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Erster Blatt
)66. Jahrgang
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger flr Oberbeffen
§amriag, 8. Jünuar W6
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Sa; englische wchrpffichigesetz mit O 5 gegen (05 Stimme« angenommen. Hüdlriff der drei englischen Ardeiiermimster.
(WTB.) Urotzes Hauptquartier. 7. Januar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
OestlicherKriegsschauplatz.
Aus d?m Kirchhof nördlich von C z a r t o r y s k, in dem sich gestern eine russische Abteilung festgesetzt hatte, wurde der Feind heute nacht wieder vertrieben.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Die Lage ist unverändert.
Oberste Heeresleitung.
englische Unterhaus hlat gestern seinen entscheiden jSeit Dcrg gehabt und es h!at die Wehrpflichtvorlage der Re j gierung mit 403 gegen 105 Stimmen angenommen. Zur ^ablehnenden Minderheit gehören, wie gemeldet wird, 58 ! irische Nationalisten, 36 Liberale und 12 Vertreter der Ar betterpartei. Nun hat zwar die gleichzeitig haglende Arbeiter- Jonferenz gegen das neue Gesetz gestimmt, und zwar j nahezu mit einer Zweidrittelmehrheit, auch hat sich daraus >Äer Micktritt der drei Arbeiterminister Henderson, Birace und Roberts ergeben, die sich für das Gesetz eingesetzt -hatten — aber auch unter dieser Bewölkung des politischen Himmels Englands wird die neue Wendung in den Stimmungen des Jnselreiches sich behaupten. Der Militarismus erscheint ihn: als der einzige
Retter in der Not. Dies ist das Ent s cheid end-er der stolze Machtdünkel Englands ist gebrochen! Früher, rwch vor einem Jahre, hatten die Leiter Großbritanniens geglaubt, ihre überlegene Flotte allein der bürge den Bestand des Reiches, sichere ihm den Sieg gegen alle möglichen Verwicklungen; heute zieht die Ernüchterung ein! In möglichster Stille wird es gemacht, ohne die Ausrufung der Wählerleidenschasten, denn Herr Asquith hofft das Gesetz auch ohne Neuwahlen durchzubringen. Einige schwarzsehende Blätter in London glauben, daß dennoch Neuwahlen nötig sein würden in Anbetracht der erheblichen Mehrheit, mit der die A r b e i t e r das Dienstpflichtgesetz abgelehnt haben — allein dieser Gedanke der Neuwahlen hat nicht etwa die Tendenz, die Notwendigkeit der Dienstpflicht zu leugnen und abzuwenden, sondern im Gegenteil, sie dem Volle noch klarer vor Augen erscheinen zu lassen. Klüger sind freilich diejenigen, die Neuwahlen jetzt vom Uebel halten, denn Klarheit für das englische Volk bedeutet, wie gesagt, zugleich eine erschreckende Ernüchterung. Es ist für Asquith und seine Mitschuldigen vielleicht besser, wenn die Schlange der neuen großen Opferforderung sich leise, wie über Nacht, um das Herz des britischen Volkes schlingt; da wird man sich am ehesten mit dem Unvermeidlichen abfiuden und braucht die Enttäuschungen nicht in alle Winde zu rufen, die doch die Begleiterinnen und Einpeitscherinnen des neuen Gesetzes sind. Wir wollen es nicht leugnen, daß diese unausgesprochene Disziplin im Denken und Wägen der Engländer uns eine gewisse Achtung einflößt, wenn auch dabei die gestern erwähnten Rücksichten auf die Verbündeten und die Hoffnungen mitspielen mögen, daß der Gedanke des Militarismus noch nicht e r n st ha s t verwirklicht werde. Doch wenn es uns fern liegt, das englische Volk als einen Haufen närrischer, wahnbefangener Menschien anzusehien, gerade dann dürfen wir den Herrn Grey und'Asquith in die Erinnerung rufen, welche Gewalt sie bisher den Tatsachen angetan haben und wie erschrecklich sie bisher mit Lügen und Verdrehungen der Lage Und ihrer Aussichten geschwefelt haben. Daß wir auch von der Einführung der Wehrpflicht in England für den Ausgang dieses Krieges nichts Schlimmes fürchten, haben wir schon oft gesagt und begründet. Aber auch wenn es deir Engländern wirklich ernst wäre mit ihrer neuen Wehrrüstung, wenn sich das Volk einigen würde zu schwersten, in Widerspruch mit aller bisherigen Bolksauffassung stehenden Opfern, wäre damit noch nicht gesagt, daß fortan der englische Größenwahn ins Kraut schießen würde. Nein, diese Illusion ist mehr und mehr geschwunden, seit der Schwätzer Ehürchill von der Bühne abgegangen ist. Mit dem neuen Gesetzesbogen in der Hand könnte möglicherweise Herr Asquith oder sein Nachfolger sich einbilden, ein neues Faustpfand für einen günstigen Friedensschluß zu besitzen. An Deutschland liegt es, alle Kräfte weiter anzusetzen, um die englischen Enttäuschungen zu mehren, und diesem mächtigsten Gegner zu beweisen, daß auch sein neu geschaffener Hoffnungsanker als zu leicht befunden werden muß. Das Jahr 1916 muß für das Britenreich trotz großspuriger Veranstaltungen in zunehmendem Maße ein Jahr des Abstieges werden!
