^drängen sie über die Trajanswälle gejagt und in die nördliche
-.Dobrndscha verfolgt.
. voller Sieg i st E u e r g e tv o r d e n, würdig des
^waftenbruderllch.-n Wettjtceites aller Waffen, würdig der Treu- KaLes, der in Euren Reihen Deutsche, Bulgaren, Osmanen und ^Österreicher und Ungarn vereint. Soldaten wie Ihr zwingen das Waftengllick auf ihre Seite.
Vorwärts denn mit Gott zu neuen Taten für den Ruhm, -me Sicherheit und Freiheit unserer Heimatländer. Mit Eurem ^Allerhöchsten Kriegsherrn und Euren Landsleuten daheim sehe auch ich als Euer Oberbefehlshaber dankerfüllt und voll Zuversicht werteren Erfolgen Eurer Kriegs tüchtig keit entgegen.
gez.: von Mackensen, Generalfeldmarschall.
Äer bulgarische Bericht.
Sofia, l. Nov. (WTB. Nickstamtlich) Lljmtlicher Bericht des Generalstabes vom 1. 97ov.:
Mazedonische Front: Die Lage ist unverändert. Zwischen Malik-See uno Prcspa-See fand ein unbedeutendes Gefecht zwischen^Vorpostenabtei.ungen statt. Auf der ganzen Front vom Krespa-See bis zuni Bojran-See schwaches Artilleriefeuer. -Schwache feindliche Angriffe bei den Dörfern Krapa und Banowo wurden leicht abgeschlagen. Südlich von Darnowo vertrieben wir 'feindliche Vorposten jund erbeuteten ein Maschmengetoehr und! Minenwerfer. Anc Fuße der Belasica Planiica Rul-e. An der iStnumafront lebhaftes Artilleriefeuer. Der Feind rückte ans der ganzen Front vor. Sein Vormarsch ivurde durch das Feuer der Infanterie, der Maschinengewehre und der Artillerie zum 'Halten 'gebracht. An der Küste des Acgäischen Meeres Ruhe.
Rumänische Front: Die Lage ist unverändert.
Der türkische Bericht.
Konstantinovel, 1 . Nov. lWTB.) Amtlicher Heeresbericht vom 31 . Oktober:
T i g r i s f r o n t: Unser wirksames Artilleriefeuer zerstörte einen Beobachtungsturm des Feindrs, sowie seine Schützengräben. Das feindliche Erwiderungsfeuer blieb ohne Wirkung.
Persische Front: In einem blutigen Zusammenstoß, der nordwestlich von Hamadan in der Gegend von Bidjar mit feindlichen Truppen stattsand, trugm unsere Truppen den Sieg davon und drängen den Feind, der in Auflösung flüchtet, zurück. Außer schweren Verlusten an Toten und Verwundeten, die der Feind teils mit zurücksührte, teils auf dem Schlachtfelde liegen ließ, verlor der Feind an Gefangenen einen Kompagnieführer urrd 120 unvenvnndete Soldaten. Unter den Gefallenen, befinden sich mich Offiziere. Ferner erbeuteten loir durch diesen neuen ^Erfolg eine große Anzahl Gelvehre und anderes Kriegsmaterial. Tie Ortschaft D i j a r , deren (Annahme von den Russen i An ihrem anctlichen Bericht vom 26 . Oktober gemeldet war, wurde von uns zurückerobert. Nördlich von Sakis wurden russische Ka- valleri-etruppen, die unsere vorgeschobenen Truppen anzugreifen versuchten, nnt Verlusten sür sie zurückgeschlagen.
Ka u k a s u s f r o n t: Scharmützel.
Von den anderen Fronten kein wichtiges ..Ereignis.
Die AnSdehnug der Dienstpflicht in der Türkei.
