Bei der landwirthſchaftlichen Lehranſtalt des Profeſſor Schulze in Jena
werden im naͤchſten Sommer die Vorleſungen den 18ten Mai ihren Anfang nehmen und folgende Gegenſtaͤnde be⸗ handeln: 4
1) Die ſpecielle Lehre von der Natur, den Nutzen und Anbau der landwirthſchaftlichen Pflanzen. 2) Die Lehre von Grundanſchlaͤgen und Bonitirung der Laͤnde⸗ reien, wie auch von Separation, Gemeinheitstheilung und Aufhebung der Servitute. Damit die Studirenden auch in dieſen ſo wichtigen Geſchaͤften durch Uebung Fer⸗ tigkeit ſich verſchaffen koͤnnen, werden ſie dieſe Arbeiten nach Beendigung des theoretiſchen Unterrichts unter mei⸗ ner Leitung in einer benachbarten Flur ſelbſt ausfuͤhren. 3) Die Forſtwiſſenſchaft, als Huͤlfslehre fuͤr Land⸗ und Staatswirthe. Damit auch dieſer Unterricht moͤglichſt praktiſch werde, wird ein im Forſtweſen wiſſenſchaftlich gebildeter Praktiker die Schuͤler in den Wald fuͤhren. 4) Oekonomiſche Statiſtik. 5) Die Nationaloͤkonomie oder Volkswirthſchaftslehre. welche Vorleſung auch ſolche Studirende, die nicht am Inſtitute Theil nehmen, beſu⸗ chen koͤnnen. 6) Auch werden awie ſeither, in einem Converſatorium wichtige Gegenſtaͤnde der Land-, Forſt⸗ und Staatswirthſchaftslehre geſpraͤchsweiſe abgehandelt, und die landwirthſchaftlichen Exeurſionen und die Cor⸗ rekturen ſchriftlicher Arbeiten fortgeſetzt.
Naͤhere Nachricht uͤber dieſes Inſtitut ertheilt die Schrift: die landwirthſchaftliche Lehranſtalt u. ſ. f. Jena. Frommann 1826. und Fortſetzung 1828. ebendaſelbſt(4 gr.). Es wird nur noch brmerkt, daß im Fruͤhjahre und Herbſte jedes Jahres neue Theilnehmer eintreten koͤnnen.
In dieſem Winter nehmen 16 junge Maͤnner an der Anſtalt Theil.
Jena, im Maͤrz 1829.
Dr. Friedrich G. Schulze, ordentlicher Profeſſor der Staatswirthſchaft.
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