I OienjitgjTomantffar : Die deutsche Regierung steht auf den: Stand- Vilnkl. bat: im» Frage der Lebensmittelversorgung der Bevölke- lNb-vclondere der Verteilung der UebersclKsse, rn das Bereich ver VolkSivirtsck^aft gel)öre. Dem Surnc der über der: dritten Pmikt jwgcaebenen Erklärung entlprectiend, itrirb die deutsche Regierung , Anträge des Staats ints über diese Fragen in dem Maße, welches bei den gegenwärtigen An-Znahmevcrhältnissen möglich ist, der umsichtigen nnd den blördtichen Organen, welche den Staats-- rat bild?n, auch die Möglichkeit der Mitarbeit bei Lösung dieser wichtige >r Angelegenheiten geivähren.
Der österrcichis6)-ungari sche Reg4erungKkonnnrssar «ab stilgende Erklärung ad: Der Erklärung des deutschen Regie- !5!^^unnls,ars schließe ich inich völlig an. Sie entspricht deck ^lnschaunugen meiner Regiermig, daß uäiTfUd> der Rattan die
<»IJrrtr»11rfifj’t f rtMnär-ji-i »r-iM-Swm* »niii ... k,w. _ rn _nt.__
Möglich leil geivahrt werden muß. in der Frage der Ernäl-rung der Bevölkerung nntzuarbetteu. Ach bemerke, daß das General-- Houvernement Ln bl in sich bereits damit beschäftigt, diese Ab
sicht zu verwirklichen.
Daraus schloß der Knmmarschall die Sitzung.
Dir iievolution in Rntzland.
Tic (befangenen von ZarSkojc Selo.
Amsterdam, 9 Juni. (WTB.) Nach einem hresig-en Matte meldet die „Times" aus Petersburg: Da sehr viele 'Sormnergä»te Zarskoje Sel-o besuchen, sind schärfere Maß- ^gem zur Bewachung Nikolaus II. getroffen worden. "Er darf täglich nitr zwei Stunden morgens und abends spazieret! gehen. Ein militärischer Posten folgt ihm stets in einem Abstand von 25 Schritt. Die Kinder dürfen sich nur rimner einzeln in Freien aufhalten. Das frühere Zaren- paar rnuß sich täglich zlveinial am Feilster zeigen, ^damit jder Wachoffizier es sehen kann. Ein dreifacher Truppen !Dordoil umgibt den Palast. Die früheren Minister werden sv! der Peter-Pauls-Festung gefangen gehalten. Sie tragen Dre vm'geschrlebeilc (ttefangenenkleidung und dürfen ihre hörigen wöcl>entlrch einmal zehn Minuten sprechen iulö wöchentlich je einen Brief schreiben und enrpfunaen. Die Mi- mfter befinden sich in Einzelhaft.
KerenSki und Gurko.
Petersburg, 8. Juni. (WTB.) Melditng der Peters- buvger Telegraphen-Agentur. General Gurko, der «Oberbefehlshaber der russischen Westfront, ist zurück^ getreten.
. Petersburg, 9, Juni, (WTB. Nichtamtlich,) Mel- düng der Petersburger Telegraphenagentur. Kriegsminister Krrr^n s k, hat auf Gruud seines Befehls vom 18, Mai, her 2A./^M^lUhvern und Offizieren die Einreichung von Abschiedsgesuchen verbietet, verfügt, daß General Gurko, der trotzdem fern Abschiedsgesuch eingereicht hat, vom Oberbefehl an der Westfront zu entheben und zum Divisionskommandeur zu ernennen sei.
Meuternde Regimenter.
London, 9, Juni. (WTB.) Reuter meldet aus Pe- tersburg^ daß vier Regimenter der 7, Armee gemeutert hmian. Dle Rädelsführer werden sich vor einem .Kriegsgericht KU Vevcrrttlv' 0 -rten haben.
Beschlüsse der Bauernabgeordneten.
