Ausgabe 
28.8.1917 Erstes Blatt
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OperDer Kuhreigen" vmi W. 5. Bor Verdteu.!

Marsch von W. Lober. Am Donnerstag findet rm Saale des Hotels Fürsten Hof ein Wohltätig- keitskonzert für die Hinterbliebenen der in diesem Kr iegegefallenenKrieger des Regiments 116 statt.

** Ein Einigungsnlm.it znr Bermrttlmrg ftr Miets- ti n i> Hypotheken st reitigkeiten wird vom 15. Dezem'berl an irt Giesen errichtet. Das MietsÄniigwngsamt ist befugt, cnff Mi rufen eines Mieters über die ÄriJfairtfe eine r nach dem 1. Juni verfolgteil Kündigung des Vermieters, /über die Fortsetzung des gekündigt Qi Mietverhältlnsßes und ihre Dauer, söwilc über echc! Erhvhullg des Mivtziinses im FaLe der Fortsetzwtg zu bestimmen, aus Anrufen eures Bevirfteters einen mit einem neuen Mieter abgeschlossenen Adirtvertrag mit rückwirkerrder Kraft auszuheben. Näheres siehe BeLanntrnxuchung.

** Kohlen Versorgung. Der Reichskommissar für die Kohlienverteiftmg hat eine Bestands- und Bedarfsermittlung von Brenn- und Herzstos'an. am 1. September d. Js. angevrdnet. Die zur Ermittlung nötigen Vordrucke sind in den Markenausgabe-i stellen am 30. d. Mts., morgens von 8 bis 12 Uhr und nach- mittags von 2 bis 6 Uhr erhälllich. Die ausgefüllten Vordrucke sind am 3. und 4. September d. Js.. morgens von 8 bis 10 Uhr. der zuständigen MccrkermusgabesteÜe etnMreüchen. Nicht vollständig ftusgcsüllte und verspätet eingegmrgene Vordrucke werden als nicht Angegangen betvachtct. Die Säumigen 'werden von der Belieferung von Brenn- und HeizstosscN künftig mlsgeschjlvssen. Gewerbe­treibende und LaMvirte haben den Verbrauch für ihrell Haushalt, ihr Gewerbe bzw. ihre Landwirtschaft getrennt mrzugeben. Sämt­liche Kohlerrverbraucher sind verpflichtet, die nötigen Arrgnben zu n4üche>n. Auwiderhondlungen können mit Gefängnis bis zu einem Lahre und mit Geldstvase bis zu 10 000 Mart oder mit einer dieser Schafen bestraft werden. Ferner kairn auf Einziehung der Brenn­stoffe erkannt werden, auf die sich! die Zwmderhandlung bezieht, ohne Unterschied, ob sie dem Täter gehören oder Nicht. Näheres siche ^Büanntmachung in -unsevem heutigen Blatt.

** Die Aus-Lhlun g der Familienunterftützun- gen an die Angehörigen dim Heeresdienst Einberufenen für 1. bis 15. September 191. ,:o. für August 1917 findet vom 31. August bis 7. September statt. Nälwres siehe Bekanntmachaing.

Lichtspielhaus (Bahnhofstrabe 34). Ab heute bis ein­schließlich Freitag sind vier gpotze Lustspieltage eingelegt. Zuerst wird das pikante Lustspiel in drei Akten.Der Sekretär der Köni­gin" gegeben. Die Hauptrollen hegen in den Händen von Käthe Dorsch vom Berliner Lustspieltbealer, Resel Orla vom Deut­sche Theater Berlin. Es sokft ein entzückender Filmschwank in vier LlktenDer standhafte Benjamin". In her Hauptrolle A. R i e ck. Beide Films sind verfaßt von dem bekannten Regisseur Robert Wie ne. Auf vielseitigen Wunsch wird Rente zuM letztenmal als l>esandere Einlage von 89 Uhr die Vorführung des Kultur­filmsDie im Schatten leben. Schuldlos geächtet" geboten. Diese beiden ^Ronopol-Lustspielschlager sind das Beste, was je im Gießener Liüüspielhmrs zur Vorführmrg gelangte. Die Direktion bittet, nach Möglichkeit die NachrnittagsvorsteUnngcn besuchen M wölben. An­fang 4 Uhr, Ende 11 Uhr.

Landkreis Gießen.

** Beltershain, 28. Mg. Der Gefreite Karl Launs- v a ch, der seit ^üovember 1915 bei einer Masch.-Gewehr-Komp. des Garde-Füs.-Regiments im Felde steht, wurde vor kurzem

zum Untevofsizier befördert. Mft dem Eft erneu Kreuz war er bereits im Sommer vorigen Jahres ausgezeichnet.

Kreis Schotten.

8 Herchenhain, 28.Mug. Ein neuer Todesfall ist durch die Ruin eingetreten. Das 2^2jährige Bühlein der Witwe Marie Appel ist ihr erlegen. Sein Vater fiel voriges Jahr bei den Kämpfen vor Verdun.

Sport.