Ko n st a n t i n o p e l, 1. Nov. (WTB. Nichtamtl.) Die ^ Blätter stellen fest, daß die durch das provisorische Gesetz verfügte Aushebung der Militärbefreiungs- ! laxe den Beginn einer neuen Zeit für die Türkei bedeute, ! die seinerzeit als erster Staat ein stehendes Heer geschaffen habe. Sie werde einen neuen Beweis ihrer militärischen Kraft und kriegerischen Tugenden der osmanischen Nation liefern. : Die Blätter betonen weiter die Notwendigkeit, die Dienst- l Pflicht auszudehnen, um den Krieg fortzusetzen und siegreich : zu beenden. j
Hindeuburg und Enver Pascha. !
Berlin, 1. Nov. MTB. Nichtamtlich.) Am 29. Oktober waren zwei Jahre verflossen, seit das osmanische Me ich an der Seite der beiden Kaiserreiche in den Krieg ( eintrat. In Erinnerung daran sind zwischen dem General- ! feldmarschalt vonHindenburg und dem Vizegcneralissi- ! mus En Der Pascha herzliche Telegramme gewechselt , worden, in denen das feste, gegenseitige Vertrauen und die | treue opferwillige Waffenbrüderschaft als sichere Bürgschaft ' für den Sieg von neuem festgestellt werden.
Aus Griechenland. ,
Am st er dam, 1. Nov. (WTB.) Der „Morning Post" wird ! aus Athen vom 28. Oktober gemeldet, daß die königsfreund-' i liche Presse über die offiziöse Erklärung im „Matin", daß Frank- j reich in die griechischen Angelegenheiten in Zukunft nur mehr ; im Einvernehmen- mit den Alliierten sich einmischen und die Auf- i fassungen des Königs mit Ehrerbietung behmrdeln werde, hoch- t erfreut sei. GleickHcitig sei ein Bericht aus London gekommen, daß < ;bt£ Alliierten in Gricck>enlcrnd nur eine Regierung anerkennen ^ könnten. Auch diese Nachricht sei von der antiliberalen Presse mit 1 Jubel ausgenommen worden und werde als Gnadenstoß gegen die l revolirtionäre au 1ibulgarische Bewegung betrachtet. I
Der Korrespondent der „Morning Post" berichtet ferner, \ daß die Anhänger von V e n i s e l o s überrascht und enttäuscht i seien und fügt hinzu, daß die Alliierten offenbar eine neue Dumm- \ heit begangen haben. Eine Folge der ungeschickten Politik der * Alliierten gegenüber Grieclnmlaird sei, daß die königstreue Partei < jetzt ganz sich mit der deutschgesin-nten Partei identifiziere und der 't liberalen Partes in Alt- und Neu-Griechenland die Zähne zeige, l Kmrig, Generalstab und Kabinett träfen bereits Vorbereitungen, t um alle Beamten, die sich Veneselos anschlössen, zu entlasse. .Alle Offiziere und Unteroffiziere von Armee und Flotte, die bei den Freiwilligen in Salonik Dienst nähmen, würden sofort aus der Rangliste gestrichen und vor ein Kriegsgericht gebracht iverden. I Alle Offiziere und Mannsck>aften, die in dem Verdacht ständen, s daß sie nach Salonik gehen wollten, befänden sich in Haft oder Xavttt strenger Bewachung. Die Richter der aufständischen Bezirke f die auf ihren Posten blieben, sollen entlassen werden. Unter den t Offizieren und Beamten gingen Listen zur Zeichnung und Überschrift um. Dies sei gleichbedeutend mit einem Treueid an den ' König. Wer sich weigere, zu zeichnen, werde ausgeschrieben und später bestraft werden.
Salonik, 1 . Nov. (WTBü Meldung des Reuterschen Bureaus. Bei Guida an der Eisenbahnlinie Salonik— » Verrya, kam ein unangenehmer Zwischenfall vor. Ein f Bataillon Infanterie, das von Verrha nach Salonik ging, wurde von Truppen aus Ekaterini. die der Regierung in Athen treu ge- < blieben waren, angegriffen Es wurden einige Schüsse ge- \ wechselt und verschiedene Soldaten verwundet. Das Bataillon schlug sich schließlich durch die Angreifer durch. Das ist die erste ( Heindscligleit unter den beiden einander gegenüberstehenden Gruppen der griechischen Armee. 1
Die Erfolge unserer Torpedoboote im Kanal.
