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4.7.1917 Zweites Blatt
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Nr. IS§

Zweit« Blatt

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag-,

veilagen:«letzener ZamilienblStter" und ttreisblatt für den «reis Stehen".

-oftfcheckkonto: Zrankfntt am Main Nr. U 686 . Vantverkehr: Sewerbebank Stehen.

167. Jahrgang

General-Anzeiger für Oberheffen

Mittwoch, 4. Juli \%7

ZwMingSrundoruck und Verlag: Brühl'scheUniversitäts-Buch-u.Steindrn'k"'- R. Lange, Gießen.

5chrtft!ettung, Geschäftsstelle und Druckerei:

Schulstraße?, v!eschäflsstelleu. Verlag: LI,

Schristleilung: «-EK 112.

Anschrift flir Drahtnachrichten: AnzeigerGteßen.

Reichstag und Regierung.

gesch^em^ NiiMlPawtellichen Reichstagsabgeordneten wird uns

2lls MrstM für die am 5. Juli ttfrefrerum beginn«!den Voll- versqminlüngen des Reichstages wuode am Montag ein Emv- fang der Parteiführer im Reichsbanzlcrpalais veranstaltet >md zwar hatte jebe Fraktion drei ^Vertreter entsmrdt, Tie Beratungen lüchmni fünf LArnden in Anspruch: es würde verhairdelt ohne eine Zimsch«npatuse zu machen. Ta bei solchen Empfängen wie cs schon melsachetwas unliebsam empfunden toorden ist, gewöhn- l,ch keinerlei Ersrischuimen gereicht zu .werden. pflegen, so war rar alle Teilnehmer eine immerhin nicht unbe­trächtliche Mrst-rengwig, irnd ores um.so mehr, tveil alle Fragen der rnneven und äutzeodn Politi? an sehr eingehender Weise er-, örtert wvwd-en smd, was schon icms der fangen Dauer des (§mp- Da die Besprechungen ^vertraulicher Natur ^so ersch aut es.Msgefchfassen, Genaueres'über ihren Verlaus und Inhalt mitzitteiiön. Was >srch nn ganzen und großen aber heute bewrts sagen lässt, besteht d« rin. daß eine so vollkommen Ixmnonische Ueberemstrnrnrung zwischen Reichstag und Regierung Fragen, von öenen die Gegenwart bewegt wird, rn<! t l^rrsa.. Ev handelt nch hier um An g e legten hei teu. die nicht ^eganffand der Niontagsbesprecheng gewesen sind, aber Angelegen- neiten, me dein Reichstag nichtsdsil!oweniger ziemlich wichtig er­scheinen müftm. Bor allem i)fc man von rechts bis links wenig dmnrt einverstanden, daß die Regierung den Reichstag sozusagen als nne KreditbewilligungSmaschme aufzufassen für gut hält und von ihm verlangt, er solle hetzt iiii J!ulr zu »iner möglichst kurzen Dagung zusammeirtreten, 15 Milliarden bewilligen, sich, mit eini­gen nichts sag enden Begleitreden begnügen und dann wiederum schon nach Hause gehen.

Dieser Mißstimmung scheint sich die Regierung im übrigen nicht ganz verschlossen zu haben, ^und sie hat bereits Fühler aus- geslrectt, um einen Ausgleich zu.schiffen, der dahin gehen soll, das; letztem Jul: allerdings nur eine kurze Tagung stattfindet, das; aber dafür im kommenden August lein neuer Zusammentritt erfolge Die Ursachen für dieses Zaudern und Zögern der Regierung sind in T'uttket gebullt Man weiß feinen schlagend«! Grund dafür nichts bereits setzt in Längerer Tagung verhandelt und

Notwendige m einem Zuge erledigt werden soll. Es liegen auch keinerlei Annahmen und Vernkutuugen dafür vor, das; sich

S e ^ÜS fl ' von wenig«: Wochen die inneren oder , nuferen Verhältnisse un einer Weise Zandern könnten, welche die

