Ausgabe 
18.6.1917 Erstes Blatt
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ÄLM«

Arveltes Blatt

167. Jahrgang

G^ch«nt tSgttch mH VuSn^h«'? deS SnrnlagS.

VeLk«i,<n: ..Kßche«er ZamillenbUttte^ und Lrrisblatt für den Krtls Gießen".

POfflchecktsnto: am Main Nr. UöSö.

Vünkverlehr: Se«erdebank Sietzea.

General-Anzeiger für GberWen

MoMag, n>. Z«ni Wi7

Zwillingsrundon! i und beritt.r.

B r ü hl'iche UniverfitAtS-Bl'.ch-u.St-indnickerei.

R. Lange. Gießen.

Schrssllrltnng, Geschäftsstelle und vruüerei:

bchulstrabe?. l eschäf.ssteUell.Verlag: Schriftlciuntgr 112.

Anschrists ir Tv. ht ,achrlchten:AnzetgerG1«8en.

umxMjrmxaxxt

A«K Heffen.

««« hem erwciteitcn FmanzauSschuß.

Ä Darmftadt. 15. Jum. Der erweiterte Finanz, «»rschtitz der Zweiten Kammer setzte !Müe ferne kiemernsamen JSLLrät her RogreriMg Yart. Der varuMiercrtllngsgeg-m- *ÄßSe Wächst tarSjc AnttagDr, O f (tun btc SRem* noM zu crfudjeni, die angoottmeten Prorqe ]üx O 6 ft an ex noSmiarigen Prüsimg zu mtKWfrn und eine erhebllck)e Herab­setzung der Preise vor zu netz men. Die Neuerung er- täüe hievccus eine längere Antwort, m der bargetan totm CKrfö sich hie Preise bei allen Obftfarten aus der Hölle der Sdicktprei.se be- Lmoi die von der Reichs stelle festgesetzt wurden. Um den bereck)- ticnten' Interessen derjenigen Gebiete Rechnung zu tragen, die ftmhobü besonderer Qualität livoduziereu imd dafür besondere ffife erzielten, bat die ReickOsbttle >i«nehlnigt, das; eine Precs- erÄöhmia bis zu 50 Prozent für svläM Obst emtreten dürfe. Da Ä-ssen- Obstproduötion in dieser Hinsicht mit an erster Stelle Mt. so mußte aus diese Bestimmung der der Festsetzung der Preise Rücksicht aelwlnünen Ivetten. Ein ^>eruntergelM unter die JW ftstgesetzten Obstpreise hätte zur Folge gehabt, daß daS sämtliche tzl.st aus Hessen abgeivandert wäre. Ein werteres Herabsetzen dieser Preise sei auch schon deshalb unmöglich, weil dadurch unsere Landwirtschaft sckstechior gestellt werden würde aV m den <m- Enzenden Bundesstaaten. Auch die Erzeugerpreise.konnten nicht als unangemessen bezeichnet werden, da die Preise für Pack- material. Arbeitslöhne nsw. sehr gestiegen seien. Es toarc zu d.- süräK'N. daß im Falle der Festsetzung ungenügender Preise das Äbernten des Obstes imterlafsen tverden könnte. Eme wettere Frage sei, ob etwa die Differenz zwischen^ Emeuger- und, Ver­braucherpreis zu hoch gegriffen sei. Daseizu heachsa^daßdreie letzt lwchslens 50 Prozeitt vettage: rruhor ser sie vieliack, ho>r iU- ,M<m. weil mit der (Yeftchr des Verderliem> usw. acrcchnet werdm nws;te. Die üandesobsfftelle sei bemüht gavcsen, dao .^-bst- auch tunlichst immrttelbar durch die KouMrlNwnare an ^ B«brauche^ cbjiuicben, um die Preise für dar Kon st mitten m tu bilden. Es dürfte somit den berechtigten Zetterei,en der -o**' i>tauGvr Rechnung getragen worden sem, ohne dve ^Produzenten! ST mkcpn/ unb ef A« in Rücksicht mir alle Ilm stände vmt den ictzt feststehenden Preisen nicht abgegangenrverdeitz An die Erklärungen des Regierungstxrlreters ichloß,ich eure längere Au^spraci»c in der auch verichicdeue andere Borichlage c. örtert wie z. B. der. ob es nicht richtiger gewesen wäre, eine! Bffchlagnalmn' des Obstes emtreten zu lassen. Die Absiinüuung über den Antrag Dr. Osann wurde bis zur nächsten Ausschuß

sitzuug ausgesetzt. ^ r . tY ..

