bis einschließlich 29. Ol't. bas neue Filmive.rk „Die Fiebersonate" zur Anssührmm gebracht. AuHecken: kündigt das Pro- gramm noch ein Lustspiel sowie fttteressartte Tievaufnahnwn an
** Lichtspielhaus, Dalmlwsfttaße 64. Einen neuen Benck-Aldor-Filn: „Der Scküoßh-rr von Hoheifftein" brnigt das netw Programm vorn 27. bis einschließlich 29. Oktober. Für den Humor wick ein alrregendes Lustspiel „Tor Ehcv:wtrag" sorgen,
** Keil: Ob st ins Feld. Die gntgnneiitte Bersenbung vm: Obst -w: die Lieber: im Felde bat in diesenn obstreicher: .Herbste der Post eine urigelleure!Aäbeitsübarlastm:g gebracht, llickrt nur, iveil alle diese Päckcliei: an die Empfän^wr zu befückmi sind, sonders "namrentlich weil loährcnd bet naturgemäß langm: Transportzeitt' so sehr vi-el verdorben: ist. Leicht verderbliche Früchte, die oft dazu unznreicknmd verf»mtt sind, sollten überhaupt nicht ins Feld gesandt wecken, Iwrit durch sie int Zustande des Beckerbeiw oft zahlreichö andere Liebesgaben in Mitleidenschast gezoger: rverwm So hat die Feldpostleitting täglich zahlreiche Pakete mit verdorbencil: Obst, deren Adresse,:, auch drirch den zerrinnenden. Jnl-nll „nle,erlich ge- wovder: sind, zu vernichten. Außer der nurttitzen Brlaflnug der Post <nttstelst ii: der Regel 'wegen des versckMNlidcner: Pakets bei der dlnch- svar-e dnrch der: Einlieferer noch eine endtnse Schreiberei, die zn nichts südrt und nur unnütz Arbeit und «.losten verschlmgl. Da es also im lchchsten Ndnße nnzroeckmäßig ist, Obst ins Feld zn schicken, veriveiwe inan es lieber in der Heimat.
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Wenn jed<?r Deutsche täglich nur 2 0 Grumm Papier erspurt, wick es nie eine Papierrwt in Deutschluud gehen.
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Landkreis Gießen.
l_I La n g-G öns, 27. -Okt. Teil: Garde-Füsilier .Karl Groß haus wurde das Eiserne Krcmz verliehen.
** Trais a. /Äa . 27. Okt. Dem Seemanns-Schüler Walter Bing wucke m AnerLeiumng der biei der Mederergreifting ent- wichener Kriegsgefangener: bielvve^ne Urnsicht eine Ehremerklmoe von: stcllvrrtr. (tzeneralkommando ausgestellt.
Samstag, 21 . Oktober W
ZwilltuqSrundoru.i. rmd Perlag«
B r ü h l'fche Universi kä - Buch - n.Stii d r. ckerei.
R. Lange, Gießen. <
SchrifNciinng, Aeschttftrstclle und Druckerei:
Schulstraße?. c-HchäsrssleUe::.üerlag: e-.M-b!, Schriftlettung: -r-E 112.
Anschriftfü: - e>ck)t'iachr:cht^n:AnzeigerGie en.
* U tph e, 26. Okt. Am 10. dieses Monat ' wurlx- Peter Cornelia, Kaiserjäger in einem Tiroler Regimeul, mit iwr silbermm Tapferkeitsdeilkmünze [\. Kl'assle ,a.usgezeick'.r:et. Iw Ktttnränien wurdci: verwundet die Musketiere Karl Freitag, Wilhelm N e u nobel, Siickack Sack und Richard Tag B.vv kurzem erlstelten alle vier das Eiserne Krnrz.
Schüler zeichneter: z-iir 7. Kriegsanleihe 1170 Atack. Nächste»: Somrtag lvcrdei: die letzten Ferienkinder nach, Darmstadt abreifen. Zwei Knabe» bleibe,: über Winter lüer.
lt U tphe, 26. Oft. Die .Hessisch' Tapferkeitsmedaille erhielt der Untcrossizicr Otto H i r z i n g e r.
Kreis Büdingen.
it Altenstädt, 26. Okt. Fürs Vaterland starb der- Ge,reite Wilhelm O de n w >i l l c r, Zn Haber de. Eh eene'.: Kreuzes, und der .Hessischen Tapjerkeitsnird-aille.
