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Der fciefc«**r Koptov erscheint tätlich, «u&ei* Sonntag«. - Vettaaen: Hietzener LacallleodtLiter; BretrdlaU
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vienrtag, 2 . Oktober \*/J
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(WTB.) Großes Hauptquartier, 1. Okwvrr. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz R upprecht.
In Flandern war der Artilleriekmnpf an der Küste und im Bogen um Ypern von mittag an starr-, er blieb auch nachts lclchast.
Englische und französisthe Flieger haben in letzter Zeit im belgischen Gebiet durch Bomhermblvurs erheblichen Sachschaden verursacht. Die Angriffe forderten unter der Zivil- bevölkcrmrg zat^lreiche Opfer.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Längs der A i s n e, nordwestlich von Reims und in der Champagne lebte die Feuertütigkeit auf. teils in Verbindung mit Srkmrdungsgefechten, die uns Gesungene einlirachten.
Vor Verdun hielt sich die Kumpfiätigkcit in mützi- gen Grenzen.
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Unsere Flieger warfen wiederirm auf die militärischen Bauten und Speicher im Inifern Londons Bomben ad. Zahlreiche Brände bezei-chneten diesen Angriff als besonders wirksam. Andere Flugzeuge griffen Mc,rgale und Dover erfolgreich ml. Sämtliche Flugzeuge sind unversehrt zur-ückgekehrt.
14 feindliche Flugzeuge sind gestern abgesch-ssen worben. Leutnant GontenrmMi errang seinen 37. und 38., Oberleutnant Berthold den 27. Sieg nn Lusttmupf.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Die Lage ist mweründert.
Oertliche JnVanteriegefechte riefen in einzelnen Abschnitten vorübergehende St-cigerung des Feuers hervor.
Mazedonische Front.
Keim wesentlichen Ereignisse.
Der Erste Genera ltmarffrrLrnstrr Ludeudorff.
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Der Abendberichk.
B e r l i n, 1. Okt., abends. (VTB. Amtlich.)
In Flandern und vor Verdun wechselnd starke Feuertätigkeit imd örtliche, für uns günstige Jnfanterie- kämpfe.
Im Osten nichts Besonderes.
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Mit gehobenen Herzen begehen w-tr heute den Tag eines freien Umblickes, einer Ernrnestnug, von der die Trauer über Zerstörungen und Schmerzen des Weltkrieges ab fall t. Wir stehen, mitten in Oxirungen und Ungewißheiten über das. was künftig sein soll, im Hader sogar der mächtig erschütterten Weltanschauungen, vor einer die Zeit überragenden, strahlenden Persönlichkeit! An diesem Tage werden, wir inne. daß es doch nicht finster ist um Uns her, daß wir feiern, urrd cvufschauen können, nicht trauern uud uns bannen nrüsseir. Denn eines der letzten urrd frohesten Worte des Bescheiderren, dern dieses Gedenken gilt, der sich von aller Selbstbespregelnirg abwendet zur wahren Gegenwart, die er nbwägt, erprobt und erhellt, wurde beim Falle von Raga in alle Lande getragen: Schießt-Viktoria, der Sieg ist mrfec! Wir blicken nach und wissen, was das herzliche Wort bedeutet. Nach drei Jahren furchtbaren .Krieges haben tvir nicht nur eine siegreiche Schlacht bejubelt, die Eroberung einer großen Stadt gefeiert, sondern nnr sind uns der Rettung aus größter Gefahr bewußt geworden. Wir wissen, daß der Friede bald Here in schreiben tvird rns deutsche Land und daß er kein niedergew-orfeneö nnd zerschnleitertes Deutschland vorfinden wird, sondern ein im Kampfe gestähltes, aufrechtes Volk. So ist es doch, trotz vieler urwe- sonrlener Rufer, die den sicheren Schritt des Friedens mit Lärm übertönen, so daß man ihn fast nicht mehr hört.
