Ausgabe 
11.1.1917 Erstes Blatt
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L»ermischte-.

Hamburg, 10. Jan. WTB.1 Dia Hamburger PoUzei.- behorbe ftztt bis jetzt 18 Personen verhaftet, die der Hehlerei und des Diebstahls son Waren, narnentlich Kaffee, in ganz großem Umfange sick.luldig.sind. Gelegentlich einer Hans- suck.nng nach gestohlenem Mebl wurden bei einem Kolonialwaren^ Händler in der Wexstrahe hundert Sack Kaffee, 140 000 Btark in barem Gel de und großc Mengen sonstiger, vom freien Handel ausgeschlossener Waren besch'agn-.ch^Nt. Bei einem beteiligten Ewer­führer fand inan 100 000 Mark, die auf dem Boden versteckt narren. Es handelt sich! unr Waren, die aus einem Lager im Frei- nasen beiseite, geschasst wuroen. Tie Angelegenheit zieht noch westcre Kreise. Soviel ist schon sestzi-cstellt, daß cs sich nm eine in ganz Grostein, seit längerer ocit betriebene Hehlerei und Dieberei handelt. Der angerichtete Schaden lässt sich noch garnicht besehen. Besonderes Aufsehen erregt die Festnahme eines FettwarenHänd­lers aus der Recholdstraste.

* Wien, 10. Jan. Prio. Tel.' Tie Blätter berichten von einem Touristen u nglü ck aus der Rax. Der neunzehnjährige Julius B ru nner nnd die neunzehnjährige Mitzi W el s e r , beide aus Wien, kehrten von einer am Sanistag unternommenen Rax-Partie nicht zurück. Es wird befürchtet, daß beide irmgekommen sind. Vom Kaiserstein im Schneeberggebiet stürzte am Sonntag Landesrechmingsrat Fahrbauer ab: er ist tot.

* Eine F l u g nl a s ch> i n e vom Jahre 1817. das Problem der Flugmaschine die Menschen bereits seit als 1000 Jahren beschästigt, ist bekannt. Schon uni das

Tust

mehr

Jahr

880 versuchte der Andalusier )lbul Abbas Kasan son Firnas eine solche zu konstruieren. Später widnrete der große Roger Bacon dieser Frage großes Interesse, auchi Lionardv da Vinci hat, wie Vasari erzählt, Versuche mit frei fl legenden, lustgest'illten Körpern cmgestellt. Jmmerlstn mußten noch! nrehrere Jahrhunderte vergelten, bis eine Flugmaschine erfunden wuche, der sich ein lebender Mensch anvertrauen konnte. Von einer solchien berichtet die in Gotha heraus- gegebene Rationöl-Zeitung der Deutschen vom Jahre 4817. Darin wird nämlich dem im gleichen Jahre erschienenenNürnberger! Korrespondenten" nacherzählt, ein niedersächsischer Landgeistlicher habe ein Lustschiff erbaut, welches hauptsächlich durch beständiges Aus- und Mederziehen eures grasten, eigens dazu eingerichteten Blasebalgs in freier Luft schwebend erhalten werde. Dieser vertrete daran noch? vornhin die Sielle der Lunge und des Halses bei einem fliegendest Vogel. Zum Lenken der ans beiden Seiten angebrachten Flügel dienten einige dünne Stricke.Die Höhe, zu welcher der vom Erfinder unterrichtete Bauernrllabc von 10 12 Jahren sich mit dein Luftschiff bisher erhoben hat, ist nickst beträchtlich, weil er," so versichert das Blatt,die Msicht mehr aus die Weite einer solchen Lustsahrl, als auf die Höhe derselben gerichtet hat." Viel­leicht liegt in diesem Umstande die Erklärung dafür, dast sich über­haupt ein gelehriger Sck.üler bereit fand, das Fahrzeug, zu be­steigen. Das aber eine Lustreise in Deutsck /and vor 100 Fahren, nachdem die Blanchards, Elise Garnerin und andere Üustsahrer daselbst ihre Unternehmungslust auf diesem Gebiete dem Publikum wiederholt vorgesührt hatten, nicht mehr zu den Undenkbcrrkeiten gehörte, betpeiff eine gleichfalls in der Natioiurl-Zeitung der Deut­schen veröffentlichte Nachricht aus Weimar, wonach im dortigen Wochenblatt ein Gefährte zu Luftreifen gesucht wurde, der einen. Teil der Reisekosten zu tragen bereit wäre. Freilick,! mußte es

schon ein ganz besonders optimistischer Reisekamerad sein, der sich? dem Unternehmer des Wagestückes auzusckstiesten vermochte. Denn dieser erklärte ausdrücklich'! in dem genannter Blatt:Würde sich! hierzu jemand finden oder könnte ich von höheren Behörden unterstützt werden, so würde mein Wunsch erfüllt, und ich würde wein Glück durch? Steigen in die höheren Regionen suchen zu be­gründen, da es mir ohnehin aus der Erde nicht glücken will, solches zu machen."

lilvsbc und Scbiile.

** Dekanat Grünberg, 11. Jan. Das Dekanat Grün- lberg beabsichtigte bereits vor dem Ksrieae zwei Dekanats-, kranken sch Western ausbilden zu lasten. und zur Pflege der Kranken in den Gemeinden des Dekanats anzu stellen. Durch den Ktieg 'wurden die Verhandlungen unterbrochen. stdun bot sich Gelegenheit, eine bereits aus ge bildete, längere Zeit in anderer Gemeinde tätig gewesene Schwester zu gewinnen. Am 1. d. Mts. ist sie in den Dienst getreten. Ihre Wölbung ist in Mücke, von wo sie an sehr geeigneter Bahnstation, etwa in der Mitte des Dekanats gelegen, alle.Gemeinden leicht erreichen kann. Wir wünschen, daß diese neue Einrichtung den Gemeinden des Dekanats, die zum Teil auch im Kreis (Znesten liegen, jyunt Segen gereichen wird und die Gemeindeglieder von dem Dienst der Dekanätsschwester ru schweren Krankheitsfällen vertrauensvoll Gebrauch machen. Gerade jetzt in' der Kriegszeit und bei Wiederbeginn der landwirtschaftlichen Ar- besten wird in vielen Fällen die Pflege durch eine Schwester drin­gend notwendig sein. Tie Ortspsarrer nehmen Wünsche und An­träge in dieser Richtung in Empfang und geben jede nähere Aus­kunft. St.

Primaner

Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mit­teilung, daß unsre liebe, herzensgute Schwester, Schwägerin und Tante

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Heute nnd morgen zum letztenmal

Frau Elisabeth Henkelmann Ww.

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heute nacht nach längerem Leiden im 65. sanft entschlafen ist.

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Die trauernden Hinterbliebenen:

L. Karl Steinmüller Ww. und Familie Joh. Medebach und Familie Ph. Steinmülier und Familie Adolf Steinmüller und Familie.

Heuchelheira, Binzenbach, den 10. Jannar 1917.

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Die Beerdigung findet Freitag mittag Vs1 Uhr vom Tranerhause, Gießener Straße 18, aus statt.

Danksagung.

Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste meiner lieben Frau, um'erer guten Mutter

Emma Meininger

sagen wir allen unseren innigsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.:

Philipp Meininger und Kinder.

Giehen, den 11. Januar 1917.

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