^ ie nTdften Varlamen- dem ^Standpunkte, daß jeher Tag Geld und es,geradezu einer Vflichtversäuninis nahe- Almngcmde ,Gründe sich selbst beurlaubt und

.FU-MLSES» SM. 1 S s

s%ss^ssxus , jseui» * «**»"

eben die Mutmaßungen und sie sind ziemlich VK ble Sozialdemokraten einen neuer- £ Ä?/ w w unternehmen werden. Ob

0 der Mehrheit unternonomen werden wird oder .Arbeitsgemeinschaft, ist noch unbe- rSTrF £? xb Pfi ^uem derartigen Unternehmen gerech- %L£*t J E f a& ^.K bnßd darum handeln, daß der Kanzler ^ dringendster Nirm um eine genaue Umgrenzung sen«r Krieg^iele ersucht wird, und nicht nur diese soll er bekannt m hU ben innerpolitischen Re-

!Ü^^rmcht imilßsuverstehenden Weise klarlegen. So- zraldenEaten.wollen UM besonderer Deutlichkeit betonen daß die innerpolitischeu Probleme auch mit dem Frieden in Fusammen- Allerdings ein solcher Nachweis überzeugend fuglkch bezweifelt. Andererseits wird auch, wie stets SS? ^bM.use, von verschiedenen Veränderungen an

^ttendm Regrevungsstellen gesprochen, und man will wissen daß ^^?^r^Ssel in der Leitung des Auswärtigen Amtes'nicht au^-eschlossen ist. Auch über «die Nachfolgerschaft sind bereits Ge- F^UF fe bezeichnen einen Botschafter, der mäkenb

?*£ überraschend schnelle Laufbahn gemacht hat und

nst. als den'kor^ieLn Staats- Auswärtigen. Dees unter allem Vorbehalt Mau muß Rerchstagsgeruchten gegenüber stets eine gewisse Skepsis be- lw abe ? bas Richtige getroffen, aber es soll noch

oster dagewesen fern, daj; es stch nur um Kulissenklätsch handelte!

d«n Gesekes? ^"bte werden nach

durch di- boß die Stadtverwaltungen das

Sil temtne Obst an die Händler abgeben

N'IL ble es dann ili ihren Laden verkaufen. Wenn diese städti-

ür Me Kreiskomwissionäre

betrüge, so müßten doch deren Unkosten gedeckt sem. Dividenten brancljen diese Gesellschaften ia nicht ru

te wteÄS?S c ©SftTi«

SSSS "M.0bst, wie es sich bis jetzt zeigt, in Hessen ganz gut S£-f S ^ß emnml zuftben, ime es weiter geht: die die reichlich hoch smd, werden eistgehalten, es be­stell aber allerwarts der lebhafte Wunsch daß die Rreise ftir bedeiiteied niedrgier ,ü setzen finbf als vor- ist Es wäre auch sehr zu wünschen, daß die Höchstpreise lur Gemüse m Gießen endlich einmal durchgefülzrt würdeii Die KS E m "Nlerem gestrigen Blatte veröfsmtkicht ivorden. ^ Mainz, Darvrstadt usw. d,c nesetzlichen Höchstpreise

Ls-Etm wecken, ist das hier nicht der Fall. u>ei( mtfS Meis

r ü r ^ Deshalb war auch schoii

in Friedenszeiten der Preis su rGemuse hier immer höher als in den übrigen hessischen Städten. Abm die setzen Preise wie SIT äU fr - Hl 0 m - dasPsund. sind doch wahre WEr° fÄffsS! g-wiß Handhaben gegeben sind.

