Ausgabe 
30.12.1916 Erstes Blatt
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~SC<$, 28.5D*. 3>r 0BeiX5<raäA^flft Wrtdrf» ©<$mibt tarn tta 3.M. 2H. AHÜg. wurde zum Sanitäts-llntewsMier be­fördert und mit der Kess. Gedenkmünze ausgezeichnet.

"Lollar. 30. Dez. Geometer 2. Klasse Karl Back aus Lotlar, zurzeit Kanonier im Feld-Art.-Rgt. Nr. 95, wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde mit der Hessischen Tapferkeils­medaille ausgezeichnet.

b. Stein buch, 30. Dez. Dem Musketier Ernst Ludwig Müller, Sohn be§ Maurers Adam Müller, in einem Reserve- Insainterie-Regiment an der rumänischen Front stehend, wurde am 25. November 1916 für l)ervvrragende Tapferkeit vor dem Feinde die .Hessische TapferkeitsMedaille verliehen.

** Steinberg , 30. Dez. Der Landsturmmann Karl Röh - mi g beim Reserve-Zmfanterie-Regiment 118, 7. Kompagnie, wurde am 21. Dezember mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausge­zeichnet, idlme mit einer schönen Geldsumme und sonstigen Ge­schenken vvn der Kompagnie zu Weihnachten bedacht.

Kreis Büdingen.

. y. Borsdorf, 29. Dez. Im hohen Alter von beinahe 90 Jahren starb hier der alte ste Einwohner unseres Ortes, der Landwirt Heinrich! Adam Uhl. Von seinen 17 Kindern, die er alle hevanma-chsen sah, leben noch zwölf. Kurz vor seinem Ende ging ihm sein ältester Sohn in Berljin und ein Enkel auf dem Felde der Ehre im Tode voran.

# Borsdorf, 30. Dez. Die Hessische Tapferkeitsmedgille erhiell der Landsturmmann Beizer und das Eiserne Kreuz der Musketier Weiß im Jvf.-Regt. 168.

# Düdelsheim, 30. Dez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Fahrer Karl Geyer im Feld-Art.-Regt. 205.

& Echzell, 30. Dez. Die Hessische Tapferkettsmedaille er­hielt der Unteroffizier M o g k.

itKainchen, 30. Dez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Wehr- mau» Kropp. Ten Heldentod starb der Musketier K a u ck im Fnf.-N^t. 144.

^Ober-Mockstadt, 29. Dez. In Gießen starb bei seiner Tochter der frühere Bürgermeister und Rechner des hiesigen Vor­stoß- und Kreditvermns, Heinrich Wilhelm Mickel von hier.

# Stockheim, 30. Dez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Metzger so* Gastwirt Friedrich Hartmann jun.

Kreis Alsfeld.

Dc. Alsfeld, 30. Dez. Das diesseitige Kreisamt erließ eine die Kriegerehrningen betreffende Bekanntmachung, in der die BÄtörde hervochob, daß in der Frage der sichtbaren Krieger- ehruugar, sowohl in der Heirrmt als auch im Felde nichts über­stürzt, Indern die Ausführung zurückgehalten werdsr. soll, da man ihr endgültig erst nach Friedensschlich Wild naher treten können. Normst liogen den Gemeinden noch andere und wichtigere Pflichten ob, insbesondere solche der Dankbarkeit gegen die Ge­fallenen durch die Fürsorge für die HinteMrebenau, gegen die demnächst aus dem Kriege Heimkehvenden, durch die Fürsorge für Kriegsbeschädigte und andere den Uebergang in Friedenstätigkeit vermittelnde Errichtungen. Ties schließt nicht aus, daß lster und da jetzt schon der Gedanke an die Aufstellung eines Kriegerdenkmals, die Anbringung einer Gedächtnis- oder Ehrentafel erörtert wird, vückbei-cht auch ausgeführt weiden soll. Dann aber ist davon aus- Mgehen, daß selbst das bescheidenste Ehrendonkmal, auch in lleinen Orten, künstlerischen Anfordermrgen unterworfen werden muß und daß bei der -Vorbereitung und Ausführung sachverstirndige Beratung unerläßlich ist.