Gewiß hat sich der Krieg seit Tannenberg, seit den großen Schlägen Hindenburgs Jan Osterl, in die Länge gezogen. Aber in den großen, erfolgreichen Anfängen lag irnsere :Lettung. Wenn man heute von der Siegfried- oder Hiudenburg-Stellung spr-icht, so braucht man nicht nur an jene gesicherte treue Foontlrnie im Westen zu denken. D,e Siegsriedstellung inr gewaltigen Welikmeg nahmen wir schon er», als rin Osten die großen Entsck-eiduibgen gefallen waren. Da wurde es möglich gemacht, daß wir drei Jahre den Krieg durchhallen'konnten. Der harte FelSgrurrd wurde da aufyebccut, auf dein unsere Heere gegen die sich mehrenden Ferrtdc sich w-enden konnten. Wollln wir mit den zuletzt uns länger getuordenen Monaten rechten, wollen war den Krieg wie ein Dcania beschauen, dessen SpannungSHöhepunkt überschritten ist und das uns zu langtveilen beginnt? Niemand will es, aber darm sckstcke er sich in das Unab- änderliche und Rotloendige! Als n.nsere Krieger am Ansang hrnau-szogen, da sangen sie ihr dröhnendes „Hallet aus!" Damit war'S damals nicht getan. Hindenburg hat nicht nur ausgehalten, sortdern er hat zerfä-lagen, was uns strrchltbar bedrohte, er hat Sieg an Sieg gereiht, er hat in diesem ausgedehnten Weltkainpfe napoleonische Täten verrichtet, und nun ist er kein Welleroberer inehr, sondern ein Besestiger, ein Wahrer des Errungenen. Jetzt gerade hat der alle Soldat engesang seine Berechtigung, seine un- Kveideutige Bedeutung: Haltet aus,1
Wieviel Sieg, Stolz, Glück, Vertrauen, Sicherheit ist mit Hindenburg bis heute mitgeschritten! Was uns in den Entbehrungen und Sorgen des Kampfes wohltuend be rührt, das hat er uns geschaffen, das ist sein Werk. Mußte dieser dreijährige Krieg, in dem cs auf der Stufe des Sieges immer außoärts ging, nicht in einer Persönlichkeit alles darstellen und zusamnrcnraffen, was wir erlebten urrd uus-das .Herz l-öhcr schlagen ließ? Solch ein imponierendes Ganzes ist kein „blindes Ohngefähr", ist nicht ettvas, was sich nur aus Tüchtigkeit und Regsamkeit zusammensetzt. Gewiß haben viele Tüchtige nntgttvirkt, ein ganzes Volk voll Kraft und von unbegrenzten Fähigkeiten. Allein die Führung kam ails eines Menschen Haupt uru) Herz, die große Führung,
Ernsta Worte -
ci us ernster Zeit/
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die u»S über Kleinliches, über Widerstünde «rd H^mmnisst nicht straucheln läßt D« w^r uns Hiudenburg nicht nur ein m i l i t ä r is ch e r Führer. Da hat ihm em Gott mit den Gaben des großen KriegsmanrreS auch die Frede! Volkers in den Arm gelegt, auf der uns die Klänge schönster Mensch»- lichkeit rühren. Da ist nicht Ehrgeiz, sondern da strahlt bei aller Härte des Willens Milde und Treue. Das ganze Volk verehrt ihn drum. Keine großen Feiern werden ihm gerüstet, keine rauschenden Festr durchziehen diesen Tag. Aber überall soll es ein stilles Envachen, ein Lebeti und Weben sein, wenn wir den Rainen nennen, der unsterblich geworden ist und in der deutschen Geschichte nur wenige seinesgleichen hat. 5)indenburg hat den Fellherrnstab noch fest in der Hand. Er ist im Greiscnalter^noch munter, frisch und rüstig, wie einst Blücher. Auch er rust uns zu: vorwärts! Er will kein müßiges Besiniren sondern schaffende 5)ände. Zeichnet die Kriegsanleihe! Das ist sein NLerkspimch zu seinem siebzigsten Geburtstage! Wer wollte das Werk nick)t vollenden helfen, das schon [ul>cr und stolz in die Lüfte ragt, das keine vergeblickw Gabe fordert, sondern unsere Zukunft erhellt und verbürgt? Der Dank, den mu mit unseren Zeichnungen der Anleihe Hindetlburg spenden, fällt als Siegesgabe auf uns zurück. Möchte das Auge des Marschalls leuchten, wenn es auf die Ziffer fällt, die uns zum Siege helfen, die Feinde schrecken soll!
- ■ —. . ui arflU K—
Die österreichllch-migarischen Tagesberichte.
Wien, I.Okt. (WTB. Nichtanttlichc) Amtlich wird verlmubart:
Oestlicher Kriegsschauplatz und Albanien.
drichtS Neves.
Italienischer Kriegsschauplatz.
An der Jfün^oftont erlahmten die italienischen Jn- ftmterieangriffe. ^Vi Podlakä, auf der Hochfläche von Bain- sizza, wurde rm feindlicher Vorstoß t?» Keime erstickt. Die Arlilleriekärnpff durvertt ffn Bereich des Ätonte San Gabriele mw twrdösttich davon unverüch>ert hefttg an.
