wenjetfimmgen
Versteigerungen
tarnten- nur i^iiiplK ^uaoauirte teuiieljmeu, t£|i£ erfolgen nur tfegen Barzahttmg.
Landkreis Gietzcn.
. »SUUnbni a.D. üöa., 12. Olt Er!atzr°iern,st Heinrich P,°nn,n ü ! l o r, Soft» ->°n W.Iw. M°. nmi,N°r ft,er, - * £„« Ciftcue Rreuj 2- Rinde. Plannmuller steht iiuutitcrlu-odicii zwei Jahre ciw den schweren Kämpfen
genommen. Gienen), 11. Oft. Die letzte Sepdemberwoche
erhielt am 1. November bei dem gleichen Regiment und hat bei Verdun und an der Somme teil-
.Är^tztere verlor bedauerltcherweffe em: «teilt. Auch «not ®fr Eiferten haben wir zu beklagen. Der: Mrentod 'fürs Vaterland!
Musketier Karl Kirchmann, der Bruder des verwundeten ^irbw Kirchmann. Aus den Kämpfen tm Olten kam Hemr. Scharr ins Lazarett nach Weimar. — Auch einige 'Auszeichnungen' Imn-deu'an hiesige Kriegsteilnehmer verliehen. Gefr. Heinr. HahN SSSxSJ!.* Nr. 117) und Wehrmann Wilh. Haas
(Inf.-Regt, und Musk.
hielten das Ehrenzeichen für Tapferkeit, tfi.hm Kirchmann enipfing das Eiserne Kreuz.
Y La n q-Göns, 13. Oft. Dem Vizefeldwebel Albert Schmidt. Jns.-Rgt. 116, 1. Komp., wurde vom Großherzog da? Kriegs-Ehrenzeichen verliehen. — Dem Sanitäter Karl Böller —bte Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
— Watzenborn, 13. Oft. Ter Vizeseldwebel Stausen- t,era Jns.-Rgt. 116. 4. -Komp., wurde am 8 . Oktober mit dem Eisernen Kreuz er st er Klasse ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt er schon tzn früheren Kämpfen.
Kreis Büdingen.
F. C. Büdingen, 12 . Oft. Am 16. Oktober wird hier in chen unteren Räumen des neuen Schulhauses eine Volksküche Betrieb eröffnen. — Dom 22. Oktober ab werden im dies Einaen Kreise Reichs-Reisebrotmarken Anwendung
" Altenstädt, 13. Okt. In unserer Gemarkung, die be- muntlrch bezüglich des Obstbaus eine der besten bvn ganz Ober- Wessen ist, beträgt das Ergebnis der diesjährigen Ale ps el e r n t e Zorn nur ein Drittel gegen voriges Jahr. Eines ungemein reichen MbstseyenS hatte sich dagegen auch in diesem Herbste die benachbarte Gemeinde Himbach zu erfreuen. Aus ihr wurden kürzlich auf dem Bahnhof allein etwa 25 Eisenbahnwagen voll ättelobst 'verladen, die für die Müitärverwalttmg aufgekauft morden waren.
Kreis Lauterbach.
2R- Schlitz, 12. Oft. In dem benachbarten Hutzdorf feu >«rte gestern nackyntttag der 42jährige Heinrich Hosmann auf feen chm auf der Straße nach Sandlofs begegnenden Ortsgnftlräien, Werver zur Rieden, mehvere Revolverschüsse, die jeooch rcherweise meist fehlgingen nnd nur geringe Verletzungeil ver- cbten. Hierauf richtete der Däter die Masse gegen sich selbst sprang, nachdem er einen Schütz auf sich abgegeben hatte, tn nahe vorbeiflietzende Fulda, aus der er alsbald als Leiche her ördert wurde. Wjas Hosmann zu dieser Tat veranlatzte, ist ,nicht bekannt. Er sollte am selben Tage zur Musterung in Lauter pach erscheinen, dem Gestellungsbefehl leistete er jedoch kerne Folge. sEr galt als ein sehr nervös veranlagter Mensch und dürfte auch Bei Ausführung der Tat in einem überreizten Zustande gewesen sein. Dem Pfarrer soll er zugerufen liaben: „wir haben auch noch "miteinander abzurechnen".