Kt. Alsfeld- 30. Dezember. Das Kreisamt teilt zum ab­schreckenden Beispiel mit, doch wegen Ueberschreitung der Höchst- pre^e für Fleisch«- und Wurstwaven und unerlaubter Ausfuhr der Metzaer Ludwig HÄM in Hamberg a. d. O. rechtskräftig zu einer Geldstrafe von 400 Mark und den Kosten des Verfahrens oerurteilt woaden ist.

Kreis Friedberg.

oa. Z^ietzv«rg>, 30. D^. Dem Musketier Georg Beck, bei der 11. Komp., akt. Jnf.-Regt. 116, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Dczcfeldwebel Lang ethielt des Hessische Sanitäts­kreuz. DerLandstw ru t u v amr Georg Zimmermann, imLand- i«Hr^ff(attrrjs-Regiment Nr. 80, Sohn von Weißbrndermeister Gg. W. Zimmermann, wurde mit dem Eisernen Kreuz und der HessLÜ^n Tapßerckeitsmedaille auSgeKeichvret. Ter Obergefreite Pauli, bei der Fnßprt--Batterie 39H, wurde zum Untewffizier befÄedert.

" Butzbach, 30. Dez. Dem stnä. phll. Willy Büttner, Leutnant d. Retz, zurzeit in Rußland, wurde da« Eiserne Kreuz -verliehen; die Hessische TapferkeitSmedaille erhielt er 1915 bei Mitau.

G. Bad-Nauh-eiM, 30. Dezember. Der auf der hiesigen Station als HWÄsberter beschäftigte 16jährige Th. Mörschel aus Ober-Mörlen wurde gestern mittag, als er. einem einfahrenden Güterzug answcichen wollte, von emem aus entgegengesetzter Rstttungtzomnvenden Wtznger erfaßt rmdzermalmt. Leutnant Glock, Sohn des Pfarrers a. D. Glock von hier, wurde mit dem Eisernen Knmz 1. Masse ausgezeichnet. Tie Krankenträger Konvad Beutel und Earl Stezrernagel erhielten das Militär- SanrdLts-Kreur.

oa. B ur g-G rüfenrod e, 30. Dez. Bürgermeister Hahn, welcher zurzeit im Felde steht, erhielt das Eiserne Kreuz.

oa. N i e d er - E s chba ch, 30. Dez. Fräulein Anna Katharina Bauer wurde vom Großherzog für Verdienste der Vernmndeten- pflege die Medaille für Kriegsfürsorge verliehen

oa. Melbach, 30. Dez. Der Musketier Adolf Schmidt, Reserve-Ssrfanterie-Negiment 254, 5. Sohn des Bergmanns Hein­rich Schmidt II. rn Melbach, erhielt die Hess. Tapferkeitsmedaille. Starkenburg und Rheinhessen.

-- Darmstadt, 29. Dez. Beim Aufspringen auf eine fah­rende Straßenbahn flüchte ein Soldat ab. Er wurde überfahren und getötet.

= Worms, 29. Dez. Der 19 jährige Taglöhner Christian

Diehm wurde mit einer schweren Schußwunde im Rücken in das Krankenhaus gebrach^ wo er bald verstarb. Er konnte kurz vor seinem Tode noch mitteilen, daß er zwischen Worms und Rhein- Dürkheim von unbekannter Seite den Sämß in den Rücken er­halten habe. Die Gerichtsbehörde hat eine Untersuchung der Ange­legenheit ungeordnet.

Hessen-Nassau.

ra. Biedenkopf, 30. Dez. Für diese Woche werden 200 Gramm Fleisch ohne Knochen, 250 Gramm mit Knochen oder 500 Gr. Rehfleisch oder 500 Gr. Frischwurst (Fleisch-, Leber-, Blutwurst) pro Person ausgegeben.

