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9.1.1917 Erstes Blatt
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Bewachurvgsstreitkräften gesicherte srcrnzüsische Lini-errschiff ,,Ga ul ots" (11300 Tonnen) durch Torpedoschuß ver­denkt. Dasselbe Boot hat im Mittelmeer am 1. Januar den von Zerstörern begleiteten englischen vollbeladenen TruppentransportdampferJvernra" (14 278 Tonnen) und am 3. Januar einen betvaffneten tiefbeladenen Trans- portdampser von etwa 6000 Tonnen versenkt. x- uhagen, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.)Ber-

lingske Trdende" zufolge ist der dänische DampferNaes- borg' (1547 Br.-R.-T.) wahrscheinlich im Kanal ver­senkt worden. Der Dampfer befand sich mit einer Kohlen­ladung auf der Fahrt von Sunderland nach Beyonne, einer gewöhnlichen Nfttchtreise, die die englische Regierung von neutralen Dampfern verlangt. 18 Mann der Besatzung der Naesborg" sind wohlbehalten in Brest gelandet.

Fredritstad, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der große F i s ch d a m p f e rI u p i t e r" ist nachts g e st r a n - det und wird wahrscheinlich wrack werden.

London, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloydsmel düng. Der dänische DampferEbro" ist versenkt worden. Die Besatzung ist gerettet. Man glaubt, daß der dänische DampferWiking" versenkt worden ist. Weiter meldet Lloyds die Versenkung des britischen Dampfers A l l i e".

London, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel­det: Der SchonerB re nd a" ist von ' einem feindlichen Unterseeboot v e r s e n k t worden, die Besatzung wurde ge­landet. Man glaubt, daß der norwegische DampferLau- P a r" versenkt worden ist.

Lo'n don, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der norwegische DampferH ans i" ist wahrscheinlich ver­senkt worden.

Paris, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.)Petit Parisien" zufolge wurden vor La Rochetle drei weitere Fisch­dampfer versenkt.

Bern, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) LautTemps" wurden vor La Röchelte v ier und an anderen Punkten der französischen Küste fünf Fischdampfer versenkt.

losigkeit, Erfolge zu erringen, was die Sonrmeschlacht ja klar be füicten habe, dem Kamps bald ein Ende gemacht sein

Unter den Gefangenen bilden also die Friedensanhänger die wert ubettvregende Mehrzahl. Selbstverstcüidllch gibt es auch solche, ~ allerdings dünn gesät unter An>erkennung der

Clarke Deutschlands immer noch einen >eudg übrigen Sieg Englands pofjeii. ^r-e Aeußerungerueä Fliegeroffiziers, seiner Waffe würde ldie Beendigung des Krieges unerwünscht sein, da nur wenige unter ilmen später in der Lage seien, ebensoviel zu verdienen wie, letzt, nämlich 25 Schilling pro Tag, konnte mrr aus englischem kirnte kommen.

w ? r S^ en un ^ ganzen erkennen die Gefangenen die deutsche ..cacht und stärke vollkommen an. Die von den Zeitungen und auch verbreiteter Gerüchte über grausame Behandlung Mange neu durch die deutschen Soldaten, über Hungersnot in Eutzchlaiü) und was dergleichen Dinge mehr sind, finden im all­gemeinen kernen Glauben mehr. Cs berührt eigenartig und wirft ern grelles Schlaglicht auf das Verhetzungssystern der Entente, wenn Z viele englrlche Gefangene über die ihnen von deutschen Soldaten > getvcrdene anständige Behandlung erstaunt sind. Anschei­nend hat man den englischen Soldaten vorgeredet, daß die Deut- ichen ihre Gefangerren so behandeln, wie die Franzosen die Unglück selraen^deutschen, die in ihre Hstude fallen. Es ist geradezu empö­rend, die Berichte der deutschen SoldatM zn hören, denen cs ge- lungen pt, aus französischer Gefangerrschast zurückzukehren. Ueber- ecnftimmend melden sie, daß ihnen unter Duldung der Offiziere von den franzvnschen Soldaten Geld und Uhren geraubt, Ordeus- lt ? ert s. ul n ) "t? 1 . abgerissen und entwendet worden sind, daß sie in vorderster ^ime unter dem Hagel der deutschen Granaten Ver- sammeln und fottschleppen mußten, daß sie in Käsige cin- aepürcht, 46 Stunden ohne Nahrung aushalten mußten, bis an die ^ Schlamm und Schmutz stehend, da sie gezwungen waren, Jrtunb ©teile iFire d^otdurft zu verrichten. S ch lim m er wi e das Vieh behandele der Franzose seine Kriegs- gefangenen während wir Deutschen in den feindlichen Sol- oaren nach der Gefangennahme nur den Menschen sehen und ihn dementsprechend human behandeln.