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 7.Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauwart: 7. Januar 1916.
Russischer Kriegsschauplatz.
Der gestrige Tag verlies im Nordosten verhältnismäßig ruhig. Nur am Styr kam es vorübergehend zu Kämpfen. Der Feind besetzte einen Kirchhof nördlich von Czartorysk, wurde aber von österreichischer Landwehr bald vertrieben.
beiterkonftrcnz Und ffängige Nationalist
Heute früh eröffnete der Gegner wieder seine Angriffe m Ostgalizien. Turkestanische Schützen brachen vor Tagesanbruch gegen unsere Linien nordöstlich von B u c z a c z vor und drangen in einem schmalen Frontstück in unsere Graben ein. Die Honvcd-Jnfanterie-Rcgimenter Nr. 16 und 24 warfen aber den Feind in raschem Gegenangriff wieder hinaus. Es wurden zahlreiche Gefangene und drei Maschinengewehre eingebracht.
Wie aus Gesangenenaussagen übereinstimmend hervorgeht, ist vor den letzten Angriffen gegen die Armee Pflanzer- Baltin der russischen Mannschaft überall mitgeteilt worden, daß eine große Durchbruchsschlacht bevorstehe, die hie russischen Heere wiederindieKarpathen führen werde. Zuverlässigen Schätzungen zufolge betragen die Verluste des Feindes in den Neujahrskümpfen an der bessarabischen Grenze und an der Strypa mindestens 59 000 Mann.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Die G e s ch ü tz k ä m p f e dauerten an vielen Stellen der Front fort und wurden im Gebiete des Eol di Lana, bei Flitsch, am Görzer Brückenkopf und im Abschnitte der Hochfläche von Doberdo zeitweise ziemlich lebhaft.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Die Truppen des Generals v. Köveß haben die Monte negriner bei Mojkovae am Tara-Knie, bei Godusa nördlich von B e r a n e und aus den Stellungen westlich von Rozai und halben Weges zwischen Jpek und Plav nach heftigen Kämpfen geworfen. Unsere Spitzen sind zehn Kilometer von Berane entfernt.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschatteutnant.
Die Wehrpflicht in England.
Haag, 7. Jan. (zens. Frkft.) Reuter meldet aus London: Int Unterhause wurde heute die Debatte über das Dienst pflichtgesetz fortgesührt. Das Hans war gedrängt voll. Das Interesse wurde noch! gesteigert durch die Ar blieb fortdauernd in gleicher Höhe. Der unab (Ire), William O ' Br ie n unterstützte das Gesetz. Herbert Samuel verteidigte das Gesetz warm. Sechs Millionen englischer Bürger (?) sind fteiwillig zu den Waffen gekommen. Diese Tat swche werde in der englischen Geschichte lebenbleiben als eine nie verwelkende Erinnerung des englischen Volkes. Kr erkannte an, daß England <bie wichtigste Munitionsfabrik und ebenso die wichtigste Quelle finanzieller Kraft der Verbündeten bilde. Der Handelsminister sei jedoch zu dem Beschluß gekommen, daß noch 1 Million Männer übrig sind uird wenn dies so ist, daun müssen diese Leute auch nach der Front geschickt werden. (Beifall.) Der Feldzug Derbys ist ein glänzender Erfolg gewesen, doch dieser Erfolg ist erreicht durch das Versprechen des ersten Ministers. Es war eine halbe Million Männer bereit zu den Waffen zu gehen, sie konnten jedoch nicht mobilisiert werden, bevor die unverheirateten! Männer, die sich nicht gemeldet hatten, ebenfalls zu den Waffen gerufen waren. Wir müssen so einen großen Teil unserer Pflicht ten aufgeben, um den Rest zu retten.
Der Liberale Jones erklärte sich gegen den Gesetzentwurf, versprach jedoch, die Regierung zu unterstützen. Im übrigen fragte er, ob die Regierung auch jetzt noch das Gesetz aufrecht erhalten^ wolle, nach« der Ablehnung der Arbeiterkonferenz. Der frühere liberale Minister Robertson unterstützte das Gesetz.