X Groß-Steinheim, 28. Dez. In der Nähe der Klein- Stein heimer Eisenbahn-Mainbrücke ist heute nachmittag ein mit mehreren Personen besetztes Fuhrwerk mit einem Wagen der Hanauer elektrischen Straßenbahn zusammen ge stoßen, wobei vier Insassen des Fuhrwerks zum Teil erheblich verletzt worden sind imd dein Krankenhause zugeführt werden mußten. Ter Unfall ereignete sich infolge des hen-schenden dichten Nebels. Tie Passagiere des Straßenbahnwagens sind mit dem Schrecken davongekommen, ebenso das Führerpersvnal.

= Kassel, 29. Dez. Eine hiesige Hausfrau kaufte von einer Bäuerin eine Gans nach dein Gewicht. Als sie später den Vogel ausnahm, machte sie die Entdeckung, daß Kopf, Kropf ünd Speise­röhre des Tieres mit Kieselsteinen ausgestopft ivaren, wo­durch sich das Gewicht noch recht erheblich gesteigert hatte.

[] Wetter, 26. Dez. Als Weihnachtsgeschenk wurde unserer Stadt zur großen Freude der Einwohuerschast elektrischesLicht beschert. Die Versorgung der Stadt mit Elektrizität erfolgt von Marburg aus.__

vermachtes.

Doprwlmord in Köln.

Köln, 29. Dez. (MTB. Nichtamtlich.) Nach amtlicher Darstellung handelt es sich bei dem Doppelmord in Köln-Deutz um einen lang vorbereiteten raffiniert an­gelegten Doppelranbmord, zu dem die Mörder chre Opfer aus Essen-Borbeck über Düsseldorf nach Köln lockten, um die Aufklärung zu erschweren. Auch sonst hatten die Mörder vieles getan, um die Kriminalpolizei auf falsche Spuren zu lenken. Die am Tatort Vorgefundene alteKölnische Volks­zeitung" zum Beispiel sollte auf Kölner Täter hindeuten. Der die Ermittlung führende Kriminalkommissar konnte bald nach der Auffindung der Leichen die Persönlichkeit des Haferkamp feststellen, trotz der fürchterlichen Zurichtung des Kopfes,, da er ihm bekannt war. Infolgedessen wurde von dem Kommissar schon am ersten Tage die Ermittelung zu Essen-Borbeck aufgenormnen. Von hier führte ibn eine sichere Spur nach Düsseldorf. Nach Ermittlung oer von den Verbrechern dort gelegten Spuren konnte aus Grund sicheren Beweismaterials der Kommissar mit mehreren Be­amten schon am 23. Dezember früh den Mörder Fräser und auch den Kellner Franz Hahn in ihrer Wohnung in Essen überrumpeln und festnehmen.

* Karlsruhe, 29. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Oberl^fmar- schall Freiheit Leopold von Freystedt hat der Stadtgenreinde Karlsruhe sein in den Gemarkungen Jstein und Hnttingen, Amts- gerichtsbezirk Lörrachs gelegenes Gut im Flächeninhalt von über 280 000 Quadratmeter samt Wohn- und Oekonomiegebänden in* allem landwirtschaftlichen Zubehör mit der Auslage geschenkt, dasselbe oder den Erlös -daraus zur Linderung von infolge des Krieges entstandener Iiot zu verwenden.

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Direktion: Hermann Steingoetter.

Montag, den 1. Januar 1917 (Neujahr), nachm. 3*/, Uhr, bei kleinen Preisen: »Der Bursche des Herrn Oberst.- Ende gegen 5°/. Uhr. Abends 7 1 /, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): .Robert und Bertram- oderDie lustigen Vagabunden." Ende 10X Uhr. Mittwoch, den 3. Januar, abends 8 Uhr, bei Dolks- preisen: Volks-Vorstellung:Wo die Schwalben nisten." Ende 10V, Uhr. Freitag, den 5. Januar, abends 8 Uhr, bet gewöhnlichen Preisen (ermäßigt), 8. Freitag-AbounementS-Dorstellung: »Was Ihr wollt." Ende 10H Uhr. Sonntag, den 7. Januar, nachmittags 3V, Uhr, bei gewöhnlichen Prellen (ermäßigt):Robert und Bertram" oderDie lustigen Vagabunden." Ende 6'/, Uhr. Abends 7 1 /, Uhr, bei kleinen Preisen:Familie Schimek." Ende 9% Uhr.

