nt. i»s
Drittes Blatt
167. Zahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme des SormtagS.
Beilagen: „Hiehrner ZamilienblStter" und „Nreisblatt für den Kreis Sietzen".
Postscheckkonto: Frankfurt am Main Nr. U686» Vankverkehr: Gewerdebank Sietzen.
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesien
Samstag, 5. Mai s9s7
ZwillingSrundoruck und Verlag:
B r ü h l'sche UnwersitätS-Buch-u.Ste i ndrnckerei.
R. Lange, Gießen.
Schriftleitnng, Geschäftsstelle und Druckerei:
Schulstrcme?. Geschäf-silelle u. Verlag:
SchriftleNung: 112.
Anschrift für Truhtitachr:chten:AnzeigerGi«ßen.
Das Ergebnis der sechsten Uriegsanleihe in Hessen.
Nachstehende Zusammenstellung über das Ergebnis der 6 . Kriegsanleihe in Hessen zeigt eine sehr erfreuliche Steigerung gegenüber der letzten nnd sogar gegenüber der 3. Kriegs- mtleche, die nirter den früheren Anleihen den Höchstbetrag erreicht hatte Die Steigerung beträgt in Hessen gegenüber der 5. Anleihe nahezu 52 Millionen -- 28,5 Prozent, während sie im Reichsdurchschnitt nur 21,8 Prozent erreicht. Gegenüber der 3. Anleihe belauft sich die Steigerung in Hessen aus nahezu 35 Millionen -- 17,5 Prozent, während sie im Reichsdurchschnitt nur 7,25 Pw»ent beträgt. Dieses außerordentlich günstige Ergebnis be- loeifk daß auch in unserem Lande die wirtschaftliche Leistungsfähig
keit der Bevölkerung und das Vertrauen zu der Wirtschaftskraft des Reicks während des Krieges unvermindert geblieben ist; es ist aber auch ein glänzendes Zeugnis >dasür, wie sehr unsere Be- völkcrung voll der Erkenntnis der Wichtigkeit eines großen Erfolges durchdrungen war. Die gegenüber dem Reichsdurchschnitt erheblich stärkere Steigerung des Ergebnisses im Vergleich mit den früheren Anleihen zeigt aber auch, daß die hessischen Zeichner in 'hohem Maße ihre Schuldigkeit getan haben.
Die mit der Organisation der Werbetätigkeit bettauten oder sonst daran beteiligten Staats- und Gemeindebehörden sowie
sonstigen Stellen, Beamten imb Obmänner, die Reichs- und
Landtagsabgeordneten des Großherzogttuns, die Geistlichen und Lehrer sowie die sonstigen Vertrauensinänner in Stadt und Land, die Sparkassen und Genossenschaften sowie ihre Zentralstellen, die Banken und Bankiers, kurzun: alle, die ihre Kraft in der: Dienst der Sache gesteltt haben, nicht zum wenigsten auch die hessische, Presse, können diesmal mit ganz besonderer Befriedigung aus das Zeichnungsergebnis zurückblicken. Sie dürfen für ihre unermüdliche und von so reichern Erfolg gekrönte Arbeit der Anerkennung und des Dankes des Vaterlandes versichert sein.
Die Zeichnungen auf die sechs Kriegsanleihen im Großherzogtum Hessen
verteilen sich nach Provinzen, den einzelnen Zeicknungssteüen der Reichsbank und den übrigen Sammelzeichnungsstellen:
m
IV. Anleihe
V. Anleihe
VI. Anleihe
Tie VI. Anleihe übersteigt
I.—VI. Anleihe
I. Anleihe
II. Anleihe
III. Anleihe
die
7° "nt
die
0/
/ 0
V. Anleihe
III. Anleihe
Reichsbankstelle Tarmstadt ..
Reichsbanknebenstelle Bensheirn.
„ Offenbach.