- 9. Junß lWTD.) Meldung der Peters- vrirg-er Telegraphen-Agentnr. Dre.Versammlung der Bauern- «^geordneten nojhm folgondc Entschließung an:
.. ^ Bauern er-strebcn einen gerechten Frieden ohne demü-
llflfflpe Annexionen irni> ohne Entschädigungen mit dem Selbst- »estrmEuigsrecht eiices joden Volkes. Die zwischenstaatlichen Bc- -veyungen !mb Vertrage nmsteu der Prüstmg der beteiligten Völker ^ nMerworftn 'vcwen Streitfälle durch zwischenstaatliche Gerichts- .Wst' und intcht durch (Gewalt geregelt werden. Die Versammlung ^wersl einen sondersneden von «ich, iK-ißt die Bereiniqnug der >Mbe-ter -mt und halt cs für ihre Pflickü, Rußland kraftvoll zuj ^verteidigen, olrne vor Opferen znrückznschrecken, die Kampfkraft öu l^ebeir und ftir das Wohl und das Erbgut des russt-- ,schon Volkes zu känrpfen. Die Versmmnlung fordert die Armee 5^, irrt» der freien ?>tauneSzucht zu uittcrim'feit und das revolu- ltwuare Rnwand der Bauern und Arbeiter zu t^rteidigen Sie EUt diesem Kriege Uwe,: Segen irnd wird das vergossene Blut snrcht vergessen.
^ ^Kminister Kerenski ordnete mc, diese Entschließung ßEeii Teilen der Armee imd Marmo vorznleson.
Eine Zwangsanleihe?
Lh-on, 9^ Juni. (WTB.) „Progrös" meldet aus Pe- lersvurg, daß der FinanMinisher die Frage oer Auf- Irahme errver Zwangsanlvihe von 10 Milliarden Rubel rn Envagung ziehe.
Ein weiblicher NnterstaatSsekretär.
menen Offenheit sei, unv ersucht die Bevölkerung der Ler- einiglc-rl Sr.'.atLn, mitLuhelfen bei der Ausrottung des Lügen- feldzuges, der sichtlich das Ergebnis der Treulosigkeit sei..
Die amcritanischeu HrlfStruppen.
lO. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Evr Sonderbericht des „Matm aus London besagt: Die vorgestern in England cin- g-etpo^fewen amerikanischen Truppc n bestehen hauptsächlich aus ^>sizleren u:kd Spezialisten, welche die Vorbereitung für die weiter erntveffenderi Züonlingentc treffen sollen. Die amerikanischen Truppen hatten sech zn Anfwrg der letzten Woche eingeschffr. Die Abreise war geheim gehalten worden.
England verweigert die Passe für Storkhotm.
London. 9. Juni. iWTB.) Meldung des Reuterschn Bureaus: Unterhaus. sAusführlicbe Melduiig.) In Envideruu-g auf eine Anfrage betreffend die Pqssc für Ramfev Mac- d o n a l d und ^ p w e t t saglc Lord Robert C c c i l: Das Kriegs- ko bl nett beschloß ilach reiflicher Ucverlegmrg, daß cs wün- jchensrvert sei, die Pässe a u s z n stel l e n , wenn darum ersucht wird. Dre russische Negierung drückte ein.dringlich und wiederholt deil Wnnich aus, daß die Vertreter der Minderheit sowohl wie die der -Rdhrhert der^ arbeitenden Klasse die Erlaribms erhielten, M^iersourg ^u besuchen, urrd bezei-chnete dabei die nnabhängige Arbeilerparter als einen der Verbände, der nach ihrem Wimsche vx-legenhelt dazar habm sollte. Denk Kriegsläbrnett imirde von maßgebenden Persönlicheiten, darunter deni Botschafter Vuchanan und .Lenderlon, erklärt, daß die Paß Verweigerung zu * in Jschr ernsten Miß v c r ftänb n i§ bei unseren ru ssi scheu Verbündeten führen und in, Riißland große Entmutigimg unter denen verursachen rvürde, die am meisten be- muht sind, den Kampf für die Freiheit mit voller' Tatkraft durch- znM-ren. Wenn die Pässe gegeben werden, !verden sie für Peters- burg ausgestellt. Es besteht uich' die Absich,t, die Inhaber dieser Paste rn du Lage zu setzen, in Stockholm an irgendeiner Kvnsereiiz teuzunchnlen, iroch mittelbar .oder uninittelbar mit den femdlnperi Untertanen in Stockholm oder sonstwo zu ver- delwen Unter dieser ausdrücklichen Vereöibarung tverden die Pässe ausgestellt. höve, daß Vertreter der großen Mehrheit der arbeitenden Klasse ebenfalls Pässe für Petersburg wünschen, und diese werden ebenfalls ausgestellt, falls sie verlangt werden.