Kreis Fricdberg.
K- Friedb-erg. 26. Okt. Das Eiserne Kreuz erlüelt der Pionier 9ttchack R0 thl.
ch Bad-Na uh ei m, 26. Oft. Dm .Hi'ftienlod starb der Vizeseldlvebel urid Ossifters Aspirant Eliristiar: Rudolf 6- r ü n e rv-ald, Inhaber des Eisennnr Kreuzes und der Hessischen Tapfer- kertsinedcrille.
Fc. Bad-Na 11 he i iri, 26. Okt. Bürgermeister Erlist Nnm.pf in: nahen ILangmlnin Fiegeilberg konnte ii: diesen Tagen aus eine 25jährige Tätigkeit als Bürgermeister iit der Doppelgeiin'inde Ai:- rücftrlicöeil.
ch Bü deS heim , 26. Oft. Fürs Vaterland stacke., eie Mllc- ketiere WilpKtr: D ä h l. e r und Philipp W e st p h a l.
ch Ockstadt, 26. Oft. Zriiii Lmtimltt d. Üi. wurde der Vize- lvachttnoister (tz r n n i n g e r besörder t.
Starkcudurg und ilUrcitthesscu.
M a: ri z, 27. Okt. Aus der Strecke Mainz —Weisnuru e> - folgte-ein Zus-ainuilenstioß von zwei Stras/enbahnzü.gen: dabei tvurdei: n^hrere Personer: verletzt und auch Sachschaden vernrsaclst.
DT. Mai 1:z, 26. Oft. Die erste deutsche Mvliteurin dürfte w-ohl in hiesiger Stadt zu finden sein. Die hiesige Firma Käusser bind lsömpagnie Mat -eine Arbeite eich jetzt in ihrem Betriebe in: Montaigebau eingestellt. .Das Mädchen, das diese Arbeiten zu v-llcr Zufriedeicheit au-ssülM» soll, ist gegenwärtig in dieser Branche bei der: N-eubmckeu -der Finna Opel in Rüsselsheim beschästigt
ch. Nierstein, 25. Oft. Das Hinansziehen der Lese hat sich in unserer Gemarkung besonders gelohnt. Gegenwärtig sirrdcl die Lese noch statt nird fK ergab- in der letzten Zeit eine lvesentli.ck>e Steigerung der Mte. Noch vor acht Tagen betrug baA durchscknüt!- liche Mostgenncht 00 Grad, während jetzt Owlrichte von 115 l.js 130 Grad festgestellt wecken. Auch die Preise erhöhten si,h. Liierst wurde die Eiche von 61 Liter mit 170 Mk. belvertet, j-etzt roscken bis zn 310 Mk. angelegt.
M>. T. Waisen an, 86. Oft. Bier schnlpslichli',e Kindes hab-ei: ans einer verschklosfeniA: iM'ansackenn'ol)nilug 180 M-a.k euftv-endet. (Diner der Ilrungm gelairgte vom Dach? ans dnrch das' osfeilstckende Oberlich.I des Fensters in die A/ansacke. Von dem Ostll>e wollten sie NXIffMark vergraben it:ub 80 Mark unter ft l. ver.- teilt haben. Die 100 Atark kormlen am Bersteckpsatz nicht 1 nk-lyti gesunden troerdcu, lwiciihvonid fiegdse 8l>Ma.ck in sver Stadl, verjubeltei:. Aus>errxnn wurde von derselben chst?s-ellfchaft in ftnem Keller einge»- bvochen und anßer zwei Wand Speck vers-chickene Gläser voll Eiirgenrachltes geslo-hlen nnd das Gesiolchene gegessen.
Dessen Nnssnu.
^ Fr«»:kfllrt a. M., 2t>. Oft., Der Vorstmid der Fra?:- zösisch-reformierten Gemeinde beschloß, in Zuftrnft die lsstifteSdienstle abwack>selnd dentsch und srarrzösisch abzuhalten. Die Feier des Eiligen Aberldmahts ist deutsch, kann aber ans Wunsch von riundestens 10 Mitglieder:: au der: zlveiten Feiertagei: französisch statlfindei:. Kindergottes-di-eifft, Konsirinanbe-iuntterricht und stüri firniatior: siird vor: um: ait ausschließlich deutsch. B:sl>er wurde:: älje gottesdierrstlichm Haudluiigell an:schl:eßl:ch in französischer Sprache abg,'halten.