Anschluß an die Obstzneisfvage wurde muh rwer die An- frage Lang beraten, ob ein Pflückverbot rür Waldbec- mi insbesondere für Heidelbeeren, zu «wavllm setz Die Re­gier o -nüiüorfcete darauf, daß ein Psluckverbvt fürWa^eeren, insbesondere für Heidelbeeren, nicht beabsichtig we^ Die Bv- n-.r.: hmg des Fmgeswll«s, twfe durch das Ern^xM-n dar Äw- Törui v der ämöSo^tfkltc zwis-l>c,r PftEr und SEtebrmrchrr Matzoerzögerungen eintretcn könnten, bestehennullt.^Die Landes- oMsdell' l«bc die Orgmüsatüm dahin getwrwn, daß du voni Pflüder gestmtmickten Waldboeren sofort ivettor gegeben nick rede Berzöaermrg in der Abnahme vermieden tvave. . ,

Zeiten '.ourdc über eine Anfrage des Abg. Ulrich. bett Ergebnis der Getreideerhebung in HeslM verl^ndÄL Der Fragesteller l-atte die Regierung ersucht, mttznteuen, welches Mehr 1 fid» gegenüber der auf Schätzungen beruhe:iden Angabe vom November vor. Jahres ergeben habe. D« Roglernrng hat bene Wunsch deS Abg. Ulrick) smttgvaebar nad nvachte in der Sitzung nähere Mitteilungen darüber. Damit war die Anträge erledigt.

Zu dem Antrag Adelung, dre Regierung wolle tmt möglich­ster BescMcun igung Bestinmtuugen in Vorschlag bringen, welche die richtige Gnrndlage scl>affen für die Enteignung von Grundstücken zugunsten des von Gemeinden oder Banvcr- eimgungen betätigten gemeinnützigLn Wohnun gs b aue . , reb die Regierung die Antwort, daß nach dem bestehenden Ent- eimmnasgesetz jetzt schon durch die Gemeinden die Enteignung von GruuSBen im öffentlichen Interesse erfolgen könm. Zn den ge- wnmiützigen Aufgaben der Gemeinden gehöre nach AnNcht der Regierung zweifellos auch die Sck-crffung billiger Wostinngen. Soiveit also die Gemeinr^en diese letztere, in die Hand nehmen, lei daS Entriß nun gsgesetz dafür völlig ausreichend, ^ue andere Frage ..i'-r sei wenn die Bauvereine sich aiur die, ein Gebiet betchigenl sollen. Die Regierung behalte sich vor. in Erwägung zu »teften, i.rwieweit der Uebertragung des Entetgnungsrechtes an die Ban- vereine Folge gegeben werden könne. Der Antragsteller erklär^ sich mit dieser Antwort inr allgemeinen cruverilanden und ersuchte di- Negierung, dahin zu wirken, daß auch den Bauvereinen die,es Recht zuertellt wird. Die weiteren Beratungen wurden am nächste Woche vertagt.

Erfolgreiche deutsche Kampfflieger und die Zahl ihrer Lyftstcge bis zum 1. Juni.