N-tttlich ändert sich das bald, denn nach den gute« Regentagen

undV 1 , und der ganzen Umgegend Bohiien

und Gemüse aller Art in Menge. Und davon braucht der Erzeuger Ohß^w" ^i ^Rarkt bringt, keine Abgabe zu entrichten wie beim ^bst- Em gutes namentlich von den besser gestellten Leuten gern Gemüse sind momentan in der gemüsearmen Zeit die ^b Zuckerrüben, die den Spinat mtdi sch ck ^ vollkommen ersetzen und wirklich auch recht gut

Aus Stndt und CanH.

Gießen. 4. Juli 1917.

Obst und Gemüse.

ts-nJSZ ^§EAchrrst ,,Kommunale Praxis" tritt Gartendirektor liefen dre Versteigerung des Gemeinde- und fiskalischen gewichtigen Grüirden ein, weil die hohen Preise, die mJS- ^nrS 9 ? weist erlöst werden, die Grundlage deft SAvorden sind. Meist steigern Händler das 'rSS 1 ^ bringen es zu den höchsten Preisen S2/ ..^s Obst geht durch mehrere Hände, bis es der

-Handelsverkehr mit Obst verschwindet in ^ Klernzufuht und so kommt es, daß dort der Ut J? 0 ^- steht. So war«! nach einein Bericht mtJSrz 1 ? dalizeramtes tnt Oktober 1916 von allen wegen ^vmrtwvrtung gezogenen Lebens mittel Händlern ^^Ä^^bst-iQ-dsGemüsehändler. Gartendirektor Janson macht *EL? $& £ «h ^ Obstversteigerung in diesem Jahre zu unter- Wgen, jede ^in^nde, jeder Kreis möge die Eritte in eigner Regie nach Besorgung :des eignen Ortes oder Kreises den Ueberschuß an ^darjsgegenden weiter geben. Da die Gemeinde

fnLiJa Verdienst begnügen können, Kj£ e§ «ut Meie SBeife möglich, dem^ Volke billiges Obst zu ver- J e % öumal es sonst an Vieveml

Brot. Kartoffeln, Fleisch und Milch meist fehlt. Seft mehreven Zähren geschieht dies in Gießen ganz auf diese Weise ?2s ^rstrer Kreisverwaltung mit dem .Kreisstraßenobst,

mck auch die StÄ>t Gießen hat bereits diese Bahn betreten, und Zuftwedenhert der Bevölkerung, die d«i Wunsch hat, lU bie| r ent miet K kieschehen möge. Aus den Ge-

unserer Provinz Oberhessen stehen wohl 100 000 tvigbare Obstbaume und der Friedenserlös für dieses Obst betrug 1899 bis 1905 durchschnittlich 567 802 Mk. Bei den d-iw-l^ten Tagen stattfanden, ^ ^ Steigerer ftch gegenseitig so überbieten. Krrjchen nach Hause brachte. Die Sache ^w mer?£*- ]d}0 ? gesetzlich geregelt, aber in der Praxis ^ anders. Die Landesobststelle erlaubt dem Q - min Cb r ,t * u steigern und aus Grund eines ^w zu bringen, wenn er nicht in der be- !?ohnt. Nichtberechtigte Händler dürfen als frE^^&*?Ä fcn ^den alles gute BesttmMUngen, deren Erfuwrng aber jchwer zu kontrollieren ist. Bringt der Erzeuaer

C S!l cri ^i ^rrkt, so muß er für jedes Pfund 10 Ps.

^wr den .KreiskomMissionär abgeben.

Jn. Ee. jchwere Harte, die uns alle die vielen Kleinerzeuger ' vom Markte halten wird Aber auch die Abgabe von 4 Mk für den

*r$k ^ w C lur das durch die Landesobststelle

bezogene Obst bezaUen müssen, stt unerhört und verteuert dasl

Pnfnr 3 u |4' ^ n£?* a % m Musketier Heinrich Grein, ^ Schneidermeisters^Gwrg Grein, wurde das Eiserne

befördert' ^ * mhe ^ en * Gleichzeitig wurde er zum Gefreiten

r . r ** stahl. In der Nacht zum 2. Juli wurden in

MTrr?^ c b r et Baar Militär-Schnürschuhe, ein Paar Militär-Reitstiefel mit Sporen, in denen zum Teil Namen erngenaht sind, und ein Paar braune Herren-Schnürstiefel, t 3 ' r in deren Strippen der Name Gefreiter Müller steht, gestohlen. ^achdrenlicheMitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. ö

