Jahrgang 
25 (1830)
Einzelbild herunterladen

19 ren ganz anders. Es iſt natuͤrlich, daß ſich die ſchaͤd⸗ lichen Einfluͤſſe der Thonunterlage bei ſo trocknen und warmen Jahren, als die von 1826 und 1827 gewe⸗ ſen ſind, nicht haben zeigen koͤnnen, ſondern daß dieſer undurchlaſſender Untergrund in ſolchen Jahren vortheil⸗ haft geweſen iſt, indeſſen er in naſſen Jahren, beſon⸗ ders aber in naſſen Fruͤhjahren und naſſen Herbſten, auch wiederum um ſo nachtheiliger wirkt. Man wird es endlich unglaublich finden, wenn ich ſage, daß in Folge der naſſen Witterung des Herbſtes vom Jahre 1828 auf vielen Guͤtern in Oſtpreußen nicht die Haͤlfte der Winterſaaten hat beſtellt werden koͤnnen, und die beſtellte Haͤlfte auch wenig oder gar nichts verſpricht; denn der Boden, durch die viele Naͤſſe erkaltet, lag ſchon ſeit der Mitte Septembers im Todesſchlummer, und das um dieſe Zeit eingeklarte Getreide ging kaum vor dem Winter auf. Wintergetreide, was indeſſen nicht ſchon im Herbſte ſeine volle Beſtaudung erlangt hat, giebt hier nie Korn, das Fruͤhjahr tritt zu ſpaͤt ein, und wenn es kommt, kommt es gewoͤhnlich ſehr raſch, d. h. es kommen dann ſo anhaltend warme Tage, daß der Roggen zu ſchnell vegetirt, ſich nicht beſtaudet, ſondern einzeln geil in die Hoͤhe treibt. Der ſchwachen Pflanze, beſonders auf kraftvollem Boden, werden mehr Saͤfte zugefuͤhrt als ſie konſumiren kann, dieſes Mehr an Saͤften will irgendwo hinaus, es ſchwitzt daher auf der Oberflaͤche der Pflanzen ein klebriger B 2