Gießener Ruder-Regatta.

Auch in diesem Jahre vermochte der Gießener Ruder- Klub ,,H a s s ia" dem Sportleben im Gießener Publikum --ich die Abhaltung einer Regatta einige genußreiche Stunden zu bereiten. In Scharen jvog es bei dem schönen Witter am Sonntag hinaus auf dieBleiche", um sein Interesse an dem schönen deutschen. Rudersport zu bekunden. Wenn es auch eine Enttäuschung inso­fern erfuhr, als der Lahn-Vierer durch unvorhergesehenen Zufall fast eine Einzelfahrt für die GießenerHassia" wirrde, so kam es bei den anderen Rennen, besonders in dem Vorrennen für den An­fänger-Vierer der Achter, voll und ganz aus seine Kosten. Alle Mannschaften zeigten ein schönes Können. Ter Verlaus der Re­gatta gestaltete sich wie folgt:

Begrüßungs-Vierer: 1. Frankfurter R.-Sp. Amici- tia: 5:27. 2. Mannheimer Wasserspvrt-V. Vorwärts: 5:34%. Doppelte Fahrt: Offenbacher R.-K1. Germania wegen Behinderung ausgeschlossen. Die sich tapfer vetteidigcnde Mannheimer Mann­schaft verlor gegen Ämicitia mit 2 guten Längen.

Anfänger-Vierer: - 1. Fechenheimer R.G. 1910 (Schlag Schack) 6:19*/*. 2. Gießener R.Kl. Hassia 6:30 3 / 5 . 3. Of­fenbarer R.Kl. Germania: anfänglich Bord an Bord; bei .500 Meter zog sich das Feld allmählich. Während Osfenbach ins Hintertreffen geriet, heftete sich Gießen fest in das führende Fechenheim, das sich den Sieg nicht entwinden ließ. In den drei Vorvennen, die heiß mnsttitten waren, schieden Frankfurter R.SP.V. Ämicitia, Undine, forme Fechenheimer R.G. 1910 aus.

Lahn-Vierer: 1. Gießener R.Kl. Hassia 5:50*/a. Franks. R.Sp.V. Ämicitia bei 200 Meter wegen RuderdesettH »rufgegeben. Mannheimer Wassersport-V. Vorwärts nicht gestartet.

Verlosungs-Achter: 1. Mannschaft Wisker, Haus

(iGießen), Dörr, Hck^ Müller (Ämicitia), Weber (Gießen), Vogel (Ämicitia), Heilmann (Mannheim), Rupp (Gießen), Steuer: Heß (Heppenheim). 4:41*/s. 2. Mannschaft Scherer (Ämicitia), Bern­hardt (Mannheim), Heinrich Rupp, L. Rupp (Ämicitia), Hauch Spamann (Mannheim)/ Stein, Diebcrt (Un­dine), Steuer: H. Müller /Ämicitia) 4:54 3 L. Durch

Los wurden die gemeldeten 27 Rüderer in drei Boote verlost. Zwei $jter tollen ins Vorrenneu, während der dritte sich srei- loste.' Allie drei Achter leisteten vorzügliche Arbeit. Der sreigeloste Achter bezwang den int Vorrennen siegreich gewesenen Achter nach heftigem Kamps mit zwei Längen.

Abschieds-Vierer: 1. Fechenheimer R.-G. 1910. (Schlag Becker) 5:16. 2. Gießener R.-Kl. Hassia 5:19V§. Ein schönes fast durchiveg geschlossenes Rennen, das FechLnheim im End- sport mit 1 Länge gewann.

Die Preisverteilung wurde durch den Leiter der Regatta, Karl Benning, Vorsitzender des Vereins Uferbrücke, Frankfurt, vpr- genommen, der ein dreifaches Hoch ans die Sieger wie aus die Be­siegten ausbrachte. Ö.

Wittcruugsbericht.

(O e f f e n t l i ch e r W e t t e r d i e n ft.J

Bedeckt, Regenfälle, k ühl. _ .

Letzte Nachrichten.

Gegen die Reichstagsmehrheit.

Dessau, 28. August. Der recküsnationalliberale Mgsordnete Tr. Töhning griff als Lcmdtagspräsideitt bei der Eröffnung des crnlhalttsclien Landtags die Reichstagsmehrheft cm, indem er es als die Meinung des größten Teiles des Deutschen Volkes be- zeichnete, daß dft Friedensresollttwn ein Zeichen von Schwäche: gewesen sei. Er fügte als seine Meinung hinzu, daß auch die Feinde sie so verstanden hätten. Ter fortschrittliche Abgeordnete Dr. Eoihu, Dessau, wies diese Kritik als unwahr und unrichtig scharf zurück.

Die Entente und die Papstnote.

Glkns, 27. August. DerMatin" berichtet aus Rew-Vork. Wilfvn werde, wie halbamtlich verlautet, gleichzeitig mit der Antwort auf die Papstnote eine neue, auf die Friedensftagr bezüg^ liche Botschaft an den KDngre^ richten. Wilson wird erklären, der Friede könne erst in Betracht gezogen werden, wenn Deutschland zu­vor seine Kriegsziete klar bezeichnet habe.