( ^ü i>ru( L a:,lf die englischen Soldaten hat das schnelle Vorgehen deutsch,er Truppen in Rumänien, namentlich die Ein-

Eh$ dem Reiche.

Der Kaiser an den Senat von Lübeck.

^ L ü b e ck, 8. Jan. (WTB.) Der Senat berichtete dem K a i s e r über die Stiftung des Senators P o s s e h l telegra­phisch. Hierauf ist folgendes Telegramm eingetroffen:

Sehr erfreut über die hochherzige Tat des Senators Possehl, sage ich dem Senat für die mich lebhaft interessierende Mitteilung herzlichen Tank. Mögen die Stiftungen der freien und Handels- Nadt Lübeck, ihren im Dienste des Vaterlandes auf dein Schlachtselde tteu bewährten ^Söhnen und den Hinterbliebenen der gefallenen ^lden reichen Segen schaffen. Mögen auch die freundlichen Wün sche des Senats für den weiteren Sieg unserer Waffen und eine glückliche Zukunft Deutschlands nach dem erkämpften ehrenvollen ^nege mit Gottes Hilfe in Erfüllung gehen. Wilhelm I. R.

Berlin, 9. Jan. In dnn von den Russen schwer heim- gesuchtmi ostpreußischen Kreise Pillkalten wurden lautBer ttner Tageblatt" im Dezember seit dem Aufruf Hindenburgs, 250 Zentner Butter und 2 7 OOOEierfürden Westen gesammelt und an die Zentralstelle in Königsberg abgeliefett. ^^Berlin, 8. Jan. (WTB.» Bon der Hossiaruverwaltung des Prinzen Oskar von Preußen wird aus Potsdam mitgeteilt: Heute morgen 71/2 Uhr wurde dem Prinzen Oskar ein gesunder Krregsiunge geboren. Mutter und Kind befinden sich, wohl mr. Frankfurt a. M., 7. Jan. Tie Frankfurter sozial- Partei berief am heutigen Sonntag ihre zahlreichen Anhänger in Frankfurt a. M. und Umgegend zu einer Volksversammlung in die 5000 Personen fassenden Räume des Al­bert Lchumann-Theater, das nahezu ausvettauft war. Ter Redner des Tages, die Reichstagsabgeordneten Tr. Eduard David-Berlin mw Tr. Max Qnarck-Frcmffurt a. M., verbreiteten sich über das Friedensangebot Deutschlands und seine Ablehnung durch den Zehnverband. In ihren zweistündigen Ausführungen streiften sie auch die Entstehungsgeschichte des Weltkrieges und unsere politi­sche, wirtschaftliche und militärische Lage. Die Sozialdemokratie wuniche keinen Frieden um y&m Preis. Fordern müsse man die Besteuerung der teilweise ungeheuren .Kriegsgewinne und die mili- tarische Organisation der Lebensmittelversorgung. Im übrigen dürfe der deutsche Friedensruf nie wieder verstummen und bei den Sozialdemokraten wird man jede Friedensstimme, einette 1 von wem sie kommt, stets mit Freuden begrüßen.

Mr. Frankfurt a. M., 7. Jan. Die Zentrumspar tei von Frankfurt a. M. und Umgegend vereinigte Samstag abend ihre Anhänger zu einer Kundgebung im großen Saale der Börse Reichstagsabgeordneter Giesberts erläuterte das Gesetz vom vaterländischen Hilfsdienst und fam im Verlaufe seiner zwei­stündigen Ausführungen auf das Friedensangebot Deutschlands und feiner Verbündeten zu sprechen. Seine Worte klangen aus in der kraftvollen Thuswrderung zum Durchhalten bis zum siegreichen Ende, auch,wenn das kommende Frühjahr uns die schwerste Phase des Weltkrieges bttngen werde.