Kreis Schotten.
§ Aus dem oberen Vogjelsberg, 13. Okt. Nach den 'wenigen Tagen Unterbrechung hat man sich nun wieder fest daran -hegten. die Kartoffeln zu bergen. Doch der Ertrag ist tn 'diesem Jahre sehr mangelhaft. Gar oft kommt es auch auf die «n- >*dnat Sorten der Kartoffel an: so z. B. ist die Industrie-Kartoffel Einlich gilt im Ertrage ausgefallen. Aeltere eingesührte Sorten Dagegen sind schlecht, denn bekanntlich artet die Kartoffel mit der Mnge der Jahre einmal aus. Eine solche Kartoffel gibt erst den doppelten, selten den dreifachen Ertrag des Saatgutes. Grummet Jifl hier und da auch noch manche Fuhre zu ernten. Noch zwei bts drei Tage Sonnenschein würden hierzu genügen, doch scheint es schlecht damit bestellt zu sein. Schon weht der Herbstwind rauh und lhart, reißt das noch ziemlich grüne Laub von den Baumen und wenn Man mit den alten Regeln sich befassen möchte, steht ein früher Winter zu erwarten. Das Getreide konnte, Gott sei Dank, alles erngefahren werden. Es wird wohl noch selten ein Stück spättetser Daser auf unseren hochgelegenen Fluren zu ernten sein.
Kreis Friedberg.
va. Friedberg, 12. Okt. Dem Unteroffizier Fritz Staubach, Sohn des Gemeindeeinnehmers Karl Staubach in Bauern tzeim, wurde, nachdem er bereits mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl und mit dem bayrischen Militärverdienstkreuz 3. Kl. mit Kvone umd Schwerbern ausgezeichnet war, die .Hessische DapferkeitSmedaille verliehen. — Gefreiter Philipp Bunn im Inf.-Regt. 170 wurde Mtit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Die Hessische Tapferketts- Müdaille hat er schon früher erhalten. — Dem Trompeter Unter- .vffizier Holler im 13. bayr. Feldart.-Rgt., Inhaber der Hess.
wurde auch das Eiserne Kreuz verliehen.
F. C. Butzbach, 12. Okt. Hier wird ein Erinnerungs «zetch e n an die Eiserne Zeit aufgestellt werden, dessen Mittelpunkt was von einem eisernen Eichenblattkranz umrahmte Stadtwavpen bildet. Demnächst wird die im Dienste der Kriegssürsorge stehende Magelunq erfolgen. Der Entwurf stammt von Architekt L i p p e r t aus Wetzlar, einem geborenen Butzbacher.
Starkenburg und Rheinhessen.
— Benshei >n, 12. Okt. Die 20jährige Tochter Lina des Gipsarbeiters Leidig aus Weinheim war» sich aus Liebeskummer -vor den Darmstädter Frühzug und war sofort tot.
•• Mainz, 13. Okt. Im Mainzer Krematorium haben im 3. Vierteljahr 1916 65 Einäscherungen stattgesunden. Von i diesen waren 15 au« Wiesbaden, 18 aus Mainz, 6 aus Köln .3 aus Biebrich und Gonsenheim, 2 aus Essen, Rüsselsheim und Saarbrücken, je eine aus Aachen, Alzey, Bonn, Ereseld, Cleve, Darmstadt. Düsseldorf, Elberfeld, Godesberg, Klrn, Kreuznach. Neuwied, Sonnenberg und Schweinfurt. Unter den Eingeäscherten waren 47 männliche und 18 weibliche Personen
8 . W e i s e n a u , 13. Okt. Gestern entstand in der Mann heimer Portland - Zementfabrik eine Explosion, die durch Kohlengase hervorgerufen wurde. Dreizehn Arbeiter wurden schwer verbrannt nnd mußten nach Mainz ins Krankenhaus überführt werden Einige der Arbeiter dürften mit dem Leben nicht davon kommen.