Der liberale Arbeiterabgeordnete Oberst Johnward, der zu Beginn die Arbeiterbataillone gebildet hatte, erklärte, daß er früher Gegner der Dienstpflicht gewesen sei, daß er sich jedoch für verpflichtet halte, die Regierungsvorschläge anzunehmen. Ter Be- chluß der Arbeiterkonferenz verliere seinen Wert durch die Tatsache, daß ein Drittel bis die Hälfte aller Leute der Gewerffchaften ist den Laufgräben seien oder im Begriffe ständen, dorthin zu gehen. Der Beschluß stelle infolgedessen auch nicht die Meinung der Mehrheit der Gewerkschaftsleute dar. Die Dienstpflicht müffe baten auferlegt werden, die den Versuch machen, sich ihr zu entziehen^ Wenn die Existenz des Reiches auf dem Spiel stehe, wollte er lieber, daß Tausend stürben als zu dulden, daß England überwältigt tverde. England ist der Fahnenträger der Freiheit der Welt, und wir dürfen keinen Finger breit von unserer Pflicht abweichen.
Tie Anssprache, die sich fortwährend in einer Atmosphäre von Patriotismus und Begeisterung bewegte, hatte stets die siegreiche Beendigung des Krieges zum Ziele. Sie endigte mit einer Rede Balfours und einer Darstellung des Arbeiterabgeordneten Barnes, her einen Monat lang unter dem feindlichen Feuer in enger Berührung mit den Mannschaften an der englischen Front geblieben war. Barnes beschrieb in lebhaften Farben, wie die Leute, nachdem sie vier Tage und vier Nächte in den Lansgräben zugebracht hatten, fröhlich singard unter Führung ihrer Offiziere eine kleine Ruhepause antraten. Barnes erklärte, daß die Leute nicht so lange in den Laufgräben bleiben müßten, wenn alle unverheirateten Männer zu den Waffen kämen. B a l f o u r sagte, daß der Gesetzentwurf eine Angelegenheit von größter Bedeutung und eine Ehrensache sei. Ter Gesetzentwurf entspreche dem Freiwilligensystem. Wir haben rnehr getan als unsere Feinde uird unsere Freunde und selbst als wir selber für möglich oehalten chatten, und die Beratung hat gezeigt, daß das Haus bezüglich seiner Auffassung über die Fortsetzung des Krieges keineswegs ver- chiebener Meinung ist.
Die Abstimmung.
Der Gesetzentwurf wurde in erster Leffrnq mit 403
Beschluß der Arbeiterkonserenz.
gegen 105 Stimmen angenommen. Das Ergebnis der Abstimmung wurde mit lautem Jübel ausgenommen, denn die Minderheit, die zum größten Teil aus irischen Nationalisten bestand, war kleiner als man erwartete.
Der
London, 7. Jan. (WTB'. Nichtamtlich.) Meldung deS Renterschen Bureaus. Nach einer Arbeiterkonserenz wurde im Unterhause eine Versammlung des auMbtenden Ausschusses der Arbeiterpartei und der parla- inentartsch'en Vertreter der Arbeiterpartei abgehalten, in der beschlossen wurde, daß die Arbeiterpartei sich von der Koalitionsregierung trennen solle.
Haag, 7. Jan. (zens. Frkft.) Reuter meldet offiziell ans London: Henderson, Brace und Roberts, die Ar- vettermttglteder des Dcinisterimns und Anhänger der Dienstpfficht. sind zurückgetreten. ^
w 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des
Reuterschen Bureaus. In der nachmittags abgehaltenen Sitzung der Arbetterkonserenz ging es lebhaft zu. Die Führen hielten sehr gemaßtgte Redeir, wurden aber wiederholt von den Unversöhnlichen unterbrochen. Am unruhigsten wurde es, als Henderson das Wort ergriff und erklärte, daß er die Dienst-' vlttcht und ote Vorlage nicht bekämpfen werde. Die Konferenz nahm mit 1710 000 Stimmen gegat 931000 Stimmen den Antrag der Eisenbahner, daß die Konferenz sich gegen die Bill erklären müsse, an, trotz der Erklärung der drei Arbeiterminister, daß fte zurücktreten würden, wenn ihnen nicht freie Hand gelassen werde. *
_ . ^_ e J f i n r 8. Jan. Nach einem Londoner Bericht eines Züricher svztalrsttschen Blattes hätte laut „Vossischer Zeitung" ein eng- lisch er Sozialist im Unter hause gesagt, nie seien die Frieden saus sichten seit Ausbruch des Krieges so ermutigend gewesen wie jetzt. Eine neue Orientierung der öffentlichen Meinung in den maßgebenden politischen Kreisen und in einem Tal der Presse sei bemerkbar. Leute, die nie Bedenken hatten, haben jetzt Zweifel, ob die britische Regierung Überhaupt imstande sei, den Krieg -«Nt Sre«e zu fuhren.
* * *
Der türkische Bericht.