Die Vergewaltigung der Neutrale» durch England.
Köln, 1. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Kölnische Zei-, tung" meldet aus Berlin unter der lieber schrift: „Die englisch«! Faust auf der Kehle der Neutralen" n Die Vergewaltigung der neutralen Handelsschiffahrt d-urch dre .Engländer nimmt! immer groteskere Formen au. Wie der Kapitän eines neutralen Dampfers, der kürzlich von einem imserer U-Boote an gehalten und versenkt lverden mußte, dem Kapitän des letzteren zu Protokoll gab-, ivurde das Schiff auf der Reife nach seinenr Heimatshafen von den Engländern angehalten und nach Newport geführt. Dort hielt man ihn vier Mprurte lang fest und verweigerte die Abgabe von Bunker - kohle für die Heimreise,. Als seine Geldmittel aufgebracht waren- fügte der Kapitän sich schließlich unter dem Druck der Notlage, der englischen Forderung, Kohlen nach Italien zu bringen, um nur sein Schi ft wieder in der Hand zu haben. Tie Folge war schließlich die Versenkung des Schiffes. — Ter holländisckM Dampfer „Roster- tvijk" -der Holland-Amerika-Lirrie wurde auf der Fahrt von Newport Ne>vs nach Rotterdam von den Engländern angel-alten und gezrvungen, einen Teil der Ladung in Liverpool zu landen.
Wir können derartige, allem Recht und Billigkeit hohnsprechenden lieber griffe auf die Tauer nicht ruhig hinnehmen. Bringen die Neutralen, wie es leider den Anschein hat, nicht mehr das Selbstgefühl auf, sich gegen solche Vergewaltigungen energisch zur Wehr zu setzen, so wird es schließlich Sache DeutsMands sein, im eigenen! Jnterefte und zur Wahrung des Restchens des Völkerrechts, das die schrankenlose englische Willkür bisher verschont hat, auch seinerseits entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Man wird es der deutschen Kriegsleitung wahrhaftig nickst verübeln dürfen, falls sie sich gezwungen sehen sollte, mm auch ihrerseits die bestimmtesten Bürgschaften von den Neutralen zu fordern, daß die Ladungen, neutraler Schifte für das eigene Land bestimmter Schiffe auch voll und ganz ihren Bestimnrungsort erreichen und nicht etwa ganz oder teiltveise in England hängen bleiben.
Berlin, 2. November. Eist Mitglied des dänischen Folketing, das dieser Tage von einem Besuch auf den Faröerinseln zurückkehrte, sagte, wie der „Berliner Lokal-Anzeiger" berichtet, die Stimmung unter der Fischerbevölkerung, die früher ausgesprochene Sympathien für England hatte, ist jetzt^nicht mehr e rc g l a n d f r e u n d l i ch infolge der übergroßen Schwierigkeiten, die England dem Handel bereitet.
Die Entlassung der Zivilgesangenen in Deutschland und Frankreich.
