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10.2.1917 Erstes Blatt
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® i l r iS arl> ^ffoöen); Pionier Mlh. Döring

nnd Geireiter Heinrich Spaar die HeVsehe TaoierkeitSmedaiNed Unteroffizier Heim Kutfcher (Besitzer der Hessischen Tanserkeits- medaille) Unterosftzier Heinr. Schnitt u»d"KLLHm?p Kr?uz ^ * >C ^ d)en Tapferkeitsmedaille) das Eiserne

^ Ä MFAr. Uittpoffizicr Ludwig Bopp erhielt

rn den Kämpfen an der Somme das Eiserne ferui jmritrr Klo sie imi) Ärichzeittg bie Öefftfäc Tapserteilsmedaillc. Bopp war bei lemer Embcwuftmg Heckst 1914 Lehrer in tteu=°Umhirro

Sein im ****** Ulü> Eöm bcnm ä"r Jn-

o pp, Sanitätsvnterofnzier am AE das Hessische Kriegs-Ehrenzeichen. J 1 ??,, aSZ vvesrye Kampfer, Musketier Karl Berg, Jnf.- Grcmchrer Ludwig Schar dt, Garbe- Jws.-Regt. Rr. 7, 8. Komp., tourten mit der .Hessischen Tapferkeits- medaille Mlsgezeichncl.

** S t a n i e n b e r g, ly. Febr. Der Schütze Karl H e i b e r t S- s ÖU ]wu ? UC « e 8U 2' iJ nt ®rofftjict befördert und gleichzeitig mit öcm . Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Mit ihm flehen noch zwer Bruder lm Felde, der eine bei der Marine, und kürzlich wurde auch sein Vater elngezogen.

10- Hchr, Unteoffeiex 22' l - «v-M- , Soljn Bon gg g* v^u^ch Bich in Steiribrrg, louiix- dirrck Bcrlcihunq dos EgemWr KrenHOs 1. Klasseansgezeuimet, nacl)dem er schon früher die Hessisckg- TapftwteptÄr«dcrilla erhalten hatte. Dem llnter- omvtt vornmnn Philipp bei der 69. Maschinengewehr-Komp. AM^vvn Balth. Philipp 8., Wagner in Watzenborn., wurde die VMYche Tapserkeitsinedmlle verliel^en. Das Eiserne Kreuz 2 Kl wucke ihm schon vor längerer Zeit zuerkannt. Dem Ludwig udler von Sternberg, beim Armierungsbataillon 53 wurde dre Hessische Tapserkeitsmedaille verltelien Karl Scbmandt von Stemberg. Oberheizer aus S. M. Schiff ..Graudenz" erhielt ivegen seiner wiederholt unter sehr schwierigen Umständen bewiesene Umsicht und Tapferkeit das Eiserne Kreuz 2. Kl.

Kreis Büdingen.

# Tübingen, 10. Febr. Da sich die Knappheit der Kohlen noch bedeutend verschärft hat, ersucht das Großh. Kreis- amt um jegliche Einschränkung an Heizung und Beleuchtung in Läden, Wirtschaften und Privatwohnungen. Die Läden sind um 7 Uhr. die Wirtschaften um 10 Uhr zu schließen, ebenso ist die Straßenbeleuchtung auf das notwendige Maß zu beschränken.

# 3111 e n |t a b t, 9. Febr. Montag, 12. Februar, wird auf dem Rathause die Jagd im hiesigen Markwalde (ca. 150 Hektar) aus weitere sechs Jahre verpachtet.

ft: Bergheim, 9. Febr. Auf dem Felde der Ehre starb der Gefreite Christian Reutz el.

^ BorSdorf, 9. Febr. Das Eiferne Kreuz erhielt der Kanonier Gefreiter Albert P o i n t n a u.

# Nidda, 10. Febr. Die Hessische TapserkeitSmedaille er­hielt der Kanonier Karl Orbig im Feld-Art.-Regt. 15.

# Wallern hausen, 10. Febr. Die Hessische Tapferkeits, medaille erhielt der Unteroffizier Bach im Landwehr-Jnsanterie- Regt. 385, Pionier-Abteilung.

Kreis Schotten.

G Eschenrod, 10. Febr. Ten Heldentod starb der Schütze Heinr. Buß, Maschinengewehr-Scharsschntztruppe 122, Res.-Jnf.- Rgt. 222, von der benachbarten Weidmühle.