. **. dlus dem Stadttheaterbureau. Nochmals ec au, die Wiederholung des Lothar Schmidtschen Lnst- spreles Perlen7 am kommenden Donnerstag hinge- wlesen, die als 15. und damit letzte Freitagabonnements- vEstellung zahlt. Da Stück ivie Darstellung bei der ersten Aufführung sehr viel Beifall und Anerkennung gefilndeii haben, so darf damit gerechnet werden, daß dieser Abend, der den offiziellen Sckjluß der Wjnterspielzeit bedeutet, vor einem gutbesuchten Hanse vor sich gehen wird.

Stenographie. Der Bezirk Gießen Gabelsbera'sckier ^t n)1 an! Sonntag vormittag, den 8. Juli von 9 Uhr m der Bezirksschule Gießen, Westanlage sein, diesjähriges Wettj.chreiben ab, wozu Anmeldungen zahlreicki Geschrieben nlird in den Abteilung von 60360 Silbe;! m der Minute. Verbunden ist hiermit eine Geschält-^ l!50180 Silben) und eine Praktiker-Prüfung (2M Silben) den em 10 Minuten Diktat zugrunde liegt ^iese ^- bK ^blvähr eines perfekten Stenographen k felbc F md > nicht genügend bekannt. E.nlastsstenographen werden jederzeit nachgewiesen von der Stel- ^0chen Steno ge aphenb undes Gabelsbeger, , b } c hresigwi Gabelsberger'schen Stenographeu- Vereine können tüchtige Kräfte vermitteln. Das Ergebnis des

Är fn 'wch am Sonntag nach-

% ^rs ^errape (Au der Hardt) bekanntgegeben .oerden. a Bostverkehr der Kriegsgefanae neu 3W von der Rerchspost (also mit Ausschluß von Bayern und Würt- Überhaupt verr.littelte Kriegsgesangenen-Postverkehr ist b^t Zugrundelegung eurer im Mar 1917 vorgenommenen sieben­tägigen Zahlung monatlich auf 7,5 Millionen im Reicks-Post- gebi'et misgelleserte und 10,5 Millionen im Reichs-Postgebiet ein- gegangene ^Lendungeu zu schätzen. Davon entfallen aus kriegs- gejaugene Russen 6 9, «stul Franzosen und Belgier 8,6, auf weiße uud farbige Engländer 2,2 und auf Serben, Rumänen und Jta- Ät£utip 1Wten Insgesamt sind das monatlich 18 Millionen