Konftantinopel, 7. Jan. (WTB. MWvrÄW.) DaI Hauptquartier teilt mit: >An der Jra kfront keine Veranderun-, gen.
'An der Kaukasntz'frvnt unbedeutendes Gefecht zwischen Vorposten. Im Abschnitt von Milo überraschte unser Posten einen feindlichen und tötete 6 Mann.
!Au der Dardanellepfrvnt dauerte auf dem rechten Flügel und in der Mitte derArtilleriekampf, der zeitweise heftig wurde, an. Ein Kreuzer und ein Monitor des Feindes be- schossen eine Zeitlang' die Umgebung von Altschitepe mtb zogen sich dann zurück. Unsere Artillerie brachte eine Haubitzen- und Feldbatterie zum Schweigen und beschoß mit Erfolg die feindlichen Lager bei Sedd-ül-Bahr. Unsere Batterien an der anatomischen Küste beschossen zeitweilig die Landungsstellen bei ^edd-ül-Bahr und Tekke Burnu. Leutnant Ryok Boddike griff ein französisches Flugzeug an, welches die Meer- oige überflog, beschädigte es und brachte es auf die auatolische Küste dicht bei Ukbasch nieder. Das Flugzeug wird leicht wieder hergestellt werden. Ter französische Flieger wurde tot aufgesunden. Im Abschnitte von A n a f o r t a sandai wir 2000 Kisten Infanterie-Munition, 130 Fuhrwerke und ein eingegrabenes Ma-« schinengewehr.
K o n st a n 1 i n o p e l, 7. Jan. (WTB. Nichtamtl.) Das Haupt- guartter teilt mit: An der Dardanell cn front wurde bei dem Angriff bei Ryck Boddiks außer dem feindlichen Flugzeug, dessen Msturz wir gestern meldeten, auch> noch ein zweites feindliches Flugzeug zum A b st u r z gebracht, es ffel brennend herab. Das erste dieser Flugzeuge, ein französisches, Typ Farman, Nr. 42, siel aM 6. Januar, vormittags, östlich des Kaps Nara, das andere, ein englisches, Typ Farman, ffel auf die europäische Küste, östlich Jalova. Im Laufe desselben Tages warf unser Flugzeuggeschwader erfolgreich mehrere Bomben aus die feindlichen Stellungen von Sedd-ül-Bahr Uiid auf beit Flugplatz auf der Insel Im brv s. AM 5. Januar dauerten auf dem rechten Flügel reges imd im Zentrum schwaches Bombenwerfen sowie bedeutungslosen Jnsanteriekampf an. Die feindliche Landarttllerie- unter Mitwirkung zweier Monttore imb zweier Kreuzer, erösf- nete gegen unsere Stelümgen ein teilweise heftiges Feuer, das bis abends andanerte. Unsere Arttllerie erwiderte kräftig, zwang einen dieser Kreuzer, sich zu attfernen, zerstörte einen Teil der feindlichen Gräben und brachte einen Teil der feindlichen Artillerie zum Schweigat. Atn 6. Januar vormittags beschossen erfolglos, unter dem Schutz von vier Monitoren und sechs Torpedobooten^ feindliche Kreuzer die auatolische Küste der Meerenge und einige uuserer Batterien ohne Unterbrechung. In der Nacht zum 5. Januar beschoß Unsere Arttllerie in der Meerenge zeiüveise di« Landungsstcllai von Sedd-ül-Bahr imb Tekke Burun. Der Feind antivortete erfolglos. Unsere Beschießung wnrde am 5. Januar wiederholt, sie 'verursachte einen. Brand bei Tekke Burun. Die Wirkung unserer Artttterie wurde melirmals auf dai Landungsstellen und auf Booten festgestellt. Unser gegen die Landungsstelle von Sedd-ül-Bahr gerichtetes Feuer hatte gute Ergebnisse. Aus den anderen Fronten keine Veränderung.
Zum bulgarisch-türkischen Vertrag.
Sofia, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Von dem Abkommen über die Berichtigung der bulgarisch-türki- 'chen Grenze vom 6. September 1915, das von der türkischen Kammer und der Sodvanje angenommen wurde, ist nunmehr der Wortlaut veröffentlicht worden. Bemerkenswert^ sind dabei die Bestimmungeri über das Recht der türkischen Regierung, die abgetretene Eisenb-ahnstrecke Ku- leli — Bürgas — Adrianopel in freiester Weise fünf Lahre z-u benutzen, stöacb den erläuternden Noten zu Artikel 4 kann die türkische Regierung auf dieser Strecke in Friedens- und Kriegszeiten Rekruten, Truppen, Waffen, Munition, Lebensniittel usw. während der nächsten fünf Jahre ohne Einschränkung oder Kontrolle seitens der bulgarischen Regierung befördern.