^ F e l d k r ü ck e n, 10. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Aug. Trapp.

# Kölzenhain, 10. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt an Kaisers Geburtstag der Musketier Karl Kraft.

O Rudingshain, 10. Febr. Ein weiteres Opfer hat der Krieg in unserer Gemeinde gefordert, indent der Musketier Heinrich R u p p e l im 5. Pommerschen Jns.-Rgt. 42 nach schwerer Ver­wundung sein sunges Leben aushauchte.

G U l r i ch st e i n, 10. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt am 27. Jan. der Jäger Gg. Scheich. Zum Unteroffizier befördert wurde der Maschinengewehrschütze Gefr. Otto Fischer, Maschinen­gewehr-Kompagnie Nr. 1 Jns.-Rgt 353.

Kreis Friedberg.

Q. Bad-Nauheim, 10. Febr. Die Mitte voriger! Monats erlassen« Bekanntmachung des städtischen Lichtwerks betreffend Einschränkung .des Gasverbrauchs auf zwei Drittel deS im Vor­jahrs benötigten QuautumS oder den Mehrverbrauch mit einer Mark für den Kubikmeter zu bezahlen", hat so günstig auf den Gasverbrauch eingewirkt, daß für Januar und Februar diese Maß­regel anßer Kraft gesetzt werden konnte. Aus Einladung der Stadtverwaltung wird Prof. Kleeberger - Gießen heute abend im Saale des Turnvereins 1860 über »Anbau von Frühgemüsen und dergleichen* sprechen. Das Gießener Stadttheater spielt heute und morgen im Kurhaustheater. Zur Aufführung kommen: ,Wie einst im Mai* undGoldfische*.

Kreis Wetzlar.

F. C. Wetzlar, 9. Febr. Im 81. Lebensjahre verstarb in Leun der frühere Gemeinderechner, Sparkaffenrechner und Post­agent a. D. Johann Jakob H e b e r l i n g.

Hessen-Nassau.

Erplosum in der Stempelschen FckbE

Frankfurt«. M., 9. Febr. (WTB.) Eine Explosion in der Stempelschen Fabrik, die sich Donnerstag nachmittag ereignete, hat leider weitere Opfer gefordert. Außer der be­reits aLs tot gerneÜdeten Frau sind inzwischen 17 weiterer ihren schweren Brandwunden erlegen, so daß die Gesamt­summe aller bis jetzt Verstorbenen 18 beträgt. Allerdings

noch einige in Lebensgefahr. Me die amtlichen Er­

mittlungen ergeben haben, war die Explosion an sich ganz

bte'N 'L?' ^ykleiner Pulversatz entzündete sich urS setzte P l rwerer Arbeiterinnen in Brand. Nur der hier- Panik ist die weitere Ausbreitung des ^uers zuzuschreiben, welche die bedauerlichen Opfer gesor-

mt. Frankfurt a. M., 8. Fckr. In der Stadtverord- ÜJ:? rsammlung am Dienstag kam es zu einer einaehen- 2 über die Milchversorgung hiesiger Stadt.

^Unlieber der birrgerlicl)en Parteien Uesen gegen die neue art Der ,-Verteilung, bei der man die Milchnern Händler fast völlig misgeschmtet hat Sturm. Das an sich schon recht gcwinnreick)-e Geschäft der Großhändler habe man noch einträglicher gestaltet aus Kosten der Kleingewerbetreibenden. Tie städtische Milchverarbei- ttingsgesellsÜMst könne keine hygienisch einwandfreiere Milch Her­stellen, als jeder Kleinhändler. Von der sozialdcnrokratischen Seite Nmrde bemerkt, daß nian die ftädUscl)e Milswerbeilnng begrüße imd es sei ein Unding, über 600 Milch klein Händler versorgen zu wollen bei einer Milchmenge von knapp 50 000 Lidern, wie sie eben noch täglich nach Franksiirl kämen. Auch sei durch die städtische Verteilung einer großen Reihe von unsmiberen (Stemmten das Handwerk gelegt worden. Dennoch brachten die bürgerlichen Par­teien einen Antrag ein, durch welchen die Neuorganisation zu-- grinsten der Kleinhändler umgestoßeu wird, der auch gegen die Stimmen der Sozialdemokraten zur Annahme gelangte. Gleich­zeitig soll an eine Rationierung der Mager milch herangegangen werden, von der heute gegen 10000 Liter täglich in die Stadl kommen.

