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wenn auch danach ſich etwas mehr Nachfrage zeigte, und im Allgemeinen gebe ich mich mit ziemlicher Zu⸗ verſicht der Hoffnung hin, daß wir in den naͤchſten Monaten einem, wenn auch nicht lebhaften, doch re⸗ gelmaͤßigen und ununterbrochenen Abzuge entgegenſe⸗ hen duͤrfen. Die Preiſe werden durch die Groͤße der Zufuhr beſtimmt werden, indeſſen legt freilich die ſo ſehr verringerte Konkurrenz unter den Kaͤufern einer jeden Erhoͤhung ein vermehrtes Hinderniß in den Weg. Ich gruͤnde jene Hoffnung, neben gewiß nur ſehr maͤßigen Vorraͤthen von Tuͤchern und von Wolle in zweiter Hand, vornehmlich auf den nicht brillanten, aber doch im Durchſchnitt guten Ausfall der Getrei⸗ deernte, wodurch, nach meiner Ueberzeugung, die im vorigen Jahre durch die ſchlechte Ernte ſo ſehr vermin⸗ derte Tuchkonſumtion eine ſehr erhebliche Ausdehnung gewinnen wird. Die Zufuhren von deutſchen Wollen, welche in den erſten fuͤnf Monaten d. J. nur wenig hinter denen der beiden letzten Jahre zuruͤckgeblieben waren, ſind ſeit Anfang Juni gar ſehr abgefallen, wie die folgende Tabelle Ihnen beweiſen wird; auch i*ſt nach allen Berichten ungewoͤhnlich wenig unterwegs. In dieſem Augenblick iſt unſer Lager noch ziemlich bedeutend, und es iſt daher allerdings zu wuͤnſchen, daß die Zufuhr maͤßig bleiben moͤge, beſonders wenn ſie fortfaͤhrt, faſt lediglich aus Mittelgattungen zu beſtehen. Von geringen wuͤrde der Markt eine be⸗ deutende Anfuhr um ſo beſſer vertragen können, da