Bella:re fragte hiwcruf: Wird Eecil eine schriftliche Ber- pflichtung von den Paßinhabern verlaitgen. daß sic an keiner Konferenz, in Stockholm oder sonstwo teilnehmen werden?
Ee c x I antwortete: Das ist eine Sache, die vom Kriegskabinett avtzailgt und Nicht gerade voni Auswärtigen Amt, aber jede ver- nünfttge mch geeignete Borsiä.tsniaßiMhnie wird in dieser Hin- W. getroffen. R a m s a y M acdonald fragte: Besteht' die Abimst, daß wir u: Stockholm mit sab n Persörclichveiten wie" Brantmg verehren dürfen, oder ist dies durch die Bedingung ausgeschlossen, aus Gruird deren die Pässe ausgestellt werden» Eecil antivortete: Ww ich annehme, ist vom Kcicgskabinett die Bediw- gnng gestellt, daß kem mittelbarer oder unmittelbarer Verkehr mit dein Femde stattftndeii darf. Ich kenne keine Möglichkeit, gouauer S.u besttmmen, was beabsichtigt loird. Wie das Haus wohl weiß ch Bvuitmg nickt wir ein hochangesehener Staatsruarui in Scbwe- den. wndern, auch m Sachen der Alliierten keinesfalls feindlich gesinnt. (Beifall.)
O.uthwaitc fragte: Weiß Eecil, daß Vertreter deS Arbeiter- rates m Petersburg Verhandlungen mit dein Feinde pflegen und daß diese Veyreter^— hier unterbrach ein Sprecher den Äbgeord- netm, der seinen -Latz nicht vollenden tonnte. Er bezeichnet^ den Grund als nicht zur Sachs gehörig,
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Miliisterberatungen in Rom.
Bern. 10, Juni, (WTB, Nichtamtlich,) Mailänder Blatter erfahren aus Rom: Gestern früh hatte der Mü- ins.erprasrdent eine kurze Unterredung mit Soninno, Um l -lyr wurden sodann alle Minister telegraphisch
»Lrf Petersburger Telegramm-
Besag,», daß das MNglnd der Kirdctteirpartei MaNakmn s.-n,eq C-tiramung zuinj Botschafter in Paris nurrmehr zugesttmmt bot. ^ie sl)ll in den nächsten Tagen erfolgen.
Umtfc «A'iLißL Mw ihrer Wahltättgkeit bekannt ist
tznw ftch gvotze Vermengte bei der Organisation verschiedener HM LMstt erworben hat, i,t zUw U n 1 e r st a a t s s e k r e t ä r im Mißi sterruin wr Fürsorge imo Wohlfahrtspflege ernannt worden
Svnunerpaläste der Kaiserin Witwe werden vom M SmuUEn für «Emdrta
Ein falsches FriedenSgerücht.
Di? vom Renter-Bwreau ver- L^eitete „TimeS"-Meldnng ans Petersburg, w^rach, eine ^nü^L.^br «>sterreichisch^l naarischen Ar. bestehend ans S Geireralen, 2 Obersten. 20 anderen Pffiiietett unb Io Sol baden, in Petersburg einge- Kr-offe ii sei, mnichent sie von den russischen Truppen an *£L ?r ° nt ^ "halten hätte, bannt sie der rEschen Meternng ober bmn Delegiertenrat dieFriebenSbedin-
Kum ' ''"tsprnht. wie das Wiener Lt )* Eerr^fporchenzbnrean von znständrger Stelle -.n er- tfta™ ermächtigt iss. in kemer Weise dm TatsaU>en Ae IBchmrptung des englischen Mattes, daß eine AbLdnuna der osterreich,sch.nng«nschen Arnree die russische spront ü6<-r.
^ schritten habe, ist einfach ernuchen, ^ »der.
Gerüchte und «engste in ? 1 mcrika.