Ausnahme der deutschen Friedensangebotes an der englischen §ront.

Ein Offizier an der Front, der mit kri-egsgesangeueu Englän­dern kürzlich gesprochen hat, weiß über seine Eindrücke Folgendes zu erzählen:

. Tie während der Somme-Kampfe gegen Ende des alten Jahres E^ang^nen Engländer, welche aus allen Teilen des vereinigten Königreichs stammen, sowie die Kanadier und Australier haben durchweg, mit ganz wenigen Ausnahmen, aus ihrer großen Frie­denssehnsucht und ihrer vollständigen Kriegs Müdigkeit kein HeU genmcht. Ihre Stimmung stand ganz im Gegensatz zu dem nach enMi'chon tfteitungen angeblich in der Heimat herrschenden kriege- rrichen Gerste. Während man im englischen Parlament nnd in de-7- englischen Presse das deutsche Friedensangebot kühl ausnahm, teilweise sogar ablehnend, hat die Botschaft!des Deutschen Kaisers an der englischen Front soweit sie den Soldaten durch Vorge­setzte oder durch Zeitungen bekannt purde (in verschiedenen Ge- sechtsabschnrtten war bis zum 19. und auch teilweise bis Eirdü Dezember noch nichts über dos Angebot bekannt) fast allgemein erne wendige Begeisterung ausgelöst. Ter Graben kämpfe,: stellte Nch vollkommen in Gegensatz zu de« leitenden Männern in der Heimat. Nahezu überall gaben sich die englischen Soldaten der Ho,mang hin, daß das Angebot wenigstens der Ausgangspunkt zu Verhaudttrngen zwischen den KriegM/renden sein werde. '

Tie Britte, welche die englischen Soldaten aus der Heimat erpalten, geben ebenfalls Zeugriis von dem sehnlichsten Wunsch nach Frieden

Angesichts dieser Stimmung hat die ablehnende Haltung der exiglnchen Regierung große Erbitterung 1>ervorgerufen. Lie'»e Lloye Georges hat die englischen Soldaten enttäuschst: sie l>at ifinnt ihre Wünsche und Hofftrungen auf baldigen Friesen durch­kreuzt^ Fnsolged-nen herrg'cht vKhach an der englischen Front a.rtc unwr^ijkTK Wut gegen ihn. Oft hött man aus dem Munde der englischen r>oldoten t#n Wunsch, datz er selber einmal einige Tage in cm r ..windigsten Ecke c es Schützengrabens" zu bringen möge; c«ö wäroe idn und die übrigen Schreier in der Heimat, die nicht vom Krüge bttommen könnten, sicher anderen Sinnes

machen.

'luch finden sich unter diesen Frontsoldaten Bestrebungen, ryrem Frieoenswunich cmrch Neuwahlen zum Parlament Aus- «ua i,u tu rleiden. JJian glaubt aber, die N«gierung würde sich vor sopi.'n ^wu»adlk-n iürchden uot» um keinen Preis den Kamp- oiont <'/ liqcnbnt geben wollen, ihr Stimmrecht aus-« znüden mitten Mann im Schützengraben allein (infame (

horte man viel fach würde in Anbäracht der Aussichts-

rrj,. ( r. TT ^ieg £111, NiLpl MS CUt IN

Lchiwacheznstand beftichliches bezeichnet werden kann. Sie bewundern me außerordentliche Zähigkeit des deutschm Soldaten und glauben zimi größten Teil mcht mehr daran, daß Deutschland je auf die Knre zu zwingen sei. ^ '

= Wf 0cM«roen Sranjofm Wt.ätigeit, daß die fr-m,Ssischm T sT? . dmttch.e ^Friedensangebot günstig Misgenommen und r^^^-^^?^Zanrn.g'ing gehofft haben. Indessen kommt bei

* um Ausbruch, daß England aussckchag- gebeiiden Einfluß in der gegenwärtigen Politik Frankreichs besäße Er- ' aI ? bestvebun gen entgegen treten würde'

rnÄ'.fS 1111 ! 1 ! 9 Soldaten glegen die Engländer

ung ünstig i!t, oedarf daher kaum noch) der Erivähnuna. Tiesc

ma r :t ax} ~ ^ en Erzählungen der französischen Gefangenen von der gesamten Front im Westen.