Hessen-Nassau.
, ss Marburg. 12. Okt. Wie aus dem etwa zwei Stunden «von hier jenseits der Lahnberge auf einem 363 Meter hohen Basaltkegel im Ohmtal gelegenen Städtchen Amöneburg gemeldet wird entstand dort gestern abend gegen Ist Uhr tn dem sogen.
- Stift" einem alten Ktostergebcutbe, das jetzt als Pfarrhaus, Ärzt- wohnung und Lateinschule dient, ein gewaltiges Feuer, «dessen Schein weithin ins Ohmtal leuchtete. Tie Feuerwehren von ^ Amöneburg, Kirchharn usw. waren eifrig bemüht, die Gefahr au? ihren Herd zu beschränken und Mobiliar, Akten usw. nach Möglich feit in Sicherheit zu bringen. Leider wurde dabei ein in Urlaub be Endlicher Soldat namens L o tz aus Amöneburg so schwer v e r letzt, daß er m>ch in der Nächst in die hiesige chirurgische Klinik gebracht werden mutzte. — In unmittelbarer Nähe der Brandstätte steht die gotische Kirche, und zwar vermutlich aus demselben Platze, wo einst Bonifazius, der von hier aus seine Missionslätigkff unter den heidnischen Deutschen begann, die ersten Taufen vollzog und im Jahre 732 zu Ehren des heiligen Michael eine Kapelle baute. Gleichzeitig gründete er das erste Benediktinerkloster in Deutschland, das im Jahre 1360 in ein Kollegialstift umgemandelt tvurde.
F.C. Dotzheim. 12. Okt. Die hiesigen Schulkinder haben 17 Zentner Roggen und 7 Zentner Weizen durch A e h r e n- lesen znsammeugebracht. Der Erlös dafür wurde dem hiesigen Krtegskinderhort zugeführt.
= Frankfurt a. M., 12. Okt. Ans Einspruch des Lebensmittelamtes bei der hessischen Regierung hat diese das vom Kreis-
amt Friedberg verfügte Mltchausi uhrverbot aus dem^rrelse Friedberg nach Frankfurt a. M. wieder aufgehoben.
= Frankfurt a. M., 12. Okt. Der Stadtteil Bockenheftn wird augenblicklich vioct einer Einbrecherbande nicht nuü nackts, sondern auch am l-ellen Tage schtver heimgesucht. Mitttvoch- nacht jtfimberte die 'Bande die Geschäftsräume der Waschanstalt von Gckbr. BoM >aus. In der letzten Nächst drangen die Diebe in die Frankfurter Fischkonservenfabrik ein und erbeuteten hier neben großen Mengen von Konserven auch eine erhebliche Summe Geldes. Heute mittag brachen sie sodann in die Geschäftsräunve der Holzhandlung .von Frischnmnn au der Hausener Landstraße ein, wobei ihnen ebenfalls ein größerer Geldbetrag in die Hände fiel. Von! den! Einbrechern fehlt bislang jede Spur. Bei verschiedenen Einbrüchen sielen Mktztei langen der Polizei zufolge den Tätern bedeutende Summen anheim, in einzelnen Fällen sogar das gesamte Vermö- ßen. Wenn bei diesen Einbrüchen große Summen verloren gingen, so ist dies auf die Aengstlichkeit gewisser Leute zurückzusühren, die aus Furcht vor eveutl. Beschlagnahme infolge zweifelhafter Kriegslage ihr gesamtes Vermögen zu Hause behielten^ statt es der Bank oder Sparkasse anzu- vcrtrauen. — Bei dem Verkauf von 69 Doppelzentnern Graupen von Bensheim a. B. nach Frankfurt a. M. schob sich der Häusermakler Jakob Gans als Vermittler in das Geschäft und verdiente dabei im Handumdrehen 724 Mk. Die Strafkammer verurteilte ihn dafür wegen Kriegswuchers zu 800 Mk. Geldstrafe.