Die Lnge in Rußland.

Stockholm, 17. Mg. (WTB. Nichtamll.) Zu der Erörte­rung der Moskauer Konferenz veröffentlichtNowoje Wremja" eine überaus düstere Schilderung über die Lage. Nachdem, so schreibt das Blatt, die südlichen Regimenter ihre Waffen niedev- geworsen haben und sckion geflohen sind, haben die Deutschen neue Stützpunkte an der Küste besetzt. Finnland ist in Aufruhr. Im Hinblick aus den trostlosen Zustand der Garnison und den klaren Wunsch der ftnnischen Sozialisten, mit Rußland zu brechen, müffeit lvir uns auf die schlimmsten Dinge vorbereiten. Freunde der Deut­schen gibt es nicht nur in der ukrainischen Rade, sondern mich im ftnnischen Landtag und im allrussischen Arbeiter- und Soldatenrat. Sie ftnden cs nicht einmal für nötig, ihre Verräterei mit der Fahne deS Internationalismus zu verbergen. Auf einer Versamm­lung, die zuriVerhandlimg von Wahlfragen einberufen worden war, erklärten diese Deutschenfreunde offen, daß sie Anhänger eines unmittelbaren erniedrigenden Friedens mit ihren so herzlich ge­liebten Deutschen seien. Einem solchen Bild abbröckelnden Verfalls gegenüber sieht sich die Moskauer Konferenz. Diese Zeilen, die sich deutlich! gegen die Bo-lschenM richten, dürsten ihre Erklärung darin finden, daß man. wieStockholms Tidnina" aus Peters­burg erfährt, bei der Eröffnung der Konferenz Bolschewicki-Un-- ruhen befürchtete. Der Minister des Innern fertigte eine Prvkba- mation aus, in der er erklärte, jeder Versuch, die Ordnung zu stören, werde mit allen zu Gebote stehenden Mitteln unterdrückt wierden, und der Bürgermeister von Petersburg erinnerte die Miliz ernstlich an ihre Pflichten. Außerdem forderte das Komftee der Sozial-Revolutionären zur Selbstbeherrschung auf.

Amsterdam, 27. Mg. Die russische Regierung veröffenö- licht eine EMjärung .über die dlptwendigkeit außergewöhnlicher Maßnahmen, um die aufrührerischen Elemente zu fassen, die das öffentliche Leben stören könnten. Dem Kriegs- und Minister des Innern werden außerordentliche Vollmachten gegel'en mit deU Berechtigung, alle die eine Gefahr für den Staat bilden .gefangen! zu setzen oder!crus Rußland auszuweisen.

Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerz­liche Mitteilung, dass unsere gute, unvergessliche Schwester, Schwägerin und Tante

Frl. Mathilde Fischer

nach kurzer Krankheit verschieden ist.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Giessen (Kleine Mühlgasse Nr. 2), Offenbach, 28. Aug. 1917.

Die Beerdigung^findet Donnerstag, den 30. August, 3y 2 Uhr nachmittags von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres teuren Entschlafenen sagen wir allen, besonders Herrn Pfarrer Hartmann für die trost­reichen Worte, der Krankenschwester für die aufopfernde Pflege, dem Kriegerverein für das ehrenvolle Geleite, sowie für die vielen Kranzspenden unseren aufrichtigsten Dank. 05284

Familie Opper. Familie Geissler.

Alten-Buseck, Ruttershausen, den 26. August 1917.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teil­nahme bei dem Hinscheiden unseres teueren Entschlasenen

Peter Jvmfhtcr

Kgl. Eisenbahn-Zugführers

sowie für die überaus zahlreichen Blumen^ spenden sprechen wir allen hiermit unseren innigen Dank aus. Insbesondere danken wir den Vereinen für ihre Beteiligung

Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

Gießen, 26. August 1917. mJ

Gießener Hairsfrauen-DrM

Der Verein will eine gröbere Ausstellung von Schulten veranualleii, dte in den Vcövfurfcn angeferligt wurden Daher werden alle Teilnehmerinnen an diesen Kursen zu 'Fn-rechima aui Freitag, den:ri. Angusl, abends 8 Üb- in bet Lbecrcalichule, Zimmer Nr. 12, gebeten temaiwfl; L-iephanstrabe. (Ö29v

Die BorLbeude.

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Danksagung.

Für die herzliche Teilnahnie an dem Verluste unserer teuren Entschlafenen, so­wie für die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrers Schulte sagen wir unseren innig­sten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Johs. Feller V. und Familie PH. Größer VI. und Familie.

Großen-Linden. 26. August 1917.

05313

Für die vielen Beweise herzlicher Teil­nahme bei dem Tode unserer lieben Eltt- schlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Groth am Grabe sagen innigen Dank

die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Ludwig Schwalb Familie Heinrich Schwall- Familie Wilhelm Schwalb

Rödgen, den 28. August 1917. 6317

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