23 093 000
1 108 000
5 941 000
39 392 «»00
3 211 000
19 067 OOO
47 410 000
3 233 000
28 399 000
43 541000
2 131 000
19 333 000
43 193 000
1 806 000
19 757 000
56 200 000
3 193 000
21 414 0i»0
13 007 000
1 387 000
1 657 «00 I
30,1
76,8
8.3
8 790 000
40 OOO
6 985 OOO
18.5 1,21
24.6
252 829 000
14 742 000 113 911 000
Provinz Starkenburg
30 202 000
61 670 000
79 042 uOO
65 Oüü 000
64 756 000
80 807 000
16 051 000
24,8
1 765 000
2,2
381 482 000
Reichsbankstelle Mainz..
Reichsbanknebenstelle Bingen .......
Worms ......
18 804 000
1 548 uOO
6 343 000
29 067 000
3 060 000
14 534 000
38 713 0 »0
3 475 « 00
20 07 1 000
27 401 000 3190 000
19 »94 00'»
35 167 000
3 923 000
19 724 000
40 626 000
5 437 oOO
20 567 0 0
5 459 000
1 514 000 843 000
15.5
38.5 4.2
1 913 OOO
1 962 OOO 496 OOO
4,9
56,4
2,5
189 778 000
20 633 000 100 333 OOO
Provinz Rhetnhessen
26 695 000
46 661 000
62 259 000
49 685 OüO
58 814 000
66 630 OOO
7 816 000
13,2
4 371 OOO
7,0
310 744 000
Reichs bankstelle Gießen . .
6 848 000
1 152 000 |
18 379 0 0
3 472 000
24 814 000
3 405 000
24 006 000
3 435 000
20 986 00 )
3 -^20 000
29 383 OOO
5 544 000
8 0.97 000
2 324 000
40.1
72.2
4 569 OOO
2 139 OOO
18,4
62,8
124 416 OOO
20 228 OOO
Provinz Oberhessen (ausschließlich der früheren Reicksbanknebenstellen Alsfeld und Lauterback)
8 000 000
21 851 000*
28 219 000
27 441 000
24 206 000
34 927 OOO
10 721 000
44.3
6 708 OOO
23,8
144 644 OOO
Reichsbanknebenstelle Alsfeld.
, Lauterbach.
330 000 615 000
1 058 000
1 975 000
1 547 000
2 106 000
1 824 000
1 715 000
1 230 000
2 048 000
Beide Reicksbanknevenstellen sind aufgehoven und der Neichsbankstelle Fulda zngeteilt. Die in diesen Bezirke»: für die VI ''Anleihe gezeicvn ten Beträge sind unbekannt.
5 989 OOO *) 8 459 OOO ')
Summe (ausschließl. der früheren Reichsbank- nebenftellen Alsfeld und Laulerbach) ....
64 897 000
130 182 000
169 520 000
142 131 000
147 776 000
182 364 000
34 588 000
23,4
12 844 OOO
7,6
836 870 000
Außerdein wurden gezeichnet: bei den Postanstalten.
—
2 886 000
2 928 000
3 505 000
1 717 000
2 965 000
1 248 000
72,7
37 OOO
1,3
13 501 000 ')
m „ laildwirtschaftlichen Genossenschaften . .
^ ^ Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaftcn
\ In den oben \ angeführten Be- ( trägen bereits \ cntfin( cn
9 021 000
13 898 000
10 400 000
17 040 000
15 600 (00
19 844 000
13 500 000
19 862 000
24 000 000
25 169 000
10 500 000
6 607 000
77,8
28,2
13 600 OOO
8 429 000
130,7
49,5
! 72 521 600 2 )
96 113 OOO-)
Gesamtsumme im Großherzogticm (ausschließl. der früheren Retchsbanknebenstelle,l Alsfeld und Lauterbach).