G. A. Fran'kfurt a. M., 27. Oi't. Die Posla>"??hclstrin Charlotte Lstrer, geb. Djehl, stahl ans einem Feld Postpaket, das angeblich schon geöffnet >nar, Butler und M:rjt!. Die Dlrafkammcr diktierte ih? dafür fünf Monate (tzefängnis zu, wozu itixh ein nxntc* rer Monat wmmt, weil die ''Angeklagte anch einer Kol leg irr ei lüge Klein igkeitei: weggen-o-mnnn hat.
- Gries de im M., 26. Oft. Tie (Demei>id?veckretii.ng beivilligle den (ftemein-vetboantten TenermmMtftagen r:ach dm sür die Tttmtsb,'amten geltenden BestinriniiMgen. Tie dm bstnreinde dadurch eirffliehendei: AcehEoslen betragen jährlich 16lX)0 Atarf.
Il Marburg, -26. Oft. Zur Feier dos RDjäl/rigel: Refo- mLliiousjnbilänine sindet am Mittlvoch! früh in allen rva,:gclisck-en Kirchen lfter FcstMttesdimjt, statt, hiermi schließt sich ans den: M-arftplatze eian' öffentliche Fieier und a'öoud-Z eine Nachfeier in dea: Dtadtsälm. Festredner sind die Herrnn (stw:eralf::l:ecknteirdont Dcktmeriilg, Geueralflkperintnümitt B. Möller und .Kmffistorial« rät. Priof. D. Berrr Häuser. Ans,eckein - veranstnltat die ft niverstlät mittags in .der reformierten Kirck-e edle tiefioubfTc akadmüsche Festseier.
]f Marburg, 26. Oft. Boi: dem Scl)iosfengerstht hatte sich heicke -eine Gastwirttn zu Voranckvorton, weil sie angeblich Bier an einer: n:inderjädrigen Gast aiesgeschäickt Haber: sollte. Es '.uurbe fest ge stellt, daß das Bier, tue Wie.5 die Frau ver.zapst, eigentlich gar 'kein Bier ist und wach keinen Alkohol enthält. D<v>l)alb nrnßte Freisprechung er so lg ca:.
ra. Weil bürg, 26. Oft. RechsnungSrat Böhmer ar: ber hiesigen lluterofftziervorgl>ule ist in den Rnhestaind getreten, Rm- dant Brarrdt v-o>: d-er .Harrptladettmaujtalt in GroßeLichiterfelde wurde als Nachfolger bestmrmt. — An: 19. itnb 20. Oktober tagte in nnserer Stadt der Flottenbimd dentsther Fca:«m für -Heftes Nassau.
5 pjtlv!<ln bn vereinigten $ran!iiufer Ftadttdeater.
Opernhaus.
Sormtag, 28. Oft., rr-achm..3: „Die Fledermaus". Alü>st 7: „Der Rosmkavalier". Montag, 29., abds. 7: „Das Dreimäderl- haus". Dienstiag, 30., abds. 7: Neu einstnd. „Zar und ttünmer- nbaim". Mittweck), 31., >abds ti'/z: „Lol^ilgr:,:". Donoerstag, 1. Nov., abds. 7y 2 : „Die toben Augen". Freitag, 2.: (''st-iistlosseu. Samstag, 3., abds. /: „Der Freischütz". Sonntag, nachm. 3: „Das Dreimäderlhans". Abds. 7: „Migrwn".
Schausplclhaur.
Sornitag, 28. Oft., vorir:. 11: Vortrag vor: Prof. De. Wittvwski, Leipzig. ..Stilivandtungm des hi stock scher, Dramas"
Nachrn. 3>/s: „Könige". Abds. 7Va : „Der Zentaur" Montag, 29., abds. 7'ft.: „Das Enkelkind". Dienstag, 3(7., abds. 7' -: ,,N.'eden". ' " „S
ma
Mittlvock), 31., abds. 7: „Hamlet". Dormerstag, 1. Nov , abd.e 7: „Ftockoli l^eyer". Freitag, 2., abds. 7'ft: „Dr. Klmic" unstog,
3., abds. 7'5: Znm 1. Mal (Uralllffülmutg „David", ftmntag,
4., imchirn. 3'ft: Borst, s. d. ftiegsbeschäst. Arl.eitrrsch. „All Frank- ffrrt". Abds. 7'/,: „Die verloreatt: Tochter".
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