Arregshrüse au§ dem Gsten.

Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kttegsberichterstatters.

(Unberechttgter Nachdruck, auch auszugstoc'ise, verboten.)

Der russische Vorstoß un 0er Riga-Front.

^ Mitau, den 6. Januar.

A ^ cr .^lsrsch^ Handstreich aus dem Brückenkopf Riga heraus hat (T$rfcrP lI >f ra nrsftsthen Mißerfolg gesteigert, das ist der

£ b im Brennrmnkt des russischen Angriffs ge-

Morgengrauen des 5. Januar brachen längs des ge­samten Bruceenkoyfes Riga russische Sttrrmkolonnen vor, nachdem k* j£ e A?Ulorre stark vorbereitet hatte: mi den meisten Stellen^ wurden die vorgel-enden Abteilungen schon in unserem Sperrfeuer aufgehatten. Westlich der Aa hatten diese umgriffe mehr oder minder Temonstrationscharakter, ernsthafter Ider Chaussee Mitau-Riga: sie ivürden 2^,0 matt ^daesästagen Ten Hauptstoß mit annähernd zwei 5tt>rps.^>dem sechsteii sibirischen Korps und Verbänden aus letti- l^en-Formatwnen, dem Letten-Korps, ttchteten die Russen gegen den Frontteil östlich der Aa. Ter Mittelpunkt dieser ' r^? r Mangal bis Buobaß hier gelang es bei

^^^^oestöber den Russen, die ettva 500 Meter breite Waldschneise zwischen den beidetteitigen Stellungen im.Mitauer Kronsorst zu überwmden und in unsere Stellungen einzudrriigen: das wohl beabsichtigte Ausfallen twch Südosten, um die Straße MiümRiga zu gewinnen, gelang ihnen nickst.

inzwischen waren, teilnieise mit Kvastwagenkolonnen, recht­zeitig Reserven angesetzt worden, ein oft besvährt-es Gardebataillon' und andere erprobte Truppen griffen gegen Mittag ein: die Russen hatten znnr große Verstärkungen in die Cinbruchsstelle geworfen u cf} a ^ u schn^llferttger Hoffming auf Ett'olg Kavallette bereit gestellt, ihre Lage warstste sich aber sehr sclmell. Mit großartigem! Ungestum gmgeii die deutschen Reserven längs der Sttaße Tis- kupMangal und durch dni hockverschveiten Wild 'oor. Cs kam Waldg^echt, in dem die Sibirier schwere Verluste erlitten. Man kam sich überall aiif 20 Meter nahe dabei war sehr klarer Vollnwnd in dem weißen Wald war gutes Büchsenlicht: von Skangal ab istdie Straße zur Rechten und Linken mit russischen Tottn besät liegen Abend waren die ^ünssem bis zur Stellung zuruckgedruckt undsuchten in den Blockhäusern und hinter ben auf

*^ 00 ^ Holzbrustwehren letzten verzweifelten Widerstand zu lüften, da kam es zum Bajouett-

x ^ m S \S. U er ? 1 suchten die Reste der Eingedruugeneii durch das Drahthindernis über die Waldblöße hinter den Stel­lungen SU entkommen, die Scharfschützen und die Maschinen­gewehre sichelten sie auf der fast tageshellen weißen Fläche nieder. Nnr die Sclmeeheinden, che einige trugen, verbargen sie ein wenig. Um /ß Uhr abends etwa war der größte Teil der Einbruchs stelle wllig gesäubert, 900 Gefangene waren gemuckst. Es wurde dann sofort daran gegangen, den Rest der Stellung nach Nordwesteu und Sudosten weiter zu säubern, eine Arbeit, die heute erfolgreich fort- gesetzt wurde. Tie Gefangenenzahl hat sich dabei auf 1289 erhöht ?.no wachst noch. Drei Maschinengewehre wurden eingebracht, dock layt sich mich »diese Zahl noch nickst übersehen. Dickst vor der Stel­lung sah ich heute zum Bttspiel inmitten eines Hausens ein Ma- 1 chinengen>ehr, das wegen des nicht aussetzendeu Feuers noch nicht geholt werden konnte. Jeder Vßeter der Stellung, die fest in unserer Hand ist, bezeugt die schwere russische Niederlage: in allen Lagen liegen die Russen überall umher, ime sie der Tod gefaßt hat. Tie Russen wollten zu ihrem Weihnachten einen Handstreich aus Mitau versuchen, sie haben ein blutiges nnd trauriges Weilmachts- i L'lt gesunden._ Rolf Brandt, Kttegsbcrichterstatter.