F. C. Diez, 9. Febr. Infolge des starken Frostes sind dahier in der Bahnhosstraße die Stämme der Kastanienbäume von oben bis unten geplatzt.

F. 0. Sossenheim, 9. Febr. Am 11. Februar begehen da­hier die Eheleute Adam E w a lsd das Fest jder Goldenen Hochzeit. ,

F. C. Von der Lahn, 9. Febr. Das Eis der Lahn hat an einzelnen Stellen einen Durchmeffer von x / % Meter. Die Lahn ist von Limburg bis zur Mündung fast lückenlos zugefroren.

Gießener Strafkammer.

Gießen, den 9. Februar 1.917.

1. Ter 14jährige Schüler Hermann E. und der 16 Jahve alte Taglöhner Otto R., beide von Dorn-Affenheim, sind an ge klagt mid geständig, zu Doru-Assenheim in der Nacht vom 1. zum 2. No­vember 1916 gemeinschaftlich mit dem inzwischen zum .Heeres­dienst einberufenen August R. zwei dem Landwirt Philipp R. in Dorw-Assenheim gehörige Stallhasen im Werte von etwa 60 Mark dem Eigentümer aus einem umschlossenen Raum durch Einsteigen und Erbrechen eines Beliältnisses weggenommen zu haben. Die Hasen, welche in der E'sclMi Wohnung geschlachtet und abgezogen wurden, hat der Angeklagte E. an seinen in Frank­furt a. M. wohnendeii Onkel verkauft. Das Gericht verurteilte die beiden jugendlichen Angeklagten, unter Zubilligung mildernder Umstände, zu Gefängnisstrafen, und zwar E. von 5 Tagen und R. von einer Woche.

Durch Urteil des Schöffengerichts Bad Nauheim vom 21. De­zember 1916 wurde der Rmtner Theodor Br. zu Bad-Nauheim wegen des ihm zur Last gelegten Jagdvergehens sreige- sprochen. Er war angeklagt, anfangs September 1916 in der Ge­markung Nieder-Mörlen, an Orten, au denen zu jagen er nicht berechtigt war, die Jagd ausgeübt zu haben. Gegen dieses Urteil verfolgte die Staatsanwaltschaft Berufung. Aus Grund der I-euti- gen Beweisaufnahme erachtete das Gericht den Angeklagten, der Pächter der an bie Gemarkung Nieder-Mörlen angrenzenden Ge­meinde iagd Ober-Mörten ist, der Uebertretung aus § 368 Ziffer 10 Sl.G.B. für überführt und verurteille ihn dem Anträge der Staatsanwaltschaft entsprechend zu einer Geldstrafe von 1 Mk.

Dem Ingenieur Georg M. in Wächtersbach, der früher Be­triebsleiter der Ohmtal-Basaltwerke in Orteuberg war, wird zur Last gelegt, zu Ortenberg in der Zeit von September 1915 bis Ende Februar 1916, um sich einen Vermögens vorteil zu ver­schaffen, zum Nvästeil seiner Auftraggeberm, der Ohmtal-Basalt- werke, bare Geldbeträge in Höhe von etwa 235 Mark veruntreut zu haben. Auf Grund der BeTveisaufnahme ver­urteilte das Gericht den Angeklagten, der die ihm zur Last ge­legten strafbaren Handlungen in Abrede stellte, zu einer Gefängnis- stwfe von einem Nionot.

Der Speck als Lockmittel.

.ss.Marburg, 9. Februar. Eine gefährliche Hochstaplerin hatte sich heute vor dem hiesigen Landgericht in der Person der aus dem Schwabenlande stammenden, schon etwas bejahrten Elisa­beth Herdt zu vermitworten. Die Angeklagte, die schon viele Jahre ständiger Gast der deutschen Gefängnisse und Zuchthäuser ist, ihr Vorstrasmvegister bekani heute die Jubiläumsnunrmer25", kam im letzten Jahre noch kaum verbüßter Strafe von Kassel nach Marburg und führte sich bei zwei armen Kriegerftauen dadurch ein, daß sre behauptete, Speck verschaffen zu können. Ihre Verwandten in Anzefahr bei .Kirchhain hätten.solchen zu verkaufen, man müsse ihn aber dort holen. Sie erhielt von den beidm Frauen 32 Mark und dann fuhr sie in Begleitung des Töchtevck-ens der einen Frau nach An-efahr. Dort ging sie in ein Haus, Vehrte aber bald wieder zurück imd sagte dem Mädclirn, der Aiann habe den Korb behalten und würde den Speck nach Marburg bringen. Auf dem Marburger Bahnhof wieder angelangt, versckzwand sie auf NimmeriWiedersehen. In Gelnhausen machte sie eine ähnliche Sache. Sie nahur dort ein Mädchen mit nach Hanau, nahm ihm 54 Mark für Speck ab und lieH das Mädchen mit leerem .Korbe in einer. Wirtschaft sitzen.