Bei der Heeresfront ves Feldmarschalls von Conrad keine besonderen Ereignisse.
Der Chef des GeneralstubeS.
Ereignisse zur^ee.
Am Abend des 27. Septenrber l-atten unsere Seeflug- zeugc oll Fttkgsdation Britllisi und dll in dllsem Hafen liegenden Torpedocinl-eitim und N-Boobe wirkßinl mit Bom- beit belegt. Wie eilmr.lndfrei beobachtet werden konnte, erzielte enre Zerstörer gruppe zwei schtvere Boml^ntreffer und auf die übrigen Zllle gute Einschläge. Der geineldeten erfolgreichen UnLernetfimmg t?egen die itallltttsckLN Luftschiff- anlagen von Jesl vom 27.<ÄPtember folgte am 21). Sepk'm- ber abends ein von dem gleichen Erfolge gekrönter Angriff lmsercr Seeslllger gegen dll Vallonhatle v^in Ferrara, den, wieder ein Luftschiff zum Opfer fiel, indem cS durch zwei Vonwentreffer auf oie Halle mit einer riesigen Stichflamn^ verbrannte. An denrselben Aöerw wurden auch dll Fabrik- mttus 'N von Pontelagosenro wirkungsvoll mit Bomben belegt. Der Feind wiederholte am 28. und 29. September abends seine Flllgerangriffe auf Pola, die keinen nennenS- »vcrteu Schadeil urilitäristlxer oder privater Natur hei-vor- riefen. Zwei Persoilen wurden venvulldet. Eines der italienischen Flugzeuge wurde am 29. Septeinbcr von einem un
serer Jagdflieger im Luftkampf über See brennend zum Absturz gebracht. Die Insassen, zrvci italienische Flieserleut- nants, sind tot.
Flottenkommando.
yiudenbnrgS Geburtstag.
Berlin, 1. Okt. (WTB. Amtlich.) Der Reichskanzler hat sich zur Feier des Geburtstages des General- feldmarschalls v. Hindenburg in das Große Hauptquartier begeben. Er tvird am 3. Oktober wieder in Berclin anwefeill sein.
Berlin, 1. Okt. (WTB.) Wie uns curs dem Kriegs- arnt nlitgeteilt ivird, wurden am 30. September die Vertreter der christlichen Gewerkschaften und der polnischen Berufsvereinigung im Großen Haupb- guartier von GeneralfeidTncrrsck-al'l v. Hindenburg empfangen. Für die nächste Zeit wurden auch die Vertreter der aridereri. Arr^estellden- urll Arlreiteworgirnsatiorven in das Große Hauptquartier eingeludeu.
Großes Haupt q uartier, I.Okt. Bischof Kor um aus Trier traf heute im Großen Hauptquartier ein und wurde vom -Kaiser zur Tafel gezogen. Morgen, am Geburtstaae des Gencral- fttdnvarschalls, wird Bisck)of Kovum hier einen Gottesd-llnst ab- halten und zu den versammeltell Sotdadan spreckxm.
Berlin, 1. Okt. (WTB. MäTramtlich.) ?lls Vorsitzender des deutsck>en Arberterkongresscs, den Bereuligimgen und Verbände mit 1% Millionen Mitgliedern angegliedmt sind, hat der Neichstugsabgeordnete Behrens folgendes Tele- ararnm an den Kaiser gerichtet: Llnläßllch des vorn deutschen Volke in Danibarkert gefeierten siebzigsten Go- burtstages des deutschen Feldmarschalls gelobt Eurer Majestät der deutsche Arbeiterkongreß nn- lvandelbare Treue, weist mit Entrüstung die Eimnischnng des Präsidenterr Wilson in innere deutsche Angelegenheiten zurück ruck) schart sich mit allen Volksgenossen imt seinen Kaiser irn stahlharten Ausharren in Kampf und Arbeit dis zn einem guten Frieden.