liche Veranstaltungen scheinen sich allerhand irrige Vor­stellungen gebildet zu haben. Daher sei zur Vermeidung ^^^^^^^bhmlichkeiten für die Beteiligten darauf auf­merksam gemacht, daß die Aula durchaus nicht für jeden Zweck, auch, nicht für jeden Bortrag zur Verfügung gestellt werden kann. Vielmehr muß in jedem einzelnen Falle sorg- s'altrg geprüft werden, ob die in Frage kommende Ber-« anstaltung den für die Benutzung der Aula erlassenen, ihrem besonderen Charakter entsprechenden Besttmmungen ent- Zu diesem Zweck ist ein schriftliches Gesuch an das Rettorat zu richten, das über den Veranstalter sowie über ^^.cO^bck der Veranstaltung genaue dluskunft gibt. ^ XZ jr Entscheidung über das Gesuch kann in der Regel erst nach etwa einer Woche erfolgen. Da die endgültigen Bor-« vereitungen selbstverständlich erst getroffen werden können, !^bnn die Entscheidung bejahend ausgefallen ist, muß das! Gesuch mehrere Wochen vor dem Termin der Veranstal­tung eingereicht werden. Gesuche, die erst etwa eine Wachst vorher eintreffen, sind zwecklos und müssen einfach zurück- gegeben werden. ö

Von dem Anlehen der Provinz Aber- L e I f 6 ^ Mai 1902 sind zur Rückzahlung für 1. April

i?l 3 , wurden die Schuldverschreibungen - Sit. A

fl? ms B 0 9fr - 38 - dl, 109, 13, C Nr. 64, 86, 118,

** ^^rKriegsausschuß für VerbrauHerinter- /. l n ^ ,cm ^ Vereine bezw. Organifatiorteni mit über 14 000 Mitgliedern durch ihre Vertteter Sitz und Stimme yaben, hat sich, wie er uns mitteitt, in der verftossenen Kriegszeit jehr ruhrrg gezeigt. Als Glied des Reichs-, (Armeekorps--

Landesausschusses für VerbraUlcherinteresf-en lyat er W hauptsächlich zur Aufgabe gestellt: 1. Uitterhaltung einer Sam- mel- und Auskunftsstelle für alle Fragen, Wünsche, Vorschläge Gebiet der Volksernäl)rung und des Rstassenbedarfs; ' iu Ui a nmg und Erziehung der Verbraucher zu einem verirünf- tigeii Verbrauch der Vorräte: 3. Vertretung der Verbrauchettnte- e,sen gegenüber Behörden, Pttvaten und der Öffentlichkeit: 4. Be- tampsung der Preistreibereien, sowie des Nahrungs- und Bedarfs- artikelwuchers. ä^ces sucht er einesteils selbst zu verwirklichen^ Ä^^Erseits veranlaßt er durch ^entspreckLnde Anttäge den Landes-, Bezirks- oder Reichsmisschuß daz!U. In 15 Sitziingen wurde ein- gehenE über entsprechende Maßnahmen beraten. 46 Eingaben an Relchsern ahrungsamt, Generalkommanbo, Ministeriuni, Landes- rartossel-, Obst-Stellen, Kreisantt, Stadtverwaltung, Pveisprü-« wng-stellen ujw. wurden abgefaßt imd abgesandt; 16 Anttäge bei Reichs-, Bezirks- oder Landesaus schuß gestellt. / Recht viele An- reguilgen und Wünsche sind in Erfüllung gegangen, aber auch uianche Euttäuschung-en traten dabei zutage. 61 sonstige Schreiben gmgeii ab. Das Organ des Reichs,ausschstsses, die Rundschau der ueutstyen Verbrauch-erbewegmig und Mitteilungen für Preisprüfer j owie-me Lerbrauchslvirtscl na st im Kriege förderte die Verbrauckier- ^^ttlich. Bei den städtischen Behörden fand der .lu-ichuß stets Entgegeiikommen, wie auch eine Anzahl Mitglieder fff- Ausschusses im städtischen Lebensmittelaussckmß und in der Preispttisungs stelle der Stadt Gießen Sitz und Stimme haben. Anregungen aus Berbra'ucherkreis-en, sowie lvirklich begründete Be- schwestdev werden vom Gießeuer Ausschuß für Verbraucheriuteressen Ui seiner Geschäftsstelle, Bahnhofsttaße 66 II, stets gerne entgegen- genommen.

