Jahrgang 
24 (1829)
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lerhöchſtens 250,000 L. St. ſteigt, obgleich oͤffentliche Blaͤtter das Vier⸗, ja das Sechsfache angegeben ha⸗ ben. Die reellen Schulden ſaͤmmtlicher Falliten zu⸗ ſammen fuͤr gekaufte Wolle ſollen nicht ganz 40,000 L. St. betragen, eine geringere Summe, als zu irgend einer fruͤhern Zeit.

Seit ſich dies Alles nach und nach entwickelt, hat ſich auch die fieberhafte Spannung und Unruhe ziemlich ſchnell wieder verloren; ich ſehe, aufrichtig geſagt, keinen Grund, weitere Bankerotte von einiger Bedeutung zu befuͤrchten, und wenn gleich eine dop⸗ pelte Vorſicht in Auswahl der Kaͤufer die natuͤrliche Folge jener Begebenheiten iſt, ſo wuͤßte ich doch nur ſehr Wenige zu nennen, denen dadurch ihr fruͤher ge⸗ noſſener Kredit mit Recht verkuͤrzt oder abgeſchnitten wuͤrde. Auf der andern Seite liegt es klar am Tage, daß jene Haͤuſer ſeit geraumer Zeit durch die ſchaͤnd⸗ lichſten Schlaudereien, ſowohl in Tuch als Wolle, ſich Kaſſe gemacht, und manche hier auf Kredit ge⸗ kaufte Wolle augenblicklich in Leeds gegen baar Geld mit großem Verluſt wieder verſilbert haben. So er⸗ klaͤren ſich denn die Klagen uͤber das beſtaͤndige Miß⸗ verhaͤltniß zwiſchen dem hieſigen und dem Leedſer Markt, ſo wie uͤber die Unmoͤglichkeit, Tuͤcher hier in der Stadt zum koſtenden Preiſe anzubringen, und nachdem nun nur die, den verſchiedenen Maſſen ge⸗ hörigen Beſtaͤnde, die von Wolle ſehr geringe, von Tuch nicht groß ſind, geraͤumt ſeyn werden, iſt wohl