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wurde, ſind mit 5 bis 10 Rthlrn. pro Centner hoͤher bezahlt worden. Ein Gleiches fand mit den Wollen von 40 bis 60 Rthlrn. ſtatt. Wir glauben, daß man im Allgemeinen mit Sicherheit annehmen kann, daß die groben Wollen mit 10 bis 12 Procent, die ſo⸗ genannten Mittelwollen mit 4 bis 9 Procent Erhoͤ⸗ hung gegen voriges Jahr verkauft worden ſind. Nach England iſt wieder viel Wolle gegangen, jeboch haben auch unſere inlaͤndiſchen Fabrikanten bedeutende Quantitaͤten von Wolle gekauft. Es iſt wahrſchein⸗ lich, daß, wenn in unſeren inlaͤndiſchen Fabriken das Leben fortbeſteht, wie es bisher beſtanden hat, dann die Wolle auch im Laufe dieſes Jahres gute Preiſe behaupten, und daher die, welche ſpaͤter ver⸗ kaufen, auf ihre Rechnung kommen werden. Jedoch kann durch die groͤßere Verbreitung der Cholera ein ſehr unguͤnſtiger Zeitpunkt fuͤr den Wollhandel herbei⸗ gefuͤhrt werden, indem die Einfuhr der Wolle aus allen, auch noch ſo wenig verdaͤchtigen Gegenden nach geſunden gewiß auf das ſtrengſte verboten wird.— Beſonders geſucht wurde, wie auf allen uͤbrigen Maͤrkten, ſo auch auf dem Berliner, die Locken⸗ und die Ausſchußwolle, die in der Regel, ob ſie gleich gewiß in den mehrſten Faͤllen ſehr ſchmutzig iſt, mit einem Preiſe bezahlt wurde, der wenig von dem der Wolle verſchieden war. So z. B. ſind Locken aus Heerden, deren Wolle mit 12 ½ bis 14 Rthlr., der ſchwere Stein von 22 Pfund, bezahlt worden iſt, zu