Berlin, 15. Juni. (WTB.) ^ 8 Rittn^ffter Fvewm- vott Nicht dosen 52 Flugzeuge, *§ Hauptnvaun Bolcke 40, tzLeuttiant Boß 31, ß Leuttiant Wolfs 30, *8 Leutnant Schäfer 29, Z Leuttianl Bernert 29, Leutnant Almenröder 22, 8 Oentnant Gmtermann

nur der Verschönerung dienen, sind unter allen llniständen zn -unter­lassen. Säintliche A n st re i ch e r- u n d L a ckie r a r b e i t c n und aus die unbedingt notwendigen Ausbesserungen zu beschranken, denn das Matxn'ial (Qel und Lacke) ist äußerst knapp und die geringen Vorräte haben in erster Linie Heereszwecken, Anstrichen .von Eisen- bal.nu aterial und dergleichen zu dienen. Hier Zurückhaltung zu üben, dürfte den Auftraggebern bei einiger Ueberlegung nicht schwer fallen. Die Ersatzmittel sind meist sehr minderwertig, die Arbetter auch nicht mehr erstklassig, irgendeine Garantie für, Dauer Haft ig-- keit kann nicht gegeben werden, und der Bauherr wird an soluni Arbeiten, irotz hoher Preise, wenig Freude Mietet.

Achnlich steht es mit den Dape»rererarberten. »rM« d«S Mehlmangels schlechter Aeistcr, enorm gesteigerte Ta-etenpreln und nur noch einige mit Arbeiten überhäufte Handwerker. Die Wir­kung aller dieser Umstände: Verdruß ber der Ausstihrnng und Mnderwert der Arbeit bei hohen Preisen. .

Deshalb beschränke sich jeder, sowohl im allgemeinen als auch im «eigensten Interesse bei Reuherstelluugcn von Wohnungen ans das Aller notwendigste und verschiebe größere Arbeiten bis Mr Jtuct* kehr normaler Zeiten. ^

** Die Viehzählungen vom 1. Juni und den,- nächst vom 1. September 1917 bilden die Gruridlage ent-

luuu; will i. --- -, - - - /

scheidender MahreFeln auf dem Gebiete der Erinchriings- und Futterwirtscha.ft des neuen Enttejahres. Jeder Brey- besiher muß genaue und voll st Ü n d i g e Angaven bei den Viehzählungen als seine besondere vaterländische Pflicht bettachten. Pei der Schätzung des Ertrages von Boden- erzengnissen können ohne Verschulden erhebliche ^rrtumer vorkomnien. Unrichtige Angaben über den Viehbestand sind mne infolge von Böswilligkeit oder grober Fahrlässigteit -möglich. Nack) den Zählungen sollen Sttchproben durch m? vermutete Stallrevisionen vorgenommen werden. Wo sich dabei falsche Angaben von Viehbesitzern ergwen sollten, müßte gegeri den Schuldigen schärfstens eingeschritten lver- den, derm dieser schädigt dadurch an seinem Teil die sach­gemäße Versorgung des Heeres und der Bevöllerung, er schädigt aber auch seine dtachbarn und Bernssgenossen, denen infolge feiner salschen Angaben erhöhte Lieferungen anferlegt werden müssen.

D a S F a h r g e l d ab g e z ä h l t e n t r i ch t e n! Die Even-

bahudirekttan Mainz teilt uns mit: Infolge des Aeingeldmangels steht den Fahrkartenausgabestellen Wechselgeld nur in sehr beschrant- tem Maße zur Verfügung. Die Reisenden werden daher enucht, dav Fahrgeld tunlichst abgezählt zu enttichten, größere Eeldicheiiie aber nicht nur deshalb in Zahlung zu geben, uni ftch auf diese Weste möglichst viel Kleingeld zu verscl>assen Nötigensalls muute die Eifer.bahnVettvaltung von der ihr nach 8 14, Ziffer 3 der Elsen- balm Verkehrsordnung zu stehenden Befugnis Gebrauch machen und dis Fahrgeld abgeMlt verlangen. Alle Reisenden werden daher ettucht, das Fahrgeld besonders fiir geringe Entfernungen möglichst abgezähll bercitznhalten und nicht erst eine dahingehende t'lur- forderung des-alterbeamten abzuwatten

