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22.9.1917 Erstes Blatt
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Nr. 225

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sätntlich in Kietzen. - f

WochenrückbUS.

Es ist, als habe das Kabinett Painleve, als es vor die Kammer trat, rnn in der üblichen Weise sein Pro­gramm darzütun, denFehler" desTemvs" wieder gut­machen wollen. DerDemps" hatte bekanntlich eine bedenk­liche Friedensgeneigtheit entwickelt, indem er die kriegeri­schen Htvffnirngen abschiüttelte nnd einen Ausgleich an die Wand malte, bei dem Deutschland in der Rolle des starken, aber armen Ritters erscheinen sollte. Ein gleichlautendes Echo ist auch aus einem englischen Blatte, demManchester Guardian", und neuerdirrgs wieder aus demEcho de Panis", herworgegangen. Aber das offizielle Frankreich be­st crrrtürotzig ber seinen alten Zielen, esstarrt" noch, immer nachkNsaß-Äothringen und prägte für dieseFrage" den neuen KunstauÄruckDesannexion". In der Aussprache bei den entscheidenden Kammersitzungen unterstrich R i b o t, der Minister de4 Auswärtigen, noch den harten Trotz der ireuen Regierungserrlänrmg. Er verlangte wiederum nicht nur Elsaß-Lvthpingen, sondern auch die bekannten Wieder- gntmachungen und Bürgschaften. Die Kammer aber nahm eine Tagesordnung, durch die dieser Regierung das Ver­trauen ausgesprochen wird, mit 378 gegen eine Stimme .an. Also etwa 180 Abgeordnete enthielten sich der Stimm- Abgabe.

Man braucht diese .Wkstübung von Regierung nnd Parlament Frankreichs nicht allzu tragisch zu nehmen. Nur müssen wir uns in Deutschland ein wenig danach einrichten, nicht etwa, indem wir diese Friedenspolitik mitmachen, son­dern indem wir noch, etlvaä mehr von jenem stahlharten Siegeswillen zeigen, den der Kaiser unserem Volke emp- ftMem hat. Denn schließlich sind wir an Ueberraschungen in diesem Kriege gewöhnt worden. Nach dem deutschen Friedensvorschlag rm vergmrgenen Jahre war Rirßland der erste Sprecher der Entente, der unsere Gedanken höhnisch nnd rnit schneidender Stimme zurückwies - wenige Wochen später brach dort das Gebäude des Wahns und der .Ver­blendung jämmerlich zusammen. Hört Ribot vielleicht schon. ,.des Gottes Schreiten", der ihm dasselbe Schicksal bringt, wie dem bis zu seiner letzten Stunde galgenhumonstischen .^asonow? Er hat es wohl gehört, wovon gemunkelt wurde, daß England die Fühler aus-gestreckt habe, um zu prüfen, ob die Zeit zum Frieden nahe sei. Dann weiß aber Rivot auch, daß es der Londoner Politik nur noch um Belgien, schwerlich aber um Elsaß-Lothringen, geht. Wenn Pain- teve, der französische Ministerpräsident, in den Kammer- Verhandlungen vonmoralischer Größe und Selbstverleug­nung" redete, so hatte er dabei vielleicht im Sinne, daß Frankreich impoint dhonneur anders denkt als England, das nur so lange kämpft, als seine Interessen es erfordern, das deii Londoner Vertrag über gemeinschaftlichen Frie­densschluß nur in der Weise erfüllen wird, daß es im rich­tigen Moment, das heißt, wenn seine Zeit gekommen ist, seine Bundesgenossen wie harmlose Schafe 'in den Pferch des Friedens treibt. Möglich auch, daß Painlevä Ursache zu haben glaubt, auf dieSeelengröße Frankreichs" weisen zu können, weil die Amerikaner sich anschicken, ans Bou- logne ein zweites Calais zu machen . . .