** Die HastdwerLerberatungs stelle des Orts- gewerbeverleins Gießen hat in dem ersten Halbjahr ihres Bestehens bereits «ne segensreiche Tätigkeit entfalten können. Ab­gesehen davon, daß sich durch die in den Monaten Januar uud Fe­bruar l. ^s einzureichenden Umsatz-, B e si tz - und Kriegs- r»? r ^ r U c£^besondere Gelegenheit zur Beratung und Untersttitzung der Mitglieder und alleinstehenden Handwerkerfrauen bot, wurde die Beratungsstelle auch in sonstigen Ste/uer- «c^'b.legcnheiten (Einkommen-, Vermögen-, Gewerbesteuer Ww.) insbesondere fr« her Zusammen,tellung der Unterlagen für Steuererklärung«! Rellamatwnen usw. rege in Anspruch gcnom- men. Auch auf dem G^-biete der A r fr e!i t e r ve r s i ch e r u ng hßranken- Unfall- und Invalidenversicherung), sowie in Frag«! der *}* 9fr t n tc r fr i t e fr e n e n ö r r f o r g u n g und sonstigen m i- litarischen Angelegenheiten (Beurlaubungen, Zurück- MustOen, Angehorigenunterstützung, Heilverfahren für kriegsbe- ^chadigte Handwerker usw.) war die Beratungsstelle mit Erfolg tätig A>erter bot das Gesetz Wer d«i vat e rlä n d is che n H i l ss- Gelegenheit zur Beratung und Unterstützung der Mitglieder und ihrer Angehörigen. Bei Differenzjen mit der Kundschaft war die Beratungsstelle bemüht, nach Kräften zur Vermeidung Unnötiger Rechtsstreite ansgleichend zu ivirkcn Auch m persönlichen und sonstigen geschäftlichen An- n h eiten hat die Beratungsstelle die Gewerbetreibenden und Handwerkerfrauen nach Möglichkeit nntersttitzt. Weiter wurden Mn darlehensuchende Gewerbetreibende vor Nach- wilen zu bewahren, frei verdächtigen Inseraten in den Zeituna«r GrmEungen angestellt: in den Fällen, in denen es sich um Lchwmdelunternehmen handelte, wurde in der Presse vor Be­nutzung dieser Institute gewarnt. Um dem Borgunwesen zu jteuern, hat bte Beratungsstelle durch einen entsprechenden Aussatz Ji den Tageszeitungen unter,Berufung auf die derzeittgen wirt­schaftlichen Verhältnisse die möglichst umgehende Begleichung der Handwerkerrechnungen empfohlen. Weiter ist die Beratungsstelle be- muht gewesen, die Mitglieder und deren Angehörige auf dem Ge- biete der Arfreiterversicherung, besonders in Fragen der freiwilligen/ ^^chErung durch Versendung von Aragekarten, Zeitungsnotizen und bei sonstigen Gelegenheiten nach Möglichkeit aufznklären. Die übrige Tattgknt der Beratungsstelle erstreckte sich auf Verhand­lungen nn,t den Steuerbehörden 'Umsatzsteuer), Handwerkskammer lLeyrlrngsfragen). Zentralstelle für das Gewerbe lTarlehnsvermitte- lung), Mische Handwerker-Zentral-Genossenfchast (Arbeitsverae- buiig), Einfrerusungsausschuß .Hilfsdienstpflicht ^ usw. Die Jnan- jpruchnahme der Beratungsstelle erfolgte im ersten Halbjahr von 1 vo I-?s^uen und zwar 90 männlichen und 29 weiblichen in tvb Fallen. Von den Ratsuchenden waren 104 Mitglieder des

OrtsgewerfreVereins Gießen, 15 von auswärtigen Vereinen und zwar 6 von Grunfrerg, 4 von Lich, 2 von Lollar, 2 von Mendorf a. Lda. und 1 von Hungen. 65 gehörten dem Bangewerbe an und zwar p Maurermeister, 1 Stnnhauermeister, 1 Zimmermeister, 1 Dach - I 9 . SHrEermeister. 7 Schlossen»cistcr, 4 Glaser. m«ster, 18 Weißfrindermelster, 2 Spenglermeister 2 Tapezier­meister, 2 LlrchckeVten, 46 sonstige Gewerfretteibeiide, 8 andere Pei- oueu- Von den erteilten Auskünften frettafen: S t e u e r f r chg e n 18 ' Vermögensteuer 10, Gewerbesteuer 2, Uinsatzsteuer 42, Besitz- und Kiiegsstwier 47), Arbeite r vvr-» ' u n g 20 (Krankenversicherung 3, Unfallversicherung 5, Jn- validenversichcrnng 12), M,illitärversorgung 4, Angehö-

sonstige militärische An- ^b^en 18, Gewerbeordnung 2, persönliche Angelegenheiten 9, andere Fragen 11. Außer der Er- Mt und Auskunft wurden fltt die Ratsuchenden 77

M^rrhlhrnt! 1 ^ 6 °?^r^gt. Die Zahl der für Tageszeitungen und Gewerfreblatt angefertigten Berichte, A u fklä r n n a sn oti-