** Die Maschinenausgleichstellen (chrenamtliche Organisationen des Vereins deuffcher Ingenieure) sind voni Waf­fen- und Ättcnitivnsbeschaffungsamt u. a. mit dein Ausgleich von Werkzeuginaschinen, Elekttvmotoren, Reparattirvermittlung^ N'.r landwrttsck>aftlickM Masckstnan u. dal amtlich bemrsttagt Für die Stadt Gießen befindet sich die zuständige Maschinenausgleichstelle in Frankfurt a. M., Gutlcutsttaße 94. Fernsprecher-Amt Hansa Nr. 3084, Sprechstunden von 10 bis 12 und 4 bis 6 Uhr. Zur MaschmenauL-gleichstelle F-rwrkfutt a M. gehören dw Kstcfte Als­feld, Büdingen. Darmstadt, Dieburg, Franffntt a. M., Friedberg i H., Fulda. Gelnhausen, Gerau. Gersfeld, Gießen, Hanau St.), Hanau (Ld), Höchst, Lcmterboch, Liniburg Obertmlnus, Oberlähn, Offenbach, Schlüchtern, Schotten, Usingen Wetzlar.

E ** Die Wühlmaus verursacht unfern Gartenbesitzern m diesem Jahre besonders großen Schaden. Wir haben beim Lano- wirtschaftlickien Institut angeftagt, wie dieser SckMlmg vernichtet werden kann, und erfahren, daß dies in oiesem Z-ahre besonder^ schwierig ist, iveil zu der wirksamsten Bekamp,ung. Mit Typlms- bazillen keine Möglichkeit mel>r bestcht. Fraglicv ftt es mich, ob noch sogenannte Zitopatronen, die nian in die LockMNgänge legt, im Handel zu erhalten sind. Bon guter Wirkung ist Gifttveizen. Jedocki muß mau üeiin Le>en des Weizens vorsichtig,sein und darf ihn nickft mit der Hand beriihren, da die Wühlmaßs ihr: sonst nicht frißt Ferner wird geraten, einen Topf mit stokler Wandung, in die Erde eiiizugrabeu, so daß er ctnxls ttefer liegt, als die Erd­oberfläche. Diesen Topf füllt man mit Wasser, streut Hachel Dar­über und läßt imnitten des Häcksels ein Stückchen ^-peck oder Wurst schwimmen Ltnck) hierbei ist zu beachten, dag lveder der ^t»eck noch das Häcksel mit der Hand ungefaßt werden dürfen.

** Spart mit Licht. In Räumen, m denen lmige Zeit künstliche Beleuchtung stattftndet, sollten keine , Kohlesadenlampen niehr gebrannt werden. Es müßte als, uiizulasftge Verschtvendung bewachtet tverdcn, wenn diese Lampen in Benutzung bliebeu. Wemi ein Unternehnien z. B. 1000 Lanipen brennt, so rvurde es bei Meballsadenlampcn und 50 .üVwzen pro Lampe. 50 000 Watt verbrauckien. Wenn cS aber Mhlefadenlanipen brennt, so verbraucht

r.. gf.r -rr. . <1 imi.m! ,\ITw 1 f i t ''I/niiii'l I i'Ii

Hesscn-Nnssau. ^

--- Frankfurt'«. M., 14.Juni. In einer htz'iigen 'Favri. ttug sich am Mittwoch «ein amüsanter tstoisch.-«stall zu.

Arbeiter b.-förderten eine schivere üist,' mit dcr An'sc'irlft: wo -

Teile' Vor allem zu befördern!" Da siel dura> Zuiall dre Nisle voni Wagen und ging auf. Zum allseitigen Erilaunen -mtMpPlen sich die ll-Boot-Teile als die schönsten in Hobelspäne eiUgcpackten -

E ß kar t of feln. ^ ^ ^

^ Frankfurt a. M., 14. Jum. (äegemvarttgbereist nie größere aus Fachmännern zusammengesetzte -.tvminisswn enfteine Flüsse, um deren Nntzbarmachung zu suwieren. Die erste .neis-, die Städte Mannheim, Mainz, Köln, Dortm'.'.nd und Hannover be­rührt. Auf der zweiten Reise wird dar- Main- ir>u Neaargemc^.

! bereist. Die Fahrt beginnt am 18. ds. Mts. in_ .tzrgmsbiirg um­geht dünn iia.ch Nürnberg, Bamberg, W'ürz-b-irg, Hcnlbronn, Helüd- b-erg, Afchasseffourg, lim in Frankfurt a. ?-'enden.

