Jahrgang 
27 (1831)
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619 Raps. Dieſe Oelfrucht iſt uͤberall in den Ge⸗ genden, in welchen im vorigen Jahre zweckmaͤßig be⸗ ſtellt werden konnte, vortrefflich gerathen. Auch die

Ernte, welche jetzt vollendet iſt, fiel in eine ſehr ſchoͤne Witterungsperiode. Demungeachtet glauben wir, daß

das Oel nicht ſo geringe Preiſe haben wird, wie Viele

glauben; denn bei der Sperrung von Rußland und

den Oſtſeeprovinzen wird ungleich weniger Lein⸗ und

Hanfoͤl eingefuͤhrt werden, als in dem vorigen Jahre. Unſerer Meinung nach wird daher das Oel eher im Preiſe ſteigen als fallen. Man bezahlt in der hieſi⸗ gen Gegend den Wiſpel Raps mit 45 50 Rthlr. Der Preis des Ruͤbeoͤls iſt: rohes bis 10 Rthlr.; raffinirtes 11 bis 114 Rthlr. 3

Branntwein. Der Branntwein iſt gegen vori⸗ ges Quartal gewichen. Den 18. Juli koſtete zu Ber⸗ lin das Faß zu 200 Quart, von 54 Procent nach Tralles bei einer Temperatur von 424½⁹ R.: Korn⸗ branntwein 27 bis 28 Rthlr., Kartoffelbranntwein 26 bis 27 Rthlr.

Vieh ſteht immer in annehmlichen Preiſen. Gute Zſpaͤnnige Zugochſen werden mit 46 Rthlrn. das Stuͤck, 2ſpaͤnnige mit 50 bis 60 Rthlrn. bezahlt. Gute Oldenburger friſchmelkende Kuͤhe werden zu 70

bis 80 Rthlrn. gekauft. Der Centner Rindfleiſch

geringerer Qualitaͤt wird mit 93⅞, mittler mit 10 ¼

und guter mit 10 ¾ bis 10 ¾ Rthlrn. bezahlt. Butter. Auf dem letzten großen Buttermarkte

zu Furſtenberg koſtete die Mecklenburger Butter 5 ½