64 897 000
156 987 000
| 199 888 000
180 580 000
j 182 855 000
234 798 000
51 943 000
28,5
34 910 OOO
1 17,5
1019005 000
In den obigen Zahle»: sind - abgesehen von den oben für die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften angegebenen Zeichnungen - die aus dem Großherzogtum Hessen in Frankfurt a. M. Lmgerneldeten Beträge nicht berücksichtigt.
') Anleibe I.-V. *) Anleihe II.-VI.__ _
ver Ernst-Luöwig-Verein,
Hessischer Zeutvalverein für Errichtung billiger Wohnungen in Darmsiadt, hat vor fvttycm einen Bericht übet seine bisherige, Tätigkeit erscheinen lassen. Die iNl>altreiche Schrift gibt einen U-eberblick über die vielseitige Wirksamkeit des Vereins, der sich aus allen die Wohnungsfrage in Hessen berührenden Gebieten betätigt hat. Seine wichttgste Aufgabe erblickte der Verein in der Forderung der Erbau un g neuer und billiger Wohnungen für Minderbemittelte. Zu diesem Zwecke wurden gemeinnützige Banvereine errichtet, die Arbeitgeber, Gemeinden trnd Kreise angeregt, den KleiNwohnungsbau zu übernehmen, das Privatbaugewerbe namentlich, bei der Ausschließung neuer Baublocks zu unterstützen. . _ t
Tie hessischen gemeinnützrgen Banvererne verfügten Ende 1913 über ein Geschäftskapital von 1296 371 Mk. und über Rücklagen rn Höhe von 380 434 Mk. Die Zahl der von ihnen errichteten Häuser betrug Ende 1915 etwa 950 im Herstellnngswerte von 93/4 Millionen Mark, mit rund 2000 Wohnungen. Außerdem haben eine Anzahl Gemeinden, sowie zwei Kreisbanvereine und pieke Arbeitgeber Kleinwohnungen in größerem Umfang erbaut. Viele Gemeinden habe»! Bürgschaften für Darlehen der Bauvereine übernommen oder sich an letzterer: mit Geschäftsanteilen und Aktien
Ter größte Teil der bisher errichteten Hausier sind Heimstätten für ettre und zwei Familien. Um die Häuser vor Mißbrauch und spekulativer Ausnutzung zu sickwrn, sind in dem von dem Ernst- Ludwig-Berein ausgearbeiteten Vkuster-Kaufvertvag entsprechende Besftmmrrngen festgelegt, deren wichtigste das Wiederkauf s - recht ist. ^
Eine Verbesserung kr Bauweise hat der Berern erstrebt, durch Veranstaltung eines Wettbewerbs zur Erlangung mustergültiger- Entwürfe für Kleinwohnungen und durchi Vor- ftchrung der Kleinwohnungskolonie aus der Kirnstausstellung 1908 in Darmstadt. In neuerer Zeit sind durch Vermittlung Großh. Ministeriums des Innern von den drei hessischen Baugewerks- ^hulen Entwürfe zu Kleinwohnungen ausgearbettet worden,
Ter Beschaffung geeigneter und billiger Baugrund st ücke hat der Verein fortgesetzt Austnerksamkeit zugewendet. Er hat bei dem Gemeinden die Entlertung vor: Maßnahmen kommunaler Bodenpolitik angeregt, viele Gemeinden, n. a. Mainz, Offenback, Worms, Gießen, Friedberg usw. haben sich in dieser Rickchung erfolgreich betätigt.
Die Betriebsmittel der gemeinnützigen Bauvereine einfckl. der von Gemeinden verbürgten Beträge belaufen sich aus 3,4 Millionen Mark. Die '»veiter erforderlichen Gelder hat zum weitaus größten Teil dre L a u d e s v e r s i ch e r n n g s a n st a l t G r 0 ß h. H e s s e n hergegebcn. Bis Ende 4915 'ivurden von der Anstalt zu Wohnungsfürsorgezwecken 7 729 000 Mk. aus geliehen.