' mr. Frankfurt a. M... 16. Juni. In o:n nächsten ^Tage,. erscheint eine Verordnung des Msagistvats, - es auch Personeir. die elektrisches Licht nnd Kraft vervrauchei:. verboten ist, solche in der Zeit von 27 llsir ivachnn!tag^ i nd \n wr Nacht von 115 Uhr in Anftwuch zu ueh-.nen, ünt oen drohen - den Kohlenmaugeil beim ElekttizitätS.vnk vorzubeugeii und um gleick)zeilig eine gerechte Beliandümg im .Hmbllck auf me Gae- verbraucher hcrberzusühren. Wer also noch in der Nacht arbeiten will, muß zur altertümlichen Petroleumlampe oder Wachsrerzc

zurückkehren. ^ .,,

][ Marburg, 15. Jum. Mit dem Zuge, der kurz nach 1 u-r hier ankommt, trafen gestern mittag n> . e bestimmte Frankfurlcr Fcricitfmbcr, etwa 12>) Knaben und Mädchen, aus dem Haiiutl^hnhore ein. ^ie wurden wmtuci) mit Erfrischungen bedacht und fuhren, mit Ausnahme eines Teils,

' der in die nächsten Harisdörrer kommt, nach Eotbe und Bürgeln weiter, wo sie mittelst Wagen «abgeholt wurden. Mit diesem dritten Transport dürften jetzt schon über 500 Frankfurter Kinder.m den Marbnrger Kreisdörsern untergclwackft sein. Allem Anschein nack leben sich die GroßstadtVndßr b:i den ländlichen Familien auch recht gut ein und manche Frankfurter Mutter nnirde erstaunt Lusblicken, wenn sie ihren Liebling in der, kleidsamen Hessentracht wiedersche-i würde, die hier und da den kleinen Mädchen von ihren Gastgebern

zur Verfügung gestellt Wirb. . ^ r . .

ft. Wiesbaden, 15. Jum. Richtpreis c für Obst und Gemüse hat der Magistrat gestern erlassen. Die Folge war, wie vovanszusehen, daß am heutigen Wochen markt Obst mrd Gemüse nur in bescheidenen Mengen augefahren lvareu. Die Hanol-er, oe- sonders aus dem Hessischen, waren nicht erschienen.

20, - Leutnant Frankl 19, *§ Leutnant WmtgeNs 16, * Leutnant 18. *8 Oberleuttiant Jmmelmann 15, Leutnant v. Bülow 15. 8 Leutnant Dossenback 14, Stell Vertreter NaklMiael

1 Leutnant Sämeider 14, Offiz-erslellvettreter Max Müller 13, BinseldtvebÄ Festner 12, tz Leuttiant Höhndorf. 12, § Oberlent- mnt Betthold 12, Leutnant Rölmve 12, Offtzierstelltwrtttt^ Göttsch 12, * Vizeseldtoebll Manschott 12, * Leutnant Tt-nl. 11, * Leutnant v. Kendell 11, * Oberleutnrntt Kiriurner 11, ' Lcntn» er 10, * Leutnant Pserser 1l, 8 /D^^^ttnant

Vi'ddccke 10, *§ Oberleutnant Darr 10, Oberleutnant DilsrlA'ck 10, Leutnaitt Lessers 9, Leutnant Hans Müller t,

Schulte Leutnant Klein 9, *8 Leutnant Parsck)<ru 8, 8 Oberleilt- i-ant Freiherr v. Althaus 8, Oberleutnant Hans Schilling 8, Leutnant Bomgartz 8. (* beldenttt: gefallen; 8 beoeutet: Mit dem Orden Pour le mvttte ausgezeichnet. «««.

}(us un$ Cmtö.

Gießen, 16. Juni 1917.

Entbehrliche Bauarbeitcn.

Das; wir uns beim Verbrauch von Nahrungsmitteln, von Kohlen muö sonst.gen Bedarfsartikeln des täglichen Lebens einschränken -s un allmählich zur Selbstverständlichkeit geivvrden. vlber ans anderen c-stbieten wird, meist ganz unbewußt, auch heute noch derartig leichtsinnig gewirts(haftet, daß eine ernste Mtthuuug wohl am Platze ist. .