= Frankfurt a.'M., 13. Oft. Für die Versorgung des Hauptbahnhofs und des Güterbalpthoss mit elektrischem Licht und «Mrischer Kwaitzt Läßt die Eisenbahndirektion geaenwärtig ein, gigen-es Elekttizitätswerk errieten. Das Werk erhält seinen Platz am Main in der Nähe der Adchn-Neckarbrücke. Viisher wurden der Personen- und Güterbahnhvf vom städtischen Elektrizttülsf- werk versorgt. Die Gebäude sind im Rohbau nahezu vollendet.
X. Hanau, 13. Okt. Daß es immer noch Landwirte gibt, die sich um die Geschicke ihrer Mitmenschen in den Städten den Teufel küntmern Und denen der behördlich festgelegte Kartosfelhöchstpreis Mit 9.50 Mk. per Malter noch zu niedrig sä>eint, dafür liefert der folgende, an Betrug grenzende Vorfall wieder einen Beweis: In einer hiesigen Verkaufsstelle wurden dieser -Tage Kartoffeln angeliefert, 'unter denen sich faustdicke Steine befanden. Beim Verkauf stellte sich heraus/daß die g a n z e L a d u n g mtt Steinen vermengt >war. Bei einem anderen Waggon Kartoffeln wurden; bis zu fünf Zentnern Steine und Dreck gefunden. 11m gegen einen solch unerhörten Schwindel entschreiten zu können wurden eine größere Anzahl Steine gesammelt und der m Betracht kommenden amtlichen Stelle ^ur Weiterverfolgung der 'Mgelegen heit übergeben.
X. Hanau, 13. Okt. Zur Uebernahme de» vom 1 . September 1917 auf 2 Jahre zur Neuverpachtung allsgeschriebenen Hanauer Stadttheaters sind über 40 Bewerbungen eingelausen.
ko. Wiesbaden, 12. Okt. Am 20. November d. Is. findet tm hiesigen Kurhaus eine Versteigerung von 30 000 Liter Wem auS den Königlich Serbischen Weinbergen in Semendria statt. D,e Weine lagern z. Zt. in den Prinzlichen Kellereien des Schlosses Reinhartshausen im Rheingau.
E s ch w e g e a. d. Werra, 12. Okt. Der Erlös au§ dem diesjährigen O b st v e r k a n s der Landgemeinden des Kreises Eschwege betrug 40 009 Mk. gegen 22 392 Mk. im Vorjahr. Der Magistrat bewilligte sämtlichen städtischen Beamten eine Kriegs- tellerungszlllage voit jährlich 150 Mk.
rL. Weilburg, 10. Okt. Lehrer Schmidt, der seit 1. April 1661 an der hiesigen Unterosfiziervorschule wirkte, ist in Ruhestand getreten, aus welchem Anlaß ihm der Rote Adlerorden verlieben wlrrde.
jul. Limburg, 13. Okt. In der Rächt vom,Dienstag auf Mittwoch ereignete sich auf dem hiesigen Bahnhof ein schwerer Unfall. Der 17 Jahre alle Blahnarbetter Reinhardt aus Fröienbiez geriet beim Rangieren unter, die Rädgr eines Eisän bahnwagens, wobei ihm beide Beine abgefahren wurden. Er wurde' sofort in das Dt. Vinzenzhospital gebracht, tvo er jedoclf nach kllrzer Zeit seinen Geist ausgab.