Spielplatt Ser vereinigten Srcmffurter staöttpeatei.

Opernhaus.

Sonntag, 31. Dezember, nachm. 3 1 /, Uhr:Max' und Lieselchens Weihnachtsreise." Abends 7 Uhr: .Der Schneider von Schönau." Montag, den 1. Januar, nachmittags 3 Uhr: .Max' und Lieselchens Weihnachtsreise." Abends 6'/, Uhr:Tannhäuser." Dienstag, den 2. Januar, abends 7 Uhr:Mona Lisa."

' Schauspielhaus.

Sonntag, den 31. Dezember, nachmittags 3 1 /, Uhr: .Alt-Heidel- berg." Abends 7 1 /* Uhr:Wienerinnen." Montag, den 1. Januar, nachmittags 3 Uhr:Glaube und Heimat." Abends 6 1 /, Uhr:Peer Dienstag, den 2. Jannar, abends 7V, Uhr:Könige."

ritzte Nachrichten.

Die Antwort der VerÄün-eten.

Bern, 30. Dcz. Die Airttwort der Mrierbeu -ruf die deutsche Friedenswote ist, wieDaily Telegrcrph" behauptet, im ganzen ausgefertigt ltttb von der englischen. Regierung durch deren Bot- I schaster dem Präsidenten der Bereinigten Staaten überreicht worden.

der ffc dann den ZentralluükHtrn HbmnSttdn wird. Aus der Ant­wort wird hervorgehen, daß die Alliierten ihre Siegeszuversicht nicht für einen Frieden opfern wollen, bevor die militärische Macht Deutschlands in offenem Kmnpfe gebrochen ist. In aller Aus- führlichkeü werden in der Note die dieser Viervcwbandskämpfg und die Gewaltakte Deutschlands betont. Erst wen« man sichere Garantien für die Einhaltung der Vertrage habe, körme diesen VAkervechtverletzungen Einhalt yaetan werden. Die Antwort­note auf die Initiative der Neutralen werde einige Tage später ab­gegeben werden. In dieser Note werden die Neutralen darauf auf­merksam gemack-t, daß die Mliierten einen Frieden haben wollen, der der VorlierrschLft ein Ende macht, die Deutschland inner­und mißevkialb Euwpas ausübe.

Lugano, 30. Dez. Nach einer Londoner Meldung des Secolo" soll über alle .Hauptpunkte der Antwort der Entente an Deutschland Einigkeit erhielt worden sein. Das Schriftstück ist lang und wird ani Tage der Ueberreischnng gleichzeitig in allen verbündeten und neutralen Ländern veröffenllichlt werden. Nament-i lich in Amerika, wo die deutsche Antwortnote an Wilson keine gute Llufnahme Mfunden hat, werde die Note der Entente mit großer Ungeduld enoartet.

Eine inoffizielle Friedenskonferenz.

i. Köln, 30. Dez. (Drahtnachr.) DieKöln. Völlig." er­hält Kenntnis von vorläufigen Berernbarungen einer jener inj- osffziellen Friedenskonferenzen, die kürzlich in der Schweiz stattt- gefunden hab-en. Sie besagen im wesentlichen die Räumung von ganz Belgien und Frankreich durch Deutschland und zwar vor dem Friedensschlüsse, die Unabhängigkeit Polens, Abtretung eines Tei­les des Elsaß an Frankreich, oder Volksabstimmung in diesen Ge­bieten. dafür Rückgabt eines TÄlos der deutschen Kolonien cm Deutschland u^> keine Kriegsentschädiaung hüben wie drüben. Die ,Ilöln. Volksztg." meint, es sei interessant, daneben die Forderun­gen Scheidemanns und der französischen Sozialdemokraten zu hal­ten. Jeda. weitere Bemerkung sei Lbevflüsftg.

Zur Friedrnsnote der drei nordischen Länder.