Mit einiger Ueberraschung las man im Bericht der deutschen .Heeresleitung vom letzten Donnerstag, daß die Russen in der Bukowina wieder angegriffen hätten und nach ihrem Zurückfluten von eigenen Maschinengewehren bc- schossen und vorwärtsgetrieben worden seien. Da herrscht also noch die alte Methode Brnssilows und Kornilows, und die neueste Meldung, wonach Kerenski auf eine Aburteilung und Bestrafung Kornilows verzichten wolle, löcil dieser nur «aus vaterländischen Gründen gehandelt habe, erscheint uns im Lichte der Wahrscheinlichkeit. Die Geister würden sich danach versöhnen, Kerenski würde das Streben nach Zucht und Ordnung im Heere nachdrücklich unterstützen. Mit der Erklärung Rußlands zur Republik sind zwar die Par­teien noch keineswegs unter einem dauerhaften Hut ver­einigt. Die ausführende Macht der fünf Minister mit Ke­renski an der Spitze reicht nicht allzu weit. Die Nachrichten sind noch immer spärlich und unzuverlässig, lieber baS Schicksal und den Verbleib Kornilows weiß man so gut wie Nichts, General Alexejew, der zu ihm gegangen war, um ihn festzunehmen, soll sich erschossen haben. Vieles wird durch Die Zensur verdeckt. Im ganzen Reiche und in der HaupMadt gärt es noch ganz gewaltig. Eine neue Woge wälzt sich gegen das hilflose KaUnettin einer vorn Arbeiter- f und Soldatenrate auf den 25. d. M ernbernfenen demokratr- schen Konferenz heran. Es soll über die Ergänzung des Kabinetts beraten werden, also ein neuer Kampf um die Macht einsetzen. Ueberhaupt sind die Neigungen des ^Ar­beiter- und Soldatenrates noch recht besorgniserregend: heißt es doch, er wolle die Duma aufgelöst wissen und aus dem Proletariat ein neues Parlament rekrutieren. Der Präsidentschaft Kerenskis, dessen Gesundheit auch erschüttert sein soll, prophezeit man nur noch ein kurzes Dasein.

Weittragende Geschehnisse dieser Woche sind noch im Dunkel des von den beteiligten Stellen bewahrteil (Geheim­nisses. Wir meinen hier nicht etwa die neuen englischen An­griffe aus breiter Front in Flandern, die sicherlich ebenso erfolgreich abgewiesen werden als alte vorangegangencn und als die letzten Stürme der Franzoseil, die vor Verdun wieder eine blutige Niederlage erlitten. Wir meinen viel­mehr außer denk Geheimnis der italienische n G r e n z- sperre die Verhandlungen der beteiligten Instanzen über die heute zur Veröffentlichung gelangende Antwort Deutschlands nnd ( seiner Bundes­genossen auf die p ä v st liche Fried cn s lt o t e. Tn Italien haben zweifellos Ausstände der Sozialisten und Kriegsmüden geherrscht, und darum hat die Zensur den Durchgang von Nachrichten gesperrt. Es wurde von der ita- liesrischjeu Regiernng nur eure Verordnung oaroffeurlutzt,

durch die Turin, Alessandria und Genua in!)ie Kriegszone einbezogen werden. Es muß in diesen Städten eine böse Un­ordnung geherrscht » haben. Die' italienischen Blätter be­fassen sich meist mit dem Fall Lazzari. Dieser, ein Führer der friedensfrenndlichen Sozialisten, hat durch ein Um­schreiben an die Bürgermeister kleiner Städte und Tür'er die Parole:Kein Kriegs Winter mehr!" ausgegeben. Tie nationalistischen Zeitungen Hetzen gegen Orlando, den U)ci nister des Innern, der gegen diese Propaganda nicht energisch vorgehe. Allein die völlige Erfolglosigkeit der Cadornaschen'.Offensive, der wachsende Mangel an Nah­rungsmitteln, Kohlen und vielem anderen, werden es der Regierung schwer machen, sich noch lange den Forderungen der Friedensfreunde entgegenzustellen. Ob, wie in Rußland, Revolution und Bürgerkrieg drohen, läßt sich von -hier aus schwer beurteilen. '