Fc. Aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden, 13. Okt. Der Fischerei-Verein für den Regierungsbezirk Wiesbaden hat in den letztet: 18 Jahren in den Rhein, Main und Lalm sol gende Fischmengen einsetzen lasseit: 10 000 Stück Forellen^brut, 5 600 Setzlinge von amerikanischen Bachsaiblingen, 92 000 Stück Brut von Regenbogenforellen und elf Zentner laichreise Regen bogensorellen, 29 700 Stück einjährige Zandersetzlinge, 113 500 Stück einsömmerige Karpfen und 37 Zentner zweisömnterige Kärp fen, 104 000 Stück Aalbrut und sechs Zentner Llalsetzlinge, 3 700 Stück ein- und zweijährige Zwergwelse, 100 000 Stück Hechtbrut, 19 000 Stück einsömmerige Schleien und 9 800 Stück zweisömmerige Sch«leieti. Die Erfolge sind sehr verschieden: die Regenbogenforelle hat sich in den Flstssett nicht eingebürgert. In einzelnen; kleineren Bächen hat sie sich gehalten. Das! Aussetzen, von Zander hat auch nicht deti gewünschten Erfolg gehabt. Die Aussetzungen von Karpfen und Schleien und vom Aal haben sich bewährt. Ueber das Resultat des Einsetzens von Hechtbrut ist ein abschließendes Urteil noch nicht vorhanden.
tyrer neueit ’Jit. 4 i oaran, oav es iegl roo^ayre per ,:no, ,e». erste Kulmhaus unter Dach gebracht wurde. Das anerkennens- werte Bestreben der „Schweizer Illustrierten Zeitung", nickt ledtg- lich vont Kriege zu berichten, koinmt auch im literarischen Teil oet neuen Ntunmer zttm Ausdruck und in trefflichen Bildern von der Feria de Valencia", einem spanischen Volksfest. Immerhin fttzden die Nachrichten der Tageszeitungen ihre Erläuterung durch Bilder aus dent Sommegebiet und der Dobrudscha, von der Aufstandsbewegung auf Kreta, von der Ankuuit des 4. griechischen Armeekorps in Görlitz usw. Die „Schweizer Illustrierte Zeitung* kostet im Abonnement Mk. 5,—, einzeln 2b Pfg. pro Numuter.
wöchenll. Uebersicht -er Todesfälle i. d. Stadt Siehen.
39. Woche. Vom 24. bis 30. September 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (inkl. 1600 Mann Aiilitär) Sterblichkeitsziffer: 23,56 °l on .
Nach Abzug von 6 Ortsfremden: 14,13°/
Ev
Kinder
Es starben an Zus.
Angeborener Lebensschiväche 1 Diphtherie 1 (1)
Ttiberkulose 3
Krankheiten der AtmungS- organe 2
Krankheiten der Kreislaufsorgane Gehlrnschlag
anderen Krankheiten der Der- dauungsorgane Entzündung des Wurmfortsatzes Krebs
Verunglückung ^
wachsene
im i. Lebensjahr 1
NY
1
2 ( 1 )
2 ( 2 )
1
1 ( 1 )
vom 2. bt? 15. Jahr
1 ( 1 )
1
1 ( 1 )
2(1) -
1
1 ( 1 )
2 ( 2 )
9(2)
5(4)
Summa: 1b ( 6 ) .
Anm.: Die in Klammern geschten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. ^ . -
Veröffentlichung des Grotzh. Kreisgesundhettsamts Gtehen.
Dr. W a l g e r, Med.-Rat.
Märkte.
ke. Wiesbaden, 12. Okt. Heil- und Stroh markt) Man notierte: Heu 5,50 bis 6.00 Mark, Stroh (Richtslrob
0.00-0.00 Mk., Krummstroh 0.00 Mk. Alles für 50 Kilo.
Mitterungsbericht.
(Oeffentlicher Wetterdienst.)
Gießen, den 10. Oktober 1916.