Berlin, llOL. Der VELenI des Dentsche» ^ 41 * delslo -es zuhtaz cai den GeliernlWdmlrrschaü v. Hi bnrg d«S holMnde Tciagramm::
„Ter Lag, an dem Euer Hellen- das 70. SrfrnSHi&t vollenden, gehört den, ganzen deutschen Bolbe. Einig und brmg in allen Schichten ,cnd Teilen znsairrinengeschmiedet durch dll ehnne Zeit, war ^ doch iriempts einiger als in der dankbaren Lieb^' und Begeisterung für seinen Hindenburg. Kein-en besseren ?lll.sdruck dmss«L wir den Gefühlen, die uns alle beseelen, als in dem heiligen Gelöbnis: Was Ihr Schivect uns ernmg, rmr wollen es feschalten iuni) bewahren durch nvutiges Ans>yarren> durch nimmermüde .Arbeit in der .Heimat. Erfüllt twu diesen, Oktfle unerschütterlicher Entschlossenheit und opfenvilliger Bereit-- säiaft, bringen Teutschlcrnds Jndnstrll und Handel ihre tief- enipfundenen Sogens^vürrsche dar.
Kaempf."
München, 2. Okt. (LA.) Die Stadt München übergibt Hindenburg zu fernem 70. Geburtstage ein sogen, goldenes Büch, in das die Goll- und Juwelffirabli-efercr in der Geburtstagswoche ihre Namen selbst eintragen. Der Könitz und die 5königin sind mit ihren Töchtern deshalbl von ihrem Landaufenthalt nach München und in die Goldankaufsstelle auf dem Rathause gekomnien, um sich an erster Stelle ins goldene Buch eiuzutrag-en, in das auch Mütter ihre Kinder sich einschreiben lassen.
Be rlin, 2. Okt. Ohne Unterschied der Parterrichtung binngen die Blätter zuni Msdrnck, daß, was mrs Deutsche auch sonst treinren rnatz, wir einig sirll in der hol)«n Verehrung, mit der- wir zu Hindenburg emporbllcken, und in der Bereitlvilligkeit des Entschlusses, nach^ seinem Vorbild in Psiichllreue auszuharren bis zum äußersten, jeder auf seinen! Posten znm Besten des Vaterlandes. — Im „Lo f a f a Ti je i g e v" heißt es:
Well er nicht nur der bedeutsamste und erfolgreichste Feldheer des gros;rcn Krieges vor der Geschichte ist, sondern loeil seine durch d-as zuversichtlich' „Harren aus den Herrn" innerlich gefestigte Persönlichkeit das Vertrauen, das ihn beseelt, Millionen mitleilt, wächst seine Gestalt zu cmer Größe empor, die ihm die Unsterblichkeit siliert, und wLhre,ü) heule ganz Teutschland, der S-laat die Behörden, die Parlamerrte, die Schulen, die Universitäten, die Bürger, die Bauern uud die Arbeiter sich vereinigen, um ihren Danl dafür ausKudrücken, daß ihnen in dem fruchtbare!, Zeit«,sturm, dev uns uintobt, dieser zu Fleisch gewordene Siegesrvllle voranstlireitet, !verden noch späte Geschleclstcr mit dankerfülltem Herzen Lvcbeer- kränze an den Ten knüll cru niederlcg«,, die ihul dre Nachoel t errichten lvird.
Der „B o r w ä r t W* sagt:
Es liegt ein tiefer geschchtlicher Sinn darin, tvafi nicht bit Führer des Vormarsches durck) Belgien uud 9llrdfrM,kreich, nicht der Ewberer Serbiens und Rumäniens, sondern der Befreier Teutschlands von der Russengefahr den Dank und Jnbel des Volkes errrüt. Hindenburgs Rarhm bleibt kein kalter Fcldl-crrnruhm, sondern wurde warm und innerlich einpfunden, iwü Hu,den bürg nicht nur siegte, sondern weil er im Jahre 1914 einen Sieg errang, der vom ganzen deutsll-en Volke vor allem als der notwendige und gerechte Sieg enipfunden wurde.
Der Fliegerkampf im Westen.
Berlin. I.Okt. (WTB. ddiächrmtlich.) Nactiden, die sran- zösisckien Flisger bai Verdrm durch stllvere Verluste belel-rt nvrdcn waren, daß sve unsevcu Fliegern im Luftkanrpf Mami M>,on Marm nill,t gewachsen sind, greisen sll zu einem audcoen und dabei lrvniger gesäk-rlick^-n RöitteL, nm Unsere Flieger gleichfalls zu schäbigeir In der Nackü vom 24. zum 2b. September bewarfen zahlreiche fvan- zösisäie FlllrHN, unsere Fkugbäsien an der Allrbnmront mit Bon,den. D«s Er.?ebnis ihrer Flüge ^mppwach kann, ihren ErN^ittm^eu sticht ern Flugzaug wurde zerstört.