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Aus Stabt und Land.

Gießen. 9. Januar 1917.

" Auszeichnungen. Dem Musketier Wikh. R e i tz. zurzeit verwundet, wurde zu der pessilcheu Tapserkeitsmedaille noch daS Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen. Erstand in einem Insanterie- Regiment auf dem rumänischen KriegSschaiiplatze. Feldwebel Schutzmann Ho f m a n n aus Gießen, Rel.-Jns.-Rgt. 441, 10. Konrp. erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe.

^Auszeichnung. Das Eiserne Kreuz erhielt der Lehrer Becker, Vizcseldwckbel und Offiziersaspirant

** Unsere ölte st e Mitbürg <'rin Fräulein Bertha v. Grolman vollendet heute ihr 101. Lebensjahr.

^ Großherzog Ernst Lud w i a -I u b i um s- Spende. Wie uns von zuständiger Stelle mitgetettt wird, werden die zur Annahme v-cm 'Spendeu inrvttchalb des Kreises Gießen vorgesehenen Stetten in Mrze bekanntgeaeben werden.

L. U. Bon der Lanvesuniversität. Ueber die Vergebung der Neuen Aula der llnwersUöl für »ffenb-

Kriegsgefangene in Rußland. Der Hambur- gUche ^andesverein vom Noten Kreuz, Ausschuß für deutsche Kriegsgefangene, gibt soeben die fünfte, ergänz-te Auslage der Karre voni Europäischen und 'Asiatisck-en Rußland und Verzeichnis der Otte, in denen sich Kriegsgesangene und Zivllverschickre befinden, owie Bestimmungen über den Postverkehr nach diesen Orten heraus im Verlage von L. Fttedenchsen 8c Co., Hamburg, Mönc^berg- sttaße 22, 1. Stock. Das sottlausende Anwachsen der Zahl der Otte m denen sich Kriegsgefangene und Zivilverschickte befinden, mackste es in der neuen Auflage unmöglich, Wie bisher die Orte in die Karte nnzuzeichnen. Man mußte sich daher darauf beschränken, nur die Namen der Gouvernements und die Gouvernementshauptstädte auf* zuführen, 'dagegen sind aber die Kreisgrenzen eingezeichnet uiib wder Kreis und jedes Gouvernement ist mit einer Nummer ver­sehen. Mit Hilfe des alphabetischen Verzeichnisses und der Karte ist demnach ohne weiteres die Lage eines Ottes sestzustellen. Das Verzeichnis der Lager ist wie bei den vorhergek^ndcn Auflagen! wieder in russischer Drucllchttft als Vorlage für die Adressen an­gefertigt. Auch sind den Bestimmungen über den Postverkehr noch Anleitungen znr Verringerung der beim Lesen russischer Namen sich ergebenden Schwierigkeiten hinMgefügt, so daß durch diese neue Auslage in weitgel-endster Weise der Verkehr der Gefangeneni mit den Angehöttgen in.der Heimat erleichtert wird. Der Preis der Karte nebst alp habet isckjem Verzttchnis liettägt 2,25 Mk. Sie ist durch den. Bezirksausschuß für vermißte und kriegsgefangen« Deutsche in Gießen, Alte Klinik, Liebigstraße, und durch jede Buchhandlung zu beziehen.