Fast diese ganze Berichtswochc hindurch — 4. Oktober bis 10. Oktober — herrschte in ganz Deutschland unbeständiges Wetter. Im Nordwesten lagerte nämlich ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet, das uns ständig mit Randwirbeln beeinflußte. Auf seinem Zuge nach Osteit kamen wir am Donnerstag, den 5. Oktober, sogar vollständig unter seinen Einfluß, so daß erhebliche Regensälle m un serem Bezirk nieder gingen. Ter Kern des Tiefdruckgebiets zog nunmehr nordostwärts ab und auf seiner Rückseite breitete sich von Südwesten her hoher Truck nach Deutschland hin aus.Wir behielten zunächst noch bei lebhaften Winden aus westlichen Richtungen vorwiegend bedeckte, nur zeitweise aufheiterndes, im allgemeinen' trockenes Wetter. Erst heute heiterte sich tms Wetter fast vollständig auf und brachte uns einen schönen, milden Herbsttag, ueber- hanpt waren während der ganzen Berichtswoche die Temperaturen relativ hoch, sowohl die Tages- wie die Nachttempecattiren. So «betrug z B in Gießen das Tempcrattirmaxtmum -ff 16—18 das Temperaturminimum ff 11-14° und das Temperatuttages- mittcl säMankte um ff 14 ° herum. Zlvar steigt, «ine gesagt, der Druck von Südwesten her an, von Nordwcsten scheint ledoch nneder- itm eine neue Depression heranzunahen, so daß wir weiterhin nnt unbeständigem, bei westlichen Winden jedoch vorwiegend trübem Wetter mit zeitweisen Niüxrschlägeit rechnen müssen.
Meteorologische Veobachtungen der Station ffileften.
Okt.
1916
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Vermischtes.
" Rede, damit ich dich sehe. An eine schlagfertige Entgegnung auf britische Anmaßung, deren Richtigkeit sich gegenwärtig aufs tieue bestätigt, erimiert das neueste Heit der bekannten Familienzeitschrist „Das Buch für All e" (Union, Deutsche Verlags-Gesellschaft, Stuttgart). Thomcis Aiountoii, ein englischer, als höchst verschlageil bekannter Diploinat, hörte den Rat Kaiser Ferdinands I., Johann Lang, vor der Tafel heftig Deiltsck reden. Mounton verstand diese Sprache nicht lind sagte englisch 51 t Lang: „Ihr Deutschen redet nicht, ihr brüllt l,nd donnert. Ich glaube, Gott hat zu Adam lind Eva, als er ihr Urteil im Paradies ver kündete, in dieser grobeil Sv racke geredet." — „Das weiß ich nicht," erwiderte der kaiserliche Rat. „aber toenn ich euch ansehe und bedenke, wozu ihr aildere schon überredet habt, dünkt es inich, daß die Schlange im Paradies und der Teufel Englisch gesprochen habeil."
' Ein neues B a l l 0 n a b w e h rq es ch ü tz ist in der Marine der Vereinigten Staaten zur Einführung gelangt. Es handelt sick um eine 7,6-Zentimeter-Kailone von a»,ßerordentlicher Felierschnelligkeit, an deren Konstruktion und Verbesserung die amerikanischen Ingenieure mehrere Jahre gearbeitet haben. Die Geschütze werden — nach englischein Muster — aus den Dächern der großen Trehtürme aufgestellt, eine Maßnahme, die für die Bedienungsmannschaft den Vorteil eines freien, übersichtlichen Schliß- feldes hat
vücherttsch.
— In der Bearbeittlng von M. Hahn, Erstem Staats anlvalt in München, bringt der Emil Roth'sche Verlag in G i e ß e u soeben ein Gesetz zur Ausgabe, das für iveiteste Kreise von Wichtigkeit und Interesse ist, weshalb wir die Leser unseres Blattes hierauf besonders hinzuweisen nicht unterlassen, wollen.
— Es ist das Gesetz über einen Warenumsatzstcm pel. Vom 26. Juni 1916 in Verbindung mit dem Fracht urkundenstempelgesetz. Vom 17. Juni 1916. Nebst den Ausführungsbe ft immun gen hierzu. Text-Ausgabe mit Kernworten, Anmerkungen, Tabellen und einem Sachregister. 1 —5. Auflage. Preis 8 0 Pfennig. — Dieses wohl jedem Geschäftsmann unentbehrliche Gesetz umfaßt die Nummeim 567/570 der von Geh. Juftizrat Univ.-Prof. Dr. Karl Ga reis München begründeten, wohlangesehenen Sammlung von Text-Ausgaben Deutscher Neichsgesctze in Einzelabdrucken, wie,sie jede bessere Buchhandlung vorrätig zu halten pflegt. — Diese Ausgaben zetchnen sich durch Korrektheit und guten, klaren Druck aus.