21. Die im letzten Vierteljahr aus Anregung des ^-5Abnden des Vereins geschaffene Einrichtung, bei Differenzen m t Kunden oder Lieferanten durch Zuziehung von Sachverständigeji Frage kommenden B«uf«i eine Berständigimg dev

ZSZSZZ Unb b 2?urch unnötiger Prozeßführung vor-

ÄrnUgen, führte in den zur Bearbeitung gekommenen Fällen zno Fortführung der bereits abgebrochenen Vergleichsverhandlnngen.

Landkreis Gießen.

TS> a ' 3 ' dlm Samstag war in wiserm Ort die alljährliche Versteigerung der Kirschen auf der Platte Ke b iV II? btwa 100 Kauflustige, teilweise auch aus Gießen nr > erngetunden hatten. Lange vor 3 Uhr nachm^log! LiWhaber von auswärts an Ort und Stelle, um die der rur Versteigerung kommenden Bäume zu ^ ^ Nb W taxieren. Es kamen zur Versteigerung im ganzen

53 b?m® tam !f T } 22 D°st°n. d-- haufitz a»f ei» K te 01/ nhr Thr 11 ^ 01 t ? urbei i- ®r l $ Versteigerung, welche uir ä/tisS ^^ng nahm, ging sehr glatt jmd schnell vor sich.

^ Iwü von der Versteigerung zwar ausgeschlossen, aber

k A 4t verm«den, daß doch einzelne sich einige Bäume sicherten. Bezahlt wurden vereinzelt sehr hohe 3 öI ,£ ?^me. Der bestbezahlte Baum brZe 180 Nöark. allerdings ^handelte es nch um beste schwarze Hern ^ zweithöchste Gebot für einen Trachtbauni betriig

mft T 95 m ' m bis sechs Säume

mit je 80 bw 8v Mk. und so herunter bis auf 1,40 bis 3Mk

rv; ^'- n \ ^£nf^$? e mttx ^ä der Kirschenversteigerung brachte

w7js?L^^^Mk gegen 870 Mk. im Vorjahr. Schätznngs! weile stellt sich das Pnmd K,r,chen am Baum auf 25 bis 30 Pfg chm Sonntag bot die Matte ein buutbewegtes Bild. An den bßückten mit^ langen Leitern ausgerüstet meist imh iwJ£t r Ve^onen, mtteu aus dem Boden sanunelten die Frau«r nird Kinder, was von den süßen Früchten zur Erde ftel. Soldaten Garnison stellten sich ein, denen gern für billige- Geld weit unter dem Höchstpreis einige Kirschen abgelassen wurden Man fäh, tvas !<kdtfelt«i der Fall ist, ans der Platte am Sonntag

Wmlich festlich gestimmt waren ~ a rt ? b ' 4 -Unterofsiziec Rudolf Nagel, welck>er

^^I's^^uchals Pionier, Reservist, ms Feld rückte und vo^-- E 7 stand, wo er zum (pesreit«: ernannt und dann

? ^^^fßzrer befördert wurde, wurde jetzt in einer Mm«i- werser-Kompanie im Osten zum Vizefeldwebel befördert.

... ^'.2.Juli. In unserer Stadt wurde in letzter Zeit

bd^^s^^^^^^estohlen, die zum Trockn«! im Freien hing. Endlich) gluckte ev,, d«i Dieb zu fassen. Es lenkte jick derk Verdacht auf einen n,r äußeren Bezirk der Stadt loohnenden Sc'noei- m der Haussuchung gleichzeitig außer dem! ^"O Vsund hochf«nev Blutemnehl, das «- gehamstert hatte. Selbstverständlich ivurde auch das Hamster gut mit Beschlag belegt und gl«ch mitgenommen.

