Jahrgang 
27 (1831)
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Schloß liegende Quantum abſolut beweiſend, daß die Inhaber des Getreides entweder den geſetzmaͤßigen Zoll

entrichtet und alſo auch Hoffnung haben mußten, das

Getreide in England zu vortheilhaften Preiſen zu ver⸗ kaufen, oder aber es unter Schloß hervornahmen, um es weiter zu fuͤhren und außerhalb England zu verkaufen. Beide mogliche Faͤlle aber liefern Beweiſe fuͤr eine gewiſſe Lebendigkeit im Getreidehandel. Jene oben

angefuͤhrten Mittheilungen uͤber die Getreideausfuhr

beweiſen unwiderlegbar, daß, da wir ſeit mehreren Jahren keine außerordentlich reiche Ernte gehabt ha⸗ ben, der alte geſammelte Vorrath jenes Mehr an exportirtem Getreide hergegeben hat. Die Polniſchen und Belgiſchen Unruhen, die im Herbſte vorigen Jah⸗ res ihren Anfang nahmen, die dadurch verurſachte Unmoͤglichkeit, die Laͤndereien zweckmaͤßig zu bearbei⸗ ten, und die Folge davon, eine ſchlechte, ja an man⸗

cchen Orten vielleicht gar keine Ernte zu machen; der

geſperrte Handel mit Rußland und Polen der Cho⸗

lera wegen, und, wie geſagt, eine wahrſcheinlich nur

mittelmaͤßige Ernte, ſind Umſtaͤnde, aus denen ſich nicht nur auf das Fortbeſtehen der bisherigen Preiſe, ſondern ſogar auf eine Erhoͤhung derſelben mit großer Wahrſcheinlichkeit ſchließen laͤßt. Beachtet man, daß

in England, und in dem von dieſem hinſichtlich des Getreidehandels abhaͤngenden Hamburg, die Zufuhr

ungewoͤhnlich groß geweſen iſt, daß eine große Quan⸗ titaͤt von Getreide unter Schloß herausgenommen iſt,