— K ü r s ch n e rS B ü cherschatz. Band Nr. 1084: F r i e d e ls Liebe. Roman von Anny von PanhuyS. 96 Seiteil Umfang
— Preis 20 Pfg. — Hermann Hillger Verlag, Berlin IV 9, Pots
damer Straße 124/125. .
— Die „Schweizer Illustrierte Zeitung" (Verlag Ringier & Eie., Zofingen) erinnert in einem interessanten Artikel
Höchste Temperatur am 11. bis 12. Okt. 1916: ff 18,5° C. Niedrigste „ „ 11. » 12. „ 1916: ff 14,3 C.
Niederschlag 0,0 mm.
Letzte Nachrichten.
Der dcutsckft' U-Bootskrieg.
Kopenhagen, 13. Oft. Aus Paris berichten „Politiken": Dem amerikanischen Korrespondenten des „Petit Parisie^ tst von einem Vertteter des Ministemrms des 2luswärttgen erftart worden die Blockierung des New Yorker Hafens durch englische Kriegsschiffe sei später mts Wunsch der amen* kanischen Regierung zurückgezogen worden. Ste liefe sich mtt per Tätigkeit der deutschen U-Boote nicht vergletchen, da d-te deutschen U-Boote weite außerlialb der vorgeschriebenen drei MeUen-L.errt- torialgrenze operierten.
Anschlag auf dic Königin von Rumänien?
Stockholm, 13. Okt. Am Dienstag nactznittag machte die Königin von Rumänien int Aittomvbil eine Lpaziersährt durch Jassy. ^Z-n der Nähe des russischen Konsulats sprang em etwa 35 jähriger Mann gegen das Auto und feuerte aus etuer Mauserpistole, ohne die Königin zu treffen. Ter anscheinend Jrrstimige wurde sofort von Geheimagenten sestgononmten. Bei der Vernehmung beqaim der Verhaftete später zu toben. Es handelt sick irm einen Volksschullehrer, der wegeit Verfehlungen vor vier Jahren entlassen wurde und drcrch Schreiberdienste seinen Lebensunterhalt erwarb. Die rumänische Presse durfte nichts über das Attentat bringen.
Russische Schreckensherrschaft in Rumänien.
Budapest, 13. Okt. Tie Bukarester Zeitlmg „Dimineata" sagt, in Rumänien Inrrsche die fürchterlichste russische Reaftiou. UN'er Land war bisher vollkommen frei,, jetzt aber spüreit wir überall die russische Hand, auch im politisckZeit Leben wurde das russische System ein geführt und niemand kann seine Klagen frei äußern Die rumänische Armee ist voll von russischen Ftttwiütgen nnd auch bei ben rumänischen Militärbehörden inacht sich der russische Truck fühlbar. Peter Carp kann mit vollem Recht sagen, daß seine Prophezeiung erntet raffen sei. Tie schöne Hafenstadt Konst antza bietet einen traurigen Anblick. Infolge der zahl- reichen Luftangriffe flüchtete die Bevölkerung und jetzt plündert der Mob alles. Aus B u k a re st geht keine Post. Das Lebeit in Bukarest selbst ist im Erlöschen. Zahlreiche Prozesswuen gehen in die Kirche, unt ben Sieg der rumämsckwn Waffen zu erstehen. — Um das Bild pollstmtdig zu machen, erwähnt das Blatt zum ^ckchrtz. daß die russischen Soldaten mit Entrüstung darüber ftageit, wte schlecht die rumänischen Bürger sie behandeln.
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