1 So weit ist es denn doch in Deutschland noch nicht ge­kommen, daß jemand zu schreien wcnft:Keinen Kriegs- Winter mehr!" Die unerquicklichen Gegensätze der Meinun­gen drehen sich nur um die Ziele des Friedens, und da man wußte, daß unter der Mitwirkung d'esAusschusses beim Reichskanzler" die Antwort an den Papst festgesetzt und abgeschickt würde, so steigerte sich in den letzten. Tagen d:L Spannung bis zum äußersten. In der belgischen Frage veröffentlichten Blätter, die Beziehungen zu den amtlichen Stellen unterhalten, letzthin eine Auskunft, wo­nach die spätere Rückgabe Belgiens, natürlich nur unter ge­wissen Formen und Garantien, nicht außer dem Bereiche der Möglichkeit stehe, sofern, damit Zugeständnisse der Geg­ner in Verbindung gebracht werden, wie sie sich in vielen Formen denken lassen. Damit wäre also noch nichts preis­gegeben. Es liegt jetzt beim deutschen Volke, durch aus­giebige Zeichnung der s i e b e n t e n K r i e g s a n l e i h e, für die am Mittwoch der erste Aufruf ergangen ist, der Welt unzweideutig kundzutnu, daß nicht Schwäche und Bangig­keit die eifrigen Friedensbemühungen zeitigen, 'in denen wir den Gegnern voraus s«id. Wenn die OOanc der Regierung das ihre tun, in dieser Beziehung das Volt anzueifern und aufzurlWn, so können derVorwärts" oder gesinnungs­verwandte Blätter nicht etwa darüber sich beschweren, es würden die Geschäfte der Alldeutschen oder derVaterlands­partei" gefördert. Der Präsident der Reichsbank,, Hatten- stein, ist in seiner Frankfurter Rede mit der nachdrücklichen Feststellung vorausgegangen, daß wir wirtschaftlich noch lange nicht dem Ruin eutgegeUgehen und daß der Friede uns erhalten muß, was die Feinde uns neiden und was sic fürchten: Tie u n g ehe m nr t e deutsche Arbeit und Leistungs­fähigkeit. Was wir brauchen, ist Sieg und Siegeswillen!

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 21. Sept. (WTB. Nichtamtlich) Amtlich wird verlautbart:

Ein italienischer Angriff gegen unsere Siel-Stel­lung wurde durch die tapfere Besatzung bei vortrefflicher Mitwirkung der Artillerie im Nahkampf abgeschlagen. Nebst erh.blichen blutigen Verlusten büß!? der Feind hier 4 Offi­ziere und über IW Mann an Gefangenen ein.

Sonst auf allen Kriegsschauplätzen keine besonderen Er­eignisse,

Der^ Chef des Generalstabes.

Dir Antwort der Zentralmächte an den Papst.

Es war ganz Kar, daß die deutsche und die öster­reichische Antwort an den Papst entgegenkommend lauten würde. Dos entspricht der Politik, die unsere amtlichen. Stellen seit geraumer Zeit verfolgen. Wir waren und sind zum Frieden bereit. Also aus die allgemeine An­regung des Papstes oab es nur eine selbstverständlich Antwort. Aber der Brief aus Rom hatte auch konkrete Vor­schläge enthalten. (£c hatte an seine Spitze gestellt den Wunsch, die Völker'möchten sich verständigen über künf­tige Abrüstung, über SchiedSgenchisverfahren imd einen neuen Grundsatz, daß Recht vor Macht gehen soll. Diesen Wunsch teilt nun die deutsche Antwort in. betvegten Worten, und die österreichische Antwort, in eine ebenso herzliche Fcrxn gekleidet, betont die gleichen Anschauungen. Wenll. vonnats von Abrüstung und Schiedsgerichten ge­sprochen wurde, so waltete meist mit Recht ein starker Pessimismus vor, ob so schöne Ideale praktisch sich verwirklichen ließen. Heute stehen der Durchführung solcM Ziele sicherlich auch noch große Schwie­rigkeiten entgegen. Allein die Stunde erfordert ein Bekennt­nis zum guten Willen.- Alm guten Willen Deutschlands und seiner Verbündeten sollen Versuche, der.Welt einen aller­seits annehmbaren Frieden zurückzugelvinnen, nicht schei­tern, zumal uns«e Gegner noch immer fortfalpen, die deutsche Friedensliebe zu verdächtigen. Daher erklärt es sich auch, daß die deutsche Note indirekt aus die dreisten Hin-

(WTB.) Großes Hauptquartier, 21. S-ept. (Amtlich.)