,, Washington, 10, Juni, Gegenüber hartnäckigen ^breiteten Gerüchten von einem Unglück' das dw Flotten,treitkiäfle Amerikas und der Entente betroffen habe, erklärte der Marinesekretär Daniels folgendes: Berichte d.-r Befehlshaber der Küste,gebiete und von en^clnen Personen abgesaichte Briefe und Telegrainme ^wrngen mich «1 der Annahme, das; eine planmäßige Per- «chunnmistj besteht, um tue Bevölkerung der Bereinigten Staaten zu ^--rruhrg«,, und zn quäl«,. Unter diesen wrllrg verbrerteten Gerückü«n spricht eines von cinein See- Inefecht zwischen den Motten der Entente u,ch dff Tenchlv- sLriche. bei welchem sec^ig Fahrzmme gesunken seien Die ^ospilnler und Werften der atlantische,, Küste \tien voll ^rMmmelter Seeleute, Zu diesen maßlosen t'ügen geseilte sich die Erklärung, daß sich die Behorvm, in BLU.wtm! mit ber Presse ziLsanmienbatren, um dem Volke bk Wahrheit ^ Dmiiols erklärt Wiederau. Ä «iolUif deS PäMlnedepMwements eine Politik der wMom-
au f o Ul) r zur C o n s u l t a e i n b e r u fe n. Bissolati, PommaodiNl und Vonvmi erschienen nicht. Die Sitzung dauerte bis 7 Uhr. Nach einer weiteren Besprechung zwischen BoseUl und Soninno erlftelt die halbamtliche Agenzia Jtaliana dre Mitteilung, bi-i dem Mrnisterrat habe sich die Lage geklart. Die Möglichkeit einer Uneinigkeit innerhalb des Kabinetts sei zerstreut worden. Auch „Tribuna" erklärt m der letzten Abendausgabe, die Minister hätten sich in allen Fragen, die in den letzten Tagen Anlaß zu Erörterungen gegeben hätten, in Uebereinstimmung befunden.
SeeJrfeg.
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eine Gegend Ueverflnß hcrt, ivaijLtmj v.c trraxrc ^arugta inoa. Die einzelnen Kr.äse des Landes sollen unter sachkundiger Leitung» (etwa der Kreisobstbautechiriker) in Bezirke ei n geteilt, in den größeren Orten geeignete Sammelstellen eingerichtet und so allesi- Gemrii.se und Obst, das etwa in abgelegenen Orten vom Handel nübit ersaßt wird, andeven bedürftig«: Kreisen zngefülirt Norden, damit das ganze Land gsseiäMäßig nrit Gemüse und Obst versorgt wird. Liefe Einrichtung wird bei entsprschender Durchsiibrung, gewiß reckst segensreich wirken. Daß die Qrganisattoncn für die einzelnen Kreise Hessens verschieden sein muß, ist begreifliche In den bezüglich per V^rsorgimg mit Gemüse und Obst, insbesondere mit Frühgemüft und vFrü hobst bevorzug den Kreisen (Rhemheften, Sbarfenpurg, südlick?e Wetteran , sind die Berhältnif/e mwers als in hon Kreisen Landerbach, Alsfeld, Schotten. Gießen. Während rn Darnrstadt. Main-. Ost'enbac!:. W»rmS schon da.4
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stammt -oder non rheinischen Ländlern hierh.r gebracht wird. Daß dadurch dre Qualität nnd d"r Preis bceinflnstt werden, liegt auf d^r Hand. Andererseits ist an Herbstq e mn s t bei lieber- "nß in vielen Orten vielzuvitt an das Vier verfüttert worden, weil kerne Gelegenheit zum Verdruss geboten war. Es sind auch bei unerwartet rrüh erngetrevenem Fvostwetter im Sv''herbst öfter vieles güte Gemüse, Tomaten, selbst Kartoffeln nflo zugrunde gegangen. Alle,' diesen Rachteflci: soll nun abgepuftn werden durch dre zu schaffenden KreiSorganisarirner, Oie 2'*ertrauensmärr nc^. dre den Gemüseanbau und die Obsternte ihres Bezirkes zu über> setreir rn der Lage sind, melden au r ; " Zentralstelle bei' lieber» flutz oder den Bedarf mc, damit v u, dort aus ein Ausgleich ge-, schaffen wird. Ter Handel soll . nun VemeSwegs ausachchaltet werden: nur der Ueberfdist, der vom Handel nickst erfaß: ivircch >oll durch die Organiiatiorr den Verbrauchern in Bedarfsgegenden zngeführt werden. Wie wir hören, sollen mm in .nächster Zeit: m allen Kreisen vorbereitende Vefiammlungen ab,gel-alten wer-» den, um die Dache rn die richtigen Wege >u leiten, Mau s offt, das' die Herren Bürgernierster, Lehrer, Pfarrer und die sack>- verständigen Obstbautechnrker, auch Frauen sind bei der Arbeit willkommen, sowie ganz besonders die Vorstände und Mitglieder
Obst- und Gartcnbcruvererne diese gntm Bestrebungen mit Berstündnts und Eifer unterstützen werden.