So muß namentlich bei viel>ni Arbeiten des Baugewerbes eine nx*it größere s reiwilligeSelbstbes chrän kung geübt wev- d»nl, als vi'ft-er. 'Die Errichtung von Neubauten, die nicht itaat- lill-err oder Heereszwecken dienen, ist neuerdings ganz verboten. Der Arbeiterma;:gcl und die außerordentlich gesteigerten Matettalpreise hat'^n ja auch die Baulust selbst schon wesentlich gedämpft. Dagegen wird aber bei Ausbesseruugs und Ennuenmgsarbeiten noch viel ge- sfündigt. Es muß ernfthast daraus hingewiesen werden, «saß hier streng iwffckDen unbedingt notweichigen Arbeiten Mid solchen, die einen Aufschub vertragen, unterschieden wird. Neuherstellungen, die

es für dieselbe Lickfttvittüng ungefähr 150L00 Watt. Natürlich darf dein: llebergang von Kohlefaden- zu Mtallradenlampen nicht die Kerzenzahl ohne Mt erhöht werden Es könnte Überhaupt davaus geachtet werden, daN m nebensack>ttck)en Raumen ' nicht Lampen mit unnötig hoher Kerzenzahl gebrannt wetten.

Landkreis Gießen.

** H u n g e n , 18. Juni. In sieben großen Kisten ist eine reiche Hindckuburg!s-ende, bestehend in Speck, Dauerwurst, l7r Eiern wttls, Honig, (Meß mid Graupen, von hier abgegaugen. Auch die Sammlung für die U u ter f eeboo te ergab eine ansehn - liche Summe. 170 Geber spendeten, 646 Matt 70 Psenmg

* Utphe 17 Juni. KriegStveiwiNiger Unteroffizier Ludwig Wetterhahn wurde mit der Hessischm Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Er ist bereits Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Kl Wetterhahn wurde, in den schlveren Kämpfen jxn der Westsrout am rechten Auge verwundet und befindet sich gegenwärtig m einem Lazarttt in Gießen.

Kreis Büdingen.

** Büdingen, 6. Juni. Landst.-Gefteiter 'Adaru S chn u r, seft Kttegsbeginn als Pionier im Felde, erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. . _ , ^

Kreis Schotten.

-ü Helpershain, 16. Juni. Das Eiserne Kreuz, l>ereits ft-üher die Hessische Tapferkeitsmedaille, erhielt der Geffxnte Eduatt Hohmann, Sohn des Heinrich Hohmann II

tz Ans dem Oberwald, 16. Ikon. Soweit bis letzt er-

sichtllch ist, säxint in «diesem JalM die Him'beerernteimeder günstig loetten zic wollen. Es ist ersreickich, z'n sehen, wie bcker zekue Strauch mit Fruchtansatz überreich behängen ist Natürlich nmß auch die Witterung günstig mnwrrken. Eme reiche Hstübem- ernte wird freudig begrüßt wetteir da die vorjährige doch selch lmangellmft wer Auch die Erdbeere blulch- zahlreich und günstig. Dock ist ihre Verbreitung im Obenoalde mcht so groß wi <ldft der Himbeere, Nichtweniger glfthat Mich dceHe i dcl- beere gebMt. In etwa 14 Dagen sind wohl do- ersten reifen Beeren zu pflücken.

wenn das Vaterland ruft, ist jeder goldene Gegenslan«) entvehrlich.

Vie @ ol^öii lauf fiele

in den Räumen der BeMrsparkäffe Sichen ist morgen von 2 bis 4 Uhr geöffnet.

Handel.