** V o m städtischen ®tn quartier ungSamt wird mitgeteilt, daß bezüglich der zurzeit tu der Stadt ohne Verpflegung einquartierten Mannschaften voraussichtlich am 11. ds. Mts. eine Umwechsclung derart stattfindet, daß für diese Mannschaften andere in die Qnarsiere kommen.

** Z n r freiwilligen Ablieferung von F a h r - rad reifen und Schläuchen wird nochmals auf Donnerstag, den 11. Januar 1917, nachmittags von 2 bis 6 Uhr, ein Abnahmetag festgesetzt. Die Beveiftrng wird ans dem städt. Gas- und Wasser­werk, technisck-es Bnrcan, Gartenstraße Nr. 3, cutgegengenommenä

** Landsturm rolle. Die im Dezember 1809 geborenen Landskurnwslickstigen der Stadt Gießen müssen sich am 15. Januar 1917 zur Stanlmrolle melden. (Siehe Bekanntmachung.)

** Aus d e m S1 a d t 1 h e a t c t b it r e a iu Die Aufführung vonI p h i q e n i e" als Volks- und Schüler - Vorstellung am kommenden Freitag ist die letzte des Werkes in dieser Svielzeit. DaS Gleiche gilt dir dasM ä r ch e n v o nt D a u m e ii I u t f ri) e v*, das am Sonntag, den 14. Jmmar, nachmittags, zum vierten und letzten Male gegeben rvird.

** Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Die Direktion hat für ihveit augerib-licklichen Spielplan von heute bis einschließlich Frei­tag ein wirkungsvolles Volks stück getoonnen. Ludwig,' Anzen-» g rub ct ^ eineid baue r", der aus der Bühne großen! Erfolg erzielte, ist von Louise Kolm und I. Fleck für die Fllm-» bühne bearbeitet und inszeniert worden. Da der Filnr von einem; Wiener Filmhause ausgenommen nnd fast ausschließlicki von öfter- reichisck-en Schauspielern dargestttlt ist^ kann man sich von dem! Werke eine besonders eindringliche Wirkung versprechen.

** Ter V i e h s e n chle n ft a n d am Jahresjchluß in beiden Hessen. Tie neueste Zusammenstellung über den Äand der Büch- senck.,en zeigt, daß in der Provinz Hessen-Nasüm am Jahresschlüsse die Maul- urw Klauenseuch,? völlig erloschen war. Tie Schweine^ imiß und Sckilwcinepest herrsckpe dagegen im Reg.-Bez. Kassel in 50 Gehöften, welche sich auf 36 Gemeinden in 12 Kreisen verteilen nnd im Reg.-Bez. Wiesbaden in 32 Gemeinden, ivelche sich aus 17 Gemeinden in 8 Kreisen verteilen. Im Großherzogtum Hessen herrscht die Maul- und Klauenseuche in Oberhessen und Rhein­hessen in je einem Gehöfte^cmd die Schüveineseuche in je einem Gehöft in Oberhessen und Statten bürg.

** Das heutige Kr eisblatt Nr. 4 enthält Bekannt­machungen über die Regelung des Bettehrs mit Kraftfahrzeugen, die Zulassung von Wasserstosisuperoxyd zur Fttscherhaltung von Magermilch, private VersichenuigSunternehmen, und Gefechts­schießen bei Beuern, Mainzlar.

Lanvkrtis Girhrn.

Großen-Linden, 9. Jan. Mittwoch, den 10. Januar 1917, begehen die Ebelcute Louis Stroh und Ehefrau das Fest der Silbernen Hochzeit.

^ L k n d e n st r u t h, 8. Jan. Dem Kanonier Hch. S ch e p p,. 7. Garde-Feld^Art.-Rgt., wurde wegen tapferen Verhallens vor dem Feinde die Hessische Tapfetteitsmedaille verlieben.

*DL RöthgeS, 9. Jan. Der gegenwärtig bei einer Fern- sprech-Ablteilung stehende Karl Körper würde für herrwrraqenda Leistungen mit dem Eisen,en Kreuze 2- Klasse «msgezerchn.Lt.