Berlin, 1. Nov. (Amtlich.) Zwischen der deutschen und der französischen Regierung ist im Januar ein Abkommen wegen Entlassung der beiderseitigen Zivil- gefangenen getroffen worden. Nach diesem Abkommen haben alle in Frankreich internierten deutschen Frauen und Mädchen, sowie männliche Personen unter 17 und über 55 Jahren und dienstuntaugliche Männer zwischen 17 und 55 Jahren Anspruch auf Entlassung und H>eimbeförderung, soweit sie nicht wegen gemeiner Verbrechen oder Vergehen strafrechtlich verfolgt werden. Die französische Regie- rirnig hieltdas Abkommen insofern nicht inne, aks einer größeren Anzahl Deutscher, insbesondere Elsaß- Lothringer, die nach dem Abkommen zu entlassen waren, darunter auch Frauen und Kindern ohne Angabe vo-n Gründen die Mreise verweigert wnrdk. Da die von deutscher Seite erhobenen Vorstellungen erfolglos blieben, entsch-loß sich die deutsche Regierung nmcmehr, Vergeltung zu üben und zuitächft 200 französische Männer nnd Frauen ans angesehenen Familien im besetzten französischen Gebiet festnehmen und nach Deutschland bringen zu lassen. Sie werden solange sestgehalten werden, bis die vertragswidrig festgehaltenen Deutschen nach Deutschland zurückgekehrt sind.
Die rusfische Kriegsanleihe.
Petersburg, 1. Nov. (WTB.) Ein kaiserlicher Ukas gibt dem Finanzminister Anweisurrg zur Ausgabe einer Kriegsanleihe mit kurzer Titzringsfrist. Der Betrag der Anleihe beläuft sich auf drei Milliarden Rubel. Sie soll zu 5Vs Prc^ent verzinslich sein und in zehn Jahren zurück- gezahlt werden.
Aus Holland.
Haag, 1. November. (WTB.) Der vorläufige Ausschuß- bericht der Zweiten Kam vier über die allgemeinen Betrachtungen des Staatshaushaltes bot im ganzen die äußere Politik der Regierung. Bersckstedene Mitglieder des Ausschusses lstelten die nwglichst schnelle Verstärkimg der indischen Welirmacht für notwendig. Die Erklärung in der Thronrede, die von dem festen Entschluß spricht, die Unabhängigkeit, so gut es geht, zu verteidigen und die Rechte der Niederlande auftecht zu erhalten, rief bei verschiedenen Mitgliedern den Eindruck hervor, daß die Regierung die Gefahr, Hollarrd könne in den Krieg hineingezogen werden, für besonders groß halte. Man ftagte, welche Gründe hierfür beständen, mrd bemerkte weiter, ob nicht die Regierung die Kriegsgefahr vielleicht für größer erachte, als sie wirklich sei. Viele Mitglieder äußerten erneut den Wunsch, die Regierung möge die Kammer mrsführlick-er und häufiger über die Beziehungen zum Auslande unterrichten. Andere Mitglieder erklärten dagegen, daß derartige Mitteilungen, auch wenn sie im allgemeinen Ausschuß geschehen würden, Unruhe verursachen könnten, daß die gute Lösung der Meinimgsverschiedenheiten mit fremden Mächten durck) die Kammerdebatte darüber nicht gefördert NTürden.
Ankunft der „Deutschland" in Amerika?
New London (Connecticut), 1. Nov. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Das deutsche Handelsunterseeboot „Deutschland" ist heute früh hier angekommen.
In Bremen ist bisher iwch keine Nachricht über die Ankunft der „Deutschland" eingegangen. In die Reuter-Mel- vung sind einige Zweifel zu setzen.
Der beeüieg.
London, 1. Nov. (WDB.) Lloyds meldet aus Gibraltar: Der Miechische Dampfer „Mass-ali^ wurde versenkt.
London, 1. Nov. (WDB. Mchtcrmtlich) Lloyds meldet: Me britischen Dampfer „Mero^ und „Dorirro" fütb versenkt worden.
Bern, 1. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) „Journal" meldet aus Marseille: Me englischen Dampfer „Cluden" und „Herkneß" sind versenkt worden.
Äur dem Reiche.