GewerkschaftGießener Braun-steinderg>

werke vormals Fernic" in Gießen. In der hcutrgen ordentlichen Gelverkenversammlung rvaren 981 Kuxe vettreten. Anwesend lvaren: Bergwerksdirtttor Brockhoff als Reprasen.

taut und Leiter der Versammlung, Bergassessor Dr. We mnker als Werksdirektor, Justizrat Grünewald als Slmdikus und mehrere Ge- jverren iliach eingehendem Bettcht des Repräsentanten und des Werksdircktors, Vorlage der Bilanz nebst Gewinn- und Verlust- rcchnung, wurde der Verwaltung Entlastung crrtcilt; als stellver­trete nder Repräsentant wurde Bergassessor Dr. Wemmcr gewählt, während die Revision in Zukunft durch das RechiNingsremswus- burvau der Firma Fttedr. Krupp, A.-G., besorgt wetten wll. In dem Geschästsbettcht wurde hervorgehoben, daß dre Heeres­verwaltung eine erheblich verstärkte Förderung seitens des Werks beansprucht hat, und daß das Werk mit größter Ansttengung diesen Ansprückien genüge, insbesondere dürft) erfolgreichen i'lul- schluß neuer Feldesteile im Südwesteu des Werkes, woselbst auch eine benachbarte Grube angekauft und angegliedert wurde. Die Zu- kuüft des Werkes beruhe auf der Frage, welche Ergebnisse die Erschließung lveiterer Feldcstcllc erbringen wette. Erheblick»e Ab- schreib un gen seien im Hinblick aus die starke Inanspruchnahme des Werkes, der Fördereinrichtungeu, der Maschinen usw. nottvendig

Lingesandt.

! (Für Form Und Inhalt aller unter dieser Rubttk stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber lemerler I Verantwortung.)

Das Tragen von gestärkten Kragen muß aufhören!

Die z'um Steifen der Wäsche verwandte Stärke wird hauvtsäck- lick> aus Weizen und Kvirtoffeln h-ergestellt, also aus. Leb««- mittttswsseu, die jetzt möglichst ausjchließllch der mcnstchichau Er­nährung dienstbar gcmack-t Ivetten müssen. Trotzdem sieht man die meisten Herren noch ganz wie in Friedenszeiten werktags wie Sonntags steifaestättte Kragen tragen.

Das muß anders werden!

.lebt sollten in der Regel migestärkte Kragen getragen, gemär te höckrst-ens poch b.'i besonderen Anlässen sttuldet wer'den. ji<k> St men der Kragen erfordert besonders viel ^tarje. ^as starken vott tausend Kragen bedeutet, daß einer ganzen Anzahl von, Zenten ra-.- Brot «oder die Kartofftln vom Munde tveggenonmien werden.

Im Londoner Parlament ist vor kurzem einmal unter all- gemein«« Beifall gesagt lmnZm: ..Wenn, te .©hil!« «nnmnet in te jetzig«' Kriegs- und DiMeymgs;«l lebte. ,» »m^ Mt er da»- Trage» von imgeftärlt«'. iwiw» Kragen durcka,:-. billtov.i imb mitmachc»." Wir deutsch» Zivilism, 'vvllai >mS eben,v!«ing ir.e unsere Brüte an der Front durch,Miere Feinde luKrtpmW»

ist evs letzt geraoe vejvnoers iw», mu ^

I Sportkragen einen Anfang zu nwchen. Aeltere Herren, die inel W;,t intr schiver von den lang gewohnten ffcnien tragen lap en, vcr'den sich dürft, die größere Beguemlichknt der weichen belohnt finden sowie dadurch, daß sie dann nicht mehr vier Wochen lang aus die gestärkte Wäsche zu warten braiuft)«!.

ES wäre zu wünschen, driß, die geiellsämtlich tulnenixm Kresse der Stadt hier mit gutem Beispiel vorangmgnu Lehrer Mw anders Beamte könnten dirrch Wort und Beispiel wirke» Sttidcnttift« Verbindungen dürften für ihre Mitglieder die Loiung ausgeben: Ungestärkte Kragen! Berftäudige Staatsbürger werden nicht erst aus ein amtliches Verbotmärten ! sondern schou ohnedies fo rtan das regeln: aßrga Tragen von gestärkten Kragen als eilte aiu&ett** gemäße Verschwendung und als eine SScrhmbt* Igung am Vaterlande ansehcn.

^ Dr. Ml. Rdax Freund.