Die JhuFflagfc Wr*e M 3 I-hren SmhthMiS, 600 Mark «eit*- strafe unb 5 Jahren Ehrenverlust veru rteilt. r _

Letzte Nachrichten.

Ein neutrales Urteil. , ^ or

Kopenhagen, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) .AnEuY eines gestern von der ZeitungNatioiral Tiaeiide"

Ändoner Telegramms, wonach das BlattEoenmg ^ ?.. erklärt habe, das; die deutsche Kontrolle des neiftralen Verl yrs ungesetzlich sei, und Großbritannien und seine Alliierten den Reu tralen angeboten hätten, während der Kriegsdauer ihre flotte zu übernehmen, sucht die ZeitungSozialdemokraten oem deutschen Standpimkt zum Seesperre-Krieg gereckü zu werden uno erklärt, daß die englische Auffassung einseitig sei, denrr es ja.England gewesen, das Morst eine solche Kontrolle eingcriailer habe, um Deutschland auszuhungern. Das Blatt fährt sott: ,

Wir kennen sie von der beständigen TurckMckxung un \ecrx Ainerika-Tanipfer in Äirkwall her, von der englischen Politik mit ZwangsbestimTMuigen, von der Aufbringimg des dämiunm Ro- gierungsdampfersGodtl)aag" mit Fischbadung aus Grönlalid, von der Beschlagnahme unserer Post usw. ebenso, wie ein grvtzer Teil der neutralen Schiffe, verlockt oder gezwungen, Bannwaren^ sahrten für England ausführen muß. Der verschärfte U-^Mot-rcrieg Deutschlands ist Notwehr gegenüber dem englisckien^'äushunge« rungskrieg. Es ist furchtbar, daß der Krieg derarttge < 5 ormrn an- gciwmmen hat, daß neutrale Schiffe, die innerhalb einer deitimm- trn bisher fteien Zone fahren, ohne Warnung torpediert Nierlxm Es ist aber auch furchtbar, daß eine Kriegsmackst veriucht eins große Nation nrit Frauen und Kindern ausznlumgern. Der lariq- same Hungertod dieser Frauen und Kinder verursacht, falls d« Absicht erreicht wird, vielleicht schrecklichere Qualen, als der ichnelle Tod in den Wellen, wie tragisch) empörend dies auch sein mag.

Dir Haltung Spaniens.

Paris, 9. Febr. (WTB. Nichtamllich.) Meldrmg der Agenee Havas. Die Zeitungen melden aus Madrid, daß der Miiiiitep des Aeußern dem amerikanischen Botschafter als Antwvtt an Wil?on eine Abschrift der Ankwott der spanischen Regierung an Deutschland überreichte. Er fügte hinzu, Spanien könne keine andere Haltung einnehmen, als sie in der lAntwott an die Mittelmächte angv- geben ist. l

Laut Blattermeldungen aus Madrid ist Oesterreich-llngarp eine nrit der Antwort an Deutschland genau übereinstimmende Ante wort erteilt worden.

Verbot der schwrdischen Auslandsschiffahrt.

Kopenhagen, 10. Febr.Politiken" meldet aus Malmö: Hiesige ReÄxw teilen mit, es sei M erwarten, daß die schwedische Regierung im Reichstag eine Vorlage einbringen werde, wonach M- künftig den schwedischen Dampfern verboten werdm soll, ohne Erlcrnbnis der Regiernng nach ausländischm Häfen zu fahren^

Krtegsschiffdegleitung der englischen Hollanddampfcr.