Stockholm, 29. Dez. (WTB. Nichdamtlich.) Die Friedens­note der drei nordisck>en Länder wird Von der schwedischen Presse einstimmig mit Beifall begrüßt-

Stockholms Tümingen" schreibt: W dürfte iSerfMssig^sem, dieses Llktenstück näher zu behandeln, da sei?« klaren und deutlicher Worte für sich selbst sprechen, indem sse der natürlichen Seim sucht nach Frieden und zwar nach einem dauerhaften Frieden Ausdruck verleihen. Diese Sehnsucht muß bei den Völkern des Nordens leben­dig sein, da sie mit Entsetzen sehvm tche der Krieg durch fcM Tauer und durch seine zunehmende Verschärfung die Kultur und den Wohlstand Europas ganz zu vernichten droht.

Tagens Nhheter" unterstreicht vor allem d« Einigkeit der drei nordischen Länder.

Branting erblickt in , .Socitaldenwkvatxn'' den Hauptvorrng der Noten darin, dalß sie sich gegen DkmtstUand richte und die Friedensbereitschaft dieses Landes auf eine unongenahme Poobe stelle, um den Schleier Über seine Kriegsziele ein wenig zu lüften.

England.

Berlin, 30. Dez. Zum Rücktritt der Mrantwortlichen Kriegsurheber in England schreibt dieKreuzzeitung": Ob es den neuen Männern mtt Lloyd George an der Spitze gelingen wird, die entmutigten Völler mit neuer Zuversicht zu erfüllen? kommen wieder mit der beständigeln Versicherung, für die gute und gerechte Sache zu kämpfen. Allein, diese Versicherungen kom­men von denselben Stellen, die bisher dire Wdhrheit leugneteui mrd werden wahrscheinlich auf begründete Zweifel stoßen und die weitere Opferwilligkeit der feindlichen Völker nicht erhöhen. Fallende Kriegswerte.

Haag, 30. Dez. DieFinamial NewS^' melden aus New York: Auch vre fortgesetzt abweisenden .Bommentare der englischen und französischen Presse und die entschiedene Stellungnahme gegen jede Friedenskonfevenz, im Falle Deutschland nicht im voraus die Bedingungen beS an nt gibt, verhindern nicht, daß die Kurse von I-ndirf tnzMri-tvax, die infolge des deutschen Friedensangebotes und des Verinitteiungsverfüches Wilsons gefallen find, auch in do letzten 48 Stunden um 7 bis 15 vom Hundert gesunken sind.

Braila geräumt.

Bern, 30. Der. Nach Pariser MeLdvngen werden die riefv- gen Vorräte an Landesprodukten m den Speichern von Braila cmjj Anordnung der rumänrschen Regierung nach BessonMen geschafft. Die ungarische KSnigskrömmg.

Budapest, 29. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Haupt­stadt hat nunmehr vollständig ihr Frstllnd angelegt. Eine große Menge drängt sich in den prächtig beflaggten Straßen. Täglich bringen die Züge neue Scharen von Festgästen.

Heute vormittag erschienen der König und die Wrrrgin in dev Krönungskirche, wo unter Teilnahme sämtlicher Würoenträgetz und Beamten eine Probe der Krönung vorgenommen wurde.

Heute nachmittag erfolgte unter KcMonendmrner die feierlich» lleVerführung der Kronen und der Krönungsinsignien von da Burg in die Mathias Krche, wo die Krönung stattfindet. D« Kwnen sowie die Truhe mtt den Krönu^sinsignien wurden ach den sechsspännigen Galawagen geladen, der, geleitet von Banner»' Herren und der Kvonenwache, seinen Weg durch die diästged rängt festlich bewegte Menschenmenge nahm. Die hier cingetroffenm, Mitglieder des Herrscherhauses sind heute von einer ALordmmrgl des Parlaments zur Teilnahme an der Krönung erngeladen ivordar. Erzherzog Max dankte auf die vom Erzbischof von Erlau (Egechs gel)lltene Begrüßungsansprache im Namen der Erz-l)crzöge mrd fagbe, daß er sowie die anderen Tvzhevzöge die Anhang!rchkvtt^ das Herrscherhaus mit ganzem Herzen erwidei-teir. Er nsch«- daß die ungarische Nation, die im gegenwärtigen Kriege groM . und glänzende Beispiele ihrer Kraft und ihres Opfermutes gegebm \ habe, in dem volllommenen Erfolge ihrer Brytrebungon den Loh«

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