London, 1. Nov. (WTB.) Unterhaus. Bal fou r sagte auf eine Anfrage ivcgen des den tschen/An griffe s im Kanal: Me deutsche Mtteilung, daß terff Zerstörer verloren ging, war falsch. Deutsche Zerstörer wurden von unserem Artilleriefeuer getroffen, aber es ist nicht behauptet worden, daß sie durch Ge- fchützfeuer versenkt seien. Nach Mittellungen, die bei der Admiralität eingingen, stießen zwei deutsche Zerstörer auf Minen m aus- aelegten Nutzen und flogen in die Luft. Sie sind rvahrscheinlich gesunken. Sechs Netzleger sind untergegangen, aber die „Qiueen" konnte gerettet werden, wenn der Kapitän sick) vor dluge^r gehalten! hätte, daß sich das Schiff noch sechs Stunden über Wasser halten! würde. Der Zerstörer „Nubis", der die deutsche Fwtilbe angriff, wurde torpediert imb konnte gerettet werden, wenn nicht der Sturm gewesen wäre. Der Zerstörer „Flirt" »vurde in der Dunkelheit Überrascht und aus kurze Entfernung versenkt. Wenn es das Ziel des Feindes roar, den Dienst qüer über den Kanal erhebliche z>ü stören, so gelang dies nicht, obwohl er die Vorteile des Angreifers bezüglich der Wahl der Zeit und des einznschlagenden Weges auf
Der Bundesratsausschutz für auswärtige Angelegenheiten.
Berlin, 1. Nov. (WTB.) Am 30. und 31. Oktober tagte, wie schon wiederholt !w>ährend des Krieges, unter dem Vorsitz des bayerischen Staatsministers Grafen Hertling im Reichskanzlerpal-ais der Bundesratsausschuß für auswärtiige Angelegenheiten. Der Reichskanzler machte auch diesmal dem Ausschüsse eingehende Mitteilungen über die gesamte militärische und politische Lage.
Aus Stadt und Land.
Gießen. 2. November 1916.
Ehrenurkunden an Personen des Handwerkerstandes.
Me Handwerkskammer Darmsbadt wird, wie in früheren Jahren, an unselbständige Personen des Handwerkerstandes, Gesellen, Gehilfen usw., die mindestens 25 Jahre in ein ünd demselben Be
triebe uüu n t er b r ochen tätig gewesen sind, als Aner-. kennung für die treue Arbeit Ehren-Urkündet verleihen.
Bei dem wirtschaftlichen Umschnmng, den eine große Zahl Berufsgruppen in den zwei letzten Jahrzehnten genommen hat, ist ein öfterer Wechsel in dem Personal wie früher zu verzeichnen.^ Ein Verbleiben von 25 Jahren bei eftr und deinselben Meister gehört immerhin schon zu den Seltenheiten und setzt Treue, Fleiß, Ehrlichkeit nnd rechtschaftenen Sinn voraus. Diesen Personen zur Anerkennung und andern zur Aneiferung dienend, sollen die vor- genannterr künstlerisch gehaltenen Ehren-Urkunden nach folgenden Verleihungsbeftimmungen verliehen werden.
1. Die Verleihung erfolgt an Weihnachten.
2. Me Anträge zur Verleihung sind von der gewerblichen; Korporation, der der Arbeitgeber angehört, bei der Handwerkskammer zu Darmstadt bis spätestens 15. November l. Js. einzureichen.
3. Den Anträgen ist ein ausführlicher Lebenslauf des zur Aus- zeickinung Borgeschlagenen, ein von dem Betriedsinhaber ausgestelltes, ortspolizeilich beglaubigtes Arbeitszeugnis, das gleichzeitig den Nachweis der 25jährigen ununterbrochenen Dienstzeit in ein und demseLben Betriebe entl-alten muß, sonne ein von der Polizeibehörde ausgestelltes Leumundszeugnis beizuschließen.
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Salzpreise.