Feldschutz.
Zunehmend wird über die Schäden geklagt, die beim Pflücken von Feldblumen auf Aeckevn und Wiesen ange- richtet werden. Es sei deshalb darauf hrngewiesen, das; nach, ß 366 Nr. 9 des Neichsstrasgesetzbuches sich strafbar macht, rver unbefugt vor veermeter Ernte über Wiesen oder bestellte Aecker geht usw. Die Futtermengen, die unmittelbar durch die Entnahme der Blüten verloren gehen, sind in ihrer Gesamtheit nicht unbeträchtlich. Biet größer sind aber die Verluste, die der Ernte durch Zertreten der Pflanzen hierbei ^irg-efügt werben. Wenn, diese Schädigungen vor dem Kriege leichter hrngenonrnren werden konnten, so gewinnen ste jetzt -u einer Zeit, in der alle Futtermittel drmaentt gebraucht werden, eine erhebliche Bedeutung. Jeder, 'dem sich dazu Gelegenheit bietet, sollte daher am dem Schutze der Felder vor solchen ZerstöruMen Mitwirken. Das gleiche gilt für dre Schonung von Muten der Obstbäume und -sträncher. Auch ist dringend anzuraten, von dein Ankäufe von Feldblumen und Obstblüten grundsätzlich abzusehen
Neue U-Voot-Erfolge.
Berlin. 9. Juni. (WTB. Amtlich.) I. Ar den nördlichen Sperrgebieten sind 19100 Bruttoregifter- tonnen Schiffsraum versenkt worden.
2. Neue U-Booterfolge im Mittelmeer. Däehrere Dampfer und Segler mit 28150 Bruttoregist^rtonnen wurden versenkt. Die Namen der versenkten feindlichen Schiffe ließen sich nur in zwsti Fällen feststollen, bei dein italienr- sä)eu Dampfer „Atzragas" (850 Bruttoregistertomven) und dem bewaffneten englischen Dampfer „Rosebank" (8837 Bruttoregistertomvenü Ebenso blieben dre Ladungen der meisten Schiffe unbekannt. Ern Dampfer hatte 4000 Dmrncür Kohlen für Italien geladen.
Der Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 11. Juni. (Amtlich.) Im Atlantischen Ozean haben unsere U-Boote 19600 Bruttovegistertonneoi versenkt. — Unter den versenkten Schiffen befalrden sich u. a.: der bewaffnete englische Dampfer „Harley" (3331 BRT.) mit (Getreide nach England, der englische Dampfer „Bathurst^ (2821 BRT ) mit Eoprah und Palrnkernen, das englrsctre Dreirnaswollschiff St. Mirven (1956 BRT.) mit Briketts für die brasilianischen Eisenbahnen, ein französi- scher .Hilfskreuzer (etwa 4000 BRT.) und der italisrische Dampfer „Eliofrlo" (3583 MT.) mit Erz nach England.
Der Chef des^ Wmiralstabes der Marine.
r- Ü® bagen, 10. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) „Ber- Irngske Trdende" meldet aus Stockliolm: Nach einem Tele- kvlmun -US Delfiimfors wurden vor Helsiugsoers die-'zwei chwedifchen Segelschiffe „.Hellene" und „Aida" von deutschen U nteri oe booten ver,'cnkt. Ein drittes Sckstsf i nur de anae- hatteit und erhielt die Erlaubnis, mit den Besatzungen der beiden versenkten Schiffe die Reise nach Tanno fortzusetzen
Lebensmittelmarken.
diese Woche haben nachstehende Leben»,nittelmarken Oviltiqkeit:
Brotmarken der 24. Woche, gültig vom 11. - 17. Juni 1917 Buttermarken, „ 24. „ . „ ,7.
(Stenn arfeu Nr. 5 " ' '
Fleischmarken , 24. „ „
Kartoffel marken 9 2L „ „
Seifenmarken für den Monat Juni.
Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken lein Ersatz gewährt.
«eschäftSftnndeu des Stadt. Leb«-nS«tttelamteS von 9—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm.
Markenausgabe kür Urlauber:
Sonntag» von 10—12 Uhr vormittags.
, N.-17. „ 11.-17.
2 lRis und £au&.
Gießen, 11. Imli 1917,
Nemüfeverwertung tu Hessen.
Auf Vevcmlassmrg Ihrer Künrgl. Hoheit der Fr.ru Groß- Warn von vchen wm-de für das ganze Hessenland eine Orgam^ ßriron rns Leben gerufen, dre den Zweck' bat, alles tm Lm de v-^ha^ene Gemüse und Obst zur menschliche Ernährung heLuu- ruziedeii, dnnnt nrchtS verdirbt und vernimmt, wie es in den erstell Knegsialwen Mi manchen Orten leider vorgekommeu ist Arft cknregmrg des hessischen Mürrftertüms fand jpm am 3 flurri unter der Leitung des Vvrsümstes der hcM-m Ss»besLenrEestr?le dr IiLmz eure uorberatende Versonmiümg m NomLirri d_ w dre von xt rni raiffliTüni Vettvttevr tüt% 18 Ärei^ des
Amtliche Pers oualn a ch richten. Der Großherzog hot am 6. Juni den vom Grafen zu Solms-Laubach dre evangelischem Pfarrstellen m Münzenberg und Doars-Munzenberg präsentierten Pfarkverwalter Jvhannes ^ehrrch zu Müuzenbeva für diese Stellen bestätrat.
^ Auszeichnung. Tem Sergx'ant Ludwig Schäfer am Neftgen chemischen Umverlftäts-Laboraivrium wurde das hessische KrwoSehvcnzerchen verliehen.
., ** Aus dem Stadttheaterburean. 'läochmals je: ans die Mir Donnerstag shattfindende Wiederholung des Schauspiels Dre Warschauer Zitadelle"
^sen, dre als 14. AbEnemrentsvorsdellung stattfindet. _
sich r-erausgestellt hat, daß auch neben derr noch rück- stairdrgen Wonnementsvorstellungen Nachfrage nach ernraen werteren Vorstellungen besteht, so wird Direktor SS nrd ^ weitere Aufführungen veranstalten.
Aufführung ist für Sorrntag, 17. Juni, ein H^samt- gaftspiel von Mtglredern des Neuen Tlreaters in Frank-' snrt a. M. vorgesehen, bei dem der ireueste Scküvankschlaaer ^ V<nls Sturm „Wre fessle ich meinen Mann" zur Aufführung gelangen wird. Die Theaterkasse ist iveaen der beiden Vorstellungen am Donnerstag und Sonntag von morgen Dienstag ab jeden Tag vormittags von 1s) bis 1 I^hr geöffnet.
<u J» • ** ^ 11 ^ V € ^ Ö t e M ilchvers 0 rgung. Bo in
tzyttzetomt wird unv nntgeteilt: Ein hiesiger Einwohner, oer teiuc Berechllgimg ziun Bezüge vou Bollnnlch Patte, wußte „ch mit großen-,, Menge,, Milch zu versorgen, nchem er mit einem Mi üchurschm ,n Berbiichuug trat, welcher mit einem Fuhrwerk .JJtl«) m etne hiesige Anstalt verbringt. Es war beobach,tet worden, datz der Milchbursche bei der Rück- fahrt von der Anitalt mit seinem Milchwagen vor der Be- hLlpmig des unberechtigten Bersorgers anhielr und mit einer Milchkanne Waben in dieses Hans eintrat Bau ^nem Sciiiitzmann wurde er dabei abgefastt, als er wtederhvlt mit einer Milchkanne beladen in bezeichnetem Vauie mrt affenartiger Geschwindigkeit verschwand Der «chutzmann laiu gerade hinzu, als die Kanne entleert und dre Topfe dev unberechtigten Versorgers-mit Milch eicfitlft wurden.
** Verfüttern oon grünem Roggen und Werzcn v erboten! Angcftchts d^s vorgeschrittenen Standes bcxihunl
i ^ ? - a u' b jfi b ” cdl Dundesrats Verordnung
'RecchEseM. S. 287) arrsgcsprochene «er- « u ° r ^ ltem und Weizen lßngewiesen!
ÄwÄ ^ eS verboten, grünen Roggen
^orunen Merzen als Grünültter ohne Genehmigmig der m- ^Hörden abzuinahen oder zu verfüttern. Angesichts des sehr gnirstr gtz n ^tandev der komiirenden Futterernte und der Vieb eine demrtrge Erlaubnis mir in den allersettenstett AusnahmefaNen von den MstänÄBeu BMrden ereilt lvEn tz».