Kreis Lauterbach.

z. Crain feld, 2. Juli. Tis in Nr. 147 desGießener nrirr 4 jährige Ha gel tagfeier wurde auch in

X zu gleicher Zeit, wie Gedern,

auch die hiesigen Gem«nden schwer hermgesucht wurden. Der Hagel- fciertag wurde ebenfalls von der Kirchenbehörde eingesetzt. In letzter Zeit wird ihm keine große Bedeutuilg mehr beigelegt. Es wird nur «n Vvrmitta.gsgottesdie.ist in der hiesigen Kirche' crb- Nachmittags gehen die Lmte ihren landwirtschaftlichen Beschäftigungen wieder nach.

Kreis Schotten.

sk Schotten, 2. Juli. Ein Landwirt in Meiches, der im Dezember v.Js. «ne größere Menge von Kvhlraben, die beschlag­nahmt und anmeldepflichtig waren, nicht angemeldet hat, ist durch Strafbefehl zu emer Geldstrafe von 100 Mk. und Einziehung der beschlagnahmten Vorräte verurteilt ivorden. 'Dieselbe Sttasc l>at «neu Landwiit m Eichelsdon getroffen, der im Winter 6 Zentner Kartoffeln versteckt und zum Fütt«m benutzt hatte.

'2^1111 foermönn Göbel, Sohn des verst. Pedell Gobel, der iwj April schlvervenmmdet in französische Gefan­genschaft geraten war, ist laut Nachricht seinen Wunden erlegen. Kreis Friedberg.

Vad-Nan he im, 3. Juli. Eine merkwürdige Kirsch«!- geschachte paspttte in den letzten Tagen einem hiesigen C-inwahNer der einen Kirschbaum gesteigert kxttte. Als er am^Tage nach der Mrstergerung zum Karlchenpilüä'en »ehe,, mollte, Mutzte ek die WahrnehTnnug mawcn. datz ein nächtlicher Besucher etwa vier bis fünf Zweige des Kirschbaunies leer geplündert txrtte. 9tf« Ersatz fuc jw .Mmlich gcholtm Kirschen aber fand Man unter dem Kirichbanm ein Zweunarfitüch Ob der Äirschcndieb mit dieser Zürich. dt°?°n rhm gehalten Früchte bezahlen nwllte oder ob ei das Geld bei ferner nachtlrch>en Fahrt verloren hat, wird wohl seui GeheunmS bleiben. Jedenfalls ist aber der Eigentümer des Kirsch, baumes durch die Mm Mart - nach Erzeugerpreis berechnet - für ferne lMmlich geholten Klpchen hinrei- rch entschädigt,

Kreis Wetzlar

ke

ra Nauborn, 3 Juli Von nnsern abzuliefcrnden Glok. n tragt dre eine folgende Jipchrift:Soli Deo aloria Dt» «Zeichen, thn ich zu Narrborn onzeigen.

drmMe' aröff

non Hackvnfrerg m Hungen. Die zweite sehr alte Glocke wurde ge- gojfen zu Frankfurt a. M. und hat folgende Inschrift: Fm Gottes-

nnn 7 b "io U u' m i rf >' St. Evaugelista heiß "ich )mi*" 007 ) Wahrfcheinlich hat hier der Gloftengicß« das römische 15 lrch die Glockengießers nicht bis zum Jahre nehmen sein ^^ ^ Mrückdattert, dürfte das Jahr 1507 auzu-

Hessen-Nnsfau.

ul. Limburg 2. Jüli. Drei Mank für das Pfund Bohnen verlangte und erhielt «n Händler am letzten Samstag. ,vä7jr«'d man an anderen stellen für das Pfund Kaiser-Wilhelm Bohnen jpl- b^Saiftii mußte. Unj diesen Phantasiepreis«! eln Ende >u wachen, oeabftclülgt die Polizei, sich von den Händlern Erzeuger- Quittungen vorlcgen zu lass«!, um dadurch sestrustellen mie cn->ü der UiDuchied zwisch«! Einkaufs- und BerLa!I^ ist * *