Vielfach werden in der Presse Klagen über wucherische Salzpreistreibereien laut. Bei der Nachprüfung dieser Klagen hat sich ergeben, daß das Publiftim mit einen Teil der Schuld trägt, daß solche Preistreibereien überhaupt möglich werden. Trotz wiederholter Aufklärungen der Presse lassen, sich gewisse Kreise dicrch irgendwelche, von unlauteren Elementen in die Welt gesetzte Gerüchte über bevor- steheiwer: Salzknappheit immer wieder zu Angstkäufen größerer Mengen Salz verleiten-. Diese Massenailfkäufe, aus die die Händler nicht vorbereitet sind, erzeugen danrr tatsächlich eine augenblickliche örtliche Salzuat, was Naturgemäß von gewissenlosen Händlern sofort zu Preistreibereien ausgemctzt wird. Es wird hier rroch einmal auf das Nackiidrücklichste erklärt, daß Deutschlmrd nicht nur imstande ist, den Salzbedars der eigenen Bevölkerung im weitesten Umfange zu befriedigen, sondern daß es darüber hinaus in recht beträchtlichem Umfange Salz an das neutrale Ausland abgeben kann. Wenn irgendwo örtliche Schwierigkeften in der Salzversorgung entstehen, so brnn dies nur dararif zurückgeftihrt werden, daß plötzlich ein Salzbedarf auftritt, den die Händler iricht voraussehen konnten und für pen sie daher nicht erngedeckt waren.
Wo sich irgendwie Spekulationsaufkäufe des Handels oder Zurückhaltung zum Zwecke von Preistreibereien bemerkbar machen, wird hiergegen seitens der zuständigen Behörden, insbesondevä seiiens der Preisprüfungsstellen, auf das schärfste vorgegangen, werden. Gegen derartige unlautere Preistreibereien kann auf Strafeu bis M ^^m Jahr Gefängnis öder ans Geldstrafe bis zu 10 000 Mark erkannt werden.
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** Amtliche Personal Nachrichten. Ter Großherzog hat am 28. Oktober 1916 dm Hvfchorsängern Friedrich Lang und Christoph Speer das Silberne Ehrenkreuz des Philipps- Ordens verliehen. — Der Großherzog hat am 1. November den ständigen Hilfsarbeiter im Ministerium des Innern Regierungsrat Gustav Spa mer zum Kreisral des Kreises Offenbach, den Kreis- amllnann beim Kreisamt Offenbach Regierungsrat Ferdinand K i r n b e r g e r zum ständigen Hllfsarbeiter im ..Minisberium des Innern und den Regierungsassessor Paul-Stimme! zu Offen- buch zum Kreisamtmann ernanrrt. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Fen.erwehren wurde vom Großherzog verliehen, dem Philipp Frank und Peter Herdt zu Langen. — Der Großherzog hat am 7. Oktober dem Komnnrnalforstwart Förster Adam Trantmann in Ober-Ramstadt aus Anlaß seiner Ver- setznn.g in^ den Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
** Auszei cf) n u n g. Der Leutnant Emil H e i m e r, Sohn des Kaufmanns Heiiner hier, wurde bei einem Feld-ArtiNeric- Regin^ent im Westen mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse ausgezeichnet.
•* Auszeichnungen. Vom Großherzog wurde folgenden Polizetbeamten des Großh. Polizeiamts Gießen das KrieqS-EH re n zeichen verliehen: Kriminalschutzmann Stock, den Schutzmännern Schäfer, Zimmer, Reinhardt, Seitz, Klos, Bender, Hau, Becker, Fleischhauer, Dier- lamm, MöbuS und Bertram. — Der Großherzog hat dem Standesamtssekretär Karl B r o d dahier für Verdienste auf dem Gebiete der Kriegsfürsorge das Kriegs-Ehrenzeichen verliehen. — Kaufmann Karl Christian Pfeiffer von der Kreisverteilungsstelle des Koinmunalverbandes ist für seine ersprießliche Tätigkeit das Krieas-Ehrenzeichen verliehen worden.