Die Wohnungsfürsorge für kinderreiche Familien ist eine Ausgabe, die der Verein nach Möglichkeit zu lösen sucht, ein besonderer Ausschuß ist mit der Beratung dieser Frage beschäftigt.
Aus Anregung des Vereins ist die Errichtung einer h e s s i s ch e n g e m e i n n ü tz i g e n S t e d l u n g s g e s e l l s ch a f t beschlossen worden,--tvelche den finanziellen Mittelpunkt für die örtlichen gemeinnützigen .Banvererne bilden und dort, wo solche Vereine nicht bestehen., bet Kleinwohnungsbau selbst in die Hand nehmen soll. .
Der dringende Anlaß zu dieser Gründung ergab sich aus . der Tättgkett des von dem Verein gewählten Siedlungsaus- 'schusses, der sich insbesondere die Ansiedlung von Kriegsbeschädigten und Kriegecwitwen zur Aufgabe gemocht und bereits eine umfangreiche Tätigkeit in dieser Frage geleistet hat. Der Siedlnngsaiitsschuß konnte auch bereits gute Heimstätten an Kriegsbeschädigte vermitteln, andererseits ist es ihm gelungert, einige derselben von dem Erwerb minderwertiger Hofveiten und von der Bezahlutrg verhältnismäßig zu hoher Kaufpreise abzuhalten. Tie Behörden nehmen bat Ausschuß, welchem noch eine besondere B eratungsstelle für das Kleinsiedlungswesen ange- güedert ist, in steigendem Maße in Anspruch.
Der Errichtung von Kriegerheimftätten hat der
Verein schon längere Zeit seine Aufmerksamkeit zugewandt. Sämtliche Bauveveine des Landes beabsichttgen, den Bau von Krieger- 'heimstatten auszunehmen. Der Ernst-Ludwig-Verein hat bereits Schritte getan, um das Bauen zu verbilligen und nach Friebons- schluß möglichst Mt beschletmigen, sowie um geeignete Bauentwürfe zur Verfügung zu stellen.
Der Bericht geht noch näher ein auf eine Reihe anderer Fragen, mit denen sich, der Verein wissenschaftlich und praktisch beschäftigt, wie Bekämpfung der Tuberkulose und der Säuglings st er bl tchkeit, zweckmäßigem Klein garte n- bau und her Bereitstellung guter und billiges Möbel. Die letzte Frage beschäftigt deit Beveinsvorstand gerade jetzt in besonderem Maße. Denn voraussichtlich wird, wenn nach Kriegsende die große Zahl der Kriegsgetrauten einen eigenen Haushalt gründen will, ein sehr großer Bedarf an Möbeln und Hans- gerät eutstchen, so daß es notwendig ist. vorbereitende Schritte zu unternehmen, damit er alsdann in beftiedigender Weise- gedeckt werden kann. Zunächst; ist der Verein in dieser Frage mit den Handelskammern, der Handwerkskammer und den Konsumenteu- ausschüssen in Verbindung getteten; die Angelegenheit soll mit Vertretern dieser ^Körperschaften demnächst weiter mündlich beraten werden.
Ablieferung öer SaaLkartoffeln.
Gießen, den 5. Mai 1917.
