Jahrgang 
14 (1824)
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dige und ſich um die zu andern Gebrauch paſſen⸗ dere wenig bekuͤmmere. Dies iſt im Ganzen wahr, und nur ſehr kenntnißreiche und umſichtige Fabri⸗ kanten machen eine Ausnahme davon. Aber dieje⸗ nige Wolle, welche jeder groͤßere Fabrikant gebraucht und die er kennt, weiß er ſchaͤrfer in allen ihren Qualitaͤten, in ihren Vorzuͤgen ſowohl als Maͤn⸗ geln zu beurtheilen, und gehet mit ſeinen Pruͤfun⸗ gen mehr ins Detail als der Wollhaͤndler. Der letztere muß doch eigentlich nur auf das Ruͤckſicht nehmen, was erſterer verlangt. Von einem erfahr⸗ nen Tuchfabrikanten kann man daher uͤber verſchie⸗ dene Eigenſchaften der Wolle manches lernen, be⸗ ſonders wenn man die vielfachen Stuffen ihrer Be⸗ handlung durchgeht, was der Wollhaͤndler wenig⸗ ſtens nicht deutlich anzugeben vermag. Viele For⸗ derungen an preiswuͤrdige Wolle ſcheinen nur auf Vorurtheil zu beruhen, aber wenn man die Wolle in der Bearbeitung betrachtet, ſo findet man, daß ſie ſehr begruͤndet ſind. Man muß ſich aber frei⸗ lich an hochvervollkommnete Fabriken wenden, nicht an Tuchweber, die oft hoͤchſt unwiſſend ſind oder doch nur einen ganz empiriſchen Sinn haben und ſich nicht zu erklaͤren wiſſen.

Daß man die Wolle von verſchiedenen Theilen beſonders meſſe, wenn man darauf Ruͤckſicht neh⸗ men will, verſteht ſich wohl von ſelbſt. Die Wolle von der Graͤte des Ruͤckens unterſcheidet ſich in der

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