** Silbernes Dienstjubiläum. Bor wenigen Tagen konnte der Glasierermeister Wilh. Hainer aus Hcuchelheün die Wiederkehr des Tages feiern, an dem er vor 26 Jahren in den Dienst der Garlschen DaiTtpfziegelei und Tonwarenfabrik in Gießen eingetreten ist. Jü Anerkennung seiner treuen imd gewissenhaften Mitarbeiterschaft in dem indtrstriellen Werke wurde der J^rbllar von dem Verein deutscher Donindustrieften, vom Deutschen Verein für Ton-, Zement- und Kalkindustrie und vom Verein der Fabriken feuerfester Prc^mkte durch eine Ueberreichung eines Gedenkblatts nnd einer silbernen Medaille misgezeichnet. Der Seniorchef der Firma ehrte den Jubilar in einer Ansprache und überreichte ihm eine Jubiläirms-Ehrengabe. Wilh. Hainer gehörte zu den ersten Arbeitern, welche bei Grüirdung des Werkes beschäftigt wurden, er hat sich durch vegen Fleiß und Interesse für die Donwaren- herstellüng ausgezeichnet, und so war es natürlich, daß er sich vom einfachen Mberter zum Glasierermeister ernporgearbeitet hat.
** Kein e Kl aiqe b rie fe a n d ie S oldat e tr! Es sei wiederholt darauf jsinHetviesen, wisei wenig liebevoll und töricht es ist, wenn die Heimat den im Kampfe' stehenden oder in Gefangenschaft geratenem Angehörigen das Herz s ch w e r m a ch t durch ausführliche Schilderung der eigenen, im Verhältnisse zu dem Schicksal der Wmpfer und Gefarrge- nen doch verhältnismäßig geringfügigen Mühen und Entbehrungen, wie sie das Aushungerungssystenr Englands uns auferleigt. Cs kann nicht genug betont lverden, daß derartige Schilderungen auch in hohem Maße dem Vaterlande schaden, weil sie dem Gegner Aufschluß über die Verhältnisse in Dentschland geben urtd von ihm in natürlich übertriebener Weise benutzt werden zirr Au.frichtuny der eigenen Bevölkerung uno zur Steigerung der Siegeszuversicht seiner Truppen. Beweise dafür liegen vor. Mso keine törichten Klagen, die auch den Feldgrauen nichts nützen!
** Jahresversammlung der hessischen Anwalts kiammer. Am letzten Samstag farid in Tarmstadt die Jahresversammlung unserer hessischen Rechtsanwälte statt. Der Geschäftsberichst mib die Jahresrechnung für das abgelaufene Rechnungsjahr 1915/16 wurde genehmigt. Aus dem Geschäftsbericht warm in Hessen zu Begiim des Jahres im ganzen 261 Anwälle tätig, vou denen im Laufe des Jahres 6 verstorben sind, darunter in Oberhesserl die Rechtsanwälte Oppenheimer - Gießen und S c r i ba-!Bad-Nauheim. Von den Anwälten haben 2 sich von! ihrem Berufe freiwillig zurückgezogen, darunter in Oberhessen Geh. Justizrat Hirschhorn- Gießen. Neu zugelassen wurde 1 Anwalt, so daß die Zahl der Anwälte in Hesseir am Schlüße des Berichtsjahres 254 beträgt, von denen auf die einzelnen Provinzen entfallen: Starkenburg 106, Oberhessen 54 und Rheinhessen 94. Die 5s4 in Oberehssen ansässigen Rechtsanwälte verteilen sich auf die Amtsgerichte toie folgt: Gießen 22,'Alsfeld 4, Btad- Nauheim 3, Büdingen 3. Butzbach 2, Friedberg 7, Grünberg 2, Herbstein 1, Homberg 1, Laulerbach 2, Lich 1, Nidda 2. Orten- berg 2, ^Sckwtleu 1 und Vilbel 1 Rechtsanicall. Von, den ver-, stotbenen 6 hessischen Anwälten blieben 2, nämlich Dr. D i e h l iirrib Blöden heim er, beide in Tarmstadt, auf dem Felde der Ehre. An Beschwerden gingen in 1915/16 der Kammer mit deir aus dem Vorjahre noch rückständigen 12, 55 Anträge zu, die erledigt