Kopenhagen, 9. Febr.Politiken" berichtet cruÄ Arnsterdani, daß die Engländer ihre Frachtdnmpfer wie Postdanrpser im Verkehr mit Holland durch Kriegsschiffe begleiten lassen. Am 7. und 8. d. Mts. seien Dampfer avy gekommen und abgegangen.

Englands Aufgebote.

Rotterdam, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) DerNieuve Rotterdamsche Courant" meldet aus London, daß der Generaldirek­tor^ des Nationaldienstes angeordnet hat, daß alle beamteten jungen Männer zwischen 18 und 20 Jahren sofort unter die Waffen zu rufen sind. Der Befehl betrifft Beamte aller Art, darunter Poli­zisten. Feuerwehrlcntte, Schullehrer, Gemeindeangestellte Post­beamte und Zollbeamte. Er kommt nicht zur Anwendung gegenüber MMmern, die in der Landtvirtschaft der Staatsindusttie, in! Bergwerken und Steinbrüchen, in Eisenbahnbetrieben, beim Trans­portwesen, in Schiffswerften usw. tätig sind. Außerdem Werdens auch die.Männer der Gruppe 6 2 und C ß unter die Waffen gerufen. Die Verteidigung von New York.

Rvtterdam,9. Febr. Nach einer New Aorker Renter> meldung wurden alle verfügbawen sechszö-lligen Geschütze von Westpvint nach New Dork verschifft. Sie sollen in de« Fords, welche die Stadt schützen, ausgestellt werden. Schwierigkeiten in Frankreich.

Bern, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Mirrister Harriek' erklärte im Senat nach heftigen Angriffen, er habe erwirkt, daß vier Jahrrsklasfen .unter gewiffen Bedingungen von der Front zurückgenommen werden sollten, um in den Bergwerken zu arbeiten, wo außerdem eine Ar^ahl Kriegsgefangener beschäftigt istz England versprach, zur Behebung .der TransvvrtsckMierigkeiten 20 000 Wagen M senden. Er hoffe, in einiger Zeit Besserung schaffen zu können, doch müsse man dem Lande offen und ehrlich sagen, daß ernste Zeiten kommen würden. Frankreich werde zwar triuniphieren, müsse aber Entbehrungen und Einschränkungen auf sich nehmen.

Vizradunral g. D. Livonius f.

Im 88. Lebensjahre ist gestern unser ältester Admiral, Vizeadmiral a. D. Otto Livonius gestorben. Die Blätter? erinnern daran, wie während des deutsch-französischen Krie­ges der damalige Korvettenkapitän das PanzerfahrzeugAr- minius" kommatrdierte, mit dem er am 27. Juli von Kiel nach Cuxhaven in See gegangen war. Obwohl die am 28. Juli in Skagen eingetroffene französische Flotte den Weg dorthin versperrte, gelang es der ebenso geschickten wie kühnen Füh­rung von Livonius sein Schiff glücklich nach seinem Bestinr- mnngsort zu bringen, was ihm reiche Anerkennung eintrug.

Höhere ». Im. MßeiWle, Llltzni-LÄichs- GW»lßm, Löerreilschule »ni> RelilMmsm.

Der Unterricht beginnt wieder Dienstag, den 13. Februar.

Die Schüler des Realgymnasiums, der Oberrealschule und der Gymnasial. Vorschule finden sich zur gewohnten Zeit ein.

Die Schülerinnen der Höh. und Erw. Mädchenschule haben um 1»/* Uhr in der Oberrealschule, die Schüler des Gymnasiums um dieselbe Zeit im Realgymnasium zu erscheinen.

Auswärtige Schüler und Schülerinnen können bei schlechter Zugver- bindung von dem Nachmittagsunterrichte zunächst befreit werden. 1200 D Gießen, den 10. Februar 1917.

Die Direktionen.

Gothaer Feuerversicherimgsbarik auf Gegenseitigkeit.

Im Jahre 1821 eröffnet.

Der Ueberschuß <tes Geschäftsjahres 1916 beträgt für die Feuerversicherung:

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(Samstag, Sonntag und nur noch Montag geöffnet, ab Dienstag.

13. Februar, wegen Kohlenmangel bis auf weiteres geschlossen.)

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Regie : Urban G ad Dieser Film ist unbestreitbar einer der schönsten Asta Nielsen-Films, der bisher gezeigt wurde. Außerdem noch das 2 akt. Militärlustspiel: Schön Ist die Soldaten liebe.

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