Die Landwivtschaftskammer für das Großherzogtum Hessen verbreitet an Interessenten folgende Aufklärung:
Die Ablieferung der Saatkartoffeln aus Norddeutschland stößt auf große Schwierigkeiten. Einmal erschweren die dorttgen Kommunalverbände die Ausfuhr der Saatkartosfeln außerordentlich, da sie große Lieferungen von Speisekartosseln zu erff'cklen haben, auch andere widrige Umstände wirken ungünstig auf Beschaffung und Ablieferung der Saatkartoffeln ei'.t. Besonders hat die langanhaltend ungünstige Witterung, der lange Frost in Norddeutsch!and, nicht nur erhebliche Mengen an Kartoffeln gesclMigt, sondern auch das Oeff- nen der Mieten längere Zeit verhindert. Schlechtes Wetter und Schneefälle, die bis vor kurzem in den norddeutschen Lieferungs- gebieten ausgetreten sind, der Mangel an Eisenbahnwagen, an Gespann und Arbeitskräften b!ei den Verladern, alles dies sind Umstände, welche die Beschaffung, insbesondere die Ablieferung der Saatkartosfeln verzögern. Dazu kommt noch, daß in Norddentsch- land jetzt täglich eine sehr große Zahl Waggons Saatkartosfeln nach allen Testen Süd- mtb Westdeutschlands verladen werden nrüssen, nicht nur nach Hessen.
Wir müssen deshalb mit einer späteren Lieferung der Saatkartosfeln und damit mit einem späteren Auspslanzen in diesem Jahre rechnen. Wäre es auch dringeitd erwünscht, die Kartoffeln in diesem Jahre so früh wie möglich zu pflanzen, so lassen es doch die geschilderten Verhältnisse nicht zu. Diesen Verhältnissen müssen wir Rechnung tragen. Daß die Landwirtschaftskammer alles aufbietet, uni die rasche Ablieferung der Kartofieln zu veranlassen, bedarf keiner besonderen Betonung. Es muß auch damit gerechnet werden, daß ein Test der Saatkartosfeln noch Mitte Mai in Norddeutschland abgeht, also unter Umständen erst gegen En de M a i ausgepflanzt werden kann. Wir werden- selbstverständlich nach Möglichkeit die Gebiete berücksichtigen, welche den klimatischen Verhältnissen entsprechend eine frühe Psanzzeit haben. Da aber die bereits ausgegebenen Verladungen durch eine große Zahl von Landwirten ftattfindet, hängt die Verladung auch jeweils voit den Verhältnissen in den einzelnen Wirtschafter: ab, auf welche wir wenig Einfluß haben. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß die Ablieferung der Saatkartosfeln auch in solche Gemeinden später erfolgt, wo wir eine frühere Ablieferung gewünscht hätten. Die späte Ablieferung ist nach unserer Auffassung nicht bedenklich ftir die zukünftige Ernte, da auch ein spätes Auspflanzen stattfinden kann. Eine Einschränkung des Kartoffelanbaues sollte deshalb aber nicht st a t t f i n d e n. Wir bitten, diese Verhältnisse den Landwirten zu schildern, damit sie denselben Rechnung ttagen. Jetzt, wo das ganze Wirffchaftsleben auf bm Kopf gestellt
ist, sind die Verhältnisse ganz andere wie im Frieden. Man stelle deshalb nicht dieselben Forderungen wie in normalen Zetten, sondern uian nehme Rücksicht auf die jetzigen Verhältnisse.
Die Annahme derKartoffeln muß deshalb unter allen Umständen erfolgen, ohne Rücksicht auf die ZeitderLieferung. Auf die Festsetzung eines bestimmten Ablieferungstermins können wir uns nicht einlassen, da auch Norddeutschland in keiner Weise, wie dies aus den geschilderten Verhältnissen hervorgeht, solche Verpflichtungen eingeht. Sollte wider Erwarten doch eine spätere Lieferung der Kartoffeln dort nicht gewünscht werden, dann bitten wir um schriftliche oder telegraphische Nachricht bis s-pätest ens Sonntag, ben 6. Mai 1917.
Die Landwirtschaftskammer hat inzwischen noch eine größere Menge Kartoffeln aus Polen gekauft, die dort, wo nötig, als Ersatz geliefert werden. Wir machen aber darauf aufmerksam, daß unter alle»: Umständen eine Bestellung derselben Kartoffelanbaufläche wie letztes Jahr erzielt werden solltt, auch dann, .wenn das Auspslanzen später vvrgenommen werden umß. Es, handelt sich vor allen Dingen darum, daß überhaupt Kartoffeln ausgepslanzt werden, wenn mich später.