W e st l i ch e r Kriegs sch a u p l a tz.

H eer es g ruppe K ro npr i n > RuPP recht.

Die unter Führung des Generals der Infanterie Sirt von ArminLämpfenden Truppen der 4.Armer haben den ersten Tag der dritten Schlacht in Flandern erfolgreich bestanden.

Deutete bereits die Feuerwirkung der letzten Tage aus f'ir große KrafMm'pMrumg der Engländer hin, w bildete doch der Einsatz und di? Zusammeusassung der am 20.9. vom Feiüdl?^ verwandten Kampffnittel auf einer Front vzzn rund 12 Kilometern '"in höchstes Maß.

Hinter der gewartiwn Welle stärksten Trommelfeuers ans Geschützen und Minenwerfern aller Kaliber traten mor- aens i,r allen AngriffSftr-eifen Wischen Langemarck und Hollebeke mindestens 9 britische Divisionen, dabei mehrere australische, vielfach durch Panzerkraftwagen und Flammen­werfer unterstützt, zum Sturm an.

'Der Angriff führte den Feind nach hin und her wogen- iKn Kampi "bis 1 Kilometer tief in unsere Abwehr.zonr hinein: auf Passchendae^ nnd Gheluvelt zu drang der Geg­ner zeitweise weiter vor.

Westlich von Passchendaete drängte ihn unser Gegen- angriff zurück, dlorülich der Stratzc MrninYp-rn bueb ein -r«ir De*- Geländes in feiner Hand. In allen anderen Av- fcknittei! des Schlachtfeldes wurden die Engländer unter den schwersten Berlnsten bis zqm ivaten Nachmittag durch zähes, h-ldenmütiscs Ringen unserer -rru-mn in das Trichterfeld unseres KampfstrelfenS zu­rück« eworfen, über Vas hinaus abends neu ins Frner acführta Verstärkungen des Feindes nichts mehr an Boden zu gewinnen prrinochlr«. Die in der Kampfzone liegenden Ortschaften sind sämtlich in unserem Besitz.

Heute morgen haben die Engländer den Kampf bisher nicht wieder ausgenommen. ,

Wir in b n friift.rc.i Schlachten m «ländern haben Füh­rung und Lruppen Las Beste geleiste!.

Bei den anderen Armeen der Westfront, im Osten und aus dem Balkan keine besonderen Ereignisse.

Der Erste Generalauartiermeister Lude ndorff.

Li!i neuer Durchbruch der russischen 5tell!!Ngen.

Berlin. 21. Scpt. (WTB. Amtlich.)

Tn blandern

-achmittagS sich steigernder Artillerie-

i/rtfür und mehrere Geschütze als Beute gemeldet.

Westlich des Ohrrda-Sees scheiterte ein franzonscher

Msriff. «

der künftig im Verhältnis der Staaten zu einander herrschen solle. Zweifellos, der Krieg hak eineu neuen Geist geboren, den neuen Geist nämlich, der es verneiilt, daß Deutsch­land durch Macht oder List um seine Rechte, um die Arbeit, für seine Existenz betrogen werden kann. Durch die Beweise deutscher Kraft stehen wir heute anders da als vor dem Kriege! Das neue, mutige Bekenntnis des Reichs­kanzlers Michaelis erfüllt uns nicht mit Bedenken. Freu lich. es bleib> ein politisches Werk nnd eine diplomatische Kunst, denneuen Geist" in der Welt durchzusetzen, so daß er nichi verfälscht wird und uns nicht schadet. Mit Befrie­digung ersehen wir daher auch ans der Antwortnote, daß reine vorzeitigen Verzichte ausgesprochen werden, daß viel- mehr alles ^gründlicher, allgemeiner Durchberatung am Friedenstische Vorbehalten werden soll.

Tie deutsche Kote.

Berlin, 21. Sept. (Amtlich. Tie Antwort der .Kaiserlich deutschen Regierung aus die F> . Hcnskundgebung S. H. des Pap­stes lautet wie'folgt: ^ ^

B.« rlrn, 19. Sept. 191/.

Herr Kardinal. ,

Euere Eminenz haben die Geneigtlxnt gehabt, meiner Maie- ftät dem Kaiser und König, meinem Allerguädigiten Herrn, mit Schreiben vom 2. v. M. eine Kundgebung Seiner Heiligkeit des Papstes zu. übermitteln, worin Seine Heiligkeit voll Kummer über die Verheerungen des Weltkrieges' einen eindringlichen^ <nnedens- avpell an die Staatsoberhäupter der kriegführenden Völker lichtet.

Seine Majestät der Kaiser nnd König'hat geruht, nur von dem Schreiben Euerer Eminenz Kenntnis zu geben und mir die Be- antworttmg aufMtragen. ^ ,

Seit geraumer Zeit verfolgt Seine Majestät mit hol)er Äch­tung nnd aufrichtiger Dankbarkeit die Bemül'ungcn Seiner H-ilrg- keit, im Geiste wahrer Unparteilichkeit die Leiden des Krieges nach Kräften zu lindern und das Ende der Feindseligkeiten zu beichleu- nigen. Der Kaiser erblickt in dem jüngsten Schritte Seiner Heilig­keit einen neuen Beweis edler uttd menschenfreundlicher Gesimmng und hegt den lebhaften W.unsck), das; zum Heile der ganzen Welt dem päpstlichen -Ruf Erfolg Geschieden sein inüge.

Das Bestreben des Papstes Bknedikt XV., eine BerständkMng unter den Völkern anzubahnen, komit« um so sicherer cruf ,ym- patlstsckie Ansnahnie und überzeugungsvolle Unterstützung durch Seine Majestät rechnen, als der Kaiser von der Uebernahme der Regierung an Seine vornehmste und heiligste Aufgabe darin ge- fcf>en hat', dem deutschen Volke nnd der WAt die Segnungen des Friedens zu erhalten. In der ersten Thronrede bei Eröffnung des Deutschen Reichstages an: 25. Juni 1888 gelobte der Kaiser, das dff' Liebe zum deutschen Heere und «eine Stellung zu bemiel&en Ihn. niemals in Versuchung führen lvürden, dem Lande die , Wohl- taten des Friedens zu verkümmern, wenn t Klrieg nicht eine durch den Angriff auf das Reich oder denen Verbündete uns auf­gedrungene Notwendigkeit würde. Das deutsch: Heer solle uns den F-rieden sickern und, wenn er demwch gebrochen »vürde, imstande sein, ihn mit Ehren zu erkämpfen. Der Kaiser lmt das Gelöbnis, das'Er damals ablegte, in 26 Jahren segensreicher Negierung, aller Auremduugen und Versuchungen \ durch Üabert

criuiitct. Anw in der Krisis, die zu dem gegenwärtigen Weltbrand führte, ist das Bestreben Seiner Majestät bis zum letzten Augen­blick d'abin gegangen, den Streit durch friedliche Mittel zu lchlich- ten nac- dpn der K rieg gegen Seinen Wunsch und Willen ausge­brochen rnai:, hat der Kaiser im Verein mit Seinen hohen Bev- bündctcn zuerst die Bereittvilligkeit zum Eintritt in Frnedensver- handttlnge'.i feierlich kundgegeben.

Hinter Seiner Majestät staue in werktätigem Willen zuui rn.se- den das deutsche Volk. Deutschland suchte innerhalb der >:e,l'.onü'n Grenzen freie Enttvicklung ferner geistigen und mat.r eUee- G-tter, außerhalb des Reichsgebietes migehinderten Wettbewerb mit gleich berechtigten Mid gleichgeacksteten Mttchuxw. Ein; MigehemmtesSr