Gleichzeitig machen wir bei dieser Gelegenheit daraus aufmerksam, daß auf die Lieferung von frühen und mittelfrühen Saatkartosfeln, soweit sie noch nicht in Aussicht gestellt sind, und selbst bei diesen kann eine unbedingt sichere Zusage nicht gegeben werden, nicht mehr gerechnet werden k a n n. Vorräte an diesen Sorten stehen in den Lieserungsgebieten kaum zur Verfügung. Die frühen und mittelfrühen Sorten sind im letzten Jahre zum größten Teil als Speisekartoffeln zur Zett der Ernte oder im Laufe des Herbstes und des Winters abgeliefert worden. Wenn es auch erklärlich ist, daß gegenwärtig zahlreiche Anfragen bei uns wegen der Ablieferung der Saatkartosfeln eingehen, so möchten wir doch bitten, von weiteren Rückfragen bei uns Abstand zu nehmen. Wir werden alles tun, um die widrigen Umstände zu überwinden oder zu mildern und die Ablieferung der Saatkartoffeln zu beschleunigen.
Lkirchiiehe tladmsfrte«
Evangelische Gemeinde.
Sonntag den 6. Mai. Kantate. Gottesdienst. In der S t a d t k i r che. Vorm. 8 Uhr, zrtgleicki Christenlehre ftrr die Neukonffrmierten mts der Markusgem. Psr. Schwabe. Vorin. 9Hs Uhr: Pfr. Mahr. Vorn:. 11 Uhr: Militärgottesdienst. Psr. Schwabe. Nachm. 2 Uhr: Kinderk. für die Matthäus gemeinde. Psr. Mahr. — Mittwoch, 9. Mai, abends 8 Uhr: 5kriegsbetstnnde. Pft. Schwabe. — I n der I0ha nnes kir che. Vorm. 8 Uhr, zugleich Ch-ristenlehve für die Ncukonftrm. aus der Johannesgem. Pfr. Ausseld. Vorm. 9Vs Uhr: Pfr. Bechtotsheimer. Bonn. 11 Uhr: Kinderk. für die Lukasgem. Pfr., Bechtolsheimer. Abends 8 Uhr: Bibelbespreckstunde im Jobannessaal. — Wartburgev. I ü n g- lings- und Männer-Verein, Diezstr. 15. Sonntag, der 6. Mai, abends 8 Uhr: Vortrag. Gäste stets ivillkommen. — Bibelkränzchen für Schül er höh. Lehranstalten. Jeden Iltittwock von 6—7 Uhr für die jung. Mteil. Jeden Samstag von 6—7 Uhr für die alt. Abteil, im Johannessaal. — Bib elkr än zchen f. Mädchen aus der Jo Hanne s - gemeinde. Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im Johannessaal.
Ki r chbe r g. Sonntag, 6. Mai, vorm. 10: Hl. Tlbendm. f. Lollar. — D au bringen. Sonntag, 6. Mai, nachm. IV-: Missiona- rin Götte. — Mainzlar. Mittwoch, 9. Mai, abds. 9: Kriegs- bctstunde, Dek. Gußmann.
ttatholische Gemeinde.
Samstag, 5. Mai, nachnt. 5 u. abds. 8: Gelegenh. z. hl. Beichte. Sonntag, 6. Mai. vorm. 61/2: Gelegenh. z. hl. Betthtc; 7; Hl. Messe; 8: Äusteilg.. d. hl. Kommunion: 9: Hochamt m. Predigt; 11: Hl. Messe m. Predigt. NackM. 2: Christenlehre, darmis And. ; 41/2: Jungsrauenkongr. — Dienstag u. Freitag, abds 8: Mai-And.
Diaspora-Gottesdienst am 6. Mai: in Hungen 8; Laubach 7